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DE2214922A1 - Verfahren zur Herstellung von Oxid verbindungen von Titan und Zink - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxid verbindungen von Titan und Zink

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DE2214922A1
DE2214922A1 DE19722214922 DE2214922A DE2214922A1 DE 2214922 A1 DE2214922 A1 DE 2214922A1 DE 19722214922 DE19722214922 DE 19722214922 DE 2214922 A DE2214922 A DE 2214922A DE 2214922 A1 DE2214922 A1 DE 2214922A1
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titanium
zinc
zinc oxide
oxide
powder
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Hajime Asaka Saitama Miyatuka (Japan)
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Fujifilm Holdings Corp
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Fuji Photo Film Co Ltd
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Publication date
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G23/00Compounds of titanium
    • C01G23/003Titanates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2002/00Crystal-structural characteristics
    • C01P2002/70Crystal-structural characteristics defined by measured X-ray, neutron or electron diffraction data
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Description

9 vM / Q 9 DR. E. WIEGAND DIPL-ING. W. NIEMANN DR. M. KÖHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT
MÖNCHEN HAMBURG
27. März 1972
V. 4107V72 - K'
Fuji Photo Film Co., Ltd., Ashi gar a- Kami gun, Kanagawa ( Japan)
Verfahren zur Herstellung von Oxidverbindungen
von Titan und Zink
Gemäss der Erfindung wird das Verfahren zur Herstellung von endverbindungen von Titan und Zink verbessert. Es umfasst die Wärmebehandlung eines gemischten, feinen Pulvers aus Zinkoxid und Titanoxiden, die aus einem Titansäureester erhalten wurden, bei Temperaturen nicht unter 600 C.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Oxidverbindungen von Titan und Zink.
Es ist bekannt, dass verschiedene Oxidverbindungen aus Titanoxid und Zinkoxid durch eine i'estphasenreaktion hergestellt werden können. Unter diesen Oxidverbindungen
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von Titan und Zink ist das Zinkorthotitanat (Zn mit einem Verhältnis von Titandioxid zu Zinkoxid von 1 : die am leichtesten herzustellende Verbindung. Zu anderen Beispielen dieser Cxidverbindungen gehören1 Zinkmetatitarat (ZnTiO7-) mit einem Verhältnis von Titandioxid zu Zinkoxid von 1 : 1 und ZnpTi-^Oo mit einem Verhältnis von 1 : 1.
Bekannte Methoden zur Herstellung derartiger Oxidverbindungen sind beispielsweise ein Verfahren, in den Titandioxid und Zinkoxid in Form eines Pulvergemisch^ umgesetzt werden, indem die Reaktionsteilnehmer einer Wärmebehandlung bei hoher Temperatur unterzogen werden, ein Verfahren, bei dem eine Titan- oder Zinkverbindung durch Wärme zersetzt wird und gleichzeitig damit einer Pestphasenreaktion unterworfen wird und ein Verfahren, in dem ein Gemisch aus Titandioxidsol und Zinkoxid einer Wärmebehandlung (bei einer Temperatur über 500° c) zur Durchführung einer Pestphasenreaktion unterworfen wird.
Das Verfahren, bei dem ein Pulvergemisch aus Titandioxid und Zinkoxid einer Pestphasenreaktion unterworfen wird, ist von' dem Nachteil schlechter Reaktivität begleitet. Daher ist ein beträchtlich langer Zeitraum erforderlich, um die Reaktion vollständig durchzuführen und in einigen Fällen ist ein Formpressen des Pulvers erforderlich. .
Wenn die Pestphasenreaktioü von der Pyrolyse einer Zink- oder Ti tan verbindung begleitet ist, wird die Reaktivittät im Vergleich zu dem Pail, bei dem die Umsetzung unter Verwendung beider Beaktionsteilnehmer in Porm von Pulver herbeigeführt wird, erheblich erhöht. Darüberhinaus kann die Reaktivität, wenn die Reaktion unter Verwendung von Titandioxidsol durchgeführt wird, sogar stärker erhöht ν.»erden und die Oxidverbindung kann einfacher erhalten werden, als durch irgendeine der beiden vorangehenden Methoden.'
