DE2264589C3 - Maschine zum Winden von Schraubenfedern - Google Patents
Maschine zum Winden von SchraubenfedernInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21F—WORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
- B21F3/00—Coiling wire into particular forms
- B21F3/02—Coiling wire into particular forms helically
- B21F3/06—Coiling wire into particular forms helically internally on a hollow form
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Wire Processing (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Winden von Schraubenfedern gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1, wobei dieser Oberbegriff (Gattungsbegriff) auf dem Stande der Technik bei Federwindemaschinen gemäß der US-PS 26 31 639 beruht.
Bei Federwindemaschinen wird der Federdraht i. a. infolge der Steigung zwar leicht verdreht, eine
ursprüngliche Mantellinie oder Ziehriefe des Federdrahtes verläuft aber auch an der fertigen Feder immer
auf dem gleichen Radius von der Federachse aus. Äußer diesen, heute als Standard verwendeten Windemaschinen, sind Wickelmaschinen mit einem den Federdraht
einziehenden Wickeldorn bekannt, welche die Herstellung von Zugfedern mit großer eingewundener
Vorspannung, aber auch von Druckfedern mit ähnlich guten Eigenschaften, ermöglichen, indem sie mittels
einer Drillvorrichtung den Federdraht vor dem Aufwickeln bis zur Plastizitätsgrenze vorspannen, so
daß die beim Aufwickeln zusätzlich auftretende Biegung des Drahtes zu einer großen plastischen Verformung
ίο führt die vorwiegend in Torsionsrichtung liegt Dies
führt dazu, daß eine ursprüngliche Mantellinie des Federdrahtes sich an der fertigen Feder schraubenförmig um den Federdraht herumwindet
Gemäß der US-PS 26 31 639 ist zwar vorgesehen,
■S dieses Prinzip auch bei Windemaschinen zu ermöglichen, indem der Federdraht mit Vorschubwalzen durch
eine S-förmige und rotierbare Drahtführung einem Windeclorn zugeführt wird, dessen Achse auf der
Verlängerung der Drahtachse im Bereich der Vorschub
walzen liegt, wobei dieser Windedorn und ein senkrecht
zu dem Windedorn stehendes, viertelkreisgroßes Windewerkzeug mit der Drahtführung eine rotierbare
Einheit bilden. Diese bekannte Maschine bringt aber mehrere Schwierigkeiten und Nachteile mit sich: Die
*5 S-förmige Drahtführung erfordert sehr große Biegeradien, also auch große Maschinenabmessungen, um den
Draht nicht schon hier plastisch zu verformen; der Draht wird von den Vorschubwalzen mit großen
Kräften ausknickend gegen und durch die S-förmige
Drahtführung gedrückt — dies führt dazu, daß ein Teil
der in der rotierenden Drahtführung erzeugten Torsion aufgezehrt und in plastische Verformung und Riefen
umgesetzt wird und ergibt damit große Toleranzen der Federn; schließlich ist ein Abschneiden fertiger
Federlängen unmittelbar an der Stelle des Windens, d. h. die Erzeugung genauer Federlängen, nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine der eingangs erwähnten Gattung zum
Winden von Schraubenfedern zu schaffen, welche eine
effektive Verdrillung des Federdrahtes über die durch
die Steigung erzeugte leichte Verdrehung hinaus ohne Schädigung des Federdrahtes und ohne Vergrößerung
der Federtoleranzen ermöglicht
daß das Walzenpaar den Draht auf einer geraden Linie zu den Windewerkzeugen in Form von Windestiften
vorschiebt und gemeinsam um die Achse des im Bereich des Walzenpaares befindlichen Drahtabschnitts drehbar
ist daß ferner der Abstand zwischen dem Drahtbund
und dem Walzenpaar derart bemessen ist, daß der
dazwischen liegende Drahtabschnitt beim Herstellen einer Feder von plastischer Verformung frei bleibt, und
daß nach jedem Winden einer Feder der Drahtabschnitt zwischen dem Drahtbund und dem Walzenpaar
entspannt wird.
Diese Ausführung der Federwindemaschine ermöglicht es, Schraubenfedern mit durch Verdrillen und
anschließende plastische Verformung des Federdrahtes verbesserten Eigenschaften durch Winden herzustellen,
ohne wesentliche, die Federn verschlechternde Nebenwirkungen in Kauf nehmen zu müssen.
Weitere Merkmale im Rahmen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden wird die erfindungsgemäße Maschine
6S zum Winden von Schraubenfedern anhand einer in der
Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsform im einzelnen erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 einen abgebrochen dargesteilten Längsschnitt
durch die Drillvorrichtung der Maschine, und zwar ohne
den zugehörigen Haspel,
F i g. 2 eine schematische Seitenansicht des zugehörigen Haspels, und zwar ohne die Maschine zum Winden
der Schraubenfedern.
