DE2135179A1 - Nichtrostender Nickel Chrom Stahl mit hoher Spannungsnßkorrosionsbestandigkeit - Google Patents
Nichtrostender Nickel Chrom Stahl mit hoher SpannungsnßkorrosionsbestandigkeitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen nichtrostenden Nickel-Chrom-Stahl
mit einer erhöhten Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit! insbesondere
einen Nickel-Chrom-Stahl mit einer ausgezeichneten Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit in reinem Wasser und in
Chlorionen enthaltendem Wasser oder Dampf bei hohen Temperaturen
und unter hohen Drücken.
Es sind bereits in beträchtlichem Umfange Forschungsarbeiten durchgeführt worden, die sich mit dem Vorgang und Mechanismus
der Spannungsrißkorrosion bei nichtrostenden Nickel-Chrom-Stählen befassen. Es ist bekannt, daß eine Spannungsrißkorrosion
bei nichtrostenden Nickel-Chrom-Stählen vor allem auftritt, wenn die Umgebung Chlorionen enthält. Zu den Maßnahmen zum
Verhindern der Spannungsrißkorrosion gehören das Entfernen der Restspannungen nach dem Schweißen und der spanlosen Verformung,
die Verbesserung der korrodierend wirkenden Umgebung, die Verbesserung der Konstruktion, die Herabsetzung der Rißempfindlichkeit
durch Oberflächenbehandlungen, z.B. Kugelstrahlen, die Verwendung von Nickellegierungen mit einem hohen Nickelgehalt
z.B. Inconel (Warenzeichen), usw.
Die vorstehend angegebenen Maßnahmen sind jedoch sehr kostspielig und daher unwirtschaftlich.
Andererseits besteht in der modernen Kerntechnik und chemischen Industrie ein sehr starker Bedarf nach nichtrostenden Stählen
mit einer hohen Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit.
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Aufgabe der Erfindung besteht daher in der - Schaffung eines
nichtrostenden Niekel-Chrom-Stahls, der aufgrund seiner chemischen
Zusammensetzung eine hohe Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit hat.
Lösung zum Prüfen der Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit von nichtrostenden Nickel-Chrom-Stählen hat man bisher im allgemeinen
eine kochende Lösung von Magnesiumchlorid (MgCl?) verwendet.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß in diesem Fall andere Korrosionsbedingungen herrschen als in Wasser oder Dampf bei hohen Temperaturen
und unter hohen Drücken und daß auch die Rißbildung in diesen beiden Fällen verschieden ist.
Die kochende Magnesiumchloridlösung stellt eine sehr stark korrodierend
wirkende Umgabung dar, die in den meisten Fällen nur zur Bildung von Kornquerrissen führt. Wasser und Dampf bei hohen
Temperaturen und unter hohen Drücken bilden eine Umgebung, die nicht so stark korrodierend wirkt wie kochende Magnesiumchloridlösung,
sondern im allgemeinen zu einer Passivierung führt, so daß nicht nur Kornquerrisse, sondern auch Korngrenzenrisse
auftreten»
Der Mechanismus der Korngrenzenrißkorrosion unterscheidet sich von dem der Kornquerrißkorrosion. Die Korngrenzenrißkorrosion
ist auf das Vorhandensein von mechanischen Spannungen zurückzuführen
.
Es hat sich gezeigt, daß der Vorgang der Spannungsrißkorrosion in Wasser oder Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohen
Drücken nicht durch die Ergebnisse von Versuchen erklärt werden kann, in denen in der bisher üblichen Weise eine kochende Magnesiumchloridlösung
verwendet wurde.
Die Erfinder haben zur Untersuchung der Spannungsrißkorrosion des Nickel-Chrom-Stahls Versuche mit Hilfe von reinem Wasser
und Chlorionen enthaltendem Wasser und Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohen Drücken durchgeführt. Die Ergebnisse
1 ö 9 8 8 7 / 1 1 Ö δ
dieser Versuche zeigen, daß die Neigung des Nickel-Chrom-Stahls
sur Spannungsrißkorrosion stark abhängig ist von dem Gehalt an in dem Stahl in fester Lösung befindlichem Kohlenstoff. Diese
Erscheinung kann bei Versuchen mit kochender Magnesiumchloridiösung nicht beobachtet werden.
