DE2263392C3 - Verfahren zur Programmierung von Halbleiterfestwertspeichern - Google Patents
Verfahren zur Programmierung von HalbleiterfestwertspeichernInfo
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- G11C17/16—Read-only memories programmable only once; Semi-permanent stores, e.g. manually-replaceable information cards in which contents are determined by selectively establishing, breaking or modifying connecting links by permanently altering the state of coupling elements, e.g. PROM using electrically-fusible links
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- Semiconductor Memories (AREA)
- Read Only Memory (AREA)
Description
20
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Ein Verfahren entsprechend dem Oberbegriff des Hauptanspruchs ist bereits in der DE-AS 19 64 610
beschrieben. Bei diesem Verfahren wird die Programmierung dadurch ausgeführt, daß beim Einschreiben der
Speicherinformation der gesamte Gate-Bereich bestrahlt und dabei gleichzeitig eine bestimmte Gate-Spannung
angelegt wird, die den jeweiligen Speicherwert bestimmt. Somit muß der Programmierungsvor- :m
gang normal vom Hersteller durchgeführt werden; falls der Anwender die Programmierung auszuführen hat, ist
nachteiligerweise eine umfangreiche Gerätschaft erforderlich, da in diesem Fall auch die Bestrahlung der
Gate-Bereiche vom Anwender durchzuführen ist.
In der DE-OS 2102 854 ist ein Verfahren zur
Herstellung eines Festwertspeichers angegeben, mit welchem Festwertspeicher durch entsprechende Dosierung
der Strahlungsenergie unter Verwendung von Strahlungsmasken oder bei Anwendung von Korpuskularstrahlung
mit geladenen Teilchen mit Hilfe einer Steuerung elektrischer oder magnetischer Ablenkeinheiten,
jedoch ohne Strahlungsmasken, programmiert werden. Die Verwendung von Strahlungsmasken bringt
den Nachteil mit sich, daß ein derartiges Programmierungsverfahren nur für eine größere Stückzahl von
Festwertspeichern rentabel ist. Abgesehen von dem Nachteil der Strahlungsmaske ist jedoch in beiden
Fällen eine Programmierung durch den Anwender ohne umfangreiche Gerätschaft nicht realisierbar. Infolgedessen
wird die Programmierung nach diesem Herstellungsverfahren vom Hersteller auszuführen sein. In der
DE-OS 20 06 358 sind verschiedene Verfahren zur kundenseitigen Programmierung von Festwertspeichern
allgemein angegeben. Beispielsweise kann die Programmierung der Festwertspeicher durch Erzeugung
von Kurzschlüssen an den Dioden, durch entsprechende Ausbildung eines Widerstandsbelages
oder auch durch thermische und strahlungsenergetische Beeinflussung erfolgen. Die Programmierung durch
Änderung elektrischer Eigenschaften von Bauelementen mittels Stromimpulsen hat den Nachteil, daß ein
hoher Stromimpuls verwendet werden muß und die Leitungen, die nicht durch den hohen Stromimpuls
beeinträchtigt werden sollen, entsprechend ausgelegt ^ sein müssen. Somit ist der zu programmierende
Festwertspeicher generell für hohe Ströme auszulegen und hat zudem äu^rund von unbeabsichtigten Kur?-
schlüssen nicht die erforderliche Zuverlässigkeit
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur einfachen kundenseitigen
Programmierung von Halbleiterfestwertspeichern zu schaffen, bei dem ein wesentlicher Teil vom Hersteller
und auch bei diesem ohne besonderen Aufwand ausgeführt werden kann. Diese Aufgabe wird erfiiidungsgemäß
durch den kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs gelöst. Eine weitere Ausgestaltung
ergibt sich aus dem Unteranspruch.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Bestrahlung mit ionisierender Strahlung vorteilhafterweise
direkt vom Hersteller vorgenommen werden, so daß der Anwender lediglich noch die Ausheilung bei
erhöhter Temperatur und gleichzeitigem Anlegen einer Vorspannung auszuführen braucht Somit ist die für den
Anwender erforderliche Gerätschaft zur Programmierung von Halbleiterfestwertspeichern gegenüber den
bekannten Verfahren wesentlich geringer. Die vom Anwender abzuschließende Programmierung ist demzufolge
einfach und schnell ausführbar. Die Programmierung erfolgt dabei durch das Ausheilen bei erhöhter
Temperatur, wogegen bei dem erstgenannten, bekannten Verfahren die Programmierung durch Bestrahlung
der Transistoren unter Anlegen von Schwellspannungen definierter Werte ausgeführt werden muß.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es daher
möglich, daß die Programmierung vom Anwender selbst erfolgt, wogegen bisher die Programmierung
entweder entsprechend den Wünschen der Kunden in unrationeller Weise im Herstellerwerk ausgeführt
wurde oder mit unsagbarem Aufwand beim Kunden. Das erfindungsgemäße Verfahren zur Programmierung
von Halbleiterfestwertspeichern läßt sich auch bei kleinen Stückzahlen rationell anwenden und trägt durch
die vom Anwender selbst vorzunehmende Programmierung dazu bei. daß die Lieferzeiten wesentlich
verringert werden können. Die Programmierung kann vorteilhafterweise ohne Verwendung von Masken
erfolgen und liefert Halbleiterfestwertspeicher mit hoher Zuverlässigkeit.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren unter Bezugnahme auf Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 den Verlauf der Schwellenspannung in Abhängigkeit von der Bestrahlungsdichte,
Fig. 2 die Stabilität der Schwellenspannungsdifferenz bei Temperaturbehandlung,
F i g. 3 das Verhalten eines N-Kanal Transistors und
Fig.4 das Verhalten der Schwellenspannungsdifferenz
bei hohen Temperaturen.
