DE2119273A1 - Steuervorrichtung zum Abschalten des Antnebsmotors eines Schlagschraubers bei einem bestimmten Anzugsmoment - Google Patents
Steuervorrichtung zum Abschalten des Antnebsmotors eines Schlagschraubers bei einem bestimmten AnzugsmomentInfo
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- DE2119273A1 DE2119273A1 DE19712119273 DE2119273A DE2119273A1 DE 2119273 A1 DE2119273 A1 DE 2119273A1 DE 19712119273 DE19712119273 DE 19712119273 DE 2119273 A DE2119273 A DE 2119273A DE 2119273 A1 DE2119273 A1 DE 2119273A1
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuervorrichtung zum Abschalten des Antriebsmotors eines Schlagschraubers bei
einem bestimmten Anzugsmoment mit einem mit der Hauptantriebswelle
über Mitnehmer verbundenen und durch das Schlagen relativ zu dieser entgegen einer Rückstellkraft bewegbaren
Steuerorgan.
Bei derartigen Steuervorrichtungen unterliegt das Steuerorgan
beim Schlagen Trägheits- oder Rückschlagkräften, welche
herkömmlicherweise dazu benutzt werden, das Steuerorgan derart zu verlagern oder zu bewegen, daß sein von Schlag zu
Schlag zunehmender Versatz schließlich das Abschalten des Antriebsmotors auslöst. In diesem Zusammenhang tritt jedoch
die Schwierigkeit auf, daß oftmals der erste Schalg stärker ausfällt als die folgenden Schläge, wodurch anfangs das
Steuerorgan außergewöhnlich stark verlagert oder versetzt wird, was wiederum zur Folge hat, daß der Antriebsmotor zu
früh, d.h. bevor an der festzuziehenden Schraube das gewünschte Drehmoment erreicht int, abgeschaltet wird.
At 8213/20.4.1971
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die Gofahr
eines zu frühen Abschaltenn des Antriebsmotors vermeidet.
Vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch golöst,
daß die Schlag für Schlag'ausgeführten Relatxvbewegungen
des Steuerorgans über ein Addierwerk summierbar sind, durch welches bei Erreichen einer bestimmten Summe das
Abschalten auslösbar ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigen ί
Pig. 1 , eine Seitenansicht, zum Teil im Schnitt, eines Schiagschraubers mit einer Steuervorrichtung
gemäß der Erfindung,
Pig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2' in Pig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie .2-5 in Pig. 1,
Fig. 4 einen Teilschnitt nach Linie 4 - 4 in Fig. 3»
W Fig. 5 einen Teilschnitt nach Linie 5 - 5 in'Fig. 3»
wobei das Steuerorgan gestrichelt in einer ersten Arbeitsstellung gezeigt ist,
Fig. 6 und 7 den Fiß. 'S- und 5 entsprechende Ansichten,
jedoch bei einer anderen Arbeitsstellung des Steuerorgans und zugehöriger Teile,
Fig. 8 einen Schnitt nach Linie 8-8 in Fig. 3*
Fig» 9 eine Rückansicht, zum Teil im Schnitt, entsprechend
der Blickrichtung der Pfeils IX-IX in Fig. 1,
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Fig. 1o einen Schnitt nach Linie 1o - 1o in Fig. 1,
Fig. 11 einen Schnitt nach Linie 11-11 in Fig. 1,
Fig. 12 eine vergrösserte Teilansicht zu Fig. 8,
Fig. 13 einen Schnitt nach Linie 13 - 13 in Fig. 1o.
Als Ausführungsbeispiel wird nachstehend ein pneumatisch
betriebener Schalgschrauber beschrieben. Die Erfindung kann jedoch gleichermaßen auch in Verbindung mit Ausschalteinrichtungen
für elektrische oder hydraulische Schlagschrauber Verwendung finden. Der pneumatische Schlagschrauber
nach Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse 2o, in welchem ein Rotor 21 eines Antriebsmotors,
vorzugsweise eines Flügelzellenmotors, gelagert ist. Im Inneren eines Vorderteils 22 treibt der Rotor 21 einen herkömmlichen
Drehschlagmotor (nicht gezeigt), dessen Amboß 23 nach vorn aus dem Vorderteil 22 hersusragt, wobei das
herausragende Ende 24 als Vierkant ausgebildet ist, euf
welchen ein Schraubenschlüssel aufgesteckt werden kann. Der nicht gezeichnete Schraubenschlüssel wird zum Festziehen
einer Schraube oder einer Mutter mit dieser in Eingriff gebracht, wobei das Gehäuse 2o an einem Hangriff
25 gehalten und geführt wird.
