DE2200421A1 - Verfahren zum elektrostatischen Drucken - Google Patents
Verfahren zum elektrostatischen DruckenInfo
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Description
. -ROX CORPORAIIOJT ^9I I.1Q. F. Y'slcton
Xerox Square DIpI.lnfl.H.¥?εΐοί:πιεn::.Oipl.Pi^3-Dr.Λ.Fincke
Rochester, N.Y. ,14603 Dipl. Ing. F.A. Wßiclin^nn, Dipl.Cham.B. Huber *·.
T. St. A. 8 München 27, Mölilstr. 22
Verfahren zum elektrostatischen Drucken
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abbildungssystem,
insbesondere ein Verdopplungssystem unter Verwendung einer Relief-Druckvorrichtung.
Das Relief- oder typographische Drucken ist eine Kontaktform des Drückens, wobei die Bildbezirke der Druckplatte gegenüber
der flachen Bezugsfläche der Platte erhaben sind. Eine Farbrolle, die mit einer üblichen Druckfarbe überzogen ist, wird über die
Ob-erflache der Relief-Druckplatte geleitet. Infolge der erhabenen
Relief-Natur der Bildteilchen, kommt die Druckfarbe nur mit der erhabenen Oberfläche in Kontakt, wobei die Farbe nur
in den Bildbezirken niedergeschlagen wird» Die Farbe wird dann im allgemeinen durch Druck auf ein Kopierblatt übertragen. Diese
Art des Drückens wird als Buchdruck bezeichnet.
Der Buchdruck ist zwar die klassischste und am weitesten verbreitete Form des Drückens, jedoch ist sie nicht ohne Nachteile.
Druckt man von einem Relief-Bildbezirk, so benötigt man im allgemeinen sehr hohe Drucke und man braucht eine gleichförmige
Applikation der Farbe auf die Druckoberflächen. In der Praxis führen die verwendeten hohen Drucke zu einer Erscheinung an den
Ecken der Schriftzeichen, die man üblicherweise als "Farbspritzer"
bezeichnet. Wenn die Druckbezirke sehr klein sind, so ist der benötigte Druck außerdem sehr gering; sind die Druckbezirke groß,
dann benötigt man hohen Druck. Diese Druckdifferenz erfordert ein hohes Maß an Anfangskontrollen des Verfahrens. Ein weiterer
Nachteil des Buchdrucks besteht darin, daß die üblicherweise verwendeten Farben viscoelastisch sind und einen beträchtlichen
Zug auf,das Kopierpapier ausüben, wenn das Papier von der Druckplatte
weggezogen wird. Hierdurch v/erden die Anforderungen an die Oberflächenstärke des Kopierpapiers sehr streng. Außerdem ist
bei flüssigen Farben die Verträglichkeit der üblichen absorbierenden Materialien ein kontrollierender Faktor hinsichtlich der
Henp;ü der übertragenen B'arbe. Zur Vermeidung einiger dieser
Schwierigkeiten wurde eine Form des Drückens eingeführt, welche
aln trockener Offsetdruck bekannt ist und zur Übertragung dea
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Bildes von der Platte auf das endgültige Kopierblatt einer« dazwischen
befindlichen Gummi-bedeckten Zylinder benutzt. Jedoch ist auch dieses Verfahren nicht ohne Nachteile, indem es die
Verwendung einer Zwischenoberfläche erfordert, wodurch die Zahl der durchzuführenden Biidübertragungen vermehrt wird, was inhürent
su einer Minderung der' Bildqualität und zu einer Steigerung der
Maschinen- und Verfahren-Komplexität führt.
