DE2221679A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Textilstoffen in einem Behandlungsbad - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Textilstoffen in einem BehandlungsbadInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Textilstoffen in einem Behandlungsbad
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Behandeln von Textilstoffen in einem Behandlungsbad.
Zahlreiche Verfahren in der gesamten Textilindustrie erfordern die Behandlung eines Textilstoffes mit einer Flüssigkeit. Beispielsweise
wird nach dem Aufbringen eines Ausrüstungsmittels auf ein Garn und dem Verarbeiten des Garns zu einem Textilstoff
dieser Stoff gereinigt, um das Ausrüstungsmittel und andere Verunreinigungen aus demselben zu entfernen. Textilstoffe
werden ebenfalls gefärbt oder sonstigen Behandlungen im Bad unterworfen, um dem Textilstoff gewisse Eigenschaften zu geben
oder ihn für anschließende Verfahrensschritte vorzubereiten. Zahlreiche Vorrichtungen sind zum Behandeln von Textilstoffen
in einem Behandlungsbad für verschiedene Zwecke, beispielsweise zum Waschen, Reinigen, Färben und dergl. entwickelt worden.
Unter den bekannten Vorrichtungen zum Behandeln von Textilstoffen
in einem Behandlungsbad sind gewisse Merkmale in den einzelnen Einheiten vorgesehen worden, um eine ordnungsgemäße Berührung
zwischen dem Behandlungsmittel und dem Textilstoff, eine ordnungsgemäße Handhabung des Textilstoffs im Bad, ein
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ordnungsgemäßes Steuern der Badtemperatur, der Viskosität oder dergl. sowie verschiedene andere Zwecke zu gewährleisten. Es
sind auch bereits Gefäße vorgeschlagen worden, in denen Führungseinrichtungen den Textilstoff längs einer gewünschten Bahn
durch das Gefäß leiten, wobei verschiedene Vorrichtungen im Bad vorgesehen sind, die das Bad in Bewegung versetzen, den
Textilstoff säubern und dergl. Beispielsweise sind Bürsten an entgegengesetzten Seiten eines Textilstoffs verwendet worden,
um den Stoff einer Bürstenwirkung auszusetzen, während er zwischen den Bürsten hindurchläuft. Ferner ist im Bad elektronisches
Gerät vorgesehen worden, um Hochfrequenzwellen im Bad zu erzeugen und dadurch eine gute Berührung zwischen dem Bad
und dem Textilstoff zu garantieren. Ferner sind zahlreiche Arten von Rührvorrichtungen und anderen drehbaren Gliedern
im Bad angeordnet worden, um das Bad. aufzurühren.
Die Erfindung sieht gleichfalls Einrichtungen zum Bewegen des Fluids im gesamten Bad vor, um ein verbessertes Waschen, Reinigen,
Färben oder dergl. eines Textilstoffs zu erzielen. Gemäß der Erfindung erfolgt aber das Einwirken auf das Bad so,
daß die Bewegung des Fluids im Bad im Zusammenhang mit den Führungselementen den Textilstoff einer einzigartigen Bewegung
unterwirft, während er das Bad durchläuft. Dadurch wird ein verbesserte» Kontakt zwischen dem Textile voff und dem Fluid im
Bad erzielt, und darüberhinaus bewirkt die wellenförmige Bewegung des Textilstoffs ein Durchbiegen des Stoffs, wodurch
unerwünschte Bestandteile vom Textilstoff leichter zu entfernen sind. Zusätzlich hat sich gezeigt, daß die Vorrichtung gemäß
der Erfindung bei Wirkwaren eine einmalige Auswirkung im Sinne einer Vergrößerung des Volumens oder des Körpers der
Wirkwaren hervorruft.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Behandeln von Textilstoffen in einem Behandlungsbad, z.B. zum Bauschigmachen
oder Aufblähen des Körpers von Gewirken, zu schaffen.
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•Aufgabe der Erfindung ist es auch, eine Vorrichtung zu schaffen,
mit der Textilstoffe in einem Behandlungsbad behandelt, z.B.
gewaschen werden, während sie das Behandlungsbad durchlaufen·
Ganz allgemein umfaßt die Vorrichtung gemäß der Erfindung ein
Behandlungsgefäß, mehrere in dem Gefäß aufgenommene Führungselemente, die längs einer beabsichtigten Bahn durch das Gefäß
zu beiden Seiten der Bahn angeordnet sind, und eine mit bestimmten Führungs elementen zusammenwirkende und in dem Gefäß
in der Nähe der Bahn aufgenommene Einrichtung, die eine Bewegung eines Fluids in dem Gefäß erzeugt und dadurch einen wellenförmigen
Verlauf des an den FÜ-hrungselementen vorbeibewegten
Textilstoffs verursacht.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung zum Behandeln von Textilstoffen
in einem Behandlungsbad weist genauer gesagt ein Gefäß auf, in dem eine Vielzahl von Führungselementen längs der
Schenkel einer oder mehrerer ü-förmiger, durch das Gefäß ver-. laufender Bahnen angeordnet sind. Die Führungselemente sind
abwechselnd zu beiden Seiten der Textilstoffbahn angeordnet, wobei die Einrichtung, die die Fluidbewegung erzeugt, in der
Nähe der Textilstoffbahn, vorzugsweise zwischen den beiden Schenkeln der Bahn, angeordnet ist. Eine Betätigung der Einrichtung
zum Bewegen des Fluids, bei der es sich vorzugsweise um ein drehbares Element handelt, erzeugt eine Fluidbewegung
innerhalb des Bades in der Nähe des durch das Bad laufenden Textilstoffs, so daß Abschnitte des Textilstoffs aus der normalen
Bewegungsbahn nach außen gedrückt werden, während gleichzeitig andere Abschnitte des Textilstoffs aus der Bewegungsbahn nach innen gedrückt werden, wodurch eine Wellenwirkung im
Textilstoff erzeugt wird, während er an der Einrichtung zum Bewegen des Fluids vorbeibewegt wird. Die Wellenwirkung wird
im Bereich der Führungselemente erzeugt und wird nicht nach oben oder nach unten über die Führungselemente hinaus über- .
tragen.
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Die Einrichtung zum Bewegen des Fluids kann eine beliebige Einrichtung sein, die im Fluid eine Bewegung in einander benachbarten
entgegengesetzten Richtungen erzeugt, wodurch einander benachbarte Abschnitte des Textilstoffs in entgegengesetzten
Richtungen bewegt werden, so daß der Textilstoff wellenförmig verläuft. Vorzugsweise ist die'Einrichtung zum Erzeugen
der Fluidbewegung ein polygonales, drehbares Element. Die polygonale Gestalt im Sinne der vorliegenden Anordnung ist vorzugsweise
ein Dreieck; es kann sich jedoch auch um andere vielseitige Formen handeln.· In der Erläuterung der vorliegenden Erfindung
wird von einem Dreieck ausgegangen.
Das drehbare Element in Gestalt eines Dreiecks, d.h. mit dreieckigem
Querschnitt, übt eine ungewöhnliche Wirkung auf den die Vorrichtung gemäß der Erfindung durchlaufenden Textilstoff aus.
Wenn der Textilstoff während der Umdrehung des dreieckigen Elements an den Fuhrungselementen vorbeiläuft, wird das vor jedem
der Winkel befindliche Fluid von der Seite des Elements weg- und gegen den Textilstoff gedrückt. Der Bereich hinter dem Winkel
erfährt eine Druckminderung, was zu einer "Kavitation" hinter dem Winkel des Elements führt. Dadurch wird Fluid in
den Bereich hinter dem Winkel angesaugt, welches wiederum einen Abschnitt des Textilstoffs in der gleichen Richtung mitnimmt.
Während der Textilstoff also an dem sich drehenden Element vorbeibewegt wird, führt er kontinuierlich Wellenbewegungen aus,
was man zweckmäßigerweise als eine "hydraulische Waschbrett-Wirkung" bezeichnen könnte.
Mit dem kontinuierlichen Durchbiegen in entgegengesetzten Richtungen,
date der Textilstoff beim Vorbeibewegen am drehbaren
Element ausführt, werden verschiedene Zwecke erfüllt. Zunächst wird die Flüssigkeit im Behandlungsbad, welches Wasser, Waschmittel,
Reinigungs- bzw. Schwenkmittel, Farbstoffe und sonstige flüssige Behandlungsmittel enthalten kann, kontinuierlich aufgerührt,
so daß die Flüssigkeit das beabsichtigte Zusammensetzungsgleichgewicht beibehält und Zusatzstoffe im Bad sich
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nicht am Boden des Gefäßes absetzen können. Ferner gewährleistet das Rühren der Flüssigkeit mit Hilfe des drehbaren Elements
eine ausgezeichnete Berührung zwischen dem Fluid und dem Textilstoff. Die einmalige Kombination des drehbaren· Elements
und der Bewegungsbahn des Textilstoffs durch das Bad garantiert
jedoch nicht nur eine gute Berührung, sondern darüberhinaus trägt die wellenförmige Bewegung des Textilstoffs zum Lösen von
Fremdstoffen vom Textilstoff bei, so daß deren Entfernung mit Hilfe des Bades erleichtert wird, wenn der Textilstoff im Bad
gewaschen oder gereinigt wird. Ferner gewährleistet das kontinuierliche Hin- und Herbiegen des Textilstoffs eine hohe Gleichmäßigkeit
der Behandlung, da die Wellenwirkung sowohl konstant als auch kontinuierlich ist0
Die Bahn des Textilstoffs durch die Vorrichtung hat vorzugsweise
die Gestalt eines "U", wobei das drehbare Element zwischen den Schenkeln der U-förmigen Bahn angeordnet ist, so daß die
von den Winkeln gebildeten Kanten des Elements der Textilstoffbahn
sehr nahe sind, ohne jedoch mit dem Textilstoff in Berührung zu kommen. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel, bei
dem der Textilstoff das Behandlungsgefäß in U-förmiger Bahn
durchläuft, wobei die Einrichtung zum Bewegen des Fluids zwischen
den Schenkeln des U angeordnet ist, erfährt der das U durchlaufende Textilstoff in beiden Schenkeln der U-förmigen
Bahn eine wellenförmige Bewegung. Mit anderen Worten erzeugt die das Fluid bewegende Einrichtung in der bevorzugten Form
eines drehbaren Elements mit dreieckigem Querschnitt die Kraftauswirkungen auf das Fluid in der Nähe beider Schenkel des U.
Der Textilstoff durchläuft also zunächst am abwärts gerichteten Schenkel des U eine Wellenbahn und dann wiederum am aufwärts
gerichteten Schenkel des U an der entgegengesetzten Seite und wird aus dem Gefäß in außerordentlich verbessertem, behandeltem
Zustand herausgeführt.
