DE2110112C3 - Orehmomentbegrenzungs- und Trennkupplungseinrlchtung an einem Schrauber - Google Patents
Orehmomentbegrenzungs- und Trennkupplungseinrlchtung an einem SchrauberInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Drehmomentbegrenzungs- und Trennkupplungseinrichtung an einem
Schrauber mit einer auf einer Welle angeordneten Drehmomentkupplung, die eine auf dieser Welle drehfeste
und gegen den Widerstand einer Kupplungsfeder längsverschiebbare Kupplungshälfte mit abgeschrägten
Längsklauen sowie eine auf derselben Welle drehbare und an einer Längsschulter dieser Welle abgestützte
Kupplungshälfte aufweist, deren den Längsklauen der längsverschiebbaren Kupplungshälfte angepaßten
Klauen dieser Kupplungshälfte zugewandt sind, und diese Kupplungshälfte zugleich die Kupplungshälfte
einer Trennkupplung ist.
Eine Drehmomentbegrenzungs- und Trennkupplungseinrichtung dieser Art ist durch die USA.-Patentschrift
2 728 252 bekanntgeworden. Bei dieser Kupplungsanordnung haben die Kupplungshälften der Drehmomentkupplung
mit ihren Längsklauenköpfen während des Auskupplungsvorgangs, wenn auch kurzzeitig,
die gesamte Einschraubkraft aufzunehmen. Dies kann zu einem Verschleiß der Klauenform in diesem Bereich
und zu Veränderungen des eingestellten Drehmomentes führen. Es wird zwar durch das Überschnappen
ίο einer Blattfeder die Kupplung getrennt und ein laufendes
Ratschen vermieden, was den Verschleiß noch beträchtlich erhöhen würde. Aber beim Einkuppeh; läßt
sich wegen des nicht abgeschalteten Motors und der mit der Motorwelle umlaufenden längsverschiebbaren
Kupplungshälfte ein Ratschen im Bereich der Längsklauenköpfe
noch nicht ganz vermeiden, was die Verschleißgefahr noch erhöht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Drehmomentbegrenzungseinrichtung
der eingangs beschriebenen
ao Art zu schaffen, bei der nach dem Beenden des Schraubvorganges nicht nur die Kupplungshaiucii der
Trennkupplung am Wiedereingriff gehindert werden, sondern auch der Motor abzuschalten ist, bevor ein
neuer Schraubvorgang ausgeführt werden kann.
Gelöst wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch, daß zur Trennkupplung eine weitere mit der Motorwelle
oder dem die Schrauberklinge tragenden Abtriebsschaft verbundene Kupplungshälfte gehört, diese aus
Kupplungshälften der Trennkupplung mit einer Außcn-
verzahnung versehen und miteinander durch eine mit einer Innenverzahnung versehenen Kupplungshülse
beim Stillstand des Motors kuppelbar sind, und daß ferner eine Mitnehmereinrichtung zwischen der Kupplungshülse
und der längsverschiebbaren Kupplungshälfte vorgesehen ist zum selbsttätigen Auskuppeln der
Trennkupplung durch Längsverschieben dieser Kupplungshälfte (kein Ausrücken der aus zwei Klauen bestehenden
Drehmomentkupplung) beim Überschreiten eines vorbestimmten Drehmoments.
Bei einer Ausführungsform ist eine Abschalteinrichtung für den Schraubermolor vorgesehen, die mit der
längsverschiebbaren Kupplungshälfte durch einen Mitnehmer verbunden ist, zum selbsttätigen Abschalten
des Schraubermotors.
Die Abschalteinrichtung wird dadurch betätigt, daß die Steuerung des Ventils für die Luftversorgung über
einen Mitnehmer und die Stäbe erfolgt. Das Ventil kann als Gegendruckventil ausgebildet sein.