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~ 5
eingegangen am
In einigen Fällen wird die Pestphasenreaktion nach Formpressen der Ausgangsreaktionsteilnehmer durchgeführt, uni die Reaktion zu erleichtern und die Oxidverbindung in wirksamer Veise herzustellen.
Die "bisher aufgeführten Beispiele für Verfahren zur Herstellung von Oxidverbindungen sind praktisch sämtlich · auf Laboratoriumsversuchen aufgebaut, in denen die Menge der verwendeten Ausgangsmaterialien gering ist und Wärme ausreichend und gleichmässig durch die Pulverschicht ge-.führt wird. Wenn jedoch eine ziemlich grosse Menge der Ausgangsniaterialien eingesetzt wird, ist es äusserst schwierig, die Oxidverbindung in wirksamer Veise selbst .bei ausreichendem Rühren der Pulverschicht der Reaktions-•teiinehraer herzustellen. Folglich stehen zurzeit keine wirksamen Methoden zur Herstellung der Oxidverbindungen in einer beträchtlich grossen Menge zur Verfügung.
Ferner ergibt sich, wenn eine Verbindung von Titan oder Zink verwendet wird, der Kachteil, dass die Erzielung reiner Produkte schwierig ist, beispielsweise auf Grund von Verunreinigungen durch Nebenprodukte bei Pyrolyse, obgleich die Reaktivität im Vergleich zur Herbeiführung der Reaktion unter Verwendung der beiden Oxide jeweils in Form eines Pulvers erheblich erhöht werden kann. '' ■ ■ . . ■
Die Arten der erhaltenen Oxidverbindungen variieren erheblich mit dem Verhältnis von Titan-zu-Zink in den Ausgangsmaterialien und mit der Reaktionstemperatur. '
Es ist bekannt, dass sich ZnTiCU bei einer Temperatur im-.-Bereich von 600 bis 700° Cf "bildet und wenn die Temperatur 900° C übersteigt, thermische Zersetzung unter Eildung von Zn^TiO^, eintritt. Es ist auch bekannt, dass sich Zn^TiO^ bei höherer Temperatur als zur Herstellung von ZnTiO5 verwendet, d. h. 700 bis 900° C, bildet und dass diese Oxidverbindung stabil ist und keine
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thermische Zersetzung eingeht, wenn sie auf 900° C oder höher erhitzt wird. Zn0Ti2O0 wird mit erheblicher Schwierigkeit erhalten, ist instabil und wird zusammen mit anderen Oxidverbindungen gebildet. Daher ist es sehr schwierig, diese Oxidverbindung in reiner Form zu isolieren. Im allgemeinen besteht, wenn die Festphasenreaktion bei einer Temperatur unterhalb von 1000° C durchgeführt wird, das erhaltene Produkt aus drei Arten von Oxidverbindungen, Zinkoxid und Titandioxid, so dass es sehr schwierig ist, eine einzelne Art der Oxidverbindung zu erhalten. Obgleich die Festphasenreaktion bei einer Temperatur über 1000° C durchgeführt wird, kann Zn^Ti,On in seiner reinen und stabilen Form durch geeignete Auswahl des Verhältnisses von Titan-zu-Zink erhalten werden.
In Jedem Fall können die Oxidverbindungen jedoch in einer beträchtlichen Ausbeute nur dann erhalten werden, wenn die Gxidreaktionsteilnehmer in einer relativ kleinen Menge verwendet werden und Wärme gleichmässig durch die Reaktionsteilnehmer übertragen werden kann.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht in einem Verfahren zur Herstellung von Oxidverbindungen von Titan und Zink, wodurch die Produkte bei niedrigeren Temperaturen als in bisherigen Verfahren erhalten werden können.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in einem Verfahren, bei dem im Vergleich zu bisherigen Methoden eine grössere lienge der Oxidverbindungen von Titan und Zink auf einmal erhalten werden kann.
Ferner liefert die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Goldverbindungen von Titan und Zink, bei dem keine gasförmigen, anorganischen säuren entwickelt werden.