Es wurde ein Druckverfahren vorgeschlagen, bei dem flüssige
Farbe selektiv auf die Druckoberfläche aufgebracht wird; hierzu verwendet man elektrostatische Kraftlinien, worauf die Farbe
von der Druckoberfläche auf das den Druck empfangende Material bzw. Kopierblatt übertragen wird. Infolge der Art der verxvendeten
Materialien hat sich jedoch dieses Verfahren als sehr beschränkt erwiesen. Die Druckfarben werden durch Induktion geladen; sobald
die Farbtröpfchen außerhalb des Kraftfeldes sind, halten sie die Ladung nicht mehr zurück. Ferner ist die Oberflächenspannung der
Farbe im allgemeinen größer als jede geeignete bzw. brauchbare
elektrostatische Kraft. Hieraus ergibt sich, daß im allgemeinen dia Übertragung der Farbe nur bei Kontakt möglich ist. Außerdem
müssen spezielle Schritte unternommen werden, um die selektive Entwicklung der Druckeberfläche zu kontrollieren.
Bei cjinem weiteren Versuch zur Eliminierung der beixT. Buchdruck
auftretenden Probleme wurde ein System vorgeschlagen, wonach die Relief-Druckoberfläche unter Ersatz der üblicherweise benutzten
Druckfarben durch trockene Pulver entwickelt wird. Jedoch tritt bei Verwendung dieses Systems ein merklicher Verlust der
Eckenschärfe auf, wenn man entwickelt und von der Buchdruckplatte überträgt.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Entwicklung eines Abbildungssystemes, welches die obigen Nachteile vermeidet. Ss
handelt sich um ein neues Verfahren zur Abbildung von einer Relief-Druckplatte sowie zur Entwicklung einer leitfähigen Druckvorrichtung.
Gegenstand der Erfindung ist ein im wesentlichen trockenes Druckvorfahren sowie ein praktisch druckloses Abbildungssystem
unter Verwendung einer leitfähigen Ttelief-Druckplatto.
Das neue Relief-Drucksystem verwendet die erwünschten Eigenschaften
eines niedrigen Reliefs und benötigt keine zusätzlichen Vorfahronuschri-tto.
Das erfindungsgemäße Keliof-Druckvorfahren arbeitet niio
209829/07S.1
trockenen Pulvern, wobei die Eckenschärfe der erhaltenen Abbildungen
wesentlich verbessert ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht ganz allgemein darin, daß man die Druckoberfläche eines leitfähigen Relief-Drucksubstrats
nahe an die Oberfläche eines elektrisch resistenten Films (oder Schicht) bring·*-, so daß der Film mit der Oberfläche der
Relief-Bezirke der leitfähigen Platte in Kontakt kommt und die
vertieften Bezirke überspannt. Eine elektrostatische Ladung wird auf die Oberfläche des Films gebracht, der einen hohen spezifischen
Widerstand hat, so daß ein gleichmäßiges Potential auf der Filmoberfläche entsteht. Die mit den leitfähigen Relief-Oberflächen
in Kontakt stehenden Bezirke werden schnell entladen, während die nicht direkt mit der Oberfläche in Kontakt
stehenden Bezirke ihre Ladung und ihr hohes Potential zurückbehalten. Die erhaltenen Felder können dann xerographisch entwickelt
werden, wobei man elektroskopische Markierteilchen ("toner") unter Verwendung der üblichen elektrostatischen
Entwicklungstechnik benutzt. Das auf diese Weise entwickelte Bild wird dann auf die Oberfläche eines endgültigen Empfänger™
Substrats übertragen und der Prozeß solange wiederholt, bis die gewünschte Anzahl Kopien hergestellt ist.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung hat es sich herausgestellt,
daß bei innigem molekularem Kontakt des elektrisch widerstandsfähigen Materials mit den Relief-Oberflächen eines
leitfähigen Substrats eine selektive Entladung stattfindet, wenn die Widerstandsoberfläche einer elektrostatischen Ladung
ausgesetzt wird, so daß ein latentes elektrostatisches Bild auf der zusammengesetzten Vorrichtung entsteht. Das Potential
(V) , welches auf einen Film des spezifischen Widerstandes Cß)
aufgebracht wird, nimmt mit der Zeit (t) abs und zwar gemäß
folgender Gleichung
V = V0 e-^RO
hierbei ist VQ die Anfangsspannung bei t = O,
R der spezifische Widerstand und C die Kapazität des Films.
