DE2211068C2 - Absaug- und Entstaubungsvorrichtung für Schüttgut aufnehmende Annahmegruben - Google Patents
Absaug- und Entstaubungsvorrichtung für Schüttgut aufnehmende AnnahmegrubenInfo
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- B08B—CLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Absaug- und Entstaubungsvorrichtung für Schüttgut aufnehmende
Annahmegruben, wobei die Vorrichtung mit einem Sauggebläse sowie mit einer Staubabscheidung ausgerüstet
ist.
Absaug- und Entstaubungsvorrichtungen der eingangs beschriebenen Gattung sind in der Praxis derart
bekanntgeworden, daß oberhalb einer solchen Annahmegrube für Schüttgüter oder auch danebenstehend
Absaugvorrichtungen mit der Funktion einer Absaughaube vorgesehen sind. Diese vorbekannlen
'Absaugvorrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß nur eine sehr geringe Menge des beim Schütten
aufwirbelnden Staubes erfaßt wird. Dies liegt damn, weil die Säugöffnungen — ganz gleich ob sie senkrecht
über der Grube oder daneben stehen — einen zu großen Abstand von der Staubentsteluingsstelie
haben.
Dies bedeutet für die Praxis, daß eine unerwünscht große Menge des entstehenden Staubes "on der Absaugvorrichtung
nicht erfaßt wird und frei und ungehindert abziehen kann. Es hat sich jedoch herau.ye-
xo stellt, daß diese vorbekannten Vorrichtungen auf
Grund der neueri'chcn Umweltschutzbestimmungen
diesen Vorschriften nicht mehr gerecht werden.
Demzufolge besteht nun auch die technische Aufgabe der Erfindung darin, eine Absaugvorrichtung zu
schaffen, die erheblich wirksamer ist als alle vorbekannten Vorrichtungen.
Erreich! wird das Ziel der Erfindung in vorteihia:-
ter Weise dadurch, daß die Saugseite der Vorrichtung als langgestrecktes, eine etwa dreieckförmme
Querschnittsgestalt aufweisendes nach unten hin offenes
und in der Saugöffnung ein Leitblech aufweisendes Saugdüsenrohr ausgebildet und im Einschuttbereich
an oder nahe dem Oberrand der Annahmegrube d.h. unmittelbar an der Stcubcntstehungssteüc
angeordnet ist.
Durch diese Maßnahme isi es gelungen, die Absaugvorrichtung,
insbesondere die Saugseite der Absaugvorrichtung unmittelbar an die Stelle zu bringen.
wo der Staub auch beim Einschütten von Schüttgut in die Annahmegrube entsteht, so daß diese Absauu-
und Entstaubungsvorrichtung hinsichtlich ihres Wirkungsgrades allen vorbekannten Vorrichtungen dieser
Art weit überlegen ist. Insbesondere eignet sich diese Vorrichtung für den Einsatz an Annahmegru-
bcn, die zur Aufnahme von landwirtschaftlichem körnigem Schüttgut, wie Getreide od. dgl. dienen.
Durch die nunmehr erzielte wirkungsvolle Stauberfassung an der unmittelbaren Staubentstehungsstelle
kann nun aufgewirbelter Staub nicht aus dem Bereich der Absaugvorrichtung weg und somit zur
Umweltverschmutzung beitragen, vielmehr wird diese Vorrichtung den Umweltschutzbestimmungcn
im höchsten Maße gerecht, weil sie einen hohen Wirkungsgrad im Sinne einer wirkungsvollen Stauberfassung
besitzt.
Im Rahmen der Erfindung ist es hierbei vorteilhaft, daß die Saugseite der Vorrichtung als Saugdüsenrohr
mit einseitiger öffnung und eingebautem Leitblech ausgerüstet ist, womit erstmalig eine bisher
nicht erreichte breitflächige Besaugung der Annahmegrube
erzielt wird.
Rein konstruktiv kann nun die Erfindung ihren Niederschlag z. B. darin finden, daß das Saugdüsenrohr
unmittelbar oberhalb eines als Grubenabdekkung dienenden Rostes vorgesehen ist.