Durch diesen erfinderischen Lösungsweg wird erreicht,
daß das Einkuppeln — nach dem Außereingriffbringen der Kupplungsteile, sobald ein vorbestimmtes
Drehmoment überschritten ist — erst dann erfolgen kann, wenn der Antrieb ausgeschaltet ist und nicht, solange
sich der Motor dreht. Damit wird das Aus- und Wiedereinkuppeln mit den bekannten nachteiligen
Sperr- und Klemmwirkungen vermieden.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Zwei Ausführungsformen der Erfindung sind nachstehend an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt der ersten Ausführungsform,
F i g. 2 einen vergrößert dargestellten Ausschnitt mit der Drehmomentbegrenzungseinrichtung und der
Trennkupplung gemäß F i g. 1 (Antrieb unterbrochen),
F i g. 3 einen teilweisen Längsschnitt gemäß der zweiten Ausführungsform und
Fig.4 einen Querschnitt an der Linie 3-3 gemäß
Per pneumatisch gesteuerte, mit der I land zu haltende
Schrauber gemäß den F i g, | und 2 enthält einen
Steuerventilteil 1, einen Motorleil 2, einen Reduktionsgetriebeteil 3, Kupplungsteile, insbesondere einen drehfcraftempfindlichen
Kupplungsteil 4 und einen Vorderteil 5.
Wenn das Werkzeug angesetzt wird, bewegen sich durch den Druck die Stäbe 9.10 gegen das Ventil 11, so
daß die l-ufl voni Anschlußteil 12, über die freigegebene
Bohrung 39, das Gegendruckventil 13 und den Luftführungskanal 40 zum Schraubermotor 14 in Teil 2
strömt.
Der Querschnitt gemäß F i g. 1 ist längsgeteilt, so daß die obere Hälfte die Position des Schraubers und
der Drehmomentkupplung im Teil 4 in der Ruhestellung zeigt, während die untere Hälfte diese Elemente
darstellt, während der Schrauber durch die Kupplung im Teil 4 angetrieben wird. F i g. 2 stellt die Kupplung 4
nach Unterbrechung des Antriebs dar, wenn ein vorbestimmter Drehkraftwert erreicht worden ist.
Die drchkraftcmpfindlichc Kupplung 4 enihali einen
Abtriebsschaft 18. der auf der Motoi welle 17 durch Nuten
19 und zugeordnete Keile drehfest, aber längsverschiebbar
befestigt ist. Die Längsverschiebung erfolgt gemäß F i g. 1 durch den Anpreßdruck der auf die
Schrauberklinge 8 ausgeübt wird. Diese Bewegung wird durch die Bewegung einer ersten, gegen die Drehkraft
unempfindlichen Kupplungshälfte 20 verursacht, von dem ein Teil als Halter für die Schrauberklinge 8
ausgestaltet ist und von dem ein Teil an seiner Peripherie dicht im Abstand angeordnete Außenverzahnung 21
enthält. Die Spiralfeder 22 zwingt die Kupplungshälfie 20 in Richtung des Werkzeugs.
F i g. 2 zeigt zwei Positionen eines nicht gegen die Drehkraft empfindlichen Kupplungsteils. Die obere
Hälfte der Zeichnung stellt die Position dar, wenn der drehkraftempfindliche Kupplungsteil versetzt ist. Die
untere Hälfte Jer Zeichnung zeigt eine Position, wenn
der drehkraftempfindliche Kupplungsteil wieder im Eingriff ist, aber als Folge des restlichen Beharrungsvermögens
noch rotiert. Diese Rotation gestaltet keine Vereinigung zwischen der Außenverzahnung 21 und
der Kupplungshiilse 36, weil die Stärke der Springfeder 38 so — also relativ gering — gewähl, ist, daß das Kuppeln
erst beim restlosen Stillstand der rotierenden Teile möglich ist.
Eine zweite nicht drehkraftempfindliche Trennkupplung 23 ist zur freien Drehung durch die Kugeln 24 auf
dem Abtriebsschaft 18 unte, stützt und mit dicht im Ab-Itand angeordneter Außenverzahnung 25 an ihrer Peripherie
ausgestattet, die mit der Außenver/ahnung 21 iuf der Kupplungshälfte 20 fluchten. Die Trennkupp
lung 23 ist auch auf der Seite mit Klauen 25.7 mit geneigten
Kraftaufnahmeflächen ausgestattet und bildet 4en Antriebsteil einer drehkraftempfindüchen Klauenkupplung
der vorbeschriebenen Art. Die angetriebenen geneigten Klauen 250 der drehkraftempfindüchen
Kupplung sind auf einer Kupplungshälfte 26 ausgebildet und auf dem Abtriebsschaft 18 für Längsbewegung
durch die Nut 27 und gegen die Wirkung der Feder 28 verzahnt.