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Die Zeitkonstante der Entladung (τ) ist definiert als 7" = RC und dieses Produkt wird wie folgt ausgedrückt
T= Kp 0.885 x 10""1^
hierbei ist K die Dielektrizitätskonstante und ρ die Volumen-Widerstandsfähigkeit.
In der Praxis ist T" bei den entladenen Bildbezirken langer
als die Ladungszeit, aber geringer als die Zeit zwischen Ladung
und Entwicklung. Hierdurch wird ermöglicht, daß man ein gleichmäßiges Potential aufbringen kann und daß die in Kontakt mit
den erhabenen leitfähigen Oberflächen stehenden Bezirke selektiv entladen v/erden. Das resultierende latente Bild kann mit üblichen
elektroskopischen "toner"-Teilchen sichtbar gemacht werden* Das neue System eignet sich zum Bilden und Entwickln von Abbildungen,
sowohl in den die Ladung zurückhaltenden als auch irden entladenen Bezirken der Widerstandsschicht; hierzu muß man
nur die geeignete Polarität der aufgebrachten elektrostatischen
Ladung im Verhältnis zur Polarität der Ladung auf den elektroskopischen "toner"-Teilchen auswählen.
Die Erfindung soll nun anhand der Abbildung erläutert werden: diese stellt ein Querschnittsdiagramm einer Abbildungsvorrichtungunter
Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens dar.
In der Abbildung ist eine Relief-Druckvorrichtung 1 gezeigt, welche aus einem leitfähigen Substrat von erhabenen Relief-Bezirken
2 und vertieften Bezirken 3 besieht. Über der Oberfläche icr Relief-Bezirke 2 der Druckvorrichtung 1 liegt eine elektrisch
viderntandsfähige bzw. dielektrische Schicht des Materials 4-,
voiche die vertieften Bezirke 3 überspannt und in innigem Kon-
:u.ct mit den entsprechenden Relief-Oberflächenbezirken steht.
...:e der Relief-Druckvorrichtung 1 befindet sich eine Entwicklungo-■:.
T!h?it 11, die in der Abbildung als Cascade-Entwickler geseilt ist
'leser enthält einen Pulverbehälter 12, der einen Vorrat des > r.twicklermaterials 13 enthält. Der Entwickler wird vom Boden
cir:- Behälters auf genommen und "cascadiert" über die Oberfläche
der Druckvorrichtung 1 mittels einer Reihe von Eimern \LV an
einen transportband 15. Diese Entwicklunnsmethode ist in den
US-Patonten 2,613,551 und 2,618,552 näher bcschriebon.
2 0 9 8 ? 9 / η 7 S 3
c L »C. UU4£ I
Wenn die Relief-Druckvorrichtung 1 in Pfeilrichtung rotiert,
wird durch die Gorona-Einheit 19 ein gleichförmiges Potential
auf die Oberfläche der kontrollierten Widerstandsschicht 4 aufgebracht.
Es entsteht sofort ein latentes elektrostatisches Bild, welches den vertieften Bezirken des leitfähigen Substrats entspricht.
Die das elektrostatische Bild tragende Oberfläche das dielektrischen Films 4 wird in Kontakt mit dem Entwickler 1;) gebracht.
Die "toner"-Teilchen des Entwicklers werden auf die Oberfläche der Relief-Vorrichtung gezogen, und zwar entsprechend dem
Ladungsunterschied, welcher durch die selektive Entladung nach der oben beschriebenen Ladungsstufe entsteht«, Entspricht das su
entwickelnde Bild den vertieften bzw. die Ladung zurückhaltenden
Bezirken der Vorrichtung, so tragen die "toner"-Teilchen der Entwickler-Komposition eine Ladung entgegengesetzter Polarität
zur Ladung des latenten Bildes. Entspricht das su entwickelnde Bild bzw. die entladenen Bezirke den erhabenen Teilen der Relief-Druckvorrichtung
(wie in der Abbildung), so haben die "toner"-Teilchen
die gleiche Polarität wie das elektrostatische latente Bild.
