DE2129851C3 - Programmsteuereinrichtung fur die Arbeitsorgane einer Maschine - Google Patents
Programmsteuereinrichtung fur die Arbeitsorgane einer MaschineInfo
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- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
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Description
Die Erfindung betrifft eine Programmsteuereinrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1
definierten Gattung.
Bei Programmsteuereinrichtungen dieser Art ist es bekannt, die in Form von kurzen Rechteck- oder
Nadelimpulsen vorliegenden Maschinentaktimpulse den von der Programmsteuereinrichtung entwickelten
Programmimpulsen derart zu überlagern, daß die Programmimpulse nur zu ganz bestimmten Zeitpunkten
der Maschine zugeführt werden können (DE-AS 24 396).
Wenn die Programmsteuereinrichtung als Speicher anstelle eines Lochbandes, Films oder dergleichen,
dessen Antrieb mit dem Maschinenantrieb synchronisiert ist, beispielsweise einen Kernspeicher oder ein im
Start/Stop-Betrieb betriebenes Magnetband aufweist, dessen Informationen der Maschine direkt oder über
Zwischenspeicher zugeführt werden, dann ist es naheliegend, die obenerwähnten Maschinentaktimpulse
auch für den internen Takt der Programmsteuereinrichtung und insbesondere als Lesetaktsignal zu verwenden,
um mit ihrer Hilfe die beim nächsten Maschinentakt benötigten Informationen aus dem Speicher auszulesen
und in seinem Ausgangsregister bereitzustellen (DE-OS 04 194). Dies gilt auch für den Fall, daß als Speicher
ein Lochband oder Film mit einem Schrittmotor als Antrieb verwendet wird (DE-OS 19 03 299), weil der
Film für jeden Maschinentakt um einen Schritt
weitertransportiert werden muß und die dem Schrittmotor zugeführten Impulse den Lesetaktimpulsen
entsprechen.
Die Verwendung der Maschinentaktimpulse zum
Auslesen des Speichers kann unter Umständen nachtei-Iige Folgen haben. Durch Störungen in dem die
Maschinentaktimpulse erzeugenden Generator oder durch äußere Störungen, die sich in den relativ langen
Übertragungsleitungen vom Generator zum Speicher auswirken, können nämlich Maschinentaktimpulse simuliert
werden, die zu einem Wechsel des Informationswortes im Ausgangsregister des Speichers oder zu
einem vorzeitigen Weitertransport des Steuerfilms führen, obwohl der konsequent nachfolgende Maschinentakt
noch nicht erreicht bzw. durchgeführt ist Beim Auftreten von längeren Störsignai-Sequenzen ergeben
sich hierdurch beträchtliche Abweichungen von der erwünschten Programmfolge, ohne daß es möglich
wäre, diese Abweichungen zu korrigieren oder zu einer nur vorübergehenden Störung zu machen.
Dieser Nachteil wirkt sich insbesondere bei der elektronischen Steuerung von solchen Maschinen aus,
die zur Herstellung eines Artikels eine sehr große Anzahl von Arbeitsschritten durchführen müssen.
Werden die Maschinentaktsignale bei der Steuerung 2-3 von Stickmaschinen beispielsweise durch elektromagnetische
Abtastung der Stricknadeln bzw. der zwischen ihnen befindlichen Stege erzeugt und bleibt beim
Anhalten der Strickmaschine eine Stricknadel bzw. ein Steg im unmittelbaren Bereich des Abtastorgans stehen J<
> oder führt der abgetastete Teil der Strickmaschine beim Auslaufen geringfügige Pendelbewegungen aus, dann
führen die hierdurch vom Abtastorgan vorgetäuschten Maschinentakte zu bleibenden Musterverschiebungen
im gesamten nachfolgenden Gestrick. r>
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Programmsteuereinrichtung der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 genannten Art dahingehend zu verbessern, daß bleibende Abweichungen von der gewünschten
Programmfolge vermieden bzw. durch Störsignale w verurachte Abweichungen von der gewünschten Programmfolge
auf wenige Maschinentakte begrenzt werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. v>
Bei periodisch arbeitenden Maschinen kann jede Maschinentakt-Sequenz einer vollen Periode, z. B. einer
Umdrehung des Ngdelzylinders einer Rundstrickmaschine, oder einem Bruchteil einer vollen Periode, z. B.
