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DE2211558A1 - Schaltungsanordnung fuer hochspannungsanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer hochspannungsanlagen

Info

Publication number
DE2211558A1
DE2211558A1 DE19722211558 DE2211558A DE2211558A1 DE 2211558 A1 DE2211558 A1 DE 2211558A1 DE 19722211558 DE19722211558 DE 19722211558 DE 2211558 A DE2211558 A DE 2211558A DE 2211558 A1 DE2211558 A1 DE 2211558A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
circuit
switch
group
circuit breaker
disconnectors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722211558
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Dipl Ing Kaufmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19722211558 priority Critical patent/DE2211558A1/de
Publication of DE2211558A1 publication Critical patent/DE2211558A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/26Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
    • H02H7/261Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured involving signal transmission between at least two stations
    • H02H7/262Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured involving signal transmission between at least two stations involving transmissions of switching or blocking orders

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Hochspannungsanlagen Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Hochspannungsanlagen, insbesondere für die öffentliche Elektrizitätsversorgung.
  • Bisher wurden in Hochspannungsschaltanlagen die an die Sammeischlenen angeschlossenen Abgänge (Kabel, Freileitungen, Transformatoren) üblicherweise mit Leistungsschaltern und Schutzeinrichtungen ausgestattet, die in der Lage sind> bei Auftreten eines Fehlers den betroffenen Abgang selektiv abzuschalten. Vom Zeitpunkt des Fehlerbeginns bis zur Abschaltung durch den Leistungsschalter werden nicht nur die von dem betroffenen Abgang versorgten, sondern alle an diese Schaltanlage angeschlossenen Verbraucher durch einen äe nach Entfernung zum Fehlerort mehr oder weniger starken Spannungseinbruch beeinträchtigt, der je nach Schutzeinstellung und Schaltereigenzeit einige Zehntelsekunden bis wenige Sekunden dauert.
  • Der mit der Verwendung von Leistungsschaltern verbundene Aufwand ist relativ groß, da die Fehlerströme, für deren Abschaltung die Schalter bemessen sein müssen, etwa zwei Größenordnungen über dem normalen Betriebsstrom liegen. Dieser Nachteil wirkt sich in Kabelnetzen besonders stark aus, da Fehler in einem Kabel im Durchschnitt relativ selten sind, so daß ein Leistungsschalter während seiner etwa 20jährige Lebensdauer nur im Mittel zwei- bis fünfmal voll beansprucht wird.
  • Es hat deshalb schon Versuche gegeben, die Verwendung von Leistungsschaltern durch geeignete Schaltungsanordnungen zu umgehen.
  • So wurde mit DRP Nr. 626 618 und 649 684 ein Verfahren zum betriebsmäßigen Abschalten eines an ein Hochspannungsnetz angeschlossenen Verbrauchers mittels Trennschalter bekannt. Im Fehlerfall übernimmt hier eine in Reihe zum Trennschalter liegende Hochspannungs-Hochleistungs-Sicherung die Abschaltung, während zur Abschaltung des Betriebsstromes mit Hilfe eines Kurzschlußschalters die Sicherung gewollt zum Ansprechen gebracht wird. Dieses Verfahren eignet sich nicht für größere Verbraucher, da Sicherungen nur für eine begrenzte Stromstärke hergestellt werden. Ihre Weiterentwicklung auch für höhere Stromstärken ist zwar technisch möglich, doch ergibt sich dann kein nennenswerter preislicher Vorsprung mehr gegenüber Leistungsschaltern. Ferner wurde mit DBP Nr. 1050 865 eine Schalteranordnung bekannt, die Leistungsschalter in den Abgängen dadurch vermeidet, daß im Fehlerfall ein an die Sammelschiene zusätzlich angeschlossener Leistungsschalter auf einen fest eingebauten Kurzschluß eingeschaltet