DE2123009B2 - Drehgestell für schnellfahrende Schienenfahrzeuge - Google Patents
Drehgestell für schnellfahrende SchienenfahrzeugeInfo
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- 239000013013 elastic material Substances 0.000 claims description 3
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 230000000452 restraining effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F5/00—Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
- B61F5/26—Mounting or securing axle-boxes in vehicle or bogie underframes
- B61F5/30—Axle-boxes mounted for movement under spring control in vehicle or bogie underframes
- B61F5/32—Guides, e.g. plates, for axle-boxes
- B61F5/325—The guiding device including swinging arms or the like to ensure the parallelism of the axles
Landscapes
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- Vehicle Body Suspensions (AREA)
Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf c-in Drehgestell für
schnellfahrende Schienenfahrzeuge, dessen Achsbuchsen für die Radsätze auf beiden Fahrzeuglängsseiten
mittels zweier zueinander paralleler, in verschiedenen Höhenebenen liegender Flachlenkerblätter geführt sind,
wobei der Wagenkasten auf dem gegenüber den Radsätzen über Federn abgestützten Drehgestellrahmen
aufliegt.
Durch die Führung der Radsätze mittels Flachlenkerblättern, die starr, d. h. spiel- und reibungsarm bzw. -frei
mit den Achsbuchsen verbunden sind und von denen mindestens je ein Flachlenkerblatt in Längsrichtung
unnachgiebig mit dem Drehgestellrahmen verbunden ist, ist eine Streckung des Sinuslaufes eines Schienenfahrzeug-Drehgestells
bewirkbar, die zwar einen ruhi- w gen Wagenlauf bei den bisher gefahrenen relativ hohen
Geschwindigkeiten gewährleistete, aber für einen ruhigen Wagenlauf bei Geschwindigkeiten über
200 km/h nicht mehr ausreichend sind.
Der durch die exakte Achsbuchsführung an den in jahrelangem Einsatz hervorragend bewährten, bekannten
Drehgestellen nach DE-PS 8 34 256 weitgehend gestreckte Sinuslauf bewirkte bereits ausgezeichnete
Laufeigenschaften. Beim Fahren mit höherer Geschwindigkeit, etwa 200 bis 250 km/h, stellte sich bei w>
Verwendung der bekannten Drehgestelle eine die Betriebssicherheit und den Fahrkomfort erheblich
beeinträchtigende Laufunruhe des Schienenfahrzeugs ein. Das Schienenfahrzeug gerät bei hoher Geschwindigkeit
in einen Resonanzbereich, der infolge Streckung des Sinuslaufes bei den bisher gefahrenen Geschwindigkeiten
nicht, erreicht wurde.
der DE-AS 1148 575 beschrieben ist, erfolgt die
Achsbuchsführung durch einen kombinierten Längsund Querlenker, der einendig fest mit der Achsbuchse
verbunden ist und nahe seinem anderen Ende eine vertikale Bohrung aufweist, in die ein vertikaler, am
Drehgestell befestigten Zapfen unter Zwischenschaltung einer Gummi-Metallhülse formschlüssig eingreift.
Die Lenker sind an ihrem in dem Zapfen geführten Ende durch eine flache Einblattfeder, die fest in die Lenker
eingespannt ist, verbunden. Die Achsen bilden somit mit
der Einblattfeder und den Lenkern einen horizontal steifen Verband, der eine nahezu spielfreie Führung der
Radsätze bewirkt
Nachteilig bei dieser Ausführung ist ebenfalls die Laufunruhe bei hohen Geschwindigkeiten, da durch den
gestreckten Sinuslauf wie bei der Konstruktion nach der DE-PS 8 34 256 das Fahrzeug bei steigender Geschwindigkeit
in den Resonanzbereich gerät
Die der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Drehgesteil
zu schaffen, das einen ruhigen Wagenlauf selbst bei höchster Geschwindigkeit zuläßt, das aber andererseits
auch für einen Fahrbetrieb bei mittlerer Geschwindigkeit uneingeschränkt geeignet ist
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die Achsbuchsen durch die auf der dem benachbarten Radsatz zugekehrten Seite der Achsbuchse
liegenden Flachlenkerblätter an dem freien Ende eines um einen am Drehgestellrahmen befestigten, in
waagerechter Richtung quer zur Drehgestell-Längsachse stehenden Zapfen in Fahrtrichtung schwenkbaren
Hebels angelenkt ist, wobei die Beweglichkeit des Hebels gegen Rückstellkraft oder gegen durch Reibungsschluß
hemmbare Rückstellkraft erfolgt und die freien, an den Enden der Flachlenkerblätter angelenkten
Enden der zu beiden Seiten des Drehgestells angeordneten Hebel durch ein durchgehendes Zwischenstück
verbunden sind.