Je nach der Umgebung, in der die Vorrichtung gemäß der Erfindung eingesetzt ist, können die der erfindungsgemäßen Vorrichtung
voraufgehenden und nachfolgenden Einrichtungen ver-
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schieden sein. Beispielsweise wird beim Waschen eines Kettengewirks
der Textilstoff im allgemeinen in einem Behälter vorgetränkt oder eingeweicht, läuft durch einen Walzenspalt in eine
Staurinne (darunter ist in der vorliegenden Anmeldung eine Vorrichtung zu verstehen, wie sie in Fig. 1 mit 32 gekennzeichnet
und als "scray" bezeichnet ist) über eine Breithalte- bzw. Expandierwalze
und dann in die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Behandeln des Textilstoffs. Anschließend an das Waschen wird
der Textilstoff erneut gedehnt bzw. ausgebreitet und danach einem Trockner oder eine sonstigen Behandlungsvorrichtung zugeführt.
Bei Doppelgewirken kann zweckmäßigerweise ein geneigter Förderer verwendet werden, der aus dem Einweichbad herausführt
und den Textilstoff unmittelbar einer der erfindungsgemäßen
Vorrichtung vorgeschalteten Führungswalze zuführt. Nach der gewünschten Behandlung kann der Textilstoff auf einen zweiten
Förderer aufgegeben und durch eine Trockenzone bewegt werden.
Zusatzeinrichtungen sind hier ebenso offenbart wie ein Verfahren zum Behandeln von Textilstoffen in einem Behandlungsbad und zum
Aufbauschen von Textilstoffen, insbesondere von Gewirken.
Die Erfindung wird nachfolgend mit vorteilhaften Einzelheiten anhand von schematischen Zeichnungen mehrerer Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
Figo 1 ist eine Seitenansicht einer .. fischen Anlage,
in der die erfindungsgemäße Vorrichtung verwendet ist;
Fige 2 ist eine Seitenansicht einer weiteren Anlage,
in der eine erfindungsgemäße Vorrichtung verwendet ist;
Figo 3 ist eine Seitenansicht eines Behandlungsgefäßes und zeigt eine Anordnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 4 ist eine Seitenansicht eines Behandlungsgefäßes und zeigt eine andere Anordnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
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Fig. 5 ist eine Darstellung der mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung erzielten Auswirkungen auf einen Textilstoff;
Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
Im Zusammenhang mit den Figuren werden nachfolgend bevorzugte
Ausführungsbeispiele der Erfindung im einzelnen erläutert. In Fig. 1 z.B. ist die Vorrichtung zum Behandeln von Textil-'
stoffen in einem Behandlungsbad gemäß der Erfindung mit zusätzlichen
Vorrichtungen gemeinsam in einer Anlage zum Waschen oder Reinigen von Textilstoffen, insbesondere von Kettengewirken,
verwendet. Der Ausdruck "Textilstoffe" bezieht sich im
vorliegenden Zusammenhang auf kontinuierliche Längen von Textilstoffen, wie Geweben, Gewirken und dergl. Diese Textilstoffe
können dabei entweder aus natürlichen oder synthetischen Garnen oder aus Kombinationen von natürlichen und synthetisehen Garnen
hergestellt sein.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung, die, obwohl in den verschiedensten Situationen verwendbar, besonders geeignet ist für das
Waschen von Kettengewirken. Ein Textilstoff F tritt von einer hier nicht gezeigten Quelle aus in die Vorrichtung ein und läuft
um eine Leerlauf walze 10 nach unten in einen Einweichbehälter 12, der von einem zweckmäßigen Rahmen 14 abgestützt ist und im
allgemeinen Wasser mit einem Wasch- oder Reinigungsmittel enthält, wenn er auch jedes beliebige Flüssigkeitengemisch enthalten
kann. Im Einweichtank 12 ist eine Führungswalze 16 verstellbar aufgenommen, die in zwei senkrechten Schlitzen 18 angebracht
und vertikal verstellbar ist. Beim Inbetriebnehmen
der Anlage befindet sich die Führungswalze 16 oberhalb des Einweichbehälters 12, wie in der Zeichnung gestrichelt dargestellt,
wobei der Textilstoff leicht um die Walze eingeführt werden kann. Sobald der Textilstoff um die Führungswalze 16
geschlungen ist, kann diese längs der Schlitze 18 in den Einweichbehälter 12 abgesenkt werden, wobei sie den Textilstoff F
mitnimmt.
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Oberhalb des Tanks 12 ist ein Paar Quetschwalzen 20 und 22 angeordnet,
und durch den zwischen den beiden Walzen gebildeten Spalt verläuft der Textilstoff F. Die Walze 22 ist einem Zylinder
24 betriebsmäßig zugeordnet, der so betätigbar ist, daß er über eine Stange 26 Druck gegen die Walze 22 ausübt, wodurch
der Druck im Walzenspalt zwischen den Walzen 20 und 22 veränderbar ist, um eine vorherbestimmte Menge Flüssigkeit aus dem
Textilstoff F auszupressen. Wenn der Textilstoff F zwischen den Walzen 20 und 22 hindurchbewegt wird, wird die gewünschte Menge
Flüssigkeit aus ihm entfernt und fällt nach unten auf eine Tropfschale 27, die unterhalb der Walzen 20 und 22 angeordnet
ist und die Flüssigkeit zurück in den Einweichbehälter 12 leitet. Oberhalb der Quetschwalzen 20 und 22 ist eine angetriebene
Walze 28 und eine Leerlaufwalze 30 angeordnet. Der Textilstoff F läuft um die angetriebene Walze 28 und die Leerlaufwalze 30
und biegt danach nach unten ab in eine Staurinne 32, wo sich der Textilstoff ansammelt, ehe er dem Behandlungsgefäß gemäß
der Erfindung zuführt wird· Die Staurinne 32 ist mit einer Abzugsleitung 33 versehen, die vom Textilstoff F etwa noch mitgenommene,
überschüssige Flüssigkeit in den Einweichbehälter 12 zurückleitet. Oberhalb des Zufuhrendes der Staurinne 32 ist
eine Spreiz- bzw. Breithaltewalze 34 angeordnet, die angetrieben
ist und folglich den Textilstoff F aus der Staurinne 32 entnimmt und dabei gleichzeitig den Textilstoff F auf seine
volle normale Breite ausdehnt, um die ordnungsgemäße Behandlung des Textilstoffs in der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu gewährleisten.
