DE2122464A1 - Zentrifuge, insbesondere Ultrazentrifuge - Google Patents
Zentrifuge, insbesondere UltrazentrifugeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B04B—CENTRIFUGES
- B04B9/00—Drives specially designed for centrifuges; Arrangement or disposition of transmission gearing; Suspending or balancing rotary bowls
- B04B9/12—Suspending rotary bowls ; Bearings; Packings for bearings
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- Centrifugal Separators (AREA)
Description
Hanau, den 22. April 19?1 FA-Zw/Be
Patentanmeldung
lind Gebrauchsruuster-Hilfsannielaung
Zentrifuge, insbesondere Ultrazentrifuge.
Die Erfindung betrifft eine Zentrifuge, insbesondere Ultrazentrifuge,
mit einem an einer Drehwelle befestigten, zur Aufnahme
von zu zentrifugierendem Gut dienenden Hotor, mit einer Antriebsvorrichtung
und mit einer mit Schmiermittel versorgten lagerung für die Drehwelle.
Bei bekannten Lageranordnungen für Zentrifugen wird im allgemeinen
oberhalb und unterhalb des Antriebselementes ein Radiallager angeordnet. Die Axialkräfte werden durch Schräglager oder
durch separate Axiallager aufgenommen. Fk kann sich dabei sowohl
um Gleitlager als auch um Kugellager handeln. Als Antriebselement
dient dabei häufig ein Motor mittlerer Frequenz, d. h. z. B. mit einer Drehzahl von 20 bis 100 000/min. Es kann auch
eine !Turbine als Antriebselement diener, oder ein Motor, der den Rotor über ein Getriebe antreibt,
Die bekannten Lageranordnungsn, welche Kugellager verwenden,
sind sehr schwingungsempfindlich, weil im allgemeinen mit einem
ölnebel geschmiert wird, und weinen eine begrenzte Lebensdauer
auf. Bei bekannten Lageranordnungen, welche Gleitlager verwen-
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ist das Problem der Ülabführung des über dem Antriebselement
liegenden Lagers offensichtlich bisher noch nicht befriedigend gelöst« Es entstehen einmal bei einer solchen Lageranordnung
ölspritzer und öldämpfe, die für die das Lager umgebenden
Bauteile nachteilig sind. Dies trifft im besonderen Maße zvt y wenn außer dem Zentrifugenrotor auch die Antriebsvorrichtung
im evakuierbaren Baum angeordnet ist. Eine intensive Ölschmierung steht im allgemeinen der Anwendung derartiger
Direktantriebe im Vakuum entgegen. Bei den bekannten Zentrifugen ist außerdem von Nachteil, daß die in den Rotorlagarungen
und in den Antriebsmotoren entstehende Wärme sehr schlecht abgeführt
werden kann.
Aus der Deutschen Auslegeschrift 1 285 4-12 ist ein Öldrucklager
insbesondere für Ultrazentrifugen bekannt, bei dem die Welle durch eine Kammer geht und eine fest mit ihr verbundene Schei-
SQ
be trägt,/daß die Kammer unterhalb der Scheibe an eine Druckölieitnmg
angeschlossen ist una dan im Bereich der wöheni-age,
die ctxe Scheibe beim uetrieo einnehmen soll» eine Auslaßöffnung
an der Kammer vorgesehen ist.
Es hat sich herausgestellt, daß eine solche Anordnung nicht in
allen Anwendungspallen voll befriedigen kann, insbesondere dann
nicht, wenn aueii die Antriebsvorrichtung im evakuie?baren Zentrifugengehäuse
untergebracht ist.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Lageranordnung für
die Drehwellen achnellaufender Zentrifugen, insbesondere Ultrazentrifugen
»zu schaffen, welche praktisch keinem Verschleiß unterliegt, ein© lange Lebensdauer besitzt und Schwingungen,
insbesondere des Rotors» dämpft. Ferner soll durch die Erfindung die Wärmeabfuhr von den drehbaren Teilen, insbesondere der
Lagerung und dei* Antriebsvorrichtung* dttrfili eine verbesserte
Kühlung erhöht if erden. " '
Gelöst wird diese Aufgabe "bei einer Zentrifuge der eingangs
•beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch, daß die Drehwelle
selbst oder ein mit der Drehwelle drehbares Teil auf der dem Rotor abgewanden Seite eine Ausnehmung aufweist, in die ein
feststehender Zapfen hineinragt, auf dem die Drehwelle oder dan
mit ihr drehbare Teil drehbar gelagert ist, und daß der Raum
zwischen dem Boden der Ausnehmung und der dem Rotor zugekehrten Fläche des Zapfens mit Schmiermittel ausfüllbar ist.
