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DE2244260A1 - Vorrichtung zum aufbereiten von fluessigkeitsproben - Google Patents

Vorrichtung zum aufbereiten von fluessigkeitsproben

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Publication number
DE2244260A1
DE2244260A1 DE2244260A DE2244260A DE2244260A1 DE 2244260 A1 DE2244260 A1 DE 2244260A1 DE 2244260 A DE2244260 A DE 2244260A DE 2244260 A DE2244260 A DE 2244260A DE 2244260 A1 DE2244260 A1 DE 2244260A1
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DE
Germany
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passage
container
transport
samples
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Granted
Application number
DE2244260A
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English (en)
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DE2244260C3 (de
DE2244260B2 (de
Inventor
Fred Edwin Brinson
Charles Dewey Christie
Robert Wayne Cole
Jerry William Denney
Larry George Durkos
Allen Kent Lovell
Walter Lee Reynolds
Jon Caton Trusty
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
American Monitor Corp
Original Assignee
American Monitor Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by American Monitor Corp filed Critical American Monitor Corp
Publication of DE2244260A1 publication Critical patent/DE2244260A1/de
Publication of DE2244260B2 publication Critical patent/DE2244260B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2244260C3 publication Critical patent/DE2244260C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N35/00Automatic analysis not limited to methods or materials provided for in any single one of groups G01N1/00 - G01N33/00; Handling materials therefor
    • G01N35/02Automatic analysis not limited to methods or materials provided for in any single one of groups G01N1/00 - G01N33/00; Handling materials therefor using a plurality of sample containers moved by a conveyor system past one or more treatment or analysis stations

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  • Pathology (AREA)
  • Automatic Analysis And Handling Materials Therefor (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Description

  • "Vorrichtung zum Aufbereiten von Flüssigkeitsproben" Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung sowie auf ein Verfahren für die Aufbereitujig und die chemische AnaX lyse von Proben physiologischer Flüssigkeiten z.B. Blut oder anderer Körperflüssigkeiten.
  • Eine solche Vorrichtung enthält Einrichtungen, welche Proben von Flüssigkeiten bestimmter Herkunft in schneller Aufeinanderfolge in einzelne Frobiergläser einbringen, Einrichtungen zum automatischen und genauen Zusetzen einer Anzahl von vorbestimmten Versuchsreagentien in die Probiergläser in vorbestimmten Zeitabständen, Einrichtungen, in welchen die Versuchsansätze jeweils eine bestimmte Inkubationszeit bei vorbestimmten Temperaturen durchmachen und Einrichtungen zum Entnehmen von vorbestimmten Mengen der erhaltenen Versuchs flüssigkeiten zu bestimmten Zeitpunkten zum Zweck der Spektralanalyse.
  • Chemische Analysen von physiologischen Flüssigkeiten z.B.
  • auf das Vorhandensein von Zucker oder Eiweiß hin oder zur Ermittlung von anderen vom medizinischen Standpunkt wichtigen Faktoren spielen bei der Diagnose eine bedeutende Rolle. Die Untersuchung von physiologischen Flüssigkeiten auf das Vorhandensein verschiedener Bestandteile wird gewöhnlich von Hand oder in einem automatischen Verfahren durchgeführt, indem einer Probe der Flüssigkeit in bestimmter Folge bestimmte Mengen verschiedener Reagentien zugesetzt werden, wobei bestimmte Zeit- und Temperaturbedingungen eingehalten werden. Die Färbung oder Lichtdurchlässigkeit der so behandelten Probe steht in bestimmter Beziehung zu der Menge eines in der Flüssigkeit zu ermittelnden Stoffs.
  • Die Untersuchungen von Hand werden gewöhnlich von einem ausgebildeten La1)eranten in einem Laboratorium ausgeführt.
  • Dieser verwendet gewöhnlich eine mit Maßeillteilung versehene pipette zuin Einbringen' der zu untersuchenden Plüssigkeitsprobe än ein Probierglas und setzt anschließend in bestimmten Zeitbständei die ffir die jeweilige Untersuchung nötigen Reagentien zu. Bei manchen Untersuchungen können alle Reagentien, gewöhnlich bis zu vier oder fünf derselben gleichzeitig zugesetzt werden, während bei anderen Untersuchungen zwischen der Zugabe der einzelnen Reagentien bestimmte Inkubationszeiten verstreichen müssen. Während der Inkubationszeit muß die Temperatur des teilweise oder ganz zusammmengestellten Probeansatzes erhöht werden, um eine bestimmte chemische Reaktion herbeizuführen. Nach dem Zusatz aller Reagentien und Verstreichen von gegebenenfalls erforderlichen Inkubationszeiten wird eine diskrete Menge der Probierflüssigkeit mittels einer Pipette abgezogen. Darauf kann die Lichtdurchlässigkeit einer solchen Probe mit Hilfe eines herkömmlichen Spektrofotometers festgestellt werden. Aus dem erhaltenen Wert läßt sich die optische Dichte der Probe berechnen, und aus dieser wiederum kann der Anteil des gesuchten Bestandteils in der physiologischen Flüssigkeit abgeleitet werden.
  • Die Nachteile dieses Hand- Untersuchungsverfahrens liegen darin, daß es einen beträchtlichen Arbeits- und Zeitaufwand erfordert und daß die Genauigkeit einer solchen Untersuchung selbst untet günstigen Bedingungen immer nur propor tional der Fertigkeit des Laboranten ist. So können sich auf verschiedene Weise Fehler in die Untersuchung einschleichen, beispielsweise durch Zusetzen falscher Mengen der Reagentien oder dadurch, daß die Inkubation nicht über den jeweils richtigen Zeitraum und bei der richtigen Temperatur stattfindet. Das Unvermögen selbst des geschicktesten Laboranten, gewisse änderungen an thermisch und oxydativ instabilen Reagentien zU unterbinden, bildet eine weitere und häufig unvermeidbare Quelle der Ungenauigkeit.
  • Zur Beseitigung der den von Hand durchgeführten Untersuchungen anhaftenden Schwierigkeiten und Mängel wurden bereits verschiedene automatische Anordnungen vorgeschlagen, Ein großer Teil der gegenwärtig durchgeführten Untersuchungen wird bereits nach solchen automatischen Verfahren durchgeführt. Die automatischen Untersuchungsanordnungen vermögen die dazu erforderlichen Vorgänge automatisch durchzuführen, wobei das Bestreben besteht, einen oder mehrere der Mängel der manuellen Verfahren zu vermeiden.
  • Bekannte automatische Analyseapparate verwendeten vorwiegend zwei Arten von Einrichtungen für die automatische Abgabe bestimmter Mengen von Reagentien. Die USA-Patentschrift 2899 280 beschreibt eine Anordnung, in welcher das Zusetzen der Reagentien zu der Unters uchungs flüssigkeit und die Bewegung bzw. Überführung der'Proben durch eine peristaltische Pumpbewegung geschieht. Dabei finden die Reaktionen in einer bewegten Strömung statt. Die Mengen bzw. Anteile der einzelnen zugesetzten Reagentien ist durch die Durchmesser der einzelnen Schläuche in der peristaltischen Pumpe bestimmt. Daraus ergibt sich jedoch der Nachteil, daß die Schläuche ausgewechselt werden müssen, um dieeMenge bzw. den Anteil der einer bestimmten Probe zugesetzten Reagentien zu verändern.
  • Die meisten anderen bisher entwickelten automatischen Anordnungen verwenden nach einem hydraulischen Prinzip arbeitende.Abgabeeinrichtungen nach Art einer Spritze zum Einbringen eines bestimmten Flüssigkeitsvolumens in ein Reaktionsgefäß. Eine solche Abgabeei-nrichtung ist in der USA-Patentschrift 3 012 863 beschrieben. Derartige Abgabeeinrichtungen vermögen zwar sehr genau bemessene Mengen abzugeben,~müssen jedoch mechanisch auf die verschiedenen Abgabemengen eingestellt werden. Außerdem sind sie schwer von einem vorher verwendetefl Reagens zu reinigen. Bei der Umstellung von einer Untersuchung auf die nächste sind diese beiden Schritte jedoch erforderlich.
  • In einer bevorzugten Ausführung schaSRt die Erfindung eine automatische Vorrichtung mit einer Halte- und Transporteinrichtung für Proben der physiologischen Flüssigkeit, einer Proben-Überführungsstation, einer Halte- und Transporteinrichtung für Probieransätze, mehreren Abgabestationen für Reagentien und einer Entnahmestation zum Uberführen eines aus der physiologischen Flüssigkeit- und den Reagentien gebildeten fertigen Probieransatzes zu einer Analysiereinrichtung, beispielsweise einem Spektrofotometer oder einem Fluorometer zum Bestimmen der von der Lösung durchgelassenen bzw. von ihr abgegebenen Lichtmenge.
  • Die zu untersuchenden Proben der physiologischen Flüssigkeit werden in herkömmlicher Weise von Patienten entnommen.
  • Die Proben werden dann in einzelne Probierbecher gefüllt, welche in Löchern in der Oberseite der Transporteinrichtung für die Proben eingesetzt werden. Ein Vorteil der Anordnung liegt darin, daß die Mengen der in die Becher gefüllten physiologischen Flüssigkeiten nicht kritisch sind, da die für einen Probieransatz benötigte Menge automatisch aus den Bechern entnommen werden. Veränderungen der Proben werden durch ein Kühlmittel verhindert, welches sich in einem Kanal der Transporteinrichtung, in zeichen die Probenbecher hineinragen, befindet.
  • Zur Identifizierung der Patienten sind die Löcher für die Aufnahme der Probenbecher fortlaufend numeriert. Jedem der Probenbecher ist ein Betätigungsknopf zugeordnet. Die Knöpfe lassen sich in eine Steuerstellung bringen und zeigen damit einer elektronischen logischen Steuereinrichtung die jeweiligen Proben von physiologischen Flüssigkeiten an, welche der jeweils gerade ablaufenden Untersuchung unterworfen werden sollen. Die wahlweise Betätigung der die Patenten identifizierenden Knöpfe gestattet die Durchführung mehrerer Untersuchungen von Probieransätzen der gleichen Flüssigkeitsprobe.
  • Der jeweilige Versuch bzw. die ihm zugeordneten Parameter wie das Volumen und die Art der einzelnen zuzusetzenden Reagentien, die Zeiten und Temperaturen für gegebenenfalls erforderliche Inkubation sowie das für den Probieransatz erforderliche Flüssigkeitsvolumen, werden der Vorrichtung mittels einer Programmkarte eingegeben, auf welcher die betreffende Untersuchung vorgezeichnet ist. Die in die Vorrichtung eingeführte Karte bildet einen Programmspeicher für die elektronischen Steuerungseinrichtungen der Vorrichtungen. ur Einführung anderer Parameter brauchen lediglich neue Programmkarten gelocht zu werden.
  • Die Untersuchung läuft vollständig automatisch ab und erfordert nach dem Einstellen der die vorgesehenen Patienten bezeichnenden Knöpfe und dem Eingeben der Untersuchungsparameter keinerlei Eingriff durch eine Bedienungsperson, In einer bevorzugten Ausführung befördert die Proben-Transporteinrichtung den ersten einem betätigten Knopf für die Identifizierung eines Patienten zugeordneten Probenbecher zur Überführungsstation, an der ein Teil der Probe in ein in der Transporteinrichtung für Probieransätze sitzendes Probierglas überführt wird. Dazu wird ein Entnahmeteil einer Flüssigkeits-Überführungseinrichtung auf den betreffenden Becher ausgerichtet und darin abgesenkt. Der Probenbecher wird unter Druck gesetzt und die für den ProbieransSz benötigte Menge der Probe wird über einen gesteuerten Durchlaß entnommen. Die entnommene Flüssigkeitsmenge wird in ein Probierglas überführt, welches in der Transporteinrichtung für Probieransätze eingesetzt ist. Gegebenenfalls kann der Flüssigkeit im Probierglas zu diesem Zeitpunkt ein Verdünner, beispielsweise Wasser, zugeführt werden.
  • Bei der Rückführbewegung der Überführungseinrichtung für die Entnahme der nächsten Probe wird die Spitze der Entnahmeeinrichtung gewaschen und getrocknet.
  • Anschließend senkt sich die überführungseinrichtung erneut zum Entnehmen eines Probieransatzes aus dem nächsten inzwischen in die Entnahmestellung beförderten Probenbecher. Diese Vorgänge wiederholen sich, bis aus allen durch die Betätigung eines Knopfes markierten Bechern Probieransätze entnommen sind. Daraufhin kehrt die Transporteinrichtung für die Proben in eine Ausgangsstellung zurück, welche vorzugsweise so bestimmt ist, daß sich der in dem mit "Eins" bezeichneten Loch sitzende Probenbecher um einen Schritt vor der überführungsstation befindet. Gleichlaufend mit der Transporteinrichtung für die Proben befördert die Transporteinrichtung für die Probieransätze das erste Probierglas unter eine erste Abgabeeinrichtung für ein chemisches Reagens und bringt ein weiteres leeres Probierglas in die Stellung für das Einbringen eines Probieransatzes durch die Überführungseinrichtung. Damit setzt mit der Abgabe der Reagentien der Untersuchungsablauf ein, welcher sich je nach den Angaben des Programmierers an die elektronischen Steuereinrichtungen verschiedenartig variieren läßt. Bei der Abgabe der Reagentien findet eine Druck/Zeit-Regeltechnik Anwendung, wobei als einzige bewegte Teile lediglich einzeln angeordnete Ventile erforderlich sind. Die für die jeweiligen Untersuchungen benötigten Reagentien können entweder alle gleichzeitig zugesetzt werden, oder sie können bei mehreren Durchgängen der Probiergläser unter der Abgabeeinrichtung einzeln abgegeben werden. Nach dem Zusetzen bestimmter Reagentien ist für den Ablauf einer gewünsehten Reaktion eine Inkubationszeit erforderlich. Eine solche kann gegebenenfalls nach dem Zusetzen jedes einzelnen Reagens eingeschaltet werden. Bei bestimmten Reaktionen, die eine erhöhte Temperatur verlangen, kann der Probieransatz während einer Inkubationszeit über die Programmsteuerung auch erwärmt werden. Nach Zugabe der einzelnen Reagentien kann eine Durchmischung der Probieransätze stattfinden, um ein homogenes Gemisch zu erhalten, so daß die jeweilige Reaktion vollständig abläuft und bei der Analyse der Ansätze ein fehlerfreies Ergebnis erhalten wird.
  • Die Reagentien sind vorzugsweise in einzelnen Flaschen unter dem Druck eines inerten Gases, z.B. Stickstoff, gehalten. Wärmeempfindliche Reagentien können ferner gekühlt werden. Die zur Auswahl der programmierten Reagentien verwendeten Ventile können nich der Abgabe der für anzelne Untersuchungen benötigten Reagentien mit einem Lösungsmittel gespült werden, um eine gegenseitige Verunreinigung der Reagentien zu verhindern. Vor Beginn einer Untersuchung können die Ventile mit den dabei verwendeten Reagentien durchgespült werden, um eine Verdünnung derselben durch zurückgebliebenes Lösungsmittel zu verhindern.
  • Nach Beendigung des Zusetzens von Reagentien befördert die Transporteinrichtung das erste einen nun fertigen Probieransatz enthaltene Probierglas unter eine Entnahmeeinrichtung.
  • Diese entnimmt dem Probierglas eine benötigte Menge des Probieransatzes, worauf das Glas mit dem restlichen Ansatz in einen Abfallbehälter ausgeworfen wird. Dann können die zur Identifizierung der Patientei etätigten Knöpfe wieder zurückgestellt werden.
  • Mit der Vorrichtung lassen sich sowohl Endpunktuntersuehungen als auch Untersuchungen des ReaktXonsverlauSs, also knetische Untersuchungen durchführen, wie sie für verschiedene Zwecke erforderlich sind. Bei kinetischen Untersuchungen müssen zahlreiche Variable genau überwacht bzw. gesteuert werden, als wichtigste Zeit und Temperatur. Die Temperatur des Ansatzes kann durch den Programmierer vorgegeben sein. Zur Erzielung der genauen Temperatur kann der Probieransatz in ein unter Temperatursteuerung umgewälztes Strömungsmittel eingetaucht werden.
  • Zur anschließenden Analyse der Probieransätze kann ein Spektrofoümeter oder ein Fluorometer dienen, dessen Ausgangssignale elektronisch zu verwendbaren Daten aufbereitet werden können.
  • Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigt: Fig. l eine Gesamt-Schrägansicht einer erfindungsgemäßen Vor-H6htung, Fig. 2 eine Teil-Draufsicht mit Teilen der Transporteinrichtungen für Proben und Probeansätze und dazwischen angeordneten Einrichtungen, Fig. 3 eine Ansicht der Transporteinrichtung für Proben im waagerechten Schnitt, Fig. 4 eine Ansicht im Schnitt entlang der Linie 4-4 in Fig.3, Fig. 5 eine schematisierte Darstellung eines Kühimittelkanais in der Proben-Transporteinrichtung, Fig. 6 eine Schrägansicht eines Antriebsrades für die Transporteinrichtungen für Proben und Probeansätze, Fig. 7 eine Teilansicht der Proben-Überführungseinrichtung in senkrechtem Schnitt, Fig. 8 eine Ansicht im Schnitt entlang der Linie 8-8 in Fig.7, Fig. 9 eine Ansicht einer in Verbindung mit der Oberrührungseinrichtung nach Fig. 7 verwendeten Entnahme-Ventilanordnung in senkrechtem Schnitt, Fig.lo eine Ansicht der Transporteinrichtung für Probeansätze in waagerechtem Schnitt, Fig.11 eine Ansicht im Schnitt entlang der Linie 1im11 in Fig.lo, Fig.12 eine Ansicht eines kombinierten Abgabe- und Mischkopfs in senkrechtem Schnitt, Fig.13 eine Draufsicht auf eine Wähleinrichtung für Reagentien mit dazugehörigen Abgabeventilen, Fig. 14 eine Ansicht im Schnitt entlang der Linie 14-14 in Fig. 13, Fig. 15 eine Ansicht im Schnitt entlang der Linie 15-15 in Fig. 13, Fig. 16 eine schematisierte Darstellung der Temperatur-Steueranordnung der Transport einrichtung für Probeansätze, Fig. 17 eine teilweise schematisierte Ansicht einer Entnahmeeinrichtung für Probeansätze und einer Spektrofotometeranordnung mit Durchlaufzelle in senkrechtem Schnitt, Fig. 18 eine senkrechte Schnittansicht einer Einrichtung zum Hin- und Herbewegen der Durchlaufzelle des Spektrofotometers, Fig. 19 eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht einer anderen Form der Proben-Überführungseinrichtung, Fig. 20 eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht einer anderen Ausführungsform der Entnahme-Ventilanordnung, Fig. 21 eine vergrößerte Schnittansicht in der Ventilanordnung nach Fig. 20 verwendeten Dosiereinrichtung, Fig. 22 eine andere Ausführungsform des kombinierten Abgabe-und Mischkopfs in senkrechtem Schnitt, Fig. 23 eine bildweise im Schnitt dargestellte Draufsicht auf eine andere Ausführungsform der Reagentien-Wähleinrichtung mit den-dazugehörigen Ventilen, Fig. 24 eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht der Ventilanordnung in der Einrichtung nach Fig. 23, Fig. 25 eine Ansicht im Schnitt entlang der Linie 25-25in Fig. 24 und Fig. 26 eine Ansicht einer anderen Ausführungsform der Proben-Entnahmeeinrichtung in senkrechtem Schnitt.
  • Die in der Zeichnung dargestellte Analysiervorrichtung dient zur Reihenuntersuchung von einzelnen Patienten in herkömmlicher Weise entnommenen Serumproben. Der Ausdruck Serum bezeichnet im folgenden jede physiologische Flüssigkeit. Die zur Steuerung der Vorrichtung verwendete elektronische logische Steueranordnung ist in der USA-Patentanmeldung Nr. 179 133 der Anmelderin dargestellt und beschrieben.
  • In der in Fig. 1 gezeigten bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung ein oberes Gehäuse 10 auf, welches mittels einer Säule 14 auf ein unteres Gehäuse 12 aufgesetzt ist. Eine Transportscheibe 16 für Serumproben und eine Transportscheibe 18 für Probenansätze sind in der Oberseite des unteren Gehäuses 12 gelagert. Ein Antrieb für die Scheiben ist im unteren Gehäuse 12 untergebracht. Das untere Teil des unteren Gehäuses 12 beherbergt eine Anzahl von druckgefüllten Flaschen 20, von denen einige in einer gekühlten Abteilung 22 untergebracht sind. Die Flaschen 20 enthalten die verschiedenen für Serumuntersuchungen mittels der Vorrichtung verwendeten chemischen Reagentien. Um Veränderungen an den Reagentien auszuschließen, findet für die Druckfüllung inertes Stickstoffgas Verwendung.
  • An der Vorderseite des unteren Gehäuses 12 erlauben transparente, abgedunkelte Türen 23 die Überwachung des die Flaschen enthaltenden Raumes, ohne daß es in größerem Ausmaß zu Veränderungen durch Lichteinwirkung auf die Reagentien kommt.
  • Eine Serum-Übertragungseinrichtung 24,eine Anzahl von Abgabezapfen 26,27,28 und ein Entnahmekopf 29 für Probeansätze sind zunächst den Transportscheiben 16, 18 für Proben bzw. Probenansätze angeordnet (Fig. 2).
  • Serumproben, von welchen dann für die Analyse jeweils gewisse Mengen für Probenansätze entnommen werden, werden in eine Anzahl von Probenbechern 3o gefüllt, welche ihrerseits in in gleichen gegenseitigen Abständen in der Oberseite der Transportscheibe 16 gebildete Löcher 31 eingesetzt werden. Die einzelnen Löcher sind numeriert, und ein jeweils einen bestimmten Patienten bezeichnender Wählschalter 108 ist ihnen jeweils zugeordnet. In ähnlicher Weise sind Probiergläser 33 in in gleichmäßigen Abständen entlang dem Rand der Transportscheibe 18 für Probieransätze gebildete Löcher 34 eingesetzt.
  • Im Betrieb wird dem in einer Übertragungsstellung 126 befindlichen Probenbecher 30 an der Transportscheibe 16 eine Serumprobe entnommen und mittels der Serum-überführungseinrichtung in ein in einer Stellung 127 befindliches Probierglas 33 auf der Scheibe 18 überführt. Die zum Überführen der Bbben dienenden Teile der Einrichtung 24 können bei der Rückführbewegung zur Transportscheibe 16 während des Passierens einer Abflußausnehmung 296 mittels Wasser- und Luftstrahlen gereinigt werden.
  • Mittels der Abgabeköpfe 26,27,28 werden den in die Probiergläser 33 überführten Proben beim schrittweisen Weiterdrehen der Transportschibe jeweils bestimmte Reagentien zugesetzt. Die in dieser Weise aufbereiteten Probieransätze werden schließlich mittels des Entnahmekopfs 29 nacheinander entnommen und anschließend einer optischen Analyse mittels eines Spektrofotometers oder eines Fluorometers zugeführt. Das Spektrofotometer oder Fluorometer kann in der Säule 14 untergebracht sein.
  • Die elektronischen logischen Schaltungsanordnungen für die Steuerung der verschiedenen Vorgänge sind im oberen Gehäuse 10 enthalten. Die Steueranordnung wird mittels besonders vorbereiteter Karten programmiert, welche in einen zu einem (nicht dargestellten) Kartenleser führenden Schlitz 36 eingeführt werden. Zunächst dem Schlitz 36 ist eine Anordnung von Tasten 38 für die Handsteuerung einiger oder aller Funktionen der Vorrichtung vorhanden. Ebenfalls im oberen Gehäuse 10 untergebrachte elektronische Schaltungseinrichtungen können dazu verwendet werden, die Ausgangssignale des Spektrofotometers bzw. einer entsprechenden Einrichtung zu verwendbaren Daten wie Indrnationale Enzymeinheiten oder prozentuale Konzentrationen aufzubereiten. Dies geschieht durch automatischen Vergleich der auf eine bestimmte Probe bezogenen Ausgangssignale des Spektrofotometers mit auf eine Standardlösung mit bekannter Konzentration bezogenen Ausgangssignalen.
  • Die in Fig. 3 bis 6 dargestellte Transportscheibe für Proben 16 setzt sich aus einer unteren, feststehenden Grundplatte 50 und einer oberen, drehbaren Scheibe 52 zusammen. Die Probenbecher 30~sind in Löcher 31 zunächst dem äußeren Rand der drehbaren Scheibe 52 eingesetzt. Die einzelnen Becher 30 werden jeweils durch einen abstehenden oberen Rand 56 in den betreffenden Löchern 31 gehalten. Sie ragen durch die obere drehbare Scheibe 52 hindurch in einen Kanal 58, welcher durch einen kreisförmigen Aufsatz 6o auf der feststehenden Grundplatte So gebildet ist.
  • Die Probenbecher 30 werden bei ihrer Bewegung entlang dem Kanal 58 vorzugsweise mittels Luft gekühlt, welche aus dem Kühlabteil 22 in den Kanal 58 eingeblasen wird. Dabei wird die Luft über einen Einlaß 62 in einen Eintrittskanal 64 geleitet, welcher in den Kanal 58 mündet. Dadurch ist bewirkt , daß ein Teil der Luft im Uhrzeigersinn und ein anderer Teil der Luft im Gegenzeigersinn strömt. Die Luft durchströmt den Kanal 58 in beiden Richtungen um 1800 und verläßt ihn dann über einen Auslaß 66.
  • Der Antrieb der drehbaren Scheibe 52 erfolgt über eine Stiftenscheibe 68, welche mittels Schrauben 70 an ihrer Unterseite befestigt ist. Ferner ist die Stiftenscheibe 68 an einer Welle 72 befestigt, welche in Lagerblöcken 74 und 76 drehbar gelagert ist. Letztere sitzen in einem zylinderischen Halteteil 78, welches an der Grundplatte 50 stehend befestigt ist.
  • Das untere Ende der Welle 72 ist über einen Druckring 82 in einem Deckel 80 gelagert und mittels einer Mutter 84 gesichert.
  • Die Stiftenscheibe 68 ist von einer Schnecke 86 angetrieben.
  • Diese sitzt auf einer Welle 88, welche drehbar in einem Lagerblock 90 gelagert ist. Dieser ist über ine Stütze 92 auf der Grundplatte 50 befestigt. Der Antrieb der Welle 88 erfolgt über eine herkömmliche Kupplung 94 für jeweils eine halbe Umdrehung, eine damit verbundene Riemenscheibe 102 und einen Riemen 96 von einer durch einen Motor 98 angetriebenen Riemenscheibe loo aus.
  • Zum Einrücken der Kupplung 94, also zum Herstellen der Antriebsverbindung zur Welle 88, wird eine (nicht gezeigte) Magnetspule erregt. Nach Einsetzen der Drehung der Kupplung 94 wird die Magnetspule wieder abgeschaltet, so daß die Welle 88 mit der Schnecke 86 jeweils nur eine Drehung um 1800 ausführt. Bei dauernder Erregung der Magnetspule wird die Welle 88 mit der Schnecke 86 dauernd angetrieben.
  • Die Ausbildung von zwei Gängen auf der Schnecke 86 ist in Fig. 6 gezeigt. Eine Drehung der Schnecke um 1800 bewirkt das Weiterrücken der Probenbecher 30 um jeweils eine Stelle.
  • Die Scheibe 52 bietet vorzugsweise Aufnahme für einhundert Becher, so daß also zum Vorrücken der in gleichen Abständen angeordneten Becher 30 um eine Stelle eine Drehung der Scheibe 52 um 3,60erforderlich ist.
  • Die Stiftenscheibe 68 trägt für jedes einen Becher 30 aufnehmende Loch 54 einen Antriebsstift 106. Aufgrund des doppelten Ganges der Schnecke 86 stehen jeweils zwei solche Stifte in Wirkverbindung damit, obgleich der Antrieb jeweils nur über einen Stift erfolgt. Die Schnecke 86 ist-so ausgebildet, daß sie die Stiftenscheibe 68 jeweils nur über einen Teil ihrer Umdrehung antreibt. Daher erfolgt die Steuerung des schrittweisen Weiterdrehens durch die Schnecke 86 und ist nicht von der genauen Einstellung der Kupplung 94 abhängig. Durch diese unabhängige Steuerung sind jegliche Schwierigkeiten umgangen, wie sie sich aus von der Kupplung 94 ausgehende, sich kumulativ auswirkende Stellungsfehler ergeben könnten.
  • Im Betrieb werden Serumproben von einzelnen Patienten getrennt in die einzelnen Probenbecher 30 gefüllt. Gewöhnlich sollen die Serumproben nicht alle sämtlichen in einer Reihe durchzuführenden Untersuchungen unterworfen werden. Beispielsweise sollen die Proben in den Bechern "2", 5 und 10 einer Eiweißuntersuchung unterzogen werden, während gegebenenfalls alle in die Transportscheibe 16 eingesetzten Proben nachher auf ihren Cholesterolgehalt untersucht werden sollen. Die Auswahl der für eine bestimmte Untersuchung in Frage kommenden Proben erfolgt mittels der den einzelnen Bechern 30 jeweils zugeordneten, den betreffenden Patienten bezeichnenden Schiebeschalter. Im vorstehend angenommenen Beispiel würden also vor der Albuminuntersuchung die Schalter 108 zunächst den Bechern "2", 5 und "lo" in eine Betätigungs- oder Siuerstellung gebracht werden, um damit anzugeben, daß die betreffenden Proben der Albuminuntersuchung unterworfen werden sollen. Nach Beendigung der Albuminuntersuchung würden dann für die Cholesteroluntersuchung sämtliche jeweils einer Serumprobe zugeordnete Schalter 108 betätigt.
  • Nach dem Einführen einer Programmkarte und Betätigung der den zu untersuchenden Proben zugeordneten Schiebeschalter io8 wird ein Startknopf 11o an der Vorderseite der Vorrichtung betätigt, um eine Untersuchungsserie einzuleiten (Fig. 1). Dabei wird die Magnetspule der Kupplung 94 erregt, so daß die Schnecke 86 sich zu drehen beginnt. Die Kupplung 94 bleibt so lange in ihrer Betätigungsstellung, bis eine unterhalb der drehbaren Scheibe 52 angeordnete Abtasteinrichtung 11o einen in Betätigungsstellung gebrachten Schiebeschalter 108 ertastet.
  • Die Abtasteinrichtung 110 enthält ein an einem federbelasteten Stößel 114 sitzendes, etwa L-förmiges Tastglied 112. Bei einer Verschiebung des Tastgliedes 112 durch einen der in Betätigungsstellung gebrachten Schiebeschalter 108 bewegt sich der Stößel entgegen der Belastung durch eine Feder 116.
  • Durch die Bewegung des Stößels 114 gelangt eine öffnung 118 in einer im übrigen optisch undurchlässigen Platte 120 'zwischen eine Lichtquelle 122 und eine Fotozelle 124. Daraufhin gibt die Fotozelle 124 ein elektrisches Signal an die logische Steueranordnung ab, über die nun die Magnetspule der Kupplung abgeschaltet und damit die Antriebsschnecke 86 zum Stillstand gebracht wird. Die Abtasteinrichtung llo ist so angeordnet, daß sie einen-bedtigten Schiebeschalter 108 dann ertastet, wenn der ihm entsprechende Serumbecher an die Überführungsstation 126 gelangt. Die Überführungsstation 126 liegt um eine Stelle jenseits der vor derSerum-Überführungseinrichtung 24 liegenden Ausgangsposition des mit "1" bezeichneten Bechers.
  • Auf der Welle 88 ist eine ebene Stroboskopscheibe 128 mit zwei diametral gegenüberliegenden Löchern 13o, 131 befestigt und gemeinsam damit drehbar. Eine Lichtquelle 132 und eine Fotozelle 134 sind so angeordnet, daß bei der Drehung der Scheibe 128 um 1800 jeweils ein Lichtimpuls durch eine der oeffnungen 130 oder 131 auf die Fotozelle 134 fällt. Der'daraufhin von der Fotozelle abgegebene elektrische Impuls wird in der elektronischen Steueranordnung gespeichert und ermöglicht das Identifizieren des jeweils an der Überführungastation 126 befindlichen Bechers 30 zu jeder Zeit. Das von der Fotozelle 124 der Abtasteinrichtung llo für die die Patienten bezeichnenden Schiebeschalter abgegebene Signal wird ebenfalls in der Steueranordnung gespeichert und dient zum Identifizieren der einzelnen Becher, denen Proben entnommen wurden.
  • Beim Anhalten eines Probenbechers 30 an der Überführungsstation 126 beginnt die Bewegung bzw. Betätigung der Serum-Entnahme- und Überführungseinrichtung 24. Diese in Fig. 7 bis 9 im einzelnen dargestellte Einrichtung ist in der Oberseite des unteren Gehäuses 12 eingesetzt und ragt senkrecht daraus hervor. Der über der Ebene der Transportscheibe 18 für die Probenansätze befindliche Teil der Übertragungseinrichtung 24 weist einen auf einer Welle 142 sitzenden, waagerechten, schwenkbaren Arm 140 auf. Die Welle 142 ist in einer rohrförmigen Halterung 144 geführt, welche mit einem an ihrem unteren Ende gebildeten Flansch 146 an der Unterseite des Deckels des unteren Gehäuses 12 befestigt ist.
  • Die Welle 142 ist innerhalb der sieumgebenden Halterung 144 mit einer Keilnutwelle 148 verbunden. Diese ist ihrerseits über einen Kupplungsblock 150 an ihrem unteren Ende mit der Kolbenstange 152 eines pneumatischen Zylinders 154 verbunden.
  • Zur Betätigung des Zylinders wird er mit einem Druckgas gespeist, wozu vorzugsweise das für die Druckfüllung der Flaschen 20 verwendete komprimierten Stickstoffgas Anwendung findet. Auch die übrigen im gesamten System vorhandenen pneumatischen Zylinder werden aus dieser Quelle gespeist.
  • Vor dem Eintritt in den Zylinder 154 durchsetzt die Kolbenstange 152 eine federbelastete Druckplatte undseinen Tragboden 158. Im Zylinder ist das untere Ende der Kolbenstange 152 an einem Rollbalg oder einer-Membrane 160 befestigt. Der Rollbalg 160 unterteilt den Zylinder 154 in ein Einlaßteil 162 und ein diesem gegenüber abgedichtetes Auslaßteil 164.
  • Ein komprimiertes Gas wird dem Einlaßteil 162 über einen Einlaß 166 zugeleitet, so daß sich der Rollbalg 160 in die in Fig. 7 ausgezogen gezeichnete untere Stellung bewegt. Dementsprechend bewegt sich die Kolbenstange aufgrund ihrer festen Verbindung mit dem Rollbalg 160 in ihre untere Stellung.
