DE2119273C3 - Steuervorrichtung zum Abschalten des Antriebsmotors eines Schlagschrauber bei einem bestimmten Anzugsmoment - Google Patents
Steuervorrichtung zum Abschalten des Antriebsmotors eines Schlagschrauber bei einem bestimmten AnzugsmomentInfo
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- DE2119273C3 DE2119273C3 DE2119273A DE2119273A DE2119273C3 DE 2119273 C3 DE2119273 C3 DE 2119273C3 DE 2119273 A DE2119273 A DE 2119273A DE 2119273 A DE2119273 A DE 2119273A DE 2119273 C3 DE2119273 C3 DE 2119273C3
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Description
2 Π9 273
Fig. 12 eine vergrößerte Teilansicht zu Fig. 8,
Fig. 13 einen Schnitt nach Linie 13-13 in Fig. 10. Als Ausführungsbeispiel wiiJ nachstehend ein pneumatisch betriebener Schlagschrauber beschrieben. Die Erfindung kann jedoch gleichermaßen auch in Verbindung mit Ausschalteinrichtungen für elektrische oder hydraulische Schlagschrauber Verwendung finden. Der pneumatische Schlagschrauber nach F i g. I besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse 20, in welchem ein Rotor 21 eines Antriebsmotors, vorzugsweise eines Hügelzellenmotors, gelagert ist Im Inneren eines Vorderteils 22 treibt der Rotor 21 einen herkömmlichen Drehschlagmotor (nicht gezeigt), dessen Amboß 23 nach vorn aus dem Vorderteil 22 herausragt, wobei das herausragende Ende 24 als Vierkant ausgebildet ist, auf welchen ein Schraubenschlüssel aufgesteckt werden kann. Der nicht gezeichnete Schraubenschlüssel wird zum Festziehen einer Schraube oder einer Mutter mit dieser in Hingriff gebracht, wobei das Gehäuse 20 rn einem Handgriff
Fig. 13 einen Schnitt nach Linie 13-13 in Fig. 10. Als Ausführungsbeispiel wiiJ nachstehend ein pneumatisch betriebener Schlagschrauber beschrieben. Die Erfindung kann jedoch gleichermaßen auch in Verbindung mit Ausschalteinrichtungen für elektrische oder hydraulische Schlagschrauber Verwendung finden. Der pneumatische Schlagschrauber nach F i g. I besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse 20, in welchem ein Rotor 21 eines Antriebsmotors, vorzugsweise eines Hügelzellenmotors, gelagert ist Im Inneren eines Vorderteils 22 treibt der Rotor 21 einen herkömmlichen Drehschlagmotor (nicht gezeigt), dessen Amboß 23 nach vorn aus dem Vorderteil 22 herausragt, wobei das herausragende Ende 24 als Vierkant ausgebildet ist, auf welchen ein Schraubenschlüssel aufgesteckt werden kann. Der nicht gezeichnete Schraubenschlüssel wird zum Festziehen einer Schraube oder einer Mutter mit dieser in Hingriff gebracht, wobei das Gehäuse 20 rn einem Handgriff
25 gehalten und geführt wird.
Das Gehäuse 20, welches den Motor aufnimmt, trägt ein hinteres Gehäuseteil 26 mit einem Deckel 27.
Diese Teile umschließen die erfindungsgemäße Steuervorrichtung. Deren Hauptteile sind ein Steuerorgan
28 in Form eines trägheitsbehafteten Körpers (Fig. I,
2, 5 und 7), eine Addierwelle 29 (Fig. 3 bis 8), eine
Kupplungswelle 30 (Fig. 8 und 12), eine Schaltlrommel
31 (Fig. 10, 11) und eine den Motor abschaltende Einrichtung 32 (Fig. 13).