Es wäre jedoch in diesem Zusammenhang genausogut möglich, das Saugdüsenrohr unmittelbar unterhalb
eines als Grubenabdeckiing dienenden Rostes,
vorzusehen.
Man kann außerdem — um die Wirkung bzw. den Wirkungsgrad der Stauberfassung noch zu steigern
— auch dahingehend vorgehen, daß man die gesamte Rostfläche mit mehreren parallel nebeneinanderliegenden
Saugdüsenrohren belegt, die allesamt an einem gemeinsamen Saugrohr angeschlossen sind.
Hiermit ist es dann gelungen, die gesamte Fläche des Abdeckrostes einer solchen Annahmegrube in den
Wirkungsbereich der Absaugung einzubeziehen.
Im Rahmen dieser Verbesserung des Wirkungsgrades
kann eine äquivalente Lösung ihren Niederschlag auch darin finden; daß die Saugseite als Saugdüsenkamm
ausgebildet ist, indem von einem Hauptsaugdüsenrohr quer dazu verlaufend mehrere Nebensaugdüsenrohre
abgehen, die zusammen mit dem Hauptsaugdüsenrohr an einem gemeinsamen Absaugrohr
angeschlossen sind, wobei auch die Nebensaugdüsenrohre als einen drcieckförmigcn Querschnitt aufweisende
und innerhalb ihrer Saugöffnungen je ein Leitblech beinhaltende Düsenrohre ausgebildet sind.
Auch diese vorgeschlagene Lösung macht es möglich, die gesamte Fläche des Abdeckrostes der Absaugung
zu unterziehen.
Und nicht zuletzt kann es im Rahmen der Erfindung auch möglich gemacht werden, die Hauptsaugdüsenrohre
und auch die Nebensaugdüsenrohre als selbsttragende Elemente auszubilden mit dem Vorteil,
daß sie dann sowohl begeh- als auch befahrbar sind.
Vorteilhaft ist es im Rahmen der konstruktiven Lösung der Erfindung auch noch, wenn die gesamte
Vorrichtung als baukastensystemartig aufbau- und demontierbare Anlage ausgebildet ist, die dadurch
jederzeit an die Annahmegrube gebracht werden kann, die gerade mit Schüttgut gefüllt wird. Jedoch
kann eine stationäre Anordnung in gewissen Fällen ebenso vorteilhaft sein und könnte gemäß der Lehre
der Erfindung gestaltet und mit in diese einbuzogen sein.
Zusammenfassend ist es der Erfindung überhaupt gelungen, bei Annahmegruben für staubaufwirbelnde
Schüttgüter eine höchst wirkungsvolle, einen hohen Wirkungsgrad besitzende Absaugvorrichtung zu
schaffen, so daß dadurch die Annahmegruben für Schüttgüter den Umweltschutzbestimmungen recht
werdend ausgestattet werden können. Die Vorrichtung bietet sich damit der Praxis als eine höchst
brauchbare Lösung an, die damit allen vorbekannten im Rahmen der Funktion einer Absaughaube arbeitenden
Vorrichtungen weit überlegen ist.
Im übrigen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes je in einer schematischen Wiedergabe
in den Zeichnungen dargestellt; dabei ?.eigt
F i g. 1 eine Vorderansicht einer Annahmegrube mit aufgebauter, mit einem Hauptsauedüsenrohr ausgerüsteten
Absaugvorrichtung,
F i g. 2 eine Draufsicht hierzu.
F I g. 3 eine Seitenansicht gemäß der Schnittlinie III-III der Fig. 1,
F i g. 4 eine der F i g. 1 entsprechende Vorderansichtsdarstellung
einer mit einem Saugkamm ausgerüsteten Absaugvorrichtung,
F i g. 5 eine entsprechende Draufsicht hierzu und
F i g. 6 eine Seitenansicht im Schnitt gemäß der Schnittlinie VI-VI der F i g. 4.
