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DE2261180A1 - Viertakt-verbrennungsmotor - Google Patents

Viertakt-verbrennungsmotor

Info

Publication number
DE2261180A1
DE2261180A1 DE19722261180 DE2261180A DE2261180A1 DE 2261180 A1 DE2261180 A1 DE 2261180A1 DE 19722261180 DE19722261180 DE 19722261180 DE 2261180 A DE2261180 A DE 2261180A DE 2261180 A1 DE2261180 A1 DE 2261180A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuel
air
crankcase
piston
cylinder bore
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722261180
Other languages
English (en)
Inventor
John James Goodwin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE2261180A1 publication Critical patent/DE2261180A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B33/00Engines characterised by provision of pumps for charging or scavenging
    • F02B33/02Engines with reciprocating-piston pumps; Engines with crankcase pumps
    • F02B33/26Four-stroke engines characterised by having crankcase pumps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Supercharger (AREA)
  • Electrical Control Of Air Or Fuel Supplied To Internal-Combustion Engine (AREA)

Description

  • Viertakt-Verbrennungsmotor Die Erfindung betrifft Verbesserungen an Viertakt-Verbrennungsmotoren.
  • Durch die Erfindung ist ein Viertakt-Verbrennungsmotor geschaffen worden, der mindestens eine Zylinderbohrung aufweist, in der sein Kolben gleitend hin- und herbewegbar geführt ist, und bei dem der bzw. jeder Zylinder so eingerichtet ist, daß er eine Ladung aus Kraftstoff oder einem Kraftstoff-Luft-Gemisch oder aus Luft aufnehmen kann, während der Kolben einen Ansaughub längs des Zylinders ausführt, und daß der bzw. jeder Zylinder eine zusätzliche, unter Druck stehende Ladung aus einem Kraftstoff-Luft-Gemisch oder Luft aufnehmen kann, um in dem Zylinder zusammen mit der zuerst aufgenommenen Ladung ei@ brennbares Gemisch zu bilden, sobald der Kolben im V@@@auf seines Ansaughubes eine vorbestimmte Stellung in @@@ Zylinder @rreicht bat.
  • Bei Viertaktmotoren bekannter Art bei denen der Druck des Gemisches vor dem Verdichtungshub gleich dem Druck der Atmosphäre ist, richtet sich die Menge des brennbaren Gemisches, d.h. des Kraftstoff-LuftvGemisches, die von einer Zylinderbohrung während eines Ansaughubes aufgenommen wird, nach der Querschnittsfläche und der hubstrecke des Kolbens. Das Gemisch wird in die Zylinderbohrung hinein mit der richtigen Zusammensetzung angesaugt, um eine optimale Verbrennung zu gewährleisten; das gleiche gilt für die bekannten, mit einer Vorverdichtung arbeitenden Motoren, bei denen ein die richtige Zusammensetzung aufweisenden Gemisch der Zylinderbohrung während eines Ansaughubes unter einem Druck zugeführt wird. Bei diesen bekannten, mit einer Vorverdichtung oder Aufladung arbeitenden Motoren befindet sich das Gemisch in der Zylinderbohrung unmittelbar vor dem Verdichtungshub unter einem den Druck der Atmosphäre überschreitenden Druck, d.h. im Vergleich zu einem nicht aufgeladenen Motor befindet sich in dem Zylinder eine größere Menge des brennbaren Gemisches, so daß bei der Zündung eine größere Energiemenge frei wird.
  • Bei einem Verbrennungsmotor nach der Erfindung wird eine Ladung, die aus Kraftstoff oder einem Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur aus Luft besteht, unter atmosphärischem Druck während des Ansaughubes des Kolbens in den Zylinder hinein angesaugt und außerdem wird eine zusätzliche, aus einem Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur aus Luft bestehende Ladung dem Zylinder unter einem Druck zugeführt, sobald der Kolben während des Ansaughubes eine vorbestimmte Stellung, z.B. eine Stellung kurz vor dem Ende des Ansaughubes, erreicht hat.
  • Hierbei werden die beiden Ladungen so gewählt, daß s@e insgesamt ein brennbares Gemisch bilden, da@ Kraftstoff und Luft in den gewünschten anteilig@n @ @en enthält, unct da der Druck cies in deni zylinder vo@ denen bre@nbaren Gemisches erhöht wird, enthält der. @inde@ eine enge des Gemisches, die größer ist als bei einem nicht aufgeladenen rotor.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die zusätzliche Ladung dem Zylinder über eine oder mehrere an der Zylinderwand mündende Offnungen zugeführt, die im Verlauf der Hin- und Herbewegung des Kolbens im Zylinder geöffnet und wieder geschlossen werden Diese, zusätzliche Ladung kann der bzw. jeder Öffnung mittels einer äußeren Pumpe zugeführt werden, und die bzw. jede Öffnung ist in der Zylinderwand so angeordnet, daß sie nur dann in offener Verbindung mit dem Raum über dem Kolben steht, wenn sich der Kolben dem Ende eines Ansaughubes und/oder eines Arbeitshubes nähert.
  • Die bzw. jede Offnung ist vorzugsweise so ausgebildet, daß sie die zusätzliche Ladung veranlaßt, eine Wirbelbewegung um die Längsachse der Zylinderbohrung auszuführen, und auch die Gffoung oder das Ventil, über das die zuerst genannte Ladung in die Zylinderbohrung eintritt, ist so ausgebildet, daß sie eine Wirbelbewegung hervorruft, die in der gleichen Richtung verläuft wie die Wirbelbewegung der zusätzlich zugeführten Ladung.
  • Wenn die zusätzliche Ladung nur aus reiner Luft besteht, kann ein überfettetes Kraftstoff-Luft-Gemisch als erste Ladung in den Zylinder hinein angesaugt werden, und die Gesamtmengen der Ladungsbestandteile werden so gewählt, daß sich ein brennbares Gemisch mit der gewünschten Zusammensetzung ergibt. Die Erzeugung der erwähnten Wirbelbewegung ermöglicht es, zwei getrennte Zonen innerhalb der Ladung aufrechtzuerhalten, von denen die eine aus Luft und die andere aus dem eine überschüssige Kraftstoffmenge enthaltenden Eraftstoff-Luft-Gemisch besteht. Wenn man die durch das Kraftstoff-Luft-Gemisch gebildete Zone in der Iiähe einer Zündelektrode anordnet, läßt sich im Bedarfsfall eine augenblickliche Zündung erzielen, und hierbei wird der durch die Luft gebildeten Zone nach Bedarf weitere Luft entnommen, um die Verbrennung zuendezuführen. Diese Schichtung der Ladung in dem Zylinder führt zu einer vollständigen Verbrennung des vorhandenen Kraftstoffs in der Zylinderbohrung, denn der aus Luft bestehenden zusätzlichen Ladung wird eine Luftmenge entnommen, die ausreicht, um eine vollständige Verbrennung zu bewirken, und hierdurch wird die Gefahr einer Verschmutzung der Umwelt durch unverbrannten Kraftstoff verringert.
  • Ferner ist durch die Erfindung ein Viertakt-Verbrennungsmotor geschaffen worden, der mindestens eine Zylinderbohrung aufweist, in der ein Kolben hin- und herbewegbar gleitend geführt ist, bei dem die Zylinderbohrung mit einem Kurbelgehäuse zum Zuführen eines Kraftstoff-Luft-Gemisches oder nur von Luft mindestens während eines Teils derJenigen Zeit in Verbindung steht, während welcher sich der Kolben in der Zylinderbohrung von dem Kurbelgehäuse entfernt, bei dem das Kraftstoff-LuSt-Gemisch bzw. die Luft verdichtet wird, sobald sich der Kolben auf das Kurbelgehäuse zu bewegt, und bei dem mindestens ein Uberströmkanal vorhanden ist, der das einem Innendruck ausgeset$te Eurtelgehäuse mit einem Teil der Zylinderbohrung verbindet, welcher dem vom Kurbelgehäuse abgewandten Ende des Kolbens benachbart ist, sobald der Kolben eine vorbestimmte Stellung gegenüber dem Kurbelgehäuse erreicht hat.
  • Betrachtet man als Beispiel einen erfindung6gemaßen Einzylindermotor, der dieses weitere Merkmal aufweist, gemäßtwelchem das Kurbelgehäuse Luft aufnimmt, während sich der Kolben vom Kurbelgehäuse entfernt, und gemäß welchem die im Kurbelgehäuse vorhandene Luft mindestens während des Ansaughubes des Kolbens, d.h. während der Bewegung des Kolbens in Richtung auf das Kubelgehäuse, verdichtet wird, wird bei diesem rotor dann, wenn der Kolben gegenüber dem Kurbelgehäuse eine vorbestimmte Stellung erreicht hat, mindestens ein Überströmkanal geöffnet, der zu dem über dem Kolben liegenden Teil der Zylinderbohrung führt, so daß Luft aus dem kurbelgehäuse in den Raum oberhalb des Kolbens überströmen kann.
