-
Störanzeigegerät zur tberwachung einer anzahl von Störstellen Die
Erfindung betrifft ein Störanzeigegerät zur Überwachung einer Anzahl von Störstellen,
beispielsweise bei Brennern, wobei den Störstellen optische und/oder akustische
Anzeigesignale zugeordnet sind.
-
Es ist bekannt, daß bei den verschiedensten Maschinen, Geräten, Brennern
bei Heizaggregaten und dergleichen, die zur Funktion derartiger Aggregate erforderlichen
Teile überwacht werden, wobei die uberwachung dieser Störstellen durch optische
und/oder akustische Anzeigesignale durchgeführt wird. Beispielsweise bei Brennern
kann eine Uberwachung
folgender Störanzeigen durchgeführt werden:
Gasmangel, Gebläse, Luftmangel, Dichtheit, Flammenstörung, Druck- und Temperaturbegrenzer,
Ulpumpenüberstrom usw. Zur Uberwachung derartiger Störungen hat man beispielsweise
elektrische Schaltkreise verwendet, bei denen beim Auftreten eines Störsignals ein
Relais betätigt wird, das einen Stromkreis schließt, wobei jedem Stromkreis eine
Anzeigelampe oder eine Hupe zugeordnet ist. Diese bekannten Ausführungsformen haben
jedoch den Nachteil, daß zum bberwachen der einzelnen Störstellen ein erheblicher
schaltungstechnischer Aufwand getrieben werden muß und derartige Geräte einen erhöhten
Platzbedarf erfordern, der in der Regel nicht zur Verfügung steht. Weiterhin ist
es nachteilig bei diesen Ausführungen, daß bei einer Mehrzahl von Störmöglichkeiten
nicht exakt angezeigt werden kann, um welche Störung es sich handelt, so daß die
betreffende Person erst feststellen muß, welches Teil des Aggregates ausgefallen
ist. Sind gleichzeitlg mehrere derartiger Teile beschädigt, dann erfordert die Feststellung,
um welche Fehler es sich handelt, einen erheblichen Zeitaufwand.
-
Der Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, ein Störanzeigegerät
zu schaffen, mit dem es möglich ist, unter geringem schaltungstechnischen Aufwand
die betreffende Störmeldung unmittelbar zur Anzeige zu bringen, d.h., daß man an
der Anzeige unmittelbar erkennen kann, an welchem Teil des Aggregats die Störung
bzw. die Störungen anstehen.
-
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß
die
mit Netzspannung abgegebenen Störsignale über zwei Werte liefernde Einrichtung in
eine integrierte aus Logikbausteinen zusanimengesetzte Schaltung gegeben werden,
und daß die Störsignale digital anzeigbar sind.
-
Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß die Logik-Schaltung
einen Multiplexer aufweist, an dessen Eingang die Einrichtungen geschaltet sind,
während der Ausgang mit einem Taktgeber verbunden ist, dessen Impulse von einem
Zähler binär aufaddiert werden, wobei an dem Zähler ein UND-Glied, ein Decodierer
sowie die digitale Anzeigevorrichtung anschließen.
-
Vorteilhaft geht man so vor, daß die Einrichtung einen an Niederspannung
liegenden Thyristor aufweist, an den in Durchlaßrichtung ein Widerstand anschließt,
während die Leitung zur Störstelle am Steuergitter des Thyristors angeschlossen
ist und zwischen Thyristor und Widerstand die Verbindungsleitung zum Eingang des
Multiplexers angeordnet ist, und daß ein Quittiren der digitalen Anzeige durch Unterbrechen
der Versorgungsspannung der Thyristoren erfolgt.
-
Ferner ist es vorteilhaft, daß in der Leistung zur Störstelle jeweils
ein ohmscher Widerstand sowie. ein Gleichrichter angeordnet sind.
-
Vorteilhaft kann man auch so vorgehen, daß über die Logik-Schaltung
und einen Eoppelkondensator ein Thyristor ansteuerbar ist, wobei bei einem Signal
ein Relais zum Einschalten eines akustischen Signales betätigt wird.
-
Die erfindungsgemäße Ausführungsform eines derartigen Störanzeigegerätes
hat den Vorteil, daß ein sicher arbeitendes Gerät mit geringem Platzbedarf geeohaffen
worden iet, das jeweils die genaue Störstelle anzeigen kann, wobei beim Auftreten
mehrerer Störanzeigen die in der Dekade folgenden Störmeldungen bis zur Behebung
bzw. Quittieren der ersten Störmeldung gespeichert bleiben.
-
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines
Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert.
-
Es zeigen, Figur 1 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform eines
Störanzeigegeräts nach der Erfindung und Figur 2 ein entsprechendes elektrisches
Schaltbild.
