DE2246902A1 - Verfahren zur verarbeitung von seismogrammen - Google Patents
Verfahren zur verarbeitung von seismogrammenInfo
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Description
DR. E. WIEGAND DIPL-ösG. V/. NiEMANN
DR. M. KÖHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT 2246902
24» September 1972
V 41 197/72 Zi/Sch
Mobil Oil Corporation New Xork (Y.St.A.)
Verfahren zur Verarbeitung von Seismogrammen
Die Erfindung bezieht sieh auf ein Verfahren zur Verarbeitung von Bodenseismogrammen zur Verstärkung
deren Reflexionen und betrifft insbesondere die Verwendung eines Modellprogramms zur Erzielung
von Ankunftszeitkurven und die Verwendung der Signalstärke der Reflexionen in seismischen Abschnitten,
die längs dieser Ankunftszeitkurven gebündelt sind, um die Übereinstimmung des seismischen Modells mit
der tatsächlichen unterirdischen Schichtung zu messen.
Bei seismischen Untersuchungen wird die seismische Energie an einem Schußpunkt erzeugt und von den
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unterirdischen Grenzflächen zwischen den verschiedenen Schichten im Erdboden reflektiert. Die reflektierte
Energie wird von verteilten Detektoren oder Geophonen aufgenommen. Die Geophon-Signale schaffen
eine Reihe von seismischen linien, die gemeinsam digitiert oder auf einem Magnetband aufgezeichnet werden.
Bis vor kurzem war es üblich, die Bodenuntersuchung in der Weise durchzuführen, daß eine Anzahl
von Linien die Reflexionen der seismischen Energie
von einem gemeinsamen Punkt unterhalb der Erdoberfläche darstellen. Derartige Bodenuntersuchungstechniken
werden häufig als "gemeinsame Oberflächenpunkt-Untersuchung" oder "gemeinsame Tiefenpunkt-Untersuchung"
bezeichnet. Dieses Verfahren wurde beispielsweise von W. Harry Maine in "Common Reflection
Point Horizontal Data Stacking Techniques", GEOPHYSICS, Vol. XXVII, Nr. 6, Teil II (Dezember 1962),
Seiten 927 bis 938, 8 Figuren, beschrieben.
Wenn diese seismischen Linien, welche den Reflexionen von einem gemeinsamen tiefen Punkt entsprechen,
gebündelt oder zusammengesetzt werden, werden die Reflexionssignale addiert, um verstärkte Reflexionen
zu erhalten, die leichter ausgewertet werden können, da das Verhältnis von Signal zu Lärm vergrößert
wurde. Während die gebündelten seismischen Abschnitte ein bedeutendes Auswertungsmittel für den
Geophysiker geworden sind, ist es das höchste Ziel des Geophysikers, eine genaue Darstellung der unterirdischen
Schichtung zu erhalten. Ein Modell, welches die Geometrie der unterirdischen Schichtung zusammen
mit den Eigenschaften der Schallgeschwindigkeit einer jeden Schicht aufzeigt, ist ein unschätzbarer Wegweiser
bei der geophysikalischen Untersuchung.
3098U/08A7
Die im Nachstehenden aufgeführten Patentschriften zeigen die Techniken zur Herstellung von Modellen
auf, welche die unterirdische Schichtung des Erdbodens aus Bodenseismogrammen· darstellen:
Verschiedene Techniken zur Herstellung von Modellen,
welche die unterirdische Schichtung des Erdbodens aus Bodenseismogrammen darstellen, sind in der
US-PS 3 611 278, in der GB-PS 1 175 7oo, in der deutschen Offenlegungsschrift 2 Ho 852 und in der
IR-PS 7 o38 43o "beschrieben. Eine weitere Anmeldung
der Anmelderin beschreibt eine Technik zum'Bündeln von Linien, welche den von den unterirdischen Reflexionspunkten
erzielten Reflexionen entsprechen.