Bei Untersuchungen der Strahlungsfestigkeit von komplementären MOSFET-Transistoren hai sich gezeigt
(»Radiation Radiation Resistance and Typical Applications of RCA COS/MOS Circuits in Spacecrafts«,
Walter Schambeck, Telemetry Journal, Juni/July 1970, Seite 21-27, und »Strahlungsfestigkeit
von RCA-COS/MOS-Schaltkreisen«, Walter Schambeck,
DGLR-Symposium, Satellitenelektronik, Vortrag Nr. 70-018, 19.3.1970), daß nach der Bestrahlung
von Transistoren mit ionisierender Strahlung geeigneter Intensität ein Unterschied von etwa einem Faktor
sechs zwischen der Schwellenspannungsverschiebung von solchen Transistoren, die während der Bestrahlung
leiten, und solchen Transistoren, an denen entweder keine Spannung anliegt oder die gesperrt sind, besieht.
Diesen Effekt kann man dazu benutzen, in einem Speicher oder einer programmierbaren Logik eine
Schwellenspannungsverschiebung zu erzielen. Dabei kommt es auf die Differenz der Schwellenspannungswerte
an. Es hängt von dem Transistortyp ab ob sich durch die Bestrahlung der Schwellenwert des während
der Bestrahlung in leitendem Zustand befindlichen Transistors stärker ändert, als der Schwellenwert der
während der Bestrahlung im gesperrten bzw. nicht vorgespannten Zustand befindlichen Transistors, oder
ob das Umgekehrte der Fall ist Sowie das eine wie auch das andere Verfahren ermöglicht eine Programmierung.
Es ist auch das Takten der Tansistoren von einem in den anderen Zustand möglich; der Effekt wird dann nur
etwas kleinen
Unter Ausnutzung des erläuterten Effekts kann also der Hersteller oder auch der Anwender selbst
gleichzeitig eine Vielzahl von Schaltungen einfach durch den Schaltzustand der Transistoren während einer
Bestrahlung mit ionisierenden Strahlen geeigneter Intensität mit beliebigem Inhalt programmieren. Diese
Programmierung ist einfach und billig, da viele Schaltkreise gleichzeitig bestrahlt werden können. Der
Programmierungseffekt ist sehr stabil und heilt bei Temperaturen bis zu 125° C nicht aus, wie Lebensdaueruntersuchungen
ergeben haben.