vier aufeinanderfolgenden Maschinentakten, entspre- r>
<i chea Zur Erzeugung von vier unterschiedlichen Markierungen genügt es, mit Hilfe von zwei versetzt
angeordneten Abtastvorrichtungen eine Reihe von Markierungen derart abzutasten, daß die beiden
erhaltenen Abtastsignale um etwa 90° gegeneinander ϊΓ>
phasenverschoben sind. Die erwarteten Codesignale können beispielsweise durch Adressensignale, die den
im Speicher gespeicherten Informationsworien fest zugeordnet sind, oder durch Modifikation des im jeweils
vorhergehenden Maschinentakt erzeugten Codesignals w)
gebildet werden.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß nicht jeder beliebige Störimpuls, sondern nur
ein solcher Störimpuls zu einem Informationswechsel am Ausgang des Speichers führen kann, der eine dem £>r>
erwarteten Codesignal entsprechende Form besitzt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß selbst für den Fall,
daß ein Störsignal eine Störung des normalen Programmablaufs verursacht hat, die eingetretene
Störung durch geeignete Variation de* erwarteten Codesignals in nachfolgenden Maschinentakten korrigiert
werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden in Verbindung mit
der Zeichnung an Ausführungsbeispielen näher erläutert
Die F i g. 1 zeigt schematisch zwei mögliche Ausführungsformen
der Erfindung.
Die Fig.2 zeigt eine Einzelheit der zur Erzeugung der Codesignale benötigten Einrichtung der einen
Ausführungsform der F i g. 1.
Die Fig.3 zeigt schematisch die Phasenlagen der
Codesignale und der erwarteten Codesignale.
Die Fig.4 zeigt eine Einzelheit der einen Ausführungsferm
der F i g. 1.
Die Fig.5 zeigt schematisch die Vorteile der erfindungsgemäßen Programmsteuereinrichtung.
Gemäß F i g. 1 ist zur Erzeugung von Codesignalen eine Lichtschranke vorgesehen, die eine drehbare
Scheibe 11 mit am Rand befindlichen Markierungen in Form von gleichmäßig beahstandeten Schlitzen 13 und
Stegen 15 aufweist Die Schlitze 13 und Stege 15 werden durch zwei nebeneinander angeordneten Abtastvorrichtungen
17, 19 abgetastet, die z. B. aus je einer Lichtquelle und einer Fotozelle bestehen, wobei
Lichtquelle und Fotozelle jeweils zu verschiedenen Seiten der Scheibe 11 angeordnet sind. Die Abtastvorrichtungen
17, 19 sind auf einer (nicht gezeigten) ortsfesten Platte verstellbar befestigt
Die Scheibe 11 ist an einer drehbaren Welle 33 befestigt, die in einem ortsfesten Teil einer Rundstrickmaschine
gelagert ist und an ihrem unteren Teil ein Zahnrad 37 aufweist, das mit einem Zahnrad 39 kämmt
welches auf einer Welle 41 sitzt, die ebenfalls in einem ortsfesten Teil der Maschine drehbar gelagert ist und
ein weiteres Zahnrad 43 trägt. Dieses Zahnrad 43 wird über einen spielfreien Kettenantrieb 45 und ein
weiteres, auf einer Antriebswelle 29 sitzendes Zahnrad 25 von einem Motor 31 angetrieben.