Gemäß der Erfindung wird ein Modellprogramm verwendet, um Ankunftszeitkurven zu erzielen. Die Linier
der gemeinsamen Tiefenpunkte, auch gemeinsame Reflexionspunkte genannt, werden längs dieser Ankunftszeitkurven
gebündelt. Die Signalstärke der Reflexionen im gebündelten Abschnitt wird als ein Maß der
Übereinstimmung des Modells mit der tatsächlichen unterirdischen Schichtung verwendet.
Bei der Durchführung der Erfindung werden die Reflexionszeiten und die Schallgeschwindigkeiten der unterirdischen
Schichten zunächst aus den Boden-Seismogrammen bestimmt. Aus diesen Reflexionsζeiten und Geschwindigkeiten
wird ein digitales, seismisches Modell der unterirdischen Schichten hergestellt. Aus
diesem Modell werden die Ankunftszeiten als eine Punktion des horizontalen Abstandes der Reflexionen von
den gemeinsamen Reflexionspunkten berechnet. Die Seismogramme der gemeinsamen Reflexionspunkte werden in
Übereinstimmung mit der Ankunftszeit-Entfernungs-Punk-
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tion gebündelt, die aus dem Modell berechnet wurde. Hierdurch entsteht ein gebündelter seismischer Abschnitt
mit einer erhöhten Reflexionssignalstärke.
Daraufhin wird das digitale, seismische Modell geändert und die vorstehend beschriebenen Verfahrensschritte werden wiederholt, um einen anderen gebündelten
seismischen Abschnitt mit einer erhöhten Signalstärke zu erzeugen. Durch ständiges Wiederholen
dieses Vorganges wird ein zunehmend besseres Modell der unterirdischen Schichtung des Erdbodens erzielt,
wobei das Kriterium für die Übereinstimmung des Modells mit der tatsächlichen unterirdischen Schichtung
die Signalstärke der Reflexionen in den gebündelten seismischen Abschnitten ist.
Die Erfindung wird im Nachstehenden anhand von
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen
Figuren 1A und 1B eine Technik zur Bodenuntersuchung;
Figuren 2k und 2B eine Technik zur Bodenuntersuchung mit den sich ergebenden Laufzeitkurven;
Fig. 3 ein Fließbild mit der Darstellung, des
Verarbeitungsvorganges in einem Universalrechner;
Fig. 4 einen seismischen Abschnitt bzw. seismischen Querschnitt;
Fig. 5 ein Zeit-Entfernungs-Modell der von den seismischen Abschnitten dargestellten
unterirdischen Schichten;
Fig. 6 ein Tiefen-Entfernungs-Modell der vom
seismischen Querschnitt nach Fig. 4 dar-
3098U/0847
gestellten unterirdischen Schichtung§
Fig. 7 laufzeitkurven, die aus dem Modell nach
!•ig. 6 gewonnen wurden;
Figuren 8A und 8B einen Abschnitt der unterirdischen Formation und
Fig. 8C die Herstellung der Laufzeitkurven aus dem Modell«
Die Figuren 1A und 133 zeigen in vereinfachter
Form die Bodenuntersuchung zur Gewinnung einer Eeihe von Linien gemeinsamer Tiefenpunkte la zw. gemeinsamer
Reflexionspunkte (CDP-Punkte). Fig. 1A zeigt die Erzeugung von seismischer Energie an einem Schußpunkt
S. bzw. einer Quelle, die Reflexion dieser seismischen
Energie an einer flachen Schicht und den Empfang der reflektierten Energie an den Detektoren R^ ,
Rp und R^, die längs der Untersuchungslinie auf der
Erdoberfläche voneinander in Abstand angeordnet sindo
Daraufhin wird die Detektor-Verteilung in die in
Fig. 1B gezeigte Lage gebracht= Die.seismische Energie
wird nun am Schußpunkt Sg bzxir» der Quelle Sg erzeugt,
von der Grenzfläche reflektiert und von den Detektoren R.j, E2 un^ % aufgenommen« Es ist zu beachten,
daß die Energie vom Schußpunkt S^ durch den
gemeinsamen Reflexionspunkt 1A reflektiert und vom Detektor R- empfangen wird. Die Energie vom Schußpunkt
S„ wird vom gemeinsamen Reflexionspunkt 1A reflektiert
und am Detektor IU empfangene Der gemeinsame
Oberfläehenpunkt 1 entspricht dem gemeinsamen Reflexionspunkt 1A. Auf diese Weise werden Reihen von
seismischen Linien erzeugt, von denen jede der Reflexion der seismischen Energie von den gemeinsamen
Reflexionspunkten bzw» den gemeinsamen Tiefenpunkten entspricht„
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Fig. 2A zeigt eine einfache Erweiterung dieser Bodenuntersuchung, um Reihen von Seismogrammen für
drei gemeinsame Oberflächenpunkte 1, 2 und 3 zu erzeugen. Pur jede Linie in einer Reihe von CDP-Linien
wird die Reflexionszeit auf dem Seismogramm um die Zeit At von Zeile zu Zeile variieren. In Fig. 2B v/erden
die Ankunftszeiten für die CDP-Reihe vom Oberflächenpunkt 1 durch die Kurve 1o dargestellt. Die Kurve
4er Ankunftszeit über die Entfernung gibt die Zeitverschiebung von linie zu Linie für jede Linie in der
Reihe. (In Fig. 2B entspricht die Zeit At der Zeitverschiebung
zwischen der ersten und letzten Linie in der Reihe.)
