DE2119716A1 - Verfahren zur Abtrennung von Schwefeltrioxyd aus Industrieabgasen - Google Patents
Verfahren zur Abtrennung von Schwefeltrioxyd aus IndustrieabgasenInfo
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Description
SHELL INTERNATIONALE RESEARCH MAATSCHAPPIJ N,V.,
Den Haag / Niederlande
Priorität: 24. April I970 / Niederlande / Anrnelde-Nr. 7005974
Verfahren zur Abtrennung von Schwefeltrioxyd aus Industrieabgasen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Abtrennung von Schwefeltrioxyd aus Schwefeloxyde enthaltenden
Industrieabgasen unter Verwendung eines festen Akzeptors.
Zu den Industrieabgasen, die Schwefeloxyde enthalten, zählen die Abgase aus zahlreichen Industrieanlagen, beispielsweise
Abgase aus Erzröstofen und aus Erzschrnelzanlagen, die
Abgase aus chemischen Anlagen und Raffinerien und die Abgase
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α 2113716
aus Schwefelsäureaniagen und Anlagen, in denen Schwefelwasserstoff
in elementaren Schwefel durch partielle Verbrennung mit Sauerstoff oder einen sauerstoffhältigen Gas
nach dem als Claus-Prozeß "bekannten Verfahren umgewandelt
wird. Alle diese Abgase enthalten Schwefeloxyde in einem
größeren oder kleineren Ausmaß und können zusätzlich feinverteilte
Feststoffe, wie Ruß und Metalloxide, enthalten,
die als Plugasche bezeichnet werden. Je nach ihrer -"-erkunft
enthalten die Industrieabgase überwiegend Schwefeldioxyd ode:
Schwefeltrioxyd als das Schwefeloxyd. Im allgemeinen sind ,jedoch
auch kleine Mengen Schwefeltrioxyd im schwefeldioxydenthaltenden
Abgasen vorhanden.
Im Zusammenhang mit dem Problem der Luftverschmutzung
ist es unerwünscht, daß Industrieabgase, die Schwefeloxyde
enthalten, direkt in die Atmosphäre abgelassen v/erden. Um diese Abgase von Schwefeloxyden zu befreien wurden in der
Literatur zahlreiche Verfahren zur Abgasbehandlung vorgeschlagen. Einige dieser Verfahren werden bereits im Maßstab
von Versuchsanlagen untersucht.- Der überwiegende" Teil dieser Verfahren ist jedoch auf die Abtrennung von Schwefeldioxyd
aus Abgasen gerichtet. Insbesondere beim Verfahren zur Abtrennung von Schwefeldioxyd über ein nasses Verfahren stellt
das Vorliegen von kleineren Anteilen von Schwefeltrioxyd
häufig einen Nachteil dar.
Es wurde bereits ein Verfahren vorgeschlagen, gemäß
welchem Schwefeldioxyd aus Gasgemischen, die Schwefeldioxyd
und Sauerstoff enthalten, unter Verwendung von
2 "" BAD ORIGINAL
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festen Akzeptoren abgetrennt wird, indem, diese Gasgemische
aufeinanderfolgend durch eine erste Zone, in der das Schv/efeldioxyd
zu Schwefeltrioxid mittels eines Oxydationskataiysaöors
oxydiert wird, und durch eine zweite Zone geleitet werden, in welcher das gebildete Schwefeltrioxyd an den genannten
festen Akzeptor gebunden wird, und wobei anschließend der nit Schwefeltrioxyd beladene Akzeptor regnericrt wird. Bei
eines derartigen Verfahren wird ein im Abgas enthaltenes Schwefeltrioxyd ebenfalls von dem verwendeten Akzeptor zurückgehalten
werden.
Ein Nachteil des vorstehend beschriebenen Verfahrens
ist darin zu erblicken, daß die verwendeten Akzeptoren aus einem festen Träger bestehen, beispielsweise aus Aluminiumoxyd,
auf dem ein Metall und/oder eine "-etallverbindung aufgetragen
wurde. Die Verwendung von metallenthaltenden Akzeptoren macht Jedoch dieses Schwefeldioxydabtrennungsverfahren verhältnismäßig
teuer, während die beladenen Akzeptoren mit einem reduzierenden
Gas, beispielsweise einen Wasserstoffgas oder leichte Kohlenwasserstoffe enthaltendem -Gasgemisch, regeneriert werden
müssen, was ebenfalls zu einem Ansteigen der Verfahrenskosten führt.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist darin gelegen, ein Verfahren zur Abtrennung von Schwefeltrioxyd, insbesondere
aus Industrieabga'sen, zu schaffen. Ein weiteres Ziel liegt in
der Verwendung von festen Akzeptoren bei diesen Verfahren, die im wesentlichen frei von darauf aufgebrachten Metallen und/oder
Metallverbindungen sind. Ein weiteres Ziel ist die-Schaffunrg
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eines Verfahrens, das ein wirtschaftliches Regenerieren des beladenen Akzeptors ermöglicht.
Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Abtrennung von Schwefeltrioxyd aus Schwefeloxyde enthaltenden
Industrieabgasen unter Verwendung eines festen Akzeptors,
gemäß welchem Verfahren Industrieabgase, die Schwofeltrioxyd
enthalten, bei erhöhter Temperatur mit einem festen Akzeptor in Berührung gebracht v/erden, der zur Gänze oder im wesentlichen
aus einem anorganischen Oxyd besteht, und der genannte Akzeptor nach der Beladung mit Schwefeltrioxyd mittels
Schwefelwasserstoffs oder eines Schwefelwasserstoff enthaltenden
Gases regeneriert wird, wonach der regenerierte Akzeptor v/.K'd'-r rn,i1; dori DchwofoJ-fcrioxyd cn thai tendon Abgasen in Berührung
gebracht v/ird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann geeigneterweise zur Abtrennung von Schwefeltrioxyd aus Abgasen verwendet werden,
die aus Anlagen herstammen, die Schv/efe!säure herstellen oder
weiterverarbeiten. Wenn solche Gase in die Atmosphäre abgelassen werden, kann die Kondensation die Bildung eines Nebels
verursachen, der als eine weiße 'A'olke sichtbar ist. Ein solcher
Nebel ist sehr beständig und schwierig zu kontrollieren und abgesehen davon, daß er von Natur aus korrosiv ist, ist er
auch gesundheitsschädlich. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht
es nun, diese V/olkenbildung durch Akzeption der
letzten Schwefeltrioxydmengen zu vermeiden. Das genannte
Verfahren ist Jedoch auch zur Behandlung von Industrieabgason geeignet, die Schwefeldioxyd enthalten. Zu diesem Zweck sollen
- 4 -. BAD ORIGINAL
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zur>äcn:
die genannten Abgase zunächst mit einem säuerst ölhaltigen
Gas oder Gasgemisch, "beispielsweise Luft, in Gegenwart eines
Oxydationskatalysators behandelt v/erden, bevor sie nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren v/eiter behandelt v/erden können.
