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DE2125677C - Verfahren zur Herstellung hoch konzentrierter Salpetersaure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hoch konzentrierter Salpetersaure

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Publication number
DE2125677C
DE2125677C DE19712125677 DE2125677A DE2125677C DE 2125677 C DE2125677 C DE 2125677C DE 19712125677 DE19712125677 DE 19712125677 DE 2125677 A DE2125677 A DE 2125677A DE 2125677 C DE2125677 C DE 2125677C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitric acid
acid
gases
air
temperatures
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712125677
Other languages
English (en)
Other versions
DE2125677A1 (de
Inventor
Tetsuya Nnhama Sakakibara Yasuhito Saijo Tanaka Junji Nnhama Ohrui, (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sumitomo Chemical Co Ltd
Original Assignee
Sumitomo Chemical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sumitomo Chemical Co Ltd filed Critical Sumitomo Chemical Co Ltd
Publication of DE2125677A1 publication Critical patent/DE2125677A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2125677C publication Critical patent/DE2125677C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Zur Herstellung von Salpetersäure nach dem Ostwald-Verfahren wird Ammoniak mit Sauerstoff oder übsrschüssiger Luft katalytisch zu Stickoxid NO verbrannt, wobei sich das Stickoxid während der Ab kühlung mit noch vorhandenem Sauerstoff zu Stickstoffdioxid NO3 vereinigt. Stickstoffdioxid befindet sich im Gleichsewichi mit Distickstofftetroxid N2O4. Dieses Gleichgewichtsgemisch wird durch Zufuhr von Wasser and Luft in eine 40- bis 66%ige Salpetersäu;elösung übergeführt. Beim Destillieren wäßriger Saipetersäurelösungen nimmt mit steigender Temperatur der relative Gehalt des Dampfes an Salpetersäure zu, bis schließlich bei etwa 122:C Dampf und Lösung die gleiche Konzentration von etwa 69 Prozent Salpetersäure (spezifisches Gewicht 1,410) aufweisen. Man nennt diese Säure konzentrierte Salpetersäure. Durch Vakuumdestillation mit konzentrierter Schwefelsäure oder Magnesiumnitrat als. wasserbindendem Mine'; läßt sich diese Säure in hochkonzentrierte bzw. wasserfreie Salpetersäure überführen vgl. H ο 11 l- m a η — Wi berg, Lehrbuch der anorganischen Chemie-. 47. bis 56. Auflage, 1960, S. 235 bis 240, und Ullman-s Encvklopädie der technischen Chemie, Bd. 15 [196·',· S. 31 bis 38).
Ferner ist ein Verfahren zur Herstellung 98:..-wichtsprozentiger Salpetersäure in einem einstuik-.:, Verfahren aus Sauerstoff, verdünnter Salpeters;! u-■ und flüssigem Distickstofftetroxid unter erhöh1.-1:, Druck bekannt.
Die bekannten Verfahren zur Herstellung höh .^- konzentrierter Salpetersäure haben den Nach·;..: daß sie zusätzlich z. B. konzentrierte Schwefelsa; ;: und Sauerstoff erfordern und der Energieverbra
durch Dampf und eleWische Energie erheblich :i::
Aufgabe der Erfindung war es daher, ein v. .-, schaftliches Verfahren zur Hersteilung hochkon.:e trierter 80- bis 900/oiger Salpetersäure aus Distickstof tetroxid, verdünnter Salpetersäure und Luft zu er'.-wickeln, bei dem der apparative Aufwand und Energ:.-verbrauch geringer sind und das .^stickstoffietroxι. möglichst vollständig umgesetzt wird. Diese Aufgabwird durch die Erfindung gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahre. zur Herstellung hochkonzentrierter Salpetersäure
(a) durch Überführen verdünnter Salpetersäure nv: Distickstofftetroxid und Luft bei Drücken von 3 bis 10 atü und Temperaturen von 20 bis 70 C in N2O4-haltige 80- bis 90gewichtsprozentige Salpetersäure (Säure. A),
(b) Absorbieren von N2O4-haltigen Gasen in 80- bis 90gewichtsprozentiger Salpetersäure (Säure B).
(c) Einspeisen der Säure (A) und der Säure (B) unter Druck in eine Abstreifzone, in die im Gegenstrom Luft eingeleitet und Distickstofftetroxid abgestreift wird, und
(d) Absorbieren des in Stufe (a) nicht umgesetzten und abgetrennten Distickstofftetroxids in einem Abgaswäscher in der in Stufe (a) eingesetzten verdünnten Salpetersäure,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man einen Teil des in Stufe (c) erhaltenen Produktes in die Stufe (b) zur Absorption der NaO4-haltigen Gase zurückführt, den Rest des Produktes als hochkonzentrierte, 80- bis 90gewichtsprozentige Salpetersäure abzieht and daß man die aus der Stufe (c) erhaltene abgestreifte NtO4-haltige Luft und die in der Stufe (d) erhaltene NaO4-haltige verdünnte Salpetersäure wieder in die Stufe (a) einspeist.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht also im wesentlichen aus folgenden Stufen:
2 !25
absä!-
ίΐπ>.
du;
Ν,Ο, mit Luft au, N O.-h.i^er
K2U4 wird abgestreift.
