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DE2138039C3 - Oxyprothepincarbonsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende pharmazeutische Mittel - Google Patents

Oxyprothepincarbonsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende pharmazeutische Mittel

Info

Publication number
DE2138039C3
DE2138039C3 DE19712138039 DE2138039A DE2138039C3 DE 2138039 C3 DE2138039 C3 DE 2138039C3 DE 19712138039 DE19712138039 DE 19712138039 DE 2138039 A DE2138039 A DE 2138039A DE 2138039 C3 DE2138039 C3 DE 2138039C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxyprothepine
acid esters
carboxylic acid
processes
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712138039
Other languages
English (en)
Other versions
DE2138039B2 (de
DE2138039A1 (de
Inventor
Miroslav Dr.; Jilek Jirzi Dr.; Shindelarz Karel; Methyshova Jirzina Dr.; Prag Protiva
Original Assignee
Spofa Vereinigte Pharmazeutische Werke, Prag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from CS535570A external-priority patent/CS149351B1/cs
Priority claimed from CS316271A external-priority patent/CS152024B1/cs
Priority claimed from CS3377A external-priority patent/CS152136B1/cs
Application filed by Spofa Vereinigte Pharmazeutische Werke, Prag filed Critical Spofa Vereinigte Pharmazeutische Werke, Prag
Publication of DE2138039A1 publication Critical patent/DE2138039A1/de
Publication of DE2138039B2 publication Critical patent/DE2138039B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2138039C3 publication Critical patent/DE2138039C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