Der träge Körper 28, welcher das Steuerorgan bildet, umschließt in einer kappenartigen Weise das hintere
Ende des Rotors 21, welches mit schrägen Nuten 34 versehen ist, in die Kugeln 35 eingesetzt sind. Die
äußeren Hälften der Kugeln 35 ragen in innere schräge Nulen 36, die auf der Innenseite des trägen Körpei.i
28 radial über dem hinteren Ende des Rotors 21 angebracht sind. In dem hinteren Gehäuseteil 26 sitzt
axial verschieblich ein Kolben 37, welcher unter der Spannung einer Schraubenfeder 38 axial gegen die
Außenseite des tragen Körpers 28 gedrückt wird und dabei das Bestreben hat, den letzteren gegen die hinters
Stirnseite des Rotors 21 zu drücken, wodurch die Kugeln 35 veranlaßt werden, in den schrägen Nuten
34 und 36 die innere Position gemäß F i g. 7 einzunehmen. Normalerweise rotiert der träge Körper 28 zusammen
mit den Rotor 21 in der gegenseitigen Stellung nach F i g. 7. Sobald jedoch der im Gehäusevorde.'teil
22 angeordnete Schlagmotor einen Schlag auf den Amboß 23 abgibt, wird der Rotor 21 augenblicklich
verzögert, während der träge Körper 28 seine Drehbewegung fortsetzt und dabei die Kugeln 35
rwingt, in den schrägen Nuten 34 und 36 nach außen bis in die Stellung nach F i g. 5 zu rollen. Dies hat zur
Folge, daß der träge Körper 28 relativ zum Rotor 21 entgegen der Federwirkung der Schraubenfeder 38
des Kolbens 37 und unter gleichzeitigem Zurückschieben des letzteren in axialer Richtung verlagert wird.
Während der Phase der Beschleunigung des Schlagmotors vor dem nächsten Schlag wird dann der Kolben
37 durch die Feder 38 wieder zum Rotor 21 hin geschoben, und es werden damit gleichzeitig der träge
Körper 28 unci die Kugeln 35 wieder in die Position nach F i g. 7 gebracht.
Die Addierwelle 29 ist im hinteren Gehäuseteil
26 mittels geebneter Kugellager in einer Ebene gelagert, weiche senkrecht zur Drehachse des Rotors
21 liegt. An der Addierwelle 29 soll die während des wiederholten Schiagens beim Festziehen
einer Schraubenmutter hin- und hergehende axiale Bewegung des tragen Körpers 28 in eine schrittweise,
gleichgerichtete Drehbewegung der Addierwelle 29 umgesetzt werden. Zu diesem Zweck sind bei dem
Ausführungsbeispiel zwei Freiläufe 39 und 40 vorgesetien,
die jeweils Rollen oder Nadeln 41 enthalten, welche bei Drehung in der einen Richtung jeweils
durch einen Außenring 42, der auf seiner Innenseite
ίο mit einer entsprechenden Nockenfläche versehen ist,
in eine gegenseitige Drehung verhindernde feste Anlage gegen die Addierwelle gepreßt werden, während
bei Drehung in der Gegenrichtung die z. B. in einem Nadelkäfig mit elastischen Gliedern aufgenommenen
Nadeln eine freie Drehung des Außenrings 42 relativ zur Addierwelle 29 gestatten. Der Außenring 42 wird
bei dem Freilauf 39 undrehbar in einer ringförmigen Nabe 43 getragen, die nvt einem daran angeordneten
Zahn 44 in Eingriff stciit mit einer Ringnut 45 arn
Kolben 37. Der andere Frenauf 40 ist mit dem Außenring
42 undrehbar in einer ringföririgen Nabe 46 aufgenommen,
die, durch einen Arretierbolzen 47 blokkiert, undrehbar im hinteren Gehäuseteil 26 sitzt. Die
Blockierrichtung der beiden Freiläufe 39,40 ist derart
aj gewählt, daß während der Bewegung des trägen Körpers
28 in Richtung axial fort vom Rotor 21 (Fig. 5) die ringförmige Nahe 43 mit Bezug auf die Addierwelle
29 frei entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung rotieren kann, wobei die Addierwelle durch den Freilauf
40 gegen Rotation entgegen dem Uhrzeigersinn blockiert ist. Bei der Rückbewegung des trägen Körpers
28 unter der Wirkung der Feder 38 und des Kolbens 37 nimmt die Ringnut 45 den Zahn 44 und die
ringförmige Nabe 43 in Uhrzeigerrichtung mit. Nunmehr blockiert der Freilauf 39 die Nabe gegenüber
der Addierwelle 29, so daß die letztere von der Nabe 43 mitgenommen wird (Fig. 7), wobei diesmal der
Freilauf 40 die Drehbewegung der Addierwelle zuläßt. Es ergibt sich somit, daß die Addierwelle 29 bei
jeder Rückwärtsbewegung des Kolbens 37 unter der Wirkung der Feder 38 immer in derselben Richtung
Stück für Stück weitergedreht wird, wobei sich die Winkelbcträge, um die jeweils gedreht wird, nacheinander
addieren.
