DE2130863A1 - Fluessigkeitsantrieb eines Schusseintragmittels an einem Webstuhl - Google Patents
Fluessigkeitsantrieb eines Schusseintragmittels an einem WebstuhlInfo
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Description
Patentanwalt
3 Hannover, Abbeetr. 20
19. Juni 1971 ' · Dr.j/K.
Meine Akte: 2018
ELITEX-Zävody textilniho strojirenstvi,
generalni reditelstvi, Liberec
flüssigkeitsantrieb eines Schusseintragmittels an einem Webstuhl
Die vorliegende Erfindung betrifft einen FLüssigkeits- ,
antrieb eines Schusseintragmittels, z. B. eines Schützens ^ an einem Webstuhl, bei dem das Sohusseintragmittel durch
eine Nadel angetrieben wird, welche durch eine mit einer Kolbenpumpe zusammengedrückte Flüssigkeit in Bewegung
gerät.
Bei bekannten Ausführungen von Webstühlen wird das Sohusseintragmittel,
z. B. der Schützen, entweder mechanisch
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mit Hilfe eines Schlagarmes oder durch einen mit Pressluft
arbeitenden Kolbenmechanismus durchgeschlagen. Die
Pressluft wird in der Hegel durch eine doppeltwirkende Pumpe geliefert. Wenn das Schusseintragmittel mit Hilfe
von Pressluft durchgeschlagen wird, sind in beiderseits des Webstuhls angeordneten Arbeitszylindern Kolbenstangen
vorgesehen. Diese sind an ihrer Stirnfläche mit zweckdienlichen Ausnehmungen zur Aufnahme von Spannzangen versehen,
welche stets im gewählten Moment freigegeben werden, um die freie Bewegung der erwähnten Kolbenstangen zu
ermöglichen, auf die von der Seite her Pressluft einwirkt. In beiden Fällen ist die zugehörige Vorrichtung
kompliziert, während des Betriebes geräuschvoll und außerdem im wesentlichen instabil, was oftmals ein Stillsetzen
der Maschine zur Folge hat.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile und schafft Bedingungen für einen verläßlichen Durchschlag
des Schusseintragmittels.
Das Hauptkennzeichen der Erfindung besteht darin, daß in
beiden Endstellungen eines Schusseintragmittels je ein,
eine eingeläppte Nadel tragender Körper angeordnet ist, daß die Nadel zufolge Flüssigkeitsdruck das Schusseintragmittel
in Richtung zu dessen zweiter Randstellung in Bewegung setzt, und daß die unter Druck gesetzte Flüssigkeit
in jeden der Körper durch eine der Kolbeneinheiten einer doppeltwirkenden Pumpe gefördert wird.
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Das Wesen der Erfindung, weitere Vorteile und Merlanale des Erfindungsgegenstandes sind nachstehend anhand eines
in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles des Flüssigkeitsantriebes eines Schusseintragmittels
näher erläutert.
In einem Gehäuse 1 einer Doppelkolbenpumpe sind zwei gleiche Kolbeneinheiten gelagert, von denen jede aus
einem Kolben 2, Druckfeder 3, Kolbenheber 4 mit Rolle 5 und Nocken 6 besteht, wobei die auf einer Nockenwelle 7
befestigten Nocken 6 beider Kolbeneinheiten gegenseitig uüi 13C° verdreht sind. Im oberen Teil jedes Kolbens 2
ist eine ringförmige Eindrehung 8 vorgesehen, in die ein im Kolben durchbohrter radialer Kanal 9 mündet, welcher
mit einem axialen Kanal 10 in Verbindung steht. Ein nicht dargestellter Flüssigkeitsbehälter ist durch eine Rohrleitung
11 mit einem im Gehäuse 1 vorgesehenen Kanal 12 verbunden, welcher in einen horizontalen Kanel 13 mündet,
der über den Kolben 2 mit beiden Arbeitsräumen 14 in Verb indung st eht.
Der über jedem Kolben 2 angeordnete Arbeitsraum 14 ist durch einen Kanal 15 und eine angeschlossene Rohrleitung
16 mit einem im Körper 17 ausgebildeten Hohlraum verbunden,
wobei in jedem Körper 17 eine Nadel 18 eingeläppt ist, deren eines Ende aus dem Körper 17 herausragt.
Gegen ein erweitertes inneres Ende jeder Nadel 18 stützt sich eine auf der Nadel 18 aufgesteckte Druckfeder 19 ab.