Die oben beschriebenen Aufgaben können durch das nachfolgend beschriebene Verfahren gelöst werden. Ein
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homogenes, gemischtes Pulver aus Zinkoxid und Oxiden des Titans, die sich von einem Titansäureester ableiten, wie beispielsweise Tetrabutyltitanat oder Tetraisopropyltitanat, wird bei einer Temperatur von 600° C oder mehr erhitzt.
Zu den erfindungsgemäss verwendbaren Titansäureestern gehören Tetrabutyltitanat (T. B. T.), Tetraisopropyltitanat (T. P. T.), Tetrastearyltitanat (T. S. T.) und Tetra-(2-äthyl)-hexyltitanat.
Die Titansäureester können durch die allgemeine Formel Ti(OR)^, worin R einen Alkylrest mit etwa 3 bis etwa 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, wiedergegeben werden und werden durch Wasser oder feuchte Luft leicht hydrolysiert.
Die durch Hydrolyse der Titansäureester erhaltenen Titanoxide sind als sehr fein bekannt und besitzen eine hohe Schüttdichte, und Beispiele der bekanntesten Titansäureester sind Tetrabutyltitanat (T. B. T.) und Tetraisopropyltitanat (T. P. T.). Diese Ester sind farblose Flüssigkeiten von hellgelber Farbe und werden leicht in organischen Lösungsmitteln, z. B. Alkoholen, Ketonen, Estern oder aromatischen Verbindungen, gelöst. Die Hydrolyse dieser Titansäureester erfolgt, wenn sie mit Wasser in einem organischen Lösungsmittel, das mit Wasser gut mischbar ist, beispielsweise Methanol, Äthanol, Butanol oder Aceton, in Berührung gebracht werden, wobei die gebildeten Titanoxide eine weisse Farbe aufweisen.
Im Verfahren der Erfindung wird zunächst Zinkoxid in einem organischen Lösungsmittel, das mit Wasser gut mischbar ist, unter Herstellung einer gleichmässigen Dispersion dispergiert. Das Zinkoxid wird vorzugsweise nach der Gasphasenoxidations-Kethode (die sogenannte französische riethode) hergestellt. Das nach der Gasphasenoxidations-Hethode hergestellte Zinkoxid ist hinsicht-
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lieh. der Reinheit und der Kristallisierbark ext gegenüber dem unter Anwendung des Nassverfahrens hergestellten überlegen. Ferner können Oxide, die nach der Gasphasenoxidations-Methode hergestellt wurden, leicht in Alkohol, Aceton oder anderen Lösungsmitteln dispergiert werden, was gute Benetzbarkeit anzeigt.
Eine geeignete Henge Zinkoxid in der Dispersion liegt bei etwa bis zu 300 g je Liter des verwendeten Lösungsmittels. Venn jedoch die Menge zu gross ist, geht die Fl'iessfähigkeit der Dispersion-verloren, wodurch es schwierig wird, die nachfolgende Hydrolyse gleichmässig in einer homogenen Phase durchzuführen. Aus diesem Grund ist die verwendete Zinkoxidmenge vorzugsweise nicht mehr als 250 g je Liter Lösungsmittel.
Dann wird dem dispergierten System aus Zinkoxid und organischem Lösungsmittel Wasser in einer äquivalenten Menge mit Bezug auf die Henge des später zuzusetzenden Titansäureesters zugefügt,Ausreichendes Rühren ist notwendig, um eine gleichmässige Verteilung des Wasser in der Phase des dispergierten Systems zu verteilen.
Zinkoxid und Wasser können natürlich gleichzeitig in das organische Lösungsmittel eingemischt werden.
Anschliessend wird eine äquivalente Menge, bezogen auf die Menge des bereits zugegebenen Wassers, eines Titansäureesters zugegeben, um die Hydrolysereaktion durchzuführen. Die Hydrolysereaktion erfolgt vorzugsweise nach Verdünnung des Titansäureesters mit einen organischen Lösungsmittel aus Gründen einer gleichmässigen Durchführung der Reaktion in der dispersen Phase. Ls ist bei der Hydrolysereaktion notwendig, ausreichend zu rühren und das Reaktionssintern zu vermischen. Es scheint äusserst wirksam zu sein, eine Kombination von mechanischem Vermischen und Rühren unter Anwendung von Rührflügeln
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mit Ultraschall-Bestrahlung anzuwenden, um die Reaktion homogen durchzuführen.