Die Addierwelle 29 steht über ein Kegelrad 48 in Eingriff mit einem Kegelrad 49 auf einer Kupplungswellc
30, die in geeigneten Kugellagern im hinteren Gehäuseteil 26 und dessen Deckel 27 gelagert ist
(Fig. 12). Auf der Kupplungswelle 30 ist frei drehbar
5" ein Zahnrad 50 gelagert, dessen Nabe als eine Hälfte 51 einer konischen Reibungskupplung ausgebildet ist.
Die damit zusammenwirkende nndere Hälfte 52 sitzt axial verschieblich auf der Kupplungswelle 30, ist jedoch
mittels eines Querstifts 53 mit dieser undrehbar verbunden. Der Querstift 53 steckt quer in der Kupplungshälfte
52 und der Kupplungswelle 30, wobei die relative axiale Verschieblichkeit beider Teile durch
ein axiales Langloch in der Kupplungswelle 30, durch welches der Querstift 53 geführt ist, gewährleistet ist.
Die Kupolungswellc 30 ist als Hohlwelle ausgebildet und nimmt eine Schraubenfeder 55 auf, welche sich
einerseits am Querstift 53 und andererseits am Deckel 27 abstützt, so daß sie das Bestreben hat, den Querstift
53 und damit die Kupplungshälfte 52 mit Bezug auf das Langloch 54 in eine Stellung zu verschieben,
daß die Kuppluiigshälfte 52 von der Kupplungshälfte 51 des Zahnrads 50 getrennt ist. In der Kupplungswelle
30 sitzt weiterhin axial versrhiehlirh pin Hnbpn
56, der ebenfalls auf den Querstift 53 einwirkt, und kclslcllung festgelegt wird. Die Schalttrommel 31 ist
zwar in Richtung auf ein Schließen der Kupplungs- mit einem Anschlag in Form eines Schaltstiftes 77 ver-
hälften 52, 51. Die Betätigung der Kupplung mittels sehen, mit welchem sie die Abschalteinrichtung 32 des
des Bolzens 56 erfolgt in Abhängigkeit von der Stel- Antriebsmotors betätigt.
lung der Hauptsteuervorrichtung für den Betrieb des 5 Bei dem beispielhaft dargestellten, durch Preßluft
Antriebsmotors des Schlagschraubers. Bei elektrisch angetriebenen Schlagschrauber besteht die Abschaltbetriebenen
Schlagschraubern kann z.B. die Betati- einrichtung für den Antriebsmotor aus einem Steuergung
von der Hauptsteuervorrichtung aus über einen ventil mit einem einen Kanal verschließenden Kolbengeeigneten Elektromagneten erfolgen. Bei druckmit- kopf 32, der verschieblich in einer Bohrung 80 im hintelbetriebe.nen
Schlagschraubern, wie im Falle des io tercn Gehäuseteil 26 sitzt. Die Verschiebung des Kolvorliegenden
Ausführungsbeispiels, kann ein Servo- benkopfes 32 erfolgt durch einen mit diesem über eine
motor mit einem am Bolzen 56 befestigten Servokol- Kolbenstange verbundenen Kolben 79 gleicher Größe
ben 57 vorgesehen sein, wobei am Kolben 57 angrei- wie der Kolbenkopf 32. Zwischen dem Deckel 27 und
fende Ringfedern 58 bestrebt sind, den Bolzen 56 in dem Kolben 79 ist eine Schraubenfeder 81 eingesetzt,
diejenige Endstellung zu verschieben, in welcher er 15 die bestrebt ist, den Kolbenkopf 32 in die Öffnungsnicht
auf den Querstift 53 einwirkt. Wenn dann stellung, zum Grund 82 der Bohrung 80 hin zu drük-Druckmittel
über einen Kanal 59 in den Zylinder 60 ken. Ein Kniehebel 84, der zwischen dem Deckel 27
des Servokolbens 57 eingeleitet wird, drückt der BoI- und dem hinteren Gehäuseteil 26 auf einem Lagerbolzen
56 gegen den Querstift 53, wodurch die Kupp- /en 83 neben dem Kolben 79 gelagert ist, wird durch