  • Die Abwärtsbewegung der Kolbenstange 152 Uberträgt sich Uber den Kupplungsblock 150 auf die Keilnutwelle 148 und durch Anlage des Kupplungsblocks 150 an der federbelasteten Druckplatte 156 auf diese.
  • Zwei mit ihren unteren Enden anker Druckplatte 156 befestigte Federn 168, 170 sind auf Stäben 172 bzw. 174 geführt, welche die Druckplatte 156 durchsetzen und am Tragboden 158 befestigt sind. Mit den oberen Enden sind die Federn 168, 170 fest mit an den oberen Enden der Stäbe 172 bzw. 174 sitzenden Endscheiben 176, 178 verbunden. Bei der Abwärtsbewegung der Druckplatte 156 werden die Federn 168, 170 gedehnt und setzen dieser Bewegung einen Widerstand entgegen.
  • Gleichzeitig mit ihrer Auf- und Abwärtsbewegung ist die Keilnutwelle 148 von einem Servo-Schrittmotor 180 drehend antreibbar, dessen Antrieb mittels verschleißfesten Zugelementen 194, 196 auf eine auf der Welle 148 sitzende Keilnutmuffe 184 übertragen wird. Die Keilnutmuffe 184 ist mittels Lagern 186, 188 in einem an einer seitlichen Halterung 192 befestigten Gehäuse 19o gelagert.
  • Zur bewegungsgenauen Antriebsübertragung sind die Zugelemente 194, 196 um eine motorgetriebene Scheibe 198 geschlungen. Die Welle 200 der Scheibe 198 ist mit dem oberen Ende in einem Lagerblock 202 gelagert. Das untere Ende der Welle hat verringerten Durchmesser und durchsetzt einen weiteren Lagerblock 2o4 sowie eine die Scheibe 198 tragende Halterung 206, welche an der Unterseite des Deckels des unteren Gehäuses 12 befestigt ist. Über eine stoßdämpfende Kupplung 208 ist die Welle 200 mit dem Servo-Schrittmotor 180 verbunden.
  • Auf der sfroßdämpfenden Kupplung 208 ist- konzentrisch mit der Welle 200 eine Scheibe 210 für optische Stellungsanzeige befestigt. Sie hat an diametral gegenüberliegenden Stellen zwei Löcher. Diese sind so angeordnet, daß sich das eine zwischen einer Lichtquelle 212 und einer Fotozelle 214 befindet, wenn der waagerechte Arm 140 über der Transportscheibe 18 steht, und das andere, wenn sich der Arm 140 ober der Transportscheibe 16 für die Probenbecher befindet. Das von der Foto zelle 214 abgegebene elektrische Signal wird dazu verwendet, die Auf- und Abbewegung der Ubertragungseinrichtung mit. der -Abgabe und Entnahme von Serumproben zu synchronisieren.
  • Der Zugmittelantrieb für die Keilnutmuffe 184 ist im einzelnen in Fig. 8 dargestellt. Die Zugelemente 194, 196 sind vorzugsweise aus einem extrem dauerhaften Material, z.B. einer Verbindung von Beryllium undKupfer, gefertigt. Die Zugelemente 194, 196 sind mit jeweils einem Ende an der Keilnutmuffe 184 befestigt, um die angetriebene Scheibe 198 geschlungen und mit dem anderen Ende an einer federbelasteten Spanneinrichtung 216 angehängt. In das ziehende Trum zwischen der Keilnutmuffe 184 und der Scheibe 198 kann jeweils eine weitere Spanneinrichtung 218 eingesetzt sein, welche jedoch nicht unbedingt erforderlich ist.
  • Die Spanneinrichtungen 26, 218 enthalten jeweils eine Feder 220, welche zwischen zwei Sitzen 222 und 224 unter Kompression gehalten ist. Die Sitze 222 und 224 sind als Teile von Anschlußlaschen 125 ausgebildet, an denen die Enden der Zugelemente 194, 196 angehängt sind. Die einfach wirkende Spanneinrichtung 216 ist mit einem Ende fest an einem Rahmenteil der Vorrichtung angebracht.
  • Zu Beginn eines Untersuchungsablaufs befindet sich der Überführungsarm 140 in seiner Stellung über der Transportscheibe 18 für die Probenansätze (Fig. 2). Die Bewegung des Arms 14o aus dieser Stellung wird durch ein Signal von der mit der Abtasteinrichtung llo unter der Transportscheibe 16 für Probenbecher verbundenen Fotozelle 124 ausgelöst. Das Signal zeigt an, daß sich ein Becher mit einem zu untersuchenden Serum in der Überführungsstellung 126 befindet. Der Servo-Schrittmotor 180 wird nun über die elektronische Sialeranordnung gespeist und treibt die Scheibe 198 über die stoßdämpfende Kupplung 208 an. Der Antrieb der Scheibe 198 wird über die Zugelemente 194, 196 auf die Keilnutmuffe 184 übertragen. Die Spannelnrichtungen 216, 218 in den Zugelementen 194, 196 gleichen den pulsierenden Antrieb des Schrittmotors 180 aus, so daß die Keilnutmuffe 184 in gleichmäßige Drehung versetzt wird.
  • Nach einer Bewegung des Überführungsarms 140 zum 1800 in eine Stellung über dem an der Überführungsstation 126 beindlichen Becher 30 befindet sich eine der öffnungen in der Anzeigescheibe 210 zwischen der Lichtquelle 212 und der Fotozelle 214. Das daraufhin von der Fotozelle 214 abgegebene elektrische Signal öffnet ein Ventil220 zwischen der Druckgasquelle und dem Einlaß 166 des pneumatischen Zylinders 154. Der dadurch im Einlaßteil 162 des Zylinders 154 entstehende Gasdruck bewirkt eine Abwärtsbewegung des Rollbalgs 160 und der damit verbundenen Kolbenstange 152. Aufgrund der Rollbewegung is Rollbalgs 160 ist für eine sanft einsetzende und fortlaufend gleichmäßige Abwärtsbewegungder Kolbenstange 152 keinerlei Dämpfung erforderlich.
  • Der auf der Kolbenstange 152 sitzende Kupplungsblock 150 wird dabei abwärts in Anlage auf der Druckplatte 156 bewegt und nimmt die Keilnutenwelle 148 mit. Die Abwärtsbewegung der Keilnutwelle 148 wird durch eine Kugellagerung in der Keilnutmuffe 184 ermöglicht. Gleichzeitig mit der Keilnutenwelle 148 bewegt sich auch der waagerechte Arm 140 abwärts.
  • Die Abwärtsbewegung des Arms 140 setzt sich fort, bis ein an seiner Unterseite sitzender elastischer und kompressibler Stopfen 222 abdichtend in Anlage am oberen Rand eines bereitstehenden Bechers 224 kommt.
  • Eine an der Druckplatte 156 befestigte und zusammen mit dieser und der Kolbenstange 152 auf- und abwärts bewegbare Halterung 126 trägt Ubereinander zwei Lochbleche 228, 230 für die optische Abtastung der senkrechten Stellung. Die Lochbleche 228 und 23o durchsetzende öffnungen geben in den'jeweils richtigen Stellungen des Arms 140 den Stahlenweg von einer Lichtquelle zu einer Fotozelle 232 bzw. 234 frei. In der obersten Stellung des Arms 140 fällt das Licht einer Lichtquelle 232 durch die Öffnung des oberen Lochblechs 228 auf die eine Fotozelle 234, während das Licht einer Lichtquelle 236 in der unteren Endstellung des waagerechten Arms 140, in der sich der Stopfen 222 in abdichtender Anlage auf dem Becher 224 befindet, durch die Öffnung des unteren Lochblechs 23o auf eine andere Fotozelle 238 fällt.
  • Das Abdichten eines Serumbechers 224 durch den Stopfen 222 des überführungsarms 14o wird durch ein elektrisches Ausgangssignal von der Fotozelle 238 angezeigt, worauf die Entnahme der benötigten Serummenge mittels der in Fig. 9 gezeigten Einrichtung eingeleitet wird. Zwei aus dem wåagerechten Arm 140 hervortretende Röhrchen 240, 242'aus rostfreiem Stahl durchsetzen den elastischen Stopfen 2-22. An den oberen Enden der Röhrchen 240 und242 sind biegsame Schläuche 244 bzw. 246 angeschlossen, welche im Inneren des hohlen Arms 14o, durch die hohle Welle 142, die hohle Keilnutenwelle 148 und die hohle Kolbenstange 152 hind,urchverlaufen und am Boden des pneumatischen Zylinders 154 austreten. Innerhalb des Gehäuses 12 bilden die beiden Schläuche eine Schlaufe 248, welche die Längung und Verkürzung der Schläuche beim Heben und Senken des Überführungsarms 140 aufnimmt.
  • Das untere Ende des am kürzeren Röhrchen 242 im Stopfen 222 angeschlossenen Schlauchs 244 ist mit dem Auslaß eines Spasedruckventils 248 verbunden. Der Einlaß des Ventils 248 ist mit der Druckgasquelle verbunden, welche vorzugsweise unter einem Druck von etwa o,75 at steht. Das untere Ende des anderen, am längsten Röhrchen 240 im Stopfen 222 angeschlossenen Schlauchs 246 ist mit einer Ventilanordnung 250tverbunden.- -Dazu ist der Schlauch in eine hohle Halterung?252 eingeführt, welche eine aufwärts in den Schlauch 246 hineinragende alaskapillare 254 enthält. Zur luftdichten Befestigung des Schlauchs 246 ist eine mit ender konischen Ausbildung versehene Überwurfmutter 256 auf einem ebenfalls konischen Gewindestutzen 258 aufgezogen.
  • Die Glaskapillare 254 erstreckt sich abwärts in den Hauptventilkörper 260 und endet in einem senkrechten Schnitt mit einem zweiten Glasröhrchen 262. In geringem Abstand von dem Schnittpunkt ist das Glasröhrchen 262 an beiden Seiten ausgeweitet. Innerhalb der beiden erweiterten Teile 264 und 266 des Röhrchens ist jeweils ein kolbengesteuertes Absperrglied 268 bzw. 270 enthalten. Die Absperrglieder 268, 270 tragen an ihren Vorderseiten jeweils einen elastischen Dichtring 272 bzw. 274, welcher sich zum Abdichten des jeweiligen Endes des Röhrchens in weste Anlage an das engere Teil des Röhrchens 262 bringen läßt.
  • Die Bewegungen der Absperrglieder 268 und 270 sind Qber Kolben 272 bzw. 274 gesteuert. Die Kolben 272 und 274 lassen sich mittels eigener Magnetspulen 280 bzw. 282 in schnelle Bewegung versetzen. Die Kolben 276 und 278 sind durch Rundringe 284 und 286 abdichtend und gegen Verkanten gesichert im Ventilkörper 260 geführt.
  • Nahe hinter den Absperrgliedern 268 und 270 münden in den sie enthaltenden Durchlässen 264 und 266 jeweils ein Durchlaß 288 bzw. 290 etwa senkrecht ein. In der zurückgezogenen Stellung des jeweiligen Absperrgliedes 268 oder 270 stehen die senkrechten Durchlässe 288 bzw. 290 in Strömungsverbindung mit dem engeren Teil des Röhrchens 262 und damit also auch mit der senkrechten kalibrierten Kapillare 254. Der eine Durchlaß 288 ist über einen Anschluß 292 am Ventilkörper 260 mit einem (nicht gezeigten) Abfallbehälter verbunden.
  • Der andere senkrechte Durchlaß 290 ist über einen ähnlichen Anschluß 294 am Ventilkörper 260 mit einer Druckwasserquelle verbunden, welche vorzugsweise unter einem Druck von etwa o,75 at gehalten ist.
  • Zu Beginn eines UberfUhrungsvorganges, also bei der Weiterdrehung der Transportscheibe 16 durch die Uberführungsstation 126, befinden sich die beiden Kolben 276 und 278 in der vorderen Endstellung, in der die betreffenden Durchlässe 288 und 29o geschlossen sind. Der Überführungsarm 140 wird nun verschwenkt und abgesenkt, wobei der elastische Stopfen 222 auf den bereitstehenden Probenbecher 224 zu sitzen kommt.
  • Beim Absenken des Überführungsarms 140 in seine Endstellung kommt die Öffnung des oberen Lochblechs 230 zwischen die Lichtquelle 238 und die Fotozelle 236. Das daraufhin von der Fotozelle 236 abgegebene elektrische Signal bewirkt das Öffnen des zwischen der Druckgasquelle und dem kürzeren Röhrchen 242 im Stopfen 222 angeordneten Druckventils 248. Das daraufhin zuströmende Gas setzt den Innenraum des Bechers 224 unter Druck.
  • Auf die Abgabe eines Ausgangssignals von der die untere Endstellung anzeigenden Foto zelle 236 hin wird über die elektronische Steueranordnung die Magnetspule 280 erregt, welche daraufhin das Absperrglied 268 zurückzieht. Dabei kommt der zum Abfallbehälter führende Durchlaß 288 in Strömungsverbindung mit dem längeren Röhrchen 240 aus rostfreiernb Stahl, dessen Ende in die im Becher 224 enthaltene Serumprobe eintaucht. Der im Becher 224 erzeugte Druck bewirkt das Einströjnen von Serum in das Röhrchen 240, solange die Magnetspule 280 erregt gehalten ist. Sobald eine vorprogrammierte Serummenge aus dem Becher 224 entnommen ist, fällt die Magnetspule 280 ab, so daß das Absperrglied 268 in die Schließstellung zurückkehrt. Das EntnahmeJröhrchen 240 sowie der daran angeschlossene Schlauch 246 sind, wie im folgenden beschrieben, zunächst mit Wasser gefüllt. Beim Einströmen der jeweiligen Serummenge in das Röhrchen 240 unter dem zugeführten Druck wird das Wasser zum Abfallbehälter verdrängt. Dabei gelangt das Serum niemals die senkrechte kalibrierte Kapillare 254, so daß also die Dosierung ausschließlich anhand des Wassers erfolgt.
  • Das von der Steueranordnung ausgehende Signal zum Abschalten der Magnetspule 280 und damit zum Beendigen der Serumentnahme-bewirkt ferner die Rückstellung des Druckgasventils 248 und das Entweichen des zugeführten Drucks in die Umgebung. Anschließend wird das Druckgasventil 220, über welches der Zylinder 154 zum Niederhalten des Uberführungsarms 140 mit dem Stopfen 222 auf dem Becher 224 gespeist wird, geschlossen. Die beiden an der Druckplatte 156 angreifenden Zugfedern 168, 170 sind nun nicht mehr durch den Gasdruck in den gestreckten Zustand belastet und ziehen die Druckplatte 156 nach oben. Dadurch werden der Kupplungsblock 150 und die Keilnutwelle 148 ebenfalls aufwärts bewegt. Die Aufwärtsbewegung wird bis zu einem gewissen Maß durch in dem Einlaßteil 162 des Zylinders 154 vorhandenes Gas gedämpft, indem dieses durch den sich aufwärts tewegenden Rollbalg komprimiert wird und nur langsam über den Einlaß 166 entweicht. Ferner wird bei dieser Bewegung die Offnung des Lochblechs 230 aus dem Strahlenweg von der Lichtquelle 238 zur Fotozelle 236 heraus bewegt, so daß die Fotozele nicht länger leitet.
  • Sim-Ausbleiben des Ausgangssignals der Fotozelle 236-setzt über die logische Steueranordnung die Speisung des Serva- Schrittmotors 180 ein, so daß der Überführungsarm 140 um 1800 zurück in seine Stellung über der Transportscheibe 16 gedreht wird. Beim Einsetzen der Drehung der stoßdämpfenden Kupplung 208 wird die Öffnung in der Lochscheibe 210 aus dem Strahlenweg zwischen der Lichtquelle 212 und der Fotozelle 214 weggedreht. Die daraufhin eintretende Unterbrechung des Ausgangssignals der Fotozelle 214 kann dazu verwendet werden, das Druckgasventil 248 zu schließen, da die Druckspeisung des Probenbechers nun nicht mehr nötig ist.
  • Die Rückführung des überführungsarms 140 in die Stellung 127 über der Transportscheibe 18 für die Probenansätze erfolgt mit zunächst langsam zunehmender und dann bis zum Stillstand über der Scheibe 18 wieder abnehmender Geschwindigkeit. Die Beschleunigung und Verzögerung wird über die pulsierende Speisung des Servo-Schrittmotors 180 von der logischen Steueranordnung bewirkt. Die veränderliche Geschwindigkeit gewährleistet, daß ach nicht die geringste Menge der Serumprobe von dem Entnahmeröhrchen 240 abgeschleudert wird, wie dies bei plötzlichem Einsetzen und Anhalten der Bewegung geschehen kann.
  • Beim Ausrichten des Überführungsarms 140 in seine Stellung über der Transportscheibe 18 gelangt die andere Öffnung in der Lochscheibe 210 in den Strahlenweg zwischen der Lichtquelle 212 und der Fotozelle 214. Das dabei entstehende Ausgangs signal der Fotozelle wird der logischen Steueranordnung zugeleitet, worauf diese die pulsierende Speisung des Schrittmotors 180 unterbricht und den Ausstoß der benötigten Serummenge aus dem Entnahmeröhrchen 240 einleitet.
  • Zu diesem Zweck wird die Magnetspule 282 erregt, so daß sie den Kolben 278 mit dem Absperrglied 270 im Ventilkörper 260 rückwärts zieht. Daraufhin tritt Druckwasser von der Druckwasserquelle durch den Anschluß 294 und den senkrechten Durchlaß in den Ventilkörper 260 zum unteren Ende des die Serumprobe enthaltenden Schlauchs 246. Das einströmende Wasser verdrängt das Serum aus dem Röhrchen 240 in ein Probierglas 33. Die Zeit, über welche die Magnetspule 282 erregt gehalten wird, ist genau steuerbar, so daß unter Verwendung des Druckwassers jeweils eine genau bemessene Serummenge in das bereitstehende Probierglas ausgestoßen wird.