Wie allgemein bekannt ist, läßt sich die Kurve 1o allgemein ausdrücken durch
T=
T ist die Zeit der Reflexion auf einem bestimmten Seismogramm, T ist die Zeit der Reflexion auf
einem idealisierten Seismogramm direkt unterhalb des Schußpunktes, X ist der Abstand zwischen dem Schußpunkt
und dem die bestimmte Linie erzeugenden Geophon und V ist VSchiclit/cos α, wobei VSchicht die
Schallgeschwindigkeit der Schicht ist, durch welche der Strahl hindurchgeht, und α ist die Neigung der
Zwischenschicht.
Wenn die At's genau bekannt sind, können die Linien
um diesen Betrag zeitverschoben und gebündelt werden, um die Signalstärke der Reflexionen stark zu
vergrößern. Es wird allgemein angenommen, daß sich
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- r-
die At's hyperbolisch ändern, wie dies in Pig. 2B dargestellt ist. Wie im nachstehenden noch erläutert
werden wird, ist dies nicht unbedingt eine gute Annahme. Das Problem liegt in der genauen Bestimmung
der At's, so daß die Seismogramme in einer Weise gebündelt oder zusammengefaßt werden können, in welcher
das Reflexions Signal am besten verstärkt wird.
Pig. 3 ist ein lließbild einer Technik, die auf einem Universalrechner gemäß der Erfindung durchgeführt
wird. Der erste Schritt, der im Pließbild mit dem Bezugszeichen 11 bezeichnet ist, dient zur Bestimmung
der Reflexionszeiten £· auf den Seismogrammen sowie zur Bestimmung der Schallgeschwindigkeiten
V. der unterirdischen Schichten, die jede Reflexion erzeugen. Eine bestimmte geeignete Technik zur
Durchführung dieses Schrittes ist in der vorstehend genannten US-Patentanmeldung 57 254 beschrieben» Die
aus diesem Verfahrensschritt hervorgehenden Ausgänge sind die ^'s, T»'s und die Jfeigung einer ;jeden reflektierenden Grenzfläche. Die leigung kann durch
At/X ausgedrückt werden. Diese Verfahrensart wird allgemein mit VIP bezeichnet, eine Abkürzung für "velocity
by integrated power"»
Aus diesen Werten werden die herkömmlichen Laufzeitkurven,
wie die Kurve 1o in Pig. 2B9 erzeugt. Dieser
Verfahrensschritt ist mit dem Bezugszeichen 12 bezeichnet. Die seismischen Linien werden längs dieser
Laufzeitkurven gebündelt, wie dies durch das Bezugszeichen 13 angezeigt ist. Hierdurch entsteht ein seismischer
Querschnitt der in Pig. 4 gezeigten Art.