lungshälften 52, 51 in Eingriff kommen. Der Kanal 59 ao eine in Fig. 11 eingezeichnete Drehfeder normalerwird
über ein Reversierventil 61 des Schlagschrau- weise in einer solchen Stellung gehalten, daß er hinter
bers, welches in Fi g. I und 9 schematisch dargestellt einer Ringschulter 86 am Kolben 79 eingreift und daist,
je nach dessen beiden Stellungen unter Druck ge- durch die Abschalteinrichtung 32 in der in Fig. 13 gesetzt
bzw. entlüftet. Das Reservierventil 61 ist bei dem zeichneten offenen Stellung verriegelt hält. Die Boh-Ausführungsbeispiel
in herkömmlicher Weise in Slrö- as rung 80 wird über das Reversierventil 61 und über
mungsrichtung hinter einem Drosselventil 62 an- einen Aanal 87 mit Druckmittel beaufschlagt. Dieses
geordnet. gelangt von der Bohrung 80 an dem in geöffneter Stel-
Das Zahnrad 50, welches von der Kupplungswelle Tune pehnltenen Kolbenkopf 32 vorbei über einen Ka-30
über die beiden Kupplungshälften 52, 51 angetrie- nal 88 zum Mntoreinlaß 89 im Gehäuse 20 (Fig. 1).
ben wird, steht in Eingriff mit einem Zahnring 63 auf 30 Der Druck in der Bohrung 80 wirktauf den Kolben 79
der Schalttrommel 31 (Fig. 10). Die letzte ist dreh- in Richtung auf den Deckel 27 hin. Der Schaltstift 77
bar auf einer Tragnabe 65 gelagert (Fig. 1). welche an der Schalttrommel 31 wirkt mit dem Kniehebel 84
ihrerseits koaxial zum Kolben 37 drehbar in einer in der Weise zusammen, daß er gegen denjenigen Arm
Bohrung im Deckel 27 gelagert ist. Eine Bohrung 66 90 des Hebels 84 anläuft, welcher sich auf der der
in der Tragnabe 65 nimmt, dem Kolben 37 gegenüber- 35 Schulter 86 entgegengesetzten Seite des Hebels 84 beliegend,
dessen Schraubenfeder 38 auf. In einem ring- findet. Durch den Schaltstift 77 wird also der Hebel
förmigen Hohlraum zwischen der Tragnabe 65 und 84 gegen die Wirkung der genannten Drehfeder von
der Schalttrommel 31 ist unter Vorspannung eine Spi- der Schulter 86 weggedreht. Danach kann der Druck
ralfeder 67 angeordnet, welche zwischen einer Nut 68 in der Bohrung 80 den Kolben 79 zum Deckel 27 hin
in der Tragnabe und einem Stift 69 an der Schalttrom- 40 verschieben, so daß der Kolbenkopf 32 am mittleren
mel 31 eingespannt ist (Fig. 10). Die vorgespannte Teil der Bohrung 80 zur dichten Anlage kommt und
Spiralfeder 67 hat das Bestreben, einen Stift 70 an der dadurch die Druckmittelzufuhr vom Kanal 87 zum
Schalttrommel 31 gegen einen Zahn 64 zu drücken, Kanal 88 abschließt und den Antriebsmotor des
der am Rand eines Flansches der Tragnabe 65 ange- Schlagschraubers stoppt.
bracht ist (Fig. 10). Die Tragnabe 65 ist derart ein- « Bei elektrisch betriebenen Schlagschraubern bestellbar
am Deckel 27 befestigt, daß eine Ralativdre- steht die Abschalteinrichtung vorzugsweise aus einem
hung zwischen diesen Teilen verhindert ist. Eine nach herkömmlichen Magnetschalter für den Hanptstrom,
Art eines Kamr;i- oder Kronenrades ausgebildete wobei der Elektromagnet bestrebt ist, das Sciialtglied
Sperrplatte 71 ist gegen die Wirkung von Schrauben- am Hebel 84 vorbei zu drücken, sobald der letztere
federn 74, die zwischen der Tragnabe 65 und der In- so am Arm 90 vom Schaltstift 77 in die Freistellung genenseite
der Sperrplatte 71 eingesetzt sind und die dreht worden ist.