wird. Dadurch wird der Kurzschlußstrom gewissermaßen von der Fehlerstelle abgezogen, so daß der Abzweigschalter stromlos geöffnet werden kann. Anschließend wird der Kurzschlußschalter wieder geöffnet, womit der Fehler behoben ist. Der Abzweigschalter kann in diesem Fall also ein Lasttrenn-oder Trennschalter sein. Die Schaltung hat aber den Nachteil, daß die Zeit bis zur Fehlerbehebung verlängert wird, da erst der Kurzschlußschalter eingeschaltet werden muß, ehe der fehlerbehaftete Abgang abgetrennt werden kann. Erst als letzter Schritt wird durch Öffnen des Kurzschlußschalters der Fehlerstrom endgültig unterbrochen. Deshalb muß auch der Reserveschutz, d.h. die Auslösezeit des nächsten vorgelagerten Leistungsschalters, relativ lang eingestellt sein. Im Falle des Versagens der Einrichtung wird also der Kurzschlußstrom eine relativ lange Einwirkungsmöglichkeit haben mit allen daraus resultierenden Gefahren. Diese Schaltung hat sich in der Praxis nicht einführen können.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Zahl der in einer Hochspannungsschaltanlage notwendigen Leistungsschalter erheblich zu reduzieren. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mehrere mit Trenn- oder Lasttrennschaltern ausgerüstete Abgänge zu einer Gruppe zusammengefaßt werden, der ein Leistungsschalter vorgeschaltet wird, und daß die betriebsmäßigen Zu- und Abschaltungen den Abgangs-Trenn- oder Lasttrennschaltern, die Fehlerbehebung Jedoch dem Gruppen-Leistungsschalter zugeordnet werden, so daß die den Ab gängen zugeordneten Schutzeinrichtungen bei Eintritt eines Fehlers hinter einem Abgangsschalter den Gruppen-Leistungsschalter auslösen, der über eine geeignete Steuerung den Lasttrennschalter des betroffenen Abgangs in stromlosem Zustand öffnet und dann selbst wieder schließt.
  • Handelt es sich bei einer Hochspannungsschaltanlage um die unterspannungsseitige Schaltanlage eines Abspannwerkes, so wird nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ein dem speisenden Transformator zugeordneter Leistungsschalter gleichzeitig als Gruppenschalter für die gespeisten Abgänge verwendet.
  • Die Zusammenfassung der Fehlerabschaltung aller Abgänge beim vorgeschalteten Gruppen-Leistungsschalter ermöglicht auch eine Vereinfachung des den Abgängen zugeordneten Kurzschlußschutzes. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung erhalten daher die Abgänge nur noch Kurzschlußmelder, die die- Fehlerabschaltung durch den Gruppen-Leistungsschalter anregen. Eine ggf. gewünschte einstellbare Zeitverzögerung kann in einfacher Ausführung ebenfalls zentral dem Gruppen-Leistungsschalter zugeordnet werden.
  • Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen nicht nur in der erheblichen Senkung des Aufwandes und des Platz- und Raumbedarfs für eine Schaltanlage, sondern auch in der weiteren Verkürzung der möglichen Einwirkdauer von Fehlerströmen auf die betroffenen Anlagenteile. Im Fehlerfall wirkt der Auslöseimpuls des Abgangsschutzes sofort auf den Leistungsschalter, so daß der Fehlerstrom in der kürzestmöglichen Zeit unterbrochen wird. Mit Hilfe einer Zwangssteuerung wird mit Erreichen der t'Austt-Stellung des Leistungsschalters der Lasttrennschalter des fehlerbehafteten Abgangs stromlos geöffnet. Der Lasttrennschalter gibt wiederum bei Erreichen der "Aus"-Stellung. einen Einschaltimpuls an den Leistungsschalter. Während der Offenzeit des Leistungsschalters von größen ordnungsmäßig einer Sekunde sind zwar alle Abgänge der Gruppe spannungslos, doch liegt darin gegenüber dem derzeitigen Zustand kein prinzipieller Unterschied. Lediglich die Dauer der Unterbrechung für die Verbraucher, die nicht an den fehlerbehafteten Abgang angeschlossen sind, erhöht sich um wenige Zehntelsekunden.