  • Hierauf durchläuft der Kolben seinen unteren Totpunkt, woraufhin er sich wieder von dem Kurbelgehäuse entfernt und sich allgemein nach oben bewegt, so daß der bzw.
  • jeder berströmkanal gegenüber der Zylinderbohrung abgesperrt wird. Bei diesem nach oben gerichteten Verdichtungshub kann sich unmittelbar vor dem Zünden und einem Arbeitshub die aus dem Kurbelgehäuse zugeführte Luft mit dem Kraftstoff-Luft-Gemisch vereinigen, das der Zylinderbohrung über die üblichen Einlaßventile am oberen Ende der Zylinderbohrung zugeführt worden ist, so daß ein brennbares Gemisch entsteht. Dieses Zuführen von zusätzlicher Luft ermöglicht es, der Zylinderbohrung über das bzw. jedes Einlaßventil ein Genisch zuzuführen, das reicher ist, als es gewöhnlich möglich ist, und die von dem Kurbelgehäuse aus zusätzlich zugeführte Luft bewirkt, daß das fettere Kraftstoff-Luft-Gemisch verdünnt wird, so daß sich das erforderliche Kraftstoff-Luft-Verhältnis in Abhängigkeit davon einstellt, ob eine maximale Leistungsabgabe oder eine maximale Eraftstoffersparnis erwünscht ist.
  • Die Erfindung ermöglicht es somit, dafür zu sorgen, daß im Vergleich zu den bis Jetzt gebräuchlichen, nicht aufgeladenen Motoren in der Zylinderbohrung eine größere Menge des Kraftstoff-Luft-Gemisches mit der richtigen Zusammensetzung vorhanden ist, so daß beim Zünden der Ladung eine größere Energiemenge frei wird.
  • Wird das Kurbelgehäuse alternativ oder zusätzlich so ausgebildet, daß sich sein Innendruck im Verlauf des Arbeitshubes ebenfalls erhöht, ist es möglich, auch in diesem Fall z.B. Luft im Kurbelgehäuse zu verdichten und dafür zu sorgen, daß diese verdichtete Luft bei der An- -näherung des Kolbens an das Kurbelgehäuse während eines Arbeitshubes der Zylinderbohrung über einen oder mehrere Vberströmkanäle zugeführt wird, um zum Abführen der Abgase aus dem Zylinder über das sich öffnende Auslaßventil beizutragen. Dieser Luftstrom trägt außerdem auf vorteilhafte Weise dazu bei, den Kolbenbogen abzukühlen.
  • Die erwähnte "vorbestimmte" Stellung des Kolbens gegenüber dem Kurbelgehäuse kann entstellbar sein, um ein optimales Einstellen des Motors zu ermöglichen, oder sie kann in Abhängigkeit von den Betriebßbedingungen des Motors automatisch verstellbar sein. Diese Regelung könnte z.B.
  • mit Hilfe eines Rohrschieberventils durchgeführt werden.
  • Bei einer bevorzugten lusführungsform der Erfindung ist in der Wand der Zylinderbohrung ein Einlaß ausgebildet, der so angeordnet ist, daß ein ungehindertes Hindurchströmen eines Fluides, z.B. von Luft, zu der Zylinderbohrung und dem Kurbelgehäuse mindestens während eines Teils der Bewegung des Kolbens möglich ist, während welcher sich der Kolben vom Kurbelgehäuse entfernt und sich allgemein nach oben bewegt. Mehrere @um Kurbelgehäuse zur Zylinderbohrung führende Überströmkanäle münden in der Zylinderbohrung an einem Punkt, der gerade noch über der Oberseite des Kolbens liegt, wenn sich der Kolben am unteren Ende seiner Hubstrecke, d.h. im unteren Totpunkt, befindet. Die öffnungen, an denen die Uberströmkanäle in der Zylinderbohrung u:iinden, sind vorzugsweise so gestaltet., daß sie eine Wirbelbewegung der Luftladung um die Längsachse der Zylinderbohrung herbeiführen. Außerdem sind auch die Einlaßventil@ vorzugsweise so eingerichtet, daß sie eine Wirbelbewegung der der Zylinderbohrung zugeführten Ladung herbeiführen, die z.B. aus einem traftstoff-Lutt-Gemisch besteht. spielen sich die Wirbeibewegungen der beiden Ladungen in entgegengesetzten Richtungen ab, werden die Ladungen miteinander gemischt. Laufen daher die Wirbelbewegungen in der gleichen Drehrichtung ab, wird eine Schichtung der Ladungen bewirkt, d.h. es entsteht eine Zone, die das Kraftstoff-Luft-Gemisch enthält, während die andere Zone nur Luft enthält. Diese Schichtung der beiden Ladungen führt zu einer vollständigeren Verbrennung des Kraftstoffs und damit zu einer Verringerung der Umwältverschmutzung.
  • Eine Anwendbarkeit der Erfindung ist sowohl bei Verbrennungsmotoren gegeben, bei denen das Eraftstoff-Luft-Gemisch mittels eines Vergasers erzeugt wird, als auch bei solchen, bei denen mit Kraftstoffeinspritzung gearbeitet wird. Beim Vergaserbetrieb bzw. beim Einspritzen des Kraft stoffs in die Ansaugleitung bewirkt die vom Kurbelgehäuse aus während eines Verdiciitungshubes zugeführte Luft lediglich, daß das vom Vergaser bzw. der Ansaugleitung bei der Kraftstoffeinspritzung abgegebene Kraftstoff-Luft-Gemisch verdünnt wird, so daß man den Vergaser oder die Kraftstoffeinspritzeinrichtung auf die Abgabe eines Gemisches einstellen kann, das nur Kraftstoff enthält, und zwar mehr als ein normales Gemisch, denn die Zufuhr von Zusatzluft führt dazu, daß sich in der Zylinderbohrung das richtige Kraftstoff-Luft-Gemisch einstellt. Alternativ ist es jedoch auch möglich, den Kraftstoff direkt in-den Verbrennungsraum einzuspritzen und die benötigte Luft ausschließlich vom Kurbelgehäuse aus zuzuführen. In diesem Fall kann man Justierungen durchführen, um für die jeweils geförderte Leistung das richtige Kraftstoff-Luft-Gemisch bereitzustellen.-Die Erfindung ist aucb bei mit direkter Kraftstoffeinspritzung arbeitenden Dieselmotoren anwendbar. In diesem Fall kann-es erforderlich sein, die durch den bzw. Jeden Überströmkanal zugeführte Luft durch in den Kanälen angeordnete Düsen zu leiten oder sogar Drosseln in den Überströmkanälen anzuordnen. Ferner ist es bei gemäß der Erfindung ausgebildeten Vergaser oder Dieselmotoren möglich, den Kraftstoff in den Verbrennungsraum im Bereich der Überströmkanäle einzuspritzen, so daß der bzw. jeder in den Verbrennungsraum eintretende Luftstrom dazu beiträgt, den Kraftstoff zu~zerstäuben; weiterhin kann der Kraftstoff sogar direkt in die durch die tberströmkanäle strömende läuft eingespritzt werden. iird das Kraftstoff- Luft-Gemisch in das Kurbelgehäuse eingeleitet, kann man an das Kurbelgehäuse einen zweiten Vergaser oder eine zweite Einspritzeinrichtung anschließen und die betreffende Einrichtung während jedes Arbeitshubes des Motors z.B.
  • mit Hilfe eines Rückschlagventils verschließen, damit das Kurbelgehäuse einem Innendruck ausgesetzt werden kann.
  • Bei der bevorzugten Ausführungsform wird der Einlaß zum Verbrennungsraum und zum Kurbelgehäuse zwar vorzugsweise durch den Kolben selbst gesteuert, doch kann man auch lediglich ein Rückschlagventil vorsehen, das z.B. aBs TelIerventil ausgebildet ist; hierbei bewirkt die Bewegung des Kolbens vom Kurbelgehäuse weg, dass Luft zugeführt wird, doch sobald sich der Kolben dem Kurbelgehäuse nähert, schließt sich das Rückschlagventil, damit das Kurbelgehäuse unter Druck gesetzt werden kann.