Die Erfinder haben ferner entdeckt, daß durch Zusatz von Vanadium (V) und/oder Aluminium (Al) die Spannungskorrosionsrißbeständigkeit
in einer von Wasser oder Dampf bei hohen Temperaturen und unter hohem Druck gebildeten Umgebung beträchtlich
erhöht wird. Silicium (Si) erhöht die Kornquerrißbeständigkeit, trägt aber nicht in so hohem Maße zur Korngrenzenrißbeständigkeit
bei. Es hat sich auch gezeigt, daß ohne Beeinträchtigung der Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit die allgemeine
Korrosionsbeständigkeit erhöht wird, wenn man zu derartigen nichtrostenden Stählen Molybdän (Mo) und/oder Kupfer
(Cu) in einem bestimmten Gehaltsbereich zusetzt.
Es wurde somit erkannt, daß es zur Verhinderung der Spannungsrißkorrosion
in Nickel-Chrom-Stählen notwendig ist, den Kohlenstoffgehalt des Stahls zu begrenzen und Vanadium und/oder
Aluminium zuzusetzen. Es hat sich ferner gezeigt, daß durch den Zusatz von Molybdän und/oder Kupfer in einem bestimmten
Gehaltsbereich die Korrosionsbeständigkeit erhöht wird, ohne daß die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit herabgesetzt wird.
Dabei hat es sich jedoch gezeigt, daß die industrielle Massenproduktion
von derartig niedriggekohlten, nichtrostenden Nickel Chrom-Stählen schwierig ist und zur leichteren Massenproduktion
die chemische Zusammensetzung derartiger nichtrostender Stähle verändert werden muß.
Bei den von den Erfindern in dieser Richtung durchgeführten
Forschungsarbeiten haben die Erfinder erkannt, daß man nichtrostende Stähle mit einer ausgezeichneten Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit
selbst bei einem auf 0,03-0,12 % erhöhten Kohlenstoffgehalt erhalten kann, wenn man Stählen dieser Art
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sins oder mindestens swei der Elemente Titan (Ti), Mob (Eh)3
Zirkonium fZr) und Wolfram (W) zusetzt« und zwar in einem Geaaltsbereicli
von 5 . iC%) bis 1 % Titan,, 7 . (G%) bis 1 %
Hiob,, ? . (C%) bis 1 % Zirkonium baw. 5 . fC%) bis 2 % Wolfram.
Die auf diesen neuen Erkenntnissen beruhende Erfindung betrifft
KTiekel-ChrOHi-Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt im Bereich von
0,03-0,12 %, einem Siliciumgehalt im Bereich-von 0,2-4 %, einem
Zusatz von Vanadium und/oder Aluminium im Bereich von 0,2-0,4 %
und einem Zusatz von einem oder mindestens zwei der Elemente Titan im Bereich von 5 . (C%) bis i %,Niob im Bereich von
7 . (C%) bis 1 %, Zirkonium im Bereich von 7 . (C%) bis 1 %
und Wolfram im Bereich von 5 . (C%) bis 2 % zwecks Erhöhung der Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit« sowie einem Zusatz von
Molybdän und/oder Kupfer im Bereich von 0,3-4,0 % zwecks Erhöhung
der Korrosionsbeständigkeit ohne Herabsetzung der Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit.
Die erfindungsgemäßen nichtrostenden Nickel-Chrom-Stähle gemäß
der Erfindung enthalten 0,03-0,12 % Kohlenstoff, 0,2-4 %
Silicium,, O„l~3 % Siangan, 12-45 % Nickel, 15-35 % Chrom,
0,2-0,4 % Vanadium und/oder Aluminium, eins, zwei oder mehrere
der Elemente Titan, Niob, Zirkonium und Wolfram, und zwar Titan in einem Gehalt von 5 . (C%) bis 1 %, Niob in einem Gehalt von
7 β (C%) bis i %, Zirkonium in einem Gehalt von 7 . (C%) bis
1 % und Wolfram in einem Gehalt von 5 . (C96) bis 2 %, wobei die
Gesamtmenge der Elemente Titan, Niob, Zirkonium und Wolfram 0,3-2 % beträgt, sowie gegebenenfalls Kupfer und/oder Molybdän
in einer Gesamtmenge von 0,3-4 %, Rest im wesentlichen Eisen.
