-
Stw.: Vibro-Wirbelbett-breite Rinne-Zusatz I Hauni-Akte 1182 Verfahren
und Vorrichtung zum Konditionieren von Tabak Zusatz Zu Patent ...... (Patentanmeldung
P 21 51 844.5 vom 19. 70. 1971) Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zum Konditionieren
von Tabak, bei dem Tabak in einem ununterbrochenen Strom gefördert wird und während
der Förderung einem strömenden Gas, vorzugsweise Luft, ausgesetzt wird, wobei der
Tabak während der Förderung einer Vibration'derart unterworfen wird, daß er sich
im Sinne eines optimalen Energieaustausches mindestens teilweise in einer Wirbeischicht
befindet, wobei der Tabak von einem pulsierenden Luftstrom durchströmt wird.
-
Das Hauptpatent betrifft außerdem eine Vorrichtung swum Konditionieren
von Tabak mit einem Förderer Sur den Tabak und mit Mitteln, um den Tabak während
der Förderung dem strömenden Gas, vorzugsweise Luft, auszusetzen, wobei der Förderer
ein Schwingförderer mit luftdurchlässigem Boden zum Durchleiten einer Luftströmung
ist und das Mittel zum Leiten des Luftstromes einen Impulsgeber ausweist von dem
die Luft pulsierend durch den Boden des Schwingförderers geleitet wird.
-
Normalerweise wird der in lockerer isorm auf den Schwingförderer gegebene
Tabak durch den pulsierenden Luftstrom zu einem Tabakvlies auseinandergebreitet,
so daß allseitig eine gute Abtrocknung stattfindet. In Versuchen hat es sich åedoch
ergeben, daß Tabak, der in größeren Portionen auf den Schwingförderer gegeben wird,
nicht durch den pulsierenden Luftstrom und die Schwingbewegungen des Förderers gelöst
werden kann, so daß eine völlig gleichmäßige Abtrocknung nicht stattfindet. Ein
weiteres Problem ergibt sich bei etwas einseitig laufenden Schwingförderern. Bekanntlloh
Stw.:
Vibro-Wirbelbett-breite Rinne-Zusatz I - A 1182 Bergedorf, den 9. März 1972 ist
es recht schwierig, Schçngförderer so aufzustellen, daß der Tabak gleichmäßig über
die ganze Breite des Förderers verteilt gefördert wird. Läuft ein Schwingförderer
etwas einseitig, so wird auf einer Seite mehr Tabak gefördert als auf der anderen
Seite, was zu einer ungleichmäßigen Abtrocknung führt.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Trocknungsverfahren
des Hauptpatentes durch Ausbreiten und Vergleichmäßigen des 'l'abakstromes zu verbessern.
-
Die Lösung gemäß der Erfindung besteht darin, daß der pulsierende
Luftstrom in einzelnen Förderabachnitten dem Tabak mit unterechiedlicher Intensität
zugeleitet wird.
-
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird der pulsierende
Luftstrom dem tabak in einzelnen Börderabschnitten mit unterschiedlicher Strömungsgeschwindigkeit
zugeführt.
-
Gemäß einer Variante der Erfindung wird der pulsierende Luftstrom
in den einzelne Förderabschnitten mit unterschiedlichem Strömungsquerschnitt zugeführt.
Wird der Tabak auf den Schwingförderer gegeben, so ist es zweckmäßig, den Tabak
über die gesamte Breite des Schwingförderee auszubreiten, damit eine optimale gleichmäßige
Äbtrocknung stattfindet.
-
Deshalb wird gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung der pulsierende
Luftstrom in einem Förderabschnitt über die gesamte Förderbreite mit höherer Intensität
dem Tabak zugeführt, so daß der Tabak während der Rirderung in diesem Abschnitt
stärker verwirbelt wird, sich nach den Seiten hin ausbreitet und somit über die
gesamte Breite des Schwingförderers verteilt weitergefördert wird.
-
Zum Ausüben des Verfahrens gemäß der Erfindung dient die vorgenannte
Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, daß dem Schwingförderer in einzelnen
Förderabsohnitten Mittel zum Leiten von anterschiedlich intensiven :6'uftströmen
durch den Tabak hindurch zugeordnet sind.
-
Stw.: Vibro-Wirbelbett-breite Rinne-Zusatz I - A 1182 Bergedorf, den
9. März 1972 Um den dem Schwingförderer zugeführten Luftstrom in Schwingungen zu
versetzen, um also einen pulsierenden Luftstrom zu erhalten, ist gemäß einer weiteren
Ausbildung der Erfindung der Impulsgeber eine Kammer mit einem Lufteinlaß und einem
Luftauslaß, deren eine Wand als angetriebene Membrane ausgebildet ist. In vorteilhafter
Ausgestaltung der erfindung ist die Kammer unmittelbar unter dem Schwingförderer
angeordnet, und der Luftauslaß und die Membrane des Impulsgebers werden von dem
Boden des Schwingförderers gebildet.
