DE2129851A1 - Programmsteuereinrichtung fuer elektronisch gesteuerte maschinen - Google Patents
Programmsteuereinrichtung fuer elektronisch gesteuerte maschinenInfo
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- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
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Description
D 4082 Franz Morat GmbH, Stuttgart-Valhingen 2729851
Bei Programmsteuereinrlchtungen zur elektronischen Steuerung
von Maschinen ist es bekannt, die in Form von kurzen Rechteckoder
NadelImpulsen vorliegenden Maschinentaktimpulse den von der Programmsteuereinrichtung entwickelten Programmimpulsen derart
zu überlagern, daß die ProgrammImpulse nur zu gan« bestimmten
Zeitpunkten der Maschine zugeführt werden können (DT-AS
1 224 396).
Wenn die Programmsteuereinrichtung als Speicher anstelle eines. Lochbandes, Films oder dergleichen, dessen Antrieb mit dem Maschinenantrieb
synchronisiert ist, beispielsweise einen Kernspeicher oder ein Im Start/Stop-Betrieb betriebenes Magnetband
aufweist, dessen Informationen der Maschine direkt oder über Zwischenspeicher
zugeführt werden, dann ist es naheliegend, die oben erwähnten Maschinentaktimpulse auch für den internen Takt der
Programmsteuereinrichtung und insbesondere als Lesetaktalgnal
zu verwenden, um mit ihrer Hilfe die beim nächsten Maschinentakt benötigten Informationen aus dem Speicher auszulesen und in seinem
Auegangsregister bereitzustellen (DT-OS 2 004 194). Dies
gilt auch für den Fall, daß als Speicher ein Lochband oder Film
mit einer Schrittmotor als Antrieb verwendet wird (DT-OS 1 903 299)»
weil der Film für Jeden Maschinentakt um einen Schritt weitertransportiert
werden muß und die dem Schrittmotor zugeführten Impulse den Lesetakt impulsen entsprechen.
Die Verwendung der Maschinentaktimpulse zum Auslesen des Speichers
kann unter Umständen nachteilige Folgen haben. Durch Störungen In dem die Maschinentaktimpulse erzeugenden Generator
oder durch äußere Störungen, die sich in den relativ langen Übertragungsleitungen vom Generator zum Speicher auswirken, können
nämlich Maschinentaktimpulse simuliert werden, die zu einem Wechsel des InformatLonswortes im Ausgangsregister des Speicher*
oder zu einem vorzeitigen Weitertransport des Steuerfilms führen, obwohl der konsequent nachfolgende Maschinentakt
noch nicht erreicht bezw, durchgeführt 1st. Beim Auf-
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~2~ 212985t
treten von längeren Störsignalr-Eequenzen ergeben sich hierdurch
beträchtliche Abweichungen von der erwünschten Programm-^
folge, ohne daß es möglich wäre,, diese Abweichungen zu korrigieren oder zu einer nur vorübergehenden Störung zu machen.
Dieser Nachteil wirkt sich insbesondere bei der elektronischen Steuerung von solchen Maschinen aus, die zur Herstellung eines'
Artikels eine sehr große Anzahl von Arbeitsschritten durchführen
muss en. Werden die Maschinentaktsignale bei der Steuerung von Strickmaschinen beispielsweise durch elektromagnetische Abtastung der Stricknadeln bzw. der zwischen ihnen' befindlichen Stege erzeugt und bleibt beim Anhalten der Strickmaschine
eine Stricknadel bzw. ein Steg im unmittelbaren Bereich, des Äbtastorgans stehen oder führt der abgetastete Teil
der Strickmaschine beim Auslaufen geringfügige Pehdelbewegungen
aus, dann führen die hierdurch vom Abtastorgan vorgetäuschten Maschinentäkte zu bleibenden Musterverschiebungen
im gesamten nachfolgenden Gestrick.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, mittels der dieser Nachteil beseitigt wird und
mittels der insbesondere bleibende Abweichungen von der Programmfolge bzw. bleibende Musterverschiebungen vermieden Tszw.
die durch Störsignale verursachten Musterverschiebungen auf wenige Maschinentakte begrenzt werden können.