Die Art der erhaltenen Oxidverbindung, des Titans und Zinks variiert mit dem Verhältnis von Zinkoxid zu Titansäureester.
Ferner ist die Reihenfolge der Zugabe der Reaktioristeilnehmer unwichtig und der Titansäureester kann zu dem Wasser und umgekehrt zugegeben werden.
Auf diese Weise wird ein gleichmässig gemischtes feines Pulver, das aus dem Zinkoxidpulver und dem feinen Pulver der durch Hydrolyse des Titansäureesters erzeugten Titanoxide als ein dispergiertes System in einem organischen Lösungsmittel erhalten. Aus diesem dispergierten System wird lediglich das Pulver, beispielsweise durch Filtration oder Zentrifugieren, abgetrennt. Das noch in dem erhaltenen Pulver vorliegende organische Lösungsmittel kann daraus entfernt werden, obgleich dieses Trocknungsverfahren nicht immer notwendig ist.
Das erhaltene Pulver wird dann der Wärmebehandlung bei einer gegebenen Temperatur, z. B. 600° C und darüber, während eines gegebenen Zeitraums unter Δΐιγ/endung eines elektrischen Ofens oder irgendwelcher anderen geeigneten Heiζeinrichtungen unterworfen. Die obere Grenze der Wänaebehandlungstemperatur und.der Erhitzungszeit kann variieren. Im allgemeinen lie'gt die verwendete Temperatur nicht über 1000° C und die Erhitzungszeit beträgt im allgemeinen 2 Ltunden oder mehr. Die Festphaserireaktion des Zinkoxids mit den Oxiden des Titans erfolgt durch diese Behandlung unter Herstellung der Cxidverbindungen von Titan und Zink.
Die erhaltenen Gxidverbindungen variieren mit dem iiischungs verhältnis von Zinkoxid zu Titansäureester, jedoch gehören zu Beispielen der am einfachsten erhältli-
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ciien Oxidverbindungen ZnTiO,, worin das Verhältnis von Titanoxid zu Zinkoxid 1 ; 1 ist und Zn2Ti,0Q, worin das Verhältnis 3 : 2 beträgt. .
Einer der grössten Vorteile der Erfindung besteht darin, dass die Oxidverbindungen von Titan und Zink bei niedrigeren Temperaturen erhalten werden, als nach bisherigen Methoden angewendet werden konnten.
Ferner kann geniäss der Erfindung im Vergleich zu bisherigen Verfahren eine grössere Menge gemischtes Pulver auf einmal wärmebehandelt werden, um eine i'estphasenreaktion durchzuführen, wobei die Oxidverbindungen von Titan und Zink erhalten werden.
Darüberhinaus stellen die nach dem erfindungsgemassen Verfahren erhaltenen Oxidverbindungen ein noch feineres Pulver adr, als das nach dem bisherigen Verfahren erhältliche.
Es wurde ein Versuch durchgeführt, bei dem ein gemischtes Pulver aus Titandioxid und Zinkoxid der Wärmebehandlung unter den gleichen"Bedingungen unterworfen wurde, um einen Vergleich der bisherigen Methode mit dem vorliegenden Verfahren herbeizuführen.
Im Verfahren der Erfindung wurde, wenn die Temperatur 600 C oder mehr betrug, die Bildung der Oxidverbindungen von Titan und Zink, wie beispielsweise Zinkmetatitanat (ZnTiO,), Zn2Ti7Og oder Z r^TiO^ durch Röntgenstrahlenbeugung ermittelt. Während das gemischte Pulver der Oxide unter den gleichen Beaktionsbedingungen verwendet wurde, \mrdeii keine Oxidverbindungen gebildet, bis die Temperatur wenigstens 700° G erreichte. Wie sich aus den oben beschriebenen zahlreichen Literatursteilen ergibt, v/o die Kenge des umzusetzenden, gemischten Pulvers nur einige Gramm beträgt und genügend Wärme dem Pulver zugefügt wird, erfolgt die Pestphasenroaktion rasch und die
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Oxidverbindungen scheinen sich sogar bei Temperaturen unterhalb von 700° G zu bilden. Wenn jedoch die Menge des umzusetzenden Pulver sich auf 10 g bis 100 g'beläuft,' was im vorliegenden Verfahren der Fall ist, wird die Reaktion schwierig. Es besteht ein grosser Vorteil der Erfindung darin, dass die Möglichkeit besteht, eine beträchtlich grosse Menge Pulver auf einmel der Festphasenreaktxon während eines relativ kurzen Zeitraums zu unterwerfen.
