DE2138529A1 - 5 Methyldipyrazolo(3,4 b 3,4 d) pyndin 3(2H) one - Google Patents
5 Methyldipyrazolo(3,4 b 3,4 d) pyndin 3(2H) oneInfo
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- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D471/00—Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
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Description
PATENTANWALT P U L L A C H / M ö N C H E N
3 Datum . : 2. August 1971
Zeichen : Sq-12/H-49-P
Beschreibung
zur Patentanmeldung
5-Methyldipyrazolo(3,4-b:3' - ■,4'-d)pyridin-3(2H)-one
Anmelderin:
Chemische Fabrik von Heyden GmbH, München Case 63 326-H
Priorität: 12. August 197O1 U.S.A. Hr. 63
Die Erfindung betrifft neue 5-Methyldipyrazolo(3,4-b:3',4-'-d)-pyridin-3(2H)-one
der allgemeinen Formel I
(I)
worin R^, Kiedrigalkyl, Phenyl oder Phenylniedrigalkylen und
E^ Wasserstoff oder Niedrigalkyl bedeuten.
Bevorzugte Verbindungen sind jene, bei denen 3L· Äthyl oder Benzyl,
insbesondere aber Äthyl und Rp Niedrigalkyl, insbesondere Methyl
ist.
Die durch die Symbole R* und Rp repräsentierten Niedrigalkyle
sind gerad- oder verzweigtkettige aliphatische Kohlenwasser-
209808/1900,
stoff gruppen mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl,
Propyl, Isopropyl, Butyl, t-Butyl und dergleichen. Me als Phenylniedrigalkylen
bezeichneten Gruppen für E. bedeuten Radikale, in
denen eine Phenylgruppe mit einer damit verknüpften Kohlenwasserstoffkette,
wie oben näher bezeichnet ist, substituiert ist·
Die Erfindung betrifft auch die nachfolgenden Serien von Herstel-.
lungs reaktionen sowie die Arzneimittel mit einem Gehalt an den so
hergestellten Substanzen.
Für die nachstehend beschriebenen Herstellungsreaktionen besitzen
die Symbole E. und E2 &i-e vorstehend angegebene Bedeutung.
Man stellt zunächst ein 5--AmiD-opy:ra-zol <j.er allgemeinen Formel II
Jl
(II)
Rl
her, wie es in der britischen Patentschrift 1 057 74-0 beschrieben
ist, und zwar durch Ringschließung aus einem Aldehydhydrazon oder einem Ketonhydrazon der Formel III -
R0
I2 /
N ===== C-CH2-CH-NH-N=C ^ (HI)
^ R4
worin R2 die bereits erwähnte Bedeutung und IU sowie R^ jeweils
die Bedeutung Wasserstoff, Hiedrigalkyl, Phenyl oder Phenylniedrigalkyl
oder auch Cycloalkyl besitzen.- Die Cyclisierung wird durch Erhitzen auf eine Temperatur von etwa 90° bis 1300C in einer inerten
Flüssigkeit bewirkt, beispielsweise in einem Alkohol wie Äthanol, Butanolcder dergleichen, vorzugsweise in Gegenwart eines
209808/1900 -5-
Katalysators, beispielsweise eines Alkoholates wie Alkalimet al 1-alkoholat,
insbesondere eines Butylates, wie Natriumbutylat.