  • Ferner kann das Kurbelgehäuse mit Ventilen ausgerüstet sein, die eine Drucksteigerung im Kurbelgehäuse während des Arbeitshubes des Kolbens vollständig oder weitgehend verhindern, um den Leistungsverlust zu verringern, der auf den Energieaufwand zum Verdichten der Luft im Kurbelgehäuse zurückzuführen sein würde; diese Ventile könnten gegebenenfalls durch die Nockenwelle des Motors betätigt werden.
  • Die während eines Arbeitshubes aus dem Kurbelgehäuse verdrängte Luft kann über solche Ventile zu einer Sammelkammer strömen, in der die unter Druck stehende Luft gespeichert wird, und die Ventile werden dann so gesteuert, daß sie die gespeicherte Druckluft erneut dem Kurbelgehäuse oder dem Verbrennungsraum des Zylinders oder einer anderen Zylinderbohrung zuführen, was in einem bestimmten Stadium geschieht, z.B. kurz vor dem Zeitpunkt, in dem sich die Uberströmkanäle öffnen, wenn der Kolben bei einem Ansaughub seinen unteren Totpunkt erreicht, so daß dem Verbrennungsraum eine größere zusätzliche Luftmenge zugeführt wird.
  • In dieser Sammelkammer kann die Luft mit Hilfe einer äußeren Pumpe verdichtet werden, oder die Kammer kann als Kammer mit variablem Rauminhalt ausgebildet und in Richtung auf ihren kleinsten Rauminhalt vorgespannt sein.
  • Bei Zylindern mit mehreren Motoren'kann man das Kurbelgehäuse in einzelne Kammern unterteilen, wie es bei mehrzylindrigen Zweitaktmotoren üblich ist. Hierbei ist daran gedacht, Verbindungen, denen Ventile zugeordnet sind, die gegebenenfalls mittels einer durch den Motor angetriebenen Nockenwelle betätigt werden, zwischen den verschiedenen Kurbelgehäusekammern derart anzuordnen, daß es nach Bedarf möglich ist, einem Zylinder mindestens während des Ansaughubes des zugehörigen Kolbens Luft von mehreren Kurbelgehäusekammern aus zuzuführen.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform eines mehrzylindrigen Motors nach der Erfindung sind zwei Zylinder mit einem gemeinsamen Kurbelgehäuse versehen. In diesem Fall ist eine Ventilanordnung vorhanden, die dazu dient, den Überströmkanal zu öffnen, der eine Zylinderbohrung mit dem Kurbelgehäuse verbindet, und zwar mindestens während eines Teils eines Ansaughubes des Kolbens in der betreffenden Zylinderbohrung, nachdem dieser Kolben die vorbestimmte Stellung erreicht hat, und die außerdem dazu dient, gleichzeitig den Uberströmkanal zu schließen, der die zweite Zylinderbohrung mit dem Eurbelgehäuse verbindet, während der Kolben in der zweiten Zylinderbohrung einen Arbeitshub ausführt. Diese Ventilanordnung wird im Gleichlauf mit dem Motor von einer Nockenwelle aus z.B. durch einen Riemen oder eine Kette angetrieben.
  • Ferner ist durch die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Viertakt-Verbrennungsmotors geschaffen worden, das Maßnahmen umfaßt, um eine aus Kraftstoff oder einem Kraft stoff-Luft-Gemisch oder nur aus Luft bestehende Ladung einem Zylinder während eines Ansaughubes des zugehörigen Kolbens zuzuführen, und um eine unter Druck stehende zusätzliche, aus Kraftstoff oder einem Kraftstoff-Luft-Gemisch bestehende Ladung zuzuführen, um zusammen mit der ersten Ladung ein brennbares Gemisch zu bilden, sobald der Kolben in dem Zylinder während eines Ansaughubes eine vorbestimmte Stellung erreicht hat.
  • Weiterhin ist durch die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Viertakt-Verbrennungsmotors geschaffen worden, das Maßnahmen umfaßt, um im Kurbelgehäuse während mindestens einer Bewegung eines Kolbens in einer Zylinderbohrung in Richtung auf das Kurbelgehäuse während eines Viertaktarbeitsspiels einen Druck zu erzeugen, und um die im Kurbelgehäuse verdichtete Luft oder ein Kraftstoff-Luft-Gemisch demjenigen Teil der Zylinderbohrung zuzuführer welcher dem vom Kurbelgehäuse abgewandten Ende des Kolbens benachbart ist, sobald der Kolben gegenüber dem Kurbelgehäuse eine vorbestimmte Stellung erreicht hat, so daß dem Zylinder Luft oder ein Kraftstoff-Luft-Gemisch zusätzlich zu dem Kraftstoff oder dem Kraftstoff-Luft-Gemisch zugeführt wird, das während des Ansaughubes in den Zylinder einströmt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung kann zusätzlich Maßnahen umfassen, die dazu dienen, im Kurbelgehäuse mindestens während eines Ansaughubes einen Druck zu erzeugen und der Zylinderbohrung ein überfettetes Gemisch zuzuführen. Dieses kraftstoffreiche Gemisch wird auf das richtige Gemischverhältnis durch die vom Kurbelgehäuse aus zugeführte Luft verdünnt; alternativ ist es jedoch auch möglich, der Zylinderbohrung nur Kraftstoff zuzuführen oder in sie Kraftstoff direkt einzuspritzen, wobei der Zylinderbohrung Luft nur vom Kurbel gehäuse aus zugeführt wird, um ein Kraftstoff-Luft-Gemisch mit der richtigen Zusammensetzung zu erzeugen.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt: Fig. 1 bis 9 schematisch einen Zylinder einer Ausführungsform eines Viertakt-Verbrennungsmotors in verschiedenen Stadien eines Viertakt-Arbeitsspiels; Fig. 10 schematisch eine zweite Ausführungsform eines Motors, bei dem das Kraftstoff-Luft-Gemisch unter Druck der Zylinderbohrung über dem Kolben von einem Vergaser aus zugeführt wird; Fig. 11 schematisch eine dritte Ausführungsform eines Motors, bei dem das Eraftstoff-Luft-Gemisch unter Druck der Zylinderbohrung über dem Kolben durch eine äußere Pumpe zugeführt wird; Fig. 12 schematisch die Wirbelbewegung der Ladungen, die in den Zylinderbohrungen der Motoren nach Fig. 10 und 11 herbeigeführt wirdi Fig. 13 schematisch die Ausführungsform nach Fig. 1 bis 9 in Verbindung mit einem einen Kurbelgehäuseeinlaß steuernden Rückschlagventil; Fig. 14 schematisch die Ausführungsform nach Fig. 1 bis 9 in Verbindung mit einem dem Kurbelgehäuseeinlaß vorgeschalteten Vergaser; Fig. 15 schematisch die Wirbelbewegung der Ladungen, die bei den Ausführungsformen nach Fig. 13 und 14 hervorgerufen wird; Fig. 16 schematisch im Querschnitt einen Zylinder nach Fig. 12 oder 15, aus dem die Lage des Einlaßkanals für die zusätzliche Ladung gegenüber der Zylinderbohrung ersichtlich ist; Fig. 17*schematisch die Ausführungsform nach Fig. 1 bis 9 in Verbindung mit einer an das Kurbelgehäuse angeschlossenen Sammelkammer; Fig. 18 schematisch eine Ausführungsform eines Zweizylindermotors mit zwei getrennten Kurbelgehäusekammern; Zeigt 19 schematisch eine weitere Ausführungsform eines Zweizylindermotors; Fig. 20 in einer schematischen vergrößerten perspektivischen Darstellung eine Ventilanordnung zur Verwerdung bei der Ausführungsform nach Fig. 19; und Fig. 21 einen eil der Ventilanordnung nach Fig. 20 in einem querschnitt.
  • Bei der in Fig. 1 bis 9 drestellten Ausführungsform der Erfindung weist der li,otor eine hurbelgehäusezone 1 und eine Zylinderbohrung 2 auf. In der Zylinderbohrung ist ein Kolben 3 auf- und abbewegbar geführt und durch eine Pleuelstange 4 mit einer Kurbelwelle gekuppelt, von der nur der geometrische Ort der Verbindung zwischen der Pleuelstange und der Kurbelwelle als gestrichelter Kreis dargestellt ist. Die Zylinderbohrung 2 ist an ihrem oberen, vom Kurbelgehäuse 1 abgewandten Ende mit einem Einlaßventil 5 und einem Auslaßventil 6 ausgerüstet, und diese Ventile werden in der üblichen Weise durch eine nicht dargestellte Nockenwelle gesteuert. Ferner erkennt man eine ZündXerzenelektrode 7 am oberen Ende des Verbrennungsraums.
