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DE227492C - - Google Patents

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Publication number
DE227492C
DE227492C DENDAT227492D DE227492DA DE227492C DE 227492 C DE227492 C DE 227492C DE NDAT227492 D DENDAT227492 D DE NDAT227492D DE 227492D A DE227492D A DE 227492DA DE 227492 C DE227492 C DE 227492C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tar
benzene
weight
bitumen
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT227492D
Other languages
English (en)
Publication of DE227492C publication Critical patent/DE227492C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/18Working-up tar by extraction with selective solvents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Working-Up Tar And Pitch (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der durch Destillation von Steinkohle gewonnene Teer enthält eine große Menge bitumenhaltiger Stoffe. Wenn man den Teer der bisher üblichen Verarbeitung unterwirft, indem man ihn destilliert, so können nur die verhältnismäßig leicht siedenden Bestandteile unzersetzt erhalten werden, während die bituminösen Stoffe nicht unzersetzt destillieren. Die erhaltenen Destillate besitzen dementspre-
to chend die wertvollen Eigenschaften des Bitumens überhaupt nicht oder nur in sehr geringem Grade. Der größte Teil des bisher im Teer vorhandenen Bitumens bleibt als Pech zurück.
In der deutschen Patentschrift 98278 der Kl. 39 ist ein Verfahren beschrieben zur Isolierung von Bitumen aus bitumenhaltigen Stoffen, wie Teeren, Pech ο. dgl. Aus der Beschreibung geht deutlich hervor, daß die Absicht des Verfahrens die Herstellung von möglichst festen Körpern ist, die als Guttaperchaersatz zu Isolierzwecken dienen sollen. Hieraus folgt, daß bei diesem Verfahren nur Stoffe, wie Pech, Asphalt o. dgl., verarbeitet werden, nicht aber Teer, wenngleich derselbe genannt ist, denn letzterer ist zur Herstellung solcher zähen Körper, die als Guttaperchaersatz dienen können, nicht geeignet.
Im Gegensatz hierzu bezweckt das vorliegende Verfahren die Gewinnung eines möglichst bitumenreichen Öles, welches zur Holzdurchtränkung geeignet ist; hierzu sind die zähen Massen der Patentschrift 98278 nicht brauchbar.
Während das nach dieser Patentschrift erhaltene Produkt selbst bei höheren Temperaturen wegen seiner Zähflüssigkeit beim Versuch, dasselbe in das Holz einzuführen, sofort in den äußersten Schichten erstarrt bzw. die Poren desselben verstopft, lassen sich die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Öle mit Leichtigkeit tief in das Holz einführen. Außerdem ist über die anzuwendenden Mengenverhältnisse in der Patentschrift 98278 nichts angegeben.
Es ist zwar auch schon vorgeschlagen worden, das Bitumen aus Teer mit Lösungsmitteln zu isolieren, jedoch zeigten die bisher verwendeten Lösungsmittel bei der Art und Weise ihrer Anwendung Übelstände insofern, als- entweder große Mengen angewendet werden mußten, die nur unter beträchtlichen Verlusten wiedergewonnen werden konnten und große Kosten verursachten, oder als beim Trennen der Lösung vom Ungelösten Filtrationsschwierigkeiten durch Verstopfen der Tücher usw. entstanden. Man verwendete bisher möglichst hochsiedende Öle oder möglichst große Mengen niedrigsiedender Lösungsmittel (1:40) zur Extraktion (Musspratt 1905, Band VIII, S. 3; Dinglers Polytechnisches Journal, Band 208, S. 336 u. f.).
Das vorliegende Verfahren beruht auf der neuen Beobachtung, daß bei Anwendung niedrigsiedender Lösungsmittel, wie Benzol, bei richtiger Mengenbemessung die schwer lösliehen Bestandteile des Bitumens ohne die obigen Übelstände sich praktisch vollkommen lösen. Die Menge des Benzols bei der Verarbeitung von Steinkohlenteer wird derartig gewählt, daß auf 1 Gewichtsteil Teer höchstens 0,9 Gewichtsteile Benzol angewendet werden. Die Löslichkeit des Bitumens in Benzol er-
gibt sich aus den folgenden, bisher noch nicht bekannt gewordenen Feststellungen:
Angewendete
Menge von
Gewichtsteile Unlösliches:
Gewichtsteilen Benzol:
Teer: Prozent
I 0,9 3,25
I 1,8 4-77
I 2,7 5.O9
I 3,6 6,9
I 4,5 6,7
I 27 6,1
I 36 5,45
Wenn man also auf 1 Gewichtsteil Teer höchstens 0,9 Gewichtsteile Benzol anwendet, so erhält man die an Bitumen reichsten öle des Teers.
Beispiel.
ι Teil Teer wird mit 0,9 Gewichtsteilen Benzol (9oiger Handelsware) unter gelindem Erwärmen verrührt und nach dem Erkalten" filtriert und dekantiert. Aus dem klaren FiI-trat wird das Benzol abdestilliert und so ein klares öl erhalten, das sämtliches Bitumen des angewendeten Teers enthält.
Besonders bemerkenswert ist, daß die Trennung der gelösten Bestandteile von den ungelösten leicht durch Dekantation oder Filtration vorgenommen werden kann, während bei anderer Arbeitsweise und mit anderen Lösungsmitteln die Trennung stets Schwierigkeiten bereitet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung hochbitumenhaltiger Öle aus Steinkohlenteer, dadurch gekennzeichnet, daß man den Teer mit geringen Mengen Benzol, zweckmäßig im Verhältnis von 1 Gewichtsteil Teer zu 0,9 Gewichtsteilen Benzol, verrührt und aus der von dem Rückstand getrennten Lösung das Benzol abdestilliert.
DENDAT227492D Active DE227492C (de)

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Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE227492C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE949570C (de) * 1952-05-13 1956-09-20 Bergbau Ag Ewald Koenig Ludwig Verfahren zur Aufarbeitung von Rohteer
DE1076707B (de) * 1954-04-16 1960-03-03 Koppers Co Inc Verfahren zur kontinuierlichen Abtrennung von C-Teilchen aus Teer

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DE949570C (de) * 1952-05-13 1956-09-20 Bergbau Ag Ewald Koenig Ludwig Verfahren zur Aufarbeitung von Rohteer
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