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DE284045C - - Google Patents

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Publication number
DE284045C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
toluene
residues
ceresin
way
ozokerite
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT284045D
Other languages
English (en)
Publication of DE284045C publication Critical patent/DE284045C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/02Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils
    • C10G73/06Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils with the use of solvents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Gewinnung von Ceresin (Ozokerit) und anderen festen Kohlenwasserstoffen bekannter Art, so auch von Paraffinen aus Mineralölrückständen, und sogenannten Goudrons.
Es ist bekannt, für die gleichen Zwecke Benzin, Essigsäureäthylester oder dessen homologe Ester, Tetrachlorkohlenstoff oder andere Halogensubstitutionsprodukte der gesättigten und ungesättigten Kohlenwasserstoffe anzuwenden, wobei man zweckmäßig unter Zusatz von Essigsäure (Eisessig), - Propionsäure, Buttersäure u. dgl. arbeiten muß.
Diese Verfahren weisen aber in ihrer praktischen Ausführung große Übelstände auf. So ist insbesondere die Verwendung des Tetrachlorkohlenstoffes sowie anderer chlorhaltiger und auch saurer Verbindungen (Eisessig
u. dgl.) für die Apparatur von großem Nachteil, und das Arbeiten mit solchen, die Metallteile angreifenden Verbindungen kann nur in einer kostspieligen, durch besondere Art und Weise gegen solche Einflüsse gesicherten Apparatur erfolgen. Tetrachlorkohlenstoff sowie Benzin besitzen ferner sehr niedrige Siedepunkte. Infolgedessen sind beim Arbeiten mit solchen leicht flüchtigen Flüssigkeiten große Verluste unvermeidlich. Einen weiteren Übelstand bilden ferner die schädlichen Wirkungen solcher Chlorverbindungen auf die Gesundheit der damit arbeitenden Personen.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren vermeidet nun diese Übelstände dadurch, daß an Stelle der bisher bekannten Lösungsmittel das Toluol genommen wird. Dieses ist zunächst verhältnismäßig billig und leicht in großen Mengen zu beschaffen und zeichnet sich insbesondere durch einen höheren Siedepunkt aus, so daß Verluste beim Arbeiten mit diesem Lösungsmittel praktisch fast gar nicht in Frage kommen. Auch geschieht die Rückgewinnung des Toluols, das innerhalb einer ganz bestimmten Temperatur glatt überdestilliert, verhältnismäßig einfach und fast ohne Verluste.
Es hat sich aber vor allem herausgestellt, daß das Toluol besser als die anderen, bisher für die gleichen Zwecke verwendeten Lösungsmittel dazu geeignet ist, die festen Kohienwasserstoffe in vorzüglicher Ausbeute und Beschaffenheit aus den Rückständen zu gewinnen.
Um die Ausführung des Verfahrens an einem Beispiel zu erläutern, mögen folgende Angaben dienen:
Die zweckmäßig in üblicher Weise vorgereinigten Rückstände werden in geschlossenen Mischapparaten gewöhnlicher Konstruktion mit ungefähr gleichen Mengen Toluol bei etwa 50 bis 80° C innig verrührt. Die Größe der zuzusetzenden Menge Toluol richtet sich im allgemeinen nach der Zusammensetzung der Rückstände. Nach genügendem Vermischen der Rückstände mit dem Toluol wird die Masse erkalten gelassen und auf bekannte Art, so beispielsweise durch Filterpressen, getrennt.
Das atif diese Weise gewonnene Ceresin bzw. Ozokerit weist gegenüber den nach dem bekannten Verfahren gewonnenen Produkten eine bessere Qualität auf. Insbesondere ist das Ceresin von höherem Schmelzpunkt und nicht so klebrig wie das auf die bisher bekannte Weise aus den gleichen Mineralölrückständen' erhaltene. Endlich ist die Ausbeute an diesem Ceresin von höherem Schmelzpunkt ίο ebenfalls eine größere.
Die abgetrennte Lösung kann dann weiter abgekühlt werden, worauf sich die niederen Fraktionen hieraus gewinnen lassen, die für sich verwertbar sind. Schließlich kann das /15 Toluol fast quantitativ wiedergewonnen werden. Der hiernach verbleibende Rückstand ist
auch noch für verschiedene technische Zwecke verwendbar.
In gleicher Weise wie das Ceresin oder Ozokerit gelingt auch die Gewinnung anderer fester Kohlenwasserstoffe, wie Paraffin u. dgl.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Ceresin (Ozokerit), Pariffin und anderen festen Kohlenwasserstoffen aus Mineralölrückständen und Goudrons, dadurch gekennzeichnet, daß man die Rückstände bei erhöhter Temperatur mit Toluol behandelt, worauf man nach dem Erkalten Lösung und Abscheidung trennt.
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