DE2122464C3 - Lageranordnung für eine Ultrazentrifuge - Google Patents
Lageranordnung für eine UltrazentrifugeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B9/00—Drives specially designed for centrifuges; Arrangement or disposition of transmission gearing; Suspending or balancing rotary bowls
- B04B9/12—Suspending rotary bowls ; Bearings; Packings for bearings
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- Centrifugal Separators (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Lageranordnung für eine Ultrazentrifuge nach dem Oberbegriff des Patenten*
Spruchs 1, wie sie aus der DE-AS 1080 931 bekanntist.
Ultrazentrifugen mit Öldrucklagern sind auch sonst
bekannt (vergleiche deutsche Auslegeschrift 12 85 412),
65 Bei dem dort gezeigten Lager geht die Welle durch eine Kammer und diese trägt eine mit ihr fest verbundene
Scheibe so, daß die Kammer unterhalb der Scheibe an eine Druckölleitung angeschlossen ist und im Bereich
der Höhenlage, die die Scheibe beim Betrieb einnehmen soll, eine Auslaßöffnung an der Kammer vorgesehen ist.
Die Welle ist mit einem Gewinde versehen, das entgegen der Drehrichtung ansteigend ausgebildet ist,
und als Vakuumdichtung dient.
In der FR-PS 7 20 512 ist eine Zentrifuge beschrieben,
die über eine schraubenförmige Spindel nach Art eines Schneckentriebs angetrieben wird, wenn sie mittels
Handhebels über eine Reibkupplung eingeschaltet wird. Beim Bewegen des Handhebels wird Öl über Kanäle
von einer Pumpe an die Lager herangebracht. Die Pumpe wird nur dann in Aktion gesetzt, wenn die
Zentrifuge außer Betrieb ist. Für mit hoher Drehzahl umlaufende Zentrifugen wie Ultrazentrifugen ist eine
derartige Lageranordnung und Schmierung nicht geeignet.
Es hat sich herausgestellt, daß bei den Ullrazentrifugen, insbesondere wenn ein Mittelfrequenzmotor, d. h.
ein Motor mit einer Drehzahl von 20 000 bis 100 000 U/min verwendet wird, für einen Notlaufbetrieb
Vorkehrungen getroffen werden müssen, um die Schmiermittelversorgung der Lageranordnung sicherzustellen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einfache Mittel zur Entlastung des Lagers für den Notlauf zu
schaffen.
Diese Aufgabe wird durch die Ausbildung gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird Schaden von der Ultrazentrifuge auch dann abgewendet, wenn
keine Bedienungsperson beim »Notlauf« zugegen ist. Die erfindungsgemäße Anordnung schaltet automatisch
auf den Notlaufbetrieb um. Als automatische Mittel, die bei Ausfall der Druckpumpe für den Schmiermittelkreislauf
wirksam werden, haben sich besonders Mittel bewährt, die nach Art einer hydrodynamischen Bremse
wirken.
Bewährt hat sich auch zur Aufrechterhaltung eines ausreichenden Druckes im Schmiermiitelkreislauf, beim
Notlaufbetrieb einen hydro-pneumatischen Druckspeicher zuzuschalten. In beiden Fällen ist eine hohe
Betriebssicherheit und Lebensdauer gewährleistet.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung rein schematisch dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 eine Ultrazentrifuge und den Schmiermittelkreislauf ihrer Lageranordnung,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer Lageranordnung mit hydrodynamischer Bremse.
Gleiche Teile sind in allen Figuren mit gleichen Ziffern bezeichnet.
F i g. 1 zeigt die prinzipielle Anordnung des Lagers in einer Ultrazentrifuge. Im unteren Teil des Zentrifugengehäuses
1 ist die Antriebsvorrichtung 2 — im vorliegenden Falle ein Mittelfrequenzmotor — untergebracht,
dessen Läufer 3 sich auf einen feststehenden und mit dem Gehäuse verbundenen Zapfen 4 dreht. Das
Schmieröl wird von einer Pumpe 5 über die Druckleitung 6 in einen Zentfälkänal des feststehenden Zapfens
4 eingespeist und fließt über die Rücklaufleitung 7 und
den Entgasungsbehälter 8 und/oder einen geeigneten Filter wieder der Pumpe 5 zu. An der Druckleitung 6 ist
eifi hydro-pneumatischer Druckspeicher 9 unter Zwischenschaltung eines Drossel-Rückschlag-Ventils 10
angeschlossen, der im Notlauf-Betrieb automatisch bei
Ausfall der Pumpe 5 die Schmierölversurgung der Lageranordnung übernimmt. Im Normalbetrieb der
Zentrifuge ist es zweckmäßig, die Pumpe bereits vor dem Einschalten der Antriebsvorrichtung in Betrieb zu
setzen, damit sich an dem Lager 14 ein ausreichender Schmiermitteldruck aufbaut.
