DE2264475C3 - Verfahren zur Herstellung kondensierter Aluminiumphosphate - Google Patents
Verfahren zur Herstellung kondensierter AluminiumphosphateInfo
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Description
die Lndensierfen Aluminiumphosphate überführt
scilieS emperT P Begebenenfal.s an-
schließend tempert.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung kondensierter Aluminiumphosphate,
die ein P2O5: AI2O3-Molverhältnis von mindestens
1,5:1, vorzugsweise von 2 bis 3:1, aufweisen, durch thermische Behandlung von Aluminiumorthophosphaten.
Kristalline, kondensierte Aluminiumphosphate sind aus der Literatur seit längerer Zeit bekannt. So charakterisiert
F. D'Yvoire in Bull Soc. Chim. France 1962, S. I237ff., ein Aluminiumtetrametaphosphat der
Zusammensetzung AI(PO3)3 mit ringförmigem Anion
(A) sowie vier langkettige Polyphosphate, ebenfalls der Zusammensetzung AI(PO3)3 (B, C, D, E), an Hand
ihrer spezifischen Röntgenspektren. Für die Herstellung dieser bekannten kondensierten Phosphate
schreibt D'Yvoire zwingend die Einhaltung eines P2O5/AI2O3-Molverhältnisses von 4 bis 15:1 vor, d. h.
es muß mit einem erheblichen P2O5-Überschuß in der
Ausgangslösung gearbeitet werden. Außerdem ist die von D'Yvoire vorgeschlagene Herstellungsweise auch
wegen der langen Reaktionszeiten, die mehrere Stunden betragen sollen, für die Produktion von kondensierten
Aluminiumphosphaten im großtechnischen Maßstab nicht geeignet.
In der deutschen Offenlegungsschrift 1 767 460 ist ein Verfahren zur Herstellung von kondensierten Aluminiumphosphaten
beschrieben, nach dem lösliche, kettenförmig oder ringförmig kondensierte Alkalipolyphosphate
mit löslichen Aluminiumsalzen in Wasser umgesetzt und die entstandenen kondensierten
Aluminiumphosphate abfiltriert, gewaschen, getrocknet und bei Temperaturen zwischen 300 und 600C
getempert werden. Nachteilig bei dieser bekannten Arbeitsweise ist, daß hierzu relativ teure Ausgangssubstanzen
benötigt werden, wie Aluminiumsulfat, Aluminiumnitrat oder Kaliumaluminiumalaun sowie
kondensierte Natriumphosphate, beispielsweise Tetranatriumdiphosphat, Natriumtrimetaphosphat, Natriumhexametaphosphat
oder Hexanatriumtetraphosphat. Ferner sind bei diesem Verfahren lange Trocknungszeiten
des ausgefallenen Niederschlages (etwa 24 Stunden) sowie daran anschließend ein mehrstündiges
Tempern des getrockneten Produktes erforderlich.
Es ist außerdem bekannt, daß von den bislang bekannten kondensierten Aluminiumphosphaten die
langkettige Modifikation AI(PO3I3 B als Härter von
Wasserglaskitten eingesetzt werden kann, während der Verbindung AI(PO3)3 A diese Eigenschaft völlig fehlt.
und die erhaltenen
orthophosphate einer zweistufigen Wärmebehandlunu
bei verschiedenen Temperaturen unterwirft.
