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DE2246902A1 - Verfahren zur verarbeitung von seismogrammen - Google Patents

Verfahren zur verarbeitung von seismogrammen

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Publication number
DE2246902A1
DE2246902A1 DE19722246902 DE2246902A DE2246902A1 DE 2246902 A1 DE2246902 A1 DE 2246902A1 DE 19722246902 DE19722246902 DE 19722246902 DE 2246902 A DE2246902 A DE 2246902A DE 2246902 A1 DE2246902 A1 DE 2246902A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
seismic
seismograms
model
reflection
reflections
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19722246902
Other languages
English (en)
Inventor
William Harold Ruehle
Robert Joseph Watson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mobil Oil AS
Original Assignee
Mobil Oil AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mobil Oil AS filed Critical Mobil Oil AS
Publication of DE2246902A1 publication Critical patent/DE2246902A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V1/00Seismology; Seismic or acoustic prospecting or detecting
    • G01V1/28Processing seismic data, e.g. for interpretation or for event detection
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V2210/00Details of seismic processing or analysis
    • G01V2210/50Corrections or adjustments related to wave propagation
    • G01V2210/51Migration
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V2210/00Details of seismic processing or analysis
    • G01V2210/60Analysis
    • G01V2210/66Subsurface modeling

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Geophysics (AREA)
  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)
  • Image Generation (AREA)

Description

FATENTANWKLTE
DR. E. WIEGAND DIPL-ösG. V/. NiEMANN
DR. M. KÖHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT 2246902
MÜNCHEN HAMBURG TELEFON: 55547« 8000 MÖNCHEN 2, TELEGRAMME: KARPATENT MATH I LD E N STRAS S E 12
24» September 1972
V 41 197/72 Zi/Sch
Mobil Oil Corporation New Xork (Y.St.A.)
Verfahren zur Verarbeitung von Seismogrammen
Die Erfindung bezieht sieh auf ein Verfahren zur Verarbeitung von Bodenseismogrammen zur Verstärkung deren Reflexionen und betrifft insbesondere die Verwendung eines Modellprogramms zur Erzielung von Ankunftszeitkurven und die Verwendung der Signalstärke der Reflexionen in seismischen Abschnitten, die längs dieser Ankunftszeitkurven gebündelt sind, um die Übereinstimmung des seismischen Modells mit der tatsächlichen unterirdischen Schichtung zu messen.
Bei seismischen Untersuchungen wird die seismische Energie an einem Schußpunkt erzeugt und von den
.30981W0847
unterirdischen Grenzflächen zwischen den verschiedenen Schichten im Erdboden reflektiert. Die reflektierte Energie wird von verteilten Detektoren oder Geophonen aufgenommen. Die Geophon-Signale schaffen eine Reihe von seismischen linien, die gemeinsam digitiert oder auf einem Magnetband aufgezeichnet werden. Bis vor kurzem war es üblich, die Bodenuntersuchung in der Weise durchzuführen, daß eine Anzahl von Linien die Reflexionen der seismischen Energie von einem gemeinsamen Punkt unterhalb der Erdoberfläche darstellen. Derartige Bodenuntersuchungstechniken werden häufig als "gemeinsame Oberflächenpunkt-Untersuchung" oder "gemeinsame Tiefenpunkt-Untersuchung" bezeichnet. Dieses Verfahren wurde beispielsweise von W. Harry Maine in "Common Reflection Point Horizontal Data Stacking Techniques", GEOPHYSICS, Vol. XXVII, Nr. 6, Teil II (Dezember 1962), Seiten 927 bis 938, 8 Figuren, beschrieben.
Wenn diese seismischen Linien, welche den Reflexionen von einem gemeinsamen tiefen Punkt entsprechen, gebündelt oder zusammengesetzt werden, werden die Reflexionssignale addiert, um verstärkte Reflexionen zu erhalten, die leichter ausgewertet werden können, da das Verhältnis von Signal zu Lärm vergrößert wurde. Während die gebündelten seismischen Abschnitte ein bedeutendes Auswertungsmittel für den Geophysiker geworden sind, ist es das höchste Ziel des Geophysikers, eine genaue Darstellung der unterirdischen Schichtung zu erhalten. Ein Modell, welches die Geometrie der unterirdischen Schichtung zusammen mit den Eigenschaften der Schallgeschwindigkeit einer jeden Schicht aufzeigt, ist ein unschätzbarer Wegweiser bei der geophysikalischen Untersuchung.