Als fester Akzeptor, der zur Gänze oder im wesentlichen aus einem anorganischen Oxyd besteht, kann jedes Oxyd verwendet
v/erden, das Schwefeltrioxyd binden kann und das nach dem Binden der letztgenannten Verbindung mit Schwefelwasserstoff oder einen
Schv/efelv/asserstoff enthaltenden Gas zum Oxyd regeneriert werden kann.Einen für diesen Zweck besonders geeigneten festen Akzeptor
stellt aktivierte Tonerde dar, beispielsweise tv\ -, α- oder γ-Alurainiumoxyd.
Andere geeignete Akzeptoren s^nd Magnesia oder
Tonerde, oder auf einem inerten Träger aus beispielsv/eise Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd imprägnierte. Magnesia. Es können
auch Gemische von zwei oder mehreren der genannten Akzeptoren verwendet werden.
Die festen Akzeptoren, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren zur Aufnahme des Schwefeltrioxyds aus Industrieabgasen verwendet werden, sind .frei oder im wesentlichen frei
von Metallen und/oder Metallverbindungen, die üblicherweise
für diesen speziellen Zweck auf Akzeptoren der vorstehend erwähnten Art als Träger abgelagert werden. Die verwendeten
Akzeptoren müssen jedoch nicht völlig rein sein und im Akzeptor· können auch andere Keτ allverbindungen als Verunreinigungen
vorliegen, So ist beispielsv/eise bekannt, daß die handelsüblichen Tonerden Siliziuindioxyd, Eisen(III)oxyd und Titandioxyd
in !'engen von unter 0,1 Gew.-% enthalten,.während
.Natriumoxyd in einer Menge von unter 1 Gew.-?» vorliegt.
- 5 - ' BAD
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Die festen Akzeptoren gemäß der Erfindung können
Alkalimetalloxide und/oder -^rdalkaiimetalloxyde in größerer:
Mengen enthalten. In diesem Falle sind die genannten Oxyde
vorzugsweise in einer "-enge von unter 10 Gew.-% enthalten.
Gemäß der -Erfindung wird der mit Schwefeltrioxyd beladene
feste Akzeptor mit Schwefelwasserstoff oder Schwef elv/asserstoff
enthaltenden Gasen regneriert. Als Schwefelwasserstoff
enthaltende Gase können geeigneterweise Gase verwendet werden, die beispielsweise 10 oder mehr Völ.-%, vorzugsweise mehr
als 25 Vol.-% Schwefelwasserstoff enthalten. Derartige Gase sind in großen Mengen in Raffinerien verfügbar.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann innerhalb eines weiten Temperaturbereiches ausgeführt werden. Um die Kondensation
von Schwefeltrioxyd und in der Folge die 3ildung einer
weißen Wolke zu verhindern, soll die Temperatur· auf Jeden Fall über 180 C liegen. Ein sehr geeigneter Temperaturbereich
erstreckt sich von 250 bis 625°C Dieser Temperaturbereich
umfaßt auch die Sndtemperaturen von zahlreichen Industrieabgasen, beispielsweise von Abgasen oder Feuergasen,
wenn sie den Schlot zugeführt werden. Dies stellt einen Jedem Fachmann klar ersichtlichen Vorteil dar, weil solche Gase
dann nur wenig von ihrem Auftrieb verlieren, während sie nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt werden. Es
v/ird bevorzugt, Temperaturen zwischen 350 und 4-5O0C anzuwenden.
Das anschließende Regenerieren des beladenen festen Akzeptors wird vorzugsweise bei der gleichen Temperatur
wie das vorhergehende Beladen ausgeführt. '.Venn dies auch
BAO ORiGINAL
keineswegs ur/bedingt notwendig ist, so -unterscheidet sich
die P.Ggenerationsteir.peratur ur. nicht r.ehr als 5O0C von der
Beladungtemperatur, ix eine einfache Verfahrensfährung zu
gewährleisten. Im allgemeinen wird die Regenerationstenpera'cur
zwischen 200 und 55O°C und insbesondere zwischen 280 und
C lie Gen.
Die während der Beladung eingehaltenen Raumgeschwindigkeiten
liegen vorteilhaft zwischen 100 und 50.000 λτ1 Gas pro
1 Akzeptor und Stunde, während die während der Regeneration
angewendeten Rausigeschwindigkeiten zwischen 5 un^- 3 »000 Ni
Gas/l Akzeptor und Stunde "betragen.
Wie bereits or\ahnt,- kann das erfindungsgemäße Verfahren
auch auf Schwefeldioxyd, enthaltende Abgase angewendet werden.
Die Erfindung bezieht sich somit auch auf ein Verfahren zur Reinigung von Industrieabgasen, die Schwefelverbindungen enthalten,
gemäß welchem Verfahren die Schwefelverbindungen in .diesen Gasen zunächst zu Schwefeltrioxid mit Sauerstoff oder
einem sauerstoffhältigen Gas in Gegenwart eines Oxydationskatalysators oxydiert werden und anschließend das Schwefeltrioxyd
aus den genannten Abgasen durch Beladen eines festen Akzeptors abgetrennt wird.
■ Für diesen Zweck geeignete Oxydationskatalysatoren sind in der Literatur ausführlich beschrieben und sind im Stande
der Technik wohl bekannt. Um nur ein einziges Beispiel anzuführen,' sei auf einen Katalysator verwiesen, der aus einer
Vanadinverbindung und einer Kaliumverbindung besteht, die
auf einem festen (Träger, beispielsweise Siliziundioxyd, aufgebracht sind.
BAD ORIGINAL - 7 • Ϊ09846/1273
Die Oxydation der Schwefelverbindungen, beispielsweise
von Schwefeldioxyd, in den genannten Abgasen wird voz'zugsweise
im selben Temperaturbereich vorgenommen, der für
das Beladen eingehalten wird. Dies hat den Verteil, daß die Industrieabgase, wie beispielsweise Feuergase, nacheinander
oxydiert und von Schwefeltrioxyd befreit werden, ohne den Wärmehaushalt dadurch nachteilig zu beeinflussen, so daß
diese Abgase nach einem zusätzlichen Wärmeentzug oder auch ohne einen solchen, direkt dem Schlot zugeführt werden können.
Als säuerstoffhältiges Gas kann vorteilhafterweise Luft oder
mit Sauerstoff angereicherte Luft verwendet werden.