letztere nach außen in die in F i g. I dargestellte Sperr- Zum Betrieb wird zunächst die Sperrplatte 71
stellung drängen, eindrückbar, wobei ein Querstift 72 niedergedrückt und zusammen mit der Tragnabe 65 in
durch eine axiale Längsnut 73 in der Sperrplatte 71 eine gewünschte Ausgangsstellung, d. h. eine begreift.
In der Sperrstellung steht die Sperrplatte 71 am 55 stimmte Winkelstellung mit Bezug auf das hintere Ge-Umfang
in Eingriff mit einem verzahnten Ring 75, der häuseteil 26, gedreht. Durch diese Einstellung der
mittels Schrauben am Deckel 27 befestigt ist(Fig.9). Tragnabe 65 in der gewünschten Ausgangsposition
Wenn die Sperrplatte in axialer Richtung zur Trag- wird die anfängliche Stellung des Zahnes 64 an der
nabe 65 hin eingedrückt wird, kommt sie von dem ver- Tragnabe 65, an welchem unter dem Einfluß der Spizahnten
Ring 75 frei, so daß sie mittels eines geeigne- 60 ralfeder 67 der Stift 70 anliegt, und damit auch die
ten Werkzeuges, welches vorzugsweise in axiale Boh- Startposition des Schaltstiftes 77 festgelegt Nachdem
rangen 76 in der Sperrplatte 71 eingreift, zusammen die Sperrplatte 71 wieder in Eingriff mit dem verzahnmit
der Tragnabe 65 in eine gewünschte Wmkelstel- ten Ring 75 herausgesprungen ist, ist die Anfangsstellung
im Deckel 27 gedreht werden kann. In der ge- lung der Tragnabe 65 gesichert. Der Schlagschrauber
wünschten Stellung läßt man dann die Sperrplatte 71 65 wird an eine geeignete Druekmittelquelle, z. B. eine
wieder nach außen in die Sperrstellung in Eingriff mit Preßluftquelle, angeschlossen, der Schraubenschlüssel
dem verzahnten Ring 75 zurückspringen, wodurch an einer festzuziehenden Schraube oder Mutter an-
also auch die Tragnabe 65 in einer bestimmten Win- gesetzt und das Drosselventil 62 im Handgriff 25
niedergedrückt, so daß das Revcrsierventil 61. welches
beispielsweise sei eingestellt ist. daLl der Rotor 21
von der Rückseite des Oerh'tcs aus gesehen im Uhr/eiucrsinn
rotiert. Druck crhiilt, wodurch auch die Kanäle 37 iniil 59 unter Druck gesetzt werden. Vom Kanal
59 aus wird mich der Z.ylinder 60 mit Druckmittel
beaufschlagt, wodurch dor Servokolben 57 die Kuppkingshällten
52. 51 auf der Kuppl'ingswelle 30 in ReibcingrilT bringt. Gleichzeitig strömt Druckmittel
durch den Kanal 87 und die Bohrung 80 an der Abscluilteintichtung
32 vorbei über den Kanal 88 Aim Motoieinlaß 89. so daß dieser im Uhrzeigersinn rotiert.
