DE221959C - - Google Patents
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- DE221959C DE221959C DENDAT221959D DE221959DA DE221959C DE 221959 C DE221959 C DE 221959C DE NDAT221959 D DENDAT221959 D DE NDAT221959D DE 221959D A DE221959D A DE 221959DA DE 221959 C DE221959 C DE 221959C
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-
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- G01—MEASURING; TESTING
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- G01V1/02—Generating seismic energy
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 221959 KLASSE 74 d. GRUPPE
in OTTAWA, Canada.
Signalvorrichtung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. November 1908 ab. Längste Dauer: 13.JuIi 1922.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der Signalvorrichtung nach dem Patent
209678.
Der Zweck der Erfindung ist, eine Signalvorrichtung zu schaffen, deren Signale deutlicher
und in einer größeren Entfernung als die durch die Vorrichtung gemäß des Hauptpatentes hervorgebrachten
Signale gehört werden können. Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei
welchen die Signale durch periodisch wiederkehrende Explosion hervorgebracht werden
und bei welchen in den Weg der Explosionsprodukte eine einen Ton hervorbringende Vorrichtung,
beispielsweise eine Pfeife, eingeschaltet ist. Bei diesen Vorrichtungen sind jedoch
zwischen der Explosionskammer und der Signalpfeife Ventile eingeschaltet, so daß kein lautes
langandauerndes Signal hervorgebracht werden kann.
Von diesen bekannten Einrichtungen unterscheidet sich die neue Signalvorrichtung da-,
durch, daß die Explosionsprodukte ohne Zwischenschaltung eines Ventils unmittelbar durch
die den Ton hervorbringende Vorrichtung gehen, so daß durch das bei der Explosion auftretende
Geräusch ein lautes, lang andauerndes Signal erzielt wird.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulichen beispielsweise die
Zeichnungen.
. Fig. ι zeigt die Signalvorrichtung in Verbindung
mit einer Leuchtboje. Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt durch die Entzündungsvorrichtung.
Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1. Fig. 4 ist ein Vertikalschnitt
durch die Einlaßleitung der Explosionskammer. Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3
der Fig. 4.
Es wird zunächst bemerkt,, daß die Signalvorrichtung gemäß der Erfindung nicht allein
in Verbindung mit Leuchtbojen sondern auch an irgend einem anderen Ort auf dem Land oder
auf der See und selbst auch für unterseeische Signale verwendet werden kann.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist auf dem Kopf A der Leuchtboje in bekannter
Weise ein Gestell B angeordnet, welches das Leuchtfeuer C trägt, das durch auf der Boje
hergestelltes oder von derselben mitgeführtes Gas gespeist wird.
Die Explosionskammer D wird von dem Gestell B getragen und der Rauminhalt der Explosionskammer
ist durch Verlängerung der Kammer wesentlich vergrößert. Um an Raum zu sparen, erhält die Explosionskammer eine
spiralförmige Form. Die Explosionskammer wird durch mehrere Rohrabschnitte 10, 11,
12, 13 und 14 gebildet, welche durch Knierohre
15, 16, 17 und 18 miteinander verbunden sind.
Das Einlaß ende der Explosionskammer wird an die Gaszuführungsleitung angeschlossen.
An die Explosionskammer ist ein konisches
Glied 19 angeschlossen, das mit einem röhrenförmigen
Gehäuse 20 verbunden ist, in welchem die Einlaßdüse 21 angeordnet ist. Dieser Einlaßdüse
wird der Explosionsstoff durch ein Rohr 22 zugeführt. Wie in dem Hauptpatent ausgeführt
ist, wird eine Zurückzündung des Gases durch absatzweise Zuführung des Gases verhindert,
was durch eine geeignete Vorrichtung K, ähnlich wie bei der Einrichtung gemäß dem Haupt-'
patent, erfolgt.
Das Gehäuse 22 ist an der Einströmungsstelle der Düse 21 mit einer Reihe Öffnungen 23 versehen,
durch welche bei der Gaseinströmung Luft zwecks Bildung einer explosiblen Mischung
eingesaugt wird.
