DE2201231A1 - Bodenbelag - Google Patents
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Description
- Bodenbelag Die Erfindung betrifft einen aus einzelnen lösbar miteinander verbunden verlegten Bahnen oder Platten bestehenden Bodenbelag. Insbesondere betrifft die Erfindung eine neuartige Verbindung und Befestigung von Teppichbahnen beim Verlegen derselben.
- Bei der bisher üblichen Verlegetechnik von Fußboden belägen und insbesondere sogenannten Teppichböden werden die zugeschnittenen Bahnen entweder vollflächig auf den Unterbozden aufgeklebt oder als sogenannter Spannteppich verlegt, d.h. die einzelnen Teppichbahnen werden an ihren Stoffkanten rückseitig mit Hilfe von Stoff- oder Kunststoffstreifen verklebt und an den Wänden des Raumes, der mit dem Teppich ausgelegt wird, mit Hilfe von Nadelleisten befestigt.
- Diese Verlegetechniken sind verhältnismäßig schwierig durchzuführen und erfordern deshalb geubte Fachkräfte. Abgesehen von den beim Verlegen auftretenden Schwierigkeiten, wie zum Beispiel in der Musterangleichung bei gewebter J uard-Xare, besteht der Hauptnachteil der bekannten Verlegetechniken darin, daß einmal verlegte Ware nicht mehr unbeschädigt vom Unterboden hochgenommen werden kann, insbesond,Ire wenn man einzelne Bahnen zum Reinigen oder Auswechseln aus dem Fußbodenbelag herausnehmen will.
- Es sind zwar bereits aus Platten zusammengesetzte Fußbodenbeläge bekannt, bei denen die Platten einzeln und ohne feste Verbindung untereinander oder mit dem Unterboden verlegt werden und in dieser Lage nur aufgrund ihrer eigenen Seitensteifigkeit verbleiben, weil sie sich 11 verlegten Zustand seitlich gegeneinander abstutzen, so daß man einzelne oder mehrere Platten ohne weiteres aus dem Boden wieder herausnehmen und gegebenenfalls auch.
- auswechseln kann, Jedoch müssen derartige Fußbodenplatten aus verhältnismäßig steifem Naterial bestehen und auch verhältnismäßig dick sein, so daß diese Verlegetechnik nicht für alle Materialien und insbesondere nicht ftlr hochwertige Teppichauslegeware mit weicher Oberfläche geeignet ist.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, das Verlegen von Teppichbahnen und insbesondere aus weichen M«-terialien bestehenden Teppichbahnen od. dgl. zu einem Fußbodenbelag wesentlich zu vereinfachen und auch das Herausnehmen einzelner Bahnen zum Reinigen, Desinfizieren oder Ausbessern örtlicher Fehlerstellen ohne Beschädigung der Teppichbahnen Jederzeit zu ermöglichen.
- Diese Aufgabe wird erSndungsgemEB dadurch gelöst, daß im Bereich der seitlichen Stoßkanten der einzelnen Teppichbahnen entweder auf dem Unterboden oder an der verlegten Ware ein flächiger streifenförmiger gegenüber dem Bodenbelag wesentlich dünnerer Haftbelag vorgesehen ist, der eine wenigstens teilweise mechanisch verhakende lösbare Verbindung zwischen den Teppichbahnen und dem Unterboden herstellt. Der mechanisch verhakend wirkende Haftbelag kann dabei ganz oder teilweise aus einem an sich bekannten Pilzkopfband besonderer Ausführung oder auch zum Teil aus einem Selbstklebeband, d.h. einer Kombintion dieser beiden BändeR bestehen.
- Gemäß der Erfindung werden im Bereich der Stoßkanten oder Stoffkanten der zu verlegenden Teppichbahnen lösbare Hattiemente vorgesehen, die vor dem Verlegen der Teppichhahnen mit denselben und / oder dem Unterboden dauerhaft verbunden werden, beispielsweise durch Ankleben oder Anheften, so daß die Teppichbahnen zwar fest mit dem Unterboden verbunden werden können, sich aber bei Bedarf auch von demselben lösen lassen, ohne beschäd-igt zu werden.
- Insbesondere ist es nicht notwendig, die Teppichbahnen vollflächig mit dem Unterboden zu verbinden.
- Vielmehr reicht es aus, die Haftbänder nur im Bereich der Mngskanten oder Stoffkanten der Teppichbahnen vorzusehen, wobei aber wichtig ist, daß die in Form von Bändern oder Streifen ausgeführten Haftbeläge verhältnismäßig dünn und auf jeden Fall dünner als der Teppichboden sind, damit sich die Haftbeläge nach Verlegung des Fußbodenbelages nicht auf der Oberseite der Auslegeware in Form von Markierungen abzeichnen und somit sichtbar werden.
- Gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung ist eine dem mechanisch verhakend wirkenden lösbaren Haftbelag gegenüberliegende. und mit demselben zusammenwirkende Auflage vorgesehen. Hierdurch erübrig es sich, die Rückseite der Teppichbahnen oder die Oberseite des Unterbodens entsprechend der jeweils vorgesehenen Verlegetechnik auszubilden, Vielmehr kann man Teppichbahnen aller Art erfindungsgemäß einfach dadurch anbringen, daß man im Bereich der Stoßkanten der Teppichbahnen an der Rückseite derselben eine dem Haftbelag angepaßte und demselben gegenüberliegende Auflage anbringt. Diese Auflage ka beispielsweise ein dünnes Textilband sein, das auf die Teppichbahnen oder den Unterboden aufgeklebt ist.
- Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Haftband wenigstens teilweise ein bekanntes Pilzkopfband, dessen Köpfe oder Widerhaken etwa 1 mm über sein Grundgewebe hochstehen und in eine als Gegenbelag dienende Maschenschicht eingreifen. Ein derartiges :ftband hat eine wesentlich geringere Dicke als die verlegte Auslegeware und zeichnet sich deshalb auf der Oberseite der verlegten Auslegeware auch dann nicht ab, wenn dieselbe bereits längere Zeit liegt und begangen worden ist. Um ein glattes, rutschsicheres Aufliegen auf dem Unterboden oder den Teppichbahnen zu ermöglichen, kann das Haftband rückseitig mit einem leicht lösbaren Haftkleber versehen werden oder es wird beispielsweise mit Hilfe von Heftzwecken am Unterboden befestigt. Es genügt sodann ein Andrücken der Stoßkanten der zu verlegenden Teppichbahnen gegen das auf dem Unterboden angebrachte Pilzkopfband, um eine lösbar haftende Verbindung zwischen der im Bereich der Stoffkanten oder Längskanten der Teppichbahnen befindlichen Maschenschicht und dem Haftband zu erzielen. Hierbei ist eine genaue Verlegung mit aneinanderstoßenden Stoffkanten ohne weiteres möglich, denn die durch die Erfindung ermöglichte Yerlegetechnik gestattet es, eventuell feststellbare Verlegeungenauigkeiten sofort oder auch später zu korrigieren. Dabei ist der verlegte Fußbodenbelag sofort begehbar.
- Die als Gegenschicht dienende Maschenschicht ist beispielsweise eine sbeifenförmige oder bandförmige Auflage aus Wirkware. Diese kann an die Rückseite der Teppichbahnen in etwa 5 cm breiten Streifen aufgeklabt werden.
- Es ist auch möglich, nebeneinander zu verlegende Teppichbahnen derart am Unterboden zu befestigen, daß die eine Teppichbahn mittels eines Klebbandes und insbesondere eines Selbstklebebandes und die anstoßende Teppichbahn mittels eines mechanisch verhakend wirkenden Haftbelages am Unterboden befestigt wird. So ist es mit besonders einfachen Mitteln möglich, Teppichbahnen nebeneinander und genau aneinanderpassend zu verlegen, da die mit dem mechanisch verhakenden Haitband gehaltene Teppthbahn jederzeit vom Unterboden gelöst und wieder in eine bessere Lage gegenüber der angrenzenden Teppichbahn gebracht werden kann.
- Obwohl die Erfindung hauptsächlich fUr bahnenartige Auslegeware bestimmt und im vorliegenden falle auch für diese's Ausführungabeispiel beschrieben ist, kann sie ebenso auf plattenartige oder streifenförmige Auslegeware angewendet werden, d.h. auf Auslegeware, die sich nicht von Wand zu Wand der mit der Auslegeware zu versehenden Räume erstreckt.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Teppichbodens dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine schaubildliche Teilansicht von zwei nebeneinander verlegten Teppichbahnen und Fig. 2 eine schematißierte und stark vergrößerte Seitenansicht eines Ausschnittes eines erfindungsgemäßen Haftbelages in Form eines Pilzkopfbandes.
- Auf einem Estrich versehenen Unterboden 1 werden gemäß Fig. 1 Teppichbahnen 2 derart verlegt, daß deren seitliche Stoffkanten 3 aneinanderstoßen0 Um eine dauerhafte und rutschfeste Verbindung der Teppichbahnan 2 mit dem Unterboden 1 zu erzielen, ist im Bereich der Stoffkanten 3 auf dem Unterboden 1 ein Haftband 4 angebracht, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Pilzkopfband ausgeführt ist. Diese Haftband 4 erstreckt sich nach beiden Seiten über die Stoßlinie zwischen benachbarten Teppichbahnen 2 und ist am Unterboden 1 beispielsweise feætgeklabt oder festgeheftet.
- Dem Haftband 4 gegenüberliegend sind an der Rückseite der Teppichhahnen 2 etwa 5 cm breite Steifen 5 aus Maschenwirkware befestigt0 Weun die Teppichbahnen 2 f-ch auf das Haftband 4 aufgelegt worden sind, greifen die Pilzköpfe des Haftbandes 4 in die Maschen der Streifen 5 widerhakenartig ein, so daß eine rutschfeste, Jedoch lösbare Verbindung zwischen Haftband und Teppichbahn hergestellt wird. Somit ist es beim Verlegevorgang möglich, die benachbarten Teppichbahnen gegeneinander zu verschieben bzw. zu versetzen, bis sie die richtige Lage zueinander einnehmen.