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Die im Nachstehenden aufgeführten Patentschriften zeigen die Techniken zur Herstellung von Modellen auf, welche die unterirdische Schichtung des Erdbodens aus Bodenseismogrammen· darstellen:
Verschiedene Techniken zur Herstellung von Modellen, welche die unterirdische Schichtung des Erdbodens aus Bodenseismogrammen darstellen, sind in der US-PS 3 611 278, in der GB-PS 1 175 7oo, in der deutschen Offenlegungsschrift 2 Ho 852 und in der IR-PS 7 o38 43o "beschrieben. Eine weitere Anmeldung der Anmelderin beschreibt eine Technik zum'Bündeln von Linien, welche den von den unterirdischen Reflexionspunkten erzielten Reflexionen entsprechen.
Gemäß der Erfindung wird ein Modellprogramm verwendet, um Ankunftszeitkurven zu erzielen. Die Linier der gemeinsamen Tiefenpunkte, auch gemeinsame Reflexionspunkte genannt, werden längs dieser Ankunftszeitkurven gebündelt. Die Signalstärke der Reflexionen im gebündelten Abschnitt wird als ein Maß der Übereinstimmung des Modells mit der tatsächlichen unterirdischen Schichtung verwendet.
Bei der Durchführung der Erfindung werden die Reflexionszeiten und die Schallgeschwindigkeiten der unterirdischen Schichten zunächst aus den Boden-Seismogrammen bestimmt. Aus diesen Reflexionsζeiten und Geschwindigkeiten wird ein digitales, seismisches Modell der unterirdischen Schichten hergestellt. Aus diesem Modell werden die Ankunftszeiten als eine Punktion des horizontalen Abstandes der Reflexionen von den gemeinsamen Reflexionspunkten berechnet. Die Seismogramme der gemeinsamen Reflexionspunkte werden in Übereinstimmung mit der Ankunftszeit-Entfernungs-Punk-
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tion gebündelt, die aus dem Modell berechnet wurde. Hierdurch entsteht ein gebündelter seismischer Abschnitt mit einer erhöhten Reflexionssignalstärke. Daraufhin wird das digitale, seismische Modell geändert und die vorstehend beschriebenen Verfahrensschritte werden wiederholt, um einen anderen gebündelten seismischen Abschnitt mit einer erhöhten Signalstärke zu erzeugen. Durch ständiges Wiederholen dieses Vorganges wird ein zunehmend besseres Modell der unterirdischen Schichtung des Erdbodens erzielt, wobei das Kriterium für die Übereinstimmung des Modells mit der tatsächlichen unterirdischen Schichtung die Signalstärke der Reflexionen in den gebündelten seismischen Abschnitten ist.
Die Erfindung wird im Nachstehenden anhand von Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen
Figuren 1A und 1B eine Technik zur Bodenuntersuchung;
Figuren 2k und 2B eine Technik zur Bodenuntersuchung mit den sich ergebenden Laufzeitkurven;
Fig. 3 ein Fließbild mit der Darstellung, des
Verarbeitungsvorganges in einem Universalrechner;
Fig. 4 einen seismischen Abschnitt bzw. seismischen Querschnitt;
Fig. 5 ein Zeit-Entfernungs-Modell der von den seismischen Abschnitten dargestellten unterirdischen Schichten;
Fig. 6 ein Tiefen-Entfernungs-Modell der vom
seismischen Querschnitt nach Fig. 4 dar-
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gestellten unterirdischen Schichtung§
Fig. 7 laufzeitkurven, die aus dem Modell nach !•ig. 6 gewonnen wurden;
Figuren 8A und 8B einen Abschnitt der unterirdischen Formation und
Fig. 8C die Herstellung der Laufzeitkurven aus dem Modell«