Über ein weiteres auf der Antriebswelle 29 sitzendes
Zahnrad 27 wird vom Motor 31 außerdem ein am Nadelzylinder 35 der Rundstrickmaschine befestigtes
Zahnrad 28 angetrieben. Aufgrund dieser Aniriebsverbindung werden die Scheibe 11 und der Nadelzylinder
35 synchron zueinander gedreht. Anstelle der Zahnräder 37,39,43,25 und 27 können auch Rollen und anstelle
des Kettenantriebs 45 Riemenantriebe verwendet werden, sofern sie einen schlupffreien Antrieb gestatten.
Mit den Ausgängen der Abtastvorrichtungen 17, 19 ist ein impulsformer 47 zum Herstellen gleichförmiger
Rechteckimpulse verbunden.
Der Abstand der Abtastvorrichtungen 17, 19 ist in F i g. 2 veranschaulicht. Es ist dabei angenommen, daß
die am Rand der Scheibe 11 befindlichen Schlitze 13 und
Stege 15 etwa die gleiche Breite in Umlaufrichtung der Scheibe 11 besitzen und daß jeder Schlitz 13 und jeder
Steg 15 in zwei in Umlaufrichtung etwa gleich breite Abschnitte unterteilt ist, so daß die Schlitze 13 aus
Schlitzabschnitten 1, 2 und die Stege 15 aus Stegabschnitten 3,4 bestehen und jeweils die Abschnitte I12,3
und 4 in gleicher Reihenfolge nebeneinanderliegen. Unter dieser Voraussetzung sind die Abtastvorrichtungen
17, 19 so über der Scheibe 11 angeordnet, daß bei der in Fig.2 gezeigten Winkelstellung der Scheibe 11
die Abtastvorrichtung 17 den Abschnitt 1 eines Schlitzes
und gleichzeitig die andere Abtastvorrichtung 19 den Abschnitt 4 eines Steges abtastet. Bei Drehung der
Scheibe 11 in Richtung des Pfeils P geben die Ausgänge
des Impulsformers 47 daher Impulse a und b gemäß F i g. 3 ab, deren Breiten der Breite eines Schlitzes 13
entsprechen, während die Pausen zwischen zwei Impulsen die Breite eines Stegs 15 besitzen.
Gemäß F i g. 3 sind die Impulse a und b außerdem etwa um eine halbe Impulsbreite zeitlich gegeneinander
versetzt Die Werte der am Ausgang des Impulsformers 47 erscheinenden Impulse a und b bilden in jedem
Zeitpunkt das sogenannte Codesignal.
Die Ausgänge des Inipulsformers 47 sind mit den beiden Eingängen eines (Comparators 48 verbunden. An
zwei weitere Eingänge des !Comparators 48 sind die beiden Ausgänge eines Zählers 49 verbunden, von dem
das sogenannte erwartete Codesignal a', b' zugeführt wird. Bei Übereinstimmung des vom Impulsformer 47
zugeführten Codesignals a, b mit dem vom Zähler 49 zugeführten erwarteten Codesignal a', b' gibt der
Komparator ein Ausgangssignal ab, das einerseits dem Takteingang des Zählers 49 und andererseits als
Lesetaktsignal einer Programmsteuereinrichtung 50 zugeführt wird.