In dem erfindungsgemässen Verfahren liegt die ausreichende Wärmebehandlungzeit bei etwa 4- bis 5 Stunden. Dieser Zeitraum ist sogar kürzer als der in den bisherigen Verfahren angewendete.
Man nimmt an, dass die oben beschriebenen Vorteile der Erfindung teilweise auf die Tatsache zurückgehen, dass die durch Hydrolyse des Titansäureesters erhaltenen Titanoxide sehr fein und chemisch aktiv sind.
Ferner bilden sich im erfindungsgemässen Verfahren die Oxide des Titans in Form einer gleichmässigen Dispersion in einem organischen Lösungsmittel, in dem auch Zinkoxid gleichmässig dispergiert worden ist. Daher scheint es, dass ein gemischtes Pulver erhalten wird, in dem das Zinkoxid und Titanoxid gleichmässig vermischt und verteilt sind. Daher nimmt man an, dass die Festphasenreaktion gleichmässig in der Pulverschicht bei einer sehr hohen Geschwindigkeit stattfindet. Bei den in den bekannten Verfahren verwendeten gemischten Pulvern ist die Teilchengrösse der Pulverteilchen grosser als diejenige des Pulvers geraäss der Erfindung, die Anzahl der Berührungsstellen jedes Teilchens ist daher herabgesetzt. Dagegen sind die Oxide des Titans extrem fein, zeigen kein Anzeichen irgendeiner Spitze bei der Röntgenstrahlenbeugung und sind im Aussehen amorph. Folglich nimmt man an, dass die Punkte, an denen die Oxide des Titans das Zink-
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oxid berühren, sehr zahlreich sind und die Pulverteilchen selbst eine hohe Oberflächenenergie und hohe chemische Aktivität aufweisen, wodurch das Verfahren der Pestphasenreaktion erheblich vereinfacht wird.
Die Verwendung eines derartigen Titanoxidpulvers und die Gleichförmigkeit in dem gemischten Pulver stellt eine der Haupteigenschaften der Erfindung dar.
Es ist bekannt, dass, wenn durch Neutralisation mit wässrigem Ammoniak erhaltenes Titandioxidsol als■Ausgangsmaterial in bekannten Verfahren verwendet wird, die Reaktivität weiter erhöht werden kann, und man nimmt an, dass, wie im bekannten Fall, sich eine gleiche Erscheinung im Verfahren der Erfindung zeigen würde.
Sowohl das Titandioxid als auch Zinkoxid sind als Photoleiter bekannt, und es wurde gefunden, dass die erfindungsgemäss hergestellten Oxidverbindungen von Titan und Zink gleichfalls photoleitend sind.
Somit kann ihr Pulver direkt als eine elektrographische, lichtempfindliche Schicht oder als irgendein anderes photoleitendes Element verwendet werden.
Bei Durchführung der Erfindung sollte das Holverhältnis von Titan zu Zink in dem gemischten feinen Pulver nicht sehr von dem Verhältnis 3 '· 2, 1 : 1 oder 1:2 abweichen, damit die geringstmögliche Menge Titandioxid und Zinkoxid nach Beendigung der Festphasenreaktion nicht umgesetzt zurückbleibt. ' *
Ferner wurde gefunden, dass die oben beschriebenen Aufgaben nicht nur erreicht werden können, nachdem die Oxide des Titans (die durch Hydrolyse eines Titansäureesters erhaltene Produkte darstellen) und Zinkoxid jeweils in ßolform vermischt werden, sondern auch durch Vermischen der beiden in Form von trockenem Fulver.
Die Erfindung wird nun an Hand folgender Beispiele beschrieben.