Ausgehend von einer Programmsteuereinrichtung für die Arbeitsorgane einer Maschine, enthaltend einen Speicher, eine Ein- '
richtung, mittels der bei jedem Maschinentakt ein neues Informationswort
zur Ansteuerung der Arbeitsorgarie aus dem Speicher
gelesen wird, und eine Einrichtung zur' Erzeugung von je einem
Lesetakt—Signal pro'Maschinentakt ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb von aufeinanderfolgenden Maschinentakt-Sequenz en mit vorgewählter Länge jedem Maschinentakt ein
vom Maschinentakt abgeleitetes, unterschiedliches Codesignal
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zugeordnet ist und daß nur dann ein Lesetakt-Signal erzeugbar
ist, wenn dieses Cpdesignal mit einem erwarteten Codesignal übereinstimmt.
Bei periodisch arbeitenden Maschinen kann jede Maschinentakt- ,
Sequenz einer vollen Periode, z.B. einer Umdrehung des Nadelzylinders einer Rundstrickmaschine, oder einem Bruchteil einer
vollen Periode, z.B. vier aufeinanderfolgenden Maschinentakten, entsprechen.
Zur Ableitung der Codesignale werden vorzugsweise mit Markierungen
versehene Einrichtungen verwendet, die im Maschinentakt abtastbar und hierfür beispielsweise an ortsfesten Abtastvorrichtungen
vorbeibewegbar sind. Zur Erzeugung von vier unterschiedlichen Markierungen genügt es, mit Hilfe von zwei versetzt
angeordneten Abtastvorrichtungen eine Reihe von Markierungen derart abzutasten, daß die beiden erhaltenen Abtastsignale
um etwa 9o gegeneinander phasenverschoben sind.
Die erwarteten Codesignale können beispielsweise durch Adressensignale,
die den im Speicher gespeicherten Informationsworten fest zugeordnet sind, oder durch Modifikation des im jeweils vorhergehenden
Maschinehtakt erzeugten Codesignals gebildet werden.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß nicht jeder beliebige Störimpuls, sondern nur ein solcher Störinpuls
zu einem Informationswechsel am Auegang des Speichere führen kann, der eine dem erwarteten Codesignal entsprechende
Pore besitzt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß selbst für
den Fall, daß ein Störsignal eine Störung des normalen Programmablaufs
verursacht hat, die eingetretene Störung durch geeignete Variation des erwarteten Codesignals in nachfolgenden Maschinentakten korrigiert werden kann.
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Die Erfindung wird im folgenden in Verbindung mit der beiliegenden
Zeichnung an Ausführungsbeispielen beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt schematisch zwei mögliche Ausführungsformen der
Erfindung.
Die Fig. 2 zeigt eine Einzelheit der zur Erzeugung der Codesignale
benötigten Einrichtung der einen Ausführungsform der
Fig. 1. ; -
Die Fig. 3 zeigt schematisch die Phasenlagen der Codesignale
und der erwarteten Codesignale.
Die Fig. 4 zeigt eine Einzelheit der einen Ausführungsform
der Fig. 1 .
Die Fig. 5 zeigt schematisch die Vorteile der erfindungsgemäßen
Programmsteuereinrichtung.
Gemäß Fig. 1 ist zur Erzeugung von Codesignalen eine Lichtschranke
vorgesehen, die eine drehbare Scheibe 11 mit am Rand
befindlichen Markierungen in Form von gleichmäßig beabstandeten Schlitzen 13 und Stegen I5 aufweist. Die Schlitze I3 und Stege
werden durch zwei nebeneinander angeordnete Abtastvorrichtungen 17»19 abgetastet, die z.B. aus je einer Lichtquelle und einer
Fotozelle bestehen, wobei Lichtquelle Und Fotozelle jeweils zu verschiedenen Seiten der Scheibe 11 angeordnet sind. Die Abtastvorrichtungen
17»19 sind auf einer (nicht gezeigten) ortsfesten
Platte verstellbar befestigt. -,_-.-
Die Scheibe 11 ist an einer drehbaren Welle 33 befestigt,
die in einem ortsfesten Teil einer Rundstrickmaschine gelagert ist und an ihrem unteren Teil ein Zahnrad 37 aufweist, das mit
einem Zahnrad 39 kämmt, welches auf einer Welle 41 sitzt, die ebenfalls in einem ortsfesten Teil der Maschine drehbar gelagert
ist und ein weiteres Zahnrad 43 trägt. Dieses Zahnrad 43 wird
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über einen spielfreien Kettenantrieb 45 und ein weiteres, auf
einer Antriebswelle 29 sitzendes Zahnrad 25 von einem-Motor 31
angetrieben, n . . " · ' . _ '
, Über ein weiteres auf der Antriebswelle 29 sitzendes
Zahnrad 27 wird vom Motor J1 außerdem ein am Nadelzylinder
35 der Bundstrickmaschine befestigtes Zahnrad 28 angetrieben.