Durch den Motor wird die Schraube gedreht, bis sie am Werkstück zur Anlage kommt, woraufhin der
Amboß 23 angehalten wird und nunmehr der Schlag motor /u schlagen beginnt. Vor jedem Schlug befindet
sich der traue Körper 28 im Zustand schneller Rotation, und sobald der Amboß 23 beim Schlag den Rotor
21 anhiilt. setzt der trage Körper 28 seine Diehbewcgiing
fort und führt dabei wegen der Führungsglie-(ler oder Mitnehmer 34 bis 36 in Form von schragen
Nuten und Kugeln bei jedem Schlag auch eine axiale Rückwärtsbewegung aus. Hs wird also bei jedem
Schlag der Kolben 37 zunächst frei nach rückwärts verschoben (F- i g. 5) und dann unter der Wirkung der
Feder 38 wieder nach vorn zurückgeschoben, wobei ni! dieser letzten Bewegung die Addierwcllc 29 mitgedreht
wird. Die einsinnigen Drehbewegungen der Addierwclle 29 werden direkt auf die Kupplungswelle 30
und über die Kupplungshälften 52, 51 auf das Zahnrad 50 übertragen. Als Folge der hin- und hergehenden
axialen Bewegung des tragen Körpers 28 summiert die Addierwelle 29 die gesamte Länge der axialen
Verschiebungen des Körpers 28 und dreht das Zahnrad 50 sukzessive zunehmend weiter. Die Drehbewegung
des letzteren wird über den Zahnkranz 63 auf die Schalttrommel 31 übertragen. Bei dessen Drehung
verläßt der Stift 70 seine Anfangsstellung in Anlage am Zahn 64, und so wie die summierten axialen
Verschiebebewegungen des Körpers 28 eine zunehmend weiter fortschreitende Drehbewegung der
Schaktrommel 31 erzeugen, nähert sich der Stift 77 dem Hebelarm 90. Nach einer ausreichenden Anzahl
von Schlagen stößt der Stift 77 auf den Arm 90, entriegelt dadurch den Kniehebel 84 und gibt dadurch die
Abschalteinrichtung für den Antriebsmotor frei, so daß der Kolbenring 32 gegen den mittleren Teil der
Bohrung 80 in seine Schließstellung verschoben wird und die Druckluftzufuhr zum Motoreinlaß 89 unterbrochen
wird. Nach dem Abschalten betätigt der Bedienungsmann das Drosselventil 62, welches vorzugsweise
so ausgeführt ist, daß in seiner geschlossenen Stellung die Kanäle 87 und 59 und das Reversierventil
61 über das Drosselventil 62 entlüftet werden. Sobald der Kanal 87 nicht mehr unter Druck steht, verschwindet
die in Schließrichtung auf den Kolben 79 wirkende Kraft, und damit ist die Feder 81 der Absclialteinrichtiing
wieder in der Lage, den Kolbenkopf 32 in die geöffnete Stellung in Anlage am Grunde 82
der Bohrung 80 zu drücken. Bei Entlüftung des Kanals 59 steht der Servokolben 57 nicht langer unter
Druck und dessen Ringfedern 58 schieben den axialen Bolzen 56 vom Ouerstift 53 weg. Dadurch kann die
Schraubenfeder 55 den Querslift 53 und die Kupplungshälfte 52 von der Kupplungshälfle 51 fortschieben,
wodurch wiederum das Zahnrad 50 zu freier
ίο Drehung auf der Kuppltingswelle 30 freigesetzt wird.
Danach kann die Spiralfeder 67 die Schalttrommel 3t in ihre Ausgangsposition zurückdrehen, wobei der
Stift 70 wieder gegen den Zahn 64 und auch der Schaltstift 77 in die Startstellung z.urückbewegt werden.
Wenn eine Anzahl Schrauben unter gleichen Bedingungen
festgezogen werden müssen, wird im wesentlichen dasselbe Anzugsmoment erreicht, wenn
alle Schrauben im wesentlichen dieselbe Anzahl
ίο Schläge vom Schlagschrauber erhalten haben. Dies
bedeutet bei dem vorstehend beschriebenen Gerät, daß der Winkelweg zwischen der Ausgangsposition
des Schaltstiftcs 77 und dem Arm 90 gleichbleiben muß. Infolge Druckschwankungen in der Druckmit-
*5 tcllcitung ergibt sich eine unterschiedliche Anzahl
Schläge bis zum Abschalten des Schlagschraubers. Bei Verwendung der vorgeschlagenen Steuervorrichtung
spielen die in der Praxis vorkommenden Druckschwankungen jedoch keine Rolle. Das letztlich erreichte
Anzugsmoment aller gleichmäßig anzuziehenden Schrauben wird im wesentlichen konstant sein, da
ein geringerer Druck lediglich zu einer vergrößerten Anzahl je für sich geringerer zu summierender Winkeldrchbewegungcn
im Addierwerk führt, während ein höherer Druck weniger, dafür aber größere Winkclschrittc
zur Folge hat. Wenn es gewünscht ist, das Anzugsmoment der Schrauben anders einzustellen,
kann in einfacher Weise durch Einstellung an der Sperrplatte 71 eine andere Ausgangsposition des
Schaltstiftes 77 vorgewählt werden, wobei jeweils die Sperrplatte 71 in der gewünschten Stellung gegenüber
dem verzahnten Ring 75 festgelegt wird. Um eine derartige Einstellung noch zu erleichtern, ist gemäß
F i g. 9 der verzahnte Ring 75 mit einer Zahlenskala versehen.
