DE2133034A1 - Sattelbaum - Google Patents
SattelbaumInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68C—SADDLES; STIRRUPS
- B68C1/00—Saddling equipment for riding- or pack-animals
- B68C1/02—Saddles
- B68C1/025—Saddle-trees
Landscapes
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Description
- Sattelbaum Die Erfindung betrifft einen Sattelbaum aus Kunststoff für Reitsattel Derartige Sattelbäume sind bekannt und zum Teil bereits in Verwendung, jedoch weisen diese mehr oder weniger AlKngel auf, die diese Sattelbäume entweder nicht oder nur bedingt geeignet erscheinen lassen. Vor allem erreichen die vorbekannten Sattelbäume bisher nicht die Eigenschaften, die Sattelbäume haben sollen und die bisher nur von den üblichen lederbezogenen Stahlsattelbäumen, die bis zu einer gewissen Vollkommenheit entwickelt worden waren, erfüllt werden.
- Insbesondere sollen Sattelbäume am vorderen Ende, an dem sich die unter einem bestimmten Winkel zueinander verlaufenden Orte befinden, möglichst steif sein, damit der Reitsattel mit seinem vorderen Ende fest auf dem Pferderücken Halt findet, ohne den Widerrist zu belasten. Weiterhin soll der Sattelbaum in der Mitte elastisch sein, so daß er sich in Längsrichtung biegen läßt und wieder zurückfedert, während die Äfter-Partie des Sattels wiederum steif sein soll.
- Trotz der vielen Vorteile des alten und auch heute noch häufig gebrauchten Sattelbaums aus Federstahl hat dieser Nachteile, die vor allem herstellungsbedingt sind.
- Diese Sattelbäume müssen nach wie vor von Hand gefertigt, insbesondere geschmiedet, werden. Daraus resultiert, daß diese Sattelbäume in ihrer Form mehr oder weniger stark voneinander abweichen. Dies bedingt wiederum zusätzlichen Aufwand an Handarbeit bei der weiteren Verarbeitung des Sattelbaums wie auch bei der Herstellung des Sattels unter Verwendung dieses Sattelbaums.
- Kunststoffsattelbäume werden mittels einer Spritzgußform hergestellt und haben daher von vornherein sämtlichst die gleichen Abmessungen. Dies erleichtert die weitere Verarbeitung wesentlich.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aus Kunststoff bestehenden Sattelbäume für Reitsättel wesentlich zu verbessern, so daß sie den bisher als optimal betrachteten Sattelbäumen aus Federstahl in Bezug auf ihre allgemeinen Eigenschaften mindestens gleichwertig sind.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, an der Unterseite des Sattelbaums sich vom Kopf bis zu den Orten und im Bereich der Trachten bis zum Äfter erstreckende Quer- bzw.
- Längsrippen anzuordnen, zwischen welchen und seitlich von diesen Rippen das Sattelbaummaterial relativ dünnwandig ausgebildet ist, während dieses im Bereich der Rippen und des Äfters starkwandig gehalten ist und aus einem geschäumten, thermoplastischen Kunststoff, insbesondere aus Polypropylen, besteht.
- Vorzugsweise sind in den Bereichen starkwandigen iqaterials, insbesondere im Bereich des Äfters nach einer Seite offene, bis dicht an die gegenüberliegende Oberfläche reichende, vorzugsweise schmale Hohlräume angeordnet, die die Aufgabe haben, einerseits mit ihrcn Seitenwänden Rippen zu bilden und andererseits eine schnellere Kühlung des materials zu bewirken, um den Sattelbaum schneller aus der Form nehmen zu können und dadurch die Spritzfolge zu erhöhen.
- Soweit diese Hohlräume im starkwandigen Material des Sattelbaums zu dessen Oberseite hin offen sind, werden sie, soweit zweckmäßig, mit einer Abdeckplatte verschlossen, z.B. um zu vermeiden, daß unter dem Gewicht des Reiters das Polstermaterial in diese Hohlräume hineingedrückt wird.
- In den Figuren 1 und 2 der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung anhand eines besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels dargestellt, welches nachstehend im einzelnen näher erläutert ist.
- Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch den erz in dungsgemäß ausgebildeten Sattelbaum aus geschäumten Kunststoff; Fig. 2 einen Querschnitt durch einen der Orte im Bereich der Sturzfeder-Befestigung.
- Wie aus Fig. 1 hervorgeht ist der vordere Bereich des Sattelbaums und insbesondere dessen den Widerrist des Pferdes überspannender Kopf 11 durch die Rippe 12 so steif wie möglich ausgebildet. Die unteren Enden der Orte 13 sind im Material schwächer gehalten, um ihnen ein-e gewisse Elastizität zu geben, die zwecks besserer Anpassung des Sattels an den Pferderücken notwend-ig ist. Ebenfalls relativ steif ist der Sattelbaum im Bereich des Äfters 14 ausgebildet. Dort ist die sich von der Kopfrippe 12 bzw. den Orten 13 nach hinten erstreckende Trachtrippe 15 verbreitert, wobei zwischen den verbreiterten hinteren Rippenteilen 16 im Bereich des Äfters 14 die sich vom Kopf 11 zum Äfter 14 erstreckende Sattelkammer 18 ausgespart ist.