Fig.2 zeigt den unteren Teil der Zentrifugendrehwelle
24, welcher identisch ist mit dem Läufer 3 des elektrischen Mitielfrequenzmolors. Dieser Läufer besitzt
eine Ausnehmung 11, in der zwei Lagerbüchsen 12 angeordnet sind. Der Läufer 3 und der Stator 2 des
Motors sind nur durch einen Dichtspalt 31 getrennt. Die Lagerbüchsen sind mit achsparallelen Bohrungen oder
Schlitzen 13 für den Ölriicklauf versehen. Am Boden 25 der Ausnehmung 11 befindet sich ein sphärisch
vorspringendes Lagerelement 14, das sich gegenüber der tragenden, korrespondierend eingebuchteten Fläche
26 des Zapfens 4 frei einstellen kann und als Axiallager JienL Das Drucköl wird der Bohrung 11
durch den Zentralkanal 15 in dem feststehenden Zapfen 4 und den Schmierkanälen 16 durch die Außenwand 28
und dem Axiallager 14 durch die Tragfläche 26 zugeführt. Das Axiallager ist als hydrostatische1 Lagei
ausgebildet Zur Schmierung wird eine volumetrische Pumpe mit konstanter Fördermenge verwendet.
Der Pumpenförderdruck ist im wesentlichen vom Gewicht des auf die flexible Drehwelle 24 aufgesetzten
Rotors 17 abhängig. Bei abgenommenem Rotor geht der Druck stark zurück, das das hydrostatische
Axiallager nur durch den relativ leichten Läufer 3 belastet wird. Durch eine nicht dargestellte druckabhängige
Schaltvorrichtung in der Druckleitung 6 wird der Strom zum Motor unterbrochen, solange kein Rotor
eingesetzt ist. Die flexible Welle 24, die sich bei einem hochtourigen Lauf ohne Rotor verbiegen würde, ist
hierdurch geschützt. Wesentlich bei der Erfindung ist, daß das aus den Lagern 12 und 14 austretende Öl infolge
der Zentrifugalkräfte in die zylindrische Wandung 27 der Ausnehmung 11 geschleudert wird, wo es praktisch
spritzfrei dem Ölsammelraum 18 zufließt. Das öl fließt von dort zur Förderpumpe durch eine Abflußöffnung im
Gehäuse 1 ab in den Ölkreislauf.
Aus Fig.2 ist weiterhin das Konstruktionsprinzip einer »hydrodynamischen Bremse« ersichtlich. Im
Gehäuse 1 sind zwei Abflußöffnungen 20 und 21 beiderseits der Schlüsselwand 29 angebracht. Dabei
liegt ein Ölsimmelraum 18 radial eiiwärts von der
Wand 29 und ein Ölsammelraum 18' radial auswärts von der Wand 29. Im Normalbetrieb fließt das öl über die
Bohrung 20 aus dem Gehäuse ab. Zum Bremsen wird die Bohrung 20 durch ein Vemil 22 abgesperrt. Dadurch
wird das Öl in den Bremskanal gedrückt und läuft über die Bohrung 31 und eine Umgehungsleitung 30 ab. Der
Bremskanal ist vorzugsweise so ausgebildet, OaQ beim
Absperren des Ventils 22 eine Gegenförderwirkung entsteht, wodurch im Notlauf-Betrieb — be>
Ausfall der Pumpe — automatisch das Axiallager wirksam entlastet
wird. Der Bremskanal wird dabei zwischen einer Außenwand des drehbaren Teils 3 und der Schüssel 29
durch einen engen Spalt 23 gebildet. Die Schüssel 29 ist mit dem Gehäuse 1 verbunden oder einstückig mit
diesem ausgebildet.
Mindestens ein schraubenförmiger Kanal wird z. B. dadurch im Spalt 23 gebildet, daß Gewindegänge auf
den Innendurchmesser der Schüssel 29 so geschnitten sind, daß sie beim Bremsen den Durchfluß von Öl durch
den Spalt 23 drosseln bzw. ganz sperren und einen Gegendruck aufbauen.
Der Zapfen 4 ist bei diesem Ausführungsbeispiel abgesetzt, d. h. im Durchmesser zum Rotor hin kleiner
werdend, und die Radiallager 12 sind auf verschiedenen Durchmessern angeordnet.