Abstreifen des
in
Abstreifturm 6 °u 3 bis
Lu:t und
> r.!';;rührtIdaßr.1an80-bis90£evMch.,.pro7emIge ic D.c T -^n rie te Salpetersäure, d-.c in der Salreicr- gespeiste Luft
dem abgeslrel{len in einen
F^
N1O1 wird zusammen m,t d-r iu!i in die
ein Rührwerk 13 sowie; eine
tblsUcher in verJilr.n.er Sa.poter.aure ^™ «ng^u
an
einem Abgaswäscher 17 austretende, n.cht al Sa!nelersäure und Lu.t ais »-;--."r;5nrozenti"e
.... Gase werden durch ^c Le.tun« J) .u- ^1 ,...,^o^entnerte, SO-bis 90gew;ichtsprozent,
; mlt Stickox.dcn, w.e NO ur.a NO,. durcn ^t UOk ^n man be. Druc_-,n von
■Jiiungl in einen N/O.-Absorpt.on.iurm . ^n- 3, Sa^t ^ aturcn VOn 20 bis /ü C a _
.-, In diesem Absorptionstürm w.rd d^ Stu.^- 3 bis ^ jschen Herstellung *'rd..v°rzu^.
SO ,m Distickstofftetroxid cnthaUendem oa. Jj ^70gewlchtsProzentige Salpetersäure cn
n Sauerstoff, der in dem ^s den. ADga»- -e^^ ^be5le fe ht iedoch keine kritische: Grenz, fur Π stammenden Gas enthalten ist zu N1U1 g«tzr t, ^ eingesemen verdünnten SJ
salpetersäure g
Platten im
2 und en
P 2
mit Luft erzeugt.
Die erhaltene N2O4-haltige hochkonzentrierte 80- 6« bis QOgewichtsprozentige Salpetersaure (Säure B) wird anschließend durch eine Leitung S. in den Kopf eines NiOj-Abstreifturines 6 cingespeis«. Gleichzeitig wird hochkonzentrierte Salpetersäure (Säure A) durch die Leitung 9 in den .^.bstreitturm 6 eingespeist. Dieser Abstreifturm 6 enthält durchlöcherte Platten und eine Heizschlange ">. In dem Abstreifturm 6 wird die iliirch die Leitung 8 in seinen Boden eingespeiste Luft
s|SS
Leitung 14 in den Salpetersäure-Synthesereaktor 12 geführt. Die Absorption des nicht umgesetzten N2O1 im Abgaswäscher 17 (Stufe d) wird bei Drücken von 3 bis lOatü und Temperaturen von O bis 4O0C durchgeführt. Auf diese Weise werden 80 bis 90% des mit der Luft mitgerissenen Distickstofftetroxids. die durch den Salpetersäure-Synthesereaktor 12 hindurchtritt, von der verdünnten Salpetersäure absorbiert.
Die nicht absorbierten Gase im Abgaswäscher 17 enthalten noch geringe Mengen N2O4. Deshalb werden diese Gase durch die Leitung 20 in den N8O4-Absorptionsturm 2 eingespeist, um das restliche N2O4 abzutrennen.
Wie vorstehend beschrieben, werden erfindungsgemäß die Absorption und das Abstreifen des N8O4 unter dem gleichen Druck durchgeführt. Deshalb ist der Energieverbrauch zur Kreislaufführung des Absorptionsmittels gering. Ferner kann man zum Abstreifen des N,O4 als Wärmequelle eine verhältnismäßig niedrige Abwärme verwenden, da das Abstreifen des N1O4 in Gegenwart der eingespeisten Luft durchgeführt wird. Auf diese Weise läßt sich die Abstreiftemperatur vermindern.
Die Synthese der Salpetersäure wird ebenfalls bei praktisch dem gleichen Druck durchgeführt wie das Abstreifen des Distickstofftetroxids. Aus diesem Grunde kann das abgestreifte N8O4 in den Salpetersäure-Synthesereaktor 12 als solches zusammen mit der eingespeisten Luft zugeführt werden. Hierdurch entfallen komplizierte Vorrichtungen und Arbeitsgänge, wie die Zufuhr von isoliertem Distickstofftetroxid zum Reaktionssystem durch eine Pumpe oder einen Kompressor, wie das bei den bekannten Verfahren der Fall ist.
