DE2243769C3 - Vakuuminduktionsofen für die Beheizung und Behandlung metallischer Schmelzen - Google Patents
Vakuuminduktionsofen für die Beheizung und Behandlung metallischer SchmelzenInfo
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Description
Andererseits ist es bekannt (GB-PS 5 23 785), einen nicht für den Vakuumbetrieb bestimmten Induktionsofen
in der Weise aufzugliedern, daß in einem stationären
Ofenteil, der außer dem tragenden Ofengesteil eine an diesem angeordnete induktive Heizeinrichtung umfaßt,
ein für sich transportfähiger Einsatzkörper auswechselbar gelagert ist, der das die Metallschmelze aufnehmende,
aus keramischer Stampfmasse bestehende Schmelzgutgefäß und einen dieses außen umkleidenden
Mantel umfaßt. In diesem Zusammenhang ist zudem offenbart,
den das Schmelzgutgefäß umkleidenden Mantel mit Rücksicht auf die hohe Temperatur des
Schmelzgutes mit einem mit Luft beautschlagbaren Kühlrohr System zu versehen.
Eine solche Aufgliederung der Ofenanlagen ist auch bereits bei Vakuuminduktionsöfen bekannt (US-PS
31 77 282). Dabei umfaßt der stationäre Ofenteil neben dem tragenden Ofengestell und der Induktionsspule
auch die Spule außen umschließende Magnetjoche. Hier ist das aus keramischer Stampfmasse bestehende
Schmelzgutgefäß, welches den transportfähigen, aus dem stationären Ofenteil herausnehmbaren Einsatzkörper
bildet, außen gasdicht von einem Mantel umkleidet, der kühlbar ausgebildet sein kann. Die Kühlung erfolgt
mittels Wasser. In diesem Fall ist der das Schmelzgutgefäß außen umkleidende Mantel zudem an beiden Enden
vakuumdicht mit je einer den Gefäßboden sowie den Gefäßoberteil gasdicht umschließenden Stagverkleidung
verbunden.
Induktionsöfen mit aus einem stationären Ofengestell herausnehmbarem Schmelzgutgefäß haben den
Vorteil, daß eine einzige Heizeinrichtung in Verbindung mit einer großen Zahl von Schmelzgutgefäßen
angewendet werden kann. Die beiden bekannten Ofen arten mit aus stationären Ofenteilen herausnehmbaren
Schmelzgutgefäßen (GB-PS 5 23 785 und US-PS 31 77 282) weisen gleichermaßen den Nachteil auf. daß
für den das Schmelzgutgefäß außen gasdicht umkleidenden Mantel nicht nur im Bodenbereich des Gefäßes
und in dessen oberem Bereich, sondern auch in dessen mittlerem und damit im Höhenbereich des Feldes der
Induktionsspule Metalle verwendet sind, wodurch in den Gefäßumkleidungen erhebliche elektromagnetische
Verluste auftreten. Bei der einen Ofenart (US-PS 31 77 282) werden die Verluste dadurch vermindert,
daß der Metallmantel im Bereich der Induktionspule mehrgliedrig zusammengesetzt ist, ohne daß dies aber
voll befriedigen kann.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die elektromagnetischen Verluste in dem das Schmelzgutgefäß
umkleidt:nden Mantel dann weitgehend ausgeschlossen werden, wenn der Mantel im Bereich der Induktionsspule,
so wie bei dem eingangs erwähnten Vakuuminduktionsofen (DT-AS 12 27 925). aus Kunststoff
besteht. Die Übertragung des Prinzips der Auswechselbarkeit das vakuumfest umschlossenen Schmelzgutgefäßes
auf Vakuuminduktionsöfen mit einer gasdichten Tiegelumkleidung in Form eines Kunststoffmantels im
Bereich der Induktionsspule stößt aber, insbesondere bei großvolumigen Vakuuminduktionsöfen, deshalb auf
Schwierigkeiten, weil der Kunststoffmantel für sich gegenüber äußeren Stoß- und Schlagbeanspruchungen
sehr empfindlich ist, zumal er mit Rücksicht auf die insbesondere bei Netzfrequenz begrenzte Eindringtiefe
möglichst dünnwandig sein muß. Die beim Transport des auswechselbaren Schmelzgutgefäßes unvermeidlich
auftretenden mechanischen Beanspruchungen führen daher leicht zu Beschädigungen des Kunststoffmantels,
die dessen Undichtheit und damit Beeinträchtigunger des Vakuumbetriebes zur Folge haben können.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgab« zugrunde, den stationären Ofenteil und den im Ofenge
stell auswechselbar gelagerten, für sich transportfähi gen Einsatzkörper bei einem Vakuuminduktionsofer
der genannten Gattung so zu trennen, daß der Einsatz körper ohne Beeinträchtigung der einwandfreien Be
heizung und Behandlung der Schmelzen im Vakuumbe trieb leicht gegen einen anderen austauschbar ist unc
beim Transport außerhalb des stationären Ofenteils zu gleich gefahrlos gehandhaht werden kann.
. Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich die Er findung dadurch, daß die in den gasdichten Mantel au: glasfaserverstärktem Kunststoff fest eingebetteter Kühlrohre an ihrem oberen, über das Ofengestell hin ausragenden Ende mit ihren stirnseitigen Öffnungen ir eine den Oberteil des Schmelzgutgefäßes umgebende geschlossene Ringkammer für das Kühlmedium einge schweißt sind, die einerseits den Tragkranz für di« Dichthaube bildet und andererseits Bestandteil dei oberen Stopfbuchsendichtung für den dichtenden Anschluß des Kunstharzmantels ist, und daß die Kühlrohre im Bereich des bodennahen, konisch ausgebildeter Längenabschnittes des Schmelzgutgefäßes eine diese« bodenseitig untergreifende stählerne Tragplatte durchsetzen und mit dieser fest verschweißt sind, die einerseits Bestandteil der zweiten Stopfbuchsendichtung für den unteren gasdichten Anschluß des Kunstharzmantels ist und andererseits das axiale Traglager und mittels eines an ihr angebrachten vorspringenden Führungsansatzes die radiale Führung des Einsatzkörpers innerhalb des Ofengesteüs bildet.
. Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich die Er findung dadurch, daß die in den gasdichten Mantel au: glasfaserverstärktem Kunststoff fest eingebetteter Kühlrohre an ihrem oberen, über das Ofengestell hin ausragenden Ende mit ihren stirnseitigen Öffnungen ir eine den Oberteil des Schmelzgutgefäßes umgebende geschlossene Ringkammer für das Kühlmedium einge schweißt sind, die einerseits den Tragkranz für di« Dichthaube bildet und andererseits Bestandteil dei oberen Stopfbuchsendichtung für den dichtenden Anschluß des Kunstharzmantels ist, und daß die Kühlrohre im Bereich des bodennahen, konisch ausgebildeter Längenabschnittes des Schmelzgutgefäßes eine diese« bodenseitig untergreifende stählerne Tragplatte durchsetzen und mit dieser fest verschweißt sind, die einerseits Bestandteil der zweiten Stopfbuchsendichtung für den unteren gasdichten Anschluß des Kunstharzmantels ist und andererseits das axiale Traglager und mittels eines an ihr angebrachten vorspringenden Führungsansatzes die radiale Führung des Einsatzkörpers innerhalb des Ofengesteüs bildet.
