DE2126003C3 - Bauwerksabdeckung aus profilierten, länglichen, freitragenden Abdeckelementen - Google Patents
Bauwerksabdeckung aus profilierten, länglichen, freitragenden AbdeckelementenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bauwerksabdeckung aus profilierten, länglichen, freitragenden Abdeckelementen,
deren Längsränder im Abstand voneinander liegen und durch eine Überbrückung miteinander
verbunden sind und deren Querränder einander schindelartig überlappen, wobei die überdeckten Querränder
jeweils starr mit der Tragkonstruktion verbunden sind und ein Dichtungsprofil in jeder Überdekkungsfuge
zwischen den Abdeckelementen angeordnet ist Eine derartige Abdeckung kommt insbesondere bei
Hallen, Stadien oder ähnlichen Bauwerken zur Verwendung.
S Es ist bereits bekannt, Hallen, Stadien oder ähnliche
Bauwerke mit einem lichtdurchlässigen Dach zu versehen, wobei zur Abdeckung großformatige Abdsckelemente
aus durchsichtigem oder durchscheinendem Kunststoffmaterial dienen, die auf einem Seilnetz
ίο befestigt werden. Bei derartigen Abdeckungen entstehen
dadurch Schwierigkeiten, daß Relativverschiebungen der Abdeckelemente gegeneinander und gegenüber
dem Traggerüst aufgenommen werden müssen und daß die einzelnen Abdeckelemente miteinander so dicht
is verbunden werden müssen, daß Regen oder Schmelzwasser
nicht durchtreten kann.
Bei einer bekannten Abdeckung dieser Art (DT-Gbm 70 12 277) besteht die dichte Verbindung für die Ränder
der im wesentlichen in einer Ebene nebeneinanderliegenden großflächigen Abdeckelemente aus einem aus
dieser Ebene heraustretenden dehnungsfähigen Dichtungsprofil, dessen Ränder mit den Rändern der
Abdeckelemente mechanisch fest und dicht verbunden sind. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Abdichtung
dieser Verbindung im Bereich der Fugenkreuzungspunkte, d. h, an den Punkten, an denen drei oder vier
Abdeckelemente zusammenstoßen, verhältnismäßig umständlich herzustellen ist. Auch die Aufnahme der
Relativverschicbungen der Abdeckelemente gegeneinander und gegenüber dem Traggerüst ist bei der
bekannten Abdeckung nur mit einem entsprechend großen Aufwand möglich.
Bei einer bekannten Bauwerksabdeckung der eingangs angegebenen Art (DT-Gbm 19 26 403) sind
nebeneinander aus Asbestzement, Blech, Kunststoff od. dgl. bestehende Wellplatten angeordnet Die Fugen
zwischen den Längsrändern dieser Platten werden jeweils durch schmale Deckstreifen überbrückt, die sich
senkrecht zur Traufe erstrecken und die sowohl im Werkstoff als auch im Profil mit den Wellplatten
übereinstimmen. Die Querränder dieser Wellplatten überlappen einander schindelartig und nehmen zwischen
sich ein Dichtungsprofil auf, das ein Eindringen von Feuchtigkeit durch diese Überdeckungsfugen
verhindert. Diese Wellplatteneindeckung erfordert jedoch eine starre Tragkonstruktion und erlaubt keine
Relativbewegung der einzelnen Wellplatten gegeneinander.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bauwerksabdeckung der eingangs erläuterten Art, die in einfacher Weise auf ihrer Tragkonstruktion montiert werden kann, so auszubilden, daß Verschiebungen der Abdeckelemente gegeneinander und gegenüber der Tragkonstruktion, die beweglich sein kann, ohne
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bauwerksabdeckung der eingangs erläuterten Art, die in einfacher Weise auf ihrer Tragkonstruktion montiert werden kann, so auszubilden, daß Verschiebungen der Abdeckelemente gegeneinander und gegenüber der Tragkonstruktion, die beweglich sein kann, ohne
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die überdeckenden Querränder der Abdeckelemente
jeweils an* dem parallel zu ihnen verlaufenden, elastisch ausgebildeten Dichtungsprofil befestigt sind,
das wiederum an den überdeckten Querrändern der Abdeckelemente festgelegt ist, und daß die Längsränder
benachbarter Abdeckelemente in an sich bekannter Weise durch mit diesen verbundene elastische Dichtungsstreifen
überbrückt sind.
Bei einer in dieser Weise ausgebildeten Bauwerksabdichtung können sich die Abdeckelemente sowohl
gegeneinander als auch gegenüber einer starren oder beweglichen Tragkonstruktion verschieben, ohne daß
dabei die Abdichtung beeinträchtigt wird.
Bei einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Abdeckelemente rinnenförmig ausgebildet
Dabei können die Längsränder der Abdeckelemente in vorteilhafter Weise aufgebogen sein.
Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Abdeckelemente durch Aufbiegen
ihrer Längs- und Querränder wannenförmig ausgebildet Bei diesem Ausführungsbeispiel ist es besonders
zweckmäßig, wenn die überdeckenden Querränder der Abdeckelemente Wasserabflußöffnungen aufweisen.
Die Abdeckelemente bestehen vorzugsweise aus einem warmverformbaren, durchsichtigen oder durchscheinenden
Kunststoff, z. B. aus einem Polycarbonat Aus derartigem Materia! hergestellte Abdeckelemente
lassen sich leicht in relativ großen Längen von etwa 4 m und in Breiten von etwa 1,5 bis 2 m herstellen.
Zur Abdichtung der senkrecht zur Traufe gerichteten Elementenfugen dienen elastische Dichtungsstreifen,
die die Ränder benachbarter Abdeckelemente miteinander verbinden. In vorteilhafter Weise sind in diesen
Dichtungsstreifen Nuten zur Aufnahme der Längsränder der benachbarten Abdeckelemente vorgesehen.
Zum Festlegen der Dichtungsstreifen an den Längsrändern der Abdeckelemente sind in vorteilhafter Weise
umgekehrt U-förmige Klemmschienen vorgesehen. Die Längsränder der Abdeckelemente, die Dichtungsstreifen
und die Klemmschienen sind zweckmäßigerweise miteinander verschraubt.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei
zeigt
F i g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Bauwerksabdeckung in schematischer Darstellung,
F i g. 2 den Gegenstand nach F i g. 1 in einem Schnitt senkrecht zur Traufe,
Fig.3 in vergrößertem Maßstab die Abdichtung zwischen den Längsrändern benachbarter Abdeckelemente,
Fig.4 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Bau-Werksabdeckung
in einem Schnitt parallel zur Traufe,
F i g. 5 den Gegenstand nach F i g. 4 in einem Schnitt
senkrecht zur Traufe und
Fig.6 in vergrößertem Maßstab die Abdichtung
zwischen den Längsrändern benachbarter Abdeckelemente.
In Fig. 1 ist schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt, wobei rinnenförmige Abdeckelemente 1 nebeneinanderliegend angeordnet
sind, deren nach oben gerichtete Längsränder 5, 6 mittels eines Dichtungsstreifens 12 miteinander verbunden
sind. Dabei ist die Anordnung derart getroffen, daß die Längsränder 5, 6 zweier benachbarter Abdeckelemente
1 einen Grat bilden, so daß die Anordnung im Querschnitt etwa girlandenförmig erscheint.
F i g. 2 zeigt das Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 in einem Schnitt senkrecht zur Traufe. Dabei ist ersichtlich,
daß sich zwei aufeinanderfolgende Abdeckelemente 1 schindelartig überdecken. Zur Befestigung der überdeckten
Querränder 9 der Abdeckelemente 1 an Tragseilen 3 dienen Tragprofile 17, die einerseits mit
einer Klemmschelle 19 und andererseits mit einem Dichtungsprofil 18 verbunden sind. Regen- oder
Schmelzwasser fließt in den Tälern der rinnenförmigen
Abdeckelemente 1 das Dach hinunter, so daß an sich eine besondere Abdichtung in Querrichtung nicht
erforderlich wäre. Um auch einen eventuellen Rückstau oder ein Eindringen von Wasser durch Winddruck ins
Dachinuere an den Überlappungsstellen aufeinanderfolgender
Abdeckelemente 1 zu verhindern, sind die Befestigungsprofile gleichzeitig als Dichtungsprofile 18
ausgebildet. Die Dichtungsprofile 18 sind aus elastischem Material, so daß eine Relativverschiebung des
überdeckenden Querrandes 10 des oberen Abdeckelementes 1 gegenüber dem an der Tragkonstruktion starr
befestigten überdeckten Querrand 9 des unteren Abdeckelements 1 ermöglicht ist
In Fig.3 ist in vergrößertem Maßstab die Abdichtung
zwischen den Längsrändern 5, 6 benachbarter Abdeckelemente 1 dargestellt Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die schindelartige Überlappung zweier in Längsrichtung aufeinanderfolgender Abdeckelemente
1 deutlich ersichtlich. Die Längsränder 5,6 der Abdeckelemente 1 sind nach oben abgewinkelt Zur
Verbindung dient ein elastischer, vorzugsweise auch lichtdurchlässiger Dichtungsstreifen 12.
Der Dichtungsstreifen 12 weist Nuten 13, 14 zur Aufnahme der Längsränder 5 bzw. 6 auf. Der
Dichtungsstreifen 12 wird im Nutbereich 15 mit den Längsrändern 3, 6 mittels U-förmiger Klemmschienen
16 verbunden, wobei diese Teile in Abständen miteinander verschraubt sind.