In Ausgestaltung der Erfindung ist nach Patentanspruch 2 zwischen dem Drehgestellrahmen und den
Hebeln je eine Scheibe aus reibfeisten und/oder elastischem Werkstoff angeordnet und die Hebel sind
mittels je einer Mutter mit einer wählbaren Kraft gegen diese und den Drehgestellrahmen drückbar. Für den
Anspruch 2 wird Schutz nur in Verbindung mit dem Hauptanspruch gesucht.
Erfindungsgemäß ist erreichbar, daß das Drehgestell aufgrund der beliebigen und mühelos durchführbaren
Umstellbarkeit von einer festen auf eine nachgiebige Anlenkung der Flachlenkerblätter für einen Fahrbetrieb
sowohl bei mittlerer als auch bei höchster Geschwindigkeit geeignet ist. Bei einer Lockerung der Verbindung
dec Drehgestellrahmens mit den Hebeln, an denen die freien Enden der Flachlenkerblätter angelenkt sind,
wird der Resonanzbereich, in dem ohn« Streckung des Sinusverlaufes gefahren wird, in einem niedrigen
Geschwindigkeitsbereich verlegt, der bei den heute erreichbaren starken Beschleunigungen kurzfristig
unschädlich durchfahrbar ist. Bei einer starren Führung der Flachlenkerblätter, d. h. beim festen Anlegen der
Hebel am Drehgestellrahmen, ist der Resonanzbereich so hoch legbar, daß er bei mittlerer Geschwindigkeit
nicht erreichbar ist. In einem Resonanzbereich kann mit niedriger Geschwindigkeit, zumal dies nur kurzfristig
geschieht, bedenkenlos gefahren werden. Dagegen ist es gefährlich, bei Höchstgeschwindigkeit in einen Resonanzbereich
zu gelangen. Änderung der Beweglichkeit der Hebel ließe sich auch durch veränderbare
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Zeichnung dargestellt Es zeigt
Fig, 1 die Radsatzführung des Drehgestells in der Seitenansicht,
F i g. 2 die Radsatzführung nach F i g. 1 in der Draufsicht,
Mit 1 ist ein Wagenkasten bezeichnet, der sich im Ausführungsbeispid über eine Gasfeder 2 im Bereich ι ο
der Drehgestell-Drehachse auf einem Querträger 13 eines in Η-Form ausgebildeten Drehgestellrahmens 3
abstützt Die Längsträger des Drehgestellrahmens liegen über Federn 4 auf Achsbuchsen 5 auf, die im
Ausführungsbeispiel durch je zwei zueinander parallele in verschiedenen Höhenebenen angeordnete Flachlenkerblätter
6 geführt werden. Die Flachlenkerblätter 6 sind mit der Achsbuchse 5 fest verbunden. Die dem
benachbarten Radsatz zugewandten freien Enden der Flachlenkerblätter 6 sind mit einem Zwischenstück 7
fest verbunden, das parallel zur Radsatzpchse angeordnet ist und an dessen Stirnseiten Zapfen 8 angeordnet
sind, in die die freien Enden von im Drehgestellrahmen 3 um waagerechte, am Drehgestellrahmen quer zur
Drehgestell-Längsachse befestigte Zapfen 8' schwenkbaren Hebeln 9 eingreifen. Die Hebel 9 können mittels
Muttern 11 unnachgiebig, d. h. nicht verschwenkbar mit dem Drehgestellrahmen 3 verbunden werden. Bei dieser
Befestigungsweise ist das Drehgestell für mittlere Geschwindigkeiten geeigent, d.h. der Sinuslauf des
Drehgestells ist weitgehend gestreckt und ein Resonanzbereicb wird nicht erreicht Zweckmäßig wird
zwischen Hebel 9 und Drehgestellrahmen 3 eine Scheibe 10 aus reibfestem und/oder elastischem
Werkstoff gelegt Bei Lockerung der Verbindung des Hebels 9 mit dem Drehgestellrahmen 3 ist der Hebel 9