F i g. 1 zeigt, wie auch sonst übliche Vorschubwalzen
100 für einen Federdraht 29 drehbar in einer Drilltrommel 107 gelagert sind. Die Walzen 100 sind
paarweise angeordnet und durch ein Verbindungsgetriebe 104 miteinander gekoppelt, so daß die Drehzahlen
übereinstimmen. Der Antrieb der Walzen 100 erfolgt über zwei Kegelräder 10!, von denen eines auf
der Welle einer der Walzen 100 sitzt, während das andere sich am einen Ende einer den Draht 29
aufnehmenden Kohlwelle 108 befindet, die mittels
Kugellagern 109 einerseits in einem Stirnflansch 160 der Drilltrommel 107 und andererseits an einem Rahmen
161 drehbar gelagert ist und auf der ein Antriebszahnrad 102 sitzt Die Drilltrommel 107 wird über ein am
Stirnflansch 160 ausgebildetes Zahnrad 103 angetrieben. Das Verhältnis der Drehzahlen der Zahnräder 102 und
103 bestimmt das Verhältnis zwischen dem Vorschub und der Verdrillung des Drahtes 29. Der von den
Vorschubwalzen 100 vorgeschobene und gleichzeitig verdrillte Draht 29 wird durch innerhalb und außerhalb
der Drilltrommel 107 angeordnete Drahtführungen 105 in gerader Linie gegen die Windewerkzeuge in Form
von Windestiften 106 geschoben und dadurch zu Federwindungen gebogen.
Damit mit dieser Windemaschine nicht nur gerade Drahtstücke verarbeitet werden können und die
Drillung des Drahtes 29 keine übermäßigen, plastische Verformungen hervorrufende Verdrehungen auf dem
noch nicht zur Feder aufgewickelten Drahtabschnitt ergibt, ist gemäß Fig.2 ein in möglichst großem
Abstand von der Drillvorrichtung gemäß F i g. 1 angeordneter, sogenannter Überkopfhaspel 46 vorgesehen,
bei dem ein Drahtbund 47 auf einer Haspelscheibe 48 aufliegt und von Fingern 49 gehalten wird. Die
Scheibe 48 wird von einem Getriebemotor 50 angetrieben und hat außerdem eine Unwucht-Ausgleichsvorrichtung
51 für den laufenden Ausgleich der mit dem Ablauf des Drahtes 29 sich verändernden
Unwucht Die Haspelscheibe 48 dreht sich auf einem verschiebbaren Untergestell 52, welches mit einem
teleskopartigen Federarm 53, der seitlich durch eine Feder 54 abgestützt ist, an einem Bolzen 55 am Boden
befestigt ist Diese horizontale, elastische Lagerung kann auch mit anderen Mitteln, z. B. zwei unter 90°
angeordneten, elastischen Lenkern, bewirkt werden.
Ober die Haspelscheibe 48 ragt ein Auslegerarm 56 mit zwei Fangringen 57 hinweg, welche den Draht 29, ohne
Schlaufen zu bilden, zur Windemaschine leiten. Statt
dieser Fangringe können auch andere bekannte Vorrichtungen hier dazu dienen, daß der Draht
einwandfrei von dem Haspel abläuft.
Der aus Fig.2 ersichtliche Teil der gesamten Maschine arbeitet zur Vermeidung einer unelastischen
Torsionsverformung des der Drillvorrichtung gemäß
ίο F i g. 1 zugeführten Drahtabschnittes folgendermaßen:
Bei stillstehender Haspelscheibe 48 entstünde beim Abziehen einer Windung vom Drahtbund 47 durch
natürliche Verdrillung eine ganze Umdrehung des Drahtes um seine Längsachse. Die Haspelscheibe 48
wird aun kontinuierlich mit solcher Drehzahl und solchem Drehsinn rotiert, daß sie nicht nur die den
Windestiften 106 zuzuführende Drahtmenge liefert, sondern dem Draht auch eine zur natürlichen
Verdrillung hinzukommende, zusätzliche Verdrillung gibt Die durch Addition entstehende Gesamtverdrillung
stimmt mit der von der eigentlichen Drillvorrichtung gemäß F i g. 1 während des Windens einer Feder
erzeugten Verdrillung nach Umdrehungssinn und Ausmaß genau iiberein. Ein bestehender Unterschied in
der Verdrillgeschwindigkeit bestimmt sich nach der Zahl der Umdrehungen der Drilltrommel 107, welche
diese während der für das Abschneiden des Drahtes benötigten Stillstandszeit ausführen würde, wenn sie
weiterliefe. Dieser Unterschied gewährleistet, daß der während des Stillstandes der Drilltrommei 107 erfolgende
Weiterlauf der Haspelscheibe 48 zu einer vollständigen Entspannung des Federdrahtes 29 führt
Es ist indessen nicht notwendig, außer einer sich drehenden Haspelscheibe eine große Länge des
Drahtabschnittes zwischen dem Drahtbund und der Drillvorrichtung gemäß F i g. 1 vorzusehen, wenn
Stillstandszeiten der Drillvorrichtung gemäß F i g. 1 zum Abschneiden einer fertigen Schraubenfeder vermieden
werden. Dies kann einfach durch die Verwendung einer fliegenden Schere geschehen, wodurch ein
kontinuierlicher Herstellungsprozess möglich ist Auch in diesem Fall stimmt die vom Haspel erzeugte
Gesamtverdrillung mit der ihr genau folgenden, also keine weitere Torsion hervorrufenden Verdrillung