Ausführungsbeispiele der nichtrostenden Stähle gemäß der Erfindung
werden nachstehend erläutert.
Es wurden die in der Tabelle angeführten Stähle und Nickel-Chrom-Legierungen
hergestellt und auf Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit geprüft.
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| C | O4 | 2 | 3i | 1 | Mn | 0 | P | C h | e m | Ol | Tabelle | c ] | a e | 1 | A | η | a 1 | ,01 | Y s | e | (S | ,92 | Ti | 32 | • | 52 | 78 | |
| O4 | 2 | 1 | O | Cu | Ol | i s | Cr | Mo | ,01 | V | j | ,83 | 32 1,11 | 28 O,35 | ||||||||||||||
| Nr. | O, | O5 | 2 | ,16 | 1 | ,54 | 0 | ,O13 | Ol | Ni | ,01 | ,OO | O, | Nb W Zr | l,O2 , | |||||||||||||
| Erfin dungs gemäße Stähle |
O, | O5 | 2 | ,10 | 1 | ,53 | O | ,O16 | O, | Ol | 08 | 20, | 07 | O | ,01 | o, | 93 | ,85 | 15 | 49 οι | 72 | |||||||
| A- 1 | O, | 04 | 2 | ,40 | 1 | ,26 | O | ,015 | o, | Ol | 25, | 90 | 20, | 28 | O | ,01 | 2, | 13 | « | 55 | ||||||||
| A- 2 | O, | 04 | 2 | ,72 | 1 | ,54 | 0 | ,015 | o, | Ol | 24, | 02 | 19, | 89 | O | ,Ol | 2, | 03 | ,02 | O, | 33 | O, | ||||||
| A- 3 | O, | O6 | 1 | ,51 | 1 | ,55 | O | ,O13 | o, | Ol | 25, | 63 | 18, | 02 | O | ,01 | 2, | 07 | O, | |||||||||
| A- 4 | Oi | O5 | 1 | ,43 | 1 | ,36 | O | ,Oil | O, | Ol | 16, | 40 | 18, | 15 | O | ,01 | O, | 97 | O, | |||||||||
| A- 5 | O, | 05 | 1 | ,66 | 1 | ,51 | O | ,O16 | O, | Ol | 16, | 11 | 24, | 88 | O | ,01 | O, | Ol | O | 44 | o, | |||||||
| A- 6 | o, | O6 | 2 | ,52 | 1 | ,44 | 0 | ,014 | o, | Ol | 25, | 31 | 24, | 92 | O | ,13 | O, | Ol | O | |||||||||
| A- 7 | O, | O4 | 1 | ,36 | 1 | ,33 | O | ,012 | o. | 08 | 25, | 22 | 25, | 08 | O | ,Ol | 1, | Ol | 1 | o. | o, | |||||||
| A- 8 | O, | O4 | 1 | ,08 | 1 | ,36 | 0 | ,012 | o. | 90 | 25, | 62 | 24, | 77 | O | ,06 | O, | 97 | O | 41 | O, | |||||||
| A- 9 | O, | ,38 | ,46 | ,013 | o. | 25, | 44 | 19, | 91 | 2 | 2, | 15 | ||||||||||||||||
| A-IO | o, | ,71 | ,62 | ,008 | 2, | 25, | 82 | 24, | 63 | O | O, | Ol | 1 | o, | O, | |||||||||||||
| A-Il | O, | 24, | 55 | 24, | 82 | 2 | 1, | 96 | O, | |||||||||||||||||||
| A-12 | 25, | |||||||||||||||||||||||||||
INCONEL
INCOLOY
| 0.08 | 2.65 | 1 | .46 | TABELLE | 1 (FO | RTSETZUf | IG) | «€Q1 | |
| A-13 | 0.07 | ■ 1.47 | 1 | .36 | 0.012 | -0.01 | 16.11 | 17.75 | <0.01 |
| A-U | 0.06 | 2.16 | 1 | .31 | 0.013 | -0.01 | 24.95 | 19.69 | -0.01 |
| A-15 | 0.06 | 2.29 | 1 | ;35 | 0.015 | -0.01 | 16.26 | 1.03 | -0.01 |
| A-16 | 0.04 | 1.84 | 1 | .41 | 0.013 | -0.01 | 16.52 | 17.55 | -0.01 |
| A-17 | 0.05 | 1.96 | 1 | .62 | 0.012 | -0.01 | 24.81 | 20.52 | -0.01 |
| A-18 | 0.010 | -0.01 | 25.01 | 19 .88 | |||||
OJ!