Hierdurch ergibt sich eine auch bei sehr hoher Drehzahl praktisch verschleißfrei arbeitende Lageranordnung, welche eine
überaus hohe Lebensdauer besitzt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die erfiiiäungßgemaße Lageranordnung schwingungsdämpfend
wirkt, ölspritzer gelangen nicht in den die Lageranordnung
umgebenden Raum, was insbesondere beim Betrieb im Vakuum bedeutsam ist. Die Wärmeabfuhr durch das Schmiermittel
ist bei der erfindungsgemäßen Lageranordnung derart intensiv,
daß insbesondere beim Anfahren der Zentrifuge der Antrieb wesentlich höher als bisher belastet werden kann. Das erfindungsgemäß
verwendete Axiallager wirkt als hydrostatisches Lager und gestattet eixie praktisch schwimmende Lagerung des drehbaren
■Teils und dessen Ausbildung oder Verbindung mit einer mindestens teilweise flexiblen;vertikal angeordneten Drehwelle, auf der der
Zentrifugenrotor freiliegend angeordnet ist.
Bewährt hat sich eine derartige Ausbildung.der erfindungsgemäßen
Zentrifuge, daß zur Axiallagerung die dem Rotor zugekehrte Fläche des Zapfens eingebuchtet ist, insbesondere eine
Hemisphäre bildet, und in diese Einbuchtung ein korrespondierender Vorsprung des Bodens der Ausnehmung der Drehwelle oder des
mit ihr drehbaren Teils hineinragt. Eine derartige Ausbildung der Tragfläche des Zapfens Tind in entsprechender Weise des Vorsprungs
am Boden der Ausnehmung erhöht die Belastbarkeit des Lagers und vermindert die Reibungsverluste. Anstelle einer
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sphärischen Lagerflache kann z. B. eine Kegelspitze angewandt
werden.
Bewährt hat sich weiterhin eine derartige Ausbildung der Zentrifuge,
daß zur Radiallagerung wenigstens ein an sich bekanntes Gleit- oder Kugellager zwischen der Seitenwand der Ausnehmung
und der Außenwand des Zapfens angeordnet ist. Eine solche Anordnung arbeitet besonders unter hohen Drehzahlen sehr
vercchleißarm und schwingungsdainpfend.
In einer weiteren Ausbildung der erfindungsgemäßen Zentrifuge
ist im Bereich der oberen und der unteren Zapfenaußenwand
Je ein Gleit- oder Kugellager angeordnet. Hierdurch ergibt sich
eine besonders gute Führung und damit Stabilisierung der erfindungsgemäßen
Lageranordnung.
In einer weiteren Ausbildung der erfindungsgemäßen Zentrifuge
ist das Radiallager mit dem drehbaren Teil einstückig ausgebildet. Diese Ausführungsform ist bei der Ausbildung als Gleitlager
besonders vorteilhaft.
Bewährt hat sich ferner -eine solche Ausbildung der erfindungsgemäßen
Zentrifuge, daß das dem Rotor zugekehrten Ende enger und das dem Rotor abgekehrte Ende des Zapfens weiter ist und
an diesen Enden jeweils ein Radiallager angeordnet ist. Eine solche Ausbildung hat sich insbesondere dann bewährt, wenn auf
das drehbare Teil auch Bremskräfte einwirken.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß der Zapfen zur Schmiermittelzufuhr unter Druck in
die Ausnehmung in der Drehwelle oder in dem mit ihr drehbaren Teil wenigstens einen Kanal aufweist. Bewährt hat sich hierbei,
daß mindestens ein Schmiermittelzufuhrkaiial in der Längsachse
des Zapfens angeordnet ist.