Die erfindungsgemäße Lösung führt zu einer äußerst robusten und zugleich zuverlässig gasdichten Umkleidung
des Schmelzgutgefäßes. bei der die für die Kühlung des Kunststoffmantels auch während des Transportes
unerläßlichen Kühlrohre die Funktion von Zugankern zwischen dem Boden- und dem Oberteil des
Einsatzkörpers übernehmen, ohne daß das Prinzip der Stopfbuchsendichtung für den zuverlässigen gasdichten
Anschluß des Kunststoffmanteis an die stählernde Umkleidung des oberen und unteren Gefäßendes und damit
überhaupt die Verwendung von Kunststoff für die vakuumfeste Schmelzgutgefäß-Umkleidung aufgegeben
werden müßte. Zudem ist bei erfindungsgemäßen Vakuuminduktionsöfen das Prinzip der Auswechselbarkeit
des vakuumfest umschlossenen Schmelzgutgefäßes auch dann befriedigend gelöst, wenn die Öfen sehr großes
Fassungsvermögen aufweisen.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des irr Kunststoffmantel angeordneten Kühlrohr-Systems
wird der für sich gegenüber mechanischen Beanspruchungen äußerst empfindliche gasdichte Kunststoffmantel
gegen Druck-, namentlich aber gegenüber Zugbeanspruchungen, und zwar insbesondere solchen ir
axialer Richtung, wesentlich versteift. Mithin ist dei Kunststoffmantel auch gegenüber mechanischen Beanspruchungen
beim Transport, z. B. durch Anstoßen, wesentlich gesichert und so in nur sehr geringem Maße
der Gefahr ausgesetzt, beim Transport beschädigt unc
dadurch vorzeitig in seiner Wirksamkeit beeinträchtigl zu werden. Zudem braucht der Kunststoffmantel aul
diese Weise nicht dickwandiger ausgebildet zu sein, al; es mit Rücksicht auf die elektrische Eindringtiefe erwünscht
ist. Infolge der mechanischen Entlastung des Kunststoffmanteis ist der im Ofengestell auswechselbar
gelagerte Einsatzkörper vor allem auch im gefüllten
I-, T.C i.-J U
Zustand des Gefäßes sicher aus dem Ofengeslell herausnehmbar
und transportierbar.
Die zuverlässige Armierung des Kunststoffmantel wird dadurch erzielt, daß die Kühlrohre nicht nur mit
der den Oberteil des Schmelzgutgefäßes umgebenden Ringkammer, sondern auch mit der das Schmelzgutgefäß
bodenseitig untergreifenden stählernden Tragplatte mechanisch starr und fest verbunden sind.
Die konische Verjüngung des unteren Längenabschnittes des Schmelzgutgefäßes ermöglicht es in Verbindung
mit der das Gefäß bodenseitig untergreifenden stählernden Tragplatte und dem an dieser Platte angebrachten
Führungsansatz, den Durchmesser bzw. Außenumfang des auswechselbar gelagerten Einsatzkörpers
so zu dimensionieren, daß er mit nur geringem Spiel leicht und ohne Beschädigung des stationären
Ofenteils, insbesondere der diesem zugeordneten Induktionsspule, in das Ofengestell eingeführt und aus
ihm wieder herausgenommen werden kann.
Im übrigen wird durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Bodenbereiches des Einsatzkörpers sichergestellt,
daß dieser auch in diesem Bereich so versteift ist, daß er eine gefahrlos zu transportierende, mechanisch
außerordentlich feste Baueinheit bildet. Dadurch, daß die das Schmelzgutgefäß untergreifende stählerne
Tragplatte zugleich den Träger der unteren Stopfbuchsendichtung bildet, die ebenso wie die Stopfbuchsendichtung
am oberen Ende des Einsatzkörpers nachstellbar ist, ist insbesondere auch im Bodenbereich ein zuverlässiger
vakuumdichter Abschluß des Kunststoffmantels gewährleistet
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die obere Ringkammer die Anschlußmittel
für die Zuführung der Kühlluft auf, wobei die an diese angeschlossenen Kühlrohre sämtlich parallel und
in gleicher Richtung nach unten von der dort frei austretenden Kühlluft durchströmt sind. Dabei ist es vorteilhaft,
an die obere Ringkammer ein auch während des Transportes des Einssatzkörpers wirksames Kühlluftgebläse
anzuschließen. So kann der wärmeempfindliche Kunststoffmantel auch während des Transportes
sowie beim Befüllen stets wirksam und ausreichend gekühlt werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erläutert Es zeigt
F i g. 1 die Vorrichtung im Betriebszustand im axialen
Längsschnitt,
FigT2 einen Querschnitt nach der Linie 11-11 der
F i g. 1 und
Fig.3 einen Querschnitt nach der Linie III-III der
Fig. 1.