1.15
0.90
1.1
1.22
A-19 0.03 0.28 0.19 0.005 0.01 75.24 15.63 0.01
A-20 0.05 0.62 1.22 0.023 0.06 33.05
0.01 -0.
| A-21 | 0.06 | 0.65 | 1.78 | 0.025 | 0.07 | 9.25 | 18.65 | 0.06 <■ | • | ■ | |
| HANDELSÜBLICHE | A-22 | 0.06 | 0.54 | 1.66 | 0.023 | 0.23 | 13.30 | 16.50 | 2.U | ||
| AUSTENITISCHE | A-23 | 0.06 | 0.60 | 1.75 | 0.022 | 0.07 | 11.10 | 1750 | 0.06 O. U | ||
|
NICHTROSTENDE
STÄHLE |
A-24 | 0.05 | 0.66 | 1.69 | 0.024 | 0.07 | 11.70 | 17.60 | 0.07 ' 0.71 | ||
Die in der Tabelle 1 angegebenen Prüflinge wurden lösungsgeglüht
und gegebenenfalls sensibilisiert. Nach dem Lösungsglühen wurden die Prüflinge A-I bis A-18 nach dem Erhitzen auf 1150° C1 A-19
nach dem Erhitzen auf 920° G, A-2O nach dem Erhitzen auf 115O° C
und A-21 bis A-24 nach dem Erhitzen auf 1100° C mit Wasser gekühlt.
Die zu sensibilisierenden Prüflinge wurden 5 Stunden lang auf 677° C erhitzt und dann in Luft gekühlt.
Als Prüflinge wurden schmale Streifen verwendet, die eine Dicke
von 2 mmf eine Breite von 10 mm und eine Länge von 75 mm hatten.
Die Prüflinge wurden auf Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit bei 300° C in einer Umgebung von Wasser oder Dampf bei einer
hohen Temperatur und unter einem hohen Druck geprüft, wobei das Wasser bzw. der Dampf Chlorionen enthielt (550 ppm Cl, zugesetzt
als NaCl) und (bei Zimmertemperatur) mit gelöstem Sauerstoff gesättigt war. Zur Aufrechterhaltung der Prüfbedingungen wurde
die Lösung jeweils nach 1OO Stunden erneuert. In diesem Zeitpunkt wurde die Rißbildung kontrolliert. Die Prüfung wurde bis
zu lOOO Stunden lang fortgesetzt, wenn keine Rißbildung beobachtet
wurde. (Es wurden jeweils zwei Prüflinge plattiert und auf einem Dorn mit einem Radius von 7,5 mm in eine Doppel-U-Form
gebogen.) Das Ergebnis ist in der Tabelle 2 angegeben.