  • Vorzugsweise wird dem Becher 224 an der Transportscheibe 16 vorher jeweils eine etwas größere Menge an Serum entnommen als für die durchzuführende Untersuchung erforderlich. Dadurch ist gewährleistet, daß die erforderliche Serummenge in das Probierglas gelangt, ohne daß Wasser hinzutritt, welches die Probe verdünnt und den Versuch nachteilig beeinflussen könnte. Zuweilen ist ein Zusatz von Wasser jedoch erwünscht und kann dementsprechend beigegeben werden.
  • Das den Ausstoß der gewünschten Serummenge beendigende logische Signal kann zusätzlich zum Erregen der Magnetspule der jeweils über eine halbe Umdrehung wirksamen Kupplung 94 im Antrieb der Transportscheibe 16 verwendet werden, so daß nun die nächst zu untersuchende Serumprobe auf der Transportscheibe in die Überführungsstellung 126 gedreht wird. Die Ankunft einer solchen Probe wird wiederum von der Abtasteinrichtung 110 ertastet, woraufhin diese über die Fotozelle 124 die erneute Bewegung des Überführungsarms 140 zum Entnehmen einer Serumprobe aus dem bereitstehenden Becher 224 einleitet. Bei der zweiten und allen weiteren Schwenkungen des waagerechten überführun arms um 1800 von der Transportscheibe 18 für die Probenansätze zur Transportscheibe 16 für die Probenbecher wird die Magnetspule 282 erregt, um das Entnahmeröhrchen 240 von aus der letzten Serumentnahme zurückgebliebenen Serumresten zu reinigen und durch gründliches Spülen des Röhrchens 240 eine gegenseitige Verunreinigung der Seren zu verhindern, sowie um das Röhrchen 240 wieder mit Wasser zu füllen, welches bei der nächsten Entnahme dann wieder verdrängt wird. Das Durchspülen des Röhrchens 240 geschieht über einem im Schwenkbereich des Arms 140 in der Oberseite des Gehäuses 12 eingesetzten Behälter 296.
  • Eine andere Ausführung der Serumentnahme- und Überführungseinrichtung ist in Fig. 19 bis 21 gezeigt. Darin ist für die Auf- und Abbewegung der Keilnutenwelle 148 ein pneumatischer Zylinder 600 vorgesehen. Die Kolbenstange 601 des Zylinders 600 ist über einen Einstellklotz 604 und eine daran befestigte kurze Verbindungsstange 602 mit einer flexiblen Kupplung 606 verbunden. Die Ausgangswelle 608 der Kupplung 606 ist am unteren Ende der Keilnutenwelle 148 befestigt. Die flexible Kupplung 606 dient dazu, die durch den Zylinder 600 erzeugte Auf- und Abbewegung auf die Keilnutenwelle 148 zu übertragen und die Keilnutenwelle 148 gegenüber dem Einstellklotz 604 und der Kolbenstange 601 drehbar zu lagern.
  • Der Einstellklotz 604 erfüllt zwei Funktionen. An seiner ,Unterseite ist mittels einer Kontermutter 612 ein abwärts hervorstehender Stab 610 befestigt, welcher durch eine in den Tragboden 158 eingesetzte Buchse 614 geführt ist. Der Stab 610 bildet eine senkrechte Führung für die Auf- und Abbewegungen des Einstellklotzes 604 und des unteren Endes der Keilnutenwelle 148. Zum Einstellen der oberenJ'i:' Endstellung des waagerechten Arms 140 sind am unteren Ende des Stabes 610 Einstellmuttern 616 aufgeschraubt.
  • Ferner trägt der Einstellklotz 604 die vorstehend anhand von Fig. 7 beschriebene Halterung 226 für die Lochbleche zum Ertasten der senkrechten Stellungen. Die Betätigung des Zylinders 600 erfolgt über das mit einem Einlaß 618 des Zylinders verbundene Druckgasventil 220. Beim Öffnen des Ventils 220 strömt Druckgas über den Einlaß 618 in den Zylinder 600, um die Abwärtsbewegung der Keilnutenwelle 148 einzuleiten. Nach dem Schließen des Ventils 220 führt eine im Zylinder angeordnete, (nicht gezeigte) Feder die Kolbenstange 601 und damit die Keilnutenwelle 148 in die obere Endstellung zurück.
  • Die Entnahme der jeweils benötigten Serummenge wird wiederum eingeleitet, wenn die untere Fotozelle 236 ein Ausgangssignal abgibt, welches das Abdichten eines Bechers 224 durch einen Stopfen 620 am überführungsarm 140 anzeigt. Bei der in Fig. 19 gezeigten Ausführung ist ein Entnahmeröhrchen 624 konzentrisch in einem Druckgasröhrchen 622 geführt, wobei ein ausreichender Ringdurchlaß für den Austritt des Druckgases gebildet ist. Die beiden konzentrischen Röhrchen 622, 624 sind mittels einer zweiteiligen Gewinde-Klemmeinrichtung 626, an deren Unterseite der Stopfen 620 sitzt, in der Senkrechten gehalten. Sie treten an der Oberseite des waagerechten Arms 140 aus und sind dann wieder in den Arm 140 eingeführt, von wo aus sie durch die hohle Keilnutenwelle 148 verlaufen und am unteren Ende derselben durch eine seitliche Bohrung 628 ausgeführt sind.
  • Ein zweites den Arm 140 senkrecht durchsetzendes Röhrchen 630 aus rostfreiem Stahl ist mit seinem unteren Ende auf das Entnahmeröhrchen 624 gerichtet. Es ist mittels eines Gewindenippels 632 befestigt, welcher ferner dazu dient, an dem Röhrchen ein flexibleres Rohr 634 anzuschließen.
  • Diese ist, wie die beiden konzentrischen Röhrchen 622 624 durch die hohle Keilnutenwelle 148 geführt und tritt an der Bohrung 628 daraus hervor. Das Röhrchen 630 dient dazu, zwischen den überführungsvorgängen das Entnahmeröhrchen 624 von außen anhaftenden Serumresten zu reinigen.
  • Dieser Reinigungsvorgang ist nachstehend im einzelnen in Verbindung mit einer anderen Ausführung der in Fig. 9 gezeigten Ventilanordnung beschrieben.
  • Bei der in Fig. 20 und 21 gezeigten Ausführung der Ventilanordnung findet für die erforderlichen Betätigungen eine einzige Magnetspule 636 Verwendung. Das untere Ende der konzentrischen Entnahme- und Druckröhrchen 624 bzw. 622 ist an einem T-Stück 638 angeschlossen, in welchem in die Druckleitung 622 eine Speiseleitung 640 für die Zufuhr der benötigten Druckluft einmündet. Unmittelbar hinter der Einmündung der Zufuhrleitung 640 ist die Druckleitung 622 innerhalb des T-Stücks 638 verschlossen. Somit führt nur die Entnahmeleitung 624 von der Eingangsseite 642 des T-Stücks 638 zur Ausgangsseite der Ventilanordnung 635.
  • Die zum Druckröhrchen 622 führende Zufuhrleitung 640 ist an den Auslässen dreier Ventile 644, 646 und 648 angeschlossen. Das erste Ventil 644 ist ein Entlüftungsventil und wird jeweils geöffnet, um den Druck aus dem Probenbecher nach der Probenentnahme entweichen zu lassen. Das zweite Ventil 646 verbindet in geöffnetem Zustand eine Hochdruckgasquelle 647 mit dem Druckröhrchen 622. Wie nachstehend im einzelnen noch erläutert, dient das Hochdruckgas dazu, das Entnahmeröhrchen 624 nach der Spülung außen freizublasen.
  • Das dritte Ventil 648 verbindet in geöffnetem Zustand eine vorzugsweise unter einem Druck von etwa 0,75 at stehende Druckgasquelle 649 mit dem Druckröhrchen 622, nachdem ein Probenbecher durch die Abwärtsbewegung des Arms 140 abgedichtet ist.
  • Ein Ventilkörper 650 der Überführungsventilanordnung 635 ist über eine im einzelnen in Fig.21 gezeigte Dosiereinrichtung mit der Eingangsseite 642 des T-Stücks 638 verbunden. Zwischen dem T-Stück 638 und dem Ventilkörper 650 ist das Entnahmeröhrchen 624 an einem kurzen Stück rostfreien Stahlrohrs 652 angeschlossen, welches mittels eines konischen Gewinde- und Dichtungsnippels 658 in Strömungsverbindung mit dem Einlaß 656 des Ventilkörpers 650 an diesem befestigt ist. Zur Bildung von Durchlässen einer für die genaue Dosierung der Serumentnahme geeigneten Grösse kann das Rohrstück 654 mit Einschnürungen 660 und 662 versehen sein.
  • Wie bereits bemerkt, erfolgt die Betätigung der Entnahmeventilanordnung 635 über eine einzige Magnetspule 636, welche an einer Seite einer Halterung 663 für den Ventilkörper sitzt. Der Anker 664 der Magnetspule 636 ist über eine Kupplung 668 mit einem Ventilschaft 666 -verbunden. Dieser erstreckt sich in den Ventilkörper 650, in welchem er durch eine Ablaßkammer 670 eine elastische Dichtung 678 hindurch in eine innere Ventilkammer 674 verläuft. Innerhalb der Kammer 674 ist am Ende des Ventilschafts 666 ein Absperrglied 676 befestigt. Das Absperrglied 676 hat im wewesentlichen sphärisch ausgebildete Enden 678, 680. In der Ventilkammer 674 münden drei Durchlässe 682, 684 und 686.
  • Der Durchlaß 682 führt über ein Anschlußteil 688 und ein Ventil 690 zu einem (nicht gezeigten) Ablaufbehälter.
  • Der zweite Durchlaß 684 verläuft von der Ventilkammer 674 durch eine zweite elastische Dichtung 692 und den Ventilkörper 650 zu dem das Entnahmeröhrchen 624 mit dem Ventilkörper 650 verbindenden Gewindenippel 658. Der dritte Durchlaß 686 führt über ein Anschlußteil 694 zu einem Ventil 696, welches in geöffnetem Zustand den Zustrom von einer (nicht gezeigten) Druckwasserquelle zum Durchlaß 686 freigibt.
  • Im Betrieb wird der waagerechte Überführungsarm 140 über den in der Übertragungsstation 126 befindlichen Becher 224 auf der Transportscheibe 16 gebracht. Der pneumatische Zylinder 600 bewegt nun die Keilnutenwelle 148 abwärts, bis der am Arm 140 sitzende Stopfen 620 abdichtend in Anlage auf dem Becher 224 kommt. Zu diesem Zeitpunkt wird das Druckventil 648 geöffnet, um dem Druckröhrchen 622 das Druckgas zuzuführen. Nach Ablauf einer fr die Druckfüllung des Bechers 224 erforderlichen Zeit wird die Magnetspule 636 der Ventilanordnung 635 erregt, um den Ventilschaft 666 zurückzuziehen, wobei das Absperrglied 678 abdichtend in Anlage an der linken elastischen Dichtung 672 kommt. Dabei tritt der Entnahmedurchlaß 684 in Strömungsverbindung mit der Ventilkammer 674. Gleichzeitig damit wird das Ventil 690 geöffnet, welches die Ventilkammer 674 mit dem Ablaufbehälter verbindet. Unter dem im Becher 224 erzeugten Druck tritt das darin enthaltene Serum in das Entnahmeröhrchen 624, wobei es das vom voraufgegangenen Spülvorgang noch darin enthaltene Wasser über das Ventil 690 zum Ablaufbehälter verdrängt.
  • Die entnommene Serummenge wird durch die Zeit bestimmt, über welche der Ventilschaft in der zurückgezogenen Stellung gehalten wird. Nach Ablauf dieser Zeit wird die Richtung des Speisestroms für die Magnetspule 636 umgekehrt, wodurch der Ventilschaft 666 wieder vorgeschoben wird und den Entnahmedurchlaß 684 mit dem Absperrglied 676 verschließt. Anschließend bewirkt die logische Steueranordnung das Schließen des Druckventils 648 und das öffnen des Entlüftungsventils 644, so daß der Druck aus dem Becher 224 vor dem Anheben des Arms 140 entweichen kann.
  • Anschließend führt der pneumatische Zylinder 600 die Keilnutenwelle 148 und damit den Arm 140 in die durch die Muttern 616 auf dem senkrechten Führungsstab 610 bestimmte obere Endsteliung. Der Schrittmotor 180 leitet nun die Schwenkbewegung des Arms 140 zur Transportscheibe 18 für die Probenansätze ein. Dabei schwenken die konzentrischen Druck- und Entnahmeröhrchen 622 bzw. 624 über den Auffangbehälter 296 in der Oberseite des Gehäuses 12 hinweg. Zum gleichen Zeitpunkt wird das Hochdruckventil 646 geöffnet, um dem Druckröhrchen 622 das Hochdruckgas zuzuführen. Die Hochdruckluft reinigt die Außenseite des Entnahmeröhrchens 624 von gegebenenfalls daran haftendem überschüssigem Serum.
  • Die Luftzufuhr hält etwa 0,5 sec lang an, worauf der Arm 140 seine Schwenkbewegung zur Transportscheibe 18 fortsetzt.
  • Befindet sich dann das Entnahmeröhrchen 624 in Stellung über einem in der Transportscheibe 18 sitzenden Probierglas 33, so wird die Magnetspule 636 erneut erregt, um das Absperrglied 678 zurückzuziehen, während das Ventil 696 gleichzeitig geöffnet wird, um der Ventilkammer 674 Druckwasser zuzuführen. Das unter Druck zugeführte Wasser verdrängt das Serum aus dem Entnahmeröhrchen 624 in das betreffende Probierglas 33. Dabei hängt die Menge des æ -gegebenen Serums wiederum von der Zeitspanne ab, über welche der Ventilschft in der zurückgezogenen Stellung gehalten wird. Im richtigen Moment wird der die Spule 636 speisende Strom wieder umgekehrt, um das Absperrglied 678 zur rechtsseitigen elastischen Dichtung 692 vorzuschieben und die Verbindung zwischen dem Entnahmeröhrchen 624 und dem Ventil 696 zu unterbrechen. Anschließend wird das Ventil 696 ebenfalls geschlossen.
  • Nach Abgabe der Serumprobe wird der Arm 140 zurück zur Transportscheibe 16 geschwenkt, um die nächste Probe aus einem inzwischen in die Überführungsstellung 126 gedrehten Becher auf der Scheibe 16 zu entnehmen. Die Rückschwenkbewegung wird jedoch unterbrochen, um durch Spülung des Entnahmeröhrchens 624 jegliche Reste der voraufgegangenen Serumprobe davon zu entfernen und so eine gegenseitige Verunreinigung der Proben zu vermeiden. Dabei kommt der Arm 140 zum Stillstand, wenn das Entnahmeröhrchen 624 sich senkrecht über dem Auffangbehälter 296 an der Oberseite des unteren Gehäuses 12 befindet. Dann wird das zur Ventilkammer 694 in der Ventilanordnung 635 führende Ventil 696 geöffnet, um dem Entnahmeröhrchen 624 über die Ventilkammer 674 Druckwasser zuzuleiten. Das aus dem Entnahmeröhrchen austretende Wasser fällt in den Auffangbehälter 296. Gleichzeitig wird das Hochdruckventil 646 geöffnet, so daß das Hochdruckgas um das Entnahmeröhrchen 624 aus dem Druckröhrchen 622 austritt. Zusätzlich dazu wird ein zu dem Spülröhrchen 630 an dem Arm 140 führendes Ventil 698 geöffnet, so daß das Röhrchen 630 einen Wasserstrahl auf die Außenseite des Entnahmeröhrchens 624 richtet. Aus der abwärts strömenden Luft und dem seitlich zugeführten Wasser ergibt sich eine turbulente belüftete Wasserströmung entlang der Außenfläche des Entnahmeröhrchens 624 zur gründlichen Reinigung desselben. Anschliessend werden die Wasserventile 696 und 698 wieder geschlossen, um die Durchströmung des Entnahmeröhrchens 624 sowie seine äußere Spülung über das Röhrchen 630 zu unterbrechen.
  • Das Druckgasventil 646 bleibt noch eine kurze Weile geöffnet, um das Entnahmeröhrchen 624 außen zu trocknen. Daraufhin setzt dann der Arm 140 seine Schwenkbewegung zur Transportscheibe 18 hin fort, um eine weitere Serumprobe zu entnehmen.
  • Vorzugsweise zu Beginn einer Untersuchungsreihe können die Ventilkammer 674 sowie die Durchlässe 686 und 682 ebenfalls gespült werden. Dazu werden das Ablaufventil 690 sowie das Wasserventil 696 geöffnet, während der Ventilschaft 666 in der ausgefahrenen Stellung und der Durchlaß 684 damit geschlossen bleibt. Dadurch zirkuliert dann das Wasser in der Ventilkammer 674 und verläßt sie dann über das Ventil 690.
  • Da sich das Absperrglied 676 dabei in der ausgestreckten Stellung befindet, tritt eine gewisse Wassermenge um den Ventilschaft 666 herum aus und gelangt dabei in die vom Ventilschaft 666 durchsetzte Ablaßkammer 680.