Wenn der Schlagschrauber auf entgegengesetzte Dreh richtung entgegen dem Uhrzeigersinn geschaltet
wird, wird der Kanal 59 direkt über das Reservierventil 61 entlüftet, so daß die Kupplungshälften 52, 5i
nicht in Eingriff kommen. Gleichzeitig wird auch während des Schiagens in Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn
der träge Körper 28 durch die Kugeln 35 gegen fortgesetzte Drehung mit Bezug auf die Antriebswelle
im Moment des Schiagens blockiert. Er führt deshalb bei dieser Drehrichtung des Schlagschraubers
keine axiale Verschiebung aus, so daß demnach auch das Addierwerk nicht in Funktion tritt.
Hiereu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Steuervorrichtung zum Abschalten des An- bindung mit einem pneumatisch betriebenen
triebsmotors eines Schlagschraubers bei einem be- 5 Schlagschrauber mit einem Hauptdrosselventil,
stimmten Anzugsmoment mit einem mit der dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (52,
Hauptantriebswelle über Mitnehmer verbundenen 51) durch eine pneumatische Hilfseinrichtung (60,
und durch das Schlagen relativ zu dieser entgegen 57) betätigbar ist, durch welche die Kopplung bei
einer Rückstellkraft bewegbaren Steuerorgan, geöffnetem Drosselventil (62) schließbar ist.
dadurch gekennzeichnet, daß die 10
dadurch gekennzeichnet, daß die 10
Schlag für Schlag ausgeführten Relatxvbewegungen
des Steuerorgans (28) über ein Addierwerk
(29, 39, 40) summierbar sind, durch welches bei
Erreichen einer bestimmten Summe der Relativbewegungen das Abschalten auslösbar ist 15
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Schlagen die Rotations- Die Erfindung bezieht sich auf ein-.· S^uervorrichenergie
des vor dem Schlag mit der Hauptantriebs- lung zum Abschalten des Antriebsmotors eines
welle (21) rotierenden tragen Steuerorgans (28) Schlagschraubers bei einem bestimmten Anzugsmodurch
die Mitnehmer (34, 35, 36) in eine axial ge- 20 ment mit einem mit der Hauptantriebswelle über Mitrichtete,
geradlinige Bewegung umlenkbar ist, nehmer verbundenen und durch das Schlagen relativ
welche im Addierwerk (29, 39, 40) kumulativ in zu dieser entgegen einer Rückstellkraft bewegbaren
eine einsinnig rotierende Bewegung einer Addier- Steuerorgan.
welle (29) mit einer das Abschalten auslösenden Bei derartigen Steuervorrichtungen unterliegt das
Schalttrommel (31) umsetzbr.r ist. 25 Steuerorgan beim Schlagen Trägneits- oder Rück-
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch Schlagkräften, welche herkömmlicherweise dazu begekennzeichnet,
daß die Addierwelle (29) zum nutzt werden, das Steuerorgan derart zu verlagern Zwecke einsinniger Drehung mit zwei Freiläufen oder zu bewegen, daß sein von Schlag zu Schlag zu-(39,
40) zusammenwirkt, deren einer zwischen der nehmender Ve/satz schließlich das Abschalten des
Welle (29) und einem von dem Steuerorgan betä- 30 Antriebsmotors auslöst. In diesem Zusammenhang tritt
tigten Teil (43) und deren -nderer zwischen der jedoch die Schwierigkeit auf, daß oftmals der erste
Welle (29) und dem Gehäuse (20,26,27) wirksam Schlag stärker ausfällt als die folgenden Schläge, woist.