Die Figuren 1A und 133 zeigen in vereinfachter Form die Bodenuntersuchung zur Gewinnung einer Eeihe von Linien gemeinsamer Tiefenpunkte la zw. gemeinsamer Reflexionspunkte (CDP-Punkte). Fig. 1A zeigt die Erzeugung von seismischer Energie an einem Schußpunkt S. bzw. einer Quelle, die Reflexion dieser seismischen Energie an einer flachen Schicht und den Empfang der reflektierten Energie an den Detektoren R^ , Rp und R^, die längs der Untersuchungslinie auf der Erdoberfläche voneinander in Abstand angeordnet sindo Daraufhin wird die Detektor-Verteilung in die in Fig. 1B gezeigte Lage gebracht= Die.seismische Energie wird nun am Schußpunkt Sg bzxir» der Quelle Sg erzeugt, von der Grenzfläche reflektiert und von den Detektoren R.j, E2 un^ % aufgenommen« Es ist zu beachten, daß die Energie vom Schußpunkt S^ durch den gemeinsamen Reflexionspunkt 1A reflektiert und vom Detektor R- empfangen wird. Die Energie vom Schußpunkt S„ wird vom gemeinsamen Reflexionspunkt 1A reflektiert und am Detektor IU empfangene Der gemeinsame Oberfläehenpunkt 1 entspricht dem gemeinsamen Reflexionspunkt 1A. Auf diese Weise werden Reihen von seismischen Linien erzeugt, von denen jede der Reflexion der seismischen Energie von den gemeinsamen Reflexionspunkten bzw» den gemeinsamen Tiefenpunkten entspricht„
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Fig. 2A zeigt eine einfache Erweiterung dieser Bodenuntersuchung, um Reihen von Seismogrammen für drei gemeinsame Oberflächenpunkte 1, 2 und 3 zu erzeugen. Pur jede Linie in einer Reihe von CDP-Linien wird die Reflexionszeit auf dem Seismogramm um die Zeit At von Zeile zu Zeile variieren. In Fig. 2B v/erden die Ankunftszeiten für die CDP-Reihe vom Oberflächenpunkt 1 durch die Kurve 1o dargestellt. Die Kurve 4er Ankunftszeit über die Entfernung gibt die Zeitverschiebung von linie zu Linie für jede Linie in der Reihe. (In Fig. 2B entspricht die Zeit At der Zeitverschiebung zwischen der ersten und letzten Linie in der Reihe.)
Wie allgemein bekannt ist, läßt sich die Kurve 1o allgemein ausdrücken durch
T=
T ist die Zeit der Reflexion auf einem bestimmten Seismogramm, T ist die Zeit der Reflexion auf einem idealisierten Seismogramm direkt unterhalb des Schußpunktes, X ist der Abstand zwischen dem Schußpunkt und dem die bestimmte Linie erzeugenden Geophon und V ist VSchiclit/cos α, wobei VSchicht die Schallgeschwindigkeit der Schicht ist, durch welche der Strahl hindurchgeht, und α ist die Neigung der Zwischenschicht.
Wenn die At's genau bekannt sind, können die Linien um diesen Betrag zeitverschoben und gebündelt werden, um die Signalstärke der Reflexionen stark zu vergrößern. Es wird allgemein angenommen, daß sich
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- r-
die At's hyperbolisch ändern, wie dies in Pig. 2B dargestellt ist. Wie im nachstehenden noch erläutert werden wird, ist dies nicht unbedingt eine gute Annahme. Das Problem liegt in der genauen Bestimmung der At's, so daß die Seismogramme in einer Weise gebündelt oder zusammengefaßt werden können, in welcher das Reflexions Signal am besten verstärkt wird.
Pig. 3 ist ein lließbild einer Technik, die auf einem Universalrechner gemäß der Erfindung durchgeführt wird. Der erste Schritt, der im Pließbild mit dem Bezugszeichen 11 bezeichnet ist, dient zur Bestimmung der Reflexionszeiten £· auf den Seismogrammen sowie zur Bestimmung der Schallgeschwindigkeiten V. der unterirdischen Schichten, die jede Reflexion erzeugen. Eine bestimmte geeignete Technik zur Durchführung dieses Schrittes ist in der vorstehend genannten US-Patentanmeldung 57 254 beschrieben» Die aus diesem Verfahrensschritt hervorgehenden Ausgänge sind die ^'s, T»'s und die Jfeigung einer ;jeden reflektierenden Grenzfläche. Die leigung kann durch At/X ausgedrückt werden. Diese Verfahrensart wird allgemein mit VIP bezeichnet, eine Abkürzung für "velocity by integrated power"»
Aus diesen Werten werden die herkömmlichen Laufzeitkurven, wie die Kurve 1o in Pig. 2B9 erzeugt. Dieser Verfahrensschritt ist mit dem Bezugszeichen 12 bezeichnet. Die seismischen Linien werden längs dieser Laufzeitkurven gebündelt, wie dies durch das Bezugszeichen 13 angezeigt ist. Hierdurch entsteht ein seismischer Querschnitt der in Pig. 4 gezeigten Art.