Aufgrund dieser Antriebsverbindungen werden die Scheibe 11 und der Nadelzylinder 35 synchron zueinander gedreht. Anstelle
der Zahnräder 37» 39, 43, 25 und 27 können auch Rollen und an-.
stelle des Kettenantriebs 45 Hiemenantriebe verwendet werden,
sofern sie einen schlupffreien Antrieb gestalten.
Mit den Ausgängen der Abtastvorrichtungen 17, 19 ist ein Impuls-. former 47 zum Herstellen gleichförmiger Rechteckimpulse verbunden.
Der Abstand der Abtastvorrichtungen 17,19 ist in Fig. 2 veranschaulicht. Es ist dabei angenommen, daß die am Rand der Scheibe
11 befindlichen Schlitze 13 und Stege 15 etwa die gleiche Breite in Ualaufrichtung der Scheibe 11 besitzen und daß jeder Schlitz
13 und jeder Steg 15 in zwei in Umlaufrichtung etwa gleich breite
Abschnitte unterteilt ist, so daß die Schlitze 13 aus Schlitzabschnitten
1, 2 und die Stege 15 aus Stegabschnitten 3» 4- bestehen
und jeweils die Abschnitte 1, 2,3 und 4 in gleicher
Reihenfolge nebeneinander liegen· Unter dieser Voraussetzung sind die Abtastvorrichtungen I7, 19 so über der Scheibe 11 angeordnet,
daß bei der in Pig. 2 gezeigten Winkelstellung der Scheibe 11 die Abtastvorrichtung I7 den Abschnitt 1 eines
Schlitzes und gleichzeitig die andere Abtastvorrichtung I9
den Abschnitt 4 eines Steges abtastet. Bei Drehung der Scheibe 11 in Richtung des Pfeils P geben die Ausgänge des Iapulsfor-Bers
47 daher Impulse a_ und b_ gemäß Fig. 3 &*>, deren Breiten
der Breite eines Schlitzes I3 entsprechen, während die Pausen
zwischen zwei Impulsen die Breite eines Stegs 15 besitzen.
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Gemäß Fig. 3 sind die Impulse a. und b außerdem etwa um eine
halbe Impulsbreite zeitlich, gegeneinander versetzt. Die Werte der am Ausgang des Impulsformers 47 erscheinenden Impulse
a^ und b bilden in jedem Zeitpunkt das sogenannte Codesignal.
Die Ausgänge des Impulsformers 4-7 sind mit den beiden Eingängen
eines Komparators 48 verbunden. An zwei weitere Eingänge
des Komparators 48 sind die beiden Ausgänge eines . Zählers 49 verbunden, von dem das sogenannte erwartete Codesignal _ar, b_*zugeführt wird. Bei Übereinstimmung des vom
Impulsformer 47 zugeführten Codesignals a_, b_ mit dem vom
Zähler 49 zugeführten erwarteten .Codesignal a.J begibt der
Komparator ein Ausgangssignal ab, das einerseits dem Takteingang
des Zählers 49 und andererseits als Lesetaktsignal
einer Programmsteuereinrichtung 5o zugeführt wird...