durch anfangs das Steuerorgan außergewöhnlich stark
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3. verlagert oder versetzt wird, was wiederum zur Folge
dadurch gekennzeichnet, daß durch die Freiläufe 35 hat, daß der Antriebsmotor zu früh, d. h. bevor an der
(39, 40) die Addierwelle (29) zum einsinnigen festzuziehenden Schraube das gewünschte Drehmo-Weiterdrehen
in derjenigen Richtung freigegeben ment erreicht ist, abgeschaltet w:-rd.
ist, daß sie zusammen mit der Rückbewegung des Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Steuerorgans (28) unter dem Einfluß der Rück- Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
stellkraft (38) weiterschaltet. 40 welche die Gefahr eines zu frühen Abschaltens des
5. Steuerverrichtung nach einem der An- Antriebsmotors vermeidet.
Sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß da-
Schalttrommel (31, 65) aus einem gegenüber dem durch gelöst, daß die Schlag für Schlag ausgeführten
Gehäuse (20, 26, 27) im Winkel voreinstellbaren Relativbewegungen des Steuerorgans über ein Ad-
Teil (65) und einem relativ dazu durch die Addier- 45 dierwerk summierbar sind, durch welches bei Errei-
welle (29) entgegen einer Federkraft (67) drehba- chen einer bestimmten Summe der Relativbewegungen
ren Teil (31) mit einem das Abschalten des An- das Abschalten auslösbar ist.
triebsmotors auslösenden Nocken, Stift (77) Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in
od. dgl. besteht. der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
6. Steuervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch 50 näher erläutert. Es zeigt
gekennzeichnet, daß in den Drehmomentübertra- Fig. 1 eine Seitenansicht, zum Teil im Schnitt,
gungsweg zwischen der Addierwelle (29) und der eines Schlagschraubers mit einer Steuervorrichtung
Schalttrommel (31) eine im abgeschalteten Zu- gemäß der Erfindung,
stand des Antriebsmotors lösbare Kupplung (52, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 in Fig. 1,
51) eingeschaltet ist, in deren gelöstem Zustand 55 Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 in Fig. 1,
die Schalttrommel (31) unter dem Einfluß der Fig.4 einen Teilschnitt nach Linie 4-4 in Fig. 3,
Federkraft (67) in ihre durch die Voreinstellung Fig. 5 einen Teilschnitt nach Linie 5-5 in Fig, 3,
des gegenüber dem Gehäuse festlegbaren Teils wobei das Steuerorgan gestrichelt in einer ersten Ar-
(65) bestimmte Ausgangsstellung zurückführbar beitsstellung gezeigt ist,
ist. 60 Fig. 6 und 7 den Fig,4 und 5 entsprechende
7. Steuervorrichtung nach Anspruch 2 in Ver- Ansichten, jedoch bei einer anderen Arbeitsstellung
bindung mit einem druckmittelbetriebenen des Steuerorgans und zugehöriger Teile,
Schlagschrauber, bei welchem der Antriebsmotor F i g. 8 einen Schnitt nach Linie 8-8 in F i g. 3,
durch ein in Schließrichtung vorbelastetes Fig. 9 eine Rückansicht, zum Teil im Schnitt, ent-Schließventil abschaltbar ist, dadurch gekenn- 65 sprechend der Blickrichtung der Pfeile 9-9 in zeichnet, daß das Schließventil (32, 80) durch Fig. 1,
Schlagschrauber, bei welchem der Antriebsmotor F i g. 8 einen Schnitt nach Linie 8-8 in F i g. 3,
durch ein in Schließrichtung vorbelastetes Fig. 9 eine Rückansicht, zum Teil im Schnitt, ent-Schließventil abschaltbar ist, dadurch gekenn- 65 sprechend der Blickrichtung der Pfeile 9-9 in zeichnet, daß das Schließventil (32, 80) durch Fig. 1,
einen Hebel (84, 90) in geöffneter Slellung verrie- Fig. IO einen Schnitt nach Linie 10-10 in Fig. I.
gelbar ist, welcher durch den an der Schalttrom- Fig. Il einen Schnitt nach Linie H-Il in Fi κ. I.
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