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Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß der
Zwischenraum zwischen der Ausnehmung in der JDrehwelle oder ir
dem mit ihr drehbaren Teil und dem feststehenden Zapfen in
einen die Kanäle einbeziehenden Schmiermittelkreislauf angeschlossen
ist. Hierdurch ist eine stetige Druckölversorgung der Schraierstellen gewährleistet. Die Ausbildung der Kanäle
hat den Vorteil, daß das öl nur die Innenwand des drehbaren Teils beaufschlagt, diese kühlt und die Ausnehmung praktisch
spritzfrei verläßt.
Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß eine Fördereinrichtung zur Aufrechterhaltung eines konstanten Drucks
im Schmiermittelkreislauf während des Betriebs der Zentrifuge
dient. Bewährt hat sich hierbei, daß die Fördereinrichtung aus einer volumetrischen Pumpe besteht.
Ferner besteht eine weitere Ausbildung der Erfindung darin, daß ein Windkessel bei Ausfall der Fördereinrichtung automatisch
das Schmiermittel mit Druck beaufschlagt. Alle Maßnahmen, die der Aufrechterhaltung eines konstanten Drucks im Schmiermittelkreislauf
dienen, haben sich im Betrieb besonders vorteilhaft ausgewirkt, da sie der Erhöhung der Gleiteigenschaften der Lageranordnung
dienen und eine hohe Betriebssicherheit und Lebensdauer gewährleisten.
Bewährt hat sich ferner, die erfindungsgemäße Zentrifuge derart
auszubilden, daß das Schmiermittel aus dem Zwischenraum zwischei der Ausnehmung in der Drehwelle oder in dem mit ihr drehbaren
Teil und dem feststehenden Zapfen durch eine öffnung im Gehäuse abführbar und der Schmiermittelabfluß aus der Öffnung
durch ein Ventil absperrbar ist.
Eine derartige Ausbildung der Zentrifuge wird noch weiter verbessert
durch eine weitere Abflußöffnung für das Schmiermittel und eine Sperrwand zwischen ihr und der absperrbaren öffnung,
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wobei die Abflußöffnung über eine umgehungsleitung in den
SchmiermittelkreislatHT hinter dem Absperrventil, mündet. Diese
Ausbildung ermöglicht es, in der Stellung "Absperren" der ersten
Schmiermittelablaiaf Öffnung den Umlauf des Schmiermittels zu
drosseln und nach Art einer hydrodynamischen. Bremse auf das
drehbare Teil einzuwirken. Hierdurch wird is Gegensatz zu der
bisher bei Zentrifugen allgemein üblicheielektrischen Abbremsung
eine einfach einzubauende Bremse geschaffen, die keine Erwärmung des Rotors zur Folge hat. Die bei der hydrodynamischen Bremsung
gemäß der Erfindung erzeugten Bremskräfte sind weitaus höher
als bei der bekannten, elektrischen AbbremsungjUnd os ist keine
aufwendige Schaltung erforderlich.
Bewährt hat sich dabei insbesondere eine solche Ausbildung der Erfindung, daß zwischen der Drehwelle oder dem mit ihr drehbaren
Teil und der Sperrwand wenigstens ein enger Kanal gebildet ist.
Besonders bewährt hat sich eine solche Ausbildung, daß die Sperrwand als ein die Drehwelle selbst oder das drehbare Teil
mindestens teilweise umfassender Ring ausgebildet ist« auf dem
ein in den Kanal zwischen diesen Teilen ragendes Gewinde angeordnet ist, welches in an sich bekannter Weise in Drehrichtung
ansteigt und das Schmiermittel entgegengesetzt zur Richtung des normalen Drucklaufs fördert.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist in der Druckleitung
zur Beaufschlagung des Axiallagers sit Schmiermittel
eine auf das Gewicht des Rotors ansprechende Schaltvorrichtung angeordnet. Diese Maßnahme erhöht die Betriebssicherheit sehr
wesentlich.
Bewährt hat sich auch eine solche Ausbildung der erfindungsgemäßen
Zentrifuge, bei der die Antriebsvorrichtung ein Elektro-
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motor ist und das nit der Drenwel J e drehbare Teil als Läufer
■ des Antriebsmotor?? ausgebildet ist. Kierdux-ch wird wegen der
intensiven Innenkühlung des Läufers durch das Schmiermittel ■eine besonders gute wärmeabfuhr erreicht. Dies gestattet die
Unterbringung des Kotors in einem evakuierbai*en Gehäuse und
eine höhere Belastbarkeit des Motors.
