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DE2123009B2 - Drehgestell für schnellfahrende Schienenfahrzeuge - Google Patents

Drehgestell für schnellfahrende Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE2123009B2
DE2123009B2 DE2123009A DE2123009A DE2123009B2 DE 2123009 B2 DE2123009 B2 DE 2123009B2 DE 2123009 A DE2123009 A DE 2123009A DE 2123009 A DE2123009 A DE 2123009A DE 2123009 B2 DE2123009 B2 DE 2123009B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bogie
bogie frame
lever
flat link
guide plates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2123009A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2123009A1 (de
DE2123009C3 (de
Inventor
Anton 5070 Bergisch Gladbach Hoehner
Adolf Dr.-Ing. 4950 Minden Mielich
Georg 5060 Bensberg Oestreicher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Waggon Union 1000 Berlin und 5900 Siegen GmbH
Original Assignee
Waggon Union 1000 Berlin und 5900 Siegen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Waggon Union 1000 Berlin und 5900 Siegen GmbH filed Critical Waggon Union 1000 Berlin und 5900 Siegen GmbH
Priority to DE19712123009 priority Critical patent/DE2123009C3/de
Publication of DE2123009A1 publication Critical patent/DE2123009A1/de
Publication of DE2123009B2 publication Critical patent/DE2123009B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2123009C3 publication Critical patent/DE2123009C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61FRAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
    • B61F5/00Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
    • B61F5/26Mounting or securing axle-boxes in vehicle or bogie underframes
    • B61F5/30Axle-boxes mounted for movement under spring control in vehicle or bogie underframes
    • B61F5/32Guides, e.g. plates, for axle-boxes
    • B61F5/325The guiding device including swinging arms or the like to ensure the parallelism of the axles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Springs (AREA)
  • Handcart (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