Die Programmsteuereinrichtung 50 besitzt eine Mehrzahl von Ausgängen, die über UND-Glieder 97 mit
den Arbeitsorganen der zu steuernden Maschine verbunden sind. Gemäß F i g. 1 bestehen die Arbeitsorgane
z. B. aus den zur Nadelauswahl benötigten Elektromagnetsystemen 51 der Rundstrickmaschine,
wobei die Stricknadeln an den Stellen 95 des Nadelzylinders 35 angedeutet sind. Die Stricknadeln
bzw. die zwischen ihnen befindlichen Stege werden durch einen elektromagnetischen Generator 93 abgetastet,
dessen Ausgangssignale durch einen Impulsformer 99 in rechteckförmige Maschinentaktsignale umgewandelt
und an die zweiten Eingänge der UND-Glieder 97 weitergeleitet werden. Auf diese Weise werden die im
Ausgangsregister der Programmsteuereinrichtung z. B. statisch bereitstehenden Informationsworte in Form
von Programmimpulsen dann und nur dann den Elektromagnetsystemen 51 zugeführt, wenn ein Maschinentaktimpuls
erscheint
Die Programmsteuereinrichtung 50 enthält als wesentlichen Bestandteil irgendeinen Programmträger
bzw. Speicher. Dieser kann aus einem Kernspeicher, aus einer Vielzahl von Schieberegisterstufen oder auch aus
einem solchen Speicher bestehen, der eine Magnetplatte, eine Magnettrommel, ein Magnet- oder Lochband
oder dergleichen besitzt, wobei Bänder, Platten, Trommeln usw. nicht mechanisch synchron zum
Nadelzylinder bzw. zu den zu steuernden Arbeitsorganen angetrieben werden. Bei Verwendung derartiger
Speicher ist es bisher allgemein üblich, den Maschinentaktgenerator
93 auch als internen Taktgeber für den Lesetakt der Programmsteuereinrichtung zu verwenden,
um dadurch zu erreichen, daß nach dem Verarbeiten eines Informationswortes das für den
nächsten Maschinentakt benötigte Informationswort aus dem Speicher ausgelesen und zur späteren Abfrage
durch den nächsten Maschinentaktimpuls bereit gestellt wird. Auf diese Weise wird vom Maschinentakt nicht
nur der vom Arbeitsrhythmus der Maschine an sich unabhängige Auslesevorgang gesteuert, sondern auch
ein phasenstarr synchronses Arbeiten der Elektromagnetsysteme 51 sichergestellt
Erfindungsgemäß werden der Programmsteuereinrichtung 50 dagegen die vom Komparator 48 abgeleiteten
Signale als interne Lestaktsignale zugeleitet, die immer dann entstehen, wenn der Komparator eine
Übereinstimmung des vom Impulsformer 47 kommenden Codesignals a, b mit dem vom Zähler 49
kommenden Codesignal a' b' feststellt Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der
Zähler 49 so aufgebaut, daß die an seinen Ausgängen erscheinenden Signale a'und fc'immer denjenigen Wert
besitzen, den die Signale a und b beim nächsten Maschinentakt annehmen.
Die Wahrheitstabelle für die Signale a und b bzw. a'
und b' sieht in binärer Schreibweise beispielsweise wie folgt aus:
Im Zeitpunkt I weisen die Signale a und b beide den Wert »0« auf, auf den auch die Signale a' und b' des
Zählers 48 beim vorhergehenden Maschinentakt eingestellt worden sind. Beim Erscheinen dieser Signale a und
b wird vom Komparator ein Ausgangssignal abgegeben, welches den Zähler 49 auf die nächste Stufe einstellt, so
daß an seinem Ausgang das Signal a'den Wert »L« und das Signal b' den Wert »0« annimmt wie für den
Zeitpunkt I in der obigen Wahrheitstabelle angegeben ist. Im Zeitpunkt II besitzen dann die Signale a und b die
Werte »L« und »0«, also diejenigen Werte, auf die der Zähler 49 im Zeitpunkt I eingestellt worden ist
Infolgedessen gibt der Komparator 48 wiederum ein Taktsignal ab, durch das der Zähler auf seine nächste
Stufe eingestellt wird und die Signale a'und i'beide den Wert »L« annehmen. Im Zeitpunkt III besitzen dann die
Signale a und b beide den Wert »L«, so daß der Komparator 48 den Zähler 49 auf die letzte Stufe
einstellt, in der das Signal a'den Wert »0« und das Signal b' den Wert »L« besitzt so daß im Zeitpunkt IV
wiederum Identität angezeigt und der Zähler 49 auf seine erste Stufe (a'und 6'sind beide »0«) zurückgestellt
wird. Das erwartete Codesignal entspricht daher beim Fehlen von Störungen zu jedem Zeitpunkt dem im
nächsten Maschinentakt gebildeten CodesignaL
Die Werte für die Signale a und 6bzw. a'und /»'und
die der Wahrheitstabelle entsprechenden Zeitpunkte I bis IV sind in F i g. 3 schematisch dargestellt Es sei z. B.
