DE2220974A1 - Vorrichtung zum einbringen eines gefrierschutzmittels in ein druckluftsystem - Google Patents
Vorrichtung zum einbringen eines gefrierschutzmittels in ein druckluftsystemInfo
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Description
DipL-Ing. A. Spalthoff 4 3 ε s s ε ν ι , den _
Patentanwalt Pelmanstraße 31 2220974
Patentanwalt Postschließfach 1533
Telefon (02141) 772008
27. April 1972
Akten-Nr. ^
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CLAYTON DEWANDRE COMPANY LIMITED Titanic Works, Lincoln, Großbritannien
Vorrichtung zum Einbringen eines Gefrierschutzmittels in ein Druckluftsystem
Bekanntlich gefriert die Feuchtigkeit in einem Druckluftsystem, beispielsweise in druckluftbetätigten Bremsanordnungen
von Straßen- oder Schienenfahrzeugen,bei niedriger Temperatur und verhindert die Betätigung von Ventilen oder anderen Bauteilen
des Systems bzw. der-Anordnung.
Das Ziel der Erfindung besteht deshalb darin, verbesserte Einrichtungen zum regulierten bzw. gesteuerten Einbringen
eines Gefrierschutzmittels in ein Druckluftsystem zu schaffen,
beispielsweise in Übereinstimmung mit vorherrschenden atmosphärischen Bedingungen und/oder mit dem Volumen des Luftverbrauchs,
um zu verhindern, daß das System nicht auf die oben genannte Weise arbeitsunfähig gemacht wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung für den vorstehenden Zweck umfaßt einen Gehäuseblock mit Durchlaßeinrichtungen, der in
ein Druckluftsystem geschaltet ist. Ein Zylinder in dem
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Gehäuseblock steht in Verbindung mit dem Durchlaß über ein Rückschlagventil. Weiterhin ist eine Einrichtung vorgesehen,
die eine Gefrierschutzmittelzufuhrung mit dem Zylinder verbindet. In dem Zylinder sitzt ein Pumpenstößel oder Kolben,
der durch den Luftdruck verschiebbar ist. Weiterhin sind Einrichtungen vorgesehen, die den Zylinder mit dem System
derart verbinden, daß, wenn das System unbelastet bzw. entlastet ist, der Kolben oder Stößel betätigt wird, um die
Verbindung zu der Gefrierschutzmittelzufuhrung zu unterbrechen und um eine eingestellte Menge des Witteis in den
Durchlaß und somit in das System zu injizieren.
Wenn die Gefrierschutzmittelabgabeeinrichtung unmittelbar stromab von dem Kompressor angeordnet wird, sind alle Teile
gegen das Einfrieren geschützt.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen werden beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung im Axialschnitt .
Fig. 2 zeigt die Anordnung der Vorrichtung in einer reglergesteuerten
Anordnung für die Überdruckentspannung.
Fig. 3 zeigt die Anordnung der Vorrichtung in einer Anordnung
mit einem Überdruckabblasventil.
Die in Fig. 1 gezeigte Injektoreinrichtung oder Pumpenvorrichtung
hat einen Gehäuseblock I1 durch dessen unteren Teil
sich ein querverlaufender Durchlaß 2 für das Zwischenschalten
in ein Luftsystem erstreckt. Über dem Durchlaß ist in dem Block eine abgestufte Bohrung ausgebildet, deren engerer Teil
3a einen Pumpzylinder bildet und mit dem querverlaufenden
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Durchlaß 2 über eine Öffnung 4 verbunden ist, die durch
ein federvorgespanntes Rückschlagventil 5 so gesteuert ist, daß Flüssigkeit nur von dem Zylinder 3a in. den Durchlaß 2
strömen kann. Der obere Teil des Blocks ist mit einer Auf-
6 nähme für ein rohrfdrmiges Verbindungsstück versehen, das
dazu dient, auf dem Block einen Speicherbehälter 7 zu ·
haltern, der das Gefrierschutzmittel enthält. Das Verbindungsstück umfaßt ein Kipp- bzw. Schwenkventil 8, welches
den Strom des Mittels von dem Speicherbehälter zu dem Zy- ·
linder 3a reguliert. Der größere Teil 3b der abgestuften
Bohrung ist an dem Außenende durch einen Stopfen 9 verschlossen, der eine Lufteinlaßöffnung Io hat. In der Bohrung
sitzt verschiebbar ein abgestufter Stößel bzw. Kolben 11, der durch die Vorspannung einer Feder 12 gegen den Verschlußstopfen
gedrückt wird. Der engere Teil des Kolbens hat eine Umfangsnut 13, mit der er mit dem unteren Ende des Schaftes
8a des Kippventils 8 in Eingriff steht. Die Anordnung ist so getroffen, daß normalerweise die Vorspannfeder 12 den Kolben
in der gezeigten Grenzlage hält, in welcher das Kippventil frei von seinem Sitz gehalten ist. Wenn jedoch Druckluft
durch die Öffnung Io zu dem größeren Ende des Kolbens zugeführt
wird, wird der Kolben nach innen verschoben. Dadurch ist es zuerst möglich, daß das Kippventil auf seinem Sitz
in Schließlage kommt und daß danach von dem Innenende des Zylinders 3a an dem Rückschlagventil 5 vorbei in den unteren
Durchlaß 2 Gefrierschutzmittel abgegeben wird. Einstellbare Anschlageinrichtungen begrenzen den Hub des Kolbens und
somit die bei jeder Betätigung des Kolbens abgegebene Gefrierschutzmittelmenge. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Schraubenspindel lk vorgesehen, die sich in
den Zylinder von dem anderen Ende des Blocks erstreckt und mit dem Kolben in Eingriff bringbar ist. Eine Arretiermutter
15 dient zum Festlegen des Anschlags in der gewünschten Einstel
J age.