Bewährt hat sich hierbei, daß der Läufer Teil eines el el: tr ischen
Mictelfrequenzrnotors ist und von dessen Stator nur durch,
einen Dichtsrcalt getrennt ist. Hierdurch wird ein Antrieb im
Vakuum mit einer intensiven Ölschmierung geschaffen, ohne daß
befürchtet werden muß, daß bei der ölabführung aus den Lager
Spritzer entstehen. DeT Antrieb durch einen elektrischen Mittelfrequenzmotor
hat den Vorteil, daß er auch bei hohen Drehzahlen schwingungsarm umläuft, da er einen leicht auszuwuchtenden
massiven Läufer verwendet. Er läuft asynchron an und ist beim Anfahren mit der erfindungsgemäßen Lageranordnung hoch belastbar.
In den beigefügten Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise und rein schematich dargestellt.
Es zeigen:
Pig. Λ dxe Ultrazentrifuge mit der erfindungsgemäßen
Lageranordnung, welche in einen Schiniermittelkreislauf eingebaut ist.
Fig. 2 die erfindungsgemäße Lageranordnung in einem Ausführungsbeispiel.
Fig. 2a eine Einzelheit der erfindungsgemäßen Lageranordnung
in einem anderen Aus führung: sbeispiel.
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel der erfindun^yfje-Eiäßen
Lageranordnung mit einer hvd ro dynamischen
Bremse.
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Gleiche Teile sind in verschiedenen Figuren mit gleichen Ziffern bezeichnet.
Figur 1 zeigt die prinzipielie Anordnung des der Erfindung zugrunde
liegenden Lagers in einer Ultrazentrifuge. Im unteren Teil des Zentrifugengehäuses 1 ist die Antriebsvorrichtung 2 im
vorliegenden Falle ein Mittelfrequenzmotor - untergebracht, dessen Läufer 3 sich auf einen feststehenden und mit dem Gehäuse
verbundenen Zapfen 4 dreht. Das Schmieröl wird von einer Pumpe 5 über die Druckleitung 6 in einen Zentralkanal des feststehenden
Zapfens 4 eingespeist und fließt über die Rücklaufleitung 7 und den Entgasungsbehälter 8 und/oder einen geeigneten
Filter wieder der Pumpe 5 zu. An der Druckleitung 6 ist ein Windkessel 9 unter Zwischenschaltung eines Drossel-Rückschlag-Ventils
10 angeschlossen, der im Notlauf-Betrieb automatisch
bei Ausfall der Pumpe 5 die SchmierÖlversorgung der Lageran- .
Ordnung übernimmt. Im Normalbetrieb der Zentrifuge ist es zweckmäßig,
die Pumpe bereits vor dem Einschalten der Antriebsvorrichtung inbetriebzusetzen, damit sich an dem Lager 14 ein ausreichender
Schmiermitteldruck aufbaut.
Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Lagerkonstruktion. Der untere
Teil der Zentrifugendrehwelle 24, welcher im vorliegenden Falle identisch ist mit dem Läufer 3 des Mittelfrequenzmotors,
besitzt eine Ausnehmung 11, in der zwei Lagerbüchsen 12 angeordnet sind. Der Läufer 3 und der Stator 2 des Kotors sind nur
durch einen Dichtspalt 31 getrennt. Die Lagerbüchsen sind mit
achsparalXelen Bohrungen oder Schlitzen 13 für den ölrücklauf
versehen. Selbstverständlich kann auch die Ausnehmung 11 so ausgebildet werden, daß die Lagerbüchsen entfallen, wie dies
in einer Abänderung in Figur 2 a gezeigt ist. Am Boden 25 der
Ausnehmung 11 befindet sich ein vorzugsweise sphärisch vorspringendes Lagerelement 14, das sich gegenüber der tragenden,
korrespondierend eingebuchteten Fläche 26 des Zapfens 4 frei
einstellen kann und als Axiallager dient. Das Druckol wird der
3ohrung 11 durch den Zentralkanal 15 in dem. feststehenden Zapfen
4 und den Schmierkanälen 16 durch die Außenwand 2S und dein Axiallager 14 durch die Tragfläche 26 zugeführt. Das Axiallager
ist al3 hydrostatisches Lager ausgebildet. Zur Schmierung wird eine volumetrische Pumpe mit konstanter Fördermenge verwendet.