Die "toner"-Teilchen, welche nun auf dem latenten elektrostatischen
Bild der Oberfläche der dielektrischen Schicht haften, werden nun· in Kontakt mit einem Eopiergewebs 31 gebracht, welches
von einer Vorratsrolle 51 geliefert, über eine Führungsrolle 32
geleitet und durch eine leitfähige Übertragungsrolle 33 9 die
über eine Energiequelle 41 mit der Druckvorrichtung 1 verbunden
ist, in innigen Kontakt mit der Oberfläche der dielektrischen Schicht gebracht wird» Die "toner"-Teilchen werden im Bildmusterauf
die Oberfläche des Kopiergewebes 31 übertragen9 und zwar entsprechend
einem elektrischen FeId3 welches zwischen der !erbfähigen.
Übertragungsrolle 33 und dem leitfähigen Substrat der Relief«Druckvorrichtung
1 bestehtc, Das Potentials welches durch Sie Energiequelle
41 auf die Übertragungsrolle aufgebracht wird, hat eine entgegengesetzte Polarität zu den beladenen !ltoner"-Teilcheii
und ist ausreichend hoch, so daß es die Anziehungskräfte der Relief-Vorrichtung überwindet und die übertragung der "toner"=
Teilchen auf das Kopiergewebe stattfinden kanru Nachdem das
übertragene "toner"-3ild über die Übertragungsrolle 33 geleitet v/urde, v/ird es durch eine zweite Führungsrolle 54 zu einer Fixierstation
geführt, welche in der vorliegenden Abbildung als" Hitze-Fixierungßeinheit
45 dargestellt ist. Das Kopiergewebe, welches
zofgx* /07-5-9
das fixierte Bild trägt, wird dann durch die Rolle 47 zur Aufnahmerolle
52 gelenkt, wo es wieder aufgewickelt wird. Die Bildübertragung
ist hier so dargestellt, daß sie unter Verwendung
einer leitfähigen Rolle durchgeführt wird; jedoch kann man .jede andere geeignete Technik benutzen, z.B. unter Verwendung einer
Corona-Vorrichtung, wie in der Einheit 19. Bei der Entwicklung beladener Bezirke vorwendet man eine Corona-Übertragungsstufe,
wodurch die Oberfläche der Druckvorrichtung auf das geeignete potential und die richtige Polarität infolge Luft-Ionisation
wiederbeladen wird; hierdurch entfällt die Notwendigkeit der Wifderbeladung der Oberfläche durch die Sinneit 19.
Die Druckoberfläche der dielektrischen Schicht auf der Relief-Vorrichtung läuft weiter, so daß der Zyklus wiederholt
wird; wenn das letzte Bild hergestellt ist, wird eine Reinigungsbürste 61 mit der Oberfläche der dielektrischen Schicht in Kontakt
gebracht, wodurch alles restliche "toner"-Material auf der
Filmoberfläche entfernt wird, so daß man das Original zur
Lagerung und späteren Verwendung fertig hat. Ein Antrieb 62 sorgt für die Rotation der Druckvorrichtung des Systems.