Die Programmsteuereinrichtung 5o besitzt eine Mehrzahl von '
Ausgängen, die über UND-Glieder 97 mit äen Arbeitsorganen
der zu steuernden Maschine verbunden sind. Gemäß Fig. 1 bestehen die Arbeitsorgane z.B. aus den zur Nadeläuswahl benötigtenElektromagnetsystemen
^A der Rundstrickmaschine, wobei die Stricknadeln an den Stellen 95 des Nadelzylinders
angedeutet sind. Die Stricknadeln bzw. die zwischen ihnen befindlichen
Stege werden durch einen elektromagnetischen Generator 93 abgetastet, dessen Ausgangssignale durch einen Impulsformer
99 in rechteckförmige Maschinentaktsignale umgewandelt
und an die zweiten Eingänge der UND-Glieder '97 weitergeleitet werden. Auf diese Weise werden die im Ausgang-sregister
der Programmsteuereinrichtung z.B. statisch bereitstehenden Informations wo rte in Form von Programmimpulsen dann '
und nur dann den Elektromagnetsystemen 51 zugeführt, wenn ein
Maschinentaktimpuls erscheint. ' ,
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Die Programmsteuereinrichtung 5o. enthalt als wesentlichen Bestandteil
irgendeinen Programmträger bs#r. Speicher. Dieser kann
aus einem Kernspeicher, aus einer Vielzahl von Schieberegisterstufen oder auch aus einem solchen Speicher bestehen, der eine
Magnetplatte, eine Magnettrommel, ein Jjiagnet- oder Lochband
oder dergleichen besitzt, wobei Bänder^ Platten, Trommeln usw.
nichx/syncnron zum Nadelzylinder bzw. zji den zu steuernden
Arbeitsorganen angetrieben werden. Bei ^Verwendung derartiger Speicher ist es bisher allgemein üblicif, den Maschinent'aktgenerator
93 auch als internen Taktgeber für den Lesetakt der Prograionsteuereinrichtung zu verwenden^ um dadurch zu erreichen,
daß nach dem Verarbeiten eines Informationswortes das für den nächsten Maschinentakt benötigte Informationswort aus
dem Speicher ausgelesen und zur späteren Abfrage durch den nächsten Maschinentaktimpuls bereit gestellt wird. Auf diese
Weise wird vom Maschinentakt nicht nur;\der vom Arbeitsrhythmus
der Maschine an sich unabhängige Ausleievorgang gesteuert, sondern auch ein phasenstarr synchrone^ Arbeiten der Elektromagnetsysteme
51 sichergestellt.
Erfindungsgemäß werden der Programmsteiiereinrichtung J?o dagegen
die vom Komparator 48 abgeleiteten Signale als interne
Lesetaktsignale zugeleitet, die immer dann entstehen, wenn der Komparator eine Übereinstimmung des vok Impulsformer 47 kommenden
Codesignale a^, b_ »it dem vom Zähler 4-9,!kommenden Codesignal a*
b* feststellt. Gemäß einer bevorzugten;Ausführungsform der Erfindung
ist der Zähler 49 so aufgebaut^ daß die an seinen Ausgängen
erscheinenden Signale a_%und b_% Immer denjenigen Wert
besitzen, den die Signale £ und b_ beiml nächsten Maschinentakt
annehmen. ;.
'i
Die Wahrheitstabelle für die Signale a/ und Tb bzw. st*und b_*
sieht in binärer Schreibweise beispielsweise wie folgt aus:
209882/0149 original inspected
| _a | Ä | a* | 0 | |
| I | O | O- | L | L |
| II | ■ L | 0 | L | L |
| III | L | L | G | 0 |
| IV | O | L | 0 | |
Im Zeitpunkt I weisen die Signale a. und Td beide den Wert M0fl
auf, auf den auch die Signale £% und b_* des Zählers 48 beim · '
vorhergehenden Maschinentakt eingestellt worden sind. Beim Erscheinen dieser Signale ji und b_ wird vom Komparator ein Ausgangssignal abgegebenj welches den Zähler 49 auf die nächste
Stufe einstellt, so daß an seinem Ausgang das Signal a* den
Wert "L" und das Signal b_* den Wert n0" annimmt, wie für den
Zeitpunkt I in der obigen Wahrheitstabelle angegeben ist. Im Zeitpunkt TI besitzen dann die Signale _a und b_ die Werte
"L" und "0M, also diejenigen Werte, auf die. der Zähler 49 im
Zeitpunkt Ϊ eingestellt worden ist. Infolgedessen gibt der Komparator.48 wiederum ein Taktsignal ab, durch das der Zähler
auf seine nächste Stufe eingestellt wird und die Signale a s
und Jb* beide den Wert HLM annehmen. Im Zeitpunkt III besitzen
dann die Signale ja und b_ beide den Wert "L", so daß der Komparator 48 den Zähler 49 auf die letzte Stufe einstellt, in der
das Signal _a* den Wert "0" und das Signal b_* den Wert "L" besitzt,
so daß im Zeitpunkt IV wiederum Identität angezeigt und
der Zähler 49 auf seine erste Stufe (a.% und ]>
* sind beide "0") zurückgestellt wird. Das erwartete Codesignal entspricht daher
beim Fehlen von Störungen zu Jedem Zeitpunkt dem im nächsten Maschinentakt gebildeten Codesignal.