Oberhalb der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist eine Leerlaufwalze 36 angeordnet, um die der Textilstoff F
herumläuft, um dann nach unten in ein Behandlungsgefäß 40 zu gelangen.
Bei dem Behandlungsgefäß 40 handelt es sich um ein beliebiges zweckmäßiges Gefäß, welches Flüssigkeiten aufnimmt, die zum
Behandeln des Textilstoffs verwendet werden. Das Gefäß ist
von einem zweckmäßigen Rahmen abgestützt. Im Boden des Gefäßes 40 sind mehrere Heizschlangen 42 oder dergl. vorgesehen, um
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je nach Wunsch Wärme für das Behandlungsmittel im Gefäß 40 zu
liefern. Wie Fig. 1 zeigt, ist die Bahn des Textilstoffs durch das Gefäß 40 U-förmig und mit mehreren Führungselementen. 44, 45,
46, 47 und 48 längs eines senkrechten Schenkels des U, einer Leerlaufwalze 49 am Boden des U und Führungselementen 50, 51,
52, 53 und 54 längs des gegenüberliegenden senkrechten Schenkels des U versehen. Wie ferner aus Fig. 1 hervorgeht, sind
die Führungselemente 44, 46 und 48 am Eingangsschenkel der U-förmigen
Bahn an einer Seite der Bahn angeordnet, während die Führungselemente 45 und 47 an der gegenüberliegenden Seite der
Textilstoffbahn angeordnet sind. Am Ausgangsschenkel der U-förmigen
Bahn sind gleichfalls die Führungselemente 50, 52 und 54 an der Außenseite der Bahn angeordnet, während die Führungselemente
51 und 53 an der Innenseite der Bahn angeordnet sind. Eine Einrichtung 56 zum Bewegen des Fluids ist in der bevorzugten
Form als drehbares Element mit dreieckigem Querschnitt gezeigt. Die Einrichtung 56 zum Bewegen des Fluids ist zwischen
den Schenkeln des U innerhalb der Gruppierung der Textilstoffführungselemente
angeordnet und wird weiter unten im einzelnen erläutert. Wenn der Textilstoff das Behandlungsgefäß verläßt,
wird er von einer weiteren Walze 58, die eine Dehn- bzw. Breithaltewalze sein kann, vom Behandlungsgefäß 40 weggeführt. Wenn
eine Breithaltewalze verwendet ist, so ist gewährleistet, daß der Textilstoff auf seine volle Breite ausgedehnt wird, ehe er
getrocknet oder einem sonstigen gewünschten Verfahren unterworfen wird.
Im Zusammenhang mit den Fig. 3, 4 und 5 wird der Betrieb der Vorrichtung gemäß der Erfindung erläutert. Bei dem in Fig. 3
gezeigten Ausführungsbeispiel enthält das Behandlungsgefäß 14O mehrere Führungselemente 144, 145, 146 und 147 längs eines
senkrechten Schenkels einer U-förmigen Bahn, eine Leerlaufwalze 149 am Boden der U-förmigen Bahn und Führungselemente 150,
151, 152 und 153 längs des anderen senkrechten Schenkels der Bahn. Oberhalb des Gefäßes 14O sind eine Eingangswalze 136 und
eine Ausgangswalze 158 angeordnet, die den Textilstoff F in das Gefäß 14O bzw. aus demselben leiten. Ein drehbares dreieckiges
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Element 156 ist im Gefäß 14O drehbar gelagert und zwischen den
Schenkeln der U-förmigen Bahn angeordnet. Wie oben erwähnt, hat das drehbare Element 156 eine dreieckige Gestalt und versetzt
während seiner Umdrehung, während der Textilstoff das Bad durchläuft, das Bad in Bewegung, welches dann gemeinsam mit den
Führungselementen längs der Schenkel der U-förmigen Bahn eine wellenförmige Wirkung im Textilstoff erzeugt, wie beispielsweise
Fig. 5 zeigt.
Fig. 5 zeigt ein Gefäß 340 mit mehreren Führungselementen 344,
345, 346, 347 und 348 längs des Eingangsschenkeis einer U-förmigen
Bahn, eine Leerlaufwalze 349 am Boden der U-förmigen Bahn und Führungselemente 350, 351, 352, 353 und 354 längs des senkrechten
Ausgangsschenkels der Textilstoffbahn durch das Gefäß.