Die erfindungsgemäß verwendete leitfähige Relief-Vorrichtung
kann eine zylindrische Gestalt haben, wie es in der Abbildung gezeigt ist; sie kann aber auch die Form einer flachen Druckplatte
haben. Der Höhenunterschied zwischen den vertieften und erhabenen Bezirken liegt bei etwa 0,5-5 · 2,5 · IO ^ cm. Diese
Höhe kann offensichtlich variieren und solche Hohen erreichen, die mit den bei üblichen Reiief-Druckvorrichtungen verwendeten
vergleichbar sind, z.B. et v/a 15-40 · 2,5 · 10 " cm. Für optimale
Verfahrensbedingungen und zur Erreichung der erfindungsgemäßen Verbesserungen arbeitet man aber zweckmäßig mit einem möglichst
kleinen Relief. Gewünschtenfalls kann die Relief-Vorrichtung durch eine Gravur-Druckvorrichtung ersetzt v/erden, wie es in
den folgenden Beispielen näher beschrieben ist. Das Relief-(oder Gravur-)-Substrat ist - wie bereits erwähnt - aus einem
leitfähigen Material, wie Aluminium, Messing, Stahl, Kupfer, Nickel, Zink, sowie Legierungen derselben. Sein spezifischer
Widerstand ist geringer als der des dielektrischen oder Isoliermaterials,
welches fest auf der Oberfläche haftet, so daß es
als Erde wirkt, wenn Ladung aufgebracht wird. Das Potential
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welches auf die dielektrische Schicht über dem leitfähigen Relief-Substrat aufgebracht wird, ist zwar nicht kritisch:
im allgemeinen liegt es im Bereich von etwa 5OO-1OOO Volt.
Das dielektrische oder elektrisch widerstandsfähige Material, welches auf der Oberfläche des leitfähigen Relief-Substrats haftet,
kann aus ,jedem geeigneten Material bestehen, welches einen spezi-
" q lh.
fischen Widerstand von etwa ICr bis 10 Ohm-cm hat. Typische
Materialien sind Polyvinylfluorid (Tedlar), Polypropylen, Polyvinylchlorid,
Polyvinylidenchlorid, und mit geeigneten Zusätzen versehenes Polystyrol, Polytetrafluorathyien, Polyäthylenterephthalat,
und ähnliche Materialien. Aus praktischen Gründen und zwecks scharfer Bildreproduktion beträgt die Dicke des dielektrischen
Materials im allgemeinen etwa O925-2 .225° 10"-' cm?
die besten Resultate erhält man bei Verwendung einer Dicke von etwa 0,5 · 2,5 · 10"^ cm.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist zwar in Verbindung mit der Cascade-Entwicklung beschrieben worden, welche in den US-Patenten
2,618,551 und 2,618,552 näher beschrieben ist; jedoch kann man auch andere geeignete Entwicklungsmethoden verwenden,
wie die Pulverwolken-Entwicklung gemäß US-Patent 2,725,305
und 2,918,910, ferner die magnetische Bürsten-Entwicklung gemäß US-Patent 2,791,94-9 und J,015,305ο Für feste Bezirke kann man
die magnetische Bürsten-Entwicklung oder die Cascade-Entwickluug
mit kleinen Träger-Perlen und einer Entwicklungselektrode benutzen,
Es ist jedes geeignete "toner"- oder Entwickler-Material brauchbar, vgl. z.B. US-Patent 2,788,288, 3,079,342 und Reissue
Nr. 25,136« Der "toner" besteht im allgemeinen aus Harzmaterials
welches nach der Fixierung die erforderlichen Eigenschaften zu
Gewinnung eines dauerhaften Druckes hat. Typische Entwickler— Pulver sind Styrol-Polymere, einschließlich substituierter
Styrole, wie die Piccolastic-Harze (Fa. Pennsylvania Industrial
Chemical Corporation), Phenol-Formaldehyd-Harze und ähnliche Materialien.
Als Kopier- oder Übertragungs-Gewebe zur Aufnahme des entwickelten
Bildes von der Druckvorrichtung kann man jedes ε^ν'Λο.ν.ϊ'ν
und geeignete Material verwenden. Das tJbertragungsmaterial ist .Uj
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allgemeinen ein Isolator. Typische Materialien sind Polyethylen,
Polypropylen, Polyäthylen-terephthalat, Polyvinylchlorid, gewöhnliches
Leimpapier, und Polyvinylfluorid.