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Fig. 2 zeigt die Verwendung des Injektors J in einer Anordnung mit einer reglergesteuerten ÜberdruckentSpannungseinrichtung. Dabei handelt es sich um ein System, in dem ein
Regelventil 15 den Druckaufbau in dem Luftspeicherbehälter l6
fühlt. Wenn ein vorher festgelegter Druck darin erreicht wird, wird über das Ventil 15 der Luftdruck zu einer nicht gezeigten
Uberdruckabhlaseinrichtung im Kopf des Kompressors 17 weitergeleitet,
um dessen Einlaßventil frei von seinem Sitz zu halten. Bei diesem Beispiel ist der Durchlaß 2 für den Luftstrom
in dem Pumpenblock in die Luftleitung 1Ö zwischen dem Kompressor und dem Luftspeicherbehälter geschaltet, während
die Luftleitung 19, durch welche der Signaldruck von dem Regelventil 15 zu der Abblaseinrichtung geleitet wird, verzweigt
ist. Die Zweigleitung 19a führt zu der Lufteinlaßöffnung
Io am Ende der abgestuften Bohrung. So wird jedesmal, wenn das Regelventil arbeitet, um den Kompressor zu entlasten,
unter Druck stehende Luft zu dem größeren Ende der abgestuften Bohrung geführt, wodurch der Kolben 11 verschoben
wird und zuerst das Kippventil 8 absperrt und den Speicherbehälter 7 abtrennt und dann das in dem Zylinder eingesperrte
Mittel an dem Rückschlagventil 5 vorbei in die Luftleitung drückt.
Fig. 3 zeigt den Injektor J in einer Anordnung mit einem Überdruckaüiasventil.
Darunter ist ein System zu verstehen, bei welchem ein Überdruckabblasventil 2o zwischen einem Kompressor
21 und den zugeordneten Speicherbeheilter 22 angeordnet ist.
Das Abblasventil 2o öffnet, wenn ein vorher festgelegter
Speicherdruck erreicht wird, und belüftet die Luftleitung zur Atmosphäre hin, so daß der Kompressor keine Punipbelastunj;
mehr hat. Der Injektor bzw. die Pumpeinrichtung ist bei diesem Beispiel in die Luftleitung 23 zwischen den Kompressor
und das Abblasventii eingeschaltet. Eine Verbindung 'J. 1I von
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\ dieser Leitung ist ebenfalls zu dem größeren Ende der abge-)
stuften Bohrung geführt. Diese Verbindung wird entweder durch
eine äußere Leitung zu der Lufteinlaßöffnung Io oder durch
eine Querbohrung in dem Pumpenblock hergestellt. Wenn der Druck aufgebaut wird, wird dann der Kolben 11 betätigt und
Gefrierschutzmittel in die Luftleitung injiziert. Wenn das Uberdruckabblasventil 2o abschaltet bzw. anspricht, fällt
der Druck und der Injektor kehrt in seine Ausgangslage zurück, wobei der Zyklus von neuem beginnt. Aus dieser Anordnung
sieht man, daß das Uberdruckabblasventil ebenfalls gegen Einfrieren geschützt ist.