so angenommen, daß zwischen den Zeitpunkten I und II, d. h. zu einer Zeit wo die Signale a und b noch beide den
Wert »0« besitzen müßten, durch positive Störsignale 53 (Fig.3) in der das Signal a führenden Leitung schon
derjenige Zustand vorgetäuscht wird, der erst im Zeitpunkt II vorliegen dürfte. In diesem Falle wird der
Zähler 49 zu früh in denjenigen Zustand gebracht den er eigentlich erst im Zeitpunkt II annehmen sollte und in
dem die Signale a'und 6'beide den Wert »L« besitzen.
Wenn jetzt im Zeitpunkt II die für diesen Zeitpunkt bestimmten Signale a und b (»L« bzw. »0«) erscheinen,
dann kann der Komparator keine Identität anzeigen und infolgedessen kein Ausgangssignal abgeben, so daß
der Zähler 49 in diesem Zeitpunkt nicht erneut verstellt wird, sondern in sinem Zustand verbleibt in welchem a'
und ö'beide »L« sind. Erst im dritten Taktschritt wenn a
und b tatsächlich den Wert »L« besitzen, wird vom Komparator ein weiteres Signal erzeugt das den Zähler
49 weiterstellt so daß die eingetretene Musterverschie-
| I | α | b | α' | b' | I | |
| 15 | II | 1 | ||||
| III | 0 | 0 | L | 0 | 1 | |
| 20 IV | L | 0 | L | L | 1 | |
| L | L | 0 | L | I | ||
| 0 | L | 0 | 0 | 3 |
bung korrigiert ist Entstehen dagegen zu dem in F i g. 3 angedeuteten Zeitpunkt in der das Signal a führenden
Leitung negative Störsignale, dann haben diese überhaupt keine Wirkung, da sie zu einem Codesignal
führen, das nicht dem erwarteten Codesignal entspricht und daher auch kein Lesetakt-Signal verursacht
Da die vom Komparator abgegebenen Signale auch der Programmsteuereinrichtung 50 als Lesetaktimpulse
zugeleitet werden, ergibt sich folgende Funktionsweise. Treten in irgendeiner Leitung, durch welche die Signale
a oder b von der Maschine zum Komparator 48 geleitet werden, Störimpulse auf, dann bewirken diese nur unter
bestimmten Voraussetzungen ein Weiterschalten des Zählers 49 bzw. ein zu frühes Weiterschalten der
Programmsteuereinrichtung 50 auf das nächste Informatioiiswort
Triii dieser Fall jedoch ein und werden keine weiteren Störsignale erzeugt, dann ist die Störung
beim übernächsten Maschinentakt wieder beseitigt weil bei einem Maschinentakt kein Lesetakt-Signal erzeugt
und folgedessen auch der Zähler 49 nicht weitergeschaltet
wird.
In F i g. 4 ist eine einfache Schaltungsanordnung zur Realisierung des erfindungsgemäßen Prinzips dargestellt
Gemäß dieser Ausführungsform werden die Signale a und b einerseits direkt den einen Eingängen
des Komparators 48 und andererseits den Eingängen S1 zweier Flipflops 55 und 57 zugeführt Der Ausgang
Qi des Flipflops 55 ist mit dem für das Signal b' vorgesehenen Eingang des Komparators 48 verbunden,
wohingegen dessen dem Signal a' zugeordneter Eingang an den Ausgang Q 2 des Flipflops 57
angeschlossen ist Der Ausgang des Komparators 48 ist außerdem mit den Takteingängen der Flipflops 55 und
57 und mit einer Ausgangsklemme 59 verbunden, über
die der Lesetakt der Programmsteuereinrichtung zugeführt wird.