  • Die Seitenwand der Zylinderbohrung 2 ist mit einem zweiten Lufteinlaß 8 versehen, der so angeordnet ist, daß er dann, wenn sich der Kolben 3 in der Zylinderbohrung am oberen Ende seiner Hubstrecke befindet, in offener Verbindung mit dem Kurbelgehäuse und dem unteren Teil der Zylinderbohrung steht, wie es in Fig. 1 gezeigt ist. Alternativ kann der Einlaß 8 dem Kurbelgehäuse 1 näher benachbart sein, so daß dann, wenn er in offener Verbindung mit dem Kurbelgehäuse steht, die Aufwärtsbewegung des Kolbens in der Zylinderbohrung bewirkt, daß Luft über den Einlaß angesaugt wird. Bewegt sich der Kolben 3 nach unten, verschließt er gemäß Fig. 2 den Lufteinlaß 8, der außerdem so angeordnet ist, daß er auch dann geschlossen bleibt, wenn der Kolben seine untere liotpunktstellung am unteren Ende seiner Hubstrecke erreicht hat, wie es in Fig. 3 dargestellt ist.
  • Ferner sind Überströmkanäle 9 vorhanden, die das Kurbelgehäuse 1 mit dem Teil der Zylinderbohrung 2 oberhalb des kolbens verbinden, wenn der Kolben seine untere Totpunktstellung einnimmt, wie es aus Fig. 3 ersichtlich ist.
  • Der Viertakt-Verbrennungsmotor nach £ig. 1 bis 9 arbeitet wie folgt: Fig. 1 zeigt den Kolben 3 an seinem oberen Totpunkt am oberen Ende seiner Hubstrecke in der Zylinderbohrung 2, nachdem der Kolben soeben einen Auspuffhub beendet und sich das Auslaßventil 6 gerade geschlossen hat. Diese Aufwärtsbewegung des Kolbens, während welcher die berströmöffnungen 10, die Uberströmkanäle 9 und der zweite Luft einlaß 8 geschlossen sind, bewirkt, daß im Kurbelgehäuse 1 und im unteren Teil der Zylinderbohrung 2 ein Unterdruck erzeugt wird. Wenn bei der in Fig. 1 gezeigten Stellung der zweite Lufteinlaß 8 geöffnet worden ist,-wird somit dem Kurbelgehäuse und dem unteren Teil des Zylinders Luft zugeführt, um den dort vorhandenen geringen Unterdruck zu beseitigen Sobald der Kolben gemäß Fig. 2 beginnt, seinen Abwärtshub auszuführenj wird das Einlaßventil 5 geöffnet, so daß über einen nicht dargestellten Vergaser ein Kraftstoff-Luft-Gemisch abgesaugt wird. Auch während dieses Abwärtshubes verschließt der Kolben den zweiten Lufteinlaß 8 und hält die Überströmkanäle 9 geschlossen, so daß die Luft im Kurbelgehäuse verdichtet wird.
  • Sobald der Kolben 3 gemäß Fig. 3 seinen unteren Totpunkt erreicht, wird das Einlaßventil 5 geschlossen, und der Kolben gibt die überströmöffnungen 10 der Uberströmkanäle 9 frei, so daß die verdichtete Luft aus dem Kurbelgehäuse durch die Uberströmkanäle 9 zu dem Raum über dem Kolben strömen kann, um den Druck zwischen dem Kurbelgehäuse und dem Raum über dem Kolben auszugleichen.
  • Hierbei hält der kolben den zweiten Lufteinlaß 8 geschlossen.
  • Bewegt sich der Kolben in der ylinderbohrung gemäß Fig. 4 nach oben, wird die kombinierte Ladung in der Zylinderbohrung verdichtet, d.h. es spielt sich der Verdichtungshub ab, und im Kurbelgehäuse entsteht erneut ein geringer Unterdruck. Sobald der Kolben gemäß Fig. 5 seine obere Totpunktstellung erreicht, öffnet er den zweiten Lufteinlaß 8, so daß erneut Luft in das Kurbelgehäuse 1 einströmen kann, um den geringen Unterdruck zu beseitigen.
  • reicht der Kolben das Ende seines Aufwärtshubes, zündet die Zündkerze das im oberen Teil der Zylinderbohrung verdichtete Kraftstoff-Luft-Gemisch, woraufhin sich gemäß Fig. 6 ein Arbeitshub abspielt, während dessen sich der Kolben 3 nach unten bewegt. Während dieses Abwärtshubes werden das Einlaßventil 5 und das Buslaßventil 6 ebenso wie der zweite Lufteinlaß 8 und die Uberströmöffnungen 10 geschlossen gehalten. Außerdem wird die Luft im Kurbelgehäuse verdichtet und kurz bevor der Kolben die Uberströmöffnungen 10 gemäß Fig. 7 freigibt, um das Kurbelgehäuse von dem Druck zu entlasten, wird das Auslaßventil 6 geöffnet, damit die Abgase aus dem oberen Teil der Zylinderbohrung entweichen können. Hierbei bewegt sich der Kolben weiter nach unten, bis er gemäß Fig. 8 die Uberströmöffnungen 10 freigibt, so daß die verdichtete Luft aus dem Kurbelgehäuse in die Zylinderbohrung einströmen kann, Diese Luft kühlt das obere Ende des Kolbens bzw. den Kolbenboden ab und dient gleichzeitig dazu, eine Spülwirkung hervorzurufen, um die verbrannten Gase aus dem Zylinder über das Auslaßventil 6 zu entfernen. Während dieser Zeit werden der zweite Lufteinlaß 8 und das Einlaßventil 5 geschlossen gehalten. Nunmehr durchläuft der Kolben 3 gemäß Fig. 8 seinen unteren Totpunkt, woraufhin er sich in dei Zylinder 2 wieder nach oben bewegt, wobei er die Uberströmöffnungen 10 erneut verschließt und die verbrannten Gase sowie den größten Teil der Luft, die aus dem Kurbelgehäuse zu oberen Teil des Zylinders gelangt ist, über das Auslaßventil 6 verdrängt, wie es in Fig. 9 gezeigt ist. Dænn schließt sich das Äuslaßventil 6, und der zweite LufteinlaB 8 wird wieder geöffnet, um Luft in das Kurbelgehäuse einströmen zu lassen. Nunmehr hat der rotor ein vollständiges Arbeitsspiel ausgeführt und ist wieder in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zurückgekehrt.
  • Da dem Zylinder vom hurbelgehäuse aus nahe dem Ende des Ansaughubes zusätzliche Luft zugeführt wird, wird dem Zylinder über das Einlaßventil 5 von dem nicht dargestellten Vergaser aus ein Gemisch zugeführt, das mehr Kraftstoff enthält als ein normales Gemisch, und die Zusatzluft verdünnt dieses Eraftstoff-Luft-Gemisch, so daß für die geforderte Leistung jeweils die richtige Gemischzusammensetzung erzielt wird. Längs der Hubstrecke des Kolbens befindet sich somit in dem Zylinder eine Menge des Kraftstoff-Luft-Gemisches, die größer ist, als es normalerweise möglich ist. Gewöhnlich richtet sich die enge des über das Einlaßventil angesaugten Kraft stoff-Luft-Gemisches nach dem Querschnitt und dem Hub des Kolbens, und dieses Gemisch hat unmittelbar vor dem Beginn des Zerdichtungshubes etwa den gleichen Druck wie die Umgebungsluft. Bei dem erfindungsgemäßen Motor steht somit das Gemisch unmitteLbar vor dem Verdichtungshub, der Zylinderbohrung unter Druck, so daß die Bohrung im Vergleich zu bekannten rotoren eine größere Gemischmenge enthält. Wird diese größere Gemischmenge gezündet, liefert der Motor im Vergleich zu einem normal eingestellten bekannten Motor gleichen Hubraums ein höheres Drehmoment.
