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DE2135180A1 - Niedriggekohlter, nichtrostender Nickel Chrom Stahl mit hoher Spannungs nßkorrosionsbestandigkeit - Google Patents

Niedriggekohlter, nichtrostender Nickel Chrom Stahl mit hoher Spannungs nßkorrosionsbestandigkeit

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Publication number
DE2135180A1
DE2135180A1 DE19712135180 DE2135180A DE2135180A1 DE 2135180 A1 DE2135180 A1 DE 2135180A1 DE 19712135180 DE19712135180 DE 19712135180 DE 2135180 A DE2135180 A DE 2135180A DE 2135180 A1 DE2135180 A1 DE 2135180A1
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DE
Germany
Prior art keywords
stress corrosion
nickel
resistance
steels
cracking
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19712135180
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English (en)
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DE2135180B2 (de
Inventor
Masamichi Toyonaka Osaka Fujikawa Hisao Nishinomiya Hyogo Kowaka, (Japan) P
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nippon Steel Corp
Original Assignee
Sumitomo Metal Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sumitomo Metal Industries Ltd filed Critical Sumitomo Metal Industries Ltd
Publication of DE2135180A1 publication Critical patent/DE2135180A1/de
Publication of DE2135180B2 publication Critical patent/DE2135180B2/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/40Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel
    • C22C38/42Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel with copper
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C19/00Alloys based on nickel or cobalt
    • C22C19/03Alloys based on nickel or cobalt based on nickel
    • C22C19/05Alloys based on nickel or cobalt based on nickel with chromium
    • C22C19/058Alloys based on nickel or cobalt based on nickel with chromium without Mo and W
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/40Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel
    • C22C38/58Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel with more than 1.5% by weight of manganese

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Description

Niedriggekohlter, nichtrostender Nickel-Chrora-Stahl mit hoher Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit
Die Erfindung betrifft einen niedriggekohlten, nichtrostenden Nickel-Chrom-Stahl mit einer erhöhten Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit, insbesondere einen niedriggekohlten Nickel-Chrom-Stahl mit einer ausgezeichneten Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit in reinem Wasser und in Chlorionen enthaltendem Wasser oder Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohen Drücken.
Es sind bereits in beträchtlichem Umfange Forschungsarbeiten durchgeführt worden, die sich mit dem Vorgang und dem Mechanismus der Spannungsrißkorrosion bei nichtrostenden Nickel-Chrom-Stählen befassen. Es ist bekannt, daß eine Spannungsrißkorrosion bei nichtrostenden Nickel-Chrom-Stählen vor allem auftritt, wenn die Umgebung Chlorionen enthält. Zu den Maßnahmen zum Verhindern der Spannungsrißkorrosion gehören das Entfernen der Restspannungen nach dem Schweißen und der spanlosen Verformung, die Verbesserung der korrodierend wirkenden Umgebung, die Verbesserung der Konstruktion, die Herabsetzung der Rißempfindlichkeit durch Oberflächenbehandlungen, z.B. Kugelstrahlen/ die Verwendung von Nickellegierungen mit einem hohen Nickelgehalt z.B. Inconel (Warenzeichen), usw.
Die vorstehend angegebenen Maßnahmen sind jedoch sehr kostspielig und daher unwirtschaftlich.
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Andererseits besteht in der modernen Kerntechnik und chemischen Industrie ein sehr starker Bedarf nach nichtrostenden Stählen mit einer hohen Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher in der Schaffung eines niedriggekohlten, nichtrostenden Nickel-Chrom-Stahls, der aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung eine hohe Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit hat.
Als Lösung zum Prüfen der Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit von nichtrostenden Nickel-Chrom-Stählen hat man bisher im allgemeinen eine kochende Lösung von Magnesiumchlorid (MgCl,,) verwendet. Es hat sich jedoch gezeigt, daß in diesem Fall andere Korrosionsbedingungen herrschen als in Wasser oder Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohen Drücken und daß auch die Rißbildung in diesen beiden Fällen verschieden ist.
Die kochende Magnesiumchloridlösung stellt eine sehr stark korrodierend wirkende Umgebung dar, die in den meisten Fällen nur zur Bildung von Kornquerrissen führt. Wasser und Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohen Drücken bilden eine Umgebung, die nicht so stark korrodierend wirkt wie kochende Magnesiumchloridlösung, sondern im allgemeinen zu einer Passivierung führt, so daß nicht nur Kornquerris.se, sondern auch Korngrenzenrisse auftreten.