- In Fig. 1 ist sowohl das Haftband 4 als auch der an jeder Teppichbahn angebrachte Streifen 5 im Vergleich zu der Dicke der Teppichbahnen 2 übertrieben dick dargestellt, um die Zeichnung besser verständlich und übersichtlicher zu machen In der Praxis ist die Dicke des Haftbandes 4 und der aufgelegten Streifen 5 insgesamt jedoch gegenüber der Dicke der Teppichbahnen 2 sehr viel geringer, so daß sich Haftband und Gegenstreifen beim verlegten Teppichboden auch nach Begehen desselben nicht durch Markierungen auf seiner Oberseite abzeichnen.
- Bei praktischen Versuchen hat sich gezeigt, daß sich auf der Oberseite der verlegten Teppichbahnen keine Markierungen abzeichnen, wenn der Abstand der Pilzköpfe eines "Pilzkopf-Haftbandes" über dem Grundgewebe desselben nicht größer als etwa 1 mm it und die Gegenstreifen ebenfalls eine Dicke in dieser GrdBenordnung aufweisen.
- Bs ist nicht notwendig, daß die Streifen 5 genau auf dem Haftband 4 aufliegen. Vielmehr können die Streifen 5 gegenüber dem Haftband 4 auch etwas seitlich verschoben sein und zusammen unter Um ständen auch eine größere Breite als das Haftband 4 aufweisen, um den uebergang zwischen der Verbindungsstelle und dem normalen Teil des Teppichbodens besser auszugleichen.
- Fig. 2 zeigt in vergrößerter Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem als Pilzkopfband ausgebildeten Haftband 4. Dieses Band besitzt ein Grundgewebe 6, von dem senkrecht Polschenkel 7 hochstehen, die an ihren oberen Enden Pilzköpfe 8 tragen. Der Abstand a zwischen den Pilzköpfen 8 und dem Grundgewebe 6 ist möglichst gering und beträgt erfindungsgemäß höchstens etwa 1 mm. Dieser Abstand ist ausreichend, um die Pilzköpfe 8 tief genug in die Maschenware der Streifen 5 eingreifen zu lassen, damit eine rutschfeste Verbindung zwischen dem Haftband 4 und den aufgelegten Teppichbahnen 2 entsteht.
- Andererseits ist die Dicke des Haftbandes mit aufgelegtem Streifen kaum größer als dieser Abstand, d-.h. also kaum größer als 1 mm, so daß sich das Haftband 4 mit den aufgelegten Streifen 5 auf der Oberseite der verlegten Ware nicht abzeichnet kann. In Fig. 1 ist im rechten Teil der Streifen 5 zwar derart dargestellt, daß er auf dem Haftband 4 aufliegt, jedoch trifft dies in der Praxis nicht zu, denn der Steifen 5 wird in das Haftband 4 eingedrtlckt und verschwindet somit zum größten Teil in diesem Haftband.
- Auch ist es möglich, nur eine von zwei aneinanderstoßenden Teppichbahnen 2 mittels eines Pilzkopf-Haftbelagesam Unterboden 1 lösbar zu befestigen, wahrend die benachbarte Teppichbahn mit Hilfe eines Selbstklebebandes am Unterboden angebracht wird.
- Diese in der Zeichnung nicht dargestellte AusfUhrungF form hat den Vorteil, daß sie besonders preis--günstig ist.
Claims (5)
- Patentansprüche:Aus Aus einzelnen lösbar miteinander verbunden verlegten Teppichbahnen oder Teppichplatten bestehender Bodenbelag, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß im Bereich der seitlichen Stoffkanten (3) der einzelnen Teppichbahnen (2) ein flächiger streifenförmiger , gegenüber dem Bodenbelag wesentlich dünnerer Haftbelag (4) vorgesehen ist, der eine wenigstens teilweise mechanisch verhakende lösbare Verbindung zwischen den Teppichbahnen und dem Unterboden (1) herstellt.
- 2.) Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine dem mechanisch verhakend wirkenden lösbaren Haftbelag (4) gegenUberliegende und mit demselben zusammenwirkende Auflage (5) vorgesehen ist.
- 3.) Bodenbelag nach-Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Haftbelag (4) ein bekanntes Pilzkopfband ist, dessen Köpfe oder Widerhaken maximal etwa 1 mm über sein Grundgewebe hochs;tehen und in eine als Gegenbelag dienende Maschenschicht (5) eingreifen.
- 4.) Bodenbelag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschenschicht (5) eine streifenförmige Auflage aus Wirkware ist.
- 5.) Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei benachbarten Teppichbahnen (2) die eine über ein mechanisch verhakend wirkendes lösbares Haftband (4) und die andere über ein Klebeband mit dem Unterboden verbunden ist.Leerseite
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