  • Fig. 10 und 11 zeigen zwei weitere Ausführungsformen der Erfindung, bei denen ein Eraftstoff-Luft-Gemisch oder Luft unter Druck der Zylinderbohrung 2 direkt über einen Einlaß 11 und eine Einlaßöffnung 11a zugeführt wird, bei denen keine bberströmkanäle der in Fig. 1 bis 9 gezeigten Art vorhanden sind, und bei denen das Kurbelgehäuse nicht notwendigerweise unter Druck gesetzt wird. Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch dem Einlaßkanal 11 von einem Vergaser 12 aus zugeführt, der von einem Behälter 13 aus mit Kraftstoff gespeist wird, und das Gemisch wird der Zylinderbohrung mittels einer nicht dargestellten Pumpe unter Druck zugeführt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 11 ist eine Pumpe 14 an den Einlaßkanal 11 angeschlossen, und diese Pumpe führt dem Einlaßkanal ein Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur Luft unter einem Druck zu. Im Gegensatz zunder Ausführungsform nach Fig. 1 bis 9 ist die Einlaßöffnung IIa nach Fig. 10 und 11 gegenüber der Zylinderbohrung 2 so angeordnet, daß sie niemals in Verbindung mit dem Kurbelgehäuse 1 kommt; mit anderen Worten, der Kolben 3 sperrt die Einlaßöffnung IIa ständig gegenüber dem Kurbelgehäuse ab, doch verbindet er die Einlaßöffnung mit dem oberen Teil der Zylinderbohrung, sobald er sich seinem unteren Totpunkt nähert. Fig. 12 zeigt schematisch die Wirbelbewegung der über den inlaßkanal 11 und das Einlaßventil 5 zugeführten Ladungen; der Einlaßkanal 11 steht mit der Zylinderbohrung über die Offnung 11a in Verbindung, die so gestaltet ist, daß sie eine Wirbelbewegung der Ladung um die Längsachse der Zylinder bohrung 2 hervorruft, und auch das Einlaßventil 5 ist so ausgebildet, daß es die zugeführte Ladung in eine wirbelnde Bewegung versetzt. Die Ladungen führen ihre Wirbelbewegung gegenüber dem Einlaßventil 5 und der Einlaßöffnung 11a in der gleichen Drehrichtung aus, so daß die Ladungen in getrennten Zonen verbleiben und sich insgesamt eine geschichtete Ladung ausbildet. Wird über das Einlaßventil 5 ein Kraftstoff-Luft-Gemisch und über den Linlaßkanal 11 nur Luft zugeführt, bewirkt die Schichtung der Ladungen oder Füllungen, daß eine Zone 15, die Luft mit einem hohen Kraftstoffgehalt enthält, dem oberen Ende des Zylinders in der Nähe der Zündkerze 7 benachbart ist, während sich im unteren Teil der Zglinderbohrung eine Zone 16 befindet, die praktisch reine Luft enthält. Wird das Gemisch gezundet, wird daher der unteren Zone 16 nach Bedarf Luft entnommen, um eine vollständige Verbrennung des Kraftstoffs' in der oberen Zone 15 zu bewirken. Dies trägt zur Durchführung einer vollständigen Verbrennung des Kraftstoffs bei, so daß sich die Gefahr einer Verunreinigung der Atmosphäre durch unverbrannten Kraftstoff verringert.
  • Die in Fig. 13 und 14 dargestellten Ausführungsformen der Erfindung entsprechen der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 9, doch sind gemäß Fig. 13 und 14 unterschiedliche Hilfseinrichtungen vorhanden.
  • Bei dem Motor nach Fig. 13 ist in den Einlaßkanal 8 ein unter Federspannung stehendes Rückschlagventil 17 eingeschaltet, das das Einströmen von Luft in das Kurbelgehäuse 1 über den Kanal 8 nahe dem Ende des Auswärtshubes des Kolbens 3 im Zylinder 2 ermöglicht und es gestattet, das Kurbelgehäuse während des Niedergangs des Kolbens unter Druck zu setzen. Bei dieser Ausführungsform strömt die im Kurbelgehäuse verdichtete Luft durch einen Uberströmkanal 9, um sich mit dem Kraftstoff-Luft-Gemisch in der Zylinderbohrung zu mischen; dies geschieht kurz vor dem Zeitpunkt, in dem der Kolben seinen unteren Totpunkt erreicht. Man kann diese Ausführungsform dadurch abändern, daß man eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung 18 vorsieht, wie es in Fig. 13 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, ie dazu dient, Kraftstoff in die durch den Überströmkanal t strömende Luft einzuspritzen. Das KraftstoffLuft-Gemisch wird dann der Zylinderbohrung 9 sowohl über das Einlaßventil 5 als auch durch den Uberströmkanal 9 zugeführt.
  • Alternativ kann man Kraftstoff direkt in die Zylinderbóhrüng in der Nähe der Mündung 10 des Uberströmkanals 9 einspritzen.
  • Fig. 14 zeigt eine Ausführungsform, bei der an einen Einlaßkanal 8 ein Vergaser 19 angeschlossen ist, der dem Kurbelgehäuse 1 ein Kraftstoff-Luft-Gemisch über die Zylinderbohrung 2 zuführt, sobald sich der Kolben 3 dem Ende eines Auspuffhubes nähért; hierbei wird der Eraftstof.f dem Vergaser 19 von einem Behälter 20 aus zugeführt. Die in Fig. 15 gegebene Darstellung entspricht der Darstellung in Fig. 12 und gilt für die Ausführungsformen nach Fig. 1 bis 9 bzw. Fig. 13 bzw. Fig. 14; man erkennt die Wirbelbewegung der Ladungen, die der Zylinderbohrung über das Eingasventil 5 und den Einlaßkanal 8 zugeführt werden. Wenn im Kurbelgehäuse nur Luft verdichtet und der Zylinderbohrung durch den Uberströmkanal 9 zugeführt wird, wird ein Kraftstoff-Luft-Gemisch der Zylinderbohrung 2 über das Einlaßbentil 5 zugeführt; hierbei sind die sich an das Ventil 5 und den Kanal 9 anschließenden Öffnungen, die in der Zylinderbohrung münden, so gestaltet, daß die beiden Ladungen Wirbelbewegungen in der gleichen Richtung gegenüber den Zuführungsöffnungen ausführen, damit sich in der beschriebenen Weise eine geschichtete Ladung ausbildet. Ein zu der Zylinderbohrung führender Einlaß, der sich an das Einlaßventil 5 oder den Uberströmkanal 9 anschließt, kann gemäß Fig. 16 so ausgebildet sein, daß die Achse des Einlasses unter einem Winkel zu einem Radius der Bohrung 2 verläuft.
  • Fig. 17 zeigt eine lusführungsforn der Erfindung, die grundsätzlich derjenigen nach Fig. 1 bis 9 ähnelt, abgesehen davon, daß mit dem Kurbelgehäuse 1 über ein Ventil 22 eine Sauelkammer 21 verbunden ist. Das Ventil 22 begrenzt die maximal mögliche Steigerung des Drucks im Kurbelgehäuse, und es ist so ausgebildet, daß es ein Kraftstof*-Lutt-Genisch oder nur Luft aus dem Kurbel gehäuse 1 zu der Kammer 21 strömen läßt, sobald im Kurbelgehäuse der maximale vorgesehene Druck herrscht. Das in der Kammer 21 gespeicherte Kraftstoff-Luft-Gemisch wird durch ein. Pumpe 23 unter Druck gesetzt und nach Bedarf einen beliebigen vorbestimmten Teil des Motors zugeführt. In den Uberströmkanal 9 ist eine Drossel 24 eingeschaltet, die die Zufuhr des Kraftstoff-Luft-Gemisches bzw. der Luft vom Kurbelgehäuse zur Zylinderbohrung steuert. Eine solche Drossel oder.
  • eine Düse kann auch bei jeder der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen vorhanden sein, bei denen der Motor mit einem Uberströmkanal versehen ist.
  • Zwar handelt es sich bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen um Einzylinder-Viertaktmotoren, doch ist die Erfindung ohne weiteres auch bei mehrzylindrigen Viertaktmotoren anwendbar.
  • Eine Ausführungsform eines mehrzylindrigen Motors nach der Erfindung ist in Fig. 18 schematisch dargestellt. Dieser Motor hat zwei Zylinder 25 und 26, in denen Kolben 27 und 28 arbeiten1 und von denen jeder Einlaß- und Auslaßventile bekannter Art sowie einen Einlaß 25a bzw. 26a für ein Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur für Luft aufweist, welche in Verbindung in Verbindung mit der Eurbelgehäusezone stehen. Zu dem Zylinder 25 gehört eine Eurbelgehäusezone 29 und zu dem Zylinder 26 eine Kurbelgehäusezone 30; diese Zonnen sind durch eine ZwLschenwand 31 getrennt, in die ein Ventil 32 eingebaut ist, das nach Bedarf gesteuert werden kann, um den in einer Kurbelgehäusezone vorhandenen Druck auf die andere Kurbelgehäusezone wirken za lassen.