Der Mechanismus der Korngrenzenrißkorrosion unterscheidet sich von dem der Kornquerrißkorrosion. Die Korngrenzenrißkorrosion ist auf das Vorhandensein von mechanischen Spannungen zurückzuführen .
Es hat sich gezeigt, daß der Vorgang der Spannungsrißkorrosion in Wasser oder Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohen Drücken nicht durch die Ergebnisse von Versuchen erklärt werden kann, in denen in der bisher üblichen Weise eine kochende Magnesiumchloridlösung verwendet wurde.
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Die Erfinder haben zur Untersuchung der Spannungsrißkorrosion des Nickel-Chrom-Stahls Versuche mit Hilfe von reinem Wasser und Chlorionen enthaltendem Wasser und Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohen Drücken durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Versuche zeigen, daß die Neigung des Niekel-Chrom-Stahls zur Spannungsrißkorrosion stark abhängig ist von dem Gehalt an in dem Stahl in fester Lösung befindlichem Kohlenstoff. Diese Erscheinung kann bei Versuchen mit kochender Magnesiumchloridlösung nicht beobachtet werden.
Die Erfinder haben ferner entdeckt, daß durch Zusatz von Vanadium (V) und/oder Aluminium (Al) die Spannungskorrosionsrißbeständigkeit in einer von Wasser oder Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohem Druck gebildeten Umgebung beträchtlich erhöht wird. Silicium (Si) erhöht die Kornquerrißbeständigkeit, trägt aber nicht in so hohem Maße zur Korngrenzenrißbeständigkeit bei. Es hat sich auch gezeigt, daß ohne Beeinträchtigung der Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit die allgemeine Korrosionsbeständigkeit erhöht wird, wenn man zu derartigen nichtrostenden Stählen Molybdän (Mo) und/oder Kupfer (Cu) in einem bestimmten Gehaltsbereich zusetzt.
Es wurde somit erkannt, daß es zur Verhinderung der Spannungsrißkorrosion in Nickel-Chrom-Stählen notwendig ist, den Kohlenstoffgehalt des Stahls zu begrenzen und Vanadium und/oder Aluminium zuzusetzen. Es hat sich ferner gezeigt, daß durch den Zusatz von Molybdän und/oder Kupfer in einem bestimmten Gehaltsbereich die Korrosionsbeständigkeit erhöht wird, ohne daß die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit herabgesetzt wird.
Die auf diesen neuen Erkenntnissen beruhende Erfindung schafft einen Stahl mit weniger als 0,03 % Kohlenstoff, 0,2-4 % Silicium, O,2-O,4 % Vanadium und/oder Aluminium, und 0,3-4 % Molybdän und/ oder Kupfer zwecks Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit ohne Herabsetzung der Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit.
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Der niedriggekohlte, nichtrostende Nickel-Chrom-Stahl gemäß der Erfindung enthält somit weniger als 0,03 % Kohlenstoff, 0,02-4 % Silicium, 12-45 % Nickel, 15-35 % Chrom, 0,1-3 % Mangan, 0,2-4 % Vanadium und/oder Aluminium, O,3-4 % Molybdän und/oder Kupfer, Rest im wesentlichen Eisen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung sind nachstehend Ausführungsbeispiele beschrieben und die Ergebnisse von Vergleichsversuchen angegeben.
Beispiel 1
Nach üblichen Verfahren wurden nichtrostende Stähle mit den in der Tabelle 1 angegebenen chemischen Zusammensetzungen hergestellt.