Aus dem seismischen Querschnitt wird ein digitiertes geschichtetes Auswertungsmodell hergestellt,
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wie dies durch das Bezugszeichen 14 im Fließbild angezeigt ist. Ein derartiges Modell ist in Pig. 6 dargestellt, Im Verfahrensschritt 14 wird jeder Reflexionapunkt von seiner scheinbaren Lage in einem Zeitabschnitt in die tatsächlichen Koordinaten des Reflexions· ρ unites verschoben. Diese Verschiebung ist in der vorstellend, genannten GB-PS 1 175 7oo beschrieben.
Die Techniken zur automatischen Herstellung des Modells nach Pig. 6 sind allgemein bekannt. Eine Technik zur automatischen Herstellung eines derartigen Modells ist in der vorstehend genannten PR-PS 7 ο38 43o beschrieben. Ein derartiges Modell kann aus den Tj/s und V.'s des vorstehend genannten VIP-Verfahrens und aus den Reflexionspunkten hergestellt werden, die nach dem Verfahren, der vorstehend genannten US-PS 3 611 278 bestimmt wurden. Aus dem Entfernungs-Tiefen-Modell der .Fig. 6 kann ein Entfernungs-Zeit-Modell der in Pig. 5 dargestellten Art hergestellt werden.
An diesem Punkt kann der in Pig. 5 dargestellte ModellZeitabschnitt mit dem seismischen Abschnitt der Fig. 4 1^ "erglichen 'werden, um festzuBteilen, ob das Model,,] nach der Beurteilung des, Geophysikers genau mit
deπι seίemίschen Abschnitt übereinstimmt. Dieser Auswertungsschritt ist im Pließbild mit dem Bezugszeicfcen If; bezeichnet. Es kann, nun eine Maßnahme vorgesehen werden j um aas Modell,, zu ändern, so daß der Mo-
dellzei tabschrtitt dem, seismischen Abschnitt optimal
ent epr ich ~c. Ein noch besserer Vergleich swischen dem Modell, und den Bodendaten kann, dadurch· erzielt werden, daß das Modell zunächst in einen Zeitabschnitt, der Null-Verschiebelinien umgewandelt wird, wie dies durch den Verfahrensschritt 15A^Im Pließbild angezeigt ist.
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Was bisher "beschrieben wurde, ist eine seismische Verarbeitungstechnik, welche durch die Verfahren der vorstehend genannten Patentanmeldungen durchgeführt werden kann. Während diese Techniken für die meisten Zwecke geeignet sind, sind sie für bestimmte kritische Fälle nicht angemessen. Ein Beispiel für einen derartigen lall wird im Nachstehenden näher beschrieben werden. TJm die Auswertung in diesen kritischen Fällen zu erleichtern, werden die nachfolgenden erfindungsgemäßen Verfahrensschritte vorgenommen. Das Modell der lig. 6 wird zur Berechnung der Ankunftszeitkurven verwendet. Dieser Verfahrensschritt ist im Fließbild mit. dem Bezugszeichen 16 bezeichnet. Als Beispiel hierfür kann der Abschnitt des Modells zwischen den Sehußpunktorten 17 und 29 in Fig. 6 betrachtet werden. Dieser Abschnitt des Modells wird zur Herstellung der laufzeitkurven nach Fig. 7 verwendet.
Der Verfahrensschritt 16 wird wie folgt durchgeführt. Das Modell der Fig. 6 zeigt die Grenzflächenkoordinaten und die Intervallgeschwindigkeit einer jeden Schicht. Es ist auch die Geometrie von Energiequelle und Empfänger einschließlich der Ausdehnung und Verteilung von Energiequelle und Empfänger sowie die lage der Energiequelle gegen die Empfänger bekannt. Ein Modellprogramm berechnet die Ankunftszeiten für jede reflektierende Grenzfläche.