Das Gehäuse 2o, welches den Motor aufnimmt, trägt ein hinteres Gehäuseteil 26 mit einem Deckel 27. Diese Teile umschließen
die erfindungsgemäße Steuervorrichtung. Deren Hauptteile sind ein Steuerorgan 28 in Form eines trägheitsbehafteten
Körpers (Fig. 1,2 5 und 7), eine Addierwelle (Fig. 3-8), eine Kupplungswelle 3o (Fig. 8 und 12), eine
Schalttrommel 31 (Fig· 10,11), und eine den Motor abschaltende
Einrichtung 32 (Fig. 13).
Der träge Körper 28, welchen das Steuerorgan bildet, umschließt in einer kappenartigen Weise das hintere Ende des
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Rotors 21, welches mit schrägen Nuten 34- versehen ist,
in die Kugeln 35 eingesetzt sind. Die äußeren Hälften
der Kugeln 35 ragen in innere schräge Nuten, die auf
der Innenseite des trägen Körpers 28 radial über dem hinteren Ende des Rotors 21 angebracht sind. In dem
hinteren Gehäuseteil 26 sitzt axial verschieblich ein
Kolben 37» welcher unter der Spannung einer Schraubenfeder 38 axial gegen die Außenseite des trägen Körpers
28 gedrückt wird und dabei das Bestreben hat, den letzteren
gegen die hintere Stirnseite des Rotors 21 zu drücken, wodurch die Kugeln 35 veranlaßt werden, in den schrägen
Nuten 34- und 36 die innere Position gemäß Fig. 7 einzunehmen.
Normalerweise rotiert der träge Körper 28 zusammen mit dem Rotor 21 in der gegenseitigen Stellung nach Fig. 7·
Sobald jedoch der im Gehäusevorderteil 22 angeordnete Schlägmotor einen Schlag auf den Amboß 23 abgibt, wird der Rotor
21 augenblicklich verzögert, während der träge Körper 28 seine Drehbewegung fortsetzt und dabei die Kugeln 35 zwingt,
in den schrägen Nuten 34- und 36 nach außen bis in die Stellung
nach Fig. 5 zu rollen. Dies hat zur Folge, daß der träge
Körper 28 relativ zum Rotor 21 entgegen der Federwirkung der Schraubenfeder 38 des Kolbens 37 und unter gleichzeitigem
Zurückschieben des letzteren in axialer Richtung verlagert wird. Während der Phase des Beschleunigung des
Schlagmotors vor dem nächsten Schlag wird dann der Kolben 37 durch die Feder 38 wieder zum Rotor 21 hin geschoben,
und es werden damit gleichzeitig der träge Körper 28 und die Kugeln 35 wieder in die Position nach Fig. 7 gebracht.
Die Addierwelle 29 ist im hinteren Gehäuseteil 26 mittels
geeigneter Kugellager in einer Ebene gelagert, welche senkrecht zur Drehachse des Rotors 21 liegt. An der ÄddierwelHe
29 soll erfindungsgemäß die während des wiederholten Schiagens beim Festziehen einer Schraubenmutter hin-und hergehende
axiale Bewegung des tragen Körpers 28 in eine schrittweise, gleichgerichtete Drehbewegung der Addierwelle 29 umgesetzt
werden. Zu diesem Zweck sind bei dem Ausführungsbeispiel
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zwei Freiläufe 39 und 4o vorgesehen, die jeweils Rollen oder Nadeln 41 enthalten, welche bei Drehung in der einen
Richtung jeweils durch einen Außenring 42, der auf seiner Innenseite mit einer entsprechenden Nockenfläche versehen
ist, in eine gegenseitige Drehung verhindernde feste Anlage
gegen die Addierwelle gepresst werden, während bei Drehung in der Gegenrichtung die z.B. in einem Nadelkäfig mit
elastischen Gliedern aufgenommenen Nadeln eine freie Drehung des Außenrings 42 relativ zur Addierwelle 29 gestatten.