Das so hergestellte 5-A^i1iopyrazol wird mit einem Alkoxymethylenmalonsäureester
der allgemeinen Formel IV
COO- niedrigalkyl
alkyl-O-CH=C,
COO-niedrigalkyl
umgesetzt» Diese Umsetzung kann man durch Erhitzen der Reaktionspartner auf eine Temperatur in der Größenordnung von 120 C während
mehrerer Stunden erreichen und man erhält auf diese V/eise eine Verbindung der allgemeinen Formel V
cöo- niedrigalkyl (γ)
-NH-CH=C
I COO- niedrigalkyl
V ■;. -. ; ■ ■
Die Alkoxymethylenmalonsäureester der Formel IV sind bekannte Verbindungen und werden ebenso wie die Äthoxymethylenmalonsäurediäthylester
hergestellt (Organic Syntheses 28 (1948), Seiten 60 bis 62). · i
Aus der Cyclisierung einer Verbindung der Formel V ergibt sich ein Produkt der Formel VT
OH
^N-COO-niedrigalkyl (yj)
worin R^ und R~ die gleichen Bedeutungen wie bei dem Ausgangsmaterial
besitzen. Diese Reaktion wird unter Erhitzung des
209808/1900 .,
Pyrazolyl-aminomethylenmalonsäureesters der Formel V in einem
inerten organischen Lösungsmittel durchgeführt, also beispielsweise
in Diphenyläther bei einer Temperatur von etwa 2JO bis
2600C, während einiger Stunden, wobei der entstehende Alkohol
(Hydroxy-niedrigalkyl) entfernt, beispielsweise abdestilliert wird. Das Produkt wird dann aus dem Lösungsmittel abgetrennt,
beispielsweise durch fraktioniertes Destillieren.
Das Produkt der allgemeinen Formel VI-wird dann alkyliert, beispielsweise
mit einem Methylhalogenid wie Methyljodid. Diese Reaktion wird durch Behandlung eines Salzes, d.h. z.B. eines
Alkalimetallsalzes, der Verbindung der allgemeinen Formel VI. mit einem Methylhalogenid bewirkt, und zwar zweckmäßig in Gegenwart
eines Lösungsmittels wie Dimethylformamid, bei erhöhten Temperaturen. Das entstehende Salz wird mit Hilfe einer wässrigen Natrium-
oder Ealiumcarbonatlösung neutralisiert, worauf eine Verbindung der allgemeinen Formel VII entsteht:
COO- niedrigalkyl
Das Material der Formel VII wird in einem inerten, vorzugsweise trockenen organischen Lösungsmittel aufgelöst, d.h. also beispielsweise
in einem Alkohol wie Äthanol, und zu dieser Lösung wird Hydrazin oder Hydrazinhydrat hinzugesetzt, worauf das Reaktionsgemisch
während bis zu etwa 24 Stunden bei Zimmertemperatur belassen wird· Man isoliert aus diesem Gemisch das gewünschte
Endprodukt der Formel I.
Die neuen erfindungsgemäßen Verbindungen erwiesen sich als Hemmungsmittel
für das Zentralnervensystem und sie können als Tranquilizer oder auch als ataractische Mittel zur Behandlung
von Angst zuständen oder Überreizungen, beispielsweise bei Mäusen,
209806/1900 "5"
Katzen, Eatten, Hunden oder anderen Säugetierarten Verwendung finden, und zwar in gleicher Weise, wie Chlordiazepoxid. Für
diesen Zweck kann eine Verbindung oder ein Gemisch von Verbindungen der allgemeinen Formel I oral oder parenteral in einer
der üblichen Dosierungsformen wie Tabletten, Kapseln, Injektionen oder dergleichen dargereicht werden. Als Einzeldosis, oder vorzugsweise
als in 2 bis 4 unterteilte tägliche Teildosierungen verwendet man etwa 1 bis 50 mg pro Kilogramm pro Tag, vorzugsweise
etwa 2 bis 15 mg pro Kilogramm pro Tag. Diese Wirkstoffmenge kann wie üblich in einer oralen oder parenteralen Dosierungsform
formuliert werden durch Verarbeitung mit etwa 10 bis 250 mg pro Dosierungseinheit an üblichen Vehikeln, Exzipientien,
Bindemitteln, Schutzmitteln, Stabilisatoren, Geschmacksmitteln oder dergleichen, wie sie in der pharmazeutischen Praxis sich
bewährt haben.
Die neuen Verbindungen bewirken auch eine Erhöhung der intrazellulären
Konzentration von adenosin-31,5'-cyclischem Monophosphat,
und zwar bei einer Darreichung von etwa 1 bis 100 mg/kg/ Tag, vorzugsweise etwa 10 bis 50 mg/kg, in einer Einzeldosis oder
in 2 bis 4 aufgeteilten Teildosierungen in den üblichen oralen oder parenteralen Dosierungsformen, wie sie vorstehend schon
wähnt sind; diese Präparate können also die Symptome von Asthma lindern.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung an bevorzugten
Ausführungsformen. Andere Vertreter der genannten Gruppe von
Verbindungen können unter Benutzung von geeigneten Abwandlungen der 5-Aminopyrazole anstelle des in den Beispielen verwendeten
i-Äthyl-5-aminopyrazols gewonnen werden.