Aus dem seismischen Querschnitt wird ein digitiertes geschichtetes Auswertungsmodell hergestellt,
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wie dies durch das Bezugszeichen 14 im Fließbild angezeigt
ist. Ein derartiges Modell ist in Pig. 6 dargestellt, Im Verfahrensschritt 14 wird jeder Reflexionapunkt
von seiner scheinbaren Lage in einem Zeitabschnitt in die tatsächlichen Koordinaten des Reflexions·
ρ unites verschoben. Diese Verschiebung ist in
der vorstellend, genannten GB-PS 1 175 7oo beschrieben.
Die Techniken zur automatischen Herstellung des Modells nach Pig. 6 sind allgemein bekannt. Eine Technik
zur automatischen Herstellung eines derartigen Modells ist in der vorstehend genannten PR-PS 7 ο38 43o
beschrieben. Ein derartiges Modell kann aus den Tj/s
und V.'s des vorstehend genannten VIP-Verfahrens und
aus den Reflexionspunkten hergestellt werden, die nach dem Verfahren, der vorstehend genannten US-PS 3 611 278
bestimmt wurden. Aus dem Entfernungs-Tiefen-Modell der
.Fig. 6 kann ein Entfernungs-Zeit-Modell der in Pig. 5
dargestellten Art hergestellt werden.
An diesem Punkt kann der in Pig. 5 dargestellte ModellZeitabschnitt mit dem seismischen Abschnitt der
Fig. 4 1^ "erglichen 'werden, um festzuBteilen, ob das Model,,]
nach der Beurteilung des, Geophysikers genau mit
deπι seίemίschen Abschnitt übereinstimmt. Dieser Auswertungsschritt
ist im Pließbild mit dem Bezugszeicfcen
If; bezeichnet. Es kann, nun eine Maßnahme vorgesehen
werden j um aas Modell,, zu ändern, so daß der Mo-
dellzei tabschrtitt dem, seismischen Abschnitt optimal
ent epr ich ~c. Ein noch besserer Vergleich swischen dem
Modell, und den Bodendaten kann, dadurch· erzielt werden,
daß das Modell zunächst in einen Zeitabschnitt, der Null-Verschiebelinien umgewandelt wird, wie dies durch
den Verfahrensschritt 15A^Im Pließbild angezeigt ist.
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Was bisher "beschrieben wurde, ist eine seismische Verarbeitungstechnik, welche durch die Verfahren der
vorstehend genannten Patentanmeldungen durchgeführt werden kann. Während diese Techniken für die meisten
Zwecke geeignet sind, sind sie für bestimmte kritische Fälle nicht angemessen. Ein Beispiel für einen derartigen
lall wird im Nachstehenden näher beschrieben werden. TJm die Auswertung in diesen kritischen Fällen zu
erleichtern, werden die nachfolgenden erfindungsgemäßen Verfahrensschritte vorgenommen. Das Modell der
lig. 6 wird zur Berechnung der Ankunftszeitkurven verwendet. Dieser Verfahrensschritt ist im Fließbild mit.
dem Bezugszeichen 16 bezeichnet. Als Beispiel hierfür kann der Abschnitt des Modells zwischen den Sehußpunktorten
17 und 29 in Fig. 6 betrachtet werden. Dieser Abschnitt
des Modells wird zur Herstellung der laufzeitkurven nach Fig. 7 verwendet.
Der Verfahrensschritt 16 wird wie folgt durchgeführt. Das Modell der Fig. 6 zeigt die Grenzflächenkoordinaten
und die Intervallgeschwindigkeit einer jeden Schicht. Es ist auch die Geometrie von Energiequelle
und Empfänger einschließlich der Ausdehnung und Verteilung
von Energiequelle und Empfänger sowie die lage der Energiequelle gegen die Empfänger bekannt. Ein Modellprogramm
berechnet die Ankunftszeiten für jede reflektierende Grenzfläche.