Um zu gewährleisten, daß keine Schwefeloxyde, sei es in Form von Schwefeldioxyd oder von Schwefeltrioxid oder von
beiden, in die Atmosphäre gelangen, se-lbst nicht in kleinen Mengen, "wird weiterhin-vorgeschlagen, nach der Schwefeltrioxydbeladungsstufe
ein Sicherheitsbett aus einen Schwefeloxydakzeptor vorzusehen. Ein geeigneter Akzeptor für diesen speziellen
Zweck ist ein Akzeptor, der aus einem festen Träger besteht, auf dem ein* Metall und/oder Hetal!verbindung auf-'
gebracht worden ist. Ein besonders geeigneter Akzeptor besteht aus Kupfer und/oder Kupferoxyd auf Tonerde. Etwaiges Schwefeldioxyd,
das in der Oxydaticnsstufe nicht in Schwefeltrioxyd umgewandelt wurde, und etwaiges Schwefeltrioxyd, das von den
festen Akzeptor für Schwefeltrioxyd nicht aufgenommen wurde, wird dann von dem Akzeptor aus Kupfer und/oder Kupferoxyd auf
Tonerde aufgenommen werden. Da der Großteil der Schwefeloxyde in den vorhergehenden Verfahrenestufen bereits umgewandelt
und aufgenommen wurde, stellt die Verwendung eines ^
.- 8 109846/1273 ^0 omGmAL
und/oder !Metallverbindungen enthaltenden Akzeptors in Form
eines Sicherheitsbettes nur einen geringen Anteil an den Gesantkosten für das Gesamtverfahren dar.
Industrieabgase, beispielsweise Feuergase, enthalten
im allgemeinen einen großen Anteil an Feststoffen, beispielsweise Asche und Ruß. Um zu verhindern, daß die Festbetten
des Oxydationskatalysators und/oder Akzeptors nach kurzen Perioden verstopft werden, wird die Oxydationsstufe und die
Beladungsstufe für derartige Feststoffe enthaltende'Gase vorzugsweise
in speziell konstruierten Vorrichtungen ausgeführt. Eine für diesen Zweck bevorzugte Vorrichtung weist zumindest
weitgehend parallele Gaskanäle auf, die durch durchlässige Wände begrenzt sind,, hinter denen der Akzeptor oder der Oxydationskatalysator
angeordnet ist, welcher Akzeptor oder Oxydationskatalysator für das Gas und seine Bestandteile
frei zugänglich ist, nicht aber für die festen Partikeln, wie Ruß und Flugasche. Die Gaskanäle werden dadurch überhaupt
nicht oder bedeutend weniger rasch von den vorliegenden festen Partikeln verstopft, so daß derartige Vorrichtungen viel
langer in Betrieb stehen können. Für die Oxydationsstufe
wird in aller Regel eine derartige Vorrichtung ausreichen, während für die Beladung vorzugsweise zwei derartige Vorrichtungen
verwendet v/erden, um ein Umschalten zur anderen Vorrichtung zu ermöglichen, wenn der Feststoffakzeptor in
ersten Apparat regeneriert v/erden muß.
Der Oxydationskatalysator und/oder Feststoffakzeptor kann in jeder Form eingesetzt v/erden. Sie können beicpiels-
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v/eise als geformte Partilceln verwendet werden., die 0,1 bis
10 mn, beispielsweise 0,5 bis 5 raa>
groß sind, oder in Form
von Platten mit größeren Abr.es sung en, beispie lsv;ei se 10 χ 10 ca
oder größer mit einer Stärke von 0,5 bis 5 cm. Ie letztgenannten
Fall können die Industrieabgase vcrteilhafterv/eise
auch, in einem Apparat behandelt werden, in welchem die zumindest
weitgehend parallelen Gaskanäle aus dem plattenförmigen Oxydationskatalyaator oder Akzeptor selbst gebildet
undbegrenzt sind. Gewünschtenfalls können die geformten Platten
jedoch auch zwischen gasdurchlässigen Wänden angeordnet werden, | die beispielsweise aus Drahtnetz bestehen.'
Dem Fachmann wird es klar sein, daß die vorstehend erwähnten Vorrichtungen -auch in Kombination verv/endet werden
können. So kann beispielsweise eine Vorrichtung, die zumindest weitgehend parallele Gaskanäle aufweist, die aus durchlässigen
Wänden für den Oxydationskatalysator begrenzt sind, well eher
Oxydationskatalysator in diesem Falle in Gestalt von geformten Teilchen vorliegt, mit einer Vorrichtung kombiniert
werden, in welcher die zumindest weitgehend parallelen Gaskanäle aus dem .plattenförmigen Akzeptor für die Feststoffe selbst
gebildet und begrenzt sind.
Zur Herstellung von mechanisch beständigen Akzeptorplatten, die lange Zeit ohne Hissigwerden und Disintegration
verwendet werden können, kann in folgender V/eise vorgegangen
werden:
Das oxydische Akzeptormaterial muß zunächst durch Erhitzen auf eine Temperatur, oberhalb der kein oder im wesent-■
liehen kein Schwinden mehr auftritt, von V/asser bo.freit werden.
- 10 - BADORiGfNAL
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Für Tonerde liegt diese '~e:rvperatur über ?80 C, so daß dieses
Akzepuormaterial oder ein Tcnerdehydrat vorzugsweise
zwischen. 600 und 11000C kalziniert wird. Das kalzinierte
Akzeptormaterial wird anschließend mit einen Bindemittel,
gegebenenfalls, unter Zusatz von Wasser, vermischt und das
Genisch, aus Akzeptorinaterial und Bindemittel wird zu Platten
von den gewünschten Abmessungen verpreßt. Die geformten Akzeptorplatten werden anschließend auf Temperaturen von
über 780°C, vorzugsweise von 800 bis 150O0C erhitzt, wobei
gewünschtenfalls vorher ein Trocknen bei Temperaturen bis
zu 200°C vorgenommen v/erden kann. Nach dem Kühlen sind die
Akzeptorplatten für die vorstehend beschriebene Verwendung
geeignet.
Geeignete Bindemittel umfassen Tone, beispielsweise Kaolinit, Attapulgit, Bentonit, Halloysit und Ivlontmorillonit.
Kaolinit oder Kaolin wird bevorzugt, weil es leicht gereinigt und auf eine zum Vermischen geeignete Teilchengröße zerkleinert
werden kann.
.Die zu verwendende Bindemitte!menge hängt jedoch in
gewissem Ausmaße von der Art des verwendeten Bindemittels und dem verwendeten Akzeptormaterial ab, doch kann dies in
jedem speziellen Pail mittels eines Versuchspaketes von
Akzeptorplatten leicht bestimmt werden. Im Falle von Ton und Aluminiumoxyd wird es bevorzugt, 0,1 bis 0,5 Gew.-Teile
Ton pro Gev/.-Teil Aluminiumoxyd zu verwenden.
um. Akzeptorplatten, von besonderer mechanischer Festigkeit
zu erhalten, kann ein Teil des zur Verwendung vorgesehenen Bindemittels durch Glas in Form von feinverteiltem
- 11 - .