  • Zu jedem Zylinder und der ihm benachbarten Kurbelgehäusezone gehört ein Uberströmkanal 33 bzw. 34, und in jedem Zylinder arbeitet der betreffende Kolben nach dem Vi ertaktverfahren. Die Kolben 27 und 28 bewegen sich jeweils gleichzeitig in den Zylindern nach oben bzw. nach unten, und der eine Kolben führt einen Ansaughub aus, während der andere Kolben einen Arbeitshub ausführt. Alternativ ist es möglich, die Zylinder völlig unabhängig voneinander arbeiten zu lassen, wenn das Ventil 32 geschlossen ist; in diesem Fall kann man dafür sorgen, daß sich der eine.Eolben jeweils nahe seinem oberen Totpunkt befindet, während sich der andere Kolben in der Nähe seines unteren Totpunkt tes befindet.
  • Eine weitere Ausführungsform eines Zweizylinder-Viertakt-Verbrennungsmotors nach der Erfindung ist in Fig. 19 schematisch dargestellt, die praktisch im wesentlichen mit der Ausführungsform nach Fig. 18 übereinstimmt, und deren Teile daher jeweils mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet sind. Der Hauptunterschied des Motors nach Fig. 19 gegenüber demjenigen nach Fig. 18 besteht darin, daß den beiden Zylindern eine gemeinsame Kurbelgehäusezone 35 zugeordnet ist, was der Konstruktion nach Fig. 18 entsprechen würde, wenn die Trennwand 31 mit dem Ventil 32 nicht vorhanden wäre, sowie darin, daß die Uberströmkanäle 33 und 34 durch eine Ventilanordnung gesteuert werden, zu der zwei miteinander verbundene Ventile 36 und 37 gehören.
  • Die Kolben 27 und 28 bewegen sich zwar in ihren Zylindern gemeinsam mach oben und unten, doch ist die Anordnung derart, daß der eine Kolben einen Ansaughub ausführt, während der andere Kolben seinen Arbeitshub durchläuft, und daß der erste Kolben einen Auspuffhub ausführt, während der andere Kolben einen Verdichtungshub durchläuft. Die Ventile 36 und 37 werden so gesteuert, daß während des Ansaughubes des Kolbens 28 und des sich gleichzeitig abspielenden Arbeitshubes des Kolbens 27 das Ventil 36 geschlossen bleibt und sich das Ventil 37 öffnet. Somit wird in der Kurbelgehäusezone 35 das Kraftstoff-Luft-Gemisch bzw. nur die Luft durch beide Kolben verdichtet, und wenn sich der Kolben 28 seinem unteren Totpunkt nähert, strömt das verdichtete Gemisch bzw. die Luft durch den Uberströmkanal 34 und das Ventil 37 zum oberen Teil des Zylinders 26.
  • Praktisch wird hierdurch dem Zylinder 26 im Vergleich zum sonst üblichen Betrieb eines Verbrennungsmotors eine doppelt so große enge des Gemisches oder von Luft zugeführt, und das Gemisch wird nahe dem Ende des folgenden Verdichtungshubes des Kolbens 28 gezündet. Sobald der Rolben 27 das äußere Ende eines Ansaughubes erreicht, ist das Ventil 36 offen, und das Ventil 37 geschlossen. Auf diese Weise wiederholt sich das soeben beschriebene Arbeitsspiel.
  • In Fig. 20 ist ein Teil des Motors nach Fig. 19 unter Beibehaltung der entsprechenden Bezugszahlen perspektivisch und in einem größeren Maßstab dargestellt. In den Zylindern 25 und 26 arbeiten wiederum Kolben 27 und 28.
  • Die Ventile 36 und 37 bzw. die Ventilkörper sind als rohrförmige Bauteile 38 und 39 ausgebildet, die drehfest miteinander verbunden, gleichachsig angeordnet, durch einen Abstand getrennt und drehbar gelagert sind. Die beiden rohrförmigen Bauteile 38 und 39 werden im Gleichlauf mit dem Motor durch einen nicht dargestellten Kissen- oder Riementrieb von einer ebenfalls nicht gezeigten Nockenwelle aus angetrieben. Jedes der rohrförmigen Bauteile 38 und 39 weist einen Durchlaß 40 bzw. 41 auf, der mindestens während eines Teils jeder Umdrehung des betreffenden Bauteils zwei Öffnungen 42 und 43 jedes Zylinders 25 und 26 miteinander verbindet, um die gleiche Wirkung hervorzurufen wie die Uberströmkanäle 33 und 34. Die Durchlässe 40 und 41 sind um 1800 gegeneinander versetzt, so daß dann, wenn der Durchlaß 41 eine Verbindung zwischen den Öffnungen 42 und 43 des Zylinders 26 herstellt, um den Vberströmkanal 34 zu öffnen, der Durchlaß 40 die entsprechenden Öffnungen des Zylinders 25 nicht miteinander verbindet, so daß der Vberströmkanal 33 geschlossen bleibt.
  • Fig. 21 zeigt im Querschnitt das Ventil 37 und einen Teil des Zylinders 26; der rohrförmige Ventilkörper 39 ist in einer Bohrung 44 eines Gehäuses 45 gelagert, das an dem Zylinder 26 normalerweise mittels nicht dargestellter Schrauben befestigt ist und geneigte Kanäle 46 und 47 aufweist, welche in Verbindung mit der Bohrung 44 stehen und zu den Öffnungen 42 und 43 der Wand des Zylinders 26 führen. In die Bohrung 44 ist ein in das rohrförmige Bauteil 39 hineinragendes Leitorgan 48 fest eingebaut, das die Form eines massiven Zylinders hat, der längs einer gekrümmen Linie 49 ausgeschnitten ist, deren Krümmung quer zur Längsachse des Leitorgans terläuSt. Gemäß Fig. 21 ist der Ausschnitt 49 den geneigten Kanälen 46 und 47 zugewandt, um eine glatte Fläche zu bilden, die den Strom zügig durch das Ventil führt. Beim Betrieb des Motors laufen die rohrförmigen Bauteile 38 und 39 um, und nur dann, wenn der betreffende Kolben, z.B. gemäß Fig. 21 der Kolben 28 sich während eines Ansaughubes seinem unteren Totpunkt nähert, verbindet einer der Durchlässe 40 und 41 die zugehörigen geneigten Kanäle 46 und 47 miteinander.
  • In Fig. 21 nähert sich der Kolben 28 während eines hnsaughubes seinem unteren Totpunkt, und der Durchlaß 40 verbindet die zugehörigen Kanäle 46 und 47. Jedoch erst dann, wenn der Kolben 28 mindestens einen Teil des Kanals 42 freigegeben hat, kann aus dem Kurbelgehäuse 35 das unter Druck stehende Eraftstoff-Luft-Gemisch oder Luft zum oberen Teil des Zylinders 26 strömen, wie es in Fig. 21 durch Pfeile angedeutet ist. Der Kolben 28 weist eine Längsnut 50 auf, die dazu dient, das Kurbelgehäuse mit dem geneigten Kanal 47 zu verbinden. Das andere Ventil 36 arbeitet auf entsprechende Weise mit dem Zylinder 25 in dem Kolben 27 zusammen.
  • Zwar sind bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen Einlaß- und Auslaßventile 5 und 6 bekannter Art und eine Zündkerze 7 vorhanden, und die beschriebenen Motoren arbeiten als Vergasermotoren oder mit indirekter Kraftstoffeinspritzung, doch läßt sich die Erfindung auch bei Motpren anwenden, bei denen der Kraftstoff direkt in den Zylinder eingespritzt wird, so daß sich die Verwendung eines oder mehrerer Einlaßventile erübrigt.
  • In diesem Fall kann dem Verbrennungsraum Luft nur vom Eurbelgehäuse aus durch die Uberströmkanäle zugeführt werden, und gegebenenfalls kann ee erforderlich sein, in die Uberströmkanäle Düsen oder ein Venturirohr einzuschalten, damit im Hinblick auf die zwitliche Dauer Jedes Kolbenhubes die für die Verbrennung benötigte Luftmenge zugeführt werden kann. Diese Düsen können natürlich verstellbar sein.
  • Hieraus ist ersichtlich, daß sich die Erfindung ohne weiteres auch bei Dieselmotoren anwenden läßt, bei denen eine Glühkerze lediglich zum Anlassen benötigt wird, während die weiteren Verdichtungshübe die zum Zünden des Gemisches benötigte Wärme liefern.