-
Mit dem in Figur 1 dargestellten Kästchen 11 sind Einrichtungen zusammengefaßt,
die in Form einer elektrischen Schaltung zwei Werte liefern, wobei jede derartige
Einrichtung einer Störstelle 1 bis n zugeordnet ist. Die von den Einrichtungen 11
bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel gelieferten Werte können jeweils der Betrag
einer Spannung und der Spannung Null sein. Diese Bits werden in eine intergrierte
aus Logik-Bausteinen zusammengesetzte Schaltung gegeben, und zwar zunächst in einen
Multiplexer 12, der
zur Meßwerterfassung dient und ein zyklisches
Abfragen der von den Einrichtungen 11 ankommenden Daten bewirkt.
-
An den Ausgang des Multiplexers 12 ist ein Taktgeber 13 geschaltet,
der Rechteckimpulse erzeugt, die von einem Zähler 14 binär aufaddiert werden und
als Adresse für den Multiplexer 12 anstehen. Diese Impulse stehen ferner als Adresse
an einem UND-Glied 15 an, dem ein Decodierer 16 nachgeschaltet ist, der die Binärzahl
in eine digitale Ziffernanzeige in der Anzeigevorrichtung 17 decodiert.
-
Ferner ist zur akustischen Anzeige mit der Logik-Schaltung noch eine
Hupe 18 verknüpft und ein Entriegelungsschalter 19 vorgesehen, Figur 2 zeigt ein
Ausführungsbeispiel der elektrischen Schaltung, wobei die einzelnen Störstellen
1 bis 9 unmittelbar an Netzspannung angeschlossen sind. Jeder Störstelle 1 bis 9
ist eine derartige Einrichtung 11 zugeordnet, wobei zur Strombegrenzung des Zündstromes
jeweils ein Vorschaltwiderstand R11 bis R19 vorgesehen ist. Die einzelnen parallel
zueiander geschalteten Sinrichtungen-11 bestehen aus einem in Durchlaßrichtung an
Niederspannung angeschlossenen Thyristor Th1 bis Th9, an den in Durchl-aßrichtung
ein Widerstand R1 bis R9 anschließt, wobei die Widerstände R1 bis R9 an Erde liegen.
Zwischen dem Tbyristor Th1 bis Th9 und dem Widerstand Ri bis R9 befindet sich die
Anschlußleitung 20 zum Eingang des Multiplexers 12. Die Leitung 21 zur Störstelle
1 bis 9 ist am Steuergitter des Thyristors Th1 bis Th9 angeschlossen.
-
Für den Fall, daß keine Störmeldung an den Störstellen 1 bis 9
anliegt,
liegt die Spannung am Thyristor Thl bis Th9 der Einrichtung 11 an, wobei die einzelnen
Taktimpulse als Adresse für den Multiplexer 12 und gleichzeitig als Adresse für
das UND-Glied 15 anstehen1 da das UND-Glied vom Multiplexer gesperrt wird erscheint
am Ausgang die binärcodierte Zahl 0, die am Decodierer als Null (Dezimalsystem)
aufgeschlüsselt wird und an der Anzeigevorrichtung 17 als Zahl Null erscheint. Für
den Fall, daß an einer der Störstellen 1 bis 9 ein Störsignal auftritt, d.h. Spannung
anliegt, wird der betreffende Thyristor Th1 bis Th9 gezündet, so daß die Spannung
an diesem Thyristor Thl bis Th9 gegen Null geht und die entsprechende Spannung an
dem betreffenden Widerstand Rl bis R9 anliegt. Damit wird auch an den Eingang des
Multiplexers 12 ein Signal gegeben, das den Taktgeber 13 sperrt, wobei die am idresseingang
des Multiplexers 12 und Verknüpfungseingang desUND-Gliedes 15 anstehende binär oodiorte
Zahl am UND-Glied 15 durchgeschaltet wird, am Decodierer 16 aufgeschlüsselt wird
und als Ziffernanzeige 1 bis 9 an der Anzeigevorrichtung 17 erscheint.
-
Um die optische Anzeige durch eine akustische Anzeige zu ergänzen,
ist die Hupe 18 vorgesehen, die über ein Relais dl eingeschaltet wird. Das Relais
dl wird dadurch erregt, daß ein Thyrlstor Thll über einen Koppelkondensator C1 gezündet
wird, und zwar dann, wenn ein Störsignal am Multiplexer 12 ansteht.
-
Das Quittieren der Meldung erfolgt über die Entriegelung 19, wodurch
auch die Hupe 18 ausgeschaltet wird, die zusätzlich ein Zeitglied R23 in Verbindung
mit dem Kondensator G1 besitzt, so daß für den Ba311, daß mehrere
Störsignale
anstehen, die Rörmeldung für eine bestimmte Zeitdauer gelöscht bleibt.
-
Ist die Störursache beseitigt und der Funktionseingang wieder potentialfrei,
so erlischt bei nochmaligem Quittieren die Ziffer zwischen 1 und,9 und es erscheint
die Ziffer Null, wodurch der. betriebsbereite Zustand des Aggregates angezeigt wird.