  • Während einer Untersuchungsreihe erfolgt neben der Entnahme der einzelnen Proben für die Untersuchungen das Fortdrehen von leeren Probiergläsern in der Transportscheibe 18 in die Überführungsstellung 127 zur Beschickung mit jeweils einer Serumprobe. Die Antriebs- und Steuereinrichtungen für die Transportscheibe 18 für die Probenansätze sind in Fig. 10 und 11 gezeigt. Sie enthalten im wesentlichen die gleichen Teile wie die für- die Transportscheibe 16. Die Probiergläser 33 sind in Löcher 300 in einer oberen drehbaren Scheibe 302 eingesetzt. Sie ruhen unten auf der Sohle eines Führungskanals 304, auf welcher sie entlanggleiten, und sind mittels einer Haltescheibe 306 in senkrechter Stellung gehalten. Die Scheibe 302 und die Haltescheibe 306 sind in ihrer Mitte an einer Antriebswelle 308 befestigt. Die Welle 308 ist über eine Stiftenscheibe 310, eine Schnecke 312 und eine Kupplung 314 für halbe Umdrehungen von dem auch die Transportscheibe 16 für die Probenbecher antreibenden Motor 98 antreibbar.
  • Die Antriebswelle 308 ist drehbar in Lagerblöcken 316, 318 geführt, welche ihrerseits in einem Wellengehäuse 320 sitzen. Anteren Ende ist die Welle 308 mittels Drucklagern 322 in einem Deckel 324 gelagert und mittels einer an der Unterseite des Deckels sitzenden Mutter 326 gesichert. Ein vom unteren Ende des Wellengehäuses 320 abstehender Flansch 325 trägt die Stützen 328, an denen die die Schnecke 312 tragende Welle 330 in Lagern 332 gehalten ist.
  • Die Kupplung 314 für den Antrieb der Transportscheibe 18 wird über die elektronische Steueranordnung erregt, sobald der Überführungsarm 140 seine um 1800 führende Schwenkung zur Transportscheibe 16 für die Entnahme einer Serumprobe beginnt. Dadurch dreht sich die Schnekke 312 und bewegt dabei den mit ihrem Gang in Eingriff befindlichen Stift 334, woraus sich eine drehende Bewegung der Transportscheibe 18 ergibt. Diese Drehbewegung der Transportscheibe 18 setzt sich fort, bis das Eintreffen eines Probierglases 33 in der Überführungsstellung 127 durch eine unterhalb der Halteplatte 306 angeordnete Abtasteinrichtung 336 ertastet wird.
  • Die Abtasteinrichtung 336 hat ein Tastglied 338, welches an einem aus einem Gehäuse 343 hervorstehenden Stößel 340 sitzt. Der Stößel 340 ist mit einer gleitend beweglichen, optisch undurchlässigen und von einer Öffnung 344 durchsetzten Platte 342 verbunden. Das Tastglied 338 ist so angeordnet, daß es durch ein an der Überführungsstation 127 eintreffendes Probierglas verschoben wird, wobei die Platte 342 über den Stößel 340 mit ihrer Öffnung 344 in den Strahlenweg zwischen einer Lichtquelle 346 und einer Fotozelle 348 bewegt wird. Das daraufhin von der Fotozelle abgegebene elektrische Signal bewirkt über die elektronische Steueranordnung das Abschalten der Kupplung 314, so daß die Transportscheibe zum Stillstand kommt.
  • Die Relativstellung der Transportscheibe 18 für die Probenansätze kann durch die Verwendung einer Stellungs-Anzeigescheibe 350 in einem Speicherteil der Steueranordnung aufgezeichnet werden. Die Scheibe 350 sitzt auf der Schnekkenwelle 330 und führt somit beim Weiterdrehen der Transportscheibe 18 um eine Stelle jeweils eine halbe Umdrehung aus. Bei jeder halben Umdrehung der Scheibe 350 gelangen darin gebildete Öffnungen 352 in den Strahlenweg zwischen einer Lichtquelle 354 und einer Fotozelle 356. Die Anzahl der sich dabei einstellenden elektrischen Impulse wird dann für spätere Verwendung in der Steuer anordnung gespeichert.
  • Das vorstehend beschriebene Überführen von Serumproben auf die Transportscheibe 18 zur Durchführung einer bestimmten Untersuchung wird fortgesetzt, bis die Transportscheibe 16 für die Probenbecher eine volle Umdrehung vollführt hat und sich der erste Becher wieder in der Ausgangsstellung befindet. Das Erreichen dieser Stellung wird über eine optische Abtasteinrichtung 358 an die elektronische Steueranordnung gemeldet (Fig. 3). Die Abtasteinrichtung 358 hat einen Stößel 360, an dessen Ende ein in einer Kerbe 364 im Rand der Stiftenscheibe 68 in Eingriff bringbares Xßt glied 362. Die Kerbe 364 ist- zunächst dem der Ausgangsstellung 129 entsprechenden Stift 370 gebildet. Während der' Drehung der Stiftenscheibe 68 wird der Stößel 360 mit dem Tastglied 362 durch den Rand der Scheibe in der Betätigungsstellung gehalten.
  • Bei Erreichen der Ausgangsstellung 129 gestattet die Kerbe 364 in der Scheibe 68 das Ausfahren des federbelasteten Stößels, wobei eine öffnung 372 in einem Blech 374 in den Strahlenweg zwischen einer Fotozelle 376 und einer Lichtquelle 378 gelangt. Das daraufhin von der Fotozelle 376 an die Steueranordnung abgegebene elektrische Signal zeigt an, daß sämtliche durch einen betätigten Sdhiebeschalter 108 gekennzeichneten Proben in der Transportscheibe für die Probenbecher erfaßt wurden. Im weiteren Verlauf der gerade laufenden Untersuchungen wird nun die Transportscheibe 16 nicht weiter angetrieben.
  • Wie man in Fig. 2 erkennt, laufen die in der Transportscheibe 18 sitzenden Probiergläser nach Verlassen der Überführungsstellung 127 unter den Abgabeköpfen 26, 27 und 28 hindurch. Dabei können die ersten Durchgänge dadurch zustande kommen, daß leere Probiergläser zur Beschickung mit Serumproben in die überführungsstellung 127 gedreht werden. Der erste Abgabekopf 26 dient lediglich der Abgabe von Zusätzen, weist also nicht, wie die im übrigen gleichen Abgabeköpfe 27 und 28, Einrichtungen zum Vermischen der abgegebenen Reagentien mit der Serumprobe auf. Die den Abgabeköpfen 27 und 28 zugeordneten Mischeinrichtungen dienen dazu, über die betreffenden Köpfe zugeführte Reagentien mit den Serumproben zu vermischen und gleichmäßig darin zu verteilen. Die gleichmäAigf ;rteilung der Reagentien dient der Vermeidung von örtlichen Uberkonzentrationen derselben i-n der Serumprobe, welche bei der anschließenden Analyse der Probe zu falschen Ergebnissen führen könnten.
  • Ein Beispiel für einen kombinierten Misch- und Abgabekopf 27 bzw. 28 ist in Fig. 12 gezeigt. Der Kopf ist mittels Schrauben 352 im oberen Teil des unteren Gehauses 12 gehalten und setzt sich im wesentlichen aus einer unteren Abgabeeinrichtung 354 und einer darüber angeordneten Mischeinrichtung 356 zusammen. während die Abgabeeinrichtung 354 feststehend angeordnet ist, ist die Mischeinrichtung 356 mittels einer am oberen Ende daran und am unteren Ende am Kolben eines (nicht gezeigten) pneumatischen Zylinders befestigten Schubstange 358 auf und ab bewegbar. Bei der durch den Zylinder bewirkten Auf- und Abbewegung wird ein Rührstab 360 wahls weise in den Probenansatz in einem darunter befindlichen Probierglas eingetaucht. Der Rührstab 360 erstreckt sich von der Mischeinrichtung 356 durch eine Bohrung 362 in der feststehenden Abgabeeinrichtung 354 und ist oben über eine Kupplung 364 mit der Welle 366 eines Rührwerksmotors 368 verbunden. Der Rührstab 360 ist aus einem Stab 370 aus rostfreiem Stahl und einem auf diesen aufgeschobenen Rohrstück 372 aus einem chemisch neutralen und widerstandsfähigen Material wie etwa Tetrafluoräthylen gebildet. Das untere Ende 374 des Rohrstücks 372 ist gegen das Eindringen der Untersuchungsflüssigkeit geschlossen.
  • Im Betrieb werden mittels einer nachstehend beschriebenen Anordnung ausgewählte Reagentien über getrennte Leitungen 378 drei in der Abgabeeinrichtung 354 gebildeten Durchlässen 376 zugeleitet. Die Durchlässe 376 führen zu oberhalb des bereitstehenden Probierglases 33 ausmündenden Öffnungen 380, über welche die Reagentien abgegeben werden. Anschließend wird die Mischeinriehturg 356 mittels des (nicht gezeigten) pneumatischen Zylinders abwärts bewegt, worauf der Rührwerksmotor 368 über die logische Steueranordnung eingeschaltet wird. Die schnelle Umdrehung des in das Probierglas 363 mit der darin enthaltenen Kombination aus der Serumprobe und den über die Abgabeeinrichtung 354 zugesetzten Reagentien abgesenkten Rührstabes 360 bewirkt eine schnelle und gleichmäßige Durchmischung der Reagentien mit der Probe.
  • Auf ein von der logischen Steueranordnung abgegebenes Signal hin wird die Stange 358 wieder vom pneumatischen Zylinder ausgefahren, so daß sich der Rührstab 360 aus dem Probierglas hebt, und der Rührwerksmotor 368 wird abgeschaltet. Die hohe Drehzahl des Rührstabes von vorzugsweise etwa 6 ooo U/min bewirkt in Verbindung mit den Oberflächeneigenschaften des Stabes 360, daß beim Herausheben des Stabes aus dem Probierglas daran haftende Teile des Probenansa tzes abgeschleudert werden, so daß eine gegenseitige Verunreinigung aufeinanderfolgender Proben nicht möglich ist. Die Transportscheibe 18 wird nun weitergedreht, um ein leeres Probierglas zur Uberführungsstation 129 zu bringen, wobei das den eben gebildeten und durchgemischten Probenansatz enthaltende Probierglas 363 zum nächsten Abgabekopf 28 oder zur Analyse-Entnahmestation 455 gelangt.-Eine andere Ausführung des Abgabe- und Mischkopfs,- bei welcher eine andere Mischtechnik Anwendung findet, ist in Fig. 22 gezeigt. Sie setzt sich ebenfalls im wesentlichen aus einem feststehenden unteren Abgabeteil 702 und einem darüber angeordneten, mittels eines pneumatischen Zylinders 706 auf und ab bewegbaren Mischerteil 704 zusammen. Fin Druckgas für die Betätigung des Zylinders 706 wird von einer Druckgasquelle über einen Verteilerblock 708 und einem darin gebildeten Durchlaß 710 dem Einlaß 712 des Zylinders 7o6 zugeleitet. Der Durchlaß 710 im Verteilerblock 7o8 ist vorzugsweise ein darin eingezogenes Rohr, welches unten daraus hervorsteht und an einem von einem Ventil der Druckgasquelle herangeführten Schlauch 714 angeschlossen ist. Zur dichten Verbindung des Rohrstücks 710 mit dem Schlauch 714 dient ein Verbindungsteil 716 aus Gummi. Diese zweiteilige Ausbildung gestattet ein müheloses Abnehmen des Verteilerblocks 708 vom oberen Teil des unteren Gehäuses 12.
  • Bei der Zufuhr von Druckgas zum Einlaß 712 des Zylinders senkt sich das Mischerteil 704, wobei ein Mischröhrchen 716 im wesentlichen bis zum Boden eines sich unterhalb der Anordnung befindenden Probierglases in dieses eingeführt wird. Das Mischröhrchen 716 ist aus einem Röhrchen 718 aus rostfreiem Stahl und einem darauf aufgeschobenen Rohrstück 720 aus flexiblem, chemisch neutralem Material, z.B.
  • Tetrafluoräthylen, gebildet. Innerhalb des Mischteils 704 sind die beiden Rohrteile 718 und 720 mittels eines durch Gewinde gesicherten Gumminippels 722 zusammengehalten.
  • Das Röhrchen 718 ragt nur um ein kurzes Stück über den Gumminippel 722 hinaus, während das- flexible Rohrstück 720 oben aus dem Mischerteil 704 herausgeführt und an einem an der Rückwand 726 desselben sitzenden Strömungs-Steuerventil 724 angeschlossen ist.
  • IWach dem Zusetzen bestimmter Reagentien über Abgaberöhrchen 728 zu der in einem Probierglas 33 enthaltenen Probe wird dem Einlaß 712 des Zylinders ein Dru-ckgas zugeleitet.
  • Das Druckgas schiebt eine Anordnung 740 aus einem Kolben und einer Kolbenstange im Zylinder 706 abwärts. Das obere Ende der Kolbens tange 730 ist an der Unterseite des Mischer-,c ls o4befestigt. Dadurch wird nun das Mischerteil 704 unter Führung entlang eines senkrechten Stabes 732 ion die inFig. 22 ausgezogen gezeichnete Stellung gesenkt. Dabei tritt das Mischröhrchen 720 aus dem unteren Abgabeteil 702 hervor und in das Probierglas 33. Gleichzeitig wird ihm über das Steuerventil 724 ein inertes Gas, vorzugsweise Stickstoff, zugeleitet. Dieses tritt am unteren Ende des Röhrchens 720 in Form von Bläschen aus, welche dann in der im Probierglas 33 enthaltenen Flüssigkeit aufsteigen und aus deren Oberfläche austreten. Durch das in seiner Tntensität über das Ventil 724 gesteuerte Durchblasen der Mischung ergibt sich eine gründliche Durchmischung der zu diesem Zeitpunkt im Probierglas 33 befindlichen Kombination aus Serum und Reagentien.
  • Nach Ablauf einer vorbestimmten Mischzeit nach Maßgabe der logischen Steueranordnung wird das den Zylinder 706 mit Druckgas speisende Ventil geschlossen, worauf eine (nicht gezeigte) Feder im Zylinder das Mischerteil 704 in die in Fig. 22 gestrichelt dargestellte obere Stellung zurückführt. Das Erreichen der oberen Endstellung des Mischerteils 704 wird der logischen Steueranordnung über eine etwa am unteren Ende eines Stifts 734 sitzende (nicht gezeigte) magnetische Abtasteinrichtung gemeldet. Der Stift 734 erstreckt sich durch das Abgabeteil 702 und ist in einer Gewindebohrung 736 im Mischerteil 7o4 eingesehraubt. Dieser Stift erfüllt zusammen mit der'Abtasteinrichtung für die senkrechte Stellung des Mischerteils vor allem den Zweck, ein Weiterdrehen der Transportscheibe 18 zu verhindern, solange sich das Mischerteil 704 in seiner unteren Stellung befindet.
  • Eine anordnung zum Auswählen der jeweils notwendigen Heagentieri sowie zur Steuerung der jeweils davon abzugebenden Mengen ist in Fig. 13 bis 15 gezeigt. Diese weist einen Ventilblock 384 mit einem Hauptventilgehäuse 386 auf, welch letzteres beispielsweise aus sechs einzelnen Ventilgehäusen 388 zusammengesetzt ist. Jedes Ventilgehäuse 388 hat eine Betätigungs-Magnetspule 390 und fünf einzelne dieser zugeordnete doppelseitige Reagentienventile. Die jeweiligen Betätigungs-Magnetspulen 390 haben jeweils einen Betätigungsschaft 394, welcher das Ventilgehäuse 388 durchsetzt und mittels Federringen 398 an einer Betätigungsschiene 396 befestigt ist.
  • über die Betätigungsschiene 396 steuert die Magnespule 390 jeweils die oberen und unteren Enden von fünf den Ventilen 392 zugeordneten Ventilschäften 404. Am oberen Ende der Ventile 392 ist jeweils eine Rückholfeder 40O zwischen zwei Stufen 4o2 eingesetzt. Die Ventilschäfte 4o4 erstrecken sich durch das Ventilgehäuse 388 hindurch und sind am anderen Rinne mittels Federringen 406 an der Betätigungsschiene 396 befestigt. Die einzelnen Ventile weisen an jedem Ende eine Mittelbohrung 4O8 bzw. 410 auf, welche jeweils in einer Querbohrung 412 bzw. 414 endet.
  • Die Querbohrungen 412 und 414 sind durch mehrere paarweise angeordnete O-Ringe 416 voneinander und von das jeweiligen Ventilgehäuse 388 durchsetzenden Kanälen 418 und 420 getrennt.
  • Die oberen Enden 393 der Ventile 392 sind jeweils einer anderen llntersuchung bzw. anderen llntersuchllngen zupeordnet als die unteren Enden 395. Die beiden Enden 393 und 895 der verschiedenen Ventile sind mit den darin geführten Mittelbohrungen 4o8 bzw. 410 etwa über Schläuche aus Tetrefluoräthylen, jeweils mit verschiedene Reagentien enthaltenden Vorratsflaschen 20 im unteren Gehäuse 12 verbunden. Die in den Flaschen enthaltenen Reagentien sind unter Verwendung von komprimiertem Stickstoffgas, welches chemisch neutral ist und keine Veränderungen daran hervorruft, unter konstantem Druck gehalten.