  • Dafür kann der Reserveschutz sehr knapp eingestellt werden, so daß auch bei einem Versagen der beschriebenen Einrichtung eine schnelle Abschaltung des Fehlerstromes gewährleistet ist. Das gilt um so mehr, wenn man als vorgelagerten Leistungsschalter in einem Umspannwerk den oder die sekundärseitigen Transformatorenschalter verwendet. Man kann dann im gesamten Netz die Schutzeinstellzeiten reduzieren und erhält so die Möglichkeit, eine höhere Kurzschlußleistung (in Bezug auf die thermischen Auswirkungen) für das gesamte Netz ohne Mehraufwendungen zuzulassen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Figur 1 dargestellt.
  • Die Lasttrennschalter 2 der Abgänge 1 werden über eine Hilfssammelschiene 7 zu einer Gruppe zusammengefaßt, die über den Leistungsschalter 4 an die Sammelschiene 5 angeschlossen wird. Die Schutzeinrichtungen 6 wirken über eine Steuereinrichtung 7 auf den Leistungsschalter 4 und die Lasttrennschalter 2.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt Figur 2. Hier sind zwei Gruppen von Abgängen 1 mit ihren Lasttrennschaltern 2 dargestellt, die über Hilfssammelschienen 3 und Leistungsschalter 4 direkt an den einspeisenden Transformator 8 angeschlossen sind. Die beiden Leistungsschalter 4 sind gleichzeitig Sekundärschalter des Transformators 8 und deshalb nicht nur an die Steuereinrichtung 7, sondern auch an die Transformatoren-Schutzeinrichtungen 9 angeschlossen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Hochspannungsanlagen, insbesondere für die öffentliche Elektrizitätsversorgung, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere mit Trenn- oder Lasttrennschaltern ausgerüstete Abgänge zu einer Gruppe zusammengefaßt werden, der ein Leistungsschalter vorgeschaltet wird, und daß die betriebsmäßigen Zu- und Abschaltungen den Abgangs-Trenn- oder -Lasttrennschaltern, die Fehlerbehebung Jedoch dem Gruppen-Leistungsschalter zugeordnet werden, so daß die den Abgängen zugeordneten Schutzeinrichtungen bei Eintritt eines Fehlers hinter einem Abgangsschalter den Gruppen-Leistungsschalter auslösen, der über eine geeignete Steuerung den Lasttrennschalt er des betroffenen Abgangs in stromlosem Zustand öffnet und dann selbst wieder schließt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sekundär- oder ein Primärschalter eines speisenden Transformators gleichzeitig als Gruppen-Leistungsschalter für die gespeisten Abgänge verwendet wird.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung einer Gruppe über mehr als einen Leistungsschalter erfolgt, die gemeinsam die Fehlerabschaltung übernehmen, die Gesamtzahl der Leistungsschalter aber kleiner ist als die der Abgänge der Gruppe.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den dort genannten Schutzeinrichtungen um Kurzschlußmelder handelt.
Leerseite
DE19722211558 1972-03-10 1972-03-10 Schaltungsanordnung fuer hochspannungsanlagen Pending DE2211558A1 (de)

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DE19722211558 DE2211558A1 (de) 1972-03-10 1972-03-10 Schaltungsanordnung fuer hochspannungsanlagen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2211558A1 true DE2211558A1 (de) 1973-09-13

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Family Applications (1)

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DE19722211558 Pending DE2211558A1 (de) 1972-03-10 1972-03-10 Schaltungsanordnung fuer hochspannungsanlagen

Country Status (1)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2432237A1 (fr) * 1978-06-21 1980-02-22 G P Izysk Procede de coupure du courant de court-circuit dans les installations a haute tension et dispositif pour sa realisation

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2432237A1 (fr) * 1978-06-21 1980-02-22 G P Izysk Procede de coupure du courant de court-circuit dans les installations a haute tension et dispositif pour sa realisation

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