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O (D OO (O
O C Si Mn Chemische Tabelle 1 Ni Cr 58 Mo V 92 A 88 ι ro
O P 97 93 94 (Jl OJ
0 ,OO7 0,74 1,62. 34,98 24, 15 «co, oi o, 96 95 I cn
Nr. 0 ,006 O,66 1,45 0,012 35,23 24, 26 <0,01 00 00
O
Erfindungs-
geinäße
Stähle
0 ,011 1,52 1,54 0,013 Zusammensetzung (%) 24,14 2O, 02 <P,01 o, 99 86
A- 1 0 ,O12 1,62 1,53 0,013 Cu 24,71 20, 93 <P,O1 2, 12
A- 2 0 ,012 2,O2 1,56 0,015 16,14 18, 79 <0,01 o. 01 75
A- 3 0 ,009 2,14 1,54 0,012 <o,oi 16,09 17, 06 <0,01 2, 01
A- 4 O ,011 1,69 1,23 0,015 «0,01 24,8O 24, 02 <0,01 KO, 91 O1 97
A- 5 0 f008 2,39 1,22 O,OO9 <O,O1 24,85 25, 12 <0,01 *\0, 12 o,
A- 6 0 ,Oil 2,19 1,59 0,014 <ro,oi 25,52 25, 18 <O,O1 01 o,
A- 7 O ,OO9 2,17 1,54 0,016 <o,oi 24,75 20, 13 <0,01 2, 08
A- 8 O ,OO9 2,33 l,5O 0,011 <0,01 24,90 25, 98 <b,oi <o, 23 o,
A- 9 0 ,Oil 2,14 1,53 0,013 <0,01 34,58 25, 13 2,17 2, 16
A-IO 0 ,OO7 2,29 1,57 0,014 <0,01 35,39 24, 15 <0,01 2, 32 o,
A-Il ,OO8 2,19 1,52 0,012 <0,01 24,58 2O, 2,23 2,
A-12 ,O15 2,O3 1,45 O,OO9 <b,oi 16,27 18, <o,oi 1, O,
A-13 O,O13 2,15
A-14 <O,O1
A-15 <O,O1
0,89
2,16
Tabelle 1 (Fortsetzuna)
Chemische Zusammensetzung (%)
Nr.
Si
Mn
Cu
Ni
Mo
Vergleichs-
stähle
O,O12 0,07 1,44 0,014 <0,01 34,63 24,61 <Ό,οι
A-16 0,013 1,51 1,40 0,011 <O,O1 24,42 20,47 <0,01
A-17 0,017 2,72 1,34 0,013 <O,O1 16,09 18,03 <0,01
A-18 0,07 0,58 1,28 0,015 <0,01 34,72 24,49 <Ό,οι
A-19 O,O7 1,47 1,36 0,013 <0,01 24,95 19,69 <Ö,01
A-20 0,08 2,65 1,46 0,012 <0,01 16,11 17,75 <o,oi
A-21 0,018 2,21 1,36 0,034 <0,01 24,62 19,74 <0,01
A-22
0,98
1,89
0,95
Inconel 0 .03 O. 28 O, 19 0,005 O ,01 75 .24 15. 63 O ,01 <0 .01
A-23 0 .05 0. 62 1, 22 0.023 0 ,06 33 ,05 21. 12 0 ,01 <o .01
Incolov
A-24
Handelsübliche austenitische nichtrostende Stähle
A-25 A-26
0,06 .2.J.26..
O,65 O, 54
1,78
1,66
0,025
ΛΟ23
0,07 0,03
9,25 13,30
18,65
16, 5O
0,06
2,14
A-27 A-28
0,06 0,60 1,75 0,022 0,07 11,10 17,5O 0,06 Tl 0,44
0,05 0,66 1,69 O,024 0,07 11,70 17,60 0,07 NbO
Die in der Tabelle 1 angegebenen Prüflinge wurden lösungsgeglüht und gegebenenfalls sensibilisiert. Nch dem Lösungsglühen wurden die Prüflinge A-I bis A-22 nach dem Erhitzen auf 1150° C, A-23 nach dem Erhitzen auf 920° C, A-24 nach dem Erhitzen auf 1150° C und A-25 nach dem Erhitzen auf 1100° C mit Wasser gekühlt. Die zu sensibilisierenden Prüflinge wurden 5 Stunden lang auf 677° C erhitzt und dann in Luft gekühlt. Die Prüflinge wurden auf Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit bei 300 C in einer Umgebung Von Wasser oder Dampf bei einer hohen Temperatur und unter einem hohen Druck geprüft, wobei das Wasser bzw. der Dampf Chlorionen enthielt (550 ppm Cl, zugesetzt als NaCl) und (bei Zimmertemperatur) mit gelöstem Sauerstoff gesättigt war. Zur Aufrechterhaltung der Prüfbedingungen wurde die Lösung jeweils nach 1OO Stunden erneuert. In diesem Zeitpunkt wurde die Rißbildung kontrolliert. Die Prüfung wurde bis zu 1000 Stunden lang fortgesetzt, wenn keine Rißbildung beobachtet wurde. (Es wurden jeweils zwei Prüflinge plattiert und auf einem Dorn mit einem Radius von 7,5 ram in eine Doppel-U-Form gebogen.) Das Ergebnis ist in der Tabelle 2 angegeben.