Die Ausbildung gemäß F i g. 2 ermöglicht es. bevorzugt,
jedoch nicht ausschließlich im Nmlaufbetneb. in
der Stellung »Absperren« der ersten Schmiermittelablauföffnung
den Umlauf des Schmiermittels zu drosseln und nach Art einer hydrodynamischen Bremse
auf das drehbare Teil einzuwirken. Hierdurch wird in Gegensatz zu der bisher bei Zentrifugen allgemein
üblichen elektrischen Abbremsung eine einfach einzubauende Bremse geschaffen, die keine Erwärmung des
Rotors zur Folge hat. Die bei der hydrodynamischen Bremsung gemäß der Erfindung erzeugten Bremskräfte
sind weitaus höher als bei der bekannten elektrischen Abbremsung, und es ist keine aufwendige Schaltung
erforderlich.
Sowohl bei bekannten elektrischen, insbesondere Gegenstrombremsen. als auch bei bekannten mechanischen
Bremsen, die zusätzlich dem Verschleiß durch Abrieb unterliegen, werden große Mengen an Wärme
freigesetzt, die nicht schnell genug abgeführt werden können und deshalb zu Überhitzung führen.
Die hydrodynamische Bremse weist im Gegensatz zu den bekannten mechanischen und elektrischen Bremsen
eine völlig unterschiedliche Brems-Charakteristik auf. Während die bekannten Bremsen eine lineare Bremscharakteristik
aufweisen, d. h., die Verringerung der
Drehgeschwindigkeit bleibt in gleichen Zeitintervallen konstant, wirkt die hydrodynamische Bremse besonders
stark in der ersten Phase des Bremsvorganges.
Bei den hohen Drehzahlen einer Ultrazentrifuge ist die beschriebene hydrodynamische Bremse mit Vorteil
anwendbar, um besonders schnell und verschleißfrei auf niedrige Drehzahlen zu kommen. Die Reibungswärme
wird dabei vom Schmiermittel abgeführt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Ultrazentrifuge mit einer von einer Antriebsvorrichtung
antreibbaren, vertikal angeordneten Welle, an deren oberem Ende ein zur Aufnahme von
zu zentrifugierendem Gut dienender Rotor befestigt ist, mit einer Anordnung zur Lagerung der Welle auf
einem feststehenden Zapfen, der mit einem zentralen Schmiermittelzufuhrkanal versehen und an einen
druckbeaufschlagten Schmiermittelkreislauf angeschlossen ist, welcher das Lager mit Schmiermittel
versorgt, und mit einem glockenförmigen, nach unten offenen und den Lagerzapfen umgreifenden
Teil am unteren Ende der Welle, dadurch gekennzeichnet, daß der glockenförmige Teil
(3) von unten durch eine am Lagerzapfen (4) befestigte Schüssel (29) mit engem radialem Spalt
(23) umfaßt ist, die an ihrer tiefsten Stelle eine absperrbare, an den Schmiermittelrücklauf angoschlossene
Öffnung (20) aufweist, und daß Steuermittel vorgesehen sind, die bei Ausfall der Druckpumpe
(5) zur Aufrechterhaltung eines lagerentlastenden Schmiermitteldrucks automatisch die genannte öffnung
(20) schließen.
2. Ultrazentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die automatisch wirksam
werdenden Steuermittel ein elektromagnetisch betätigbares Ventil (22) zum Absperren der öffnung (20)
enthalten.
3. Ultrazentrifuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schüssel (29) im
Bereich des Spaltes (23) ein abwärts förderndes Gewinde ausgebildet ist.
4. Ultrazentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß a den Raum (18')
außerhalb der Schüssel (29) eine Umgehungsleitung für bei abgesperrtem Ventil (20) durch den Spalt (23)
aufwärts strömendes Rücklaufschmiermittel angeschlossen ist. ίο
5. Ultrazentrifuge mit einer von einer Antriebsvorrichtung antreibbaren, vertikal angeordneten
Welle, an deren oberem Ende ein zur Aufnahme von zu zentrifugierendem Gut dienender Rotor befestigt
ist, mit einer Anordnung zur Lagerung der Welle auf einem feststehenden Zapfen, der mit einem zentralen
Schmiermittelzufuhrkanal versehen und an einen druckbeaufschlagten Schmiermittelkreislauf angeschlossen
ist, welcher das Lager mit Schmiermittel versorgt, und mit einem glockenförmigen, nach
unten offenen und den Lagerzapfen umgreifenden Teil am unteren Ende der Welle, insbesondere nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Steuermittel vorgesehen sind,
die bei Ausfall der Druckpumpe (5) für den Schmiermittelkreislauf zur Aufrechterhaltung eines
lagcrentlastenden Schmiermitteldruckes einen hydro-pneumatischen
Druckspeicher (9) automatisch auf die Druckleitung (6) zum Zentralkanal (15) des
Zapfens (4) schalten.
Priority Applications (5)
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| DE2122464A DE2122464C3 (de) | 1971-05-06 | 1971-05-06 | Lageranordnung für eine Ultrazentrifuge |
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