um seinen im Ausführungsbeispiel oberen Drehpunkt elastisch verschwenkbar, wobei die Achsbuchsführung
eine gewisse Nachgiebigkeit erfährt Dies hat zur Folge, daß das Drehgestell bei niedriger Geschwindigkeit in
einen sich aus dem Sinuslauf ergebenden Resonanzbereich gerät »en das Drehgestell jedoch infolge der
heute erreichbaren höheren Beschleunigungen nur noch kurzfristig durchfährt
Claims (2)
1. Drehgestell für schnellfahrende Schienenfahrzeuge,
dessen Achsbuchsen für die Radsätze Hilf
beiden Fahrzeuglängsseiten mittels zweier zueinander
paralleler, in verschiedenen Höhenebenen liegender Flachlenkerblätter geführt sind, wobei der
Wagenkasten auf dem gegenüber den Radsätzen über Federn abgestützten Drehgestellrahmen aufliegt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Achsbuchsen (5) durch die auf der dem benachbarten
Radsatz zugekehrten Seite der Achsbuchse liegenden Flachlenkerblätter (6) an dem freien Ende eines
um einen am Drehgestellrahmen (3) befestigten, in waagerechter Richtung quer zur Drehgestelllängsachse
stehenden Zapfen (8) in Fahrtrichtung schwenkbaren Hebels (9) angelenkt ist, wobei die
Beweglichkeit des Hebels (9) gegen Rückstellkraft oder gegen durch Reibungsschluß hemmbare Rückstellkraft
erfolgt und die freien, an die Enden der Flachlenkertlätter (6) angelenkten Enden der zu
beiden Seiten des Drehgestells angeordneten Hebel (9) durch ein durchgehendes Zwischenstück (7)
verbunden sind.
2. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Drehgestellrahmen (3) und den Hebeln (9) je eine Scheibe (10) aus
reibfestem und/oder elastischem Werkstoff angeordnet und die Hebel (9) mittels je einer Mutter
(11) mit einer wählbaren Kraft gegen diese und den so Drehgestellrahmen (3) drückbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712123009 DE2123009C3 (de) | 1971-05-10 | 1971-05-10 | Drehgestell fur schnellfahrende Schienenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712123009 DE2123009C3 (de) | 1971-05-10 | 1971-05-10 | Drehgestell fur schnellfahrende Schienenfahrzeuge |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2123009A1 DE2123009A1 (de) | 1972-11-16 |
| DE2123009B2 true DE2123009B2 (de) | 1979-06-13 |
| DE2123009C3 DE2123009C3 (de) | 1980-02-14 |
Family
ID=5807384
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712123009 Expired DE2123009C3 (de) | 1971-05-10 | 1971-05-10 | Drehgestell fur schnellfahrende Schienenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2123009C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3715633A1 (de) * | 1987-05-11 | 1988-11-24 | Duewag Ag | Drehgestell fuer schienenfahrzeuge, insbesondere fuer stadtbahnwagen |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102017128598B4 (de) | 2017-12-01 | 2019-10-31 | Andreas Fiedler | Anordnung zum Dämpfen des Wankens und zum Querstabilisieren eines Wagenkastens für Landfahrzeuge |
-
1971
- 1971-05-10 DE DE19712123009 patent/DE2123009C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3715633A1 (de) * | 1987-05-11 | 1988-11-24 | Duewag Ag | Drehgestell fuer schienenfahrzeuge, insbesondere fuer stadtbahnwagen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2123009A1 (de) | 1972-11-16 |
| DE2123009C3 (de) | 1980-02-14 |
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