  • Im Betrieb wird jeweils die den an den Flaschen mit den benötigten Reagentien angeschlossenen Ventilen 392 zugeordnete Magnetspule 390 erregt, um den Betätigungsschaft 394 auszufahren und damit die betreffende Betätiungsschiene 396 vom Ventilgehäuse 388 weg zu bewegen. Dabei nimmt die Betätigungsschiene 396 die der betreffenden Magnetspule 390 zugeordneten Ventilschäfte 404 der fljnf Ventile mit. Durch die Bewegung der Ventilschäfte 404 kommen die beiden Querbohrungen 412 und 414 derselben in Strömungsverbindung mit den beiden Durchlässen 418 und 420 des Ventilgehäuses. Für irgendeine gegebene Untersuchung wird jeweils nur eine Magnetspule ,390 mit den dazugehörizen Ventilen 392 betätigt. Damit steht nun an den Durchlässen 418 und 420 des Ventilgehäuses jedes einzelne der in den über Schläuche an den Enden 393 und 395 der betätigten Ventile angeschlossenen Flaschen enthaltenen zehn Reagentien zur Verfügung. In den die Ventilgehäuse 388 -fortlaufend durchsetzenden Durchlässen 418 und 420 können die Reagentien jeweils zwischen den die Durchlässe einfassenden O-Ringpaaren 416 um die Schäfte 4o4 der unbetätigten Ventile herum fließen.
  • Da für irgendwelche Untersuchungen jeweils nur die den unteren oder die den oberen Enden der Ventile zugeführten Reagentien benötigt werden, muß die Strömungsverbindung der beiden Enden 393 und 395 wahlweise herstellbar sein.
  • Zu diesem Zweck ist eine Magnetspule 424 vorgesehen, welche eine Betätigungsschiene 426 je nach dem einer bestimmte ten Untersuchung zugeordneten Ende der Ventile 392 bewegt.
  • Lin Vählschieber 428 für das obere oder untere Ende der Ventile 9 hat am oberen Teil zwei Stufen 43o, zwischen denen eine Dückholfeder 432 eingesetzt ist, und ist- am unteren Ende, also an der gegenüberliegenden Seite des Ventilgehäuses -.cl, an der Betätizungsschiene 426 befestigt.
  • Solange der Wählmagnet 424 nicht erregt ist, besteht eine Strömungsverbindung für die unteren Enden der Ventile 39a (Flg. 15). Wird der Magnet 424 erregt, so wird sein Betätigungsschaft 425 ausgefahren und bewegt dabei die die unteren Enden der Schieber 428 haltende Betätigungsschiene 426 vom Ventilgehäuse weg. Dadurch wird der Strömungsweg für die unteren Enden 395 der Ventile 392 unterbrochen und ein solcher von den oberen Enden 393 zu ihnen zugeordneten Auslässen 434 hergestellt.
  • Die gewahlten Reagentien strömen durch die jeweils dafür vorgesehenen oberen oder unteren Durchlässe zur Einlaß seite von äußerst schnellwirkenden und genau arbeitenden Dosierventilen 436. Mit der Auslaßseite sind die Dosierventile 436 über einzelne Schläuche 376 mit den Abgabeköpfen 354 verbunden. Zwei solche Ventile sind mit dem einen Abgabekopf 26 verbunden, und drei Ventile mit dem Abgabekopf 27.
  • Die für eine Untersuchung benötigten Reagentien werden sofort beim F;inleiten einer Untersuchungsreihe der Einlaßseite der Dosierventile 436 in der beschriebenen Weise zugeführt. Sobald sich ein eine Serumprobe enthaltendes Probierglas unter einem der hbgsbeköpfe befindet, werden die Dosierventile 436 wahlweise über die logische Steueranordnung betätigt. Der nicht mit einer Mischeinrichtung versehene erste .Abgabekopf 26 wird für die Abgabe von hinsichtlich Verunreinigung hochempfindlichen Reagentien, wie sie z.B. bei Untersuchungen auf Cholesterol oder Glukose verwendet werden, eingesetzt. Solche Reagentien bergen die Gefahr gegenseitiger Verunreinigung, durch welche die Probenansätze unbrauchbar würden. Sie werden daher nicht über die Ventilanordnung 384-zugeführt, sondern dem Abgabekopf 26 über den Dosierventilen 426 gleiche (nicht gezeigte) weitere Dosierventile direkt von den druckgespeisten Flaschen aus zugeleitet.
  • Die hauptsächlichen Reagentien werden zum jeweils richtigen Zeitpunkt mittels der Abgabeköpfe 27 und 28 zugeführt. Die logische Steueranordnung betätigt die betreffenden Dosierventile 436 über eine jeweils für die Abgabe einer bestimmten Menge eines bestimmten Reagens an das bereitstehende Probierglas benötigte Zeitspanne. Nach Beendigung der Abgabe senkt sich das jeweilige Mischerteil, um das Serum mit den zugesetzten Reagentien zu vermischen. Nach dem Mischen hebt sich das Mischerteil wieder und das Probierglas wird zum nächsten Abgabekopf 28 oder, abhängig von der innegehabten Stellung des Probierglases, zur Entnahmestation 455 weitergedreht. Nach Beendigung einer Ilntersuchungsreihe werden die Durchlässe 418 und 420 des Ventilgehäuses 386 mit über ein Ventil 437 einem Einlaß 439 im Ventilgehäuse 386 zugeführtem Wasser durchgespült.
  • Vor Beginn einer Untersuchung kann die Ventilanordnung 384 mit den für die betreffende Untersuchung zu verwendenden Reagentien durchgespült werden. Dazu kann man ein Probierglas verwenden, welches keine Serumprobe enthält, und welches an die einzelnen Abgabestationen gedreht wird, um die Untersuchungsreagentien aufzufangen. Die die Ventilanordnung 384 und die Dosierventile 436 durchsträmenden Reagentien entfernen dabei darin vorhandenes Wasser oder von früheren Untersuchungen zurückgebliebene Reagentien.
  • Eine andere Ausführung der Ventilanordnung für die Auswahl von Reagentien ist in Fig. 23 bis 25 gezeigt. Das in Fig. 23 und 24 gezeigte Hauptteil 738 der Ventilanordnung setzt sich aus einer Vielzahl einzelner Ventile 740 zusammen, welche zur Bildung der Gesamtanordnung 738 miteinander fest verbunden sind. Im dargestellten Beispiel ist die Gesamtanordnung 738 in zwei Blöcke 742 und 744 von Einzelventilen aufgegliedert. Jeder Block enthält mehrere Reihen von jeweils fünf Einzel ventilen 740.
  • Es kann eine beliebige Anzahl solcher Reihen vorhanden sein. Im dargestellten Beispiel hat der rechte Block 744 acht Reihen 746 bis 753 und der andere Block sieben Reihen 754 bis 760. Die Ventile in der ersten Reihe 754 des linken Blocks 742 dienen als Dosierventile für die Zufuhr zu den Abgabe- und Mischeinrichtungen der önfe 27 und 28, Die Wirkungsweise der Ventilanordnung 738 wird am besten aus Fig. 25 verständlich. Darin ist eines der Einzelventile 740 gezeigt. Es weist einen von einer Bohrung 764 durchsetzten Ventilkörner 762 auf. In das obere Fndeder Bohrung 764 ist ein Retätigungsmagnet 766 mit einem Gewinde 768 eingeschraubt. Er enthält einen durch eine Feder 772 belasteten beweglichen Kern 770, an dessen unterem Ende eine elastische Scheibe 774 sitzt. Bei Erregung d-er Snule 775 des Magnets wird der bewegliche Kern 770 mit der Scheibe 774 daran unter Kompression der Feder 772 angezogen. Bei der Aufwärtsbewegung gibt d; Scheibe 7/4 eine in die Bohrung 764 des Ventilkörpers 702 bindende Einlaßöffnung 776frei. Unterhalb der Einlaßöffnunz 776 ist mittelt eines Gewindenippeis 779 eine Leitung 777 für die Zufuhr eines Reagens von einer der druckgespeisten Flaschen 20 angeschlossen. Der Ventilkörper ist von jeweils einem in der Bohrung 764 mUndenden Zulauf- und Ablaufdurchlaß 778 bzw. 780 durchsetzt. Der Zulaufdurchlaß 778 verläuft jeweils in Verlängerung des Ablaufdurchlasses 780 des entsprechenden Einzelventils 740 in der davor liegenden Reihe und ist mit diesem strömungsverbunden. Der Ablaufdurchlaß 780 ist dementsprechend jeweils mit dem Zulaufdurchlaß 778 des nächstfolgenden Einzelventils 740 strömungsverbunden. Die notwendige Abdichtung zwischen den Einzelventilen 740 ist durch Rundringdichtungen 782, 784 gewährleistet. Die Aneinanderreihung der Zulauf- und Ablaufdurchlässe 778 und 780 ist am besten aus Fig. 24 ersichtlich.
  • Die Einzelventile 740 sind in Reihen zu jeweils fünf in den beiden Blöcken 742 und 744 angeordnet. FUr jede an einer Serumprobe vorzunehmende Untersuchung werden jeweils die fünf Einzelventile 740 einer Reihe betätigt. Im Betrieb werden die Betätigungsmagneten 766 der fünf Einzelventile 740 in einer mit den für die betreffende Untersuchung vorprogrammierten Reagentien gespeisten Reihe sowie die der Dosierventile in der Reihe 754 erregt. Von den jeweils mit fünf Einzelventilen bestückten Reihen 746 bis 753 und 755 bis 760 werden jeweils nur die einer Reihe betätigt. Die den Einlässen 776 der betätigten Ventile einer Reihe zugeführten Reagentien strömen in die Bohrungen 764 der Ventilkörper und verlassen diese über die Ablaufdurchlässe 7So. Von dort gelangen sie in den Zulaufdurchlaß des nächsten Ventilkörpers, umströmen darin den durch die elastische Scheibe 774 verschlossenen Einlaß 776 und verlassen den betreffenden Ventilkörper wieder über den Ablaufdurchlaß 780. Diese Strömung setzt sich fort, bis die Reagentien, sofern sich die betätigte Ventilreihe im linken Block befindet, die Dosierventile in der Reihe 754 erreichen. Wird eine Ventilreihe im rechten Block 744 betätigt, so fließen die entsprechenden Reagentien- über die Ablaufdurchlässe 780 der' oberen Reihe 746 von Einzelventilen mit den Ablaufdurchlässen entsprechenden Durchlässen 78o der Ventile in der Reihe 754 verbindende Leitungen 786 bis 790 den Dosierventilen der Reihe 754 zu. Die Dosierventile der Reihe 754 weisen den gleichen Aufbau auf wie die übrigen Einzelventile, wobei jedoch beide Durchlässe 778 und 780 als Zulaufdurchlässe wirksam sind und der Einlaß 776 als Ablaufdurchlaß ,-y-erwendet wird, an welchem die zu den Abgabe- und Mi-s.chei-nrichtungen 27, 28 führenden Leitungen 378 angeschlossen sindt Man erkennt, daß nur die der jeweils betätigten der Ventilreihen 746 bis 753 und 755 bis 760 zugeordneten Reagentien den Dosierventilen der Reihe 754 zufließen und über deren Ablaufdurchlässe 776 austreten.
  • Sind für eine bestimmte Untersuchung beispielsweise nur drei Reagentien erforderlich, so werden den Dosierventilen der Reihe 754 zwar sämtliche fünf den Ventilen der betätigten Reihe zugeordnete Reagentien zugeführt, die Dosierventile 740 der Reihe 754 werden dann jedoch wahlweise betätigt, um die ihnen zugeführten Reagentien abzugeben bzw. nicht abzugeben. Die von den Dosierventilen der Reihe 754 ausgehenden Leitungen 378 bilden die Zufuhrleitungen für die Abgabe- und Mischeinrichtungen 27 und 28.
  • Vorzugsweise werden die für eine bestimmte Untersuchung benötigten Reagentien der Einlaßseite der Dosierventile in der Reihe 754 bei Beginn der Untersuc'hungsreihe sofort zugeführt. Dazu werden die.den benötigten Reagentien entsprechenden Ventile 740 einer der Reihen 746 bis 753 und 755 bis 760 sowie die Dosierventile der Reihe 754 gleichzeitig betätigt, so daß die zu verwendenden Reagentien in diese ein- und durch sie hindurchströmen, bis die Ventile sowie die Leitungen 378 vollständig damit ausgefüllt sind. Die Ventile der jeweils betätigten Reihe 746 bis 753 bzw. 755 bis 760 bleiben dann in der Betätigungsstellung, während die Dosierventile der Reihe 754 wieder geschlossen werden. Das Durchspülen mit den Reagentien gewähr]eistet, daß in den'Einzelventilen oder Leitungen zurückgebliebenes Wasser oder Reagens daraus entfernt wird, und daß die Dosierventile bei der ersten Betätigung bereits die richtig dosierte Menge des Jeweiligen Reagens abgeben.
  • Nach Beendigung einer Untersuchungsreihe können die verschiedenen Durchlässe 778 und 780 in der Ventilanordnung 738 mit Wasser ausgespült werden. Dazu findet eine Reihe von Spülventilen 792 Verwendung, welche mit ihren Einlässen 776 über Leitungen 794 an einer (nicht gezeigten) Druckwasserquelle angeschlossen sind. Die Zulauf- und Ablaufdurchlässe 778 und 780 in den Ventilkörpern der Spülventile sind über Leitungen 796 einzeln mit den Zulaufdurchlässen 778 der Ventilkörper 740 in den beiden unteren Reihen 760 und 753 der beiden Blöcke 742 und 744 verbunden.
  • Durch eine solche Verwendung der Zulauf- und Ablaufdurchlässe 778, 780 der Spülventile 792 reichen fünf Spülventile aus, die zehn Längsreihen von Einzelventilen durc'hzuspulen.
  • Zum Spülen werden die Dosierventile der Reihe 754 gl'eichzeitig mit den Spülventilen 792' der Reihe 794 geöffnet.
  • Dadurch vermag das Wasser alle aneinander anschließenden Zulauf- und Ablaufdurchlässe 778 und 780 in der Ventilanordnung 738, die Dosierventil'e der Reihe j54 sowie' die Leitungen 378-zu durchströmen. Nach Beendigung des' Spülens werden die Sptl- und Dosierventile der Reihen 794'bzw. 754 in Vorbereitung auf die folgende Untersuchung wieder geschlossen.
  • Der Programmi er er stehen zur Durchführung der gewünschten Untersuchungen verschiedene Möglichkeiten offen. Diese bestimmen sich wenigstens teilweise nach der Art der durchzuführenden Untersuchung. FUr eine normale chemische Serumuntersuchung können die Reagentien in vorstehend beschriebener Weise zugesetzt werden, worauf den Probiergläsern 33 beim Durchgang unter dem Entnahmekopf 29 Jeweils eine gewisse Menge der erhaltenen UntersuchungsflUssigkeit entnommen wird. Die Entnahme sowie des Analyseverfahren sind nachstehend im einzelnen beschrieben.
  • Es gibt jedoch bestimmte Serumuntersuchungen, bei denen nach Zusatz eines oder mehrerer Reagentien und vor dem Zufügen weiterer Reagentien eine Inkubationszeit verstreichen muß. Während dies'ör'Tnkub'at,ioÄ'szeit ist häufig eine genau eingehaltene erhöhte Temperatur erforderlich.
  • Entsprechend diesen Erfordernissen werden die Reagentien gegebenenfalls nicht sämtlich beim ersten Durchgang, der Probiergläser unter den Abgabeköpfen 27 und 28 zugesetzt.
  • Für manche Untersuchungen müssen bestimmte Reagentien auch zuerst,in die Probiergläser eingebracht und die so gebildeten Gemische vor dem Einbringen des Serums-auf eine bestimmte Temperatur vorgewärmt werden. Während die jeweilige Dauer der Inkubation über die logische Steueranordnung steuerbar ist, müssen für die Erhöhung der Temperatur bestimmte Einrichtungen im Bereich der Transportscheibe 18 selbst vorhanden sein.
  • Ein System zum schnellen Erhöhen der Temperatur auf den gewünscht'en...Wert ist in Fig. 16 schematisch dargestellt.
  • Es enthält einen Behälter 440, welcher mit einer zur Verhinderung des Bakterienwachstums behandelten Flüssigkeit 442 gefüllt ist. Die Flüssigkeit 442 wird mittels einer Pumpe 444 ständig über eine Heizeinrichtung 446 und zurück in den Behälter 440 in Umlauf gehalten. Ist nun eine Inkubation bei erhöhter Temperatur des Probenansatzes vorgeschrieben, so wird die erwärmte Flüssigkeit 442 über ein in ihrem Umlaufweg eingesetztes Ventil 450 der Halterinne 3o4 der Transportscheibe 18 zugeführt, in welcher es mit den darin geführten Probiergläsern 33 in Berührung kommt. Entlang dem Umfang der Transportscheibe 18 sind in der Halterinne ein oder mehrere Wärmefühler, z.B. Thermistoren, angeordnet, welche die Erwärmung der Flüssigkeit durch die Heizeinrichtung 446 in Abhängigkeit von der gewUnsehten Temperatur steuern.
  • Die forlaufend zugeführte Flüssigkeit 442 steigt in der Rinne 304 bis zu einem ueberlauf 452, über welchen sie zurück in den Behälter 440 fließt (Fig. 11). Die Flüssigkeit wird auf diesem Wege über die Rinne 304 der Transportscheibe 18 in Umlauf gehalten, bis die logische Steueranordnung ein Signal zur Beendigung der Inkubation bei erhöhter Temperatur abgibt. Daraufhin leitet das Ventil 450 die von der Heizeinrichtung 446 zufließende Flüssigkeit nicht weiter in die Rinne 304 sondern wieder in den Behälter 440 zurück. Zum Ablassen der noch in der Rinne:vorhandenen Flüssigkeit wird außerdem ein in ihrem Boden vorgesehener Auslaß geöffnet, welcher zurück zum Behälter 44o""' führt.
  • Gegebenenfalls liegt nun.. die. Temperatur, auf welche die Flüssigkeit erwärmt wurde, über dem für den ständigen.