Als Beispiel hierfür kann die Fig. 8C betrachtet werden. Ein Modell-Unterprogramm berechnet die Zeit
eines Strahles, beispielsweise des Strahles 5oa der
sich bis zur ersten Grenzfläche ausgebreitet hat. Ein anderes Unterprogramm berechnet die laufzeit über die
Strahlstrecke 51. Me Koordinaten des Schnittpunktes
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des Strahles 51 mit der Oberfläche werden zusammen mit der gesamten Laufzeit berechnet. Sie gleiche Berechnung
wird oftmals wiederholt, wie beispielsweise für die Strahlenwege 52, 53 und 54. Die erste Grenzfläche
wird dicht abgetastet mit Strahlenweg-Berechnungen. Das Ergebnis ist eine Verteilung der Informationen
enthaltenden Laufzeiten und eine entsprechende Verteilung, welche die X-Koordinaten der
Oberflächenschnittpunkte der Strahlen enthält, ^±n
Ausgang der in Fig. 7 gezeigten Art kann aus derartigen
Verteilungen erzeugt werden.
Ba die Entfernung X für jeden Empfänger 55 bis 66 bekannt ist, erhält man die Reflexionszeit für
diesen Wert von X aus der Verteilung, die im Modellprogramm berechnet wurde. Wenn die Verteilung
(array) nicht einen Oberflächenschnittpunkt enthält, welcher der X-Koordinate des Empfängers entspricht,
ergibt die Interpolation zwischen den beiden am nächsten liegenden Oberflächenschnittpunkten in der
Verteilung die annähernde Laufzeit für diesen Empfänger.
In Fig. 7 sind verschiedene Reihen zu je sieben
Linien gezeigt, von denen jede Linie an der Laufzeit unterbrochen ist, die aus der Laufzeitverteilung gewonnen
wurde. In Fig. 7 gibt es eine Linie für je sechs Empfängerorte, beispielsweise für die Empfänger
55 bis 6o. Zusätzlich gibt es eine Null-Verschiebelinie, welche der Linie entspricht, die vom Detektor
61 erzeugt wurde, der einen Mull-Abs band von der Energiequelle hat.
Das Modellprogramm wird für alle Grenzflächen
und für alle Orte der Energiequelle wiederholt. Die
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Richtung der Strahlenausbreitung durch die aufeinanderfolgenden
Schichten kam mit Hilfe der Berechnungen
nach dem Snell-ßesets "bestimmt werd@n3 da die
Intervallgeschviindigkeiten geder Schicht "bekannt
sind. Wenn die Strahlenidlnkel einmal bekannt sinda ■
können die Laufseiten berechnet werden»
33er künstlich erzeugte seismische Abschnitt der
Fig«. 7 hat Brüche in. dea MsIiSn0 welche den Laufzeit=»
kurven entsprechen» In Pig«, 7 entsprechen die Reihen
der Laufzeitkurveii 4o Ms 46 den Reflexionen an den
Grenzflächen 3o bis 36„ Jede der la. fig» 7 aufgeseig=·
ten Laufzeitkuriren steht für eine Reflexion γοη einem
gemeinsamen Reflexionspmilst o Aus diesem können die
Zeitverschiebungen At zwischen den Ref lessionen an den
benachbarten Seismograamea leicht berechnet werden«,
Es ist zu beachtenj daß äie Laufseitkurven Ao bis 43
von den Grenzflächen 3o bis 33 annähernd hyperbolisch
sind, wie dies erwartet mirdeo %.© Lauf seitkurven in
den Reihen 44, 45 und 46 sind jedoch nicht hyperbolisch»
Bas Bündeln eier Linien-mit /\ts di© durch @ia©
hyperbolische Kurve gekeansei-sSmet sinds -würde" die
Signalstärke der Reflexionen "won den GrenEfläühen 34
bis 36 aicht nennenswert verstärken,, Bas Bündeln mit
den At's, welche durch öi© Laufzeitkurven 44 bis 46
gekennzeichnet sinä5 erh5ht jedoch die Signalstärke
der Heflexionen von den ßrensflachen 34 bis .36 0 Der
Verfahrenssehritt des Büadelns der Bodenseismogramme längs der Laufzeitkurven der Figo 7 ist im lließbild
mit den Bezugszeichen 17 bezeichneto
Daraufhin- wird das Modell geändert, wie dies durch das Bezugszeiehen 18 im Fließbild gezeigt ist.