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- 8 KR Phase zur Rißbildung (Stunden) KR Dampfphase KR Sensi-
bilisiert
KR
Il Il Lösungs
geglüht
Il Il
Tabelle 2 It Sensi-
bilisiert
Il Il KR Il
Auswertung Il Il KR Il Il Il
Phase Zeit bis Il KR Il Il Il Il Il
Wärmebehandlung Flüssige Il Il Il Il Il Il Il
Erfindungs
gemäße
Stähle
Lösungs
geglüht
Il Il Il Il Il Il Il
A- 1 Il Il Il Il Il Il Il
A- 2 KR Il Il Il Il Il Il Il
A- 3 Il Il Il Il Il Il Il Il
A- 4 Il Il Il Il Il Il Il Il
A- 5 Il Il Il Il Il It Il Il
A- 6 Il Il Il Il Il Il Il Il
A- 7 Il Il Il It Il Il It Il
A- 8 Il Il Il Il Il It Il Il
A- 9 Il Il Il It
A-IO Il M Il Il
A-Il Il Il Il
A-12 Il Il
A-13 Il
A-14 Il
A-15 Il
Il
10988Λ/1344
— 9 —
Tabelle 2 (Fortsetzung)
Auswertung Flüssige Zeit bis zur Rißbildung (Stunden) Sensi-
bilisiert
Phase Lösungs
geglüht
Phase Dampfphase
Wärmebehandlung Sensi-
bilisiert
Lösungs
geglüht
Verqleichsstdhle 6OO 800 400 500 600 600 400 400
A-16 KR 800 5OO 600 800 900 600 600
A-17 KR KR 600 600 900 1000 600 600
A-18 600 700 300 300 500 700 3OO 200
A-19 600 800 200 200 500 600 200 100
A-20 700 700 200 100 600 400 200 300
A-21 600 4OO 300 300 500 500 300 400
A-22
Inconel KR KR 3OO 500 KR KR 500 500
A-23 500 400 200 200 500 300 200 200
Incoloy
A-24
Handelsübli ehe
austenitische
nichtrostende
Stähle
100 100 100 100 100 200 100 100
A-25 200 200 100 100 100 1OO 100 100
A-26 100 100 100 100 100 100 100 100
A-27 100 200 100 100 100 2OO 100 1OO
A-28
Anmerkung: KR besagt, daß in einer Prüfung von 1000 Stunden
keine Rißbildung auftrat.
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Als Prüflinge wurden schmale Streifen in einer Dicke von 2 mm, einer Breite von 10 mm und einer Länge von 75 mm verwendet.
Mehrere Prüflinge aus erfindungsgemäßen Stählen und Vergleichsstählen der Tabelle 1 in Form von schmalen Streifen in einer Dicke von 2 mm, einer Breite von IO mm und einer Länge von 75 mm, die jedoch nicht zu einer Doppel-U-Form gebogen worden waren, wurden ohne Ausübung von Spannungen bis zu 1000 Stunden lang unter den vorstehend genannten Bedingungen (300° C in Wasser bei hoher Temperatur und einem hohen Druck, wobei das Wasser bei Zimmertemperatur mit gelöstem Sauerstoff gesättigt war und Chlor (500 ppm Cl, zugesetzt als NaCl) enthielt) auf Korrosionsrißbeständigkeit geprüft. Das Ergebnis ist in der Tabelle 3 angegeben .
Tabelle 3 Nr. Korrosion (mg/cm )
A- 2 O, 51
A- 4 0,74
A- 6 1,22
A-12 0,14
A-14 O,1O
A-21 1,34
Wie aus der Tabelle 2 hervorgeht, zeigte sich bei den erfindungsgemäßen Stählen, die nicht nur lösungsgeglüht, sondern auch sensibilisiert worden waren, keine Rißbildung, auch nach einer Prüfung von 1000 Stunden in der flüssigen und der Dampfphase keine Rißbildung. Dagegen zeigte sich eine Rißbildung unter fast allen Bedingungen bei den Vergleichsstählen A-16 bis A-18, die weder Vanadium noch Aluminium enthielten, A-19 bis A-21, die einen hohen Kohlenstoffgehalt hatten, und A-22, der einen hohen Phosphorgehalt hatte. Das spannungsrißkorrosionsbeständigste der bekannten Materialien ist das Inconel. Es zeigt keine Rißbildung nach dem Lösungsglühen, während nach einer Sensibilisierung nach 300-5OO Stunden eine
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Rißbildung auftritt. Wenn Incoloy oder andere handelsüblichen nichtrostenden Stähle nicht nur sensibilisiert, sondern auch lösungsgeglüht sind, zeigen sie unter fast allen Prufbedingungen eine Rißbildung nach wenigen hundert Stunden.