In der Zeichnung sind das stationäre Ofengestell generell
mit 1 und der auswechselbar in diesem gelagerten Einsatzkörper generell mit 2 bezeichnet
Das stationäre Ofengestell 1 besteht aus einer im Querschnitt im wesentlichen kreisrund ausgebildeten
Profilstahl-Konstruktion, die sich einerseits aus über den Umfang verteilt angeordneten vertikalen U-Eisen
3 und andererseits aus drei in unterschiedlichem Vertikalabstand zueinander angeordneten U-Eisenringen 4
zusammensetzt, die miteinander verschweißt sind.
An dem unteren U-Eisenring 4 sind radiale Stege 5 angeschweißt, die an ihren einander zugekehrten Enden
einen gegenüber dem Boden hochgezogenen Stützring 6 aus Winkelprofil tragen.
An jedem vertikalen U-Profilträger 3 ist innenseitig
über Stegbleche 7 ein im Längsschnitt U-förmiges Magnetjoch 8 aus lameliierten Eisenblechpaketen angebracht,
zwischen deren U-Schenkeln unter Zwischenschaltung von Isolationsmaterial die wassergekühlte Induktionsspule
9 eingespannt ist.
Der im stationären Ofengestell 1 auswechselbar gelagerte Einsatzkörper 2 umfaßt den aus einer herkömmlichen
keramischen Stampfmasse 10 bestehenden Tiegel 11, dessen unterer Längenabschnitt konisch eingezogen
ist und der am oberen Ende eine radial vorspringende Gießschnauze 12 aufweist.
ίο Die Stampfmasse 10 des Tiegels ist außenseitig von
einer Wärmeisolationsschicht 13 umgeben, gegen die beim Zustellen des Tiegels dessen Stampfmasse unmittelbar
gestampft ist. Die Wärmeisolationsschicht 13 ist außenseitig von dem gasdichten Mantel 14 umgeben,
der aus glasfaserverstärktem Kunstharz besteht, in das die seiner Kühlung und mechanischen Versteifung dienenden
Kühlrohre 15 unmittelbar fest eingebettet sind. Die Kühlrohre 15 sind vertikal ausgerichtet und in
Umfangsrichtung in geringem Abstand zueinander angeordnet. Sie bestehen aus austenitischem Stahl und
haben auf dem wesentlichen Teil ihrer Länge einen abgeflachten Ovalquerschnilt. Ihre oberen Mündungen
15a stehen über den oberen Rand des Kunststoffmantels 14 über und sind unmittelbar in entsprechende Öffnungen
einer aus Stahl bestehenden Ringkammer 16 eingeschweißt, die zusätzlich zur Umfangsarmierung
des Tiegels im oberen Endbereich dient. Die Ringkammer 16 weist an einer Seite einen radialen Anschluß 17
für die Zuführung der Kühlluft in Richtung des Pfeiles X auf; an Stelle des Anschlusses 17 kann an dieser Stelle
auch ein Kühlluftgebläse fest angeflanscht sein. Über die Ringkammer 16 gelangt die Kühlluft unmittelbar in
die Kühlrohre 15, so daß diese sämtlich in der gleichen Richtung von oben nach unten von der Kühlluft durchströmt
werden, wobei die Kühlluft an deren unteren Enden frei austritt
Der Tiegel 11 ist in seinem unteren Längenabschnitt zu seinem Boden hin konisch verjüngt. Entsprechend
sind auch die ihn außen umschließenden Kühlrohre 15 sowie die ihrer Einbettung dienende Kunststoffmasse
des gasdichten Mantels 14 radial nach innen eingezogen.