Dabei ist zunächst mit 10 eine Annahmegrube für Schüttgüter bezeichnet. Diese Annahmegrube 10 ist
oberseitig durch einen Abdeckrost 11 abgedeckt. Beim Ausführungsbeispiel gemäß den F i g. 1 bis 3 ist
unmittelbar oberhalb des Abdeckrostes 11 eine Absaugvorrichtung
vorgesehen, bei der ein langgestrecktes Saugüüsenrohr 12 von im wesentlichen
dreieckförmiger Üuerschnittsgestalt sich in Längsrichtung des Abdeckrostes 11 erstreckt und beispielsweise
einseitig aageordnet ist. Dieses Saugdüsenrohr 12 ist an ein Absaugrohr 13 angeschlossen. Innerhalb
der Saugöffnung 14 des Saugdüsenrohres 12 befindet sich ein ebenfalls langgestrecktes Leitblech 15,
damit eine breitfläehipe Absaugung ermöglicht wird.
Bei dem Ausführungsbeispie! gemäß den Fig.4
bis (> handelt es sich um einen Saugkamm, bei wclehern
von einem Huuptsaugdüsenrohr 112 mehrere quer hierzu gerichtete Nebensaugdüsenrohre 16 abgehen.
Diese Nebensaugdüsenrohre 16 sind in Abständen voneinander angeordnet und ragen über die
Breite des Rostes 11 hinweg. Diese Nebensaugdüsiinrohre
16 besitzen ebenfalls dreieckförmigen Querschnitt und sind innerhalb ihrer Saugöffnungen 14
mit Leitblechen 15 ausgerüstet, damit auch hier eine möglichst breitflächige, einen hohen Wirkungsgrad
beinhaltende Absaugung zustande kommt. Bei dicsem Absaugkamm ist auch wiederum ein gemeinsames
Absaugrohr 13 für alle Saugdüsenrohre 112 und
16 vorgesehen.
Diese Anlage kann so «staltet sein, daß sit auf
dem Rost 11 aufbau- und ;·. <:h wieder demonticrhar
ist, es ist aber auch genausogut möglich, sowohl das Hauptsaugdüsenrohr 12 bzw. 112 als auch die Nebensaugdüsenrohre
16 als selbsttragende Elemente fest mit in den Rost einzubauen, so daß sie dadurch
fahrbar sind.
a5 Wird nun eine Annahmegrube 10 mit Schüttgut
gefüllt, dann kann der aufgewirbelte Staub, welcher beim Einschüttvorgang entsteht, sofort unmittelbar
an der Entstehungsstcllc, nämlich im unmittelbaren Bereich des Rostes abgesaugt und von hier aus abtransportiert
einer Staubabscheidung zugeführt werden. Die im wesentlichen dreieckförmige QuerschniUsgestalt
der Saugdüsenrohre 12, 112, 16 verhindert auch, daß Schüttgüter beim Einschüttvorgang
haftenbleiben, sie gleiten vielmehr an den Schrägflächen ab und fallen automatisch durch den Rost in
die Grube 10, so daß trotz der Absaugvorrichtung das gesamte Schüttgut in die Annahmegrube ungehindert
fließen kann, der aufwirbelnde Staub jedoch sofort entfernbar ist.
Es versteht sich nicht zuletzt von selbst, daß die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen
nur als mögliche Ausführungsbeispiele für die praktische Verwirklichung der Erfindung anzusehen sind,
die jedoch keinesfalls allein hierauf beschränkt sein sollen. Vielmehr sind im Rahmen der Erfindung insbesondere
hinsichtlich des konstruktiven Aufbaues und der Anordnung der neuen Absaugvorrichtung
noch mancherlei Ausführungen möglich.
In diesem Zusammenhang könnten an Stelle von
Cj langgestreckt gradlinig verlaufenden Saugdüsenrohren
auch Saugdüsenringe in konzentrisch ineinandcrliegendcr
Ausführung vorgesehen werden, die sich insbesondere dann anbieten würden, wenn ct. sich um
kreisrunde Annahmegruben handelt.