Der Außenring 42 wird bei dem Freilauf 39 undrehbar in einer ringförmigen Nabe 43 getragen, die mit einem daran
angeordneten Zahn 44 in Eingriff steht mit einer Ringnut Λ5 nm Kolbon 7>7· Dor rind ore K roil au Γ 4o int mil dfim Außen- ·
ring ΛΡ undrehbar in oiner ringförmigen Nabe 46 aufgenommen,
die, durch oinon Arretierbolzen 47 blockiert, undrchbnr
im hinteren Gehäuseteil 26 sitzt· Die Blockierrichtung der beiden Freiläufe 39» 4o ist derart gewählt, daß während
der Bewegung des trägen Körpers 28 in Richtung axial fort vom Rotor 21 (Fig. 5) die ringförmige Nabe 43 mit Bezug
auf die Addierwelle 29 frei entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung rotieren kann, wobei die Addierwelle durch den
Freilauf 4o gegen Rotation entgegen dem Uhrzeigersinn blockiert ist. Bei der Rückbewegung des tragen Körpers 28
unter der Wirkung der Feder 38 und des Kolbens 37 nimmt
die Ringnut 45 den Zahn 44 und die ringförmige Nabe 43
in Uhrzeigerrichtung mit. Nunmehr blockiert der Freilauf 39 die Nabe gegenüber der Addierwelle'29>
so daß die letztere von der Nabe 43 mitgenommen wird (Fig. 7)» wobei diesmal
der Freilauf 4o die Drehbewegung der Addierwelle zuläßt. Es ergibt sich somit, daß die Addierwelle 29 bei jeder
Rückwärtsbewegung des Kolbens 37 unter der Wirkung der Feder 38 immer in derselben Richtung Stück für Stück weitergedreht
wird, wobei sich die Winkelbeträge, um die jeweils gedreht wird, nacheinander addieren.
Die Addierwelle 29 steht über ein Kegelrad 48 in Eingriff
mit einem Kegelrad 49 auf einer Kupplungswelle 3o, die in
geeigneten Kugellagern im hinteren Gehäuseteil 26 und dessen
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Deckel 27 gelagert ist (Fig. 12). Auf der Kupplungswelle 3o ist frei drehbar ein Zahnrad 5o gelagert, dessen Nabe
als eine Hälfte 51 einer konischen Reibungskupplung atisgebildet
ist. Die damit zusammenwirkende andere Half :i 52
sitzt axial verschieblich auf der Kupplungswelle 3o, ist
jedoch mittels eines Querstifts 53 mit dieser undrehbar
verbunden. Der Querstift 53 steckt quer in der Kupplungshälte
52 und der Kupplungswelle 3o, wobei die relative
axiale Verschieblichkeit beider Teile durch ein axiales Langloch in der Kupplungswelle 3o, durch welches der
Querstift 53 geführt ist, gewährleistet ist. Die Kupplungswelle 3o ist als Hohlwelle ausgebildet und nimmt eine
Schraubenfeder 55 auf, welche, sich einerseits am Querstift 53 und andererseits am Deckel 27 abstützt, so daß äie das
Bestreben hat, den Querstift 53 und damit die Kupplungshälte
52 mit Bezug auf das Langloch 54- in eine Stellung zu verschieben,
daß die Kupplungshälfte 52 von der Kupplungshälfte 51 des Zahnrads 5© getrennt ist. In der Kupplungswelle
3o sitzt weiterhin axial verschieblich ein Bolzen 56, der ebenfalls auf den Querstift 53 einwirkt, und zwar in
Richtung auf ein Schließen der Kupplungshälften 52, 51«
Die Betätigung der Kuppluig mittels des Bolzens 56 erfolgt
in Abhängigkeit von der Stellung der Hauptsteuervorrichtung für den Betrieb des Antriebsmotors des Schi a.g schraub er s.
Bei elektrisch betriebenen Schlagschraubern kann z.B. die Betätigung von der Hauptsteuervorrichtung aus über einen
geeigneten Elektromagneten erfolgen« Bei druckmittelbetriebenen Schlagschraubern, wie im Falle des vorliegenden
Ausführungsbeispielss kann ein Servomotor, mit einem am
Bolzen 56 befestigen Servokolben 57 vorgesehen sein, wobei
am Kolben 57 angreifende Ringfedern 58 bestrebt sind, den
Bolzen 56 in diejenige Endstellung zu verschieben, in welcher
er nicht auf den Querstift 53 einwirkt.. Wenn dann Druckmittel über einen Kanal 59 in den Zylinder 6o des Servokolbens
57 eingeleitet wird, drückt der Bolzen 56 gegen den Querstift 53, wodurch die Kupplungshälften 52, 51 in Eingriff
kommen. Der Kanal 59 wird über ein Reversierventil
61 des Schlagschrauber^s welches in J1Ig0 1 und 9 seheraatiseh
dargestellt ist, je nach dessen beiden Stellungen unter
Druck gesetzt bzw. entlüftet· Das Heversierventil 61 ist
bei dem Ausführungsbeispiel in herkömmlicher Weise in Strömungsrichtung hinter einem Drosselventil 62 angeordnet
.