  • Umlauf vorgesehenen-Wert. In diesem Falle.leitet ein unmittelbar suf die Pumpe 446 folgendes Ventil 448 .die, Flüssigkeit ruin über die Schlangen-eines Kondensators 454 und zurück in den Behälter 440. Die'Flüssigkeit wird auf- diesem Wege in Umlauf gehalten; .bis sie die gewünschte Temperatur wieder erreicht hat, woraufhin sie; dann durch das Ventil 448 wieder über die Heizeinrichtung 446-und.das Ventil 45O in den Behälter geleitet wird.
  • Die verschiedenen mittels der Vorrichtung, durchführbaren.
  • Untersuchungen sowie die Serumüberführung, die Abgabe von Reagentien und die Inkubationsvorgänge spielen sich unter Steuerung durch die elektronische logische Steueranordnung ab und sind in der vorstehend erwähnten Patentanmel-dung der Anmelderin im einzelnen beschrieben.. Nach.
  • dem Zusatz der jeweils benötigten Reagentien und Abschluß der gegebenenfalls erforderlichen Inkubationszeiten wird der fertige Probenansatz mittels der Entnahmeeinriçhtung 29entnommen.
  • Die Entnahmeeinrichtung 29 ist im einzelnen in Fig. 17 gezeigt. Sie ist mit einem hohlen, eine senkrecht bewegbare Stange 457 umgebenden Ständer 456 auf das untere Gehäuse 12 aufgesetzt. Die Stange 457 trägt an ihrem oberen Ende einen waagerechten Arm 458. Ein dem am Arm 14O der Überführungseinrichtung ähnlicher Stopfen 460 ist an der Unterseite des freien Endes des Arms 458 befestigt und ragt in diesen hinein. Der Stopfen 460 enthält zwei Röhrchen 462 und 464 aus rostfreiem Stahl, welche innerhalb des Stopfens an den Enden von flexiblen Leitungen 466 bzw. 468 angeschlossen sind. Das kürzere Röhrchen 464 ist über die Leitung 468 mit dem Auslaß eines Druckventils 470 verbunden, dessen Einlaß an der Druckgasquelle 471 angeschlossen ist.
  • Das untere Ende der senkrecht beweglichen Stange 457 ist mit der Kolbenstange 472 eines pneumatischen Zylinders 474 verbunden. Fiir die Abwärtsbewegung der Kolbenstange 472 wird einem oben am Zylinder 474 gebildeten Einlaß 475 Druckgas zugeleitet. Dadurch senkt sich der waagerechte Arm 458 auf ein bereitstehendes Probierglas 33, wobei das längere 462 der beiden im Stopfen 46o sitzenden Stahlröhrchen in den im betreffenden Probierglas 33 enthaltenen Probenansatz eintaucht und der Stopfen 460 das Probierglas oben dicht verschließt. Die an dem längeren Röhrchen 462 angeschlossene.Leitung 466 ist durch die hohle Kolbenstange 472 und den Zylinder 474 geführt und mündet in einer Durchströmungszelle 479, wie sie in einem Spektrofotometer verwendet wird. An der anderen Seite ist die Durchströmungszelle 479 mit dem Einlaß eines Ventils 485 verbunden, dessen Auslaß zu einem Ablaufbehälter 486 führt.
  • Erhält die logische Steueranordnung im Betrieb die Mitteilung, daß alle Reagentien zugesetzt wurden und die erforderlichen Inkubationszeiten verstrichen sind, dann werden die die fertigen Probenansätze enthaltenden Probiergläser 33 nacheinander in die Entnahmestellung 455 gedreht. Dort wird jeweils eine gewisse Menge der einzelnen Probenansätze entnommen und zur Analyse der Durchströmungszelle 479 zugeführt, worauf dann der nächste Probenansatz in die Entnahmestellung gedreht wird und sich der Entnahmevorgang wiederholt. Nachdem ein Probenansatz in die Entnahmestellung vorgerückt ist, öffnet das Druckgasventil 476, so daß Druckgas über den Einlaß 475 in das obere Teil des Zylinders 474 strömt. Dadurch senkt sich der waagerechte Arm 458 bis in Anlage des Stopfens 46O auf dem bereitstehenden Probierglas 33. Daraufhin wird das Druckventil 4"o geöffnet, um den Probenansntz in dem Probierglas mit iiber das kilrzere Röhrchen 464 im Stopfen 460 zu geführtem Druckgas zu beaufschlagen.
  • Anschließend wird das Ventil 435 geöffnet, so daß der Probenansatz durch den im Probierglas 33 herrschenden Gasdruck in das Entnahmeröhrchen 462 und über die daran angeschlossene flexible Leitung 466 in die Durchstn;munszelle 479 gedrückt werden kann.
  • Auf diese Weise läßt man eine größere Menge des Probenansatzes über das Entnahmeröhrchen 462, die Leitung 466 und die Durchströmungszelle 479 abfließen, bevor das Ventil 485 geschlossen wird, um die ProbenflLissigkeit in der Durchströmungszelle zurückzuhalten. Das anfängliche Abfließen einer gewissen Menge des Probenansatzes dient dazu, Rückstände des vorhergehenden Probenansatzes aus dem Röhrchen, den Leitungen, der Durchströmungszelle und dem Ventil auszuwaschen, um die gegenseitige Verunreinigung der Proben und deren nachteilige Einwirkung auf die nachfolgende Spektroanalyse auszuschalten.
  • Die Spektroanalyse des Probenansatzes wird mittels eines herkömmlichen Spektrofotometers durchgeführt, welches jedoch dahingehend abgeändert ist, daß es anstelle der häufig verwendeten drehbaren Spiegel zum Unterbrechen des Strahlenganges Einrichtungen aufweist, mittels welcher die Durchströmungszelle in den-Strahlenweg hinein und aus diesem heraus bewegbar ist.
  • Wie man in Fig. 18 sieht, ist die Durchströmungszelle 479 mittels Lagern 488 linear beweglich auf einer Schiene 49O geführt. Das Unterteil der Durchströmungszelle ist etwa über eine Schraube 492 mit einer Schlitzführung 494 verbunden. In dem Schlitz 495 der Schlitzführung 494 ist ein am Ende eines liurbelarms 498 sitzender Zapfen 496 beweglich geführt. An der anderen Seite des Kurbelarms 498 ist ein weiterer Zapfen 5Oo mittels Kugellag.ern 5O2 gelagert. Der Zapfen. 500 ist exzentrisch an einem angetriebenen Rad 5o4 eingesetzt. Das Rad 5O4 wird von einem Elektromotor 5O6 mit etwa 3O U/min angetrieben.
  • Beim Antrieb des Rades 5o4 durch den Motor 5O wird die Durchströmungszell 482 über den Kurbelarm 498 entlang der Schiene 49O hin und herbewegt. Bei dieser Bewegung kommt die Durchströmungszelle mit dem darin enthaltenen Probenansatz intermittierend in den Strahlenweg. Somit ergibt sich aus der Hin- und Herbewegung der Durehströmungszelle mit dem Probenansatz eine kontinuierliche Folge von Eichsignalen für das Spektrofotometer. An, diesem kann eine elektronische'Schaltungsanordnung angeschlossen sein, welche seine Ausgangssignale zu verschiedenen Formen von verwendbaren Daten aufbereitet.
  • Bei Beendigung der Spektrofotometeranalyse wird das Druckgasventil 475 geschlossen und dem unteren Ende des Zylinders 474 wird Druckgas über ein weiteres Ventil 477 zugelueitet (Fig. 17). Bei der sich daraus ergebenden Aufwärtsbewegung hebt der elastische Stopfen 460 von dem Probierglas 33 ab, während der waagerechte Arm 458 in seine obere Endstellung zurückkehrt. Schließlich wird bei Beendigung der einzelnen Untersuchungen jeweils auch das Druckgas-Zufuhrventil 47O geschlossen'.
  • Eine andere Ausführungsform der Entnahmeeinrichtung29 zeigt Fig. 26. In dieser Ausführung dient für die zeitlich abgestimmte Auf- und Abbewegung eines Entnahmekopfs 8O6 ein pneumatischer Zylinder 8On, welcher den gleichen Aufbau hat wie der in der in Fig. 22 gezeigten Alternativausführung des Misch- und Abgabekopfs 27, 28 verwendete Zylinder 706. Ein Druckgas wird über eine Zuleitung 803 einem Durchlaß 804 seinem Verteilerblock 807 zugeführt. Der Durchlaß 804 leitet das Druck gas über einen Einlaß 802 in den Zylinder 800, um einen darin geführten Kolben abwärts zu verschieben. Eine an der Unterseite des waagerechten Arms 458 angreifende Kolbenstange 805 überträgt die-Abwärtsbewegung auf den Entnahmekopf 806. Dieser ist in seiner Abwärtsbewegung durch einen senkrechten Stab 808 geführt, an dem er etwa mittels Lagern 810 beweglich geführt ist. Die untere Endstellung des'Entnahmekopfs 806 ist durch den Hub aes Kolb ens mit der Kolbenstange 805 im Zylinder 800 bestimmt. Ihr Erreichen wird mittels einesiAnschlagzapfens 812 ertastet, welcher in einer Gewindebohrung 814 in der Unterseite des Entnahmekopfs 806 sitzt. -In der unteren Endstellung kommt der Zapfen 812 in Anlage an einen Signalgeber, beispielsweise einem Schalter oder einem Magnetfühler, welcher daraufhin ein das Erreichen der unteren Endstellungen anzeigendes Signal abgibt. Dieses der elektronischen Steueranordnung zugeführte Signal dient dazu, ein Weiterdrehen der Transportscheibe 18 zu verhindern, solange sich der Entnahmekopf 806 in der unteren Endstellung befindet.
  • Die Entnahme des fertigen Probenansatzes aus dem i'n der Entnahmestellung 455 auf der Transportscheibe 18 befindlichen Probierglas 33 erfolgt über ein bei der Abwärtsbewegung des Entnahmekopfs 806 in das Probierglas 33 mit dem Probenansatz eingeführtes Röhrchen 816 aus rostfreiem Stahl. Das Fntnahmeröhrchen 816 verläuft aufwärts in den Entnahmekopf und ist dort an der zur Durchströmungszelle 479 führenden flexiblen Leitung 466 angeschlossen. Die dichte Verbindung des Röhrchens 816 mit der Leitung 466 ist durch einen Gewinde-Gumminippel 822 gewährleistet.
  • Unmittelbar unterhalb des Anschlußendes 818 der flexiblen Leitung 466 ist eine etwas erweiterte Bohrung 824 gebildet. Das Entnahmeröhrchen 816 ist durch den Gumminippel 822 im wesentlichen konzentrisch in der Bohrung 824 gehalten und erstreckt sich durch diese sowie durch einen elastischen Stopfen 826, bevor es an der Unterseite des Entnahmekopfs 806 austritt und in das Probierglas 33 mit seinem Inhalt hineinragt. Eine zweite flexible Leitung 828 ist mittels eines Gewindenippels 830 an der Bohrung 824 angeschlossen. Sie dient der Zufuhr von Druckgas zur Bohrung 824 unter Steuerung durch ein an der Rückseite 833 des Entnahmekopfs 802 sitzendes Durchfluß-Steuerventil 832. In der unteren Endstellung des Entnahmekopfs 806 dichtet der elastische Stopfen 826 das jeweilige Probierglas 33 oben ab, so daß dessen Inhalt mit über die Bohrung 824 zugeführtem Druckgas beaufsch]agbar ist. Beim anschließenden Öffnen des Ventils 485 jenseits der Durchströmungszelle preßt der im Probierglas herrschende Druck den Probenansatz daraus in das Entnahmeröhrchen 316 und über die flexible Leitung 466 zur Durchströmungszelle 479.
  • Nach Entnahme einer vorbestimmten Menge des Probenansatzes wird die Druckgaszufuhr über die Zuleitung 803 und den Verteilerblock 807 zum Einlaß 8o2 unterbrochen, woraufhin eine (nicht gezeigte) Feder im Zylinder 800 den Entnahmekopf 8o6 in die obere Endstellung zurückführt und der nächste Probenansatz in die hntnahmestellung vorrücken kann.
  • ach dem Vorrücken des nächsten einen Probenansatz enthaltenden Probierglases 33 in die Entnahmestellung 455 wie derholen sich die beschriebenen Vorgänge. Dies setzt sich solange fort, bis alle Probenansätze mittels des Spektro-1 tometers untersucht sind. Zum Auswerfen der gebrauchten Probiergläser wird eine in Bewegungsrichtung jenseits der Entnahmestation 455 im Boden der Halterinne 304 gebildete Falltür 507 geöffnet (Fig. lo). Nach Beendigung aller Untersuchungen einer bestimmten Art wird ein an einer Druckwasserquelle angeschlossenes SpUlventil 508 sowie das Ventil 485 jenseits der Durchströmungszelle geöffnet. Das daraufhin einströmende Wasser spült die Leitung 466 und das Entnahmeröhrchen 462 bzw. 816 sowie die Durchlässe in der Durchströ'mungszelle 478 und im Ventil 485. Zur Beendigung der Spülung wird das Ventil 508 dann wieder geschlossen.
  • Somit schafft die Erfindung eine Vorrichtung für die Handhabung und Aufbereitung von Proben aus chemischen Reagentien und physiologischen Flüssigkeiten in einem Schnell verfahren und für die Zuleitung derselben in schneller Folge zu einer Untersuchungseinrichtung. Proben der physiologischen Flüssigkeiten werden in eine Anzahl von in einer Halte- und Transporteinrichtung sitzenden Bechern gefüllt. Eine tiberführungseinrichtung entnimmt vorbestimmten Bechern jeweils eine genau bemessbare Menge der Probe und überführt sie jeweils in ein in einer Halte- und Transporteinrichtung sitzendes Probiergefäß.
  • Zu bestimmten Zeitpunkten werden genau bemessene Mengen eines oder mehrerer chemischer Reagentien in die einzelnen Probiergefäße eingeführt. Erforderlichenfalls kann auch die Temperatur des Inhalts der Probiergefäße beeinfluß.t werden. Eine gewis-se Menge der auf diese Weise mit großer Genauigkeit präparierten Probenansätze wird dann für die optische Untersuchung beispielsweise mittels eines Spektrofotometers oder eines Fluorometers entnommen.

Claims (43)

  1. Patentansprüche:
    Vorrichtung zum Aufbereiten einer Reihe von Probenansätzen physiologischer Flüssigkeiten für die Untersuchung derselben, gekennzeichnet durch eine Halte- und Transporteinrichtung (16) zum Transportieren einer Reihe von Proben physiologischer Flüssigkeiten, durch eine Halte- und Transporteinrichtung (18) für eine Reihe von Behältern (33) für Probenansätze, durch eine in Wirkverbindung mit den beiden Halte- und Transporteinrichtungen angeordnete Überführungseinrichtung (24) zum Überführen von Teilen vorbestimmter einzelner Proben in einzelne Behälter für Probenansätze in der dafür vorgesehenen Halte- und Transporteinrichtung und durch Abgabeeinrichtungen (26 bis 28) zum wahlweisen Einbringen wenigstens eines Reagens in die Behälter bei deren Transport mittels der Halte- und Transporteinrichtung, zum Herstellen von Probenansätzen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der Halte- und Transporteinrichtung (18) für die Probenansätze eine Entnahmeeinrichtung (29) zum Entnehmen jeweils einer gewissen Menge der in den Probenbehältern (33) enthaltenen Probenansätze angeordnet ist.