Der Tiegelboden 11a ist axial durch ein wärmeisolierendes
Mauerwerk 18 abgestützt das seinerseits auf einer stählernen Tragplatte 19 ruht An der Unterseite
der Tragplatte 19 ist ein Ringblech 20 angeschweißt, das in Verbindung mit dem Stützring 6 des Ofengestells
1 die radiale Führung für den Einsatzkörper 2 bildet. Das radiale Spiel innerhalb dieser Führung ist zwar
groß genug, um den Einsatz des Körpers 2 zu erleichtern, aber zugleich so eng, daß es im Hinblick auf die
volle Ausnutzung der elektrischen Eindringtiefe eine einwandfreie Zentrierung ermöglicht Sowohl der Führungsansatz
20 als auch der Stützring 10 können zu diesem Zweck konisch ausgebildet sein.
Auf der Oberseite der Tragplatte 19 ist im äußeren Umfangsbereich der untere Stopfbuchsenring der
Stopfbuchsendichtung 21 aufgeschweißt, die in bekannter Weise nachstellbar ausgebildet ist und dazu dient,
das untere Ende des Kunststoffmantel 14 vakuumdicht abzuschließen.
Die stählerne Ringkammer 16 ist über die Kühlrohre 15 mechanisch starr mit der unteren Tragplatte 19 im
Bodenbereich des Einsatzkörpers durch Verschweißen verbunden. Die Ringkammer trägt an ihrem unteren
Sürnende den oberen Stopfbuchsenring der Stopfbuchsendichtung
22, die es ermöglicht den gasdichten Kunststoffmantel 14 am oberen Ende vakuumdicht mit
der den Tiegeloberteil gasdicht umschließenden Stahlverkleidung zu verbinden.
An ihrem oberen Rand trägt die stählerne Ringkammer 16 die Dichtschneide 23, auf der sich mittels einer
nachgiebigen Dichtmasse 24 die Dichthaube 25 abstützt, die mit Rücksicht auf die Gießschnauze 12 exzentrisch
zur Tiegelachse angeordnet ist, so daß sie die Gießschnauze umschließt. Die obere Öffnung des Tiegels
11 ist zenlrisch durch einen feuerfesten Deckel 26 verschlossen, der in bekannter Weise mit einer Öffnung
27, insbesondere zum Zwecke der Beobachtung der Schmelze, versehen ist.
Verlängerte Teile der aus Stahlblech zusammengeschweißten Ringkammer 16 bilden eine zusätzliche au
ßere Armierung für die Stampfmasse 10 des Tiegels 11 in dessen oberem Randbereich, der ebenso wie der un
tere Bodenbereich des Einsatzkörpers 2 außerhalb de: Streufeldes der Induktionsspule 9 liegt.
Die in der Zeichnung nicht dargestellte Absaugelei tung kann entweder unmittelbar an die Dichthaube 2f
oder, bevorzugt, so angeschlossen sein, daß sie von un ten her in den sichelförmigen Ringraum mündet, dei
etwa in Höhe des oberen Tiegelrandes einerseits durch die Dichthaube 25 und andererseits durch den äußerer
oberen Rand des Tiegels 11, und zwar seitlich versetzt
zur Gießschnauze 12, gebildet ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
609 634/194
Claims (3)
1. Vakuuminduktionsofen für die Beheizung und Behandlung metallischer Schmelzen, bestehend aus
einem stationären Teil, der außer dem tragenden Ofengestell mindestens die an diesem angeordnete
Induktionsspule und die diese außen umschließenden Magneijoche umfaßt, sowie aus einem im Ofengestell
auswechselbar gelagerten, für sich transpon-
Die Erfindung betrifft einen Vakuuminduktionsofen für die Beheizung und Behandlung metallischer
Schmelzen, bestehend aus einem stationären Teil, der außer dem tragenden Ofengestell mindestens üie an