' BAD ORIOINAL
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Glas, beispielsweise Glaspulver oder Glasfritte, ersetzt
v/erden. Es wird bevorzugt, daß die IvI en ge des Tonbindernittcls,
die durch feinverteiltes Glas oder Glasfritte ersetzt v/erden
soll, derart bemessen wird, daß die zu erhitzenden Akzeptorplatten
wen ige i' als 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 6 Gew.-%
Glas, bezogen auf. Trockensubstanz, enthalten. Geeignete Glasarten sind Natronkalkglas, Bleiglas, Bcrsilikatglas u.dgl.
Die nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren erhaltenen Akzeptorplatten sind bereits leicht porös. Um ihre Porosität
Jedoch zu vergrößern, wird es bevorzugt, dem Gemisch aus kalziniertem Akzeptormaterial und Bindemittel einen Poren-r
bildner zuzusetzen.· Als Porenbildner können brennbare Materialien
beispielsweise Mehl, Holzschnitzel, synthetische oder natürliche Harze, Paraffinwachs, Zucker oder gasbildende Salze, wie
Persalze oder Peroxyde, zugesetzt werden. Bevorzugt wird ein Porenbildner verwendet, der sich zur Gänze zu einer ■
oder mehreren gasförmigen Verbindungen .;sraetat, so daß
in dem fertigen Akzeptor keine Verunreinigungen zurückbleiben.
Für diesen Zweck sind Polypivälolacton und insbesondere Polypropylen
geeignet. Die Porenbildner können in einer iaenge·
von 1 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 15 Gew.-?»,
bezogen auf die Gesamtmenge von Akzeptormaterial und Bindemittelmenge,
verwendet werden.
Wenn auch das Verfahren unter spezieller Bezugnahme auf einen Akzeptor in Gestalt von Platten beschrieben wurde,
so ist es doch klar, daß der beschriebene Prozeß zur Herstellung von mechanisch beständigen Akzeptor autfh zur Herstellung
von anders geformten Akzeptoren, beispielsweise in Form von Extrudaten, Tabletten, Pillen, Kugeln u.dgl. verwendet
werden kann.
BAD OFUGINAL
Zur Abtrennung von Schwefelverbindungen, aus Industrieabgasen,
die keine festen Staubteilchen enthalten, können feste Betten aus Oxydationskatalysator und/oder festem Akzeptor
verwendet werden. Verglichen mit den vorstehend erörterten Vorrichtungen weist ein Festbett die Vorteile auf,
daß der Reaktor kleiner und von einfacherer Konstruktion sein kann und daß der Akzeptor in einem größeren Ausmaß mit Schwefeltrioxid
beladen v/erden kann. Diese Vorteile überwiegen im allgemeinen die Nachteile eines höheren Lruckverlustes über
das Festbett und die Gefahr einer stärkeren Disintegration der Akzeptorteilchen. Feste Betten können beispielsweise bei
der Aufarbeitung der Abgase aus dem Claus-Prozeß verwendet v/erden. Solche Gase, die ungefähr 1 Vol.-% Schwefelwasserstoff
und 0,5 Vol.-% Schwefeldioxyd enthalten, können geeigneterweise
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren von den genannten Schwefelverbindungen
befreit werden, indem sie zunächst, wie weiter oben beschrieben, zu Schwefeltrioxid oxydiert v/erden, und
anschließend das gebildete Schwefeltrioxid auf dem festen Akzeptor abgeladen wird.
Im allgemeinen stellt das Abführen von Feuergasen sowie
von Claus-Abgasen in einer Ölraffinerie ein schwerwiegendes Problem dar. In diesem Falle kann es vorteilhaft sein, die
beiden Gase gemeinsam in einer Vorrichtung zu behandeln, die mit zumindest weitgehend parallelen Gaskanälen in der beschriebenen
Art versehen ist, in welcher die kombinierten Abgase zunächst oxydiert und anschließend von Schwefeltri-
oxyd befreit werden. Anderseits können auch die Abgase aus
- 15 -
Gchwefelsäureherstellung^ anlagen oder -verarbciuur. "einlagen
in die kombinier "con Abf;ar,c nnch der Gxydn.tionsr;ti*fe, Jedoch
vor eier Eoladungsstufe eingeleitet worden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in den nachfolgenden
Beispielen und unter Bezugnahme auf die ?ig. 1 bis 4- der
angeschlossenen Zeichnung näher erläutert.
Beispiel 1 :" Dieses Beispiel veranschaulicht, daß ein fester Akzeptor der in dieser Anmeldung "beschriebenen
Art eine höhere Beladung an Schwefeloxyden unter identischen
Testbedingungen aufnimmt air» ein in der Literatur beschriebener
Akzeptor, der aus einer Kupferverbindung ai—Γ einem festen
Träger besteht.
Als Ausgangsmaterial zur Herstellung eines Gases, das
Schv/efeltrioxyd enthält, wurde ein Gasgemisch verwendet, das
aus 1,4 VoI♦-% Schv/efeldioxyd in Luft bestand. Dieses Gasgemisch
wurde durch einen Festbett-Gxydationskatalysator mit
einer Rauinge schwindigke it von 500 Nl Gas/l Katalysator und
Stunde geleitet.. Der Oxydationskatalysator bestand aus einen Siliziumdioxydträger, auf den 7 Gew.-% VpOj- und 8 Gew.-yS
KO (bezogen auf den Träger) aufgebracht war} dieser Katalysator
wurde in Eorm von Teilchen mit einer Größe zwischen
1 und $ mn verwendet. Die Temperatur im Bett betrug 425°C·
Eine Analyse des das Katalysatorbett "Verlassenden Gasgemisches
ergab, daß eine im wesentlichen quantitative Umwandlung in Schwefeltrioxyd eingetreten war.
5OyO^Si is ,L ii i
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D*. ELISABETH JUNG
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/f£T Telefon; 24SO47
Das gebildete, Schwefeltrioxyd enthaltende Gas wurde
mil; Stickritoff verdünnt bis das vordünnte Gas der. gewünschten
Schwei'eltrioxydgehalt, ausgedrückt in Vol.-Teilen pro Million
(ppmv) aufwies. Dieses Gas wurde durch eine Versuchsanordricri^
geleitet, die ein zylindrisches Rohr aus Drahtnetz (0,5 ksi
Maschenweite) aufwies und mit γ.-AlpO als Akzeptor ausgekleidet
war. Das Aluminiumoxid hatte eine Teilchengröße von
0,5 bis 1 mm und wurde in einer Schichtstärke von 2 mm über
die gesarate Länge dieses Rohres aufgetragen. Das zylindrische Rohr hatte eine Länge von 150 cm und einen Innendurchmesser
von 10 mn.
Es wurde 'eine Reihe von Versuchen durchgeführt, wobei
verschiedene Schwefeltrioxydgehalte des Gases und verschiedene
Beladungstemperaturen eingehalten wurden. Nach jeder Testserie
wurde das beladene AlUKiniumoxyd mit 100 %igem Schwefelwasserstoff
regeneriert, wonach das regenerierte Aluniniur:- oxyd wieder beladen wurde. Das Regenerieren wurde bei verschiedenen
Temperaturen vorgenommen.
Der Vergleichsversuch mit einem bekannten Cu/AlpO^-
Akzeptor für Schwefeldioxyd wurde in gleicher Weise, in der vorstehend beschriebenen Versuchsanordnung ausgeführt. Zu
diesem Zweck wurde das zylindrische Rohr mit einer 2 mm starken Schicht des Cu/AlpO.,-Akzeptors ausgekleidet, wobei
Teilchen von 0,5 bis 1 mm Größe verwendet wurden. Die Zusammensetzung
dieses bekannten Akzeptor betrug 9 Gev/.-Teile Kupfer
auf 100 Gev:.-% γ-AIgO7. Im letztgenannten Fall wurde die
Regeneration mit einem Stickstoff-V/asserstoff-Gasgeinisch
mit 50 Vol.-/' ITp vorgenommen. ■ ' .
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H,
Die Verfall rens ceo indungen dor verschiedenen !Testreihen
sind in der nachfolgenden Tabelle A angeführt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle B aufgezeigt. Um einen Vergleich
dieser Ergebnisse mit denen des Vergleichsversuches zu ermöglichen, wurden die Beladungen des erfindungsgemäßen
Akzeptors als Gew.-% SO0, bezogen auf frischen oder regenerierten
Akzeptor, berechnet. Die in der Tabelle B angeführten Vierte wurden dadurch erhalten, daß nach jedem Test die Gesamtmenge
an Schwefeltrioxid oder Schwefeldioxyd, die aus dem Rohr ausgetreten
war, sowie die entsprechende Beladung des Akzeptors bei dieser Schwef eloxydraenge bestimmt wurden.
| Verfahrensbedingungen | Ve 1 . |
rsuchsi 2 |
'eine 3 |
4 | 5 | Vergleichs- versuch |
| Raunigeschwiiidigkeit des schwefeloxydhaltigen Gases, NlA Zh |
8800 | 8800 | 8800 | 8800 | 8800 | 8800 |
| Beladungstemperatur,0C | 250 | 250 | 500 | 425 | 425 | |
| SO^-Zonzentration, ppmv Regenerationsgas |
2200 H2S |
2700 | 1800 * | 1800 | 150 | 0,14 VoL- % so2 (50-50%) |
| Raumgeschv/indigkeit des Regnerationsgases, NlZlZl1 |
■ '250 | 250 | 25O | 25O | 25O | 330 |
| Regenerationstemperatur, 0C | 425 | 250 | 25O | 500 | 425 | 425 |
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BAD ORiGINAL
Tabelle B
| Versuchs reihe |
- | 2 | Akzeptorceladung, berechnet als SO9, Gev/.-% . |
Gesasitabstron, berechnet in Gev/.-vi, bezogen auf zugeführtes SO2; oder SOp |
| 1 | 0,1 | 21 | ||
| 3 | 0,8 | 22 | ||
| 2,0 | 25 | |||
| 4 | 5,8 | 35 | ||
| ' 5 | 5,8 | 40 | ||
| Vergleichs- versuch |
9,5 | 40, | ||
| 7,7 | 26 | |||
| 11 | 31,5 | |||
| 9 | 45. | |||
| 1,4 | 16 | |||
| 0 1,3 |
43 45 |
|||
| 2,0 | 46 | |||
| 3,0 | 47 |
- 17 -
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Die In der tabelle angeführten Ergebnisse zeigen deutlich,
daß ein im v/esentlieheη motallfreier Akzeptor, beispielsweise
γ-Αΐ^Ο;?» eine höhere SO^-Beiadung aufnimmt als ein metallhaltiger
Akzeptor, beispielsweise Cu/Al^O, für SO0. Hinsichtlich
der Wirksamkeit der Abtrennung von Schwefeloxyden aus Abgasen lassen die beschriebenen Versuche keinen Schluß zu,
v/eil die angewendete Rohrlänge zu kurz ist. Die Verwendung von Apparaturen mit einer Höhe oder Gaskanallänge von mindestens
6 m wirkt sich dagegen dahingehend aus, daß die Schwefeloxyde quantitativ abgetrennt v/erden. Aus den in den
Versuchsreihen 1 bis 4 erhaltenen Werten kann jedoch gefolgert werden, daß die Regeneration der beladenen Akzeptoren praktisch
100 %ig gewesen sein, weil bei einer unvollständigen Regeneration der Gesamtabstron bei der gleichen oder ungefähr der gleichen
Beladung beträchtliche Unterschiede aufgewiesen hätte.
Beispiel 2 : Ein Feuergas wird von Schwefeldioxyd befreit indem es ausreichen Kit Luft in Gegenwart eines Oxydationskatalysators
oxydiert und anschließend über einen Akzeptor geleitet wird, der nach dein erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet wird. Zu diesem Zwecke wird das Feuerungsgas, wie in Fig.4- näher dargestellt, nach dem Durchtritt durch die
Konvektionszone 22 des Ofens 20 durch eine Feuerungsgasreinigungsanlage
geleitet, die aus einer Cxydationsvorrichtung
24-, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, und einer darauffolgenden
Beladungsvorrichtung 25, v/ie in Figo dargestellt,
besteht, welche Vorrichtungen im Eauchabzugskanal 25,
der zum Schlot 26 führt, vorgesehen sind.
8AD ORIGINAL
109846/1273
. ·. 2113716
Die 3?ig. 1 ze I et eine Vorrichtung zur Oxydation von
Schwefeldioxyd zu Schv/efeltrioxyd. Darin sind mit den Bezugszeichen
1 offene Gaskanäle bezeichnet, die parallel zueinander
verlaufen und voneinander durch Katalysatorkammern 2 getrennt sind, die mit Katalysatorteilchen 3 gefüllt sind.
Die Gaskanäle 1 sind mit einer gasdurchlässigen V/and in Gestalt eines feinmaschigen Netzes 4- versehen. Die Gaskanäle
und Katalysatorkammern v/erden mittels Rahmen 10. gebildet, an denen das ^etz befestigt ist, welche Rahmen zu einer Einheit
unter Verwendung von Distanzstücken 7a, 7b, 7c und 7d
verbunden sind. Die gesamte Anordnung wird von einer oder ■mehreren Schräubenspindeln 8, die mit Huttem 9 versehen
sind, zusammengehalten. Die Katalysatorkammern werden an der
Oberseite offengelassen, um mit den Katalysator gefüllt werden
zu können; die Gaskammern sind an der Oberseite sowie auch an der Unterseite mittels der Distanzstücke 7a, 7b und 7d
verschlossen, die sich in'der Längsrichtung des Rahmens er- ·
strecken. Die Katalysatorkammern sind an der Unterseite durch
Distanzstücke 7c» die sich in einer Längs richt\mg^ erstrecken,
verschlossen. Die gesamte Anordnung ist innerhalb des Rauchabzugskanals 5 angeordnet, der auch mehrere solcher Einheiten
enthalten kann. Im dargestellten Falle besteht der Raxichgaskanal
aus einem- festen Stück 5a und einem abnehmbaren Stück
5b, um das Einbringen oder Ersetzen einer oder mehrerer Ein-'heiten
zu ermöglichen.
109846/1273
Die Pig. 2 seiet eine Seitenarm ic hi; des Eahr.ens IG. Die
Fig.1 stellt einen Querschnitt einer Anordnung von derarti^on
Rahinen entlang der Linie A-A1 dar. Das I\etz 4, das an den
Rahmen 10 angeschweißt sein kann, wird mittels horizontal und
vertikal angeordneter Stäbe ob und 6a in der gewünschten Lagegehalten
und an Verwerfen gehindert.
Die Fig.5a und Jb zeigt eine Vorrichtung zur Aufnahme
von SO·,, wobei der verwendete Akzeptor in Gestalt von geformten
Platten vorliegt. Die Anordnung der Akzeptorplatten 12 wird ebenfalls in den Hauchgaskanal 5 eingebracht. Die Bezugszeichen
1J und 14 bezeichnen einen Gaseinlaß bzw. Gasauslaß,-die"über
die Gaskanäle 18, d^e von den Akzeptorplatten 12 begrenzt sind,
miteinander in Verbindung stehen. Die Plattenanordnung wird durch Stützelemente 15 und Distanzstücke 16 an der gewünschten
Stelle gehalten und gestützt. Die Akzeptorplatten 12 sind aufeinanderstellend angeordnet oder durch einen kleinen Zwischenraum
17 getrennt. Die Akzeptorplatten bestehen aus 20x20x0,5 cn
großen Stücken aus γ-AlpCU.'
Die Fig.5b stellt einen Querschnitt der Fig.5a nach der
Linie A-A' dar. In der Zeichnung ist die Wand 5 unterbrochen,
um anzuzeigen, daß die Gesamtanzahl der Platten in einen:
Rauchgaskanal od.dgl., wenn auch in Fig.5a eine Anordnung
von 5 Akseptorplatten über die Breite des Rauchgaskanals veranschaulicht
ist, tatsächlich von der Gesagtbreite des Kanals5
der Stärke der verwendeten Akzeptorstücke und der Breite der
von diesen Stücken begrenzten Gaskanäle bestimmt wird. Das
Rauchgas, das auf diese V/eise von Schwefeloxyden-befreit wird,
hat die folgende Zusammensetzung:
- 20 1 0 9 8 A 6 / 1 2 7 3 BAD 0R{GI*AL
| 74 | ,5 | VoI | of. | CO2 |
| 13 | ,6 | Jl | Il | E2O |
| 9 | ,0 | ti | Il | O2 |
| 2 | ,7 | Il | !I | SO2 |
| O | ,2 | Il | ti | SO-, |
| O | ,002 | U | If | |
sowie Ruß und Flugasche in üblicher V,reise.
Dieses Rauchgas wird bei 4300C mittels eines p
Oxydationskatalysators von der gleichen Zusammensetzung wie
in Beispiel 1 angegeben, oxydiert. Zu diesem Zy;eck wird es
mit einer Rauingeschwindigkeit von 5000 Nl/1 Katalysator und
Stunde durch die beschriebene Oxydationsvorrichtung 24 geleitet. Das aus dieser Vorrichtung austretende Rauchgas wird
anschließend der Beladungsvorrichtung 25 zugeführt.. In dieser
Vorrichtung wird das SO., bei 4200C aufgenommen.
Bei den für die Vorrichtung 24 verwendeten Abmessungen (ungefähr 7,5 & lang, 3m hoch und Jm breit) und für die Vorrichtung 25 (ungefähr 9^ la^E» 3^. hoch und 3m breit) muß das
γ-AIpO^ eine Stunde lang mit 100 %igem Schwefelwasserstoff
■ etwa alle zwei Stunden regeneriert werden. Die Regeneration .wird "bei der gleichen Temperatur von etwa 4200C vorgenommen.
Das Regenerationsabgas besteht aus einem Gemisch aus Schwefeldioxid,
Schwefelwasserstoff und Schwefeldampf und wird einer
Claus-Anlage zugeführt.
Um eine kontinuierliche Abtrennung von Schwefeldioxyd
aus dem Rauchgas zu ermöglichen, werden zwei Akzeptorvorrichtungen
verwendet , die sich abwechselnd in der Akzeptions-
- 21 -
1098 46/127-3
und Regenerationsphfice bof ir·»-;on . Diese beiden Vcrrii er.tunken
können nebeneinander im ?.auch~ankanal engeerdne-t; wercler,,
wobei jede Verrichtung mi/j den entsprechend r.:lr- Vent;:!lon
versehenen Zuführungs- und Abführungsleitungen für das Regenerationsgas
versehen ist.
Beispiel 3 ' Die für eine Verwendung in einer
Vorrichtung gemäß Beispiel 2 geeigneten Akzeptorplatten könncr.
in folgender V/eise erhalten werden:
80 Gew.-Teile γ-Α1ρΟ7, das durch Sprühtrocknen erhalten
wurde und einen Wassergehalt von 23 Gew.-% sowie eine Teilchengröße
von etw-3 ?C/U aufweist, v/erden in einen Ofen gegeben,
in dem die Temperatur gleichmäßig von Zimmertemperatur in einer Zeitdauer von 200 Llinuton auf 8500C erhöht wird. Die
Tonerde v/ird anschließend drei Stunden lang bei 85O0C gesintert.
Das gesintere AIpO, wird außerhalb des Ofens auf Haumtemporf:.tur
abgekühlt und anschließend mit 250 Vol.-Teilen Wasser versetzt.
Zu dem benetzten Aluminiumoxyd werden unter führen 22 Gew.-Teile
Kaolin zugesetzt, das kolloidal in 22 Gew.-Teilen V/asser suspendiert ist.(Teilchengröße des Kaolins kleiner als 2 Ai).
Die Suspension von Aluminiunoxyd in Ton wird abfiltriert und
•bei 1000C getrocknet. Das getrocknete Gemisch enthält nun
ungefähr 71 % Wasser, bezogen auf Trockensubstanz. Dieses
Gemisch wird mit 10 Gew.-/5, bezogen auf Trockensubstanz,
eines Porenbildemittels vermischt, zu welchem Zweck geeignetarweise
Polypropylen verwendet werden kann. Nach der Einverleibung
des genannten Porenbildemittels wird-das Gesamtgemisch
in einer an sich bekannten Weise unter Eildung von Formkörper:!
- 22 - ·
BAD ORIGINAL
109846/1273
nit gewünschten Abmessungen verdichtet. Diene Formstücke·
oder Ziegel werden dann in einer. Ofen gleichmäßig von Raumtemperatur
während 200 "inuten auf 8500C erhitzt und anschließend
2 Stunden lan·- bei dieser "Temperatur gebrannt.
Die Ofentemperatur wird dann schrittweise während einen Zeitraumes
von 4- Stunden bis auf Raumtemperatur erniedrigt. Die
abgekühlten Ziegel sind zur sofortigen Verwendung geeignet»
Beispiel 4- : In einer Versuchsanordnung, die
eine Oxydationsvorrichtung und eine Beladungsvorrichtung sowie einen Verbrennungsofen und die notwendigen Versorgungsleitungen
und ivnsc^üvrse für die Zufuhr von Luft, Stickstoff,
Schwefeldioxyd und Schwefelwasserstoff aufwies', wurde die mechanische Stabilität von γ-Aluminiumoxyd als Akzeptor für
das erfindungsgemäße Verfahren bestimmt. Zu diesem Zweck wurden
1,65 NlA SO2 zusaosen mit 10 KlA Stickstoff und 93 KlA LuTt
über einen Oxydationskataiysator (VoO^/KpO/SiOp) bei einer
Temperatur von 40O bis 4500C geleitet. Das Schwefeldioxyd wurde
dabei im wesentlichen vollständig zu SO., oxydiert. Das Abgas
aus der Oxydationsvorrichtung wurde mit 100 ITlA Luft verdünnt
und anschließend bei ^25°C über den in der Beladungsvorrichtung vorliegenden γ-ΑΙρΟ,-Akzeptor geleitet. Nach der
Verdünnung nit Luft enthielt aas Gasgemisch 0,15 "■'öl.-;:'· ZO7
sowie Spuren von SOp. Die Raumgeschwindigkeit betrug 9000 Wl
Gasgemisch/l Akzeptor/h. (9000 ITl.l~1h~1).
- 23 -
BAD ORIGINAL 9 ß 4.6/ 1273
Die Beladungsvorrichtung bestand aus einem 4-0 cm längen
und 4 cm im Durchmesser messenden Quarzreaktor, der mit
100 ml γ-AIpO gefüllt war. Das feste Bett hatte eine rlöhe
von 8 cm und der Rest des Reaktors wurde von einer Aufheizeinrichtung eingenommen.
Das Abgas aus der Beladungsvorrichtung wurde auf SO7
und SO2 analysiert. Nach einer durchlaufenden Beladungszeit
von 30 Minuten wurde kein Durchbruch festgestellt. Die Beladung
des.Akzeptors nach dieser JO Minutenperiode betrug
5,4 g SO /100 g Akzeptor.
Nach der Beladung wurde die VersuchcanOrdnung mit
Stickstoff gespült, um Analysenfehler zu vermeiden.
Der beladene γ-ΑΙρΟ,-Akzeptor wurde mit 10 Nl/h H^S,
das mit 10 Nl/h Np verdünnt war, regeneriert. Dieses Gasgemisch,
das Schwefelwasserstoff enthielt, wurde bei einer Temperatur von 425°C und mit einer Raumgeschwindigkeit von
—1 —1
200 Nl.1 .h direkt über den Akzeptor geleitet. Das Regenerationsabgas,
das Wasser, Schwefel und Schwefeldioxyd zusätzlich zu Stickstoff enthielt, wurde mit 400 Nl/h Luft
verdünnt und in dem Ofen bei 6000C verbrannt. Im Verbrennungsgemisch
wurde die Gesamtmenge des gebildeten SOp bestimmt. Es wurde gefunden, daß der Akzeptor innerhalb 20 Minuten
völlig regeneriert v/erden konnte.
. Nach dem Regenerieren wurde die Belnöungsvorriciitunc mit
Luft gespült, um etwaigen· Schwefel zu entfernen, der in den Leitungen kondensiert sein könnte.
~ BADORIGIMAL
109846/1.273
Vf
211971S
ITach 524- Zyklen aus Beladung und Regeneration wurde
der Versuch "beendet. Zu diesen Zeitpunkt waren 22,5 S SO7/g
Akzeptor abgetrennt worden. Das Akzeptorbett wurde in eine Oberschicht und eine Unterschicht getrennt und der Akzeptor
auf Druckfestigkeit, Porenvolumen und spezifische Oberfläche untersucht. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle C
angeführt.
| Akzeptor | - | neu | nach SP4 ZvkÜen | untere Schicht |
| * Druckfestigkeit kg/cnr |
5,3 | obere Schicht* | 5,0 | |
| Porenvolumen, ml/g | 0,61 | 5,0 | 0,58 | |
| spezifische Oberfläche | 0,58 | |||
| ni2/g | 29A | 208,7 | ||
| 185 |
* SO und HpS werden in die obere Schicht des Bettes
eingeleitet.
Aus den vorstehenden Daten ist ersichtlich, daß der . Akzeptor mechanisch stabil ist."
■ - 25 109846/1273
Die vorliegende Erfindung eignem sich darüber hinaus
zur Anwendung in einem Verfahren, bei der. zunächst Schv/efeldioxyd
aus Industrieabgasen mittels eines für diesen Zweck geeigneten festen Akzepters abgetrennt v/ird und bei welchem
Verfahren anschließend das Schwefeltrioxyd, das in diesen Abgasen bereits vorlag.und/oder während 'der Beladung ir.it
Schwefeldioxyd gegebenenfalls gebildet wurde, nach einem
erfindungsgemäßen Verfahren auf einem Akzeptor abgeladen
wird. Ein derartiges Verfahren, in den zunächst-Schwefeldioxyd
und anschließend Schwefeltrioxyd aufgenommen wird,
eignet sich ganz besonders zur Anwendung in solchen Fällen, bei denen der Schwefeltrioxydgehalt in den Schlotgasen im
Zusammenhang mit der bereits erwähnten Wolkenbildung unbedingt unter einem niedrigen Wert gehalten, v/erden muß.