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Fmswestnng
Zeit bis zur Rißbildung (Stunden)
Phase
Flüssige Phase
Wärmebehandlung Lösung©- Sensi-
geglüht bilisiert Losungs- Sensigeglüht
■ bilisiert
Exfindungs· gemäße
Stähle
A- 1 Ä- 2 ä- 3
Ä» 4
| KR | KR | KR | KR | KR | KR | KR |
| «1 | Il | η | Il | 11 | Il | Il |
| II | ts | Il | IS | It | 91 | Il |
| II | H | Il | Il | Il | Il | SI |
A- 6 A- 7 &- 8 SS co Q
Ä-ll A-12
109887/1106
Tabelle 2 (Fortsetzung)
| Zeit bis | 700 | Sensi- bilisiert |
100 | zur Rißbilduncr (Stunden) | 400 | Sensi- bilisiert |
300 | |
| Auswertung | Flüssige Phase | 800 | 200 | 600 | 100 | |||
| Phase | Lösungs- geglüht |
800 | 200 | 200 | Dampfphase | 800 | 200 | 300 |
| Wärmebehandlung | 900 | 2OO | 100 | Lösungs- geglüht |
500 | 200 | 100 | |
| Vergleichs stähle |
700 | 700 | 200 | 500 | 900 | 100 | 400 | |
| A-13 | 600 | 800 | 200 | 700 | 600 | 700 | 200 | 700 |
| A-14 | 700 | 400 | 500 | 600 | ||||
| A-15 | 600 | KR | 600 | 500 | 8OO | KR | 500 | 500 |
| A-16 | 500 | 700 | ||||||
| A-17 | 400 | 400 | 300 | 200 | 500 | 300 | 500 | 200 |
| A-18 | 600 | |||||||
| Inconel | KR | 1OO | 200 | 100 | 200 | 200 | 100 | |
| A-19 | 200 | 100 | KR | 100 | 1OO | |||
| Incolov | 500 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | |
| A-20 | 200 | 100 | 100 | 500 | 200 | 100 | 100 | |
| Hände1sübliehe austenitische nichtrostende Stähle |
1OO | 100 | 100 | |||||
| A-21 | 2OO | 100 | 100 | 100 | ||||
| A-22 | 1OO | 100 | ||||||
| A-23 | 100 | 100 | ||||||
| A-24 | 100 | |||||||
Anmerkung: KR besagt, daß bei einer Prüfung von 1000 Stunden keine Rißbildung auftrat.
109887/118Ö
i-2©lirsrs Prüflinge &ns erfinduragsgsmäßen Stählen und Vergleichsstäfelsn
der Tabelle 1 in For® von schmalen Streifen in einer
Dick© ?on 2 Mn, einer Breite von 10 ram und einer Länge von 75 iams
Sie jsdoefe nicht su einer Doppsi-U-Forra gebogen worden waren(
ssn ohne Ausübung -von Spannungen bis zu 1000 Stunden lang
ranter den vorstehend genannten Bedingtingen (300° C in Wasssr bei
hoher Temperatur und einem hohen Druck, t'/obei das Wasser bsi
Simraertemperatm: mit gelöstem Sauerstoff gesättigt war und Chlor
C500 ppm CIi sugesetst als-NaCl) enthielt) auf Korrosionsbestän
digkeit geprüft» Das Ergebnis ist in der Tabelle 3 angegeben.
| Nr. | Korrosion (mcr/cm ) |
| A- 2 | 0,45 |
| A- 4 | 0,92 |
| A-IO | 0,11 |
| A-12 | 0ä08 |
| A-14 | 0,76 |
Wie aus der Tabelle 2 hervorgeht, zeigte sich bei den erfindungsgemäßen Stählen, die nicht nur lösungsgeglüht, sondern
auch sensibilisiert worden waren, auch nach einer Prüfung von 1000 Standen in der flüssigen und der Dampfphase keine Rißbildung ο Dagegen zeigte sich eine Rißbildung bei allen Stählen
Ä-13 bis Ä-18, die überhaupt kein Titan, Niob, Zirkonium oder
Wolfram oder ungenügende Mengen dieser Elemente enthielten.
Das spannusigsrißkorrosionsbeständigste der bekannten Materialien
ist das Inconel. Es zeigt keine Rißbildung nach dem Lösungsglühen ι während nach einer Sensibilisierung nach 300-500 Stunden
eine Rißbildung auftritt. Wenn Incoloy oder andere handelsüblichen nichtrostenden Stähle nicht nur sensibilisiert, sondern
auch lösungsgeglüht sind, zeigen sie unter fast allen Prüfbedingungen eine Rißbildung nach wenigen hundert Stunden.
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- Ae-44
Aus dem Versuchsergebnis gemäß der Tabelle 3 geht hervor, daß erfindungsgemäße Stähle mit einem Zusatz von Kupfer und Molybdän
eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit haben.
Die chemische Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Stähle ist
auf folgende Überlegungen zurückzuführen.