Das Waschen der Abgase im Abgaswäscher 17 (Stufe d) wird ebenfalls bei praktisch dem gleichen Druck durchgeführt wie die Absorption des N2O4 und die Synthese der Salpetersäure. Deshalb kann auch die Absorption des nicht umgesetzten N2O4 in der eingespeisten verdünnten Salpetersäure und das Einspeisen der N8O4-haltigen verdünnten Salpetersäure
ίο in den Salpetersäure-Synthesereaktor 12 ohne zusätzliche Einrichtungen, wie eine Pumpe oder einen Kompressor, durchgeführt werden. Es ist auch nicht erforderlich, das Absorptionsmittel zu regenerieren oder zu ergänzen, und sowohl die Vorrichtungen als auch die Arbeitsgänge sind sehr einfach, da ein Teil der im Salpetersäure-Synthesereaktor 12 erzeugten Salpetersäure als Absorptionsmittel für N8O4 verwendet werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat somit den
»o großen Vorteil, daß die Einrichtungen und Arbeitsgänge vereinfacht werden, der Energieverbrauch geringer ist und die Abwärme durch rationelle Ausnut-, zung und Kombination der Ausgangsmaterialien und Vorrichtii igen wirksam ausgenutzt werden kann.
'5 Das Beispiel erläutert die Erfindung.
Beispiel
85gewichtsprozentige hochkonzentrierte Salpetersäure wird unter den in der Tabelle angegebenen Bedingungen gemäß dem Fließschema der Figur hergestellt.
Tabelle
Vorrich- Strömungs kg/Std. A Druck
atU
NO Konzc
NO,
ntratio
N1O1
ι und 2
O,
Zusamme
N,
η setzung
H1O
HNO, Einheit
der
Prozente
tungstcü,
Bezugs-
zeichen-Nr.
geschwindig
keit
kg-Mol/Std.
EO
le
°c
6,0 5,5 6,1* 3,4 85,0 Molprozent
1 11,59 25 6,5 21,0 79,0 Molprozent
8 3,10 60 6,0 4,3* 11,2 84.5 Molprozent
20 2,90 25 5,7 0,2* 2,5 97.3 Molprozent
21 10,72 405 15 0,3 15,0 84,7 Gewichtspr zent
4 472 10 14,5 12,8 72,7 Gewichtsprozent
5 270 20 25,1 11,3 52,6 Gewichtsprozent
9 203 50 0,3 15,0 84,7 Gewichtsprozent
10 132 25 32,0 68,0 Gewichtsprozent
18 25
Angegeben als NO1, ist jedoch ein Gemisch von NO, + N1O1.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung hochkonzentrierter Salpetersäure
(a) durch Überführen verdünnter Salpetersäure mit Distickstofftetroxid und Luft bei Drücken von 3 bis 10 atü und Temperaturen von 20 bis 70 in N2Orhaltige, 80- bis 90gewichtsprozentige Salpetersäure (Säure A),
(b) Absorbieren von N2O4-haltigen Gasen in 80-bis 90gewichtsprozentiger Salpetersäure (Säure B),
(c) Einspeisen der Säure (A) und der Säure (B) unter Druck in eine Abstreifzone, in die im Gegenstrom Luft eingeleitet und Distickstofftetroxid ?ugestr2ift wird, und
(d) Absorbieren des in Stufe (a) nicht umgesetzten und abgetrennten Distickstofftetroxids in einem Abgaswäscher in der in Stufe (a) eingesetzten verdünnten Salpetersäure,
dadurch ge kennzeichnet, daß man einen Teil des in Stufe (c) erhaltenen Produktes in die Stufe (b) zur Absorption der N,-O4-haltigen ^5 Gase zurückführt, den Rest des Produktes als hochkonzentrierte, 80- bis 90gewichtsprozentige Salpetersäure abzieht und daß man die aus der Stufe (c) erhaltene abgestreifte N,O4-haltige Luft und die in der Stufe (d) erhabene N2O,-haltige verdünnte Salpetersäure wieder in die Stufe (a) einspeist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die in Stufe (d) nicht absorbierten Gase in die Stufe (b) einsetzt und das in diesen Gasen enthaltene Stickoxid NO mit dem in den nicht absorbierten Gasen enthaltenen Sauerstoff zu Distickstofftetroxid oxydiert.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in Stufe (b) benötigten N2O1-haltigen Gase durch katalytische Verbrennung von Ammoniak mit Luft erzeugt worden sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man für die in Stufe (a) benötigte verdünnte Salpetersäure eine 60- bis 70gewichis- 4; prozentige Salpetersäure verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe (b) bei Drücken von 3 bis 10 atü und Temperaturen von —20 bis -f-50°C durchführt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe (c), das heißt das Abstreifen des Distickstofftetroxids, bei Drücken von 3 bis 10 atü und Temperaturen von 30 bis 1000C durchführt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe (d) bei Drücken von 3 bis 10 atü und Temperaturen von 0 bis 400C durchführt.
60
DE19712125677 1970-05-27 1971-05-24 Verfahren zur Herstellung hoch konzentrierter Salpetersaure Expired DE2125677C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP4592270 1970-05-27
JP4592270 1970-05-27

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2125677A1 DE2125677A1 (de) 1971-12-02
DE2125677C true DE2125677C (de) 1973-05-03

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