DE2243315B2 - Ruecklaufsperre fuer lasttraeger von schleppkreisfoerderern - Google Patents
Ruecklaufsperre fuer lasttraeger von schleppkreisfoerderernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rücklaufsperre für Lastträger von Schleppkreisförderern nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs.
Bei Schleppkreisförderern besteht die Gefahr, daß die Lastträger versehentlich zurücklaufen. Dies ist auf den
Pendeleffekt der Last zurückzuführen, wenn der zugehörige Lastträger eingehängt wird. Insbesondere
an Steigungen kann sich der Lastträger versehentlich von seinem Mitnehmer lösen. Auch beim Bruch der
Förderkette kann der Lastträger zurücklaufen.
Eine Rücklaufsperre der eingangs genannten Art ist aus der DT-PS 12 44 063 bekannt. Diese weist
Nockenkörper auf, die um eine transversal zur Förderrichtung angeordnete Achse drehbar gelagert
sind. Diese liegen mit einem Umfangsabschnitt dauernd gleitend an der Oberseite einer Tragschiene an, auf der
die Rollen der Laufkatze laufen. Das Anlegen der Nockenkörper an die Tragschiene erfolgt durch
Schwerkraft und durch zusätzliche Vorspannung durch eine Feder. Bei einer Rückwärtsbewegung der Laufkatze
rollt ein spiralförmig von der Drehachse der Nockenkörper weglaufender Umfangsabschnitt auf der
Tragschiene ab, wodurch die Laufkatze angehoben und zum Stillstand gebracht wird. Bei dieser bekannten
Rücklaufsperre erfolgt das Bremsen des Lastträgers durch Verrichten von Arbeit gegen die Schwerkraft,
wenn beim Abrollen der spiralförmigen Nockenfläche des Nockenkörpers die Achse des Nockenkörpers und
damit der gesamte Lastträger angehoben wird. Zugleich mit diesem Anheben des Lastträgers wird mindestens
ein Rollenpaar des Lastträgers von der Tragschiene abgehoben. Bei stärkeren Steigungen arbeitet diese
bekannte Rücklaufsperre nicht mit der erforderlichen Sicherheit, da der ebene Nockenflächenabschnitt auf
der Tragschiene unter Gleitreibung rutschen kann.
Schließlich kann bei der bekannten Rücklaufsperre der
Nockenkörper auch überschlagen, was zu Schwierigkeiten beim Wiederingangsetzen des Förderers führt.
In der US-PS 33 57 369 ist eine Rücklaufsperre beschrieben, die verhindern soll, daß sich der auf eine
Stapelstrecke auflaufende Lastträger durch den Rückprall beim Auffahren wieder vom stehenden Lastträger
löst Bei auf der Strecke befindlichen Lastträgern ist die Rücklaufsperre völlig inaktiv und kann z. B. bei Bruch
der Schleppkette den Lastträger nicht an einer Steigung anhalten. Gleiches gilt für die aus der GB-PS 10 68 211
bekannte Rücklaufsperre.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Rücklaufsperre der eingangs genannten Art zu schaffen,
die auch an starken Steigungen zuverlässig arbeitet.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch gekennzeichnete Erfindung gelöst.
Mit der erfindungsgemäßen Rücklaufsperre wird das Laufwerk beim Abbremsen auf der Tragschiene
niedergehalten. Nockenkörper und Laufrollen ergreifen die Tragschienen fest von beiden Seiten, und die
Bremskraft nimmt mit der Drehung des Nockenkörpers sehr stark zu. Der Anschlag verhindert, daß die
Nockenkörper über das hintere Ende der Nockenfläche überschlagen. Die Laufflächen für die Laufrollen
werden durch Bremsvorgänge nicht verschlechtert.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die
Zeichnung erläutert.
F i g. 1 ist eine Teilseitenansicht eines Paars von Nockenkörpern unter Darstellung der rückwärtigen
Laufkatze eines Lastträgers gemäß der Erfindung,
Fig.2 ist eine rückwärtige Teilschnittansicht in Richtung des Pfeils 2 gemäß F i g. 1 unter Darstellung
der Befestigung der Nockenkörper.