  • Wie erwähnt, sind ferner bei allen beschriebenen Ausführungsformen Einlaßventile 5 und Auslaßventile 6 bekannter Art vorhanden, die durch eine nicht dargestellte Nockenwelle des Motors gesteuert werden. Jedoeh sind bestimmte Zeitpunkte festgelegt, in denen diese Ventile geschlossen werden, und wenn der Zylinderbohrung ein unter Druck stehendes Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur LuSt zugeführt wird, bevor sich das Einlaßventil 5 geschlossen hat, wird das Gemisch über das Einlaßventil 5 aus dem Verbrennungsraum verdrängt und zum Vergaser gefördert, wo es entweicht. Daher ist gemäß Fig. 10 und 13 ein Rückschlagventil 51 in die Ansaugleitung zwischen dem Vergaser bzw. der indirekten Kraftstoffeinspritzeinrichtung. 52 und der Zylinderbohrung 2 eingeschaltet, um zu erreichen, daß der größte Teil des unter Druck stehenden brennbaren Gemisches in der Zylinderbohrung zurückgehalten wird. Alternatib oder zusätzlich zu dem Rückschlagventil können die nicht dargestellten Nocken zum Steuern der Ventile 5 und 6 so ausgebildet werden, daß sie sehr steile Nockenflächen aufweisen, mittels welcher die Ventile sehr schnell geöffnet und wieder geschlossen werden.
  • Zwar ist die Verwendung-eines Rückschlagventils 51, das z.B. als Zungenventil ausgebildet sein kann, nur bei den Ausführungsformen nach Fig. 10 und 13 dargestellt, doch könnte man ein solches Ventil auf vorteilhafte Weise natürlich auch bei allen anderen beschriebenen Ausführungsformen verwenden, bei denen dem Motor der Kraftstoff durch einen Vergaser oder mittels indirekter Kraftstoffeinspritzung zugeführt wird.
  • Ansprüche:

Claims (37)

  1. BNSDRlfCHE 9 Viertakt-Verbrennungsmotor mit mindestens einer Zylinderbohrung, in der ein Kolben hin- und herbewegbar gleitend geführt ist, bei dem der bzw. jeder Zylinder so eingerichtet ist, daß er während eines Ansaughubes des Kolbens eine Ladung aus Kraftstoff oder einem Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur aus Luft aufnimmt, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Zylinder so ausgebildet ist, daß er eine zusätzliche, unter Druck stehende Ladung aus einem Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur aus Luft aufnimmt, um in dem Zylinder (2) zusammen mit der zuerst genannten Ladung ein brennbares Gemisch zu bilden, sobald der Kolben (3) längs des Zylinders während des Ansaughubes eine vorbestimmte Stellung erreicht hat.
  2. 2. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Zylinder so eingerichtet ist, daß er eine Ladung aus dem Kraftstoff-Luft-Gemisch aufnimmt, und daß die zusätzliche Ladung aus unter Druck stehender Luft besteht.
  3. 3. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die zusätzliche Ladung dem Zylinder über eine oder mehrere Öffnungen (via) in der Zylinderwand mittels einer äußeren Pumpe (14) zugeführt wird.
  4. 4. Verbrennungsmotor nach Anspruch 3, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die hin- und hergehende Bewegung des Kolbens längs des Zylinders bewirkt, daß die bzw. jede Öffnung (11a) geöffnet bzw. wieder geschlossen wird.
  5. Verbrennungsmotor nach Anspruch 4, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die bzw. jede Öffnung (11a) in der Zylinderwand so angeordnet ist, daß sie nur dann in offener Verbindung mit dem Verbrennungsraum über dem Kolben steht, wenn sich der Kolben dem Ende eines Ansaughubes und/oder eines Arbeitshubes nähert.
  6. 6. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die erste Ladung (15) der Zylinderbohrung über ein Ventil (5) an dem von dem bzw. jeder Öffnung (via) abgewandten Ende der Zylinderbohrung zugeführt wird, daß dieses Ventil so ausgebildet ist, daß es die erste Ladung veranlaßt, in der Zylinderbohrung eine Wirbelbewegung in einer bestimmten Richtung auszuführen, und daß die bzw. jede Öffnung so ausgebildet ist, daß sie die zusätzliche Ladung (16) ver-.
    anlaßt, in der Zylinderbohrung eine Wirbelbewegung in der gleichen Richtung auszuführen.
  7. 7. Viertakt-Verbrennungsmotor mit mindestens einer Zylinderbohrung, in der ein Kolben hin- und herbewegbar gleitend geführt ist, und bei dem die Zylinderbohrung in Verbindung mit einem Kurbelgehäuse steht, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß es das Kurbelgehäuse ermöglicht, ein Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur Luft während höchstens eines Teils der Zeit aufzunehmen, während welcher sich der Kolben längs der Zylinderbohrung von dem Kurbelgehäuse (1) weg bewegt, und das Kraftstoff-Luft-Gemisch bzw.
    nur die Luft zu verdichten, sobald sich der Kolben in Richtung auf das Kurbelgehäuse bewegt, und daß mindestens ein Überströmkanal (9) vorhanden ist, der es ermöglicht, das unter Druck stehende Kurbelgehäuse mit dem Teil der Zylinderbohrung zu verbinden, der dem vom Kurbelgehäuse abgewandten Ende des Kolbens benachbart ist, wenn der Kolben eine vorbestimmte Stellung gegenüber dem Kurbelgehäuse erreicht hat.
  8. 8. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Wand der Zylinderbohrung zum Zuführen eines Kraftstoff-Luft-Gemisches oder nur von Luft mit einem Einlaßkanal (8) versehen ist, der so angel ordnet ist, daß er es ermöglicht, der Zylinderbohrung und dem Kurbelgehäuse mindestens während eines Teils der Bewegung des Kolbens vom Kurbelgehäuse weg ungehindert Luft oder ein Eraftstoff-Luft-Gemisch von der Außenseite des Motors aus zuzuführen.
  9. 9. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß ein Ventil (17) vorhanden ist, das Luft oder ein Kraftstoff-Luft-Gemisch in das Kurbelgehäuse mindestens während eines Teils der Bewegung des Kolbens vom Kurbelgehäuse weg einströmen läßt.
  10. 10. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß ein Vergaser oder eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung (19) vorhanden ist, um dem Kurbelgehäuse Luft und Kraftstoff zuzuführen.
  11. 11. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Zylinderbohrung so ausgebildet ist, daß sie während eines knsaughubes des Kolbens Kraftstoff oder ein Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur Luft aufnimmt, um zusammen mit dem Kraftstoff-Luft-Gemisch oder der Luft, das bzw. die der Zylinderbohrung vom Kurbelgehäuse aus unter Druck zugeführt wird, ein brennbares Gemisch zu bilden.
  12. 12. Verbrennungsmotor nach Anspruch 11 dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Zylinderbohrung mit einem Auslaßventil (6), einem Einlaßventil (5) für Kraft stoff und/oder Luft und einer Zündelektrode (7) versehen ist, und daß diese Teile in einem Abstand von der Mündung des Uberströmkanals (9) angeordnet wird.
  13. 13. Verbrennungsmotor nach Anspruch 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß eine Eraftstoffeinspritzeinrichtung (19) zum Zuführen des Kraftstoffs oder eines Kraft stoff-Luft-Gemisches oder nur von Luft zu der Zylinderbohrung vorhanden ist.
  14. 14. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Kraftstoffeinspritzeinrichtung (18) so angeordnet ist, daß sie Eraftstoff in den Luftstrom einspritzt, der durch den Uberströmkanal (9) zur Zylinderbohrung strömt.
  15. 15. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 7 bis 14, da urch g e k e n n z e i c h n e t , daß der bzw.
    Jeder überströmkanal (9) in der Zylinderbohrung an einem Punkt mündet, der dem vom Kurbelgehäuse abgewandteR Ende des Kolbens (3) benachbart ist, wenn sich der Kolben dem Kurbelgehäuse bis auf den kleinsten möglichen Abstand genähert hat.
  16. 16. Verbrennungsmotor nach Anspruch 15, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der überströmkanal (9) in der Zylinderbohrung an einer Oeffnung (10) mündet, die so gestaltet ist, daß sie in der Zylinderbohrung eine wirbelnde Bewegung des zugeführten Kraftstoff-Luft-Gemisches (16) hervorruft.
  17. 17. Verbrennungsmotor nach Anspruch 16+ dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Achse der Öffnung (10) gegen einen Radius der Zylinderbohrung geneigt ist, um die wirbelnde Bewegung der Ladung (16) hervorzurufen.