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Die Werte für- die Signale ja und b_ bzw. β.* lind Jb* und die
der Wahrheitstabelle entsprechenden .,Zeitpunkte I bis IV
sind in Fig. 3 schematisch dargestellt. Es sei z.B. angenommen, daß zwischen den Zeitpunkten I und II, d.h. zu
einer Zeit, wo die Signale _a und Tb noch beide den Wert "O"
besitzen müßten, durch positive Störslgnale 53 (Fig. 3) in
der das Signal o. führenden Leitung schon derjenige Zustand
vorgetäuscht wird, der erst im Zeitpunkt II vorliegen dürfte. In diesem Falle wird der Zähler 49 zu früh in denjenigen Zustand
gebracht, den er eigentlich erst im Zeitpunkt IT annehmen sollte und in dem die Signale a* und b_% beide den Wert
"L" besitzen. Wenn jetzt im Zeitpunkt II die für diesen Zeit
punkt bestimmten Signale sl und b_X"L" bzw. "0") erscheinen,
dann kann der Komparator keine Identität anzeigen und infol gedessen kein Ausgangssignal abgeben, so daß der Zähler 49
in diesem Zeitpunkt nicht erneut verstellt wird, sondern in
seinem Zustand verbleibt, in welchen ja* und b_* beide "LM sind.
Erst la dritten Taktschritt, wenn ja und b_ tatsächlich den
Wert "L" besitzen, wird vom Komparator ein weiteres Signal erzeugt, das den Zäh]er 49 weiterstellt, so daß die eingetretene
rl ft ff θ ί£ Θ Π
Musterverschiebung korrigiert ist· Entstehen c rL.. " zu de» in
Fig. 3 angedeuteten Zeitpunkt in der das Signal sl führenden
da
Wirkung, gie zu einem Codesignal führen, das nicht dem erwarteten Codeeignal entspricht, und daher auch kein Lesetakt-Signal
verursacht.
Da die voa Komparator abgegebenen Signale auch der Prograemsteuereinrichtung 5o als Lesetaktimpulse zugeleitet werden, ergibt eich folgende Funktionsweise· Treten in irgendeiner Lei-
tung, durch welche die Signale a. oder b_ von der Maschine zum
Komparator 48 geleitet werden, Störimpulse auf, dann bewirken diese nur unter bestimmten Voraussetzungen ein Weiterschalten
des Zählers 49 bzw. ein zu frühes Weiterschalten der Programm-
eteuereinrichtung 5<y auf das nächste Informationswort. Tritt
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212885t
dieser Fall jedoch ein und werden keine weiteres
erzeugt, dann ist die Störung beim übernächsten Maschinentakt7 '
wieder beseitigt, weil bei einem Maschinentakt kein Lesetakt—
Signal erzeugt und folgedessen auch der Zähler 49 nicht weitergeschaltet
wird.'
In Fig. 4 ist eine einfache Schaltungsanordnung zur Real/isie- '
rung des erfindungsgemäßen Prinzips dargestellt. Gemäß dieser
AusfüTirungsform werden die Signale ja und b einerseits direkt
den einen Eingängen des !Comparators 48 und andererseits den
Eingängen S1 zweier Flipflops,55 Wd 57 zugeführt. Der Ausgang
QI des Flipflop 55 ist mit dem für das Signal b_*vorgesehenen
Eingang des Komparators 48 verbunden, wohingegen dessen dem Signal ji% zugeordneter Eingang an den Ausgang Q2 des Flipflop
angeschlossen ist. Der Ausgang des Komparators 48 ist außerdem mit den Takteingängen der Flipflops 55 und 57 und mit einer
Ausgangsklemme 59 verbunden, über die der Lesetakt der Programmsteuereinrichtung
zugeführt wird.