Eine Dolche Arbeitsweise ist sehr aufwendig. So müssen die zunächst anfallenden Orthophosphate, hei
der anschließend zwingend^ notwendigen
Wärmebehandlung
gen Grenzen
durchlaufen. C
dieses Programms von den Optimalwerten führen zu starken Qualitätsschwankungen des Endproduktes. Soll z. B. die Substanz AI(PO3)3 B hergestellt werden, so führt eine etwas zu große Erhitzungsgeschwindigkeit bei der ersten Stufe der Temperung zur fast ausschließlichen Bildung von AI(PO3)3 A. Die Lage des kritischen Temperaturbereiches hängt von der Zusammensetzung des verwendeten Aluminiumonhophosphates ab und ist nur durch thermogravimetrische oder differential-thermoanalytische Methoden zu bestimmen, was das Verfahren noch weiter kompliziert. Schließlich fallen die kondensierten Phosphate bei diesem Verfahren in sehr grober Form an, so daß ein Brech- und/oder Mahlschritt angeschlossen werden
Wärmebehandlung
gen Grenzen
durchlaufen. C
dieses Programms von den Optimalwerten führen zu starken Qualitätsschwankungen des Endproduktes. Soll z. B. die Substanz AI(PO3)3 B hergestellt werden, so führt eine etwas zu große Erhitzungsgeschwindigkeit bei der ersten Stufe der Temperung zur fast ausschließlichen Bildung von AI(PO3)3 A. Die Lage des kritischen Temperaturbereiches hängt von der Zusammensetzung des verwendeten Aluminiumonhophosphates ab und ist nur durch thermogravimetrische oder differential-thermoanalytische Methoden zu bestimmen, was das Verfahren noch weiter kompliziert. Schließlich fallen die kondensierten Phosphate bei diesem Verfahren in sehr grober Form an, so daß ein Brech- und/oder Mahlschritt angeschlossen werden
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zuurunde, aus billigen Ausgangsstoffen, wie /. H Tonerdehydrat
und Phosphorsäure, mit Hilfe eines sehr einfachen, kontinuierlichen Verfahrens, je nach Verwendungszweck,
verschiedene kondensierte Aluminiumphosphate herzustellen.
Im einzelnen besteht die vorliegende Erfindung darin, daß man Aluminiumorthosphatlösungen oder
-suspensionen in einem Turm mit Heißgasen von 250 bis 700 C sprühtrocknet und daß man das erhaltene
Sprühprodukt gegebenenfalls anschließend tempert.
Sollen die kondensierten Aluminiumphosphate als schnellabbindende Härter in Wasserglaskitten geeignet
sein, so führt man die Sprühtrocknung der Lösungen oder Suspensionen bei Temperaturen zwischen 300 und
400 C durch. Dagegen werden zur Herstellung kondensierter Aluminiumphosphate, die als langsamabbindende
Härter in Wasserglaskitten geeignet sind, die Lösungen oder Suspensionen bei Temperaturen zwischen
400 und 600 C sprühgetrocknet.
Aluminiumphosphate, die, als Härter in Wasscrglaskitten,
letztere in einer gewünschten Zeit abbinden, werden erhalten, indem man die Lösungen oder Suspensionen
bei Temperaturen zwischen 300 und 400 C sprühtrocknet und das erhaltene Sprühprodukt anschließend
tempert. So gewinnt man kondensierte Aluminiumphosphate, welche die genannten Kitte in
10 bis 50 min abbinden, wenn man das Sprühprodukt IO bis 60 min lang bei Temperaturen /wischen 4(K) und
600 C tempert, wobei die Temperatur um so höher gewählt wird, je länger die Abbindezeit des Härters
innerhalb der genannten Grenzen sein soll und die Temperzeit um so kürzer gewählt wird, je kürzer die
Abbindezeit des Härters sein soll.
Daß sich die erfindungsgemäß hergestellten kondensierten Aluminiumphosphate hervorragend als Härter
für an sich bekannte Wasserglaskitte eignen, ist umso überraschender, als· der Fachmann der deutsehen
Patentschrift 1 252 835 entnehmen konnte, dall bei
schnellem Erhitzen von Aiuminiumorihophosphatlösungen,
d. h. bei Durchführung der Kondensation linier Umgehung der Stufe des festen Aluminiumorthuphosphates
sowie der ersten Tcmperslufe, keine als Häiier hracuhbarcn Verbindungen erhalten «erden.