35
Die Erfindung bezieht sich auf c-in Drehgestell für schnellfahrende Schienenfahrzeuge, dessen Achsbuchsen für die Radsätze auf beiden Fahrzeuglängsseiten mittels zweier zueinander paralleler, in verschiedenen Höhenebenen liegender Flachlenkerblätter geführt sind, wobei der Wagenkasten auf dem gegenüber den Radsätzen über Federn abgestützten Drehgestellrahmen aufliegt.
Durch die Führung der Radsätze mittels Flachlenkerblättern, die starr, d. h. spiel- und reibungsarm bzw. -frei mit den Achsbuchsen verbunden sind und von denen mindestens je ein Flachlenkerblatt in Längsrichtung unnachgiebig mit dem Drehgestellrahmen verbunden ist, ist eine Streckung des Sinuslaufes eines Schienenfahrzeug-Drehgestells bewirkbar, die zwar einen ruhi- w gen Wagenlauf bei den bisher gefahrenen relativ hohen Geschwindigkeiten gewährleistete, aber für einen ruhigen Wagenlauf bei Geschwindigkeiten über 200 km/h nicht mehr ausreichend sind.
Der durch die exakte Achsbuchsführung an den in jahrelangem Einsatz hervorragend bewährten, bekannten Drehgestellen nach DE-PS 8 34 256 weitgehend gestreckte Sinuslauf bewirkte bereits ausgezeichnete Laufeigenschaften. Beim Fahren mit höherer Geschwindigkeit, etwa 200 bis 250 km/h, stellte sich bei w> Verwendung der bekannten Drehgestelle eine die Betriebssicherheit und den Fahrkomfort erheblich beeinträchtigende Laufunruhe des Schienenfahrzeugs ein. Das Schienenfahrzeug gerät bei hoher Geschwindigkeit in einen Resonanzbereich, der infolge Streckung des Sinuslaufes bei den bisher gefahrenen Geschwindigkeiten nicht, erreicht wurde.
Bei einer weiteren vorbekannten Konstruktion, die in
der DE-AS 1148 575 beschrieben ist, erfolgt die Achsbuchsführung durch einen kombinierten Längsund Querlenker, der einendig fest mit der Achsbuchse verbunden ist und nahe seinem anderen Ende eine vertikale Bohrung aufweist, in die ein vertikaler, am Drehgestell befestigten Zapfen unter Zwischenschaltung einer Gummi-Metallhülse formschlüssig eingreift. Die Lenker sind an ihrem in dem Zapfen geführten Ende durch eine flache Einblattfeder, die fest in die Lenker eingespannt ist, verbunden. Die Achsen bilden somit mit der Einblattfeder und den Lenkern einen horizontal steifen Verband, der eine nahezu spielfreie Führung der Radsätze bewirkt
Nachteilig bei dieser Ausführung ist ebenfalls die Laufunruhe bei hohen Geschwindigkeiten, da durch den gestreckten Sinuslauf wie bei der Konstruktion nach der DE-PS 8 34 256 das Fahrzeug bei steigender Geschwindigkeit in den Resonanzbereich gerät
Die der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Drehgesteil zu schaffen, das einen ruhigen Wagenlauf selbst bei höchster Geschwindigkeit zuläßt, das aber andererseits auch für einen Fahrbetrieb bei mittlerer Geschwindigkeit uneingeschränkt geeignet ist
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Achsbuchsen durch die auf der dem benachbarten Radsatz zugekehrten Seite der Achsbuchse liegenden Flachlenkerblätter an dem freien Ende eines um einen am Drehgestellrahmen befestigten, in waagerechter Richtung quer zur Drehgestell-Längsachse stehenden Zapfen in Fahrtrichtung schwenkbaren Hebels angelenkt ist, wobei die Beweglichkeit des Hebels gegen Rückstellkraft oder gegen durch Reibungsschluß hemmbare Rückstellkraft erfolgt und die freien, an den Enden der Flachlenkerblätter angelenkten Enden der zu beiden Seiten des Drehgestells angeordneten Hebel durch ein durchgehendes Zwischenstück verbunden sind.
In Ausgestaltung der Erfindung ist nach Patentanspruch 2 zwischen dem Drehgestellrahmen und den Hebeln je eine Scheibe aus reibfeisten und/oder elastischem Werkstoff angeordnet und die Hebel sind mittels je einer Mutter mit einer wählbaren Kraft gegen diese und den Drehgestellrahmen drückbar. Für den Anspruch 2 wird Schutz nur in Verbindung mit dem Hauptanspruch gesucht.
Erfindungsgemäß ist erreichbar, daß das Drehgestell aufgrund der beliebigen und mühelos durchführbaren Umstellbarkeit von einer festen auf eine nachgiebige Anlenkung der Flachlenkerblätter für einen Fahrbetrieb sowohl bei mittlerer als auch bei höchster Geschwindigkeit geeignet ist. Bei einer Lockerung der Verbindung dec Drehgestellrahmens mit den Hebeln, an denen die freien Enden der Flachlenkerblätter angelenkt sind, wird der Resonanzbereich, in dem ohn« Streckung des Sinusverlaufes gefahren wird, in einem niedrigen Geschwindigkeitsbereich verlegt, der bei den heute erreichbaren starken Beschleunigungen kurzfristig unschädlich durchfahrbar ist. Bei einer starren Führung der Flachlenkerblätter, d. h. beim festen Anlegen der Hebel am Drehgestellrahmen, ist der Resonanzbereich so hoch legbar, daß er bei mittlerer Geschwindigkeit nicht erreichbar ist. In einem Resonanzbereich kann mit niedriger Geschwindigkeit, zumal dies nur kurzfristig geschieht, bedenkenlos gefahren werden. Dagegen ist es gefährlich, bei Höchstgeschwindigkeit in einen Resonanzbereich zu gelangen. Änderung der Beweglichkeit der Hebel ließe sich auch durch veränderbare