Die Verfahrensschritte 14 bis 17 werden wiederholt9
um einen anderen gebündelten seismischen Abschnitt zu
erzeugen. Die gebündelten seismischen Abschnitte werden miteinander verglichen, wie dies durch den Verfahrensschritt
19 dargelegt ist, um festzustellen, welches Modell die höchste Signalstärke im gebündelten
Abschnitt erzeugt. Normalerweise werden die Verfahrensschritte 18 und 19 von einem Auswerter mit Hilfe
einer in Wechselwirkung stehenden graphischen Technik durchgeführt. Es ist jedoch zu beachten, daß es bei
diesem Verfahren keine subjektive Auslegung gibt. Es ist nur erforderlich, daß der Auswerter objektive Kriterien
anlegt, wenn das Modell geändert wird.
Es gibt normalerweise 12 Linien in einer CDP-Reihe. Wenn diese Linien mit den genau richtigen /\t's gebündelt
werden, haben die gebündelten Linien theoretisch eine Reflexionsamplitude, die zwölfmal so groß
wie die Amplitude einer nicht gebündelten Linie ist. Der Auswerter kann das Modell normalerweise so lange
ändern, bis die Signalstärke auf dem gebündelten seismischen Abschnitt mindestens 7o$ der maximal möglichen
Signalstärke erreicht hat. Wenn das vorstehend genannte objektive Kriterium für die Änderung des Modells
vorgegeben wird', ist es ohne weiteres möglich, diesen Verfahrensschnitt auch zu automatisieren.
Einer der besonderen Vorteile der vorliegenden Erfindung wird anhand eines besonderen Auswertungsbeispieles
deutlich. Die Pig. 8A zeigt zwei Erdschichten, von denen der Boden der zweiten Schicht eine Antiklinale bzw. einen Sattel aufweist. Die Pig. 8B zeigt
zwei Erdschichten, von denen die zweite Schicht ein horizontales Geschwindigkeitsgefälle hat. Dieser Abschnitt
der Schicht könnte beispielsweise von einer Geschwindigkeit von 1 8oo m/sec (6 ooo feet/sec) auf
4 5oo m/sec (15 ooo feet/sec) erhöht und zurück auf
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1 8oo m/sec (6 ooo feet/sec) an der anderen Kante des Gefälles {Gradienten) gebracht werden. Diese beiden
Formationsarten erzeugen die gleichen gebündelten seismischen Abschnitte. Die Verfahrensschritte 11 bis
15 im Fließbild könnten sehr wohl ein Modell nach den
Figuren 8A oder SB aus einer vorgegebenen Reihe von
Bodenseismogrammen erzeugen. Die Durchführung der Verfahrensschritte 11 bis 15 zeigt normalerweise, daß die
beiden Modelle der Figuren 8A und 8B den Bodendaten entsprechen. Ein Vergleich einer der Figuren 8A oder
8B mit den Original-Bodenseismogrammen würde dem Auswerter nicht zeigen, welche besondere unterirdische
Formation zu den Seismogrammen führte. Wenn Jedoch beide Modelle in den Verfahrensschritten 15 bis 17 verwendet
werden, kann festgestellt werden, welches Modell richtig ist und welches Modell das höchste Reflexionssignal im gebündelten seismischen Abschnitt erzeugt.
Die tatsächliche Formation, welche die Seismogramme erzeugt, ist sehr oft eine Kombination aus einer
Grenzflächenanomalie (Fig. 8A) und einer Geschwindigkeitsanomalie (Fig, 8B). Diese Formation wird gewöhnlich
als Ader bezeichnet, eine wichtige geologische Formation bei der Suche nach Öl»
Venn die beiden Eingangsmodelle der Figuren 8A und SB vorgegeben sind, kann das Modell in der Stufe
zwischen den Kombinationen der Figuren 1A und 1B geändert
werden, bis man eine maximale Reflexions signalstärke
im gebündelten Abschnitt erhält. Wenn man die maximale Signalstärke erreicht hat, zeigt das Modell
genau die Geometrie und die Geschwindigkeitseigenschaften der Aderformation.