Als Beispiel hierfür kann die Fig. 8C betrachtet werden. Ein Modell-Unterprogramm berechnet die Zeit eines Strahles, beispielsweise des Strahles 5oa der sich bis zur ersten Grenzfläche ausgebreitet hat. Ein anderes Unterprogramm berechnet die laufzeit über die Strahlstrecke 51. Me Koordinaten des Schnittpunktes
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des Strahles 51 mit der Oberfläche werden zusammen mit der gesamten Laufzeit berechnet. Sie gleiche Berechnung wird oftmals wiederholt, wie beispielsweise für die Strahlenwege 52, 53 und 54. Die erste Grenzfläche wird dicht abgetastet mit Strahlenweg-Berechnungen. Das Ergebnis ist eine Verteilung der Informationen enthaltenden Laufzeiten und eine entsprechende Verteilung, welche die X-Koordinaten der Oberflächenschnittpunkte der Strahlen enthält, ^±n Ausgang der in Fig. 7 gezeigten Art kann aus derartigen Verteilungen erzeugt werden.
Ba die Entfernung X für jeden Empfänger 55 bis 66 bekannt ist, erhält man die Reflexionszeit für diesen Wert von X aus der Verteilung, die im Modellprogramm berechnet wurde. Wenn die Verteilung (array) nicht einen Oberflächenschnittpunkt enthält, welcher der X-Koordinate des Empfängers entspricht, ergibt die Interpolation zwischen den beiden am nächsten liegenden Oberflächenschnittpunkten in der Verteilung die annähernde Laufzeit für diesen Empfänger.
In Fig. 7 sind verschiedene Reihen zu je sieben Linien gezeigt, von denen jede Linie an der Laufzeit unterbrochen ist, die aus der Laufzeitverteilung gewonnen wurde. In Fig. 7 gibt es eine Linie für je sechs Empfängerorte, beispielsweise für die Empfänger 55 bis 6o. Zusätzlich gibt es eine Null-Verschiebelinie, welche der Linie entspricht, die vom Detektor 61 erzeugt wurde, der einen Mull-Abs band von der Energiequelle hat.
Das Modellprogramm wird für alle Grenzflächen und für alle Orte der Energiequelle wiederholt. Die
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Richtung der Strahlenausbreitung durch die aufeinanderfolgenden Schichten kam mit Hilfe der Berechnungen nach dem Snell-ßesets "bestimmt werd@n3 da die Intervallgeschviindigkeiten geder Schicht "bekannt sind. Wenn die Strahlenidlnkel einmal bekannt sinda ■ können die Laufseiten berechnet werden»
33er künstlich erzeugte seismische Abschnitt der Fig«. 7 hat Brüche in. dea MsIiSn0 welche den Laufzeit=» kurven entsprechen» In Pig«, 7 entsprechen die Reihen der Laufzeitkurveii 4o Ms 46 den Reflexionen an den Grenzflächen 3o bis 36„ Jede der la. fig» 7 aufgeseig=· ten Laufzeitkuriren steht für eine Reflexion γοη einem gemeinsamen Reflexionspmilst o Aus diesem können die Zeitverschiebungen At zwischen den Ref lessionen an den benachbarten Seismograamea leicht berechnet werden«, Es ist zu beachtenj daß äie Laufseitkurven Ao bis 43 von den Grenzflächen 3o bis 33 annähernd hyperbolisch sind, wie dies erwartet mirdeo %.© Lauf seitkurven in den Reihen 44, 45 und 46 sind jedoch nicht hyperbolisch» Bas Bündeln eier Linien-mit /\ts di© durch @ia© hyperbolische Kurve gekeansei-sSmet sinds -würde" die Signalstärke der Reflexionen "won den GrenEfläühen 34 bis 36 aicht nennenswert verstärken,, Bas Bündeln mit den At's, welche durch öi© Laufzeitkurven 44 bis 46 gekennzeichnet sinä5 erh5ht jedoch die Signalstärke der Heflexionen von den ßrensflachen 34 bis .36 0 Der Verfahrenssehritt des Büadelns der Bodenseismogramme längs der Laufzeitkurven der Figo 7 ist im lließbild mit den Bezugszeichen 17 bezeichneto
Daraufhin- wird das Modell geändert, wie dies durch das Bezugszeiehen 18 im Fließbild gezeigt ist. Die Verfahrensschritte 14 bis 17 werden wiederholt9 um einen anderen gebündelten seismischen Abschnitt zu
erzeugen. Die gebündelten seismischen Abschnitte werden miteinander verglichen, wie dies durch den Verfahrensschritt 19 dargelegt ist, um festzustellen, welches Modell die höchste Signalstärke im gebündelten Abschnitt erzeugt. Normalerweise werden die Verfahrensschritte 18 und 19 von einem Auswerter mit Hilfe einer in Wechselwirkung stehenden graphischen Technik durchgeführt. Es ist jedoch zu beachten, daß es bei diesem Verfahren keine subjektive Auslegung gibt. Es ist nur erforderlich, daß der Auswerter objektive Kriterien anlegt, wenn das Modell geändert wird.