in der π 5 oder 8 bedeutet, sowie deren Salze.
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Oxyprothepin der Forme! II
SCH3 (II)
N-(CH2J3OH
mit önanth- bzw. Decansäure oder einem reaktionsfähigen Derivat derselben umsetzt und die erhaltenen Basen gegebenenfalls mit anorganischen oder organischen Säuren neutralisiert.
3. Pharmazeutisches Mittel, gekennzeichnet durch eine Verbindung nach Anspruch 1 als Wirkstoff zusammen mit üblichen Hilfs- und Trägerstoffen.
Unter der Bezeichnung Oxyprothepinester werden die entsprechenden Ester des 8-Methylthio-10-[4-(3-hydroxypropyO-piperazino]-10,11 -dihydrodibenzo(b,f)-thiepins verstanden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind hochwirksame Neuroleptika, die sich durch eine ausge- «prochene Langzeitwirkung auszeichnen. Sie werden vorzugsweise in Form von Lösungen in pharmazeutisch geeigneten ölen bzw. Pflanzenölen intramuskulär inji ziert und dienen vor allem zur neuroleptischen Erhaltungstherapie bei chronischen Schizophrenien, wobei eine über mehrere Tage andauernde Wirkung erzielt wird.
Aus der OE-PS 2 73 141 sind zwar analoge Thiepine bekannt, bei denen jedoch der Rest R der mit dem Piperazinoalkanol veresterten Carbonsäure HOCOR 1 bis 5 C-Atome aufweist; diese Verbindungen weisen eine sehr rasch abklingende Wirkung auf und müssen daher üblicherweise 2- bis 3mal täglich verabreicht werden.
Bei der Behandlung von Schizophrenien ist es aus praktischen wie psychologischen Gründen von Bedeutung, die Verabreichungsintervalle eines Neuroleptikums möglichst groß machen zu können; dieses Ziel kann mit den bisher zur Verfügung stehenden Neuroleptika nicht erreicht werden; während sich die bekannten Verbindungen der Dibenzo(b,f)thiepinreihe wie Üktoclothepin (8-Chlor-10-(4-methylpiperazino)-10,1 l-dihydrodibenzo(b,f)thiepin und Methiothepin (8-Methylthio-10-(4-methylpipeTazino)-10,11 -dihydrodibenzo(b,Othiepin) sowie die Mehrzahl der Neuroleptika der Phenothiazinreihe ebenso wie der Grundkörper Oxyprothepin durch eine verhältnismäßig kurzdauernde Wirkung auszeichnen (praktisch keine nachweisbare Wirkung mehr nach ~ 24 Stunden) sind die erfindungsgemäßen Verbindungen erstmals als ausgezeichnete Depot-Neuroleptika verwendbar und damit Produkten nach dem Stand der Technik überlegen.
Die erfindungsgemäßen önanth- bzw. Decansäureester des Oxyprothepins können durch Umsetzung von Oxyprothepin der Formel II mit reaktionsfähigen Derivaten der Önanth- bzw. Decansäure wie Chloriden, Bromiden oder Anhydriden erhalten werden.
Die Umsetzung des Oxyprothepins der Formel 11 mit den Fettsäuren wird im allgemeinen in Gegenwart von Dicyclohexylcarbodiimid oder Carbonyldiimidazol in inerten organischen Lösungsmitteln oder deren Gemischen, insbesondere in einem Benzol-Chloroform-Gemisch bei Temperaturen von 20 bis 100 C vorgenommen.
Wenn für die Umsetzung Carbonsäurehalogenide verwendet werden, erfolgt die Reaktion ebenfalls in inerten organischen Lösungsmitteln oder deren Gemischen, insbesondere in einem Benzol-Chloroform-Gemisch oder in Lösungsmitteln, die gleichzeitig als Kondensationsmittel dienen, wie insbesondere in tertiären Aminen, vorzugsweise Pyridin oder Triäthylamin, und bei Temperaturen von 20 bis 100° C.
Die erfindungsgemäßen Oxyprothepinester-Basen liefern mit anorganischen oder organischen Säuren gut kristallisierende und zur Charakterisierung verwendbare Salze. Die aus diesen Salzen freigesetzten Basen besitzen ausreichende Reinheit für die Herstellung von Öl-Lösungen, die als pharmazeutische Formen Tür therapeutische Zwecke anwendbar sind.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1
Oxyprothepin-önanthsäureester
Zu einer Lösung von 14,0 g 8-Methylthio-10-[4-3-hydroxypropyl)-pipera?ino]-10,11 -dihydrodibenzo(b,f)-thiepin in einem Gemisch von 20 ml Chloroform und 60 ml Benzol gibt man 10,8 g önanthsäurechlorid und läßt das Reaktionsgemisch 4 Tage bei Zimmertemperatur stehen. Dann versetzt man es mit 100 ml Wasser, macht mit 8 ml konz. wäßrigem Ammoniak alkalisch und extrahiert das freigesetzte Produkt mit Benzol. Durch Waschen des Extraktes mit Wasser, Trocknen und Verdampfen des Lösungsmittels erhält man das rohe 8-Methylthio-10-[4-(3-önanthoyloxypropyl)-piperazino]-10,l 1-dihydrodibenzo(b,f)thiepin, das durch Neutralisieren mit 8,65 g Maleinsäure in HX) ml Aceton in das kristalline Dihydrogenmaleat (Ausbeute: 18,0 g) umgewandelt wird. Durch Umkristallisieren aus Aceton erhält man das analysenreine Salz mit Fp. 126 bis 128" C.
Durch Zersetzen von 16,1 g dieses reinen Salzes in 200 ml Wasser mit 20 ml konz. wäßrigem Ammoniak und nachfolgende Extraktion mit Benzol erhält man 9,6 g der öligen Base, die chromatographisch homogen
ist und sich auch durch längeres Stehen bei Zimmertemperatur nicht zur Kristallisation bringen läßt.
Beispiel 2
Oxyprolhepin-decansäureestfcr
In 1 1 wasserfreiem Xylol löst man allmählich 100 g 8-Methylthio- 10-[4-(3-hydroxypropyl)piperazino> JO,ll-dihydrodibenzo(b,f)thiepin-Base und 86g Decansäure (= Caprinsäure), gibt 8,0 g p-Toluolsulfonsäure zu und destilliert aus dem Reaktionsgemisch langsam unter normalem Druck Xylol ab (Badtemperatur 1700C). Mit derselben Geschwindigkeit gibt man wasserfreies Xylol in das Reaktionsgefäß. Während 12 Stunden destilliert man auf diese Weise etwa 3 1 wasserhaltiges Xylol ab und entfernt so das bei der Reaktion entstandene Wasser. Nach dem Abkühlen verdünnt man das Reaktionsgemisch noch mit 500 ml Xylol, schüttelt die Lösung zweimal mit je 750 ml einer 5%igen wäßrigen Natriumhydroxidlösung, trocknet sie mit einer kleinen Menge wasserfreien Kaliumcarbonats und dampft das Xylol unter vermindertem Druck ab. Das erhaltene Rohprodukt (137 g öl) löst man in 200 ml Benzol und cbromatographiert es an einer Säule aus 2,5 kg Alumiaiumoxid (nach Brockmann, Aktivität II, neutral).
Das gewünschte Produkt ist in den ersten 5 1 des benzolischen Eluats enthalten; man erhält es durch Abdampfen unter vermindertem Druck. Die Benzolreste entfernt man durch Lösen des Rückstands in 250 ml Äther und nochmaliges Abdampfen im Vakuum bis zur Gewichtskonstanz. Man erhält so in einer Ausbeute von 102 g (75%) reines 8-Methylthio-10-[4-(3-decanoyl-oxypropyl)piperazino]-10,l 1 -dihydrodibenzo(b,f)thiepin, das bei der Al2O3-Dünnschichtchromatographie einer Probe einheitlich ist. Zur Charakterisierung der Verbindung lassen sich einige kristallisierte Salze verwenden, die man durch Neutralisieren der Base mit entsprechenden Säuren in einem Lösungsmittel herstellt, so etwa das Bis-(hydrogenmaleinat), Fp. 120 bis 121 ° C (Aceton) oder das Bis-(hydrogenoxalat), Fp. 173 bis 175°C (wäßr. Äthanol).

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Oxyprothepin - önanthsäureester und Oxyprothepindecansäureester der Formel
SCH,
(D
N— (CH2)3OCO(CH,)nCH3
DE19712138039 1970-07-30 1971-07-29 Oxyprothepincarbonsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende pharmazeutische Mittel Expired DE2138039C3 (de)

Applications Claiming Priority (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS535570A CS149351B1 (de) 1970-07-30 1970-07-30
CS535570 1970-07-30
CS316271 1971-04-30
CS316271A CS152024B1 (de) 1971-04-30 1971-04-30
CS337771 1971-05-10
CS3377A CS152136B1 (de) 1971-05-10 1971-05-10

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2138039A1 DE2138039A1 (de) 1972-02-03
DE2138039B2 DE2138039B2 (de) 1976-02-12
DE2138039C3 true DE2138039C3 (de) 1976-10-14

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