Im vorstehenden wurde ein besonderes Ausführungs-3098U/0847
beispiel der Erfindung beschrieben. Es ist jedoch selbstverständlich! daß verschiedene Abwandlungsformen möglich sind, ohne vom allgemeinen Erfindungsgedanken
abζ mi eichen.
309914/0847
Claims (6)
1. Verfahren zur Verarbeitung von Seismogrammen, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) ein digitales seismisches Modell der die Seismogramme erzeugenden unterirdischen
Schichten hergestellt wird,
(b) aus dem Modell die Zeitverschiebungen At's
zwischen den Reflexionen an den benachbarten Seismogrammen berechnet werden und daß
(c) die Seismogramme in Übereinstimmung mit den
im Verfahrensschritt (b) berechneten At's gebündelt werden.
2 . Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reflexionszeiten auf dem Seismogramm und die Schallgeschwindigkeiten der die Reflexionen
erzeugenden unterirdischen Schichten sowie das im Verfahrensschritt (a).erzeugte digitale seismische
Modell automatisch bestimmt werden9 wobei das digitale seismische Modell aus den Reflexionszeiten und Geschwindigkeiten erzeugt wird.
3« Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß
(d) das im Verfahrensschritt (a) erzeugte digitale
seismische Modell geändert wird und
(e) die Verfahrensschritte (a) bis (c) wiederholt werden, bis der gebündelte seismische
3C98U/0847
Abschnitt mit der höchsten Reflexionssignalstärke das richtige seismische Modell der
unterirdischen Schichten aufzeigt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß im Verfahrensschritt (a) mindestens zwei Modelle der die Seismogramme erzeugenden unterirdischen
Schichten hergestellt werden und daß die Verfahrensschritte (b) bis (e) für Kombinationen von zwei
Modellen durchgeführt werden, bis der gebündelte seismische Abschnitt mit der höchsten Reflexionssignalstärke
die richtige Kombination der beiden Modelle aufzeigt, um die Erdschichtung darzustellen.
5. Verfahren zur Schätzung der Erdschichtung und Geschwindigkeit der Schichten aus Seismogrammen, die
von Detektoren erzeugt wurden, die längs einer Untersuchungsstrecke auf der Erdoberfläche in gegenseitigem
Abstand angeordnet sind, wobei Gruppen der Seismogramme die Reflexionen der seismischen Energie von gemeinsamen
Reflexionspunkten in der Erde darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) die Reflexionszeiten auf den Seismogrammen und die Schallgeschwindigkeiten der die Reflexionen
erzeugenden unterirdischen Schichten automatisch bestimmt werden,
(b) aus den Reflexionszeiten und Geschwindigkeiten ein digitales seismisches Modell der unterirdischen
Schichten hergestellt wird,
(c) aus dem Modell die Ankunftszeit als eine Funktion des Abstandes längs der Untersuchungsstrecke
der Reflexionen von den gemeinsamen Reflexionspunkten berechnet wird,
309814/0647
(d) die Seismogramme zusammengefaßt werden, weiche den Reflexionen an den gemeinsamen Reflexionspunkten
in Übereinstimmung mit der Ankunftszeit entsprechen, und die im Verfahr ens schritt (c) berechneten Entfernungs-Punktionen
gebündelt werden, um einen gebündelten seismischen Abschnitt mit einer erhöhten Reflexionssignalstärke zu erzeugen,
(e) das im Verfahrensschritt (b) erzeugte digitale
seismische Modell geändert wird und daß
(f) die Verfahrensschritte (c) bis (e) wiederholt werden, bis der gebündelte seismische
Abschnitt mit der höchsten Reflexionssignalstärke
das richtige seismische Modell der unterirdischen Schichten aufzeigt.
6. Verfahren nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet,
daß im Verfahrensschritt (b) mindestens zwei Modelle der die Seismogramme erzeugenden unterirdischen
Schichten hergestellt werden und daß die Verfahrensschritte (c) bis (e) für Kombinationen von
zwei Modellen durchgeführt werden, bis der gebündelte seismische Abschnitt mit der höchsten Reflexionssignalstärke
die richtige Kombination der beiden Modelle aufzeigt, um die Erdschichtung darzustellen.
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1972
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