Der Fixierungsmechanismus ist in der Abbildung als Hitzefixierungseinheit
gezeigt; jedoch kann man jede geeignete Technik verwenden, .wie die Dampfverschmelzung, die Behandlung des entwickelten
Bildes mit einer regulierten Hitzemenge (wie gezeigt), das Aufbringen oder Aufsprühen eines adhäsiven Films auf das
"toner"-Bild oder die Beschichtung der Oberfläche des übertragenen
Bildes mit Plastik-Material.
Will man die Bezirke, welche zuerst mit Luft gefüllt sind, mit einem dielektrischen oder isolierenden nicht-elastiochen
Material füllen, um zu verhindern, daß der elektrisch widerstandsfähige Film mit der leitfähigen Relief-Vorrichtung in den vertieften
Nicht-Bildbezirken in Kontakt kommt, so kann man eine Schicht aus einem Material verwenden, wie z.B. ein Tedlar-Blatt, welches ηit
einer Schicht aus nicht-elastischen cellularen Schaumteilchen überzogen ist. Die Zellendurchmesser liegen im Bereich von et v/a
25-I25 Mikron, das Material besteht z.B. aus Polyurethan- oder
Polyäthylen-Schäumen. Die Relief-Vorrichtung drückt die Schaumschicht selektiv zusammen, so daß sie die vertieften Bezirke
füllt und den spezifischen Widerstand des Tedlar-Blatts in den zusammengepreßten Teilen erniedrigt. Die Schaumschicht kann in
einer Dicke überzogen sein, die der Höhendifferenz zwischen den
erhabenen und vertieften Bezirken entspricht oder im Anfang gx^ößer ist. Die leitfähige Relief-Vorrichtung kann entfernt und
iT.:rch einen metallischen Überzug ersetzt werden, der z.B. durch
Aufstreichen oder Plattieren aufgebracht wird, so daß man eine
verwendbare Vorrichtung erhält. In diesem Fall braucht die ursprüngliche
Relief-Platte nicht leitfähig zu sein und kann aus -riem nicht-leitfähigen Polymeren-Material bestehen. Auf diese
! :ice kann man viele Druck-Originale aus einer Original-Platte
'■erstellen.
In den folgenden Beispielen ist die Erfindung näher <;;>.\l;-utert:
o.-;.«; }?riindi:nr soll jecOsh nicht hier:ur~ 0 er. ca rankt werden. Sofern
nichr; ander,- angegeben, beziehen sich die Teile und
auf das Gev/.icht.
209879/075."
Beispiel 1
Ein Polyvinylfluorid-Blatt (Tedlar) von 2,5 · 10 J cm Dicke
wird adhäsiv mit den erhabenen OberfLächen eines Teils einer
Buchdruck-Type aus Stahl fixiert, welche "ein Relief von etwa
1V · 2,5 ' 1O"·5 cm hat. Das Polyvinylfluorid hat einen spezifischen
1?