Die Kupplungshälfie 26 ist mit dem Widerlager 22,7 durch einen Mitnehmer 72b verbunden, der durch in
beiden Widerlagern 22</ vorgesehene Bohrungen hindurchgeht
und in Längsrichtung in Schlitzen frei beweglich ist, die in der Wartung des Abtriebsschaftes 18
vorgesehen sind. Folglich bewegen sich die Kupplungshälfie 26 und das Widerlager 22a zusammen, wenn die
Kupplungshälfte 26 sich unter der Wirkung der Drehkraft bewegt; das Widerlager 22a wird nach links bewegt
und setzt die Stäbe 9 und 10 in einer zweiten Stu-
fe unter der Wirkung der drehkraftempfindüchen Kupplung in Bewegung.
Ein Ende des Abtriebsschaftes 18 ist mit einem Gewinde
ausgestattet, auf welehem der Widerlagerring 29 mit einem Kegelrad 30 montiert ist. In der Nähe des
ίο Widerlagerrings 29 befindet sich ein weiterer ringförmiger
Teil 31, der längs über das Gewinde auf dem Abtriebsschaft 18 gleitbar ist, und der an einer Drehung
durch einen einwärts gerichteten Zahn 32 gehindert wird, der in die Nut 27 eingreift. Der ringförmige Teil
31 isi mit einer Bohrung 33 versehen, in die ein Schlüssel
mit einem Kegelrad eingesetzt werden kann, wie dies in F i g. 3 dargestellt ist, der in Eingriff mit dem
Kegelrad 30 auf dem Widerlagerri.ig 29 tritt und durch
letzteren auf dem Abtriebsschaft 18 gedreht werden kann zur Einstellung des Drucks r!er Feder 28.
Zwischen der Feder 28 und d., ringartigen Kupplungshälfte
26 ist eine Gegendruckun erlagsscheibe 34 eingefügt, die die Seite einer Rille bildet; in der Rille
sind Kugeln 35 angeordnet, die ein drehbares Widerla-
ger zwischen der Springfeder 38 und der Kupplungshülsc
3d bilden. Die hohle zylindrische dritte nicht drehkraftempfindliche
Kupplungshülse 36 weist lange Innenverzahnungen 37 auf, die ein Überbrücken zwischen
den Verzahnungen auf den Kupplunpshälften 20. 23 ge-
maß F i g. I in beiden Stellungen bilden. Die Springfeder
38. die relativ schwach und auf ihre auszuübende Funktion abgestimmt ist, wird erst dann wirksam, wenn
ein Stillstand der Kupplung eingetreten ist; erst dann schiebt sie nämlich die Innenverzahnung 37 in Richtung
zur Kupplungshälfte 20, d. h„ erst dann können die Innenverzahnung
37 und die Außenverzahnung 21 ineinandergreifen.
Ein Werkzeug ohne Ventil 13 ist in den F i g. 3 und 4
dargestellt. Die Wirkung der drehkraftempfindlichen
Kupplung und der nicht drehkraftempfindlichen Kupplung sind ähnlich derjenigen in der Ausführungsform
gemäß den F i g. I und 2, unterscheiden sich aber darm,
daß die Kupplungen in entgegengesetzter Weise im Kreise verlaufen. Die Kupplungshälfte 20 ist der An-
triebsteil der nicht drehkraftempfindlichen Kupplung und wird durch Keilnuten auf der Motorwellc 17 angetrieben.