Aufgrund der in Fig.4 dargestellten Schaltungsanordnung
wird gemäß der weiter oben angegebenen beispielsweisen Wahrheitstabelle nach jedem vom
Komparator 48 durchgeführten Vergleich aus dem Signal a das identische Signal b' und aus dem Signal b
das invertierte Signal a'gebildet so daß a=Z?'und b= a'.
Die Vorteile der Erfindung sind in F i g. 5 angedeutet
die eine Blume mit einem Stengel 61 zeigt welche beispielsweise der Teil eines von einer programmgesteuerten
Rundstrickmaschine hergestellten Musters sind. Werden der Programmsteuereinrichtung die vom
Impulsformer 99 (F i g. 1) abgegebenen Maschinentaktimpulse als Lesetaktimpulse zugeleitet dann ist der
Stengel 61 beim Fehlen von Störsignalen ein durchgehender Strich. Beim Auftreten von ein, zwei, drei usw.
Störsignalen ergibt sich jedoch für das gesamte
nachfolgende Muster eine bleibende Musterverschiebung 61a, b oder c Bei Verwendung der erfindungsgemäßen
Lesetaktimpulse ergeben sich zwar möglicherweise auch Musterverschiebungen 614 doch wirken sich
diese praktisch nur über die Länge und Breite eines bei
einer Maschinenumdrehung gebildeten Maschenstäbchens aus.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß es in der Regel genügt gemäß der obigen Wahrheitstabelle
vier Zustände der Arbeitsorgane der Maschine zu definieren, um die in Fig.5 dargestellten Musterverschiebungen
61tf zu vermindern bzw. in einem der nächsten Taktschritte wieder rückgängig zu machen. In
manchen Fällen Kann es jedoch erforderlich sein, die Codesignale und die erwarteten Codesignale aus mehr
als zwei Signalen a, b, a' bzw. b' zu bilden, um einer
Sequenz von mehr als vier Maschinentakten unterschiedliche Codesignale zuordnen zu können.
In Fällen, in denen eine außerordentlich hohe Fehlerfreiheit erwünscht ist, ist erfindungsgemäß jedem
Taktschritt der zu steuernden Maschine bzw. jeder möglichen Stellung der Arbeitsorgane ein unterschiedliches
Codesignal bzw. eine unterschiedliche Adresse zugeordnet, die mit einer entsprechenden, auf dem
Programmträger gespeicherten Adresse übereinstimmen muß, wenn das für einen bestimmten Maschinentakt
benötigte Wort in das Ausgangsregister der Programmsteuereinrichtung geschoben werden solL
Im Falle einer Rundstrickmaschine kann hierzu auf einem Teil des Nadelzylinders jeder einzelnen Stricknadel
eine unterschiedliche, abtastbare Markierung 65 zugeordnet sein (F i g. i), die durch ein Abtastorgan 67
abgetastet und einem Adressenregister 69 zugeführt wird. Die in diesem Adressenregister 69 aus den
Markierungen 65 gebildeten Adressensignale werden dann im Sinne der obigen Beschreibung mittels eines
Komparators 71 mit den im Adressenregister der Programmsteuereinrichtung 50 gespeicherten Signalen
verglichen. In diesem Falle ist es nahezu völlig ausgeschlossen, daß durch unerwünschte Pendelbewegungen
der Maschine oder durch Störsignale eine Stellung der Arbeitsorgane der Maschine vorgetäuscht
wird, die in Wirklichkeit noch nicht erreicht ist
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt Insbesondere ist es
nicht notwendig, die in F i g. 3 dargestellten Signalfolgen a und b mit einer Lichtschranke nach F i g. 1 zu
erzeugen. Zur Erzeugung dieser Signalfolgen eignen sich vielmehr alle denkbaren Impulsgeneratoren, denen
geeignete Markierungen an der Scheibe 11 oder an einem anderen mit der Maschine synchronisierten
Bauteil, z.B. dem Nadelzylinder 35, zugeordnet sind.