Aufgrund der in Fig. 4 dargestellten Schaltungsanordnung wird
gemäß der weiter oben angegebenen beispielsweisen Wahrheitstabelle nach jedem vom Komparator 48 durchgeführten Vergleich
aus dem Signal _a das identische Signal b_* und aus dem Signal .
b_ das invertierte Signal a* gebildet, so daß _a = J)* und
Die Vorteile der Erfindung sind in Fig. 5 angedeutet, die eine
Blume mit einem Stengel 61 zeigt, welche beispielsweise, der
Teil eines von einer programmgesteuerten Rundstrickmaschine hergestellten Musters sind. Werden der Progrsmmsteuereinriehtung
die vom Impulsformer 99 (Fig. 1) abgegebenen Maschinentaktimpulse
als Lesetaktimpulse zugeleitet, dann ist der'Stengel 61
beim Fehlen von Störsignalen ein durchgehender Strich. Beim Auftreten
von ein, zwei, drei usw. Störsignalen ergibt sich jedoch für das gesamte nachfolgende Muster eine bleibende Musterverschiebung 61a, b oder c. Bei Verwendung der erfindungsgemäßen
Lesetaktimpulse ergeben sich zwar möglicherweise auch Musterver-
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Schiebungen 61d, doch wirken- sich diese praktisch nur über
die Länge und Breite eines bei öiner" Maschinenumdrehung gebildeten
Maschenstäbchens aus.
lie Erfindung geht von der Überlegung aus, daß es in der Kegel
genügt, gemäß der obigen Wahrheitstabelle vier Zustände der Arbeitsorgane der Maschine zu definieren, um die in Fig. 5 dargestellten
Musterverschiebungen 61d zu vermindern bzw. in einem der nächsten Taktschritte wieder rückgängig zu machen. In manchen
Fällen kann es jedoch erforderlich sein, die Codesignale und die erwarteten Codesignale aus mehr als zwei Signalen fi, b_, a* bzw.
b_* zu bilden, um einer Sequenz von mehr als vier Maschinentakten
unterschiedliche Codesignale zuordnen zu können.
In Fällen, in denen eine außerordentlich hohe Fehlerfreiheit erwünscht
ist, ist erfindungsgemäß ,jedem Taktschritt der zu steuernden Maschine bzw. jeder möglichen Stellung der Arbeitsorgane ein
unterschiedliches Codesignal bzw. eine unterschiedliche Adresse
zugeordnet, die__mit einer entsprechenden, auf dem Programmträger
gespeicherten Adresse übereinstimmen muß, wenn das für einen bestimmten
Maschinentakt benötigte Wort in das Ausgangsregister der Programmsteuereinrichtung geschoben werden soll.
Im Falle einer Rundstrickmaschine kann hierzu auf einem Teil des Nadelzylinders jeder einzelnen Stricknadel eine unterschiedliche,
abtastbare Markierung 65 zugeordnet sein (Fig. 1), die durch ein Abtastorgan 67 abgetastet und einem Adressenregister 69 zugeführt
wird. Die in diesem Adressenregister 69 aus den Markierungen 65 gebildeten Adressensignale werden dann im Sinne der obigen
Beschreibung mittels eines !Comparators 7^ mit den im Adressenregißter
der Programmsteuereinrichtung 5o gespeicherten Signalen
verglichen. In diesem Falle ist es nahezu völlig ausgeschlossen, daß durch unerwünschte Pendelbewegungen der Maschine oder durch
Störsignale eine Stellung der Arbeitsorgane der Maschine vorgetäuecht&Lrd,
die in Wirklichkeit noch nicht erreicht ist.