Die drehkraftempfindliche Kupplung ist für Längsbewegung in den Keilnuten 27 montiert und wird
nach links in der Abbildung gezwungen, um mit der
Kupplungshälftc 20 unter der Wirkung der Feder 28 in Einträft zu treten. Wem der Motor gestartet wird, tritt
die AuBenverzahnung 21 auf der Außenperipheric der
Kupplungshälfte 20 in Eingriff mit der Innenverzahnung 37 der Kupplungshülse 36. die dadirch angetrie-
bon wird und folglich die zweite Trcnnkupplung 23 mit
Hilfe der Außenverzahnung 25 und mit Hilfe der clrehkraftcmpfindlichcn
Klauen 25,7 und 25b antreibt und die Kuppliingshälfte 26 antreibt, die auf dem Abtriebsschaft
18 über die Kugeln in den Keilnuten derselben
verkeilt ist. Auf diese Weise wird die Schrauberklinge 8 angetrieben. Wenn die Drehkraft bis zum vorbestimmten
Wert zunimini, bewegt sich die Kupplungshälfte 26 von der Trennkuppiung 23 weg; die innenverzahnung
37 trennt sich dann von der Außenverzahnung 21. Diese können nicht vereinigt werden, während sich der
Motor und die Motorwelle 17 drehen. Wenn der Druck auf den Schrauber nachlaßt, wird die Kupplungshülse
36 unter Jer Wirkung der Feder 22 von der Kupplungs-
halde 20 zurückgezogen und nimmt die Position gcmiiß
F i g. 3 ein. Beim Loslassen des Druekknopfs auf dem Werkzeug stoppt der Motor und die Kupplungsteil
sind dann bereit zum erneuten Eingreifen für den nächsten Arbeitsgang durch Druck auf den Schrauber.
Die F i g. 1 und 3 unterscheiden sich im wesentlichen dadurch, daß die F i g. 3 ohne das Ventil 13 und die
Abschalteinrichtung 22a, 9, 10 und 11 arbeitel. Daher sitzt hier die Kupplungshälfte 20 auch unmittelbar niif
der Molorwcllc 17. so daß der Abtricbsschafl 18 unmittelbar die Schrauberklinge 8 (ohne eine Aufnahme für
die Schraiibcrklingc 8) trägt. Diese Konstruktion ist damit einfacher als die der F i g. 1.
Der Schnitt gemäß Fig.4 zeigt die Ausgestaltung
der geneigten Klauen der drehkraftempfindlichen Kupplung, wobei beide Kupplungsteil Klauen der gleichen
Form haben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
- Patemansprüche:L Drehmomentbegrenzungs- und Trennkupplungseinrichtung an einem Schrauber mit einer auf einer Welle angeordneten Drehmomentkupplung, die eine auf dieser Welle drehfeste und gegen den Widerstand einer Kupplungsfeder längsverschiebbare Kupplungshälfte mit abgeschrägten Längsklauen sowie eine auf derselben Welle drehbare und an einer Längsschulter dieser Welle abgestützte Kupplungshälfte aufweist, deren den Längsklauen der längsverschiebbaren Kupplungshälfte angepaßten Klauen dieser Kupplungshälfte zugewandt sind, und diese Kupplungshälfte zugleich die Kupplungshälfte einer Trennkupplung ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Trennkupplung (20, 23) eine weitere mit der Motorwelle (17) oder dem die Schrauberklinge (8) tragenden Abtriebsschaft (18) verbundene Kupplungshälfte (20) gehört, diese aus den Kupplungshälften (23, 20) bestehende Trennkupplung mit einer Außenverzahnung (25, 21) verschen und miteinander durch eine mit einer Innenverzahnung (37) versehenen Kupplungshülse (36) beim Stillstand des Motors kuppelbar sind und daß ferner eine Mitnehmereinrichlung (34, 35) zwischen der Kupplungshülse (36) und der längsverschiebbaren Kupplungshälfte (26) vorgesehen ist zum selbsttätigen Auskuppeln der Trennkupplung durch Längsverschieben dieser Kupplungshälfte (kein Ausrücken der aus den beiden Klauen 25a, 256 besiehenden Drehrr.vjmenikupplung) beim Überschreiten eines vorbestimmten Drehmomentes.
- 2. DrehmomentOegrenzungs- uiid Trennkupplungseinrichtung nach Anspruch 1, g -kennzeichnet durch eine Abschalteinrichtung (22a, 9, 10 und 11) für den Schraubermotor (14), die mit der längsverschiebbaren Kupplungshälfte (26) durch einen Mitnehmer (226) verbunden ist, und zwar zum selbsttätigen Abschalten des Schraubermotors (14).
- 3. Drehmomentbegrenzungs- und Trennkupplungseinrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Ventils (13) für die Luftversorgung über einen Mitnehmer (226) und die Stäbe (9, 10) erfolgt.
- 4. Drehmomentbegrenzungs- und Trennkupplungseinrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (13) als Gegendruckventil ausgebildet ist.
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