- In den verbreiterten Rippenteilen 16 sind schmale Hohlräume 17 angeordnet, um die Materialanhäufung in diesem Bereich zu reduzieren. Der die Sattelkammer 18 nach oben abdeckende Teil 19 des Sattelbaums ist relativ dünnwandig ausgebildet und zur Erhöhung der Elastizität in Längsrichtung mit einem oder zwei an sich bekannten Schlitzen 20 versehen.
- An der Außenseite der Orte 13 ist ein Falz 21 eingelassen, in den die Steigbügelsturzfedern eingesetzt werden, um am Sattelbaum befestigt zu werden. Um den Steigbügelsturzfedern einen besseren Halt zu geben, da auf sie ein relativ großes Moment einwirkt, ist die untere Auflagefläche 22 des Falzes 21 rechtwinklig zur Oberfläche der Orte 13 angeordnet, was bisher nicht der Fall war. Dadurch wird den Sturzfedern ein festerer Halt durch bessere Unterstützung vermittelt.
- Es ist aber auch möglich, die Sturzfedern 23 mit ihren flachen Befestigungslaschen 24 in einen in den Orten 13 befindlichen Schlitz 25 einzustecken und mittels Nieten 26 zu befestigen. Vorteilhafterweise haben die Sturzfedern 23 einen mit einem ggf. nach unten ragenden Stützarm 28, Bund 27, mit welchen sie an den Stirnseiten 29 der Orte 13 anliegen.
- Um das Sattelblatt in einfacher und zweckmäßiger Weise am Sattelbaum zu befestigen, ohne daß ein störender Wulst an der Befestigungsstelle oder dgl. entsteht, ist an der Unterseite des Sattelbaumes an den Außenkanten der Trachten ein Falz 30 vorgesehen, in dem das Sattelblatt angeschlagen wird.
- Sattelbäume in der vorstehend beschriebenen Form haben sich, wie Versuche gzeigt haben, bestens bewährt, weil sie die Vorteile der Stahlfederbäume und der Kunststoffsattelbäume aufweisen.
Claims (4)
- Ansprüche01. Sattelbaum aus Kunststo-ff-für Reitsattel mit im Bereich der Sattelkammer angeordneten Längsschlitzen, gekennzeichnet durch an der Unterseite angeordnete, sich vom Kopf (11) zu den Orten (13) und im Bereich der Trachten bis zum Äfter (14) erstreckende Quer-bzw. Längsrippen (12, 15)-, zwischen welchen und seitlich von diesen Rippen das Sattelbaummaterial relativ dünnwandig ausgebildet ist, während dieses und im Bereich der Rippen (12, 15) des Afters (1b) starkwandig gehalten ist und aus einem geschäumten Thermoplast, insbesondere Polypropylen, besteht.
- 2. Sattelbaum nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Bereichen starkwandigen Materials, insbesondere im Bereich des Äfters (14) nach einer Seite offene, bis dicht an die gegenüberliegende Oberfläche reichende, vorzugsweise schmale Hohlräume (17) angeordnet sind.
- 3. Sattelbaum nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (17) zur Oberseite des Sattelbaums offen und mittels einer Abdeckplatte verschlossen sind.
- 4. Sattelbaum nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die Orte (13) an deren Unterseite ein Falz (21) für die Aufnahme der Steigbügelsturzfedern (23) eingelassen ist, deren untere Auflagefläche (22) rechtwinklig zur Oberfläche der Orte (13) liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712133034 DE2133034C3 (de) | 1971-07-02 | Sattelbaum |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712133034 DE2133034C3 (de) | 1971-07-02 | Sattelbaum |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2133034A1 true DE2133034A1 (de) | 1973-01-18 |
| DE2133034B2 DE2133034B2 (de) | 1977-01-13 |
| DE2133034C3 DE2133034C3 (de) | 1977-09-08 |
Family
ID=
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| DE19956405C2 (de) * | 1999-11-24 | 2003-04-03 | Jochen Hennig | Sattelbaum mit elastischen Tragelementen |
| US6619019B2 (en) | 2000-03-23 | 2003-09-16 | Hammersmith Nominees Pty Ltd | Saddles |
| US6725636B2 (en) | 2002-04-12 | 2004-04-27 | Hammersmith Nominees Pty Ltd. | Saddles |
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| NL2003234C2 (nl) * | 2009-07-17 | 2011-01-18 | Hans Zuidweg Bestfit Zadelmaker | Rijzadel voor een lastdier en een zadelboom. |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2133034B2 (de) | 1977-01-13 |
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Legal Events
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |