DE2122029B2 - Verfahren zum Raffinieren von technischem Silicium und Ferrosilicium - Google Patents
Verfahren zum Raffinieren von technischem Silicium und FerrosiliciumInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum
Raffinieren von Silicium und Ferrosilicium
Es ist bekannt, Silicium aus 90% FeSi herzustellen und
Silicium, das aus Quarz hergestellt wurde, zu raffinieren, indem man es ansatzweise in einer Chlorwasserstofflosung
auslaugt (vgl norwegische Patentschrift 93 228 oder die damit äquivalente DE-AS 10 91590) Das
ansatzweise Auslaugen in großem Maßstab bringt jedoch, bedingt durch die exotherme Art der Umset
zung, große technische Probleme mit sich
Es ist weiterhin bekannt, daß 75%iges FeSi, 90%iges
FeSi und Silicium technischer Qualität, das in einem
Schmelzofen hergestellt wurde, wie auch die mittleren
Qualltaten unter dem Einfluß von beispielsweise Fluorwasserstoffsaure, Chlorwasserstoffsaure oder
chlorwasserstoffsuuren Chlondlosungen zu Kornern
zerfallen bzw disintegneren, deren Große kleiner als
ungefähr 3 mm ist
Im folgenden wird der Ausdruck »FeSi« verwendet,
um alle technischen Qualitäten von Ferrosilicium und Silicium zu bezeichnen, die auf der Si-Seite des
Eutektikums am nächsten zu Si in dem FeSi-Diagramm
liegen Die Zusammensetzung dieses Eutektikums hangt von den Verunreinigungen ab und wird im allgemeinen
bei ungefähr 60% Si liegen
»FeSi« enthalt im allgemeinen unterschiedliche
Mengen von Calciumsihcid und Magnesiumsilicid als
Verunreinigungen Diese Verbindungen werden durch Chlorwasserstoffsaure beispielsweise zu explosiven
Silanen zersetzt
Das ansatzweise Auslaugen in großem Maßstab beginnt oft mit einer heftigen, nicht kontrollierbaren
exothermen Reaktion, wahrend der große Mengen an Silanen und Wasserstoff gebildet werden So wird in der
CH-PS 3 32 463 ein Verfahren zum Auslaugen von »FeSi« beschrieben, bei dem das Calciumsilicid und das
Magnesiumsilicid durch Auslaugen mit heißem Wasser vor dem ansatzweisen Auslaugen mit Chlorwasserstoffsaurelosung
deaktiviert werden Nach dem bekannten Verfahren soll es wegen der Explosionsgefahr technisch
nicht möglich sein, »FeSi« in großem Maßstab mit
Chlorwasserstoffsaure auszulaugen, ohne daß man das Calcium und Magnesiumsilicid vorher deaktiviert
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die aufgezeigten Nachteile zu beheben Es wurde gefunden,
daß es möglich ist, »FeSi« mit Chlorwasserstoffsaurelosung
in großem Maßstab auszulaugen, vorausgesetzt, daß das Verfahren kontinuierlich durchgeführt wird
Dadurch wird die unkontrollierbare Herstellung von Silanen und Wasserstoff, die sich selbst entzünden,
vermieden
Saure die an dem unteren Teil oder nahe an dem
, unteren Teil des Reaktors zum Auslaugen von »FeSi« in
Brockengroße eingeleitet wird, passiert, wenn sie stromaufwärts durch den Reaktor geleitet wird,
Rohmatenalstucke und Teilchen des Rohprodukts in Korngroße Es hat sich gezeigt, daß ein relativ
ίο langsamer, aufwartsgefuhrter Saurefluß zusammen mit
dem Gas aus der Auslaugumsetzung eine Klassifikation der Materialien verursacht und daß das in dem oberen
Teil des Reaktors zerfallene Rohmaterial praktisch vollständig ausgelaugt ist
,τ Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein
Verfahren zum Raffinieren von technischen Silicium und Ferrosilicium, das mehr als etwa 60% Silicium
enthalt, durch Auslaugen mit einer 70— HOg dreiwerti
gen Eisen/1 enthaltenden Chlorwasserstoffsaurelosung, die vorzugsweise Eisenchlorid enthalt, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß man das Auslaugen kontinuier
hch vornimmt, indem man das als Ausgangsmatenal verwendete Siliciummatenal von oben in einen Reaktor
einfuhrt, die Auslauglosung in den unteren Teil des
?r> Reaktors einleitet, vorzugsweise zusammen mit feinverteilter
Luft oder Gas, und das praktisch vollständig ausgelaugte Produkt zusammen mit der Saurelosung am
oberen Ende des Reaktors entnimmt
Der Reaktor wird von oben mit Silicium technischer
Qualltat oder Ferrosilicium in Form von Klumpen beschickt, wobei die Klumpen bzw Brocken ausgelaugt
werden und desintegneren Das desintegrierte Material
wird stromaufwärts wahrend des kontinuierlichen Auslaugens bewegt, teilweise ist dies auf das Abnehmen
i, der Brockengroße des Rohmaterials zurückzuführen,