  3. 3. Vorrihtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der Transporteinrichtung (18) für die Probenansätze eine Entnahmeeinrichtung (29,) zum Entnehmen jeweils einer gewissen Menge der in den einzelnen Probenbehältern (33) enthaltenen Probenansätze angeordnet ist, und daß die Transporteinrichtung (16) für Proben physiologischer Flüssigkeiten eine Reihe von untereinander verbundenen Halteeinrichtungen tal26) aufweist, welche jeweils einen Sitz für die Aufnahme eines zu transportierenden Probenbehälters (30) bilden.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (16) eine Steueranordnung (108) zum-Vorwählen von mittels der Überführungseinrichtung (24) zu überführenden Proben aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (16)'für Proben einen Drehantrieb (6a- bis 106) zum Zubringen-der Probenbehälter (30) zur Überführungseinrichtung (24) nach Maßgabe der mittels der Steueranordnung (108j getroffenen Vorwahl aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennnzeichnet, daß der Drehantrieb eine Vielzahl von mit der Transporteinrichtung (16) fest verbundenen Antriebsstiften (106) sowie eine Antriebsschnecke (86) und Antriebseinrichtungen (94 bis 104) rar die Schnecke aufweist, wobei die Schnecke für den Drehantrieb der Transporteinrichtung nacheinander an den Stiften in Angriff bringbar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils einer der Antriebsstifte (106) aus der Vielzahl derselben jeweils einem Probenbehälter (30) zugeordnet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überführungseinrichtung (24) einen Überführungsarm Ú40), Antriebseinrichtungen (180 bis 208) zum Bewegen des Uberführungsarms in Wirkbeziehung zu einem Probenbehälter (30) und Entnahmeeinrichtungen (240 bis 246) im Überführungsarm zum Entnehmen einer bestimmten Menge der in'dem Behälter befindlichen Probe aufweist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtungen (180 bis 208) mit einer Anordnung (210 bis 214) zum Ausrichten des Überführungsarms (140) in Wirkverbindung mit einem der Behälter (33) für Pröbenansätze in der dafür vorgesehenen Transporteinrichtung (18) verbunden sind und daß die Entnahmeeinrichtungen (240 bis 246) mit einer Anordnung (250) zum Einbringen einer genau dosierten Menge der entnommenen Probenmenge in den jeweils in Wirkverbindung mit dem Überführungsarm befindlichen Behälter verbunden sind.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahmeeinrichtungen eine an einer ersten Druckmittelquelle angeschlossene Druckz'ufuhreinrichtung (242, 244) zur Druckspeisung des mit dem überführungs'arm (140) in Wirkverbindung befindlichen Probenbehälters (30), eine in die Probe im Probenbehälter eintauchbare Entnahmeeinrichtung (240) sowie eine an der Entnahmeeinrichtung angeschlossene Ventilanordnung (250) aufweisen, wobei durch wahlweise Betätigung der Ventilanordnung das Einströmen der Probenflüssigkeit in die Entnahmeeinrichtung unter Einwirkung des über die Züf,uhreinrichtung zugeführten Druckmittels bewirkbar ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Druckspeisung eine mit dem über führungsarm (140) verbundene und ein Druckzufuhrteil (242) enthaltende Dichtung (222) aufweist, daß Antriebseinrichtungen (150 bis 178) zum Hin- und Herbewegen des überführt rungsarms in und außer dichtende Anlage der Dichtungan dem Probenbehälter (30) vorgesehen sind und daß dieEntnahmeeinrichtung (240) in der Dichtung eingesetzt ist und daraus hervorsteht, so daß sie bei dichtender Anlage der Dichtung am Probenbehälter in die darin enthaltene Probe eintaucht.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckzufuhrteil (242) und die Entnahmeeinrichtung (240) durch getrennt in die Dichtung (222) angeordnete und jeweils von einem Durchlaß durchsetzte Teile gebildet sind.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckzufuhrteil und die Entnahmeeinrichtung jeweils durch ein Hohlteil (622 bzw. 624) gebildet sind und daß die Entnahmeeinrichtung den Hohlraum des Druckzufuhrteils durchsetzt.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckzufuhrteil (242) und die Entnahmeeinrichtung (240) durch voneinander getrennt in der Dichtung (222) angeordnete Teile gebildet und jeweils von einem Durchlaß durchsetzt sind und daß die Ventilanordnung (250) ein erstes Absperrglied (268), eine bewegungsübertragend mit dem ersten Absperrglied verbundene Betätigungseinrichtung (280, 276),einen Zulaufdurchlaß (272) und einen Ablaufdurchlaß (288) aufweist, von denen der Zulaufdurchlaß in Strömungsverbindung mit dem Durchlaß der Entnahmeeinrichtung steht und durch Bewegung des Absperrgliedes mittels der Betätigungseinrichtung in Strömungsverbindung mit dem Ablaufdurchlaß versetzbar ist, so daß die physiologische Flüssigkeit unter Einwirkung des über das Druckzu-fuhrteil dem Probenbehälter zugeführten Drucks in den Durchlaß der Entnahmeeinrichtung einzudringen vermag, und daß das erste Absperrglied nach dem Eindringen einer vorbestimmten Menge der physiologischen Flüssigkeit in den Durchlaß der Entnahmeeinrichtung zum Unterbrechen der Strömungsverbindung zwischen dem Zulaufdurchlaß und dem Ablaufdurchlaß mittels der Betätigungseinrichtung bewegbar ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung (250) ein zweites Absperrglied (270) und einen an einer zweiten Druckmittelquelle angeschlossenen Zulaufdurchlaß'(290) aufweist, und daß das zweite Absperrglied mittels einer Betätigungseinrichtung (282) zur Herstellung einer Strömungsverbindung zwischen dem ersten Zulaufdurchlaß (272', 274) und dem zweiten Zulaufdurchlaß (290) über eine zum Abgeben einer vorbestimmten Menge der physiologischen Flüssigkeit aus dem Durchlaß der Entnahmeeinrichtung (240) ausreichende Zeitspanne bewegbar ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die,Ventilanordnung (635) einen zweiten Zulaufdurchlaß (682) aufweist und daß der Zulaufdurchlaß und der Ablaufdurchlaß (686) mittels der Betätigungseinrich,-tung (636) nacheinander in Strömungsverbindung mit dem ersten Zulaufdurchlaß (684) versetzbar sind.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckzufuhrteil g22) und das Entnahmeteil (624) durch jeweils von einem Durchlaß durchsetzte Teile gebildet sind, daß das Entnahmeteil im Durchlaß des Druckzufuhrteils angeordnet ist, daß die Ventilanordnung (250) ein erstes Absperrglied (268), eine bewegungsübertragend mit dem ersten Absperrglied verbundene Betätigungseinrichtung (280, 276), einen Entnahmedurchlaß (272) und einen Auslaß (288) aufweist, von denen der Entnahmedurchlaß in Strömungsverbindung mit dem Durchlaß des Entnahmeteils steht und durch Bewegung des Absperrgliedes mittels der Betätigungseinrichtung in Strömungsverbindung mit dem Auslaß versetzbar ist, so daß die physiologische Flüssigkeit unter Einwirkung des über das Druckzufuhrteil dem Probenbehälter zugeführten Drucks in den Durchlaß, des Entnahmeteils einzudringen vermag, und daß das erste Absperrglied nach dem Eindringen einer vorbestimmten Menge der physiologischen Flüssigkeit in den Durchlaß des Entnahmeteils mittels der Betätigungseinrichtung zum Unterbrechen der Strömungsverbindung zwischen dem Entnahmedurchlaß und dem Auslaß bewegbar ist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekehnzeichnet, daß die Ventilanordnung (250> ein zweites Absperrglied (270) und einen an einer zweiten Druckmittelquelle angeschlossenen Einlaß (290) aufweist und daß das zweite Absperrglied mittels einer Betätigungseinrichtung (282) zur Herstellung einer Strömungsverbindung zwischen dem Entnahmedurchlaß (272, 274) und dem Einlaß (290) über eine zum Abgeben einer vorbestimmten Menge ;der physiologischen Flüssigkeit aus dem Durchlaß des Entnahm-eteils (624) ausreichende Zeitspanne bewegbar ist.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung (635) einen Einlaß i682 aufweist und daß der Einlaß und ein Auslaß (686) mittels einer Betätigungseinrichtng (636) nacheinander in Strömungsverbindung mit dem Entnahmedurchlaß (684) versetzbar sind.
  20. 20. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadrch gekennzeichnet, daß an dem Überführungsarm (140) Einrichtungen (630, 622) zum Entfernen von physiologischer Flüss-igkeit'von der Aus senfläche des Entnahmeteils (624) vorhanden Sind.
  21. 21. Vorrichtung zum Aufbereiten einer Serie von Probenansätzen physiologischer Flüssigkeiten zur, Untersuchung, gekennzeichnet'durch eine Halte- und Transpoteinrich'tung (16) zum Transportieren einer Reihe von Proben physiologischer Flüssigkeiten, durch eine Halte und Transporteinrichtung (18) für eine Reihe von Behältern (33) fUr Probenansätze, durch eine in Wirkverbindung mit den beiden Halte- und Transporteinrichtungen angeordnete Überruhrungseinrichtung (24) zum Überführen von Teilen vorbestimmter einzelner Proben in einzelne Behälter für Probenansätze in deren Halte- und Transporteinrichtung, durch eine in Wirkverbindung mit der Halte- und Transporteinrichtung für die Probenansätze angeordnete Abgabeeinrichtung (26 bis 28) für die wahlweise Abgabe wenigstens'eines Reagens in die betreffenden Behälter und durch Entnahmeeinrichtungen zum Entnehmen jeweils einer gewissen Menge der Probenansätze aus den einzelnen Behältern.
  22. 22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgabeeinrichtung wenigstens einen Abgabekopf (26, 27, 28) zum Einbringen wenigstens eines Reagens in die einzelnen Behälter (33) für Probenansätze sowie eine damit verbundene Wähleinrichtung (384) zum Auswählen und Zuführen des abzugebenden Reagens aus einer Anzahl verschiedener Reagentien afweist.
  23. 23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Wähleinrichtung (384) eine Anzahl von jeweils mit einem unter Druck stehenden Behälter (20) für Reagent-ien verbundenen Ventilanordnungen (393, 395) enthält 2-4-.
  24. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß sie Mischeinrichtungen -(360 bis 374) zum wahlweisen Durchmischen de-s Inhalts -der Behälter -(33) für Probenansätze aufweist.
  25. 25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischeinrichtungen einen Motor (368) und ein antriebsübertragend mit dem Motor verbundenes Mischerteil -(360) aufweist und daß mit der Mischeinrichtung Antriebseinrichtungen (358) für dessen hi,n- und hergehende Bewegung verbunden sind, mittels welcher das Mischerteil unter Eintauchen in den bzw. Herausziehen aus dem Inhalt der Behälter für Probenansätze in diese einführbar bzw. daraus ausführbar sind, wobei eine Durchmischung des Inhalts durch das rotierende Mischerteil bewirkbar ist.
  26. 26. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischeinrichtung ein von einem Durchlaß (718) durchzogenes Mischerteil (716), eine an dem Durchlaß angeschlossene Druckgasquelle sowie Antriebseinrichtungen (706) zum Bewegen des Mischerteils in einzelne Behälter (33) für Probenansätze und aus diesen heraus unter Eintauchen des Mischerteils mit seinem Durchlaß in den Inhalt derselben. aufweist, wobei durch eine Gasströmung durch den Inhalt hindurch eine Durchmisc,hung desselben bewirkbar ist. iiii
  27. 27. Vorrichtung zum Aufbereiten von Proben physiologischer Flüssigkeiten für Untersuchungen, gekennzeichnet durch eine Halte- und Transporteinrichtung zum Transportieren einer Reihe von Proben physiologischer Flüssigkeiten, mit einer kreisförmigen Transportscheibe (16), in welcher eine Reihe von zusammenhängenden Halterungen jeweils in Form eines Sitzes (54) für die Aufnahme und den Transport eines Serumbehälters (30) gebildet sind, durch eine Halte-und Transporteinrichtung (18) für den Transport einer Reihe von Behältern (33) für Probenansätze, durch eine zunächst den beiden Halte- und Transporteinricungen angeordnete Proben-Uberführungseinrichtungen (24) mit einem in Wirkverbindung mit jeweils einem Serumbehälter bringbaren UberfüIrungsarm (140) zum Uberführen jeweils einer vorbestimten tell Menge der in wahlweise bestimlTlten SezrurTI hältern enthaltenen physiologischen Flüssigkeiten in jeweils einen der Behalter für Probenansätze, und durch Reagentien-Abgabeeinrichtungen (26 bis 28) zunächst der Halte- ünd Transporteinrichtungen für die Probenansätze' zum urahlweisen Einbringen von vorbestimmten Reagentien in die Behälter zur Aufbereitung der Probenansätze.
  28. 28. Vorrichtung nach Anspruch 27; dadurch gekennzeichnet, daß die Serumbehälter (30), aus welchen eine Probe der darin enthaltenen physiologischen Flüssigkeit mittels der Überführungseinrichtung (24) in einen der Behälter für Probenansätze (33), überführt werden soll, mittels einer b'etätigungs'aus lösenden Markierejnrichtung (108) uorwählbar sind.
  29. 29. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der Halte- und Transporteinrichtung (18) für Probenansätze eine Entnahmeeinrichtung (29) mit einem zum Entnehmen jeweils einer bestimmten Menge der darin enthaltenen Probenansätze in Wirkverbindung mit den Behältern (33) bringbaren Entnahmearm (458) angeordnet st,
  30. 30. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte- und Transporteinrichtung (18) für die Probenansätze eine An.ordnung (304, 440 bis 454) zur Steuerung einer Inkubationstemperatur für den Inhalt der Behälter (33) für Probenansätze aufweist.
  31. 31. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die den Überführungsarm (140) tragende Proben-Uberführungseinrichtung (24) eine am Überftlhrungsarm sitzende Dichtung (222), Antriebseinrichtungen (148 bis 178) zum abdichtenden Anlagen der Dichtung. an einen Probenbehälter (224), einen ersten Durchlaß (242) in der Dichtung zum Verbinden des Probenbehälters mit einer DrUckquelle zur Druckbeaufschlagung der in dem Behälter enthaltenen Probe, ein in der Dichtung sitzendes Entnahmeteil (240) mit einem es durchsetzenden zweiten Durchlaß, welches so angeordnet ist, daß der zweite Durchlaß bei mittels der Dichtung abgedichtetem Probenbehälter mit der darin enthaltenen Serumprobe in Strömungsverblndung steht, und Einrichtungen (250) zum Verbinden des zweiten Durchlasses mit einer Auslaß ordnung über eine vorbestimmte Zeitspanne hinweg aufweist, womit der Eintritt einer vorbestimmten Menge der Serumprobe in den zweiten Durchlaß bewirkbar ist.
  32. 32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtungen (148 bis 178) mit einer Anordnung (180 bis 234) zuni Ausrichten des Oberführungsarms (140) in Wirkbeziehung zu einem Behälter (33) für einen Probenansatz verbunden sin:d- und daß der zweite Durchlaß mittels einer dafür vorgesehenen Einrichtung (250) über eine vorbestimmte Zeitspanne mit einer Druckquelle verbindbar ist, wodurch der Austritt einer vorbestimmten Serummenge aus dem zweiten Durchlaß in den Behälter für den Probenansatz bewirkbar ist.
  33. 33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß zum' Entfernen von in dem zweitenDurchlaß'-und an dem Entnahmeteil (624) zurückgebliebenem Serum, Spül'.
    einrichtungen (622, 630) vorhanden sind, und daß zum Auffangen des von dem zweiten Durchlaß und dem- Entnahmeteil entfernten Serums ein Auffangbehälter zwischen den Halte- und Transporteinrichtungen (16 bzw. 18) für Proben und Probenansätze vorgesehen ist.
  34. 34. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Reagentien-Abgabeeirichtungen wenigstens einen Abgabekopf (26, 27, 28) mit- wenigstens einem Durchlaß (376, 380) für Reagentien darin, eine Anordnung (384) von Ventilen zum vorbestimmbaren Auswählen von abzugebenden Reagentien und eine Anordnung von Dosierventilen (43O) zinn vorbestimmbaren Steuern der jeweils bei einem Ababevorgang abzugebenden Menge eines Reagens aufweist.
  35. 35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der Halte- und Transporteinrichtung (18) für Probenansätze eine Mischeinrichtung (360 bis 374) zum Durchmischen des jeweiligen Inhalts der Behälter (33) für Probenansätze angeordnet ist.
  36. 36. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die den Entnahmearm (458) tragende Entnahmeeinrichtung (29) eine an dem Entnahmearm sitzende Dichtungsanalnung (460), Antriebseinrichtungen (472 bis 477) zum dichtenden Anlegen der Dichtungsanordnung an einem Behälter (33) für einen Probenansatz, einen ersten Durchlaß (464) in der Dichtungsanordnung zum Verbinden des Behälters mit einer Druckquelle zur Druckbeaufschlagung des Behälterinhalts, ein von einem zweiten Durchlaß durchsetztes Entnahmeteil (462), welches derart in der Dichtungsanordnung eingesetzt ist, daß der zweite Durchlaß bei abdichtender Anlage der Dichtungsanordnung an dem Behälter mit dessen Inhalt in Strömungsverbindung steht, und Einrichtungen (466, 485) zum Verbinden des zweiten Durchlasses mit einem Entnahmebehälter (479) aufweist, mittels welcher das Einströmen einer vorbestimmten Menge des Inhalts des Behälters (33) für Probenansätze in den Entnahmebehälter bewirkbar ist.
  37. 37. Vorrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß der Entnahmebehälter als Durchströmungszelle (479) für ein Spektrofotometer (283) ausgebildet ist.
  38. 38. Verfahren zum Aufbereiten einer Folge von Proben sätzen physiologischer Flüssigkeiten zur Untersuchung, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe von Proben der physiologischen Flüssigkeiten in einer Transporteinrichtung-transportiert wird, daß einzelne zu untersuchende Proben aus der Folge der. Proben. ausgewählt werden, daß vorbestimmte Mengen der dazu ausgewählten Serumproben nacheinander auf eine Transport einrichtung für Probenansätze überführt werden, daß den auf die Transporteinrichtung für Probenansätze überführten Probenansätzen zu vorbestimmten Zeiten vorbestimmte Mengen' vorbestimmter Reagentien zugesetzt werden und daß jeweils vorbestimmte Mengen der Probenansätze für die Untersuchung entnommen werden.
  39. 39. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß die Probenansätze vor der Entnahme wenigstens eine Inkubation bei einer vorbestimmten Temperatur und über eine vorbestimmte Zeitspanne durchmachen.
  40. 40. Verfahren nach Anspruch' 38, dadurch gekennzeichnet, daß die Proben der physiologischen Flüssigkeiten zur hub er führung mit Druck beaufschlagt und über eine vorbestimmte Zeitspanne über einen Durchlaß in einem Entnahmeteil mit der freien Umgebung verbunden werden, wobei die vorbestimmte Menge der jeweiligen Probe in das Entnahmeteil einfließt.
  41. 41. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß für die Abgabe der Reagentien die jeweils abzugebenden Reagentien ausgewählt und mit Druck beaufschlagt werden und daß ein Durchlaß in einem Abgabeteil über eine bestimmte Zeitspanne mit den jeweiligen druckbeaufschlagten Reagentien verbunden wird, so daß die jeweils ausgewählten Reagentien abgegeben werden.
  42. 42. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß das Überführen der Proben nach der Abgabe der Reagentien erfolgt.
  43. 43. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß das Überführen der Proben'nach der Inkubation erfolgt.
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