durch die Drillvorrichtung gemäß F i g. 1 überein, so daß sich der Drahtabschnitt zwischen Haspel und Drillvorrichtung
gemäß F i g. 1 wohl um seine Längsachse dreht aber nicht tordiert wird. Die wirksame Verdrillung des
Federdrahtes findet somit nur in dem Abschnitt zwischen der Drillvorrichtung gemäß F i g. 1 und den
Windestiften statt
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Maschine zum Winden von Schraubenfedern aus Federdraht, bei der der Draht von einem
Drahtbund durch mindestens ein den Draht in seiner Längsrichtung führendes und drehfest einklemmendes Walzenpaar abziehbar und Windewerkzeugen
zuführbar ist, wobei der Draht vor dem Auflaufen
auf die Windewerkzeuge zur Erzeugung einer Vorspannung verdrillbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzenpaar (100, lOO) den
Draht (29) auf einer geraden Linie zu den Windewerkzeugen in Form von Windestiften (106)
vorschiebt und gemeinsam um die Achse des im Bereich des Walzenpaares (100, 100) befindlichen
Drahtabschnitts drehbar ist, daß forner der Abstand zwischen dem Drahtbund (47) und dem Walzenpaar
derart bemessen ist, daß der dazwischen liegende Drahtabschnitt beim Herstellen einer Feder von
plastischer Verformung frei bleibt, und daß nach jedem Winden einer Feder der Drahtabschnitt
zwischen dem Drahtbund (47) und dem Walzenpaar entspannt wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (100) des Walzenpaares
(100, 100) in einer antreibbaren Drilltrommel (107) gelagert sind, die um die Achse des im Bereich des
Walzenpaares (100, 100) befindlichen Drahtabschnitts drehbar ist
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drilltrommel (107) frei drehbar auf
einer den Federdraht (29) aufnehmenden Hohlwelle (108) gelagert ist, die an ihrem dem Walzenpaar (100,
100) zugewandten Ende ein Kegelrad (101) trägt, das mit einem auf der Welle einer der Walzen (100)
sitzenden Kegelrad (101) kämmt
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drilltrommel (107) eben Stirnflansch (160) aufweist, der als Zahnrad (103)
ausgebildet ist.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 —4 mit einem den Drahtbund tragenden Haspel, dadurch
gekennzeichnet, daß der Haspel als Überkopfhaspel. (48,49) ausgebildet ist
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Überkopfhaspel (48, 49) in
Umfangsrichtung des Drahtbundes (47) drehbar gelagert und in Richtung der gewünschten Verdrillungen antreibbar ist
7. Maschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet daß eine Einrichtung (51) zum
dynamischen Ausgleich der Unwucht des Haspels (48,49) mit dem Drahtbund (47) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722264589 DE2264589C3 (de) | 1972-02-28 | 1972-02-28 | Maschine zum Winden von Schraubenfedern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722264589 DE2264589C3 (de) | 1972-02-28 | 1972-02-28 | Maschine zum Winden von Schraubenfedern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2264589A1 DE2264589A1 (de) | 1974-04-25 |
| DE2264589B2 DE2264589B2 (de) | 1977-09-22 |
| DE2264589C3 true DE2264589C3 (de) | 1978-05-03 |
Family
ID=5865994
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722264589 Expired DE2264589C3 (de) | 1972-02-28 | 1972-02-28 | Maschine zum Winden von Schraubenfedern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2264589C3 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4227392A (en) | 1977-10-05 | 1980-10-14 | Itaya Seisakusho Co., Ltd. | Spring winding machine |
| DE4229294C1 (de) * | 1992-09-02 | 1993-12-16 | Wafios Maschinen Wagner | Vorrichtung zum Formen von Draht |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5444905A (en) * | 1994-03-14 | 1995-08-29 | Simmons Company | Apparatus for manufacturing mattresses and box springs |
| DE19748133C2 (de) * | 1997-10-31 | 2000-06-29 | Wafios Maschinen Wagner | Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Winden von geradlinig geführtem Draht zu gewendelten Druckfedern |
-
1972
- 1972-02-28 DE DE19722264589 patent/DE2264589C3/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4227392A (en) | 1977-10-05 | 1980-10-14 | Itaya Seisakusho Co., Ltd. | Spring winding machine |
| DE4229294C1 (de) * | 1992-09-02 | 1993-12-16 | Wafios Maschinen Wagner | Vorrichtung zum Formen von Draht |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2264589A1 (de) | 1974-04-25 |
| DE2264589B2 (de) | 1977-09-22 |
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