wobei das desintegrierte Material verdrangt wird, und teilweise ist dies auf den Auftrieb zurückzuführen, der
durch den Fluß der Saure und durch das gebildete oder eingeführte Gas bewirkt wird Das desintegrierte und
praktisch vollständig ausgelaugte Rohprodukt fließt zusammen mit der Chlorwasserstoffsaurelosung aus
dem Reaktor durch einen Überlauf ab oder es wird aus
dem oberen Teil des Reaktors durch andere Vorrichtungen entfernt
Vom theoretischen Standpunkt ist ein kontinuierliches
Beschicken vorzuziehen Bei der praktischen Durchfuhrung des erfindungsgemaßen konitnuierlichen
Auslaugverfahrens hat es sich jedoch herausgestellt, daß es zweckdienlich ist, bedingt durch das Abwiegen des
so Rohmaterials, den Reaktor diskontinuierlich in Ansätzen
zu beschicken, die 1—5% des Gehalts an Feststoffen in dem Reaktor entsprechen, wobei die
Zeitintervalle durch die Reaktivität des Rohmaterials
bestimmt werden Dies ermöglicht ein zufnedenstellendes,
kontinuierliches Auslaugen In der Praxis ist es jedoch auch möglich, und, verglichen mit dem reinen
ansatzweisen Verfahren, auch vorteilhaft, die Feststoffe in einer Menge von mehr als 90% der Gesamtkapazitat
des Reaktors in einem Teil zuzufügen
Von einem theoretischen Standpunkt ist es am vorteilhaftesten, wenn man den Reaktor durch eine
Rohre beschickt, die in den Reaktor nicht weiter hereinreicht als bis zu der Schicht, die nicht desintegnertes
Rohmaterial enthalt In der Praxis jedoch ist es möglich und vorteilhaft, direkt in die Saure einzufüllen
und vorzugsweise möglichst weit von dem Überlauf
entfernt Es ist weiterhin möglich und besonders wertvoll, in dem oberen Teil des Reaktors einen
aufschlammungsartigen Zustand herzustellen und zu erhalten, so daß die neu eingefüllten Rohmaterialstucke,
bedingt durch ihr eigenes Gewicht, durch eine treibsandartige Schicht von Rohproduktteilchen in
Korngroße abwärts zu dem nicht desintegnerten ,
Rohmaterial sinken Dieser treibsandartige Zustand des Rohproduktes wird durch den Saurefluß und die
Gasbildung in dem Reaktor wie auch durch andere Faktoren wie beispielsweise die besondere Korngrößenverteilung
des Rohproduktes und durch kleine Gasblasen, die an der Oberflache der Rohproduktkornchen
gebildet werden und daran haften, bedingt Dieser treibsandartige Zustand tritt bei einem wesentlich
geringeren Saurefluß auf als er im allgemeinen erforderlich ist, um ein Fluidisieren zu erreichen Dies ist ι ■>
ein großer Vorteil, da der Umlauf von größeren Mengen
von praktisch siedender, stark korrodierender Saure pro Zeiteinheit, die fur das Wirbelschichtfließverfahren
erforderlich waren, große Pumpenschwiengkeiten mit
sich bringen wurde und die Trennung zwischen der Saure und den Rohproduktkornern erschweren wurde
Bei zu geringer Saurezugabe kann es vorkommen, daß der Ansatz beginnt zusammenzufallen, so daß der
treibsandartige Zustand allmählich aufhört Um zu bewirken, daß bei der Durchfuhrung des erfmdungsge- 2)
maßen kontinuierlichen Auslaugverfahrens dieser Zustand vorliegt, ist es sehr wichtig, daß die durchschnittliche
lineare Sauregeschwindigkeit über einem bestimmten
Wert, der von der Bauart und den Dimensionen des Reaktors abhangt, gehalten wird Um die Konsistenz so
des Rohprodukts in dem oberen Teil des Reaktors sicherzustellen, kann man einen Holzstab in das
klassifizierte Rohprodukt eintauchen Der Stab sollte geringfügig nach unten gedruckt werden, bis zu der
Schicht, die nicht desintegriertes Rohmaterial enthalt si
Bei der Durchfuhrung des erfindungsgemaßen Verfahrens
'st e orteilhaft, den Ansatz auf diese Weise mehrere Male am Tag zu prüfen und nötigenfalls die
Zugabe an Saure zu erhohen Der Ausdruck »durchschnittliche lineare Sauregeschwindigkeit« wird verwendet,
da die Saurezugabe ohne wesentlichen Nachteil variiert werden kann, und wahrend einer kurzen Zeit
kann sie auch unterbrochen werden In der Tat erfordert es einige Zeit, bis das Rohprodukt so stark gepackt ist,
daß der treibsandartige Zustand aufhört Bei der Durchfuhrung des erfmdungsgemaßgen Verfahrens ist
es auch möglich, das Verfahren so zu leiten, daß der treibsandartige Zustand periodisch aufhört Wenn man
diskontinuierlich einfüllt, ist es ausreichend, allerdings
nicht vorteilhaft, den treibsandartigen Zustand nur wahrend der Einfullzeit aufrechtzuerhalten Bei der
Durchfuhrung des erfindungsgemaßen Verfahrens ist es
ebenfalls möglich, das Packen des Rohproduktes in dem
oberen Teil des Reaktors zu verhindern, indem man vorsichtig Luft oder ein anderes Gas durch den unteren
Teil des Reaktors einleitet Dies sollte man dann tun,
wenn die natürliche Gasentwicklung in dem Ansatz zu
gering ist, um sicher zu sein, daß bei dem betreffenden
Saurefluß die Anwesenheit des treibsandartigen Zustands sichergestellt ist Luft oder Gas sollte in den
Reaktor in feinverteiltem Zustand und vorzugsweise zusammen mit der Saure eingeführt werden Das
desintegrierte Rohprodukt vermischt sich mit der übereinanderliegenden Aufschlämmung und allmählich
wird es ersetzt und schließlich wird es durch den Überlauf abfließen Das Rohprodukt verbleibt somit
ausreichend lange in dem Reaktor und ist, wenn es den
Reaktor durch den Überlauf verlaßt, praktisch vollständig
ausgelaugt Wird eine stärkere Auslaugung gewünscht,
so kann man an den Hauptreaktor einen zweiten Reaktor anfügen, wobei in dem zweiten
Reaktor das Auslaugen unter vollständiger Kontrolle, ohne daß sich bemerkenswerte Mengen an Silanen und
Wasserstoff bilden, vervollständigt wird
Das Rohprodukt, das aus dem Überlauf austritt, wird
kontinuierlich von der Uberlaufsaure abgetrennt, beispielsweise in einer kontinuierlich arbeitenden
Zentrifuge, oder diskontinuierlich, indem man in einem geeigneten Behalter absitzen laßt Wie oben erwähnt,
wird die Trennung des granulierten Rohproduktes durch zu schnellen Saureumlauf erschwert
Das Rohprodukt in dem oberen Teil des Reaktors
kann kontinuierlich oder diskontinuierlich als Aufschlämmung abgepumpt oder durch eine andere
Vorrichtung entnommen werden, wahrend die umlau fende Saure durch den Überlauf des Reaktors mit oder
ohne Rohprodukt abfließt
Das erfindungsgemaße kontinuierliche Auslaugver fahren bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, die aus
den folgenden Ausfuhrungen erkenntlich sind
Die anfallende Reaktionswarme ist gleichmäßiger
und so hoch, daß das Verfahren, wenn es kontinuierlich im großen Maßstab durchgeführt wird, praktisch seinen
eigenen Wärmebedarf deckt
Bedingt durch die inhomogene Struktur von »FeSi«,
erfordert bei dem ansatzweisen Auslaugen ein Teil eine
außerordentlich lange Zeit, um zu desintegneren Daher
wird in der Praxis das ansatzweise Auslaugen abgebrochen, wenn ungefähr 98% der Ansatzmenge
desintegriert sind Bei einem kontinuierlichen Auslaugverfahren
wird eine wesentliche größere Produktionskapazität
erzielt in bezug auf das Reaktorvolumen, was durch die Tatsache bedingt ist, daß der Reaktor nicht so
lange betrieben werden muß, bis ein Ansatz fast vollständig ausgelaugt ist Rohmaterial mit geringer
Reaktivität verbleibt in dem Reaktor, bis es desintegnert
ist
Bei den bekannten Verfahren zum ansatzweisen Auslaugen wird die abgehende Saure über ein Sieb
gefuhrt, das oft undurchdringlich wird, wodurch Probleme auftreten Das kontinuierliche erfindungsgemaße
Auslaugverfahren muß jedoch ohne solches Sieb betrieben werden, und dadurch werden verschiedene
Nachteile vermieden
Alle diese wesentlichen Vorteile des kontinuierlichen Verfahrens haben eine wichtige Qualitätsverbesserung
des ausgelaugten Produkts mit sich gebracht, da das erfindungsgemaße kontinuierliche Auslaugverfahren
unter optimalen Temperaturbedingungen, Konzentrationsbedingungen und Reaktivitatsbedingungen des
Rohmaterials durchgeführt werden kann
Nach dem ansatzweisen Auslaugverfahren der norwegischen Patentschrift 93 228 erhalt man Siliciummetall,
das höchstens 0,8% Fe enthalt Verwendet man das kontinuierliche Auslaugverfahren, so ist es möglich,
Siliciummetall herzustellen, das 0,4% Fe enthalt In der
Tat bestimmt der Eisengehalt üblicherweise die Qualität
des technischen Sihciummetalls
Weiterhin wurde gefunden, daß es möglich ist, die
Explosionsgefahr bei dem kontinuierlichen Auslaugverfahren in großem Maße zu vermindern, wenn man das
Verfahren so durchfuhrt, daß das Oxydationspotential
des dreiwertigen Eisens in der Saure ausreichend hoc^
ist, verglichen mit dem Oxydationspotential von H +
Dadurch wird nicht nur die Bildung von Wasserstoff und
Silanen vermindert, sondern wahrend das Monosilan
und die höheren, sich selbst entzündenden Silanhomologe durch den Ansatz passieren, werden sie durch den
Kontakt mit dem stark oxydierend wirkenden dreiwertigen Eisen zersetzt.