-
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Mittel easm
Leiten unterschiedlich intensiver Luftströme Leitbleche, die in der Kammer angeordnet
sind. Gemäß einer Variante der Erfindung sind die Mitt zum Leiten von unterschiedlich
intensiven Luftströmungen Bohrungen unterschiedlichen Durchmessers im Boden des
Schwingförderers. Damit der Tabak über die. gesamte Förderbreite des Schwingförderers
ausgebreitet wird, um gleichmäßig abge,-trocknet zu werden, sind die Mittel, die
den Luftstrom mit höherer Intensität dem Tabak zuleiten, über die gesamte Förderbreite
des Sohwingförderers wirkend ausgebildet.
-
Stw.: Vibro-Wirbelbett-breite Rinne-Zusatz I - A 1182 Bergedorf, den
9. März 1972 Die Erfindung wird anhand von Äusführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert.
-
Es zeigen: Figur 4 eine Vorrichtung zum Konditionieren von Tabak mit
einem luftdurchlässigen Schwingförderer und mit Mitteln zum Leiten eines Luftstromes
zu dem Schwingförderer, Figur 5 eine Variante der Vorrichtung der Figur 4 mit anders
ausgebildetem Mittel für die Luft zuführung.
-
Stw.: Vibro-Wirbelbett-breite Rinne-Zusatz I - A 1182 Bergedorf, den
9. März 1972 Die Vorrichtung zum Konditionieren von Tabak der Figur 4 besteht im
wesentlichen aus einem Förderer in Form eines Schwingförderers 201, der in einen
ersten Börderabschnitt 202 und einen zweiten Börderabschnitt 203 unterteilt ist.
-
Der erste Förderabschnitt 202 dient zum Trocknen von Tabak 204, während
im zweiten Förderabschnitt 203 ein hygroskopisches Gleichgewicht dss Tabaks 204
mit einer bestimmten Luftkondition hergestellt wird. Zum Aufnehmen von Tabak 204
von einem uförderband 206 dient eine Rutsche 207, die den 'Tabak 204 in den Schwingförderer
201 leitet, welcher mittels Blattfedern 208 auf einem Impulsgeber in Form einer
Kammer 209 gelagert ist, die durch Stützen 211 abgestützt ist. Zum Trennen des ersten
Förderabschnittes 202 und des zweiten Xörderabschnittes 203 ist in de Schwingförderer
201 eine Trennwand 212 eingebaut, welche eine Öffnung 213 aufweist, durch die der
Tabak 204 vom ersten Börderabechnitt 202 in den zweiten Förderabschnitt 203 gefördert
wird. Ein Abförderband 214 ist dem Schwingförderer 201 nachgeordnet. Ein Mittel
zum Leiten eines heißen Luftstroms durch den tabak 204 im Bereich des ersten Förderabschnittes
202 hindurch ist eine Rohrleitung 217, die einen Ventilator 216 mit einer zugeordneten
Heizung 221 mit der Kammer 209 verbindet. Ein Auslaß 218 ist am Ende des ersten
i'örderabschnittes 202 zum Ableiten der Luft angeordnet. Eine Rohrleitung 232 zum
Leiten eines konditionierten Luftstromes verbindet einen Ventilator 231 mit Heizung
247 mit dem zweiten Förderabschnitt 203 der Kammer 209. Ein Auslaß 233 ist an dem
Schwingförderer 201 zum Ableiten des Luft stromes angeordnet. Der Schwingförderer
201 weist einen luftdurchlässigen Boden in Form eines Treppenbleches 252 auf, in
welches kleine Bohrungen 253 eingestanzt sind, deren Durchmesser etwa der Blechdicke
entsprechen und deren Gesamtquerschnitt im Verhältnis zur Bodenfläche weniger -als
ein Viertel beträgt. Auf das Treppenblech 252 ist
Stw.: Vibro-Wirbelbett-breite
Rinne-Zusatz I - A 1182 Bergedorf, den 9. März 1972 eine Haube 254 aufgesetzt, deren
Seitenwände in Börderrichtung der Luft divergieren. Die unter dem Schwingförderer
201 angeordnete Kammer 209 wird nach oben hin von dem luftdurchlässigen 'l'reppenblech
252 des angetriebenen Schwingförderers 201 begrenzt, das somit wie eine ljqembran
wirkt. Die aus der Kammer 209 durch die Bohrungen 253 austretende Luft pulsiert
folglich mit der Frequenz des Schwingförderers 201.
-
In der Kammer 209 sind Mittel zum Leiten von unterschiedlich intensiven
Luftströmen durch das reppenblech 252 des Schwingförderers 201 hindurch in Form
von Leitblechen 261 angeordnet. Die Leitbleche 261 weisen in Strömungsrichtung der
Luft einen ansteigenden Anstellwinkel auf und erstrecken sich über die gesamte breite
der Kammer 209, so daß der Luftstrom an diesen Stellen direkt gegen das Treppenblech
252 geleitet wird, sich infolgedessen hier ein höherer Druck als in benachbarten
Bereichen aufbaut und die Luft mit größerer Geschwindigl{eit durch die über den
Leitblechen angeordneten Heihen von Bohrungen 253 gedrückt wird.