Bei einem Kohlenstoffgehalt über 0,12 % nimmt die Empfindlichkeit gegenüber der Korngrenzenkorrosion zu und ist zum Lösungsglühen
eine höhere Temperatur erforderlich, so daß das Produkt eine Oxidation und ein Kornwachstum erfährt. Wenn man den Stählen
nicht eins, zwei oder mehrere der Elemente Titan, Niob, Zirkonium und Wolfram zusetzt, tritt eine Spannungsrißkorrosion auf,
wie sie in dem Ausführungsbeispiel angegeben ist. Bei einem Kohlenstoffgehalt unter 0,03 % wird die Herstellung des Stahls
unwirtschaftlich.
Bei einem Siliciumgehalt unter 0,2 % findet keine genügende
Desoxidation statt und kann die Spannungsrißkorrosion in Anwesenheit von Vanadium und Aluminium nicht verhindert werden. Ein
Siliciumgehalt über 4 % beeinträchtigt die Schweißbarkeit und Verarbeitbarkeit.
Stähle mit einem Nickelgehalt unter 12 % haben ein unstabiles
Austenitgefüge und eine geringe Korrosionsbeständigkeit. Es muß mindestens so viel Nickel vorhanden sein, daß ein Gleichgewicht
mit den ferritbildenden Elementen Chrom und Silicium aufrechterhalten wird. Mit dem Nickelgehalt nimmt auch die Spannungsrxßkorrosionsbeständigkeit
zu. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen soll der Nickelgehalt jedoch 45 % nicht überschreiten.
Chrom erhöht die Korrosionsbeständigkeit, die bei einem Chromgehalt
unter 15 % nur gering ist. Stähle mit einem Chromgehalt über 35 % können nur schwer verarbeitet werden.
109887/1186
ORIGINAL INSPECTED
£, SoO I ι ν»
Bei einem Msngangehalt unter ©„I % treten Schwierigkeiten hinsichtlich
der Desoxidation und der Warmverformung auf» Bei einem
Mangang©hait übsr 3 % wird di® Herstellung und Verarbeitung des
Stahls schwierig.
Ser Zusats von Vanadium und Aluminium zu den erfindungsgemaßen
Stählen bis zu O92 % hat im wesentlichen Iceinen Einfluß auf die
Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit«. Bei einem Zusatz von über
4 % wird die Verarbeitung erschwerte Die Gesamtmenge des
Vanadiums und Aluminiums liegt im Bereich von 0,2-4 fo, damit
bsi der Verarbeitung !seine Schwierigkeiten auftreten,
En Stählen mit einem Kohlenstoffgehalt von 0^03-0^12 % muß Titan,
niob* Zirkonium oder ?7olficam zugesetzt werden, damit die
Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit nicht durch den Kohlenstoffgehalt beeinträchtigt wird«, Der Zusatz beträgt bei Titan
5 . (C%) bis 1 %, bei Niob 7 . (C%) bis 1 %, bei Zirkonium
7 . (G%) bis 1 % und bei Wolfram 5 „ (C%) bis 2 %. Von diesen
Elementen wird eins oder werden zi^ei oder mehrere in einer Gesamtmenge
von 0,3-2 % zugesetzt« Wie aus dem Äusführungsbsispiei
deutlich hervorgeht, wird durch einen Zusatz in einer Menge unterhalb dieser Mindestmengen der nachteilige Einfluß des Kohlenstoffs
auf die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit nicht herabgesetzte Ein Zusatz dieser Elemente in einer Menge von mehr als
2 % ist nachteilige
Die . Korrosionsbeständigkeit unter sehr stark korrodierenden Bedingungen
kann durch einen Zusatz von Molybdän und Kupfer erhöht werden, ohne daß dadurch die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit
beeinträchtigt wird.
Durch einen Zusatz von Kupfer und Molybdän in einer Menge von
unter 0,3 % wird die Korrosionsbeständigkeit nicht merklich verändert.
Durch einen Gehalt von mehr als 4,0 % Molybdän und Kupfer wird die Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit herabgesetzt.
109887/1186
Der Zusatz von Molybdän und Kupfer zu den Stählen zwecks Erhöhung der allgemeinen Korrosionsbeständigkeit erfolgt daher
vorzugsweise in einer Gesamtmenge von 0#3-4,0 %, damit die
Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit nicht beeinträchtigt wird.