Versuche haben gezeigt, daß Aluminiumchlorid auf die Oxydation der Silane eine katalytische Wirkung hat
und daß das erforderliche Potential zur Oxidation der sich selbst entzündenden Silane erreicht wird. Wenn die
Konzentration an dreiwertigen Eisen höher ist als ungefähr 70 g/l, wobei die Konzentration an zweiwertigen
Eisen möglichst niedrig etwa bei 5 bis 10 g/l gehalten wird.
Bei dem ansatzweisen Auslaugverfahren mit dreiwertigem Eisen, wie es in der norwegischen Patentschrift
93 228 beschrieben wird, variiert der Gehalt an dreiwertigem Eisen zwischen 60 und 80 g/l. Gemäß der
norwegischen Patentschrift ist die zweckmäßige obere Konzentrationsgrenze an dreiwertigen Eisen, bedingt
durch das Risiko der Salzausfällung, auf ungefähr 70 g/l festgelegt. Die nicht-kontrollierbare Reaktion zu Beginn
des ansatzweisen Verfahren vermindert oft den Gehalt an dreiwertigem Eisen in der Säure auf weniger
als 60 g/l, wobei die Konzentration an zweiwertigem Eisen so hoch wird, daß die Gefahr besteht, daß
Chloride in Form von Wasser enthaltenden Doppelsal-
zen von Eisenchlorid ausgefällt werden. Die Salzausfällung verursacht in den Leitungen und in den
zwischengeschalteten Säuretanks, in denen die Säuretemperatur notwendigerweise niedriger ist als in dem
Reaktor, Probleme.
Bei dem erfindungsgemäßen kontinuierlichen Auslaugverfahren verläuft das Auslaugen unter Kontrolle,
und daher ist es in der Praxis möglich, die Konzentration an zweiwertigem Eisen bei einem niedrigen Wert zu
halten, so daß das Risiko der Salzausfällung nicht auftritt.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, das Verfahren kontinuierlich mit
einer Konzentration bis zu HOg dreiwertigem Eisen/1 zu betreiben. Die zulässige Konzentration an zweiwertigem
Eisen wird durch die Temperatur der Säure in dem Umlaufsystem und durch die Konzentration an anderen
Chloriden in der Säure bestimmt. Die mögliche Gefahr der Salzausfällung kann durch einfache Kristallisationsversuche in einem Becherglas bei der betreffenden
Temperatur in dem Umlaufsystem festgelegt werden. Es wurde gefunden, daß es in der Praxis vorteilhaft ist, das
kontinuierliche Verfahren mit einer Konzentration von 80 bis 100 g dreiwertigem Eisen/1 Chlorwasserstoffsäurelösung
zu betreiben.
Claims (1)
- PatentanspruchVerfahren zum Raffinieren von technischem Silicium und Ferrosilicium, das mehr als etwa 60% Silicium enthalt, durch Auslaugen mit einer 70- 110 g dreiwertigen Eisen/1 enthaltenden Chlorwasserstoffsaurelosung, die vorzugsweise Eisenchlorid enthalt, dadurch gekennzeichnet, daß man das Auslaugen kontinuierlich vornimmt, indem man das als Ausgangsmatenal verwendete Siliciummatenal von oben in einen Reaktor einfuhrt, die Auslauglosung in den unteren Teil des Reaktors einleitet, vorzugsweise zusammen mit feinverteilter Luft oder Gas, und das praktisch vollständig ausgelaugte Produkt zusammen mit der Saurelosung am oberen Ende des Reaktors entnimmt
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