Es gibt normalerweise 12 Linien in einer CDP-Reihe. Wenn diese Linien mit den genau richtigen /\t's gebündelt werden, haben die gebündelten Linien theoretisch eine Reflexionsamplitude, die zwölfmal so groß wie die Amplitude einer nicht gebündelten Linie ist. Der Auswerter kann das Modell normalerweise so lange ändern, bis die Signalstärke auf dem gebündelten seismischen Abschnitt mindestens 7o$ der maximal möglichen Signalstärke erreicht hat. Wenn das vorstehend genannte objektive Kriterium für die Änderung des Modells vorgegeben wird', ist es ohne weiteres möglich, diesen Verfahrensschnitt auch zu automatisieren.
Einer der besonderen Vorteile der vorliegenden Erfindung wird anhand eines besonderen Auswertungsbeispieles deutlich. Die Pig. 8A zeigt zwei Erdschichten, von denen der Boden der zweiten Schicht eine Antiklinale bzw. einen Sattel aufweist. Die Pig. 8B zeigt zwei Erdschichten, von denen die zweite Schicht ein horizontales Geschwindigkeitsgefälle hat. Dieser Abschnitt der Schicht könnte beispielsweise von einer Geschwindigkeit von 1 8oo m/sec (6 ooo feet/sec) auf 4 5oo m/sec (15 ooo feet/sec) erhöht und zurück auf
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1 8oo m/sec (6 ooo feet/sec) an der anderen Kante des Gefälles {Gradienten) gebracht werden. Diese beiden Formationsarten erzeugen die gleichen gebündelten seismischen Abschnitte. Die Verfahrensschritte 11 bis 15 im Fließbild könnten sehr wohl ein Modell nach den Figuren 8A oder SB aus einer vorgegebenen Reihe von Bodenseismogrammen erzeugen. Die Durchführung der Verfahrensschritte 11 bis 15 zeigt normalerweise, daß die beiden Modelle der Figuren 8A und 8B den Bodendaten entsprechen. Ein Vergleich einer der Figuren 8A oder 8B mit den Original-Bodenseismogrammen würde dem Auswerter nicht zeigen, welche besondere unterirdische Formation zu den Seismogrammen führte. Wenn Jedoch beide Modelle in den Verfahrensschritten 15 bis 17 verwendet werden, kann festgestellt werden, welches Modell richtig ist und welches Modell das höchste Reflexionssignal im gebündelten seismischen Abschnitt erzeugt.
Die tatsächliche Formation, welche die Seismogramme erzeugt, ist sehr oft eine Kombination aus einer Grenzflächenanomalie (Fig. 8A) und einer Geschwindigkeitsanomalie (Fig, 8B). Diese Formation wird gewöhnlich als Ader bezeichnet, eine wichtige geologische Formation bei der Suche nach Öl»
Venn die beiden Eingangsmodelle der Figuren 8A und SB vorgegeben sind, kann das Modell in der Stufe zwischen den Kombinationen der Figuren 1A und 1B geändert werden, bis man eine maximale Reflexions signalstärke im gebündelten Abschnitt erhält. Wenn man die maximale Signalstärke erreicht hat, zeigt das Modell genau die Geometrie und die Geschwindigkeitseigenschaften der Aderformation.