Beispiel 1
6-Äthyl-5,8-dimethyldipyrazolo(3t4-b:3t«4'-d)pyridin-3(4H)-on
6-Äthyl-5,8-dimethyldipyrazolo(3t4-b:3t«4'-d)pyridin-3(4H)-on
a) 245 g (2,2 Mol) 1-ilthyl-3-methyl-5-aminopyrazol und 476 g
(2,2 Mol) Äthoxymethylenmalonsäurediäthylester werden in einem heizbaren Bad von 1200C während 2 Stunden unter Rühren erhitzt.
Das dabei gebildete Äthanol wird unter Verwendung eines Wasser-
-6-209808/1900
abscheiders abgetrennt. Nach der Vakuumdestillation (Siedepunkt
"bei 0,1 mm Hg von 154- "bis 1600C) erhält man eine Ausbeute von
520 g (84 °/o der !Theorie) eines schnell kristallisierenden Öles, nämlich /Τ.Λ-Äthyl^-methyl^-pyrazolyl)amino-methylen7malonsäure
diäthylester mit einem Schmelzpunkt von 60 bis 67°0.
b) 255 S (0,9 Mol) des so erhaltenen Zwischenproduktes wird in 770 g Diphenyläther aufgelöst. Das Reaktionsgemisch wird auf
235 bis 2500C (Badetemperatur) erhitzt und bei dieser Temperatur
während 1 bis 2 Stunden zur Reaktion gebracht, wobei das entstehende Äthanol kontinuierlich abdestilliert wird. Die letzten
Anteile des abdestillierenden Äthanols werden mit Hilfe eines
Wasserabscheiders aus dem Reaktionssystem entfernt. Danach wird der Diphenyläther durch Abdestillieren mit einer Fraktionierkolonne
im Vakuum abgetrennt. Das erhaltene 1-Äthyl-4~hydroxy-3-methyl-1H-pyrazolo(3,4-b)pyridin-5-carboxylsäureäthylesterprodukt
wird mit einem Siedepunkt bei 0,05 nua Hg von 115 bis 1200C
gewonnen; die Ausbeute beträgt 195 g = 92 % der th, Schmelzpunkt 91 bis 930O.
c) Eine Mischung aus 4-9,8 g (0,2 Mol) des so erhaltenen Zwischenproduktes
mit 290 g gepulvertem Kaliumcarbonat, 290 ml Dimethylformamid
und 71 g (0,5 mol) Methyljodid-wird während 14· Stunden
ο noch
bei 50 C gerührt, dann unter Absaugen/heiß filtriert, zwecks
Abtrennung von dem überschüssigen Kaliumcarbonat. Nach dem Stehen über Nacht erhält man ein Kristallisat des 4—Kaliumsalzes von
1-Äthyl-4—hydroxy-3-methyl-1H-pyrazolo(3,4—b)pyridin-5-carboxylsäuraes
t er-7-methyl ammonium 3 odid, welches noch eine gewisse Menge
an Kaliumcarbonat enthält. TJm die 4—Oxo-Verbindung zu erhalten,
wird dieses Kaliumsalz in 75 ial Wasser aufgelöst. Nach einer
kurzen Zeit beginnt das gewünschte Zwischenprodukt, nämlich
1-Äthyl-4-, 7-dihydro-3,7-dimethyl-4— oxo-IH-pyrazolo (3,4-b )pyridin-5-carboxylsäureäthylesterprodukt
auszukristallisieren.