109887/1188
Claims (1)
- Patentansprüche sNichtrostender Nickel-Chröm-Stahl mit einer ausgezeichneten Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß er 0,03-0,12'% Kohlenstoff» 0,2-4 % Silicium, 0,1-3 % Mangan, 12-45 % Makel, 15-35 % Chrom, O,2-O,4 % Vanadium und/oder Aluminium und mindestens eins oder zwei oder mehrere der Elemente Titan, Niob, Zirkonium und Wolfram in einer Menge von 5 . (C%) bis 1 % Titan, 7 . (C%) bis· 1 % Niob, 7 . (C%) bis 1 % Zirkonium bzw. 5 . (C%) bis 2 % Wolfram bzw. in einer Gesamtmenge von 0,3-2 %, Rest im wesentlichen Eisen, enthält.Nichtrostender Nickel-Chrom-Stahl mit einer ausgezeichneten Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß er 0,03-0,12 % Kohlenstoff, 0,2-4 % Silicium, 0,1-3 % Mangan, 12-45 % Nickel, 15-35 % Chrom, O,2-0,4 % Vanadium und/oder Aluminium, mindestens eins oder zwei oder mehrere der Elemente Titan, Niob, Zirkonium und Wolfram in einer . Menge von 5 . (C%) bis 2 % Titan, 7 . (C%) bis 1 % Niob, 7 . (C%) bis 1 % Zirkonium bzw. 5 . (C%) bis 2 % Wolfram bzw. in einer Gesamtmenge von 0,3-2 %, und insgesamt 0,3-4 % Kupfer und/oder Molybdän, Rest im wesentlichen Eisen, enthält.109887/1186
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6246470 | 1970-07-14 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| GB (1) | GB1361055A (de) |
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|---|---|---|---|---|
| US4063934A (en) * | 1975-12-02 | 1977-12-20 | Acieries Du Manoir Pompey | Heat resisting nickel-chromium alloy having high resistance to oxidation, carburization and creep at high temperatures |
| DE3221833A1 (de) * | 1981-06-10 | 1982-12-30 | Sumitomo Metal Industries, Ltd., Osaka | Legierung, insbesondere zur herstellung von hochbelastbaren verrohrungen von tiefbohrungen oder dergleichen |
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| DE3223457A1 (de) * | 1981-06-24 | 1983-01-27 | Sumitomo Metal Industries, Ltd., Osaka | Legierung, insbesondere zur herstellung von hochbelastbaren verrohrungen von tiefbohrungen oder dergleichen |
| DE3300392A1 (de) * | 1982-01-08 | 1983-07-21 | Japan Atomic Energy Research Institute, Tokyo | Austenitischer nichtrostender stahl von ueberaus hoher temperaturbestaendigkeit |
Families Citing this family (8)
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| US4050928A (en) * | 1976-02-17 | 1977-09-27 | The International Nickel Company, Inc. | Corrosion-resistant matrix-strengthened alloy |
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| JPS56139616A (en) * | 1980-04-02 | 1981-10-31 | Sumitomo Chem Co Ltd | Surface detect improving method of steel plate for concentrated nitric acid |
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| US4410489A (en) * | 1981-07-17 | 1983-10-18 | Cabot Corporation | High chromium nickel base alloys |
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-
1971
- 1971-07-13 CA CA118,145A patent/CA953947A/en not_active Expired
- 1971-07-14 GB GB3313071A patent/GB1361055A/en not_active Expired
- 1971-07-14 DE DE19712135179 patent/DE2135179B2/de not_active Ceased
- 1971-07-15 FR FR7125957A patent/FR2131169A5/fr not_active Expired
Cited By (5)
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| DE3300392A1 (de) * | 1982-01-08 | 1983-07-21 | Japan Atomic Energy Research Institute, Tokyo | Austenitischer nichtrostender stahl von ueberaus hoher temperaturbestaendigkeit |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR2131169A5 (de) | 1972-11-10 |
| GB1361055A (en) | 1974-07-24 |
| DE2135179B2 (de) | 1976-05-13 |
| CA953947A (en) | 1974-09-03 |
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