Der Hubraum jedes Körpers 17 ist über eine auswechselbare bzw. einstellbare Drosseldüse 20 durch eine Rohr-
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leitung 21 mit der Rohrleitung 11 verbunden. Gegen das
aus dem Körper 17 herausragende Ende der Nadel 18 liegt
ein auf einer Führung 23 beweglicher Schützen 22 an. In jeder Randstellung des Schützens 22 befindet sich über
diesem eine zur Bewegungsumkehr des Schusseintragmittels dienende Vorrichtung 24.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende:
Die Nockenwelle 7 der Pumpe wird durch ein nicht dargestelltes Getriebe des Webstuhles mit einer solchen Übersetzung
angetrieben, daß sie während eines kompletten Zyklus des Stuhles eine volle Umdrehung ausführt. Sobald
bei Umdrehung der Nockenwelle 7 der Nocken 6 auf die Rolle 5 des Kolbenhebers 4 aufläuft, beginnt sich der
Kolben 2 anzuheben und die Flüssigkeit aus dem Arbeitsraum 14 zu verdrängen. In der ersten Phase des Druckhubes
entweicht die Flüssigkeit durch den abgedeckten horizontalen Kanal 13 in den nicht dargestellten Flüssigkeitsbehälter
zurück. Erst in demjenigen Moment, in welchem die Oberkante des Kolbens 2 den oberen Rand des horizontalen
Kanals 13 überdeckt, wird die Flüssigkeit aus dem Arbeitsraum 14 durch den.Kanal 15 und die Rohrleitung 16
in den Hohlraum des Körpers 17 verdrängt, wo sie mit ihrem Druck auf die Nadel 18 einwirkt. Durch den Druck der geförderten
Flüssigkeit wird die Nadel 18 gegen den Schützen 22 herausgeschleudert und dessen Bewegung verursacht. Die
FlüssigkeitsVerdrängung aus dem Arbeitsraum 14 in den
Hohlraum des Körpers 17 und demnach die Antriebsbewegung der Nadel 18 dauert solange an, bis die Oberkante der
ringförmigen Eindrehung 8 des Kolbens 2 nicht den hori-
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zontalen Kanal 13 abdeckt. Von diesem Moment an entweicht während des fortschreitenden Hubes des Kolbens 2
bis in dessen obere Totlage die durch den Kolben 2 verdrängte Flüssigkeit aus dem Arbeitsraum 14 nahezu ohne
Widerstand durch die Kanäle 10 und 9 sowie durch die ringförmige Eindrehung 8 in den horizontalen Kanal 13·
Von hier gelangt die Flüssigkeit durch den Kanal 12 und die an ihn angeschlossene Rohrleitung 11 zurück in den
nicht dargestellten Flüssigkeitsbehälter, wodurch der Flüssigkeitsdruck im Arbeitsraum 14 und auch im Hohlraum
des Körpers 17 abfällt und die Nadel 18 zum Stillstand kommt.
Im Verlauf der wirksamen FlüssigkeitsVerdrängung aus
dem Arbeitsraum 14 in den Hohlraum des Körpers 17 entweicht ein kleiner Teil der Flüssigkeit über die Drossel
düse 20 und durch die Rohrleitung 21 und 11 in den nicht
dargestellten Flüssigkeitsbehälter zurück. Die Menge der auf diese Weise durchgedrungenen Flüssigkeit ist durch
die Größe der in der Drosseldüse 20 vorgesehenen Durchfluss
ö ffnung best immt.
Bei weiterer Umdrehung der Nockenwelle 7 wird, sobald die Rolle 5 vom Hochpunkt des Nockens 6 abzugleiten beginnt,
der Kolben 2 einschließlich des Kolbenhebers 4 durch Einwirkung der vorgespannten Druckfeder 3 in Rich
tung nach unten zurückgestellt. Der sich vergrößernde Arbeitsraum 14 wird nun mit Flüssigkeit ausgefüllt, wel
ohe aus dem Hohlraum des Körpers 17 zufolge der durch die vorgespannte Druckfeder 19 hervorgerufenen Rückbe-
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wegung der Nadel 18 solange ausströmt, bis die Nadel 18
ihre Endstellung erreicht. Bei weiterer Bewegung des Kolbens 2 in Richtung nach unten wird die während des
wirksamen Druckhubes über die Drosseldüse 20 durchgedrungene Flüssigkeitsmenge nach Abdecken des horizontalen
Kanales 13 durch die obere Stirnfläche des Kolbens durch
Zufluß der Flüssigkeit aus dem nicht dargestellten Flüssigkeitsbehälter
ersetzt. Die auswechselbare bzw. einstellbare Drosseldüse 20 dient zur Einstellung des notwendigen
Hubes der Nadel 18. Dadurch, daß diese Nadel eine kleine Flüssigkeitsmenge während jeder Flüssigkeitsverdrängung in den nicht dargestellten Flüssigkeitsbehälter
zuläßt, ermöglicht sie den ständigen Austausch der zwischen Kolben 2 und Hohlraum des Körpers 17 eingeschlossenen
Flüssigkeit, was ein Erwärmen der zusammengedrückten Flüssigkeit verhindert.