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Beispiele 1 bis 5
Dispergiertes System mit Zinkoxid und Methanol'
Zinkoxid 200 g
Methanol 1000 cm^
Wasser . 50 5
Die Zusammensetzung des oben beschriebenen Ansatzes wurde der Ultraschall-Bestrahlung unterworfen, um ein gleichmässig dispergiertes System herzustellen.
In das erhaltene dispergierte Zinkoxid-Methanolsystem wurde anteilmässig eine methanolische Tetrabutyltitanat (T. B. T.)-Lösung aus:
T. B. T. 850 g und
Methanol 600 cm^
zugegeben, während dieses dispergierte System des Zinkoxids gerührt und der Ultraschall-Bestrahlung unterworfen wurde.
Die vorstehenden Umsetzungen wurden sämtlich bei Raumtemperatur durchgeführt.
Kur das Lösungsmittel wurde aus dem erhaltenen gleichmässig dispergierten System mit Zinkoxid, Oxiden des Titans und Methanol unter Anwendung einer Zentrifuge abgetrennt. Die so erhaltene Paste wurde während eines ganzen Tages bei einer Temperatur von 80 bis 100° G getrocknet. Das als Reaktionsrückstand vorliegende Butanol konnte nicht vollständig entfernt werden und lag zu einem geringen Ausmass in dem getrockneten Pulver vor. Das Molverhältnis von Zinkoxid zu Titanoxid in diesem gemischten Pulver betrug 1:1.
Das gemischte Pulver wurde dann in einen Porzellantiegcl gebracht und in einem elektrischen Muffelofen
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wärmebehandelt. Die Behandlungszeit betrug etwa 4- Stunden. Es wurden verschiedene Behandlungstemperaturen von 500, 600, 700, 800 oder 900° G angewendet, wobei das Gewicht des Pulvers in jedem Fall etwa 25 S betrug.
Zum Vergleich wurde ein gemischtes Pulver aus Zinkoxid und Titandioxid (Molverhältnis 1:1, Rutiltyp) in folgender Weise hergestellt und unter den gleichen Bedingungen wärmebehandelt.
200 g Zink wurden gleichmässig in 1000 cm^ Methanol dispergiert. Dann wurden der Dispersion 200 g Titandioxid und 800 cm^ Butanol zugegeben. Aus diesem dispergierten System wurde das Lösungsmittel unter Verwendung einer Zentrifuge abgetrennt, um eine Paste herzustellen, die unter Erhalt eines gemischten Pulvers getrocknet wurde. Das so erhaltene gemischte Pulver wurde unter den gleichen Bedingungen, die in den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung angewendet wurden, wärmebehandelt.
Es wurde eine Röntgenstrahlenbeugungs-Analyse an den so wärmebehandelnden Pulvern" gemacht, wobei die dabei ermittelten Produkte in der folgenden Tabelle wiedergegeben sind.
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Beisp.1 Bei sp.2 Beisp.3 Beisp.4 Beisp.5
Vergleichsbeisp.1
Vergleichsbeisp.2
Verglei chsbeisp-3
Vergleichsbeisp.4-
Vergleichsbeisp.5
Värmebe-
handlungs-
temperatur
500 600 700 800 900
500 600 700 800 900
ZnO ZnTiO.
χ 0 χ
X X
OO OO OO
OO OO
X X X
OO OO 00
0 0
OO 00 00
X
X
X
X X X X X
Zn2Ti3O8
X X
00
X X
Bemerkungen
χ: Auf dem Eöntgenstrahlenbeugungs-Diagramm treten
0:
oo.
keine Spitzen auf
Auf dein Röntgenstrahlenbeugungs-Diagramm treten Spitzen auf
In dem Röntgenstrahlenbeugungs-Diagramm zeigen sich grosse Spitzen
Bei der Wärmebehandlung betrug die Probenmenge in jedem Fall 80 g.
Bei dem vorliegenden Verfahren kann die Bildung des Gxidverbindung (ZnTiO7) (vgl. Beispiel 2) ermittelt v/erden, und wenn die Temperatur nachfolgend ansteigt (Beispiel 3> ^ und 5) nimmt die ZnTiO, entsprechende Spitze im Röntgenstrahlenbeugungs-Diagramm zu, wobei die Spitzen für ZnO und TiG2 verschwinden.