Aus dem Versuchsergebnis gemäß der Tabelle 3 geht hervor, daß erfindungsgemäße Stähle mit einem Zusatz von Kupfer und Molybdän eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit haben.
Die chemische Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Stähle ist auf folgende Überlegungen zurückzuführen.
Der Kohlenstoffgehalt liegt unter 0,03 %, weil Kohlenstoff die Spannungsrißkorrosionsempfindlichkeit in reinem Wasser und in Chlorionen enthaltendem Wasser und Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohem Druck erhöht.
Bei einem Siliciumgehalt unter 0,2 % findet keine genügende Desoxidation statt und kann die Spannungsrißkorrosion in Anwesenheit von Vanadium und Aluminium nicht verhindert werden. Ein Siliciumgehalt über 4 % beeinträchtigt die Schweißbarkeit und Verarbeitbarkeit.
Bei einem Mangangehalt unter 0#l % treten Schwierigkeiten hinsichtlich der Desoxidation und der Warmverformung auf. Bei einem Mangangehalt über 3 % wird die Herstellung und Verarbeitung des Stahls schwierig.
Stähle mit einem Nickelgehalt unter 12 % haben ein unstabiles Austenitgefüge und eine geringe Korrosionsbeständigkeit. Es muß mindestens so viel Nickel vorhanden sein, daß ein Gleichgewicht mit den ferritbildenden Elementen Chrom und Silicium aufrechterhalten wird. Mit dem Nickelgehalt nimmt auch die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit zu. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen soll der Nickelgehalt jedoch 45 % nicht überschreiten.
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Chrom erhöht die Korrosionsbeständigkeit, die bei einem Chrom™ gehalt unter 15 % nur gering ist. Stähle mit einem Cliromgehalt über 35 % können nur schwer verarbeitet v/erden.
Der Zusatz von Vanadium und Aluminiuni zu den erfindungsgemäßen Stählen bis zu O,2 % hat im wesentlichen keinen Einfluß auf die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeitο Bei einem Zusatz von über 4 % wird die Verarbeitung erschwert« Die Gesamtmenge des Vanadiums und Aluminiums liegt im Bereich von O,2-4 %, damit bei der Verarbeitung keine Schwierigkeiten auftreten.
Die Korrosionsbeständigkeit unter sehr stark korrodierenden Bedingungen kann durch einen Zusatz von Molybdän und Kupfer erhöht werden, ohne daß dadurch die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit beeinträchtigt wird»
Durch einen Zusatz von weniger als 0»3 % Molybdän wird die Korrosionsbeständigkeit nicht merklich verändert. Durch einen Gehalt von mehr als 4,0 % Molybdän wird die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit herabgesetzt.
Durch einen Zusatz von weniger als 0,3 % Kupfer wird die Korrosionsbeständigkeit nicht merklich verändert. Durch einen Gehalt von mehr als 4,0 % Kupfer x^ird die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit herabgesetzt.
Der Zusatz von Molybdän und Kupfer zu den Stählen zwecks Erhöhung der allgemeinen Korrosionsbeständigkeit erfolgt daher vorzugsweise in einer Gesamtmenge von 0,3-4,0 %, damit die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit nicht beeinträchtigt wird.
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Claims (2)

Patentansprüche:
1. Niedriggekohlter, nichtrostender Nickel-Chrom-Stahl mit hoher Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß er weniger als 0,03 % Kohlenstoff, 0,2-4 % Silicium, 0,1-3 % Mangan, 12-45 % Nickel, 15-35 % Chrom und insgesamt 0,2-4 % Vanadium und/oder Aluminium, Rest im wesentlichen Eisen, enthält.
2. Nichtrostender Nickel-Chrom-Stahl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er weniger als O,O3 % Kohlenstoff, 0,2-4 % Silicium, 0,1-3 % Mangan, 12-45 % Nickel, 15-35 % Chrom, insgesamt 0,2-4 % Vanadium und/oder Aluminium und insgesamt 0,3-4 % Kupfer und Molybdän, Rest im wesentlichen Eisen, enthält.
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DE19712135180 1970-07-14 1971-07-14 Verwendung eines niedrig gekohlten, nicht rostenden nickel-chrom-stahls mit hoher spannungsrisskorrosionsbestaendigkeit Ceased DE2135180B2 (de)

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GB2204060A (en) * 1987-04-28 1988-11-02 Us Energy Copper modified austenitic stainless steel alloys with improved high temperature creep resistance

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