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Claims (6)
1.) Vorrichtung zum Einführen von Gefrierschutzmittel in ein Druckluftsystem, gekennzeichnet durch einen
Gehäuseblock (1) mit einer Durchlaßeinrichtung (2) für das Zwischenschalten in ein Druckluftsystem,
durch einen Zylinder (3a) in dem Gehäuseblock (1),
der mit dem Durchlaß (2) über ein Rückschlagventil (5) in Verbindung bringbar ist, durch eine Einrichtung
(8), die eine Verbindung der Gefrierschutzmittelzuführung (6, 7) mit dem Zylinder (3a) herstellt,
einen Pumpenstößel oder Kolben (11), der in dem Zylinder (3a) unter dem Einfluß des Luftdrucks verschiebbar
ist, und durch Einrichtungen, die den Zylinder (3a) mit der Anordnung so verbinden, daß, wenn das
System entspannt ist, der Kolben oder Stößel (11) betätigt wird, um die Verbindung zu der Gefrierschutzmittelzuführung
(6, 7) zu unterbrechen und um eine regulierte Menge des Mittels in den Durchlaß (2)
und somit in das System zu injizieren.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gefrierschutzmittelspeicherbehälter (7) auf
dem Pumpengehäuseblock (l) angebracht ist und ein Kippventil (8) den Mengenstrom des Mittels von dem
Speicherbehälter (7) zum Pumpzylinder (3a) steuert, wobei sich der Schaft (8a) des Kippventils (8) in
die Laufbahn des Pumpkolbens (11) erstreckt und dadurch betätigbar ist.
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3· Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch einstellbare Anschlageinrichtungen (Ik, 15)
zum Begrenzen des Verschiebungsgrades des Pumpkolbens (11) und somit der Gefrierschutzmittelnienge, die bei
jeder Betätigung der Pumpe abgegeben wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlageinrichtungen eine axial zu dem Kolben
(ll) ausgerichtete Schraubenspindel (ik) und eine *
iiinrichtung (15) zum Arretieren der Spindel (l4) in einer fixierten Lage in dem Gehäuseblock aufweist.
5. Druckluftsystem mit einer reglergesteuerten Überdruckabblaseini'ichtung
und einer Einrichtung nach einem der Anspi-üche 1 bis k zum Einführen des Gefrierschutzmittels,
dcidurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (J) mit
ihrem Durchlaß (2) in die Luftleitung (18) zwischen dem Kompressor (17) und dem Luftspeicherbehälter (16) geschaltet
ist, während der Signaldruck von dem Reglerventil (15) zu dem Pumpzylinder zur Betätigung des Pumpkolbens
geleitet ist.
6. Druckluftsystem mit einem Überdruckabblasventil und einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis k zum
Einführen von Gefrierschutzmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (J) mit ihrem Durchlaß (2) in
die Luftleitung (23) zwischen den Kompressor (21) und das uberdruckabbLasventil (2o) geschaltet ist, während
eine Verbindung von dieser Leitung (23) auch zu dem JP map zylinder geführt ist, wodurch die Kompressorabgabe
ebeiifii J Ls zux1 Betätigung des Pump Zylinders verwendbar
χα L .
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2220974A1 true DE2220974A1 (de) | 1973-01-11 |
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ID=10019645
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19722220974 Pending DE2220974A1 (de) | 1971-05-05 | 1972-04-28 | Vorrichtung zum einbringen eines gefrierschutzmittels in ein druckluftsystem |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2220974A1 (de) |
| GB (1) | GB1357903A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2443569A1 (de) * | 1973-09-13 | 1975-03-20 | Bendix Westinghouse Ltd | Einspritzeinrichtung |
| FR2446933A1 (fr) * | 1979-01-19 | 1980-08-14 | Bosch Gmbh Robert | Pompe a antigel |
| DE3048335A1 (de) * | 1980-12-20 | 1982-07-29 | Wabco Fahrzeugbremsen Gmbh, 3000 Hannover | Frostschutzpumpe |
| DE3048336A1 (de) * | 1980-12-20 | 1982-07-29 | Wabco Fahrzeugbremsen Gmbh, 3000 Hannover | Frostschutzpumpe |
| EP0384152A1 (de) * | 1989-02-22 | 1990-08-29 | Robert Bosch Gmbh | Lufttrockner für Druckluftbremsanlagen |
-
1971
- 1971-05-05 GB GB1325571A patent/GB1357903A/en not_active Expired
-
1972
- 1972-04-28 DE DE19722220974 patent/DE2220974A1/de active Pending
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| EP0384152A1 (de) * | 1989-02-22 | 1990-08-29 | Robert Bosch Gmbh | Lufttrockner für Druckluftbremsanlagen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1357903A (en) | 1974-06-26 |
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