Anschläge oder auch Bolzen erzielen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Zeichnung dargestellt Es zeigt
Fig, 1 die Radsatzführung des Drehgestells in der Seitenansicht,
F i g. 2 die Radsatzführung nach F i g. 1 in der Draufsicht,
F i g. 3 den senkrechten Schnitt HI-IlI nach F i g. 2.
Mit 1 ist ein Wagenkasten bezeichnet, der sich im Ausführungsbeispid über eine Gasfeder 2 im Bereich ι ο der Drehgestell-Drehachse auf einem Querträger 13 eines in Η-Form ausgebildeten Drehgestellrahmens 3 abstützt Die Längsträger des Drehgestellrahmens liegen über Federn 4 auf Achsbuchsen 5 auf, die im Ausführungsbeispiel durch je zwei zueinander parallele in verschiedenen Höhenebenen angeordnete Flachlenkerblätter 6 geführt werden. Die Flachlenkerblätter 6 sind mit der Achsbuchse 5 fest verbunden. Die dem benachbarten Radsatz zugewandten freien Enden der Flachlenkerblätter 6 sind mit einem Zwischenstück 7 fest verbunden, das parallel zur Radsatzpchse angeordnet ist und an dessen Stirnseiten Zapfen 8 angeordnet sind, in die die freien Enden von im Drehgestellrahmen 3 um waagerechte, am Drehgestellrahmen quer zur Drehgestell-Längsachse befestigte Zapfen 8' schwenkbaren Hebeln 9 eingreifen. Die Hebel 9 können mittels Muttern 11 unnachgiebig, d. h. nicht verschwenkbar mit dem Drehgestellrahmen 3 verbunden werden. Bei dieser Befestigungsweise ist das Drehgestell für mittlere Geschwindigkeiten geeigent, d.h. der Sinuslauf des Drehgestells ist weitgehend gestreckt und ein Resonanzbereicb wird nicht erreicht Zweckmäßig wird zwischen Hebel 9 und Drehgestellrahmen 3 eine Scheibe 10 aus reibfestem und/oder elastischem Werkstoff gelegt Bei Lockerung der Verbindung des Hebels 9 mit dem Drehgestellrahmen 3 ist der Hebel 9 um seinen im Ausführungsbeispiel oberen Drehpunkt elastisch verschwenkbar, wobei die Achsbuchsführung eine gewisse Nachgiebigkeit erfährt Dies hat zur Folge, daß das Drehgestell bei niedriger Geschwindigkeit in einen sich aus dem Sinuslauf ergebenden Resonanzbereich gerät »en das Drehgestell jedoch infolge der heute erreichbaren höheren Beschleunigungen nur noch kurzfristig durchfährt
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Drehgestell für schnellfahrende Schienenfahrzeuge, dessen Achsbuchsen für die Radsätze Hilf beiden Fahrzeuglängsseiten mittels zweier zueinander paralleler, in verschiedenen Höhenebenen liegender Flachlenkerblätter geführt sind, wobei der Wagenkasten auf dem gegenüber den Radsätzen über Federn abgestützten Drehgestellrahmen aufliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsbuchsen (5) durch die auf der dem benachbarten Radsatz zugekehrten Seite der Achsbuchse liegenden Flachlenkerblätter (6) an dem freien Ende eines um einen am Drehgestellrahmen (3) befestigten, in waagerechter Richtung quer zur Drehgestelllängsachse stehenden Zapfen (8) in Fahrtrichtung schwenkbaren Hebels (9) angelenkt ist, wobei die Beweglichkeit des Hebels (9) gegen Rückstellkraft oder gegen durch Reibungsschluß hemmbare Rückstellkraft erfolgt und die freien, an die Enden der Flachlenkertlätter (6) angelenkten Enden der zu beiden Seiten des Drehgestells angeordneten Hebel (9) durch ein durchgehendes Zwischenstück (7) verbunden sind.
2. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Drehgestellrahmen (3) und den Hebeln (9) je eine Scheibe (10) aus reibfestem und/oder elastischem Werkstoff angeordnet und die Hebel (9) mittels je einer Mutter (11) mit einer wählbaren Kraft gegen diese und den so Drehgestellrahmen (3) drückbar sind.
DE19712123009 1971-05-10 1971-05-10 Drehgestell fur schnellfahrende Schienenfahrzeuge Expired DE2123009C3 (de)

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Publication Number Publication Date
DE2123009A1 DE2123009A1 (de) 1972-11-16
DE2123009B2 true DE2123009B2 (de) 1979-06-13
DE2123009C3 DE2123009C3 (de) 1980-02-14

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3715633A1 (de) * 1987-05-11 1988-11-24 Duewag Ag Drehgestell fuer schienenfahrzeuge, insbesondere fuer stadtbahnwagen

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102017128598B4 (de) 2017-12-01 2019-10-31 Andreas Fiedler Anordnung zum Dämpfen des Wankens und zum Querstabilisieren eines Wagenkastens für Landfahrzeuge

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DE3715633A1 (de) * 1987-05-11 1988-11-24 Duewag Ag Drehgestell fuer schienenfahrzeuge, insbesondere fuer stadtbahnwagen

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DE2123009A1 (de) 1972-11-16
DE2123009C3 (de) 1980-02-14

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