Die für die Programmierung nötige Schwellenspannungsverschiebung kann dadurch erreicht werden, daß
alle Transistoren im leitenden oder gesperrten bzw. nicht vorgespannten Zustand bestrahlt werden, je
nachdem, welcher Zustand die größere Schwellenspannungsverschiebung ergibt, danach erfolgt der Programmiervorgang
beim Ausheilen. Bei höheren Temperaturen, z. B. bei 350°C, findet eine Verschiebung bis auf die
ursprünglichen Werte der Schwellenspannung vor der Bestrahlung statt. Diese Änderung auf den alten Wert
kann jedoch bekannterweise durch Anlegen einer geeigneten Vorspannung an diejenigen Transistoren,
deren Schwellenspannung hoch bleiben soll, verhindert werden. Damit kann also ein beliebiges Muster
programmiert werden, wobei der Hersteller alle Bausteine bestrahlen und der Anwender nur die
Bausteine unter entsprechender Spannung an den Transistoren auf ca. 350° C erhitzen kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich sowohl bei N-Kanal- wie P-Kanal- als auch bei komplementären
Schaltkreisen mit MOS-, MNOS- oder ähnlichem Aufbau anwenden. Bei komplementären MOS-Schalt
kreisen tritt eine Verstärkung des Effekts dadurch ein, daß sich P-Kanal- und N-Kanal-Schwellenspannungen
in verschiedenen Richtungen ändern, wie aus den vorstehend angegebenen Literaturstellen hervorgeht,
ίο Im folgenden wird anhand der F i g. 1 bis 4 das für die Programmierung wesentliche Verhalten eines Bausteines mit der Typenbezeichnung CD 4007 näher beschrieben.
ίο Im folgenden wird anhand der F i g. 1 bis 4 das für die Programmierung wesentliche Verhalten eines Bausteines mit der Typenbezeichnung CD 4007 näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt den Verlauf der Schwellenspannung l/sin
is Volt [V] in Abhängigkeit von der Bestrahlungsdichte in
Elektronen/cm2 [e/cm2] für während der Bestrahlung leitende (Kurve 1) bzw. gesperrte (Kurve 2) P-Kanal
Transistoren. Es ist schon ab 3-1012e/cm2 ein
Unterschied der Schwellenspannung Δ Us von mindestens 5 V vorhanden.
F i g. 2 zeigt die Stabilität dieser Schwellenspannungsdifferenz AUs bei Temperaturbehandlung für einen
während der Bestrahlung leitenden (Kurve !) und für einen während der Bestrahlung gesperrten (Kurve 2)
P-Kanal Transistor. Bei Lebensdaueruntersuchungen hat sich gezeigt, daß sich die Schwellenspannung nach
5000 Stunden bei 125°C (max. spezifizierte Temperatur
der Bauelemente) nur um es. 2% änderte.
In F i g. 3 ist das Verhalten von N-Kanal Transistoren dargestellt. Die Kurve 1 gilt dabei wieder für den
leitenden, Kurve 2 für den gesperrten Zustand während der Bestrahlung. Der hier bei 3 · 1012 e/cm2 auftretende
Unterschied der Schwellenspannung beträgt ca. 1,2 V und ist damit gemäß F i g. 1 wesentlich kleiner als bei
P-Kanal-Transistoren, ist aber für eine Programmierung durchaus ausreichend. Wie F i g. 4 zeigt, ist diese
Schwellenspannungsdifferenz auch relativ hohen Temperaturen stabil. Entsprechende Kurven ergeben sich
zur Erklärung der erläuterten Programmierung durch Ausheilung bei erhöhter Temperatur.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Programmierung von Halbleiterfestwertspeichern mit festverdrahteter Logik, insbesondere
von MOS-, MNOS-Festwertspeichern, bei dem die Transistoren unter gleichzeitigem Anlegen
definierter Spannungen mit ionisierender Strahlung bestrahlt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß nach der Bestrahlung eine Ausheilung bei erhöhter Temperatur durchgeführt wird und daß
während der Ausheilung entsprechend der gewünschten Programmierung an einen Teil der
Transistoren eine Vorspannung angelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausheilung mit einer Temperatur von etwa 350° C erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722263392 DE2263392C3 (de) | 1972-12-23 | 1972-12-23 | Verfahren zur Programmierung von Halbleiterfestwertspeichern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722263392 DE2263392C3 (de) | 1972-12-23 | 1972-12-23 | Verfahren zur Programmierung von Halbleiterfestwertspeichern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2263392A1 DE2263392A1 (de) | 1974-06-27 |
| DE2263392B2 DE2263392B2 (de) | 1978-04-06 |
| DE2263392C3 true DE2263392C3 (de) | 1978-11-30 |
Family
ID=5865458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722263392 Expired DE2263392C3 (de) | 1972-12-23 | 1972-12-23 | Verfahren zur Programmierung von Halbleiterfestwertspeichern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2263392C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3032295A1 (de) * | 1980-08-27 | 1982-04-01 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Monolithisch integrierter festwertspeicher |
-
1972
- 1972-12-23 DE DE19722263392 patent/DE2263392C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2263392B2 (de) | 1978-04-06 |
| DE2263392A1 (de) | 1974-06-27 |
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