.
Der Pumpenforderdruck ist im wesentlichen vom Gewicht des auf
die flexible Drehwelle 24 aufgesetzten Rotors 17 abhängig. Bei abgenommenen Rotor geht der Druck stark zurück, da das hydrostatische
Axiallager nur durch den relativ leichten Läufer 3 belastet wird. Durch eine nicht dargestellte druckabhängige
Schaltvorrichtung in der Druckleitung 6 wird der Strom zum Motor unterbrochen, solange kein Rotor eingesetzt ist. Die flexible
Welle 24, die sich bei einem hochtourigen Lauf ohne Rotor verbiegen würde, ist hierdurch geschützt. Wesentlich bei der
Erfindung ist, daß das aus den Lagern 12 und 14 austretende Öl infolge der Zentrifugalkräfte in die zylindrische Uandung 27
der Ausnehmung 11 geschleudert wird und dort ohne den Zapfen 4 zu berühren nach unten geführt wird, v/o es praktisch spritzfrei
dem Ölsammelraum 18 zufließt. Das Öl fließt von dort zur
Förderpumpe durch eine Abflußöffnung 19 in Gehäuse 1 ab in den ölkreislauf.
Figur 3 zeigt das Konstruktionsprinzip einer hydrodynamischen Bremse in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Lagerung. Im
Gehäuse 1 sind zwei Abflußöffnungen 21 und 20 angebracht. Im Normalbetrieb fließt das Öl über die Bohrung 20 aus den Ge-
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häuse ab. Zum Bremsen wird die Bohrung 20 durch ein Ventil 22
abgesperrt. Dadurch wird das öl in den Bremskanäl 23 gedrückt und läuft über die Bohrung 21 und eine Umgehungsleitung 30 ab.
Der Bremskanäl 23 ist vorzugsweise so ausgebildet, daß bein Absperren des Ventils 22 eine Gegen-Förderwirkung entsteht, wodurch
im Notlauf-Betrieb - bei Ausfall der Pumpe - automatisch das Axiallager viirksam entlastet wird. Der Kanal 13 wird dabei
zwischen einer Außenwand des drehbaren Teils 3 und der Sperrwai;
29 gebildet. Die Wand 29 ist mit dem Gehäuse 1 verbunden oder einstückig mit diesem ausgebildet.
Mindestens ein schraubenförmiger Kanal 23 wird z. B. dadurch gebildet, daß Gewindegänge auf den Innendurchmesser des Rings
29 geschnitten sind, die in Drehrichtung der Drehwelle 24- ansteigen und somit beim Bremsen den Durchfluß von öl durch den
Kanal 23 drosseln bzw. ganz sperren und einen Gegendruck aufbauen.
Der Zapfen 4 ist bei diesem Ausführungsbeispiel abgesetzt, d.h.
im Durchmesser zum Rotor hin kleiner werdend,und die Radiallager
12 sind auf verschiedenen Durchmessern angeordnet.
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Claims (19)
- Paten tan s ρ ü c η eΛ.. Zentrifuge, insbesondere Ultrazentrifuge,mit einem an einer Drehwelle befestigten, zur Aufnahme von zu zentrifugeerendem Gut dienenden Rotor, mit einer Antriebsvorrichtimg und sit einer mit Schmiermittel versorgten Lagerung für die Drehwelle, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehwelle (24-) selbst oder ein mit der Drehwelle drehbares Teil (3) auf der dem Rotor abgewandten Seite eine Ausnehmung (11) aufweist, in die ein feststehender Zapfen (4) hineinragt, auf dem die Drehvfelle oder das mit ihr drehbare Teil (3) drehbar gelagert ist, und daß der Raum zwischen dem Boden (25) der Ausnehmung (11) und der dem Rotor zugekehrteiFläche (26) des Zapfens (4) mit Schmiermittel ausfüllbar ist.
- 2. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Axiallagerung die dem Rotor zugekehrte Fläche (26) des Zapfens (4) eingebuchtet ist, insbesondere eine Hemisphäre bildet, und in diese Einbuchtung ein korrespondierender Vorsprung (14) des Bodens (25) der Ausnehmung (11) der Drehwelle (24) oder des mit ihr drehbaren Teils (3) hineinragt.