Beispielsweise könnte die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform dadurch abgewandelt werden, daß die
Lichtschranke weggelassen wird und an ihrer Stelle zwei elektromagnetische Generatoren 93 verwendet
werden, die magnetische Markierungen an der Scheibe 11 abtasten. Gemäß einer weiteren Ausführungsform
würde es auch genügen, beide Signale a und b vom gleichen Generator abzuleiten und anschließend ihre
Phasen gegeneinander zu verschieben. Zur Erzeugung der Signale können weiterhin Löcher im Nadelzylinder
vorgesehen sein, wie es aus der deutschen Auslegeschrift 15 85 181 bereits für andere Zwecke bekannt ist
oder mehrere versetzt angeordnete Reihen von Markierungen an der Scheibe 11 angebracht sein, die
durch nichtversetzt angeordnete Abtastvorrichtungen abgetastet werden. Schließlich ist es auch mogheh, mehr
als zwei Signale a und b zu erzeugen, um 8, 16 usw. Maschinenstellungen eine bestimmte Codierung zuordnen
zu können, oder die mit der Lichtschranke 11 bis 19
erzeugten Codesignale mit zwei den erwarteten Codesignalen a', b' entsprechenden und jedem gespeicherten
Informationswort zugeordneten Kontrollbits zu vergleichen.
Die Lesetakt-Signale sind gegenüber den vom Generator 93 erzeugten Maschinentaktsignalen vorzugsweise
so phasenverschoben, daß die neuen Informationsworte kurz vor bzw. um eine Zeitspanne
vor Erscheinen eines Maschinentaktsignals ausgelesen werden, die durch die maximale Bereitstellungs- bzw.
Zugriffszeit des Rechners bzw. Speichers gegeben ist
Schließlich eröffnet die Erfindung auch die Möglichkeit Fehler auszuschalten, die nicht durch das Auftreten
eines Störsignals, sondern durch das fälschliche Ausbleiben eines ordnungsgemäß erzeugten Maschinentakt-
bzw. Lesetaktsignals entstehen. Letzteres hätte nämlich zur Folge, daß nach dem Auftreten des Fehlers
alle folgenden Informationsworte um eine Maschinentakt-Sequenz,
d.h. um 4, 8, 16 usw. Takte zu spät ausgelesen und infolgedessen bleibende Musterverschiebungen
(in F i g. 5 nach links anstatt nach rechts) auftreten würden, weil der Komparator 48,71 erst dann
wieder Lesetaktsignale abgibt, wenn nach einer Maschinentakt-Sequenz die Codesignale mit den
erwarteten Codesignalen übereinstimmen.
Zur Vermeidung derartiger Fehler kann der Kompa-
Zur Vermeidung derartiger Fehler kann der Kompa-
rator 48 erfindungsgemäß so ausgebildet sein, daß er beim Vorauseilen der erwarteten Codesignale im
Vergleich zu den Codesignalen in der beschriebenen Art die Lesetaktsignale vorübergehend unterdrückt, beim
Vorauseilen des Codesignals im Vergleich zum erwarteten Codesignal dagegen sofort ein Alarmsignal erzeugt,
durch das z. B. die Maschine abgestellt wird. Auf diese Weise kann die Bedienungsperson beim Stillstand der
Maschine dem Rechner oder Speicher manuell so lange
ίο Taktsignale zuführen, bis das unter dem Lesekopf
befindliche Informationswort wieder dem exakt nachfolgenden Maschinentakt zugeordnet und die Musterverschiebung
beseitigt ist
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Programmsteuereinrichtung für die Arbeitsorgane einer Maschine, enthaltend einen Speicher,
eine Einrichtung, mittels der bei jedem Maschinen- s
takt ein neues Informationswort zwecks Ansteuerung der Arbeitsorgane aus dem Speicher gelesen
wird, und eine Einrichtung zur Erzeugung von je einem Lesetakt-Signal pro Maschinentakt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abtastvor-
richtung (17,19) vorgesehen ist, der an einem mit der
Maschine (35) synchronisierten Bauteil (11) Markierungen derart zugeordnet sind, daß innerhalb
aufeinanderfolgender Maschinentakt-Sequenzen vorgewählter Länge pro Maschinentakt ein vom
Maschinentakt abgeleitetes, unterschiedliches Codesignal (a, 6J erzeugt wird, und daß die Einrichtung zur
Erzeugung von je einen Lesetaktsignal pro Maschinentakt einen Komparator (48, 71) umfaßt, dem die
Codesignale (a,b) und erwartete Codesignale (a', b') 2»
zugeführt werden.
2. Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der Ansteuerung periodisch arbeitender Maschinen jede Maschinentakt-Sequenz einer Periode entspricht
3. Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 1 zur Ansteuerung einer Rundstrickmaschine mit
einem Nadelzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß jede Maschinentakt-Sequenz einer vollen Umdrehung des Nadelzylinders (35) entspricht wi
4. Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Maschinentakt-Sequenz einem Bruchteil einer vollen
Periode bzw. einer vollen Umdrehung des Nadelzylinders entspricht r,
5. Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Maschinentakt-Sequenz mindestens vier Maschinentakte umfaßt
6. Programmsteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Markierungen (13,15,65) am Nadelzylinder (35) der Rundstrickmaschine oder an einem synchron zu
diesem angetriebenen Bauteil (11) vorgesehen sind.
7. Programmsteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die -n
Einrichtung zur Erzeugung der Codesignale (a, b)
eine Lichtschranke (11 bis 19) aufweist
8. Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtschranke eine
im Maschinentakt gedrehte Scheibe (11) mit vt Löchern bzw. Schlitzen (13) und zwischen diesen
befindlichen Stegen (15) sowie optisch-elektrische Abtastvorrichtungen (17, 19) aufweist, die zueinander versetzt angeordnet sind.
9. Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 8, v> dadurch gekennzeichnet, daß zwei Abtastvorrichtungen (17,19) vorgesehen sind, deren Ausgangssignale (a, b)um etwa 90° phasenverschoben sind.
10. Programinsteuereinrchtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 9. dadurch gekennzeichnet, daß die m>
erwarteten Codesignale (a', b') in einem von den Ausgangssignalen des Komparator? (48) gesteuerten
Zähler (49) gespeichert sind, der so viele Zählstufen aufweist, wie Codesignale (a, 6)vorgesehen sind.
11. Programmsteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
erwarteten Codesignale (a', b')aus den Codesignalen (a, ^ableitbar sind.
12. Programmsteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis ί 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
eine Teil (a') des erwarteten Codesignals durch Invertierung des einen Teils (b) des Codesignals
erhalten wird und der andere Teil (b'Jdes erwarteten
Codesignals dem anderen Teil (a) des Codesignals entspricht
13. Programmsteuereinrichhing nach einem der
Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwecks elektronischer Steuerung einer Strickmaschine einen Kernspeicher, ein oder mehrere
Schieberegister, einen elektromagnetischen Trommel-, Platten- oder Scheibenspeicher oder einen
Lochbandspeicher als Speicher aufweist, wobei jedem Informationswort als erwartetes Codesignal
(a', b') eine Adresse oder eine Anzahl von Kontrollbits zugeordnet ist, die im Komparator (71)
mit den vom Strickmaschinentakt abgeleiteten Codesignalen (a, b) verglichen wird.
14. Programmsteuereinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Codesignale (a,
b) sowohl den einen Eingängen des Komparators (48) als auch den Eingängen zweier Flipflops (55,57)
zugeführt sind, dessen Ausgänge über Kreuz mit den anderen Eingängen des Komparators (48) verbunden sind, wobei am Ausgang des einen Flipflops (57)
eine Invertierung des Eingangssignals vorgenommen wird, und daß an die Takteingänge der beiden
Flipflops (55,57) der Ausgang des Komparators (48) angeschlossen ist
15. Programmsteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Komparator (48) so ausgebildet ist, daß er beim Vorauseilen des Codesignais im Vergleich zum
erwarteten Codesignal ein Alarmsignal abgibt
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