diesem angeordnete Induktionsspule und die diese außen umschließenden Magnetjoche umfaßt, sowie aus
einem im Ofengestell auswechselbar gelagerten, für sich transportfähigen Einsatzkörper, der mindestens
das die Metallschmelze aufnehmende, aus keramischer
fähigen Einsatzkörper, der" mindestens das die Me- io Stampfmasse bestehende Gefäß in Form einer G.eß-
pfanne. eines Tiegels od. dgl. und einen dieses außen gasdicht umkleidenden Kunststoffmantel umfaßt, der
an beiden Enden unter Verwendung von Stopfbuchsendichtungen gasdicht mit je einer den Gefäßboden so-
faßt. der an beiden Enden unter Verwendung von 15 wie den Gefäßoberteil gasdicht umschließenden Stahl-Stopfbuchsendicntungen
gasdicht mit je einer den
Gefäßboden sowie den Gefäßoberteil gasdicht umschließenden Stahlverkleidung verbunden und innenseitig durch ein mit einem gasförmigen Kühlme
Gefäßboden sowie den Gefäßoberteil gasdicht umschließenden Stahlverkleidung verbunden und innenseitig durch ein mit einem gasförmigen Kühlme
tallschmelze aufnehmende, aus keramischer Stampfmasse bestehende Gefäß in Form einer
Gießpfanne, eines Tiegels od. dgl. und einen dieses außen gasdicht umkleidenden Kunststoffmantel umsind,
und bei welchem für den vakuumfesten Abschluß der Gefäßmündung außer einem diese un
mittelbar verschließenden feuerfesten Deckel eine diesen mit Abstand übergreifenden, auf einem mit
verkleidung verbunden und innenseitig durch ein mit einem gasförmigen Kühlmedium, insbesondere Luft,
beaufschlagbares Kühlrohr-Systern gekühlt ist, dessen
axial verlaufende Kühlrohre aus austenitischem Stahl
dium. insbesondere Luft, bcaufsch.'agbares Kühl- 20 wenigstens über den wesentlichen Teil ihrer Länge
rohr-System gekühlt ist. dessen axial verlaufende einen abgeflachten Ovalquerschnitt aufweisen und über
Kühlrohre aus austenitischem Stahl wenigstens den Umfang mit geringem Abstand %'erieilt angeordnet
über den wesentlichen Teil ihrer Länge einen abge- sind, und bei welchem für den vakuumfesten Abschluß
flachten Ovalquerschnitt aufweisen und über den der Gefäßmündung außer einem di:ese unmittelbar ver-Umfang
mit geringem Abstand verteilt angeordnet 25 schließenden feuerfesten Deckel eine diesen mit Abstand
übergreifende, auf einem mit Dichlschneiden ausgerüsteten Tragkranz der oberen stählernen Gefäßumkleidung
abgestützten Dichthaube vorgesehen ist.
In Gießereien besteht häufig das Problem, Metall-
Dichtschneiden ausgerüsteten Tragkranz der obe- 30 schmelzen vor dem Abgießen aus dem Schmelzgutgeren
stählernen Gefäßumkleidung abgestützten faß in die Kokillen über einen längeren Zeitraum
Dichthaube vorgesehen ist. dadurch gekenn- warmzuhalten oder zum Zwecke metallurgischer Bezeich
ne t. daß die in den gasdichten Mantel (14) handlung zu überhitzen. Sollen die Metallschmelzen
aus glasfaserverstärktem Kunstharz fest eingebette- nicht nur warmgehalten oder überhitzt, sondern auch
ten Kühlrohre (15) an ihrem oberen, über das Ofen- 35 entgast werden, bedarf es insbesondere eines Vakuugestell
hinausragenden Ende (15a) mit ihren stirn- mofens. bei dem das Schmelzgutgefäß selbst Bestandseitigen
Öffnungen in eine den Oberteil des teil der Entgasungsvorrichtung bilden kann.