Die Erfindung ist insbesondere verwendbar bei einem Schleppkreisfördersystem der im US-PS 34 15 201
beschriebenen Bauart. Bei einem derartigen Fördersystem bedient man sich mehrerer Laufrollen aufweisender
Lastträger 11, von weichen Werkstücke (nicht dargestellt) nach unten hängen. Die Lastträger sind
entlang einer darüber befindlichen Tragschiene 12 bewegbar. Eine Förderkette (nicht da-gestellt) befindet
sich nahe bei den Lastträgern und ist mit im Abstand zueinander befindlichen Mitnehmern versehen, die in
vorbestimmter Weise an bestimmten Trägern anliegen bzw. von diesen gelöst sind. Auf diese Weise kann man
Lasten in erwünschter Weise in Richtung des Pfeils 13 gemäß F i g. I entlang der vorbestimmten Bahn
transportieren. Um das Ineinandergreifen bzw. enge Schichten der Lasten zu ermöglichen, weist jeder
Lastträger miteinander verbundene vordere und rückwärtige Laufkatzen auf. Die rückwärtige Laufkatze des
einen Trägers 11 ist mit Bezugsnummer 14 bezeichnet. Die Laufkatze 14 ist mit der vorderen Laufkatze (nicht
dargestellt) mittels einer Laststange 15 verbunden, welche unterhalb der Schiene 12 teilweise dargestellt ist.
Die Tragschiene 12 umfaßt ein Paar im Abstand zueinander befindlicher Profilkörper 16 und 17, welche
einander zugewandt sind. Jeder Profilkörper weist einen oberen Flansch 18 und einen unteren Flansch 19 auf. Die
rückwärtige Laufkatze 14 besitzt einen zwischen den Profilkörpern 16 und 17 sich erstreckenden Körper 21.
Dieser weist zwei im Abstand voneinander befindliche Paare 22 und 23 auf. Die Laufrollen befinden sich
innerhalb der Profilkörper 16 und 17 und laufen an den unteren Flanschen 19. Ein Paar Führungsrollen 24 und
25 werden durch den Körper 21 zwischen den Flanschen
19 getragen und tragen zur seitlichen Stabilität der
Laufkatze bei. Eine Steuerplatte 26 ist oberhalb des Körpers 21 und oberhalb der Schiene 12 vorgesehen.
Wie in der vorangehend erwähnten Patentschrift weiter erläutert ist, ist die Steuerplatte zweigeteilt und so
ausgebildet, daß sie die enge Schichtung bzw. das Aneinanderreihen angrenzender Lastträger bewirkt.
Der Körper 21 weist ein nach un'en stehendes Rahmenteil 27 auf, welches im Bereich 28 mit der
Laststange 15 verbunden ist. Eine Welle 29 erstreckt sich unterhalb der Schiene 12 durch das Rahmenteil 27.
Ein Paar Buchsen 30 und 31 sind auf dieser Welle angebracht, um ein Paar die Rückwärtsbewegung
verhindernde Nockenkörper 32 und 33 verschwenkbar zu tragen. ι >
Die Nockenkörper sind von gleichem Aufbau und weisen je ein nach oben sich erstreckendes Teil 34 auf,
welches durch eine etwas konvex und gezackt ausgebildete Nockenfläche 35 begrenzt ist. Die Zähne
können etwas ballig geformt sein. Die Krümmung der Fläche 35 ist so gewählt, daß das vordere Ende 36 näher
zur Achse der Welle 29 liegt als das hintere Ende 37. Die Dicke des Teils 34 ist verhältnismäßig gering im
Vergleich zu einem als Gegengewicht ausgebildeten Abschnitt 38, der sich unterhalb der Welle 29 erstreckt.