-
Wirkungsweise der Vorrichtung gemäß der Figur 4: Der Tabak 204 wird
von dem Zuförderband 206 über die Rutsche 207 in den ersten Förderabschnitt 202
auf das Treppenblech 252 des Schwingförderer 201 gefördert. Durch die Rohrleitung
217 wird ernitzte Luft in die Kammer 209 geleitet, von der aus sie, geleitet durch
die Leitbleche 21, durch die Bohrungen 253 des Treppenbleches 252 und den Tabak
204 zu dem Auslaß 218 des ersten Förderabschnittes 202 gelangt. Durch die Luftbarrieren,
die an den Stellen des TTeppenbleches 252 herrschen, an denen durch die Leitbleche
261 der Luftstrom mit größerer Geschwindigkeit durch die Bohrungen 253 des Treppenbleches
252 geleitet wird,
Stw.: Vibro-Wirbelbett-breite Rinne-Zusatz l
- A 1182 Bergedorf, den 9. März 1972 wird der Tabak 204 über die gesamte Förderbreite
auseinandergebreitet und durch den nachechiebenden Tabak über die Luftbarrieren
hinweggeschoben, so daß er ein wellenförmiges Vlies über die gesamte Breite des
Schwingförderers 201 bildet. Durch diese Buftbarrieren werden auch verklumpte Tabakportionen,
die in den Schwingförderer gefördert worden sind, aufgelöst, so daß die Heißluft
jedes Tabak teilchen umströmen kann. Von dem ireppenblech 252 wird der Tabak 2G4
während der Aufwärtsbewegung des Schwingförderers 201 vorwärtsbewegt und zugleich
etwas hochgeworfen.
-
Bei der Abwärtsbewegung des Schwingförderers 201 wird die Luft in
der Kammer 209 verdichtet, wodurch ein höherer Druck in der Kammer 209 entsteht.
Durch die Bohrungen 253 entweicht die komprimierte Luft, so daß ein scharfer Luftstrahl
entsteht, der den Tabak 204 hochwirbelt, so daß dieæer sich in einer Wirbelschicht
befindet. Durch die stufen des Treppenbleches 252 wird die Weiterförderung des Tabaks
204 erleichtert. Da die Seitenwände der Haube 254 in Strömungsrichtung der Luft
divergieren, nimmt die Strömungsgeschwindigkeit der Luft beim Durchströmen der Haube
254 infolge des zunehmenden Haubenquerschnittes nach und nach ab, so daß auch leichtere
Tabakteilchen von der strömenden Luft nicht durch den Auslaß 218 aus dem Schwingförderer
201 herausgerissen werden. Während seiner Weiterförderung auf dem Treppenblech 252
gelangt der Tabak 204 in den zweiten Förderabschnitt 203 des Schwingförderers 201,
in dem der Luftstrom aus der Rohrleitung 232 genau der gewünschten Endkondition
des Tabaks 4 entspricht.
-
Die Konditioniervorrichtung der Figur 5 unterscheidet sich von der
Konditioniervorrichtung der Figur 4 dadurch, daß die Bohrungen in dem reppenblech
der Figur 5 unterschiedliche Durchmesser aufweisen und daß die Leitbleche in der
Kammer entfallen. Alle Teile der Figur 5, die gleichartigen Teilen der Figur 4 entsprechen,
sind mit gleichen Bezugsziffern, vermehrt um 100, versehen und nicht weiter erläutert.
-
Stw.: Vibro-Wirbelbett-breite Rinne-Zusatz I - A 1182 Bergedorf, den
9. März 1972 Anstelle der Leitbleche zum Leiten eines Luftstromes mit unterschiedlicher
Intensität durch das Treppenblech können auch in das reppenblech Bohrungen 362 eingestanzt
werden, deren Durchmesser größer sindals die Durchmesser der übrigen Bohrungen 353.
Durch die größeren Bohrungen strömt eine größere Luftmenge zu dem direkt über den
Bohrungen geförderten Gabakvlies, so daß dieses im Bereich der größeren Bohrungen
stärker verwirbelt wird und somit besser verteilt wird. Zur gleichmäßigen Verteilung
des Gabakvlieses über die gesamte Breite des Treppenbleches 352 sind die Bohrungen
362 in Reihen über die gesamte Breite des Treppenbleches verteilt.
-
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß das Tabakvlies auch bei
etwas einseitig laufenden Schwingförderern über die gesamte Breite des Schwingförderbodens
verteilt wird9 Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß durch die abschnittsweise
herrschenden unterschiedlichen Strömungsverhältnisse das Tabakvlies in sich besser
aufgelockert wird, so daß eine gleichmäßigere Abtrocknung stattfindet.
-
- Patentansprüche -