Das Zahnrad 5o, welches von der Kupplungswelle 3o über die
beiden Kupplungshälften 52, 51 angetrieben wird, steht in Eingriff mit einem Zahnring 63 auf der Schalttrommel 31
(Fig. 1o). Die letztere ist drehbar auf einer Tragnabe 65 gelagert (Fig. 1), welche ihrerseits koaxial zum Kolben
drehbar in einer Bohrung im Deckel 27 gelagert ist. Eine Bohrung 26 in der Tragnabe 65 nimmt, dem Kolben 37 gegenüberliegend,
dessen Schraubenfeder 38 auf. In einem ringfömigen
Hohlraum zwischen der Tragnabe 65 und der Schalttrommel 31 ist unter Vorspannung eine Spiralfeder 67 angeordnet
, welche zwischen einer Nut 68 in der Tragnabe und einem Stift 69 an der Schalttrommel 31 eingespannt ist
(Fig. 1o). Die vorgespannte Spiralfeder 67 hat das Bestreben, einen Stift 7o an der Schalttrommel 31 gegen einen
Zahn 6't zu drücken, der «'im Rnnd eines Flnnschos dor Tragnabe
65 angebracht ist (Fig. 1o). Die Trngnabo 65 ißt derart
einstellbar am Deckel 27 befestigt, daß eine Relativdrehung zwischen dieaen Teilen verhindert ist. Eine nach
Art eines Kamm- oder Kronenrades ausgebildete Sperrplatte 71 ist gegen die Wirkung von Schraubenfedern 7;K die zwischen
der Tragnabe 65 und der Innenseite der Sperrplatte 71 eingesetzt
sind und die letztere nach außen in die in Fig. 1 dargestellte Sperrstellung drängen, eindrückbar, wobei ein
Querstift 72 durch eine axiale Längenut 73 in der Sperrplatte
71 greift. In der Sperrstellung steht die Sperrplatte
71 am Umfang in Eingriff mit einem verzahnten Ring 75» der mittels Schrauben am Deckel 27 befestigt ist (Fig.
9). Wenn die Sperrplatte in axialer Richtung zur Tragnabe 65 hin eingedrückt wird, kommt ßie Von dem verzahnten Ring
75 frei, so daß sie mittels eines geeigneten Werkzeuges,
welches vorzugsweise in axiale Bohrungen 76 in der Sperrplatte 71 eingreift, zusammen mit der Trägnabe 65 in eine
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gewünschte Winkelstellung im Deckel 27 gedreht werden
kann. In der gewünschten Stellung läßt man dann die Sperrplatte 71 wieder nach außen in die Sperrstellung in Eingriff
mit demverzahnten Ring 75 zurückspringen, wodurch also auch die Tragnabe 65 in einer bestimmten Winkelstellung festgelegt
wird. Die Schalttrommel 31 ist mit einem Anschlag in Form eines Schaltstiftes 77 versehen, mit welchem sie die
Abschalteinrichtung 32 des Antriebsmotors betätigt.