Um die Kraft der Explosion auf die Hervprbringung des Signales zu konzentrieren und
einen Rückwärtsdruck in das Gaszuführungsrohr zu verhindern, ist oberhalb der Einströmungsdüse
in dem Gehäuse 20 ein Absperrventil E vorgesehen. Dieses Ventil kann
irgendeine beliebige Form haben. Das dargestellte Ventil besteht aus einer Ventilscheibe
24, deren Sitz 25 an der Seite des Gehäuses befestigt ist und welche mit.einem Stiel 26 versehen
ist. Der Stiel 26 erstreckt sich in eine Röhre 27, welche durch ein an der Unterseite
des Ventilsitzes vorgesehenes'Gerippe .28 getragen wird. Eine innerhalb des Rohres 27 angebrachte
Feder 29 drückt das Absperrventil für gewöhnlich nach auswärts. Die.Auswärtsbewegung
des Ventils wird durch eine sich quer durch das Gehäuse erstreckende Stange 30 begrenzt.
Unter gewöhnlichen Verhältnissen kann das Gas durch das Ventil hindurchströmen. Sowie
jedoch eine Explosion in der Kammer D stattfindet, so verursacht der Druck auf die Scheibe
24 ein Schließen des Ventils, so daß ein Entweichen der Verbrennungsprodukte in das Zuführungsrohr
22 und durch die Öffnungen 23 verhindert wird.
Um einen langandauernden Ton hervorzubringen, wird auf den Weg der ausströmenden
Verbrennungsprodukte eine hörbare Signale hervorbringende Vorrichtung derart eingefügt,
daß die Explosionsprodukte ohne Zwischenschaltung eines Ventils unmittelbar durch die
den Ton hervorbringende Vorrichtung gehen.
Gemäß der dargestellten Ausführungsform ist mit der Explosionskammer unter Vermittlung
einer Leitung G eine Pfeife F in Verbindung gebracht.
. Zur Entzündung der explosiblen Mischung, wenn die Explosionskammer vollständig angefüllt ist, dient ein Brenner H, welcher zu diesem Zweck mit der Explosionskammer in Verbindung steht. Bei der dargestellten Ausführungsform verbindet ein Rohr 31 das Gehäuse / des Brenners mit der Leitung G. Der Durchmesser des Durchflußkanales 32 ist ungefähr ι mm groß. Im allgemeinen ist diese kleine Durchmesser genügend, um ein Entweichen der Explosionsprodukte zu verhindern, welches die Tonstärke beeinflussen würde. Es kann jedoch gegebenenfalls auch ein Absperrventil, welches in gleicher Weise wie jenes oberhalb der Gaszufluß öffnung ausgebildet sein kann, in Anwendung kommen, um den Zündkanal 32 unmittelbar nach einer Explosion abzuschließen.
. Zur Entzündung der explosiblen Mischung, wenn die Explosionskammer vollständig angefüllt ist, dient ein Brenner H, welcher zu diesem Zweck mit der Explosionskammer in Verbindung steht. Bei der dargestellten Ausführungsform verbindet ein Rohr 31 das Gehäuse / des Brenners mit der Leitung G. Der Durchmesser des Durchflußkanales 32 ist ungefähr ι mm groß. Im allgemeinen ist diese kleine Durchmesser genügend, um ein Entweichen der Explosionsprodukte zu verhindern, welches die Tonstärke beeinflussen würde. Es kann jedoch gegebenenfalls auch ein Absperrventil, welches in gleicher Weise wie jenes oberhalb der Gaszufluß öffnung ausgebildet sein kann, in Anwendung kommen, um den Zündkanal 32 unmittelbar nach einer Explosion abzuschließen.
Nach erfolgter Explosion und während sich die Explosionskammer wieder füllt, ist es notwendig,
eine gewisse Menge der Verbrennungsprodukte aus der Explosionskammer zu ent-
fernen, und um dies zu erleichtern, ist ein Auslaßrohr 33 vorgesehen. Dieses Rohr 33 besitzt
ein Absperrventil /, welches durch den Explosionsdruck selbsttätig geschlossen wird und
ein Entweichen der Verbrennungsprodukte verhindert, bis der Gasdruck unter jene Größe gefallen
ist, bei welcher er die Pfeife zum Ertönen bringt.
Das dargestellte Absperrventil / besteht aus einer Ventilscheibe 34, deren Stil 35 sich durch
ein Gerippe 36 erstreckt und am Ende mit einem Kopf 37 versehen ist, der die Abwärtsbewegung
der Ventilscheibe begrenzt. Die Ventilscheibe wird für gewöhnlich durch ihre Schwerkraft
außer Berührung mit ihrem Sitz 38 erhalten. go
Die Wirkungsweise dieses Signalapparats ist folgende:
Der Brennstoff, welcher zweckmäßig auf der Boje selbsttätig hergestelltes Azetylengas ist,
wird durch die Vorrichtung K absatzweise durch das Rohr 22 geführt, strömt infolge seiner Ex- .