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Während in den Vergleichsbeispielen, wo die Reaktion unter den gleichen Bedingungen wie in den Ausführungsbeispielen der Erfindung durchgeführt wurde, keine Bildung von Oxidverbindungen bis 800° C ermittelt wurde, wurden nur zwei Spitzen, d. h. die Spitze von ZnTiG^ in Vergleichsbeispiel 4- und die von Zn~Ti^Og in Vergleichsbeispiel 5 ermittelt.
Wie sich aus den vorangehenden Beispielen und den Vergleichsbeispielen ergibt, ist das erfindungsgemässe Verfahren im Vergleich zu bisherigen Verfahren erheblich verbessert, da Hengen an Oxidverbindungen von Zink und Titan bei relativ niedrigen Temperaturen hergestellt werden können.
Sämtliche wärmebehandelten Pulver in Beispiel 1 bis sind sogar feiner als die in irgendeinem der Vergleichsbeispiele 1 bis 5 erhaltenen Pulver.
Beispiel 6 100 ε
500 cm-5
25 cm ^
Zinkoxid
!!ethanol
Wasser
Es wurde ein gleichemässig dispergiertes System des oben beschriebenen Ansatzes hergestellt. Dem dispergierten System wurde eine methanolische Lösung vqn Tetraisopropyltitanat (T. P. T.) aus
T. P. T. 525 6 und
Methanol 400 ^
zugegeben. Nach Aufarbeitung des dispergierten Systems in der gleichen Weise wie in den Beispielen 1 bis 5 beschrieben, wurde ein gleichmässig gemischtes, feines PuI-
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ver mit einem Mischungsverhältnis von 2 : 3 &ls Molverhältnis von Zinkoxid zu Titanoxid erhalten. Dreistündige Wärmebehandlung bei 800Q G ergab
23
Im vorstehenden wurde die Erfindung an Hand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben, ohne dass sie darauf begrenzt ist.
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Claims (8)

22H922- Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Oxidverbindungen von Titan und Zink, dadurch gekennzeichnet, dass
(1) eine gleichmässige Dispersion von Zinkoxid und einem Titansaurealkylester in einem organischen, Wassermischbaren Lösungsmittel, das eine kleine Menge Wasser enthält, unter Bildung eines gemischten festen Pulvers aus Zinkoxid und Oxiden des Titans hergestellt wird, und
(2) das gemischte, feste Pulver bei einer Temperatur von wenigstens 600° C wärmebehandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Titansaurealkylester Tetrabutyltitanat oder Tetraisopropyltitanat verwendet wird.
J. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein nach der Gasphasenoxidations-Methode erhaltenes Zinkoxid verwendet wird.
4-. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Oxide des Titans zu Zinkoxid in dem gemischten festen Pulver im Bereich von 3 : 2 bis 1:2, bezogen auf das Holverhältnis von Titan zu Zink, liegt.
5· Verfahren nach Anspruch 1 bis 4-, dadurch gekennzeichnet, dass das gemischte, feine Pulver aus Oxiden des Titans und Zinkoxid in Form eines Sols verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5i dadurch gekennzeichnet, dass als wassermischbares Lösungsmittel Methanol, Ethanol, Aceton oder deren Gemische verwendet werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zinkoxid in dem Lösungsmittel in einer
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ORjQfNAl. INSPECTED
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Menge bis zu etwa 300 g/l Lösungsmittel vorliegt.
8. Verfahren nach. Anspruch 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser in einer praktisch gleichen Menge, bezogen auf eine Äquivalentbasis zur Menge des Titansäurealkylesters vorliegt.
2Q9849/102A
INSPECTED
DE2214922A 1971-03-26 1972-03-27 Verfahren zur Herstellung von Titan-Zink-Oxidverbindungen Expired DE2214922C3 (de)

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DE2214922B2 DE2214922B2 (de) 1978-11-02
DE2214922C3 DE2214922C3 (de) 1979-06-28

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JP (1) JPS5611668B1 (de)
DE (1) DE2214922C3 (de)
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