- 3· Zentrifuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Radiallagerung wenigstens ein an sich bekanntes Gleitlager oder Kugellager zwischen der Seitenwand der Ausnehmung (11) und der Außenwand (28) des Zapfens (4) angeordnet ist.
- 4. Zentrifuge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der oberen und der unteren Zapfenaußenwand (28) je ein Gleit- oder Kugellager (12) angeordnet ist.- 12 -209847/0053' - 12 -
- 5. Zentrifuge nach Anspruch 3 und/oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Radiallager (12) mit dem drehbaren Teil (3) einstückig ausgebildet ist.
- 6. Zentrifuge nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß das dem Rotor zugekehrte Ende enger und das dem Rotor abgekehrte Ende weiter ist und an diesen Enden jeweils ein Radiallager (12) angeordnet ist.
- 7. Zentrifuge nach einem oder mehreren der Ancprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (4) zur Schmiermittelzufuhr unter Druck in die Ausnehmung (11) in der Drehwelle oder in dem mit ihr drehbaren Teil wenigstens einen Kanal(15, 16) aufweist.
- 8. Zentrifuge nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Schmiermittelzufuhrkanal (15) in der Längsachse des Zapfens (4) angeordnet ist.
- 9. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum zwischen der Ausnehmung ■ (11) in der Drehwelle" (24) oder in dem mit ihr drehbaren Teil (3) und dem feststehenden Zapfen (4) in einen die Kanäle (I5i 16) einbeziehenden Schmiermittelkreislauf angeschlossen ist.
- !Oi Zentrifuge nach Anspruch 9» gekennzeichnet durch eine Fördereinrichtung (5) zur Aufrecherhaltung eines konstanten Drucks im Schmiermittelkreislauf während des Betriebs der Zentrifuge.
- 11. Zentrifuge nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung aus einer volumetrischen Pumpe (5) besteht.- 13 -209847/0053
- 12. Zentrifuge nach Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch einen Windkessel, der bei Ausfall der Fördereinrichtung (5) automatisch das Schmiermittel mit Druck beaufschlagt.
- 13. Zentrifuge nach einem oder mehreren der Anspüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmiermittel aus dem Zwischenraum zwischen der Ausnehmung (11) in der Drehwelle oder in dem mit ihr drehbaren Teil und dem feststehenden Zapfen (4) durch eine Öffnung im Gehäuse (1) abführbar und der Schmiermittelabfluß aus der Öffnung (20) durch ein Ventil (22) absperrbar ist.
- 14. Zentrifuge nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine weitere Abflußöffnung (21) für das Schmiermittel, und eine Sperrwand (29) zwischen ihr und der absperrbaren Öffnung (20), wobei die Abflußöffnung (21) über eine Umgehungsleitung (30) in den Schmierkreislauf hinter dem Absperrventil(22) mündet.
- 15· Zentrifuge nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Drehwelle (24) oder dem mit ihr drehbaren Teil (3) und der Sperrwand (29) wenigstens ein enger Kanal(23) gebildet ist.
- 16. Zentrifuge nach Anspruch 15i dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrwand (29) als ein die Drehwelle (24) selbst oder das drehbare Teil (3) mindestens teilweise umfassender Ring ausgebildet ist, auf dem ein in den Kanal (23) zwischerjdiesen Teilen ragendes Gewinde angeordnet ist, welches in an sich bekannter Weise in Drebrichtung ansteigt und das Schmiermittel entgegengesetzt zur Richtung des normalen Durchlaufs fördert.- 14 -209847/0053
- 17· Zentrifuge nach einen der Ansprüche 7 his 12, dadurch gekennzeichnet, daß in der Druckleitung (6) zur Beaufschlagung des Axiallagers (14) mit Schmiermittel eine auf uns Gewicht des Rotors (17) ansprechende Schaltvorrichtung angeordnet ist.
- 18. Zentrifuge nach einem öder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daü die Antriebsvorrichtung ein Elektromotor ist und das mit. der Drehwelle (24-) drehbare Teil (3) als Läufer des Antriebsmotorsrausgebildet ist.
- 19. Zentrifuge nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer (3) Teil eines elektrischen Mittelfrequenzmotors ist und von dessen Stator (2) nur dizrch einen Dichtspalt (31) getrennt ist.209847/0053
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