Auf die beschriebene Weise erteilt die Nadel 18 dem Schusseintragmittel 22 einen solchen Impuls, daß dieses
bis in die zweite Endstellung ausläuft. Daselbst kommt es zufolge Einwirkung der Vorrichtung 24 zur Bewegungsumkehr
des Schusseintragmitteis 22. Kurz darauf setzt der Nocken
6 des zweiten Kolbens 2 diesen Kolben in Bewegung, d. h. in den Druckhub, wodurch die Nadel am entgegengesetzten
Maschinenende das Schusseintragmittel 22 in Rückbewegung
versetzt. Sobald das Schusseintragmittel 22 seine Ausgangsstellung erreicht, kommt es zufolge Einwirkung der
Vorrichtung 24 erneut zur Bewegungsumkehr des Schusseintragmittels
22. Kurz darauf versetzt der Nocken 6 den ersten Korben 2 in Gang, d. h. in den Druckhub, was zur
Folge hat, daß das Sohusseintragmittel 22 zufolge Einwirkung der Nadel 18 in die zweite Endstellung usw. zurückgeschleudert
wird.
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Claims (7)
- Pat ent ans prüche :i1. Flüssigkeitsantrieb eines Sohusseintragmitteis an einem Webstuhl,
dadurch gekennzeichnet,daß in beiden Endstellungen des Schusseintragmitteis (22) je ein, eine eingeläppte Nadel (18) tragender Körper (17) angeordnet ist, daß die Nadel (18) durch Flüssigkeitsdruck das Sohusseintragmittel (22) in Richtung auf dessen zweite Randstellung in Bewegung setzt und daß die unter Druck gesetzte Flüssigkeit in jeden der Körper (17) durch eine der Kolbeneinheiten einer Idoppeltwirkenden Pumpe gefördert wird. - 2. Flüssigkeitsantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß in jedem der Körper (17) die Nadel (18) derart gelagert ist, daß sie mit einem dem Schusseintragmittel (22) zugekehrten Ende aus dem Körper (17) herausragt, während der längere Teil dieser Nadel (18) den Hohlraum im Körper (17) passiert und eine aufgesteckte, vorgespannte Druckfeder (19) trägt, welche die Nadel (18) in der Richtung von dem Schusseintragmittel (22) wegdrückt, wobei der Hohlraum in jedem der Körper (17) durch eine Rohrleitung (16) mit der zugehörigen Kolbeneinheit der doppeltwirkenden Pumpe verbunden ist.
- 3. Flüssigkeitsantrieb nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,— 8 —1 Ü988A/ 1 137daß der Hohlraum in jedem der Körper (17) über eine auswechselbare bzw. einstellbare Drosseldüse (20) durch eine Rohrleitung (21) mit einem nicht dargestellten Flüssigkeitsbehälter verbunden ist.
- 4. Flüssigkeitsantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,daß die Kolben (2) der doppeltwirkenden Pumpe mittels auf einer Nockenwelle (7) befestigten und gegenseitig um 180 verdrehten Nocken (6) in den Verdrängungshub getrieben werden, wobei die Übersetzung zwischen der Nockenwelle (7) und einem Triebwerk des Webstuhles derart gewählt ist, daß sich die Nockenwelle (7) während eines Webstuhlzyklusses um 360° verdreht.
- 5. Flüssigkeitsantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,daß jeder der Kolben (2) im Oberteil mit einer ringförmigen Eindrehung (8) versehen ist, in die ein im Kolben (2) durchbohrter radialer Kanal (9) mündet, weloher mit einem in die obere Stirnfläche des Kolbens (2) mündenden axialen Kanal (10) in Verbindung steht.
- 6. Flüssigkeitsantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,daß der nicht dargestellte Flüssigkeitsbehälter durch eine Rohrleitung (11) mit einem im Gehäuse (1) der Doppelkolbenpumpe vorgesehenen Kanal (12) in Verbindung steht, der wiederum mit einem in den Arbeitsraum (H)- 9 109884/1 1 37beider Kolbeneiniieiten mündenden horizontalen Kanal (13) verbunden ist, wobei sich die Oberkante der ringförmigen Eindrehung (8) auf jedem der Kolben (2) in einer solchen gleichen Tiefe unter der oberen Stirnfläche des Kolbens (2) befindet, daß es bei einer Aufwärtsbewegung des Kolbens (2) zur Verbindung des horizontalen Kanals (13) mit der ringförmigen Eindrehung (8) noch vor Erreichung der oberen Totlage des Kolbens (2) kommt.
- 7. Flüssigkeitsantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 6, daduroh gekennzeichnet, Adaß der Arbeitsraum (14) jeder Kolbeneinheit durch einen Kanal (15) unmittelbar mit der Bohrleitung (16) verbunden ist, welche zum zugehörigen Körper (17) führt.109884/1137Leerseite
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