Die als dreieckiges, drehbares Element 356 gezeigte, das Fluid in Bewegung versetzende Einrichtung ist zwischen den Schenkeln
der U-förmigen Bahn angeordnet. Es sei noch darauf hingewiesen, daß die Führungselemente 345, 346, 347, 351, 352 und 353 einen
Kreis C (Fig. 3) berühren, welcher unmittelbar außerhalb der Scheitelpunkte der das dreieckige Element 356 bildenden Winkel
liegt und den gleichen Abstand vom Scheitelpunkt jedes Winkels um das Element herum hat. Während es nämlich wichtig ist, daß
der Textilstoff F von keinem Teil des drehbaren Elements 356 berührt wird, sollten die äußersten Punk des drehbaren Elements
356 jedoch so nahe wie möglich an der Textilstoffbahn liegen. Beim Drehen des drehbaren Elements 356 entgegen&em Uhrzeigersinn,
wie durch den Pfeil in Fig. 5 angedeutet, treibt die Vorderkante jedes Winkels, die mit einem plus-Zeichen markiert
ist, Behandlungsflüssigkeit gegen den Textilstoff, welche den Textilstoff F nach außen aus seiner normalen Bewegungsbahn
herausdrückt. Wie in Fig. 5 in durchgezogenen Linien gezeigt, wird der Textilstoff F also zwischen den Führungselementen 346
und 348 an einem Schenkel der Textilstoffbahn nach außen und zwischen den Führungselementen 350 und 352 am gegenüberliegenden
Schenkel der Textilstoffbahn ebenfalls nach außen gedrückt. Ferner erzeugen beim Drehen des Elements" 35'6 die Bereiche hinter
den Winkeln, die durch minus-Zeichen markiert sind, negati-
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ven Druck, was zu momentaner Kavitation führt, woraufhin rasch
Fluid in den evakuierten Bereich nachdrängt» Diese Bewegung des
Fluids in den dem Scheitelpunkt nachfolgenden Bereich verursacht , daß ein weiterer Abschnitt des Textilstoffs F nach innen
in Richtung zum drehbaren Element 356 und aus seiner normalen
Bewegungsbahn bewegt wird. Diese Bewegung ist in Fig* 5 durchgezogen
zwischen den Führungselementen 345 und 346 und den
Führungselementen 352 und 353 gezeigt. Je nach der Lage des· drehbaren Elements 356 bewegt sich der Textilstoff zwischen
den obengenannten Führungselementen in entgegengesetzten Richtungen zu den erwähnten Richtungen, wie beispielsweise die gestrichelten
Linien in Figo 5 zeigen, die der Lage des Textilstoffs
entsprechen, wenn sich das drehbare Element in der
gleichfalls gestrichelt gezeigten Lage befindet. Im oberen Teil des Behandlungsbades zwischen den oberen Führungselementen und
den Leerlaufwalzen oberhalb des Gefäßes wird der Textilstoff in einer geraden Bahn gehalten« Auch unterhalb des drehbaren
Elements, zwischen den unteren Führungselementen und der Leerlaufwalze
am Boden der Ü-förmigen Bahn wird der Textilstoff
in einer geraden Bahn gehalten·
Fig. 3 zeigt insofern eine andere Gestaltung der Führungselemente als Fig, 5, als die mittleren bzw. einzelnen Führungselemente
zwischen den Paaren fehlen. In diesem Fall führt der Textilstoff die in durchgezogener Linie gezeigte wellenförmige
Bewegung aus.
Fig. 4 zeigt noch eine andere Anordnung der Führungselemente
innerhalb eines Gefäßes 240. Der Textilstoff läuft tun eine Leerlaufwalze 236 und erstreckt sich nach unten längs der von
Führungselementen 244, 245, 246, 247 und 248 bestimmten Textilstoff
bahn, um eine Leerlaufwalze 249 und zurück nach oben
zwischen Führungselementen 250, 251, 252, 253 und 254 hinauf. Danach verläuft der Textilstoff in einer geraden Bahn mit Hilfe
einer weiteren Leerlaufwalze oder einer angetriebenen Breithaltewalze
258. Die Einrichtung 256 zum Bewegen des Fluids ist auch hier zwischen den Schenkeln der Textilstoffbahn angeordnet
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- 12 und wirkt in der gleichen Weise wie oben beschrieben.
Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Behandeln von Textilstoffen in einem Behandlungsbad. Fig. 6 zeigt ein Behandlungsgefäß 440 mit einer
oberhalb des Gefäßes angeordneten Leerlaufwalze 436. Der Textilstoff
läuft um die Leerlaufwalze 436 und durch mehrere U-förmige
Bahnen, die Führungselemente und Leerlaufwalzen wie oben bereits
beschrieben umfassen. Es sei noch darauf hingewiesen, daß eine weitere Leerlaufwalze, beispielsweise die Walze 442,
nötig ist, um den Textilstoff zu einem weiteren Durchlauf in das Bad zurückzuführen. Die Leerlaufwalze 442 kann je nach
Wunsch innerhalb des Bades oder außerhalb des Bades angeordnet sein. Was das in Fig. 6 gezeigte Ausführungsbeispiel betrifft,
so ist ein drehbares Element 456 zwischen den Schenkeln der ersten U-förmigen Bahn innerhalb des Bades angeordnet. Ferner
ist ein zweites drehbares Element 456' zwischen den Schenkeln der zweiten U-förmigen Bahn durch das Gefäß gezeigt. Die Einrichtung
zum Bewegen des Fluids^zw. das drehbare Element 456'
ist in Figo 6 gestrichelt gezeigt, um anzudeuten, daß es nicht nötig ist, innerhalb jeder U-förmigen Bahn im Bad eine solche
Einrichtung vorzusehen. Die Anzahl der Einrichtungen zum Bewegen des Fluids wird vom beabsichtigten Ergebnis bestimmt. Ferner
können auch andere Anordnungen der Bahnen einschließlich einer geraden Linie oder verschiedener gekrümmter Bahnen vorgesehen
sein, wobei'ein drehbares Element oder mehrere in der
Nähe der Textilstoffbahn verwendet sind. Aus Gründen der Leistungsfähigkeit
wird jedoch die Verwendung einer U-förmigen Bahn bevorzugt, und ferner wird bevorzugt, das drehbare
Element zwischen den Schenkeln des U anzuordnen.
Um auf Fig. 2 zurückzukommen, zeigt diese Zeichnung eine sche-
zur
matische Anordnung einer Vorrichtung zum Waschen oder sonstigen Behandlung eines Doppelgewirkes in einem Behandlungsbad.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, verläuft der Textilstoff F über eine Leerlauf- oder Führungswalze 510 nach unten in einen Einweichbehälter
512. Ein geneigter Förderer ist teilweise inner-
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halb des Einweichbehälters angeordnet und nimmt den in den Behälter
fallenden Textilstoff F auf. Bei dem Förderer 514 handelt es sich um einen Endlosförderer, der während seines Betriebs in
Richtung der Pfeile den darauf angesammelten Textilstoff F aus dem Einweichbehälter 512 herausführt, der dann über eine Wälze
536 nach unten in ein Behandlungsgefäß 540 bewegt wird. Im Behandlungsgefäß 540 sind nach Wunsch mehrere Führungselemente
angeordnet, die die Bewegungsbahn für den Textilstoff durch das Bad bestimmen. Vorzugsweise sind die Führungselemente so angeordnet,
daß eine U-förmige Textilstoffbahn gebildet wird, innerhalb
der eine Einrichtung 556 zum Bewegen des Fluids, vorzugsweise ein dreieckiges, drehbares Element, innerhalb des Fluids zwischen
den Schenkeln der U-förmigen Bahn angeordnet ist. Ferner'
ist das Behandlungsgefäß 540 mit einer Heizeinrichtung, beispielsweise mit Heizschlangen 542, versehen, die zum Erwärmen
des Fluids auf die zweckmäßige Behandlungstemperatur dienen. Wenn der Textilstoff das Behandlungsgefäß 540 verläßt, verläuft
er um eine Walze 558 zum Breithalten bzw. Dehnen und von dieser Walze 558 zum Troclöen oder sonstigen Weiterverarbeiten, je nach
Wunsch. .
Es liegt auf der Hand, daß von den Leerlaufwalzen, den angetriebenen
Walzen, den Führungselementen und dergl. in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gewisse Walzen oder Führungselemente so abgewandelt sein können, daß sie angetriebene Walzen bzw. Elemente
oder leerlaufende Walzen oder Elemente werden. Ferner sind natürlich das drehbare Element als das Fluid in Bewegung
versetzende Einrichtung und diejenigen Walzen, die angetriebene Walzen darstellen, selbstverständlich mit einer Antriebseinrichtung
versehen. Aus Gründen der Einfachheit und weil Einrichtungen zum Antrieb von Walzen im Bereich des Könnens eines
Fachmanns liegen, ist jedoch hier keine Beschreibung der Antriebseinrichtung gegeben. Ferner liegt auf der Hand, daß alle
drehbaren Elemente gemäß der Erfindung in ihrer Baueinheit drehbar gelagert sein müssen. Da dies gleichfalls als im Bereich
des Könnens des Fachmanns liegend angesehen wird, wird auf eine entsprechende Beschreibung verzichtet.
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Unter Bezugnahme auf Fig. 1 wird nun die Betriebsweise der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erläutert. Ein Textilstoff F, bei dem es sich beispielsweise um ein Kettengewirke aus Polyestergarn
handeln kann, wurde zuvor hergestellt und enthält noch die normalen Stricköle, Appreturen und dergl. Nun ist es wünschenswert,
diese Substanzen aus dem Textilstoff zu entfernen, um
diesen für das Einfärben und Ausrüsten weiter vorzubereiten. Der Textilstoff F läuft von einer hier nicht gezeigten Vorratswalze
um die Führungswalze 10 und die Führungswalze 16, die sich in der gestrichelt gezeigten Stellung oberhalb des Einweichbehälters
12 befindet. Sobald der Textilstoff um die Führungswalze 16 und durch den Walzenspalt zwischen den Walzen
und 22 zugeführt ist, wird die Führungswalze 16 in den Einweichbehälter
12, der Wasser und ein zweckmäßiges Reinigungsmittel enthält, abgesenkt. Der Textilstoff hat eine zweckmäßige Verweilzeit
im Einweichbehälter 12, wo er mit dem Wasser und dem Reinigungsmittel in Berührung steht. Wenn der Textilstoff F
genügend eingeweicht ist, wird er nach oben durch den Spalt zwischen den Walzen 20 und 22 hindurchgeführt und eine vorherbestimmte
Menge Feuchtigkeit aus dem Textilstoff herausgepreßt. Dann wird der Textilstoff F um die angetriebene Walze 28 geführt,
die dazu beiträgt, den Textilstoff F von der Vorratswalze durch den Einweichbehälter und zwischen dem Spalt zwischen
den Walzen 20 und 22 hindurchzubewegen.
Von der angetriebenen Walze 28 aus wird der Textilstoff F um die Walze 30 bewegt und fällt herunter auf die Staurinne 32,
wo sich der Textilstoff in normaler Weise ansammelt. Der sich in in der Staurinne 32 in Akkordeonfalten legende Textilstoff
hat wieder eine gewisse Verweilzeit, die von der Transportgeschwindigkeit des Textilstoffs durch die Vorrichtung und von
der Größe der Staurinne abhängt. Der Textilstoff F wird von der Staurinne 32 von der angetriebenen Breithalte- oder Spreizwalze
34 abgenommen, die dazu beiträgt, den Textilstoff F durch die Vorrichtung zu bewegen und gleichzeitig verursacht, daß
der Textilstoff auf seine normale Breite ausgebreitet oder
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gedehnt wird. Der Textilstoff P verläuft dann in voller Breite
über die Leerlauf- oder Führungswalze 36 und nach unten in das Fluid enthaltende Behandlungsgefäß 40. Unter ruhigen Verhältnissen,
wie sie in Fig. 1 gezeigt sind, läuft der Textilstoff F zwischen den Führungselementen 44, 46 und 48 sowie 45 und 47
in gerader Linie zur Leerlaufwalze 49 am Boden der U-förmigen
Bahn0 Nach der Leerlaufwalze 49 nimmt der Textilstoff F dann
einen Weg nach oben ein und läuft zwischen den Führungselementen 50, 52 und 54 sowie 51 und 53 hindurch und dann aus dem
Gefäß 40 heraus zu einer weiteren Breithalte- oder Spreizwalze 58, wo der Textilstoff wiederum auf seine maximale normale
Breite ausgebreitet wird. Nach der Leerlauf walze 58 kann der Textilstoff F zu einer zweckmäßigen Trockeneinrichtung oder
sonstigen Ausrüstung zum weiteren Verarbeiten weitertransportiert werden.
Das Hindurchlaufen des Textilstoffs F durch das Behandlungsgefäß
40 in gerader Bahn, wie oben beschrieben, ist jedoch nicht wünschenswert, wenn optimale Wasch- oder Reinigungsergebnisse
erzielt werden sollen. Folglich wird beim Hindurchlaufen des Textilstoffs F durch das Behandlungsgefäß 40 die das Fluid in
Bewegung versetzende Einrichtung 56 betätigt. Wie Fig. 1 zeigt, handelt es sich bei der Einrichtung zum Bewegen des Fluids um
ein dreieckiges, drehbares Element, das sich, wenn es angetrieben wird, dreht« Beim Drehen des Elements 56 wird Fluid gegen
den Textilstoff F gedrückt und dieser zwischen den zwei Endführungselementen 44 und 48 sowie 50 und 54 zu beiden Seiten
des Schenkels des U je nach der jeweiligen Stellung des drehbaren Elements 56 nach außen bzw. innen gedrängt«, Dabei wird
der Textilstoff gewellt in Form einer welligen Sinuskurvenwirkung,
die das Einwirken des Fluids im Gefäß auf den Textilstoff fördert. Es hat sich auch herausgestellt, daß diese Behandlung
in einem siedenden oder nahezu siedenden Bad bei einem Gewirke verursacht, daß dieses an Körper oder Volumen zunimmt. Vermutlich
beruht dieses Bauschigwerden auf dem Nachgeben von Strickoder Wirkspannungen, wenn auch nicht beabsichtigt ist, die Erfindung
auf die Grundlage einer solchen Theorie zu beschränken.
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Der längs der U-förmigen Bahn innerhalb des Gefäßes 40 gemäß Fig. 1 bewegte Textilstoff erfährt also auf seinem Weg längs
beiden Schenkeln des U eine wellenförmige Bewegung. Auf diese Weise gelingt es, einen viel sauberen Textilstoff zu schaffen,
als mit bekannten Vorrichtungen erzielbar isto
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der
Betriebsweise der Vorrichtung gemäß der Erfindung und zeigen verschiedene Verfahren zum Behandeln von Textilstoffen·
Ein Doppelgewirke aus Polyester wurde in einer Vorrichtung gemäß Fig. 1 behandelt. Der Einweichbehälter 12 und das Behandlungsgefäß
40 enthielten ein aus 3 Gew.% emulgiertem Xylol und 97 Gew.% Wasser zusammengesetztes Gemisch. Das Gemisch im Behandlungsgefäß
40 wurde auf ca. 1000C (212°F) erhitzt, und der
Textilstoff wurde mit einer linearen Geschwindigkeit von 27,42 m/min (30 yards pro Minute) durch die Vorrichtung geleitet«,
Die Einrichtung zum Bewegen des Fluids (Element 56) im Behandlungsgefäß 40 wurde nicht verwendet. Nach einem einzigen
Durchlaufen durch die Vorrichtung wurde der Textilstoff in bekannter Weise getrocknet und geprüft. Der behandelte Textilstoff
war etwas sauberer nach dem Durchlaufen der Vorrichtung, wenn auch nicht vollständig sauber.
Ein ähnliches Polyestergewirke wurde durch die Vorrichtung gemäß Fig. 1 mit einer Geschwindigkeit von 27,42 m/min (30 yards
pro Minute) wie beim Beispiel 1 hindurchgeführt. Diesmal wurde jedoch das dreieckige Element 56 in Betrieb gesetzt und drehte
sich folglich während des Hindurchlaufens des Textilstoffs durch das Behandlungsgefäß. Nach dem Trocknen war der Textilstoff
deutlich sauberer als der Textilstoff gemäß Beispiel 1· Außerdem
wurde eine ausgezeichnete Bauschigkeit des Gewirkes festgestellt.
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Eine auf einer Walze befindliche Partie Baumwollgewebe würde
durch ein Färbebad geleitet. Das Färbebad wies ein Behandlungsgefäß gemäß Fig. 1, 2 und 4 auf„ Das Gemisch zum Einfärben in
dem Bad enthielt 4 g/l (g.p.l.) Solitin Rot 8 BLN. Nachdem der Textilstoff durch das Färb'ebad hindurchgeleitet war, wurde er
auf eine Walze aufgewickelt und die Farbschattierung bestimmt. Danach wurde der gefärbte Textilstoff umgekehrt und in Rückwärt
srichtung ein.zweites Mal durch das Färbebad geleitet und am entgegengesetzten Ende des Bades wieder auf eine Walze aufgewickelt und dann mit einer 1Obigen Salzlösung fixiert. Es zeigte
sich eine dunklere Schattierung der Einfärbung.