Auch wäre es ohne weiteres möglich, die Absaugvorrichtung mit rahmenförmigen Saugdüsenrohren
auszubilden, die damit eine in sich siatisch stabile Konstruktion bildeten.
Solche, und ähnliche Lösungen werden jedoch als mit zur Erfindung gehörig angesehen, wenn auch
diese gemä3 der Lehre der Erfindung im unmittelbaren
Entstehungsbereich des Staubes angeordnet sind. Und nicht zuletzt könnte auch die Qucrschnittsgestalt
der Saugdüsenrohre abweichend von der Darstellung beispielsweise in halbrunder Querschnittsfor.n
oder in ähnlicher Weise gestaltet sein, wichtig hierbei ist nur, daß das Schüttgut außen an geneigter
Fläche abgleiten und nicht hängenbleiben kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichningen
Claims (7)
1. Absaug- und Enistaubungsvorrichtung für Schüttgut aufnehmende Annahmegruben, wobei
die Vorrichtung mit einem Sauggebläse sowie mit einer Staubabscheidung ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugseite
der Vorrichtung als langgestrecktes, eine etwa dreieckförmige Querschnittsgestalt aufweisendes
nach unten hin offenes und in der Saugöffnung (14) ein Leitblech (15) aufweisendes
Saugdüsenrohr (12) ausgebildet und im Einschüttbereich an oder nahe dem Oberrand der
Annahmegrube (10) d.h. unmittelbar an der Staubentstehungsstelle angeordnet ist.
2. Absaug- und Entstaubungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Saugdüseurohr (12) unmittelbar oberhalb eines
als Grubenabdeckung dienenden Rostes (11) vorgesehen
ist.
3. Absaug- und Entstaubungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Saugdüsenrohr (12) unmittelbar unterhalb eines als Grubenabdeckung dienenden Rostes (11) vorgesehen
ist.
4. Absaug- und Entstaubungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte
Rojtf'äche mit mehreren parallel nebencinanderliegenden
Saugdüsenrohren (12) belegt ist, die allesamt an einem gemeinsamen Saugrohr (13) angeschlossen sind.
5. Absaug- und Entstaubungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Saugseite als Saugdüsenkamm (112, 16) ausgebildet ist, indem von einem Hauptsaugdüsenrohr
(112) quer dazu verlaufend mehrere Nebensaugdüsenrohre (16) abgehen, die zusammen mit dem
Hauptsaugdüsenrohr an einem gemeinsamen Absaugrohr (13) angeschlossen sind.
6. Absaug- und Entstaubungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auch
die Nebensaugdüsenrohre (16) als einen dreieckförmigen Querschnitt aufweisende und innerhalb
ihrer Saugöffnungen (14) je ein Leitblech (15) beinhaltende Düsenrohre ausgebildet sind.
7. Absaug- und Entstaubungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
sowohl das oder die Hauptsaugdüsenrohre (12, 112) als auch das oder die Nebensaugdüsenrohre
(16) als ein Begehen und ein Befahren ermöglichende, selbsttragende Elemente ausgebildet
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722211068 DE2211068C2 (de) | 1972-03-08 | 1972-03-08 | Absaug- und Entstaubungsvorrichtung für Schüttgut aufnehmende Annahmegruben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722211068 DE2211068C2 (de) | 1972-03-08 | 1972-03-08 | Absaug- und Entstaubungsvorrichtung für Schüttgut aufnehmende Annahmegruben |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2211068B1 DE2211068B1 (de) | 1973-07-05 |
| DE2211068C2 true DE2211068C2 (de) | 1974-01-31 |
Family
ID=5838245
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722211068 Expired DE2211068C2 (de) | 1972-03-08 | 1972-03-08 | Absaug- und Entstaubungsvorrichtung für Schüttgut aufnehmende Annahmegruben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2211068C2 (de) |
-
1972
- 1972-03-08 DE DE19722211068 patent/DE2211068C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2211068B1 (de) | 1973-07-05 |
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