Schmelzgutgefäßes (11) umgebende geschlossene Für die Beheizung und Behandlung metallischer
Schmelzgutgefäßes (11) umgebende geschlossene Für die Beheizung und Behandlung metallischer
Ringkammer (16) für das Kühlmedium einge- Schmelzen werden bevorzugt netzfrequenzbetriebene
schweißt sind, die einerseits den Tragkranz für die 40 Induktionsöfen verwendet, die in Form von Induktions-Dichthaube
(25) bildet und andererseits Bestandteil Tiegelöfen grundsätzlich sowohl zum Einschmelzen als
der oberen Stopfbuchsendichtung (22) für den dich- auch zur Warmhaltung oder Überhitzung zuvor bereits
tenden Anschluß des Kunstharzmantels ist, und daß verflüssigter Metalle herangezogen werden können,
die Kühlrohre (15) im Bereich des bodennahen, ko- Es sind Vakuuminduktionsöfen bekannt (DT-AS
die Kühlrohre (15) im Bereich des bodennahen, ko- Es sind Vakuuminduktionsöfen bekannt (DT-AS
nisch ausgebildeten Längenabschnittes des 45 12 27 926), bei denen der Tiegel selbst den Vakuumbe-Schmelzgutgefäßes
(11) eine dieses bodenseitig untergreifende stählerne Tragplatte (19) durchsetzen
und mit dieser fest verschweißt sind, die einerseits
und mit dieser fest verschweißt sind, die einerseits
hälter bildet und der Tiegel, wie beim gattungsgemäSen
Ofen, innerhalb der ihn außen umgebenden Induktionsspule von einem gasdichten Kunststoffmantel umschlossen
ist, der an beiden Enden unter Verwendung
für den unteren gasdichten Anschluß des Kunst- 5° von Stopfbuchsendichtungen gasdicht mit je einer den
harzmantels ist und andererseits das axiale Tragla- Tiegelboden sowie den Tiegeloberteil gasdicht um
Bestandteil der zweiten Stopfbuchsendichtung (21)
ger und mittels eines an ihr angebrachten vorspringenden Führungsansatzes (20) die radiale Führung
des Einsatzkörpers (2) innerhalb des Ofengestells (1) bildet.
2. Vakuuminduktionsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Ringkammer
(16) die Anschlußmittel (17) für die Zuführung der Kühlluft aufweist und die an diese angeschlossenen
schließenden Stahlverkleidung verbunden und innenseitig durch ein mit einem gasförmigen Kühlmedium,
insbesondere Luft, beaufschlagbares Kühlrohr-System gekühlt ist, und bei denen der Tiegel sowohl durch
einen feuerfesten Deckel als auch durch eine diesen außen übergreifende Dichthaube vakuumfest verschlossen
ist. Bei diesen öfen bestehen die Kühlrohre vorzugsweise aus austenitischem Stahl, wobei die Roh-
Kühlrohre (15) sämtlich parallel und in gleicher 6° re wenigstens über den wesentlichen Teil ihrer Länge
Richtung nach unten von der dort frei austretenden einen abgeflachten Ovalquerschnitt aufweisen.
Kühlluft durchströmt sind.
Kühlluft durchströmt sind.
3. Vakuuminduktionsofen nach Anspruch 2, da-
Es gehört auch zum Stand der Technik (OE-PS 2 30 106), bei einem Vakuuminduktionsofen mit einem
das Schmelzgutgefäß gasdicht umgebenden Kunststoff-
rner (16) ein auch während des Transportes des Ein- 6S mantel die zu dessen Kühlung bestimmten, über den
satzkörpers (2) wirksames Kühlluftgebläse ange- Umfang des Gefäßes verteilt angeordneten und sich
axial bis in die Bodenplatte erstreckenden Kühlrohre in den Kunststoffmantel selbst einzubetten.
durch gekennzeichnet, daß an die obere Ringkäm-
schlossen ist.
Priority Applications (2)
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| DE19722243769 DE2243769C3 (de) | 1972-09-06 | Vakuuminduktionsofen für die Beheizung und Behandlung metallischer Schmelzen | |
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| DE19722243769 DE2243769C3 (de) | 1972-09-06 | Vakuuminduktionsofen für die Beheizung und Behandlung metallischer Schmelzen |
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