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Die Erfindung ist^ nicht aufxdie beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt» Insbesondere ist es nicht notwendig, die in Pig. 5 dargestellten Signalfolgen a und b mit einer Lichtschranke nach Fig. 1 zu erzeugen. Zur Erzeugung dieser Signalfolgen
eignen sich vielmehr alle denkbaren Impulsgeneratoren, denen geeignete Markierungen an der Scheibe 11 oder an einem
anderen mit der Maschine synchronisierten Bauteil, z.B. dem
Nadelzylinder 35, zugeordnet sind. Beispielsweise könnte die in Fig. 1' dargestellte^usführungsform dadurch abgewandelt wer«
"den, daß die Lichtschranke weggelassen wird und an ihrer Stelle
zwei elektromagnetische Generatoren 93 verwendet werden, die
magnetische Markierungen an der Scheibe 11 abtasten. Gemäß el-' ner weiteren Ausführungsform würde es auch genügen, beide Signale
a und b vom gleichen Generator abzuleiten und anschließend
ihre Phasen gegeneinander zu verschieben. Zur Erzeugung der Signale können weiterhin Löcher im Nadelzylinder vorgesehen sein,
wie es aus der deutschen Auslegeschrift 1 585 181 bereits für
andere Zwecke bekannt ist, oder mehrere versetzt angeordnete Reihen von Markierungen an der Scheibe 11 angebracht sein, die
durch nichtversetzt angeordnete Abtastvorrichtungen abgetastet
werden. Schließlich ist es auch möglich, mehr als zwei Signale a und b zu erzeugen, um 8, 16 usw. Maschinenstellungen eine bestimmte
Codierung zuordnen zu können, oder die mit der Liehschranke
11 bis 19 erzeugten Codesignale mit zwei den erwarteten Codesignalen a\ "bx entsprechenden und jedem gespeicherten
Informationswort zugeordneten Kontrollbits zu vergleichen.
Die Lesetakt-Signale sind gegenüber den vom Generator 93
erzeugten Maschinentaktsignalen vorzugsweise·so phasenverschoben,
daß die neuen Informationsworte kurz vor bezw. um eine Zeitspanne vor Erscheinen eines Maschinentaktsignals
ausgelesen werden, die durch die maximale Bereitstellungsbezw. Zugriffszeit des Rechners bezw. Speichers gegeben ist.
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Schließlich eröffnet die Erfindung auch die Möglichkeit, Fehler auszuschalten, die nicht durch das Auftreten eines Störsignals, sondern durch das fälschliche Ausbleiben eines ordnungsgemäß
erzeugten Maschinentakt- bezw. Lesetaktsignals entstehen» Letzteres hätte nämlich zur Folge, daß nach dem Auftreten
des Fehlers alle folgenden Informationsworte um eine Maschinentakt-Seq.uenz,
doh. um 4-, 8, 16 usw» Takte zu spät ausgelesen
und infolgedessen bleibende Musterverschiebungen (in Fig. 5 nach links anstatt nach rechts) auftreten würden, weil der
Komparator 4-8, 71 erst dann wieder Lesetaktsignale abgibt,
wenn nach einer Maschinentakt-Sequenz die Codesignale mit den erwarteten Codesignaien Übereinstimmen·
Zur Vermeidung derartiger Fehler kann der Komparator 48 erfindungsgemäß
so ausgebildet sein, daß er beim Vorauseilen der erwarteten Codesignale im Vergleich zu den Codesignalen in
der beschriebenen Art die Lesetaktsignale vorübergehend unterdrückt, beim Vorauseilen des Codesignals im Vergleich zum erwarteten
Codesignal dagegen sofort ein Alarmsignal erzeugt, durch das z.B. die Maschine abgestellt wird. Auf diese Weise
kann die Bedienungsperson beim Stillstand der Maschine dem Rechner oder Speicher manuell so lange Taktsignale zuführen,
bis das unter dem Lesekopf befindliche Informationswort wieder
dem exakt nachfolgenden Maschinentakt zugeordnet und die Musterverschiebung beseitigt ist.