Durch Abdampfen des Dimethylformamids aus der Mutterlauge und Behandlung des öligen Rückstandes mit Äther erhält man eine zusätzliche
Menge der gewünschten Zwischenproduktverbindung. Die
G-esamtausbeute beträgt 25 g = 4-7,5 % der 5h. Die Substanz wird
aus Äthanol umkristallisiert und besitzt dann einen Schmelzpunkt von 192 bis 193°σ# Die ätherische Lösung enthält das Isomere
209808/1900
1-Äthyl-4-metho:jqy--3-methyl-1H-pyrazolo (3 »4-b)pyridin-5-carboxylsäureäthylesterprodukt·
Durch Abdestillieren des Äthers erhält man 27,5 S (52 %) der 4-Methoxyverbindung.
d) Man löst in 39 ml Äthanol 3,3 g (0,0125 Mol) des so gewonnenen
1 -Äthyl-4, 7-dihydro-3,7-dimethyl-4-oxo~1H-pyrazolo ( 3,4-b )pyridin-5-carboxylsäureesterproduktes
und fügt dieser Lösung 1,25 g (0,025 Mol) Hydrazinhydrat (100 %) hinzu, worauf man das Gemisch
während 24 Stunden bei Zimmertemperatur "beläßt. Die ausgeschiedene
Verbindung (1,5 g) wird unter Absaugen filtriert und die Mutterlauge wird im Vakuum eingeengt, worauf man nach dem Waschen
mit Wasser eine zusätzliche Menge von 1,4 g des Produktes gewinnt. Die Ausscheidung und auch der so gewonnene.... Rückstand
aus der Mutterlauge wird aus absolutem Alkohol umkristallisiert, wobei man 2,75 g (90 % der th) an dem gewünschten Endprodukt gewinnt,
nämlich 6-Äthyl-5,8-dimethyldipyrazolo(3,4-bi3· ,4'-d)-pyridin-3(2H)*-on
mit einem Schmelzpunkt von 2440O.
209808/1900
Durch. Ersatz des 1-Ithyl-3-methyl-5~aminopyrazols in Abschnitt
(a) des Beispiels 1 durch, geeignet substituierte 5-Aminopyrazole
kann man die folgenden zusätzlichen Verbindungen leicht herstellen:
N NH
CH3
4
5
5
C2H5
C2H5
8
9
9
-CH,
-CH2CH2
-CH-
CH-
CH-.
GH,
2098 0 8/1900
Claims (11)
- Datum : 2. August 1971 Zeichen ': Sq-11/H-4-9-PPat entansprüche/i/ 5-Methyldipyrazolo(3,4--b: 3'} 4·'-d)pyridin-3(2H)-one der allgemeinen Formel IN NH(DI IR1 CH3 · {worin Rx, Niedrigalkyl, Phenyl oder Phenylniedrigalkylen und R2 Wasserstoff oder Medrigalkyl bedeuten.
- 2. .Verbindung nach Anspruch 1, bei der Rx, und R2 jeweils Niedrigalkyl sind.
- 3. Verbindung nach Anspruch 1, bei der R^ Niedrigalkyl und R2 Wasserstoff ist.
- 4. Verbindung nach Anspruch. 1, bei der Rx, Phenyl und R2 Niedrigalkyl ist. ·
- 5. Verbindung nach Anspruch. 1, bei der R^ Phenyl-niedrigalkyl en und R2 Medrigalkyl ist. .
- 6 β Verbindung nach Anspruch. 1, bei der Rx, Äthyl und R2 Methyl ist. ·■
- 7. Verbindung nach Anspruch 1, bei der Rx, Phenyl und R2 Methyl ist.
- 8. Verbindung nach Anspruch 1, bei der Rx, Benzyl und R2 Methyl ist.
- 9. Verbindung nach Anspruch. 1, bei der Rx, und R2 jeweils Äthyl sind. 209808/1 dOO ι
- 10. Verfahren zur Herstellung von. Verbindungen der in Anspruch 1 angegebenen allgemeinen Formel I, dadurch g e k e η η zeichnet , daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel IICOO-niedrigalkyl(II)R1CH3worin E. und Eo ^e in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen, mit Hydrazin oder Hydrazinhydrat umsetzt.
- 11. Arzneimittel mit einem Gehalt an einer Verbindung, wie sie in den Ansprüchen 1 bis 9 gekennzeichnet sind.i Dr.Ey/ka 209&08/1900
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