Die Aluminiumphosphatlösungen oder -suspensionen können in an sich bekannter Weise durch Umsetzung
von Tonerdehydrat mil Phosphorsaure hergestellt werden, wobei die jeweiligen Mengen je nach
gewünschtem P-jOJAl./VVerhaltnis des Endproduktes
gewählt werden. Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist nicht auf einen speziellen Typ
eines Sprühturmes beschränkt. So können Vorrichtungen zur Anwendung kommen, in denen die heißen Gase
in Brennkammern außerhalb des Turmes erzeugt werden und dann im deich- oder Gegenstrom mit dem
versprühten Ausgangsprodukt in Kontakt kommen. An Stelle einer aufwendigen Kettenlängenanalyse läßt
sich der Kondensationsgrad der Endprodukte in einfacher Weise durch Messung des innerhalb von 2 Stunden
bei 600 C eingetretenen Glühverlustes bestimmen. Die Vorteile der vorliegenden Erfindung bestehen
vor allem darin, daß es erstmals möglich ist, kondensierte Aluminiumphosphate in einem kontinuierlichen,
technisch nicht aufwendigen Verfahren mit hohen Raum-Zeit-Ausbeuten herzustellen. Das Verfahren ist
außerdem so flexibel, daß für einen besonderen Verwendungszweck speziell geeignete Produkte gezielt
hergestellt werden können. Sollen beispielsweise Härter für Wasserglaskitte produziert werden, so lassen
sich die Erhärtungszeiten der KiHe durch Variation der Herstellungsbedingungcn der als Harter eingesetzten
Aluminiumpolyphosphate in weiten Grenzen \ciändern. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens besteht darin, daß eine Nachtemperung der Produkte nicht zwingend notwendig ist. Wahlweise
kann jedoch die Kondensation im Sprühturrri bei einer
relativ tiefen Temperatur durchgeführt werden, worauf
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Nachbehandlung, z. B. in einem Drehrohr, anschließen kann. Ebenfalls vorteilhaft ist die Tatsache, daß die
erfindungsgemäß hergestellten Produkte bereits in großer Kornfeinheil anfallen, so daß für viele Anwendungszwccke
eine Mahlung nicht erforderlich ist.
Das nachfolgende Beispiel soll die vorliegende Erfindung verdeutlichen:
In einem ummantelten Rührbehälter wurden 400 kg Phosphorsäure mit 78,5 Gewichtsprozent H3PO4 durch
Dampf auf 80 C erwärmt. Unter Rühren wurde eine Suspension von 100 kg Tonerdehydrat in 100 kg Wasser
in einer solchen Geschwindigkeit zu der Phosphor-
säure uegeben, daß die Temperatur auf etwa 80 C blieb. Die gebildete klare Aluminiumphosphatlösung
hatte ein Al0O3;P1O,-Molverhältnis von 1:2,5.
Pro Stunde wurden 20 I dieser Aluminiumphosphatlösung
im Gleichstrom mit in einer Brennkammer
erhitzW Luft in einem Turm versprüht. Die Heißlufitemperi'tur
betrug beim Eintritt in den Turm 330 C, die Ablufttemperatur lag bei 215 C. Das Produkt,
welches kontinuierlich dem Turm entnommen wurde, hatte einen Glühverlust von 10,5 Gewichtsprozent
nach 2 Stunden bei 600 C (entsprechend einem Kondensationsgra.l
von etwa 2) und ein Schüttgcwichi von 840 g.l. Durch einstündiges Nachtempern bei 500 L
wurde ein kondensiertes Aluminiumphosphat mit sehr guten Härteeigenschaflen für Wasserglaskitte erhalten.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung kondensierter AIurniniumphosphate, die ein PA = AI1OrMo iverhaltn.s von mindestens 15 aufweisen durc.hermische Behandlung von Alum.n.umorthophosphaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Aiuminiumorthophosphatlosungen oderτι uc -,u,,„/.L· ,„^Ä Strt Gegenstand der deutschen Patentschrift I 252 835 ist die Verwendung von kondensierten Aluminiumphosphaten /um Härten von Wasscrglaskitten. Dabeit Hir !"^«'^»ciprtpn Λ liiminiiimnhiicnh-ji.>
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722264475 DE2264475C3 (de) | 1972-06-21 | Verfahren zur Herstellung kondensierter Aluminiumphosphate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722264475 DE2264475C3 (de) | 1972-06-21 | Verfahren zur Herstellung kondensierter Aluminiumphosphate |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2264475A1 DE2264475A1 (de) | 1974-01-17 |
| DE2264475B2 DE2264475B2 (de) | 1974-08-15 |
| DE2264475C3 true DE2264475C3 (de) | 1976-03-18 |
Family
ID=
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