Die Schlotgase enthalten im allgemeinen einen festen Prozentsatz an Schwefeltrioxyd, bezogen auf die gesamte
vorliegende Menge an Schwefeloxyden. Wenn beispielsweise
Kupfer und/oder Kupferoxyd auf Aluminiumoxyd als Akzeptor für Schwefeloxyde eingesetzt wird, so wird ein zunehmendes
Durchbrechens von Schwefeltrioxid insbesondere gegen Ende
der Beladung auftreten, v/eil der Akzeptor nahezu zur Gänze beladen ist . In diesem Falle ist es besonders günstig,
ein Sicherheitsbett bestehend aus Alüminiumoxyd ■
oder Magnesiumoxyd vorzusehen, um das Schwefeltrioxyd aufzufangen.
Ein solches Bett kann lange Zeit hindurch verwendet werden und braucht nur hin und wieder mit Schwefelwasserstoff
oder einem Schv/efelwasserstoff enthaltenden Gas
regeneriert werden.
- 26 10 9846/1.273
Claims (1)
- PatentansprücheΊ . Verfahren zur Abtrennung von Schwofeltrioxyd aus Schwefeloxyde enthaltenden Industrieabgasen unter Verwendung eines festen Akzeptors, dadurch, gekennzeichnet, daß Schwefeltrioxyd enthaltende Industrieabgase bei erhöhter -Temperatur mit einen festen Akzeptor in Berührung gebracht werden, der zur Gänze oder im wesentlichen aus einen anorganischen Oxyd besteht und-daß der genannte Akzeptor nach der Beladung mit Schwefeltrioxyd mit Schwefelwasserstoff oder einem Schwefelwasserstoff enthaltenden Gas regneriert wird, wonach der regenerierte Akzeptor wieder mit den Schwefeltrioxyd enthaltenden Abgasen in Berührung gebracht wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dad*urch gekennzeichnet, daß als fester, zur Gänze oder im wesentlichen aus einen anorganischen Oxyd bestehender Akzeptor aktivierte Tonerde, Magnesia oder deren Gemische eingesetzt werden.3. Verfahren nach. Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Akzeptor aus Tonerde oder Magnesia besteht, die auf einem inerten Träger imprägniert sind.4-. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Akzeptor Alkalimetalloxyde oder Srdalkalimetalloxyde, vorzugsweise in einer Menge von unter 10 Gew.-%, bezogen auf den festen Akzeptor, enthält. .BAD ORIGINAL- 27-109 846/12735» Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4-, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwefelwasserstoff enthaltende Gas 10 oder mehr Vol.-%, vorzugsweise nehr als 25 Vol.-% Schwefelwasserstoff enthält.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 "bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Schwefeltrioxid enthaltenden Abgase mit dein festen Akzeptor bei einer Temperatur von 250 bis 625 C in Berührung gebracht v/erden.7»'Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur zwischen 350 und 4-50 C gehalten wird.8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneration bei einer Temperatur durchgeführt wird, die um nicht mehr als 50°C von der Beladungstemperatur verschieden ist.9· Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneration zwischen 200 und 625°C, vorzugsweise zwischen 280 und 4-75°C, vorgenommen wird.10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9> dadurch gekennzeichnet, daß die Schwefeltrioxid enthaltenden Abgase mit dem Akzeptor bei einer Raumgeschwindigkeit von 100 bis JO -000 Nl Gas/l Akzeptor/h in Berührung gebracht v/erden.11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneration bei einer Raumgeschwin-digkeit von Schwefelwasserstoff oder Schwefelwasserstoff enthaltendem Gas von 5 bis 3000 ITl Gas/l Akzeptor/h ausgeführt wird.- 28 -10 9 8 4 6/127312. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Akzeptor in Gestalt von geformten Akzeptorplatten oder Ziegeln vorliegt.IJ. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß Platten oder Ziegel aus ^-AlpO., verwendet werden, die durch Kalzinieren von Tonerde oder Tonerdehydrat oberhalb von 7800C, Vermischen des kalzinierten Materials mit einem Bindemittel, gegebenenfalls unter Zusatz von Wasser, Verdichten des Gemisches aus Akzeptormaterial und Bindemittel unter Druck zu Platten oder Ziegeln mit den gewünschten Abmessungen und Erhitzen der entstandenen Platten oder Ziegel auf Temperaturen von über 780 C, gegebenenfalls nach einem vorherigen Trocknen bei Temperaturen von bis zu 2000C, erhalten worden sind.14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß als Akzeptormaterial Aluminiumoxyd oder Tonerdehydrat verwendet wird, das durch Erhitzen auf eine Temperatur zwischen 800 und 11000C von Wasser befreit worden ist.15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß geformte Platten oder Ziegel verwendet werden, die auf eine "Temperatur von 800 bis 13000C erhitzt worden sind.16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15* dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel ein Ton verwendet wird.- 29 -109846/127317· Verfahren nach einem der Ansprüche 14 biß l6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ton in einer Menge von 0,1 bis 0,5 Gewichtsteilen Ton pro Gewichtsteil Tonerde verwendet wird.l8. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15* dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Bindemittels durch feinverteilten GIaG ersetzt wird.19· Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die zu erhitzenden Platten oder Ziegel weniger als 10 Gewichts- f prozent, vorzugsweise 2 bis 6 Gewichtsprozent, bezogen auf Trockensubstanz, an Glas enthalten.20. Verfahren nach Anspruch l8 und 19» dadurch gekennzeichnet, daß als Glas ein Natronkalkglas verwendet wird.21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 j5 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gemisch aus Akzeptormaterial und Bindemittel ein Porenbildner zugesetzt wird.22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Porenbildner in einer Menge von 1 bis 25 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 5 bis 15 Gewichtsprozent, bezogen auf Akzeptormaterial und Bindemittel, verwendet wird.- 30 -BAD ORIGiNAt109846/12732j5. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 und 22, dadurch gekennzeichnet, daß als Porenbildnor Polypropylen oder PoIypivalolacton verwendet wird.24. Verfahren n^ch Anspruch 1 zur Reinigung von Industrieabgasen, die andere Schwefelverbindungen als Schwefeltrioxyd enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwefelverbindungen in diesen Abgasen zunächst zu Schwefeltrioxyd mit Sauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen Gas in Gegenwart eines· Oxydationskatalysators oxydiert werden und dieses Schwefeltrioxyd anschließend durch Beladen eines festen Akzeptors abgetrennt wird, der zur Gänze oder im wesentlichen aus einem anorganischen Oxyd besteht.25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daßdie Oxydation im gleichen Temperaturbereich wie dem der Beladung ausgeführt wird.26. Verfahren nach Anspruch 24 oder 25» dadurch gekennzeichnet, daß als Industrieabgas ein Feuerungsgas oder ein Endgas einer Claus-Anlage eingesetzt wird.27. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Überleiten über den festen Akzeptor die Abgase zusätzlich mit einem Kupfer und/oder Kupferoxyd auf Tonerde-Akzeptor in Berührung gebracht werden.BAD ORIGINAL 10 9 8 4 6/1273Leerseite
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