pansion.aus der Düse 21 aus und saugt eine genügende
Luftmenge durch die öffnungen 23, um ein explosibles Gemisch zu bilden, welches
in die Kammer D strömt und dieselbe allmählieh füllt. Sobald die Kammer vollständig gefüllt
ist, geht ein Teil der Mischung durch den Kanal 32 und wird durch den Brenner. H zur Entzündung
gebracht, wodurch auch der Hauptteil der Mischung in der Kammer D zur Explosion
gebracht wird. Die Explosionskraft schließt sofort die Absperrventile E und / und die Explosionsprodukte
werden unter hohem Druck durch die einen Ton hervorbringende Vorrichtung bzw. durch die Pfeife E hindurchgedrückt.
Durch den Stoß der austretenden Verbrennungs-. produkte wird die Vorrichtung bzw. die Pfeife F
in regelmäßig wiederkehrende Schwingung versetzt und es wird somit unter Benützung der
ganzen Explosionskraft ein höheres Signal von durchdringender Deutlichkeit hervorgebracht,
welches in sehr großer Entfernung von dem Signalapparat gehört werden kann.
Sobald eine genügende Menge der Explosionsprodukte sich aus der Explosionskammer ent- iao
fernt hat, so daß der Druck in dieser sich bis zum Atmosphärendruck vermindert hat, öffnen
sich die Absperrventile und die Verbrennungsprodukte werden durch die eintretende explosible
Mischung durch das Auslaßrohr 33 herausgedrängt.
Es wird bemerkt, daß dieses Ergebnis ohne die Anwendung einer Kompressionsvorrichtung
oder irgendeiner anderen Vorrichtung, welche fortwährend beaufsichtigt werden muß, erzielt
wird. Dieser Apparat kann ganz isoliert stehen,
ίο um längere Zeit selbsttätig im Betrieb zu sein.
Eine Zurückzündung kann durch Zuführung.
der explosiblen Mischung in getrennten Stoßen verhindert werden. Auch das Absperrventil E
trägt zur Verhinderung einer Zurückzündung bei, indem beim Eintritt einer Explosion der
Zuführungskanal für die Mischung selbsttätig abgeschlossen wird. In manchen Fällen kann
dieses Absperrventil zur Verhinderung einer Zurückzündung genügen.
Bei dieser Signalvorrichtung können bei-• spielsweise folgende Maßverhältnisse zweckmäßig
in Anwendung gebracht werden:
Die Explosionskammer kann aus einem Rohr von ungefähr 150 mm lichtem Durchmesser und
von einer Länge von etwa 2x/2 m bestehen. Der
Rauminhalt der Explosionskammer würde dann mit Einschluß der Ventilgehäuse und der anschließenden
Rohrverbindungen ungefähr 46 edm betragen. Dies würde genügen zur Hervorbringung
eines lauten Tones durch eine Pfeife von 100 mm. Bei einem mit den vorstehenden
Maßen ausgeführten Apparat erfolgten Explosionen in Zwischenräumen von 1 Minute, ■
während in dieser Zeit 180 edm Azetylengas entwickelt, wurde. Die Leuchtboje konnte
3 Tonnen Calciumcarbid tragen und konnte ohne Beaufsichtigung 31Z2 Monate in Tätigkeit sein.
Soll ein noch lauterer Ton hervorgebracht werden, so wird eine Boje mit einer Explosionskammer von 200 mm lichtem Durchmesser und
mit einem Rauminhalt von ungefähr 100 edm verwendet, welche mit einer Pfeife von 100 mm
oder 13p mm in Verbindung gebracht wird. Der Apparat mit einer Explosionskammer von
150 mm Durchmesser und mit einer Pfeife von 100 mm kann dreimal so weit gehört werden
als der mit einer Glocke versehene Apparat, gemäß dem Hauptpatent von derselben Größe.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Signalvorrichtung nach Patent 209678, dadurch gekennzeichnet, daß die Explosionskammer unmittelbar, d. h. ohne Zwischenschaltung eines Ventils, mit einer Pfeife oder einer ähnlichen Vorrichtung verbunden ist, zum Zweck, einen lauten, langandauernden Ton zu erzielen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE221959C true DE221959C (de) |
Family
ID=482894
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE221959C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1167705B (de) * | 1961-03-22 | 1964-04-09 | Pintsch Bamag Ag | Schallerzeugungsaggregat |
-
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- DE DENDAT221959D patent/DE221959C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1167705B (de) * | 1961-03-22 | 1964-04-09 | Pintsch Bamag Ag | Schallerzeugungsaggregat |
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