V/iderstand von et v/a 10 Ohm-cm. Die Tedlar-Oberf lache wird mit einem positiven Potential von etwa 600 Volt beladen. Die mit der leitfähigen Oberfläche in Kontakt stehenden Bezirke werden schnell entladen. Nun wird ein xerographischei1 Entwickler, der aus Träger-Perlen von Harz-überzogenem Glas sowie positiv be~ ladenen "toner"-Teilchen aus Polystyrol besteht, über die beladene dielektrische Oberfläche "cascadiert", wobei die den erhabenen bzv/. entladenen Teilen der Type entsprechenden Bezirke entwickelt v/erden. Die mit Pulver versehene Typen-Oberfläche v/ird nun mit einem Empfänger-Papierblatt in Kontakt gebracht, worauf man den Papierträger mit einem im Verhältnis zur Basis-Metalltype negativen Potential von et v/a 1000 Volt versieht. Die "toner"-Teilchen werden von der Type auf die Oberfläche des Empfänger-Papierblatts in einem Bildmuster entsprechend den erhabenen Teilen der Type übertragene
V/iderstand von et v/a 10 Ohm-cm. Die Tedlar-Oberf lache wird mit einem positiven Potential von etwa 600 Volt beladen. Die mit der leitfähigen Oberfläche in Kontakt stehenden Bezirke werden schnell entladen. Nun wird ein xerographischei1 Entwickler, der aus Träger-Perlen von Harz-überzogenem Glas sowie positiv be~ ladenen "toner"-Teilchen aus Polystyrol besteht, über die beladene dielektrische Oberfläche "cascadiert", wobei die den erhabenen bzv/. entladenen Teilen der Type entsprechenden Bezirke entwickelt v/erden. Die mit Pulver versehene Typen-Oberfläche v/ird nun mit einem Empfänger-Papierblatt in Kontakt gebracht, worauf man den Papierträger mit einem im Verhältnis zur Basis-Metalltype negativen Potential von et v/a 1000 Volt versieht. Die "toner"-Teilchen werden von der Type auf die Oberfläche des Empfänger-Papierblatts in einem Bildmuster entsprechend den erhabenen Teilen der Type übertragene
Das Verfahren des Beispiels 1 wird wiederholt, wobei man
jedoch das Tedlar durch mit Zusätzen versehenes Polyethylenterephthalat (Mylar) ersetzt« Es werden ähnliche Ergebnisse erhalten»
Das Mylar hat einen spezifischen Widerstand von etwa 1O10 Ohm-cm.
i s ρ i e 1 3
Das Verfahren des Beispiels 1 v/ird wiederholt, jedoch hat
die Helief-Type ein Relief von etwa 2 « 2 „5 ° 10~* crao Es werden
ähnliche Ergebnisse wie in den Beispielen 1 und 2 erhalten,,
209829/075 3
-ίο- 220042
Beispiel 4
Die Bildzellen einer leitfähigen Gravur-Vorrichtung· werden
mit Polyurethan-Schaumteilchen (Teilchendurchmesser etwa 50 Mikron,)
gefüllt. Ein Tedlar-Blatt von 2,5 '10"^ cm Dicke v/ird auf die
Oberfläche des Gravur-Originals fixiert, wobei dia Bildzellen
--5
etwa 5 · 2,5 · IO cm tief sind. Die Oberfläche des Tedlar-Blatts v/ird mit einem positiver, Potential von etwa 550 Volt beladen. Die mit der leitfähigen Oberfläche in Kontakt stehenden Bezirke werden schnell entladen, so daß ein latentes elektrostatisches Bild entsteht. Eine xerographische "toner"-Komposition mit negativ beladenen "toner"-Teilchen wird über die Bildoberfläche "cascadiert", so daß die den Bild-Gravurzellen entsprechenden Bezirke entwickelt werden. Die Bildoberfläche wird dann mit einem Empfänger-Papierblatt in Kontakt gebracht, 'vorauf man das Papierblatt mit einem gegenüber der Basis-Metall-Gi^avurvorrichtung positiven Potential von et v/a 1000 Volt versieht. Die "toner"-Teilchen v/erden in der Bild-Konfiguration auf die Oberfläche des Papierblattes übertragen.
etwa 5 · 2,5 · IO cm tief sind. Die Oberfläche des Tedlar-Blatts v/ird mit einem positiver, Potential von etwa 550 Volt beladen. Die mit der leitfähigen Oberfläche in Kontakt stehenden Bezirke werden schnell entladen, so daß ein latentes elektrostatisches Bild entsteht. Eine xerographische "toner"-Komposition mit negativ beladenen "toner"-Teilchen wird über die Bildoberfläche "cascadiert", so daß die den Bild-Gravurzellen entsprechenden Bezirke entwickelt werden. Die Bildoberfläche wird dann mit einem Empfänger-Papierblatt in Kontakt gebracht, 'vorauf man das Papierblatt mit einem gegenüber der Basis-Metall-Gi^avurvorrichtung positiven Potential von et v/a 1000 Volt versieht. Die "toner"-Teilchen v/erden in der Bild-Konfiguration auf die Oberfläche des Papierblattes übertragen.