Im vorstehenden wurde ein besonderes Ausführungs-3098U/0847
beispiel der Erfindung beschrieben. Es ist jedoch selbstverständlich! daß verschiedene Abwandlungsformen möglich sind, ohne vom allgemeinen Erfindungsgedanken abζ mi eichen.
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Claims (6)

22A6902 Patentansprüche
1. Verfahren zur Verarbeitung von Seismogrammen, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) ein digitales seismisches Modell der die Seismogramme erzeugenden unterirdischen Schichten hergestellt wird,
(b) aus dem Modell die Zeitverschiebungen At's zwischen den Reflexionen an den benachbarten Seismogrammen berechnet werden und daß
(c) die Seismogramme in Übereinstimmung mit den im Verfahrensschritt (b) berechneten At's gebündelt werden.
2 . Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflexionszeiten auf dem Seismogramm und die Schallgeschwindigkeiten der die Reflexionen erzeugenden unterirdischen Schichten sowie das im Verfahrensschritt (a).erzeugte digitale seismische Modell automatisch bestimmt werden9 wobei das digitale seismische Modell aus den Reflexionszeiten und Geschwindigkeiten erzeugt wird.
3« Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
(d) das im Verfahrensschritt (a) erzeugte digitale seismische Modell geändert wird und
(e) die Verfahrensschritte (a) bis (c) wiederholt werden, bis der gebündelte seismische
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Abschnitt mit der höchsten Reflexionssignalstärke das richtige seismische Modell der unterirdischen Schichten aufzeigt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Verfahrensschritt (a) mindestens zwei Modelle der die Seismogramme erzeugenden unterirdischen Schichten hergestellt werden und daß die Verfahrensschritte (b) bis (e) für Kombinationen von zwei Modellen durchgeführt werden, bis der gebündelte seismische Abschnitt mit der höchsten Reflexionssignalstärke die richtige Kombination der beiden Modelle aufzeigt, um die Erdschichtung darzustellen.
5. Verfahren zur Schätzung der Erdschichtung und Geschwindigkeit der Schichten aus Seismogrammen, die von Detektoren erzeugt wurden, die längs einer Untersuchungsstrecke auf der Erdoberfläche in gegenseitigem Abstand angeordnet sind, wobei Gruppen der Seismogramme die Reflexionen der seismischen Energie von gemeinsamen Reflexionspunkten in der Erde darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) die Reflexionszeiten auf den Seismogrammen und die Schallgeschwindigkeiten der die Reflexionen erzeugenden unterirdischen Schichten automatisch bestimmt werden,
(b) aus den Reflexionszeiten und Geschwindigkeiten ein digitales seismisches Modell der unterirdischen Schichten hergestellt wird,
(c) aus dem Modell die Ankunftszeit als eine Funktion des Abstandes längs der Untersuchungsstrecke der Reflexionen von den gemeinsamen Reflexionspunkten berechnet wird,
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(d) die Seismogramme zusammengefaßt werden, weiche den Reflexionen an den gemeinsamen Reflexionspunkten in Übereinstimmung mit der Ankunftszeit entsprechen, und die im Verfahr ens schritt (c) berechneten Entfernungs-Punktionen gebündelt werden, um einen gebündelten seismischen Abschnitt mit einer erhöhten Reflexionssignalstärke zu erzeugen,
(e) das im Verfahrensschritt (b) erzeugte digitale seismische Modell geändert wird und daß
(f) die Verfahrensschritte (c) bis (e) wiederholt werden, bis der gebündelte seismische Abschnitt mit der höchsten Reflexionssignalstärke das richtige seismische Modell der unterirdischen Schichten aufzeigt.
6. Verfahren nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß im Verfahrensschritt (b) mindestens zwei Modelle der die Seismogramme erzeugenden unterirdischen Schichten hergestellt werden und daß die Verfahrensschritte (c) bis (e) für Kombinationen von zwei Modellen durchgeführt werden, bis der gebündelte seismische Abschnitt mit der höchsten Reflexionssignalstärke die richtige Kombination der beiden Modelle aufzeigt, um die Erdschichtung darzustellen.
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DE19722246902 1971-09-24 1972-09-25 Verfahren zur verarbeitung von seismogrammen Withdrawn DE2246902A1 (de)

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FR2153445B1 (de) 1978-03-03
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