In Fig.4 ist ein anderes Ausführungsbeispiel
dargestellt, bei dem die Abdeckelemente 2 in an sich bekannter Weise wannenförmig ausgebildet sind. Bei
diesen Abdeckelementen 2 sind die Längsränder 7, 8 und auch die Querränder 9,10 nach oben abgewinkelt
Dadurch ergeben sich an den Randbereichen dachrinnenartige Vertiefungen. Die Längsränder 7, 8 zweier
nebeneinanderliegender Abdeckelemente 2 sind wiederum durch den elastischen Dichtungsstreifen 12
verbunden. Die Befestigung der überdeckten Querränder 9 der Abdeckelemente 2 auf einem Spannseil 4
erfolgt mittels Tragprofilen 17 und Klemmschellen 19, während die überdeckenden Querränder 10 der
Abdeckelemente 2 durch die Dichtungsprofile 18 festgelegt sind. In nicht näher dargestellter Weise sind
die Tragseile 3 und die Spannseile 4 miteinander verbunden.
Um das in den Abdeckelementen 2 gesammelte Regen- oder Schmelzwasser abzuleiten, sind die
überdeckenden Querränder 10 mit Abflußöffnungen 11 (F i g. 5) versehen.
In F i g. 6 ist wiederum in vergrößertem Maßstab die Abdichtung zwischen den benachbarten Längsrändern 7
und 8 zweier Abdeckelemente 2 dargeitellt. Zur Abdichtung dient ein elastischer Dichtungsstreifen 12
mit Nuten 13 und 14, in die die abgewinkelten Ränder 7 und 8 eingreifen. Über den Nutbereich 15 sind
U-förmige Klemmschienen 16 gelegt, die wiederum in Abständen mit den Rändern 7 bzw. 8 verschraubt sind.
Die Ränder der Klemmschienen 16 sind in vorteilhafter Weise abgerundet, um Quetschungen oder Beschädigungen
des Dichtungsstreifens 12 zu vermeiden.
Claims (9)
1. Bauwerksabdeckung aus profilierten, länglichen, freitragenden Abdeckelementen, deren Längsränder
im Abstand voneinander liegen und durch eine Überbrückung miteinander verbunden sind und
deren Querränder einander schindelartig überlappen, wobei die überdeckten Querränder jeweils starr
mit der Tragkonstruktion verbunden sind und ein Dichtungsprofil in jeder Überdeckungsfuge zwischen
den Abdeckelementen angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die überdeckenden Querränder (10) der Abdeckelemente (1; 2) jeweils an dem parallel zu ihnen verlaufenden,
elastisch ausgebildeten Dichtungsprofil (18) befestigt sind, das wiederum an den überdeckten Querrändern
(9) der Abdeckelemente (1; 2) festgelegt ist, und daß
die Längsränder (S, 6; 7,8) benachbarter Abdeckelemente
(1; 2) in an sich bekannter Weise durch mit diesen verbundene elastische Dichtungsstreifen (12)
überbrückt sind.
2. Bauwerksabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckelemente (1) rinnenförmig
ausgebildet sind.
3. Bauwerksabdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsränder (5, 6) der
Abdeckelemente (1) aufgebogen sind.
4. Bauwerksabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckelemente (2) durch
Aufbiegen ihrer Längs- und Querränder (7,8 bzw. 9, 10) wannenförmig ausgebildet sind.
5. Bauwerksabdeckung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die überdeckenden Querränder
(10) der Abdeckelemente (2) Wasserabflußöffnungen (11) aufweisen.
6. Bauwerksabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abdeckelemente (1; 2) auf einem warm verformbaren, durchsichtigen oder durchscheinenden Kunststoff,
z. B. aus einem Polycarboriat, bestehen.
7. Bauwerksabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtungsstreifen (12) Nuten (13,14) zur Aufnahme der Längsränder (S, 6; 7,8) benachbarter Abdeckelemente
(1; 2) aufweisen.
8. Bauwerksabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Festlegen der Dichtungsstreifen (12) an den Längsrändern (5,6; 7,8) der Abdeckelemente (1; 2)
umgekehrt U-förmige Klemmschienen (16) vorgesehen sind.
9. Bauwerksabdeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsränder (5,6; 7,8) der
Abdeckelemente (1; 2), die Dichtungsstreifen (12) und die Klemmschienen (16) miteinander verschraubt
sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712126003 DE2126003C3 (de) | 1971-05-26 | Bauwerksabdeckung aus profilierten, länglichen, freitragenden Abdeckelementen | |
| IT2481072A IT956049B (it) | 1971-05-26 | 1972-05-24 | Copertura per sale stadi o edifi ci simili |
| FR7218727A FR2139056A1 (de) | 1971-05-26 | 1972-05-25 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712126003 DE2126003C3 (de) | 1971-05-26 | Bauwerksabdeckung aus profilierten, länglichen, freitragenden Abdeckelementen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2126003A1 DE2126003A1 (de) | 1972-12-07 |
| DE2126003B2 DE2126003B2 (de) | 1977-06-08 |
| DE2126003C3 true DE2126003C3 (de) | 1978-01-26 |
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