Die vorliegenden Beispiele zeigen zwar spezielle Reaktionsbedingungen und Materialien; Jedoch kann nan auch andere geeignete
typische Materialien mit ähnlichen Erfolgen verwenden. Außer den für das erfindungsgemäße Verfahren notwendigen Schritten können
gewünschtenfalls auch andere Schritte oder Modifikationen verwendet
werden. Der Aufbau der Druckvorrichtung erfolgt durch eine Reihe bekannter Techniken, die durch den Fachmann entsprechend
angepaßt werden können. Außer den erfindungsgemäß notwendigen Materialien kann man auch andere Materialien verwenden,
welche die Eigenschaften des Systems verbessern, synergistisch oder sonst zweckmäßig beeinflussen. So kann man z.B.
das Luftloch, welches als Bereich der Ladungsunterschiede fungiert, durch andere nicht-leitfähige Materialien ersetzen,
wie Gelatine, elektrophotographische "toner", Wachs etc.
Dem Fachmann v/erden beim Lesen der vorliegenden Beschreibung
andere Modifikationen einfallen, die unter den Schutzumfang der Erfindung fallen sollen.
209829/0753
Claims (1)
- PatentansprücherIy Verfahren zum elektrostatischen Drucken, dadurch gekennzeichnet·, daß man(a) eine Druckvorrichtung herstellt, welche aus einem leitfähigen Substrat mit erhabenen und vertieften Bezirken aus demselben Material sowie einer Schicht aus elektrisch widerstandsfähigem Material besteht, welche fest mit der Oberfläche der erhabenen Teile verbunden ist,(b) die Oberfläche dieser Vorrichtung mit einem gleichmäßigen Potential einer elektrostatischen Ladung versieht, so daß entladene Teile und Teile, welche die Ladung zurückhalten, entstehen, wobei die letzteren den vertieften Teilen des leitfähigen Substrats entsprechen,(c) auf die Oberfläche der Bildvorrichtung eine Entwickler-Zompositioii aufbringt, so daß darauf ein sichtbares Bild entsteht ,(d) die entwickelte Druckvorrichtung mit der Oberfläche eines Übertragungsblattes in Kontakt bringt, und(e) ein elektrostatisches Feld, anlegt, so daß die Entwickler-Teilchen im Bildrauster auf das Blatt übertragen werden.2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Höhenunterschied zwischen den erhabenen und vertieften Teilen des leitfähigen Substrats etwa 1-5 · 2,5 · 10 ^ cm beträgt.3· Verfahren gemäß Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierschicht einen spezifischen Widerstand von etvm 1O9 bis 101^ Ohm-cm hat.Verfahren gemäß Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnetIsc
2,5 · 10"° cm hat.daß das Isoliermaterial eine Dicke von mindestens etwa 092;"5» Verfahren gemäß Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufen (b) bis (e) mindestens einmal wiederholt6. · Verfahren genäi5 Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß das entwickelte sichtbare Bild den entladenen Teilen der-209829/Π 751Druckvorrichtung entspricht.7. Verfahren gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als leitfähige Druckvorrichtung eine Buchdruck-Platte verwendet·8. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die vertieften Bezirke der Druckvorrichtung vorher mit einem zusammenpreßbaren nicht-elastischen Schaummaterial gefüllt sind.9. Verfahren gemäß Ansprüchen 1-5» dadurch gekennzeichnet, daii das entwickelte sichtbare Bild den die Ladung zurückhaltenden Teilen der Druckvorrichtung entspricht.10* Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die leitfähige Druckvorrichtung eine Gravur-Druckplatte ist.209829/0753
Applications Claiming Priority (1)
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