Der Abschnitt besitzt infolgedessen die Neigung, die Nockenfläche 35 gegen die Unterseite 39 des Flaniches
19 anzulegen. Die Nockenkörper werden durch Scheiben 41, Muttern 42 und Splinte 43 in ihrer Lage
gehalten. 3C
Ein Anschlag 44 erstreckt sich von jeder Seite des Körpers 21 und kann mit einer Schulter 45 in Anlage
kommen, wenn der Nockenkörper 32 oder 33 sich aus seiner in F i g. 1 dargestellten Position verschwenkt. Auf
diese Weise wird verhindert, daß sich der Nockenkörper überschlägt. Sollte der Abstand zwischen der Welle
29 und der Unterseite 39 infolge von Verschleiß oder aus anderen Gründen zunehmen, dann kommt der
Anschlag 44 mit dem anderen Ende der Schulter 45 in Berührung und verhindert, daß sich der Nockenkörper
gegen den Uhrzeigersinn überschlägt. Falls sich einer der Nockenkörper in einer der Richtungen überschlagen
könnte, so daß die Fläche 35 wieder mit der Unterseite 39 in Berührung kommt, würde der
Förderstrom in Richtung des Pfeils 13 verhindert werden.
Um sicherzustellen, daß das Gerät bei einer großen Last zufriedenstellend arbeitet, muß die Welle 29
hinsichtlich ihrer Festigkeit so ausgebildet sein, daß jede Abstandszunahme zwischen der Wellenachse und der
Unterseite 39 vermieden bzw, auf ein Minimum reduziert wird, wenn die Last angelegt ist. Andernfalls
würde die Gefahr bestehen, daß die Flächen 35 nicht in ausreichendem Maße an den Unterseiten 39 angreifen
können.
Bei Inbetriebnahme sind die Nockenkörper 32 und 33 während normaler Bewegung des Lastträgers 11 in
Richtung des Pfeils 13 inaktiv. Während dieser Bewegung werden die Flächen 35 etwas entlang der
Unterseite 39 der Flansche 19 gezogen. Sollte jedoch der Lastträger die Neigung besitzen, sich in einer dem
Pfeil 13 entgegengesetzten Richtung zu bewegen, dann greifen die Zähne der gezackten Flächen 35 unmittelbar
in die Unterseiten 39 ein und verhindern diese rückwärts gerichtete Verlagerung.
Die verhältnismäßig kleine Toleranz in der Dicke der Flansche 19 macht es äußerst einfach, die Verriegelung
durch die Nockenkörper auszulösen. Der Raum unterhalb der Schiene 12 reicht aus, den Nockenkörpern
die erforderliche Größe und Form zu verleihen. Die Lage der Nockenkörper 32 und 33 zwischen den die
Last tragenden Rollen 22 und 23 der Laufkatze 14 ermöglicht es, daß die Nockenkörper als Niederhalteorgane
wirken, und verhindern, daß sich die Steuerplatte 26 während des Einhängens bzw. während der
Speicherung nach oben bewegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Rücklaufsperre für Lastträger von Schleppkreisförderern mit zwei Nockenkörpern, die um eine zur Laufrichtung des Förderers transversale, vom Schwerpunkt des Nockenkörpers entfernte Achse drehbar auf gegenüberliegenden Seiten des Laufkatzenkörpers des Lastträgers gelagert sind und eine spiralförmig von der Achse des Nockenkörpers so weglaufende Nockenfläche aufweisen, die infolge der Einwirkung der Schwerkraft auf den Nockenkörper ständig an der Tragschiene für die Lastträger anliegt und wobei die Wirkungslinie zwischen der Fahrbahnberührungsstelle des Nockenkörpers mit der Tragschiene und der Achse des Nockenkörpers größer ist als der lotrechte Abstand der Achse des Nockenkörpers von der Tragschiene und die Achsen der Nockenkörper in Laufrichtung gesehen zwischen den Drehachsen der Laufrollen des Lastträgers liegen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Nockenkörper (32 und 33) in an sich bekannter Weise unterhalb der Tragschiene (12) angeordnet ist und mit deren Unterseite zusammenarbeitet, daß der der Nockenfläche gegenüberliegende untere Abschnitt (38) des Nockenkörpers (32 und 33) als Gegengewicht ausgebildet ist und daß der Nockenkörper (33) eine Schulter (45) aufweist, die an einem am Laufkatzenkörper (21) angeordneten Anschlag (44) anschlägt.
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