Beispiel 3 wurde wiederholt, wobei ein Behandlungsgefäß verwendet
wurde, wie es in Fig. 6 gezeigt ist. Es wurde jedoch nur ein dreieckiges Element verwendet. Diese Anordnung erlaubte eine
längere Verweilzeit im Färbebad, und es wurde eine dunklere Schattierung der Einfärbung erzielt als bei dem einmaligen
Durchlaufen durch die beim Beispiel 3 verwendete Vorrichtung.
'Was die gemäß der Erfindung verwendete Vorrichtung betrifft, so
wird die Art der verwendeten Werkstoffe je nach Wunsch bestimmt, Angesichts der normalen Bestandteile in einem Bad zum Behandeln
von Textilien wird rostfreier Stahl bevorzugt. Es sei noch darauf hingewiesen, daß hier zwar auf das Einwirken auf den Textilstoff
bei seiner Bewegung durch das Behandlungsbad eingegangen wurde, daß aber dieses Einwirken übertrieben sein mag. Mit anderen
Worten, was im Bad vor sich geht, sollte das beschriebene Einwirken sein, wenn auch nicht beabsichtigt ist, die Erfindung
hierauf zu beschränken.
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Claims (1)
- DR. E. ν. PEOHMAJV JVDR. ING. D. BEHRENS ' telefon (0811) 66 20 SlDIPL. ING. R. GOETZ TEI-EX 5 24 070 2221679PATENTANWÄLTE λ 0 tei.egi.amme :lilLlllMWALTE /J|J PBOIEOTFiTEJIT MÜNCHEN1A/G-41 369Ansprüche1. Verfahren zum Behandeln einer laufenden Länge eines . Textilstoffs in einem Behandlungsbad, dadurch gekennzeichnet, daß der Textilstoff durch eine Flüssigkeit zwischen mehreren Führungselementen hindurch längs einer vorherbestimmten Bahn geführt wird, und daß Fluidströmungen in der Nähe einiger der Führungselemente erzeugt werden, die in dem Textilstoff während seiner Vorbeibewegung an den Führungselementen eine wellenförmige Bewegung um die Führungselemente verursachen.2· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Textilstoff ein Gewirke ist.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit eine Reinigungslösung ist.4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Flüssigkeit ein Färbebad ist.5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Fluidströmungen durch eine Umdrehung eines dreieckigen Elements außer Berührung mit dem Textilstoff erzeugt werden.6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Textilstoff längs einer U-förmigen Bahn durch die Flüssigkeit geführt wird, und daß zum Erzeugen der wellenförmigen Bewegung des Textilstoffs längs beider Schenkel der U-förmigen Bahn die Fl\Jdströmungen gleichzeitig verursacht werden.209846/0 9 33?· Verfahren nach Anspruch 4, dadurch ge kenn ζ ei chn, e t , daß der Textilstoff nach dem Hindurchführen durch das Färbebad zum Erzielen einer dunkleren Schattierung der Einfärbung mindestens noch ein Mal in umgekehrter Richtung durch das Färbebad geführt wird.8. Vorrichtung zum Behandeln von Textilstoffen in einem Behandlungsbad mit einem Behandlungsgefäß und mehreren in dem Gefäß aufgenommenen Führungselementen für den Textilstoff, die längs einer Textilstoffbahn durch das Gefäß zu beiden Seiten der Bahn angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (5β^56;256',35β',^5β,^5βί 'f55S) zum Bewegen eines Fluids in dem Behandlungsgefäß (40;140;240;340;440;540) in der Nähe der Textilstoffbahn mit- einigen der Führungselemente so zusammenwirkt, daß sie eine Bewegung des Fluids in dem Gefäß erzeugen und eine wellenförmige Bewegung des an den Führungselementen und der Einrichtung vorbeibewegten Textilstoffs verursachen»9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente für den Textilstoff eine ü-förmige Textilstoffbahn in dem Gefäß bestimmen«,10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente für den Textilstoff zu beiden Seiten jedes Schenkels der U-förmigen Bahn angeordnet sind.11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Einrichtung zum anregen des Fluids ein drehbares Element ist.12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das drehbare Element polygonale Gestalt hat.209846/093313· Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das drehbare Element dreieckige Gestalt hat,14« Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13» dadurch gekennzeichnet , daß das drehbare Element zwischen den Schenkeln der U-förmigen Bahn angeordnet ist.15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet , daß die Führungselemente für den Textilstoff eine Bahn bestimmen, die mehr als ein Mal durch das Gefäß hindurchführt (Fig. 6).16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet , daß das dreieckige, drehbare Element zwischen und in der Nähe von zwei zueinander parallelen Schenkeln der Textilstoffbahn angeordnet ist.17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 16, mit einer Zufuhreinrichtung für den Textilstoff und einer Trockeneinrichtung für den Textilstoff, dadurch gekennzeichnet, daß eine Staurinne (32) und eine Breithaltewalze (34) in der Nähe des Behandlungsgefäßes (40) angeordnet sind.18o Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 16, mit einer Zufuhreinrichtung für den Textilstoff, dadurch gekennzeichnet, daß ein Förderer (514) in der Nähe des Behandlungsgefäßes (540) angeordnet ist.19« Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Behandlungsgefäß (40) eine angetriebene Walze (28) zur Aufnahme des Textilstoffs von der Zufuhreinrichtung angeordnet ist.209846/0933Leerseite
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