  18. 18. Verbrennungsmotor nach Anspruch 13 oder 14 in Abhängigkeit von Anspruch 11, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Kraftstoff oder das Kraftstoff-Luft-Gemisch oder die Luft von der Zylinderbohrung über ein oder mehrere Ventile (5) aufgenommen wird, die durch einen Abstand von der bzw. jeder Öffnung (10) getrennt sind, und die so ausgebildet sind, daß sie eine wirbelnde Bewegung der aus Kraftstoff oder einem Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur aus Luft bestehenden Ladung (15) um die Längsache der Zylinderbohrung hervorrufen, die sich in der gleichen Drehrichtung abspielt wie die Wirbelbewegung der Ladung (16) aus dem Kraftstoff-Luft-Gemisch oder der Luft, die in die Zylinderbohrung über die bzw. jede Offnung (10) eintritt.
  19. 19. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 7 bis 18, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß mindestens ein bberströmkanal (9) mit einer Düse (24) zum Regeln des durchgelassenen Stroms versehen ist.
  20. 20. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 7 bis 19, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß Ventile (22) vorhanden sind, um den auf das Kurbelgehäuse aufbringbaren Druck zu begrenzen.
  21. 21. Xerbrennungsmotor nach Anspruch 20, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Ventile (22) durch eine nockenwelle des Motors gesteuert werden, und daß die Ventile und die Nockenwelle so eingerichtet sind, daß sie die Druckbelastung der Kurbelwelle während eines Arbeitshubes des Kolbens mindestens im Bereich der Zylinderbohrung auf einem minimalen Wert halten.
  22. 22. Verbrennungsmotor nach Anspruch 20 oder 21, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß an das Ventil (22) eine Sammelkammer (21) angeschlossen ist, die dazu dient, die von dem Kurbelgehäuse unter Druck abgegebene Luft zu speichern.
  23. 23. Verbrennungsmotor nach Anspruch 22, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Sammelkammer (21) so eingerichtet ist, daß sie es ermöglicht, die ihr zugeführte Luft bei einem vorbestimmten Stadium des betriebs des Motors erneut einem beliebigen gewünschten rieil des IYiotors zuzuführen.
  24. 24. Verbrennungsmotor nach Anspruch 22 oder 23, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß eine äußere Pumpe (23) vorhanden ist, um die in der Sammelkammer (21) gespeicherte Luft zu verdichten.
  25. 25. Verbrennungsmotor nach Anspruch 22 oder 23, dadurch g e k e n n z e i c h n e t s daß die Sammelkammer (21) so ausgebildet ist, daß ihr Rauminhalt variabi ist, und daß die Sammelkammer in Richtung auf ihren kleinsten Rauminhalt vorgespannt ist, um die darin gespeicherte Luft einem Druck auszusetzen.
  26. 26. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 7 bis 25, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Eurbelgehäuse so ausgebildet ist, daß es während eines Auspuffhubes des Kolbens Luft aus der Atmosphäre aufnimmt, und daß es die aufgenommene Luft in dem Kurbelgehäuse mindestens im Bereich der Zylinderbohrung verdichtet, während der Kolben einen Ansaughub ausführt.
  27. 27. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß ein Kraftstoff-Luft-Gemisch der Zylinderbohrung von einem Vergaser (52) aus über ein Rückschlagventil (51) zugeführt wird.
  28. 28. Verbrennungsmotor nach~einem der Ansprüche 7 bis 27, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß mehrere Zylinder (25, 26) vorhanden und einem Kurbelgehäuse (35) zugeordnet sind, und daß das Kurbelgehäuse in einzelne Abschnitte (29, 30) unterteilt ist, von denen jedem Zylinder einer zugeordnet ist, und die unabhängig voneinander unter Druck setzbar sind.
  29. 29. Verbrennungsmotor nach Anspruch 28, dadurchg e k e n n z e i c h n e t , daß das Kurbelgehäuse durch Wände (31) in einzelne Abschnitte (29, 30) unterteilt ist, und daß Ventile (32) vorhanden sind, die es ermögliehen, Luft oder ein Kraftstoff-Luft-Gemisch nach Bedarf öder gemäß einem vorbestimmten Steuerprogramm aus einem der Abschnitte zu einem anderen Abschnitt strömen zu lassen.
  30. 30. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß den beiden Zylindern (25, 26) ein gemeinsames Kurbelgehäuse (35) zugeordnet ist, und daß eine Ventilanordnung (36, 37) vorhanden ist, die dazu dient, den überströmkanal (33, 34), der jeweils eine Zylinderbohrung mit dem Kurbelgehäuse verbindet, mindestens während eines Teils eines Ansaughubes eines Kolbens (27, 28) in der zugehörigen Zylinderbohrung zu öffnen, nachdem der betreffende Kolben die vorbestimmte Stellung erreicht hat und gleichzeitig den Uberströmkanal zu schließen, der die betreffende andere Zylinderbohrung mit dem Kurbelgehäuse verbindet, während der Kolben in der zweiten Zylinderbohrung einen Arbeitshub ausführt
  31. 31. Verbrennungsmotor nach Anspruch 30, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß zu der Ventilanordnung (36, 37) zwei rohrförmige Bauteile (38, 39) gehören, die starr miteinander verbunden, gleichachsig angeordnet, durch einen Abstand getrennt und drehbar gelagert sind, daß jedes rohrförmige Bauteil einen Durchlaß (40, 41) aufweist, daß diese Durchlässe in der Umfangsrichtung um 1800 gegeneinander versetzt sind, und daß jedes der rohrförmigen Bauteile mit mindestens zwei Öffnungen (42,43) des zugehörigen Zylinders zusammenarbeitet, um während eines Teils Jeder Umdrehung des betreffenden rohrförmigen Bauteils die Kanäle (42, 43) miteinander zu verbinden und so einen Uberströmkanal (33, 34) zu öffnen.
  32. 32. Verbrennungsmotor nach Anspruch 31, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß in jedem der rohrförmigen Bauteile (38, 39) ein Leitorgan (48) angeordnet ist, das ein gleichmäßiges strömen des Fluides durch den betreffenden UberströEkanal (33, 34) gewährleistet.
  33. 33. Verbrennungsmotor nach Anspruch 31 oder 32, dadurch.
    g e k e n n z e i c h n e t , daß die Ventilanordnung (56) so eingerichtet ist, daß sie einen tberströmkanal (33,34) während eines Ansaughubes des Kolbens in dem Zylinder (25, 26) öffnet, zu dem der llberströmkanal führt.
  34. 34. Verfahren zinn Betreiben eines Viertakt-Verbrennungsmotors, bei dem eine Ladung aus Kraftstoff oder einem Eraftstoff-Luft-Gemiscb oder nur aus Luft einem Zylinder während des Ansaughubes des zugehörigen Kolbens zugeführt wird, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß dem Zylinder eine zusätzliche, unter Druck stehende Ladung aus Kraftstoff oder einem Eraftstoff-Luft-Gemisch zugeführt wird, um zusammen mit der ersten Ladung ein brennbares Gemisch zu bilden, sobald der Kolben im Zylinder während eines Ansaughubes-eine vorbestimmte Stellung erreicht hat.
  35. 35. Verfahren zum Betreiben eines Viertakt-Verbrennungsmotors, dadurch g e k e n n z e i c h ii e t , daß im Kurbelgehäuse ein Überdruck mindestens während eines Teils der Bewegung des Kolbens im Zylinder in Richtung auf das Kurbelgehäuse im Verlauf des Vie,rtaktarb,eitsspiels erzeugt wird, und daß das im Kurbelgehäuse verdichtete Kraftstoff-Luft-Gemisch oder nur verdichtete Luft einem Teil der Zylinderbohrung, der dem vom Kurbelgehäuse abgewandten Ende des Kolbens benachbart ist, dann, wenn der Kolben gegenüber dem Kurbelgehäuse eine vorbestimmte Stellung erreicht hat, zusätzlich zu dem Kraftstoff oder dem Eraftstoff-Luft-Gemisch zugeführt wird, der bzw. das während des Ansaughubes in den Zylinder eingeführt wurde.
  36. 36. Verfahren nach Anspruch 35, dadurch g e k e-n n -z e i c h n e t , daß' im Kurbelgehäuse mindestens während eines Ansaughubes des Kolbens ein ueberdruck rzeugt wird, und daß der Sylinderbohrung ein überfettetes Gemisch zugeführt wird.
  37. 37. Verfahren nach Anspruch 35, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der- Zylinderbohrung- während eines Ansaughubes des kolbens nur Kraftstoff zugeführt wird, und daß der Zylinderbohrung vom Kurbelgehäuse aus Luft in einer solchen Menge zugeführt wird, daß sich das gewünschte Kraftstoff-Luft-Gemischverhältnis ergibt.
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