209882/OUä ORIGINAL INSPECTED
Claims (1)
- 2129S51Programmsteüereinrichtung für die Arbeitsorgane einer Maschine, enthaltend einen Speicher, eine Einrichtung, mittels der bei jedem Mäschinentakt ein neues Informationswort zwecks Ansteuerung der Arbeitsorgane aus dem Speicher gelesen wird, und eine Einrichtung zur Erzeugung von je einem Iiesetakt-Signal pro Maschinentakt, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb aufeinanderfolgender Maschinentakt-Sequenzen vorgewählter Länge jedem Maschinentakt ein vom Maschinentakt abgeleitetes, unterschiedliches Codesignal (a,b) zugeordnet ist und daß nur dann ein Lesetakt-Signal erzeugbar ist, wenn dieses Codesignal (.a,b) mit einem erwarteten Codesignal (ti*, b_*) übereinstimmt.2) Programmeteuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Ansteuerung periodisch arbeitender Maschinen jede Maschinentakt-Sequenz einer Periode entspricht.3) Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Ansteuerung einer Rundstrickmaschine jede Maschinentakt-Sequenz einer vollen Umdrehung des Nadelzylinders (35) entspricht.4) Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet, daß jede Maschinentakt-Sequenz einem Bruchteil einer vollen Periode bzw. einer vollen Umdrehung des-Nadelzylinders entspricht.5) Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Maschinentakt-Sequenz mindestens vier Maechinentakte umfaßt.6) Programmsteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ableitung der Codesignale (a^, b_) mit Markierungen versehene Einrichtungen vorgesehen sind, die im Maschinentakt abtastbar sind.ORIGINAL INSPECTED209382/01497) Programmsteuereinrichtung nach. Anspruch 6,? dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen(i3,15,65) am Nadelzylinder (35) einer Rundstrickmaschine oder an einem synchron zu diesem angetriebenen Bauteil (11) vorgesehen sind.8) Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß diese Einrichtungen eine Lichtschranke (11 bis 19) aufweisen.9)'Programmsteuereinrichtung nach'Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtschranke eine im Maschinentakt gedrehte Scheibe (11) mit Löchern bzw. Schlitzen (13) und zwischen diesen befindlichen Stegen (15) sowie optisch-elektrische Abtastvorrichtungen (17»19) aufweist, die zueinander versetzt angeordnet sind.10) Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Abtastvorrichtungen (17>19) vorgesehen sind, deren Ausgangssignale (a_, b_) um etwa 9o phasenverschoben sind.11) Programmsteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 1o, dadurch gekennzeichnet, daß ein Komparator (4-8,71) vorgesehen ist, dem die Codesignale (a.,b_) und die erwarteten Codesignale (ji%, b_*) zuführbar sind und dessen Aus gangs signale die Lesetakt-Signale sind.12) Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die erwarteten Codesignale (_«_*, b_*) in einem von den Ausgängssignalen des !Comparators (48) gesteuerten Zähler (49) gespeichert sind, der so viele Zählstufen aufweist, wie Codesignale (a^b_) vorgesehen sind.13) Prograjnmsteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die erwarteten Codesignale (a.% b_*) aus den Codesignalen (<a,b) ableitbar sind.209882/01491A) Programmsteuereinrichtung nach Anspruch I3, dadurch gekennzeichnet', daß der eine Teil (a.*) des erwarteten Codesignals durch Invertierung des einen Teils (£) des Codesignals erhalten wird und der andere Teil (b_*) des erwarteten Codesignals dem anderen Teil (a.) des Codesignals entspricht·15) Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwecks elektronischer Steuerung einer Strickmaschine einen Kernspeicher, ein oder mehrere Schieberegister, einen elektromagnetischen Trommel-, Platten oder Scheibenspeicher oder einen Lochbandspeicher als Speicher aufweist, wobei jedem Informationswort als erwartetes Codesignal (_a*, b_*) eine Adresse oder eine Anzahl von Kontrollbits zugeordnet ist, die im Komparator (71) mit den vom Strickmaschinentakt abgeleiteten Codesignalen (_a_, b_) verglichen wird. ' --16) Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,, daß die Codesignale Qa, b_) sowohl den einen Eingängen des Komparators (48) als auch den Eingängen zweier Flipflops (55»57) zugeführt sind, dessen Ausgänge über Kreuz mit den anderen Eingängen des Komparators (4-3) verbunden sind, wobei am Ausgang des einen Flipflop (57) eine Invertierung des Eingangssignals vorgenommen wird, und daß an die Takteingänge der beiden Flipflops (-55»57) der Ausgang des Kompa-: xrators (A8) angeschlossen ist.17) Prograemsteuerelnrlchtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Komparator (4.8) so ausge bildet let, daß er beim Vorauseilen des Codesignals Lm Ver gleich zum erwarteten Codesignal ein Alarmsignal abgibt.209 882 /OU9
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