Bei dem beispielhaft dargestellten, durch Preßluft angetriebenen
Schlagschrauber besteht die Abschalteinrichtung für den Antriebsmotor aus einem Steuerventil mit einem einen
Kanal verschließenden Kolbenkopf 32, der verschieblich in einer Bohrung 80 im hinteren Gehäuseteil 26 sitzt. Die Verschiebung
des Kolbenkopfes 32 erfolgt durch einen mit diesem über eine Kolbenstange verbundenen Kolben 79 gleicher Große
wie der Kolbenkopf 32. Zwischen dem Deckel 27 und dem Kolben
79 ist eine Schraubenfeder 81 eingesetzt, die bestrebt ist, den Kolbenkopf 32 in die Öffnungsstellung, zum Grund 82 der
Bohrung 80 hin zu drücken. Ein Kniehebel 84, der zwischen dem Deckel 27 und dem hinteren Gehäuseteil 26 auf einem
Lagerbolzen 83 neben dem Kolben 79 gelagert ist, wird durch eine in Fig. 11 eingezeichnete Drehfeder normalerweise in
einer solchen Stellung gehalten, daß er hinter einer Ringschulter 86 am Kolben 79 eingreift und dadurch die Abschalteinrichtung
32 in der in Fig. 13 gezeichneten offenen Stellung verriegelt hält. Die Bohrung 80 wird über das Reversierventil
61 und über einen Kanal 87 mit Druckmittel beaufschlagt. Dieses gelangt von der Bohrung
<'jr an dem in geöffneter Stellung gehaltenen Kolbenkopf 32 vorbei über einen Kanal 88
zum Motoreinlaß 89 im Gehäuse 2o (Flg. 1). Der Druck in der Bohrung 80 wirkt auf den Kolben 79 in Richtung auf den Deckel'
27 hin. Der Schaltstift 77 an der Schalttrommel 31 wirkt mit dem Kniehebel 84 in der Weise zusammen, daß er gegen denjenigen
Arm 9o des Hebels 84· anläuft, welcher sich auf der
der Schulter 86 entgegengesetzten Seite des Hebels 84 befindet. Durch den Schaltstift 77 wird also der Hebel 84-
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gegen die Wirkung der genannten Drehfeder von der Schulter
06 weggedreht. Danach kann der Druck in der Bohrung 8o den Kolben 79 zum Deckel 27 hin verschieben, so daß der Kolbenkopf
32 am mittleren Teil der Bohrung 8o zur dichten Anlage,
kommt und dadurch die Druckmittelzufuhr vom Kanal zum Kanal 88 abschließt und den Antriebsmotor des Schlagschraubers
stoppt.
Bei elektrisch betriebenen Schlagschraubern besteht die Abschalt
einrichtung vorzugsweise aus einem herkömmlichen Magnetschalter für den Hauptstrom, wobei der Elektromagnet
bestrebt ist, das Schaltglied am Hebel 84 vorbei zu drücken, sobald der letztere am Arm 9o vom Schaltstift 77 in die
Freistellung gedreht worden ist.
Zum Betrieb wird zunächst die Sperrplatte 71 niedergedrückt
und zusammen mit der Tragnabe 65 in eine gewünschte Ausgangsstellung, d.h. eine bestimmte Winkelstellung mit
Bezug auf das hintere Gehäuseteil 26, gedreht. Durch diese Einstellung der Tragnabe 65 in der gewünschten Ausgangsposition
wird die anfängliche Stellung des Zahnes 64 an der Tragnabe 65, an welchem unter dem Einfluß der Spiralfeder
67 der Stift 7o anliegt, und damit auch die Startposition
des Schaltstiftos 77 festgelegt. Nachdem die Sperrplatte
71 wieder in Eingriff mit dem verzahnten Ring 75 herausgesprungen ist, ist die Anfangsstellung der Tragnabe
65 gesichert. Der Schlagschrauber wird an eine geeignete Druckmittelquelle , z.B. eine Preßluftquelle, angeschlossen,
der Schraubenschlüssel an einer festzuziehenden Schraube oder.Mutter angesetzt und das Drosselventil 62 in Handgriff
25 niedergedrückt, so daß das Eeversierventil 61, welches
beispielsweise so eingestellt ist, daß der Motor 21 von der Rückseite des Gerätes aus gesehen im Uhrzeigersinn
rotiert, Druck erhält, wodurch auch die Kanäle 67 und 59 unter Druck gesetzt werden. Vom Kanal 59 aus wird auch der
Zylinder 6o mit Druckmittel beaufschlagt, wodurch der Servokolben 57 die Kupplungshälften 52, 51 auf der Kupplungs-
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- welle 3o in Reibeingriff bringt. Gleichzeitig strömt Druckmittel
durch den Kanal 87 und die Bohrung 80 an der Abschalteinrichtung 32 vorbei über den Kanal 88 zum Motoreinlaß 89,
so daß dieser im Uhrzeigersinn rotiert. Durch den Motor wird die Schraube gedreht, bis sie am Werkstück zur Anlage kommt,
woraufhin der Amboß 23 angehalten wird und nunmehr der Schlagmotor
zu schlagen beginnt. Vor jedem Schlag befindet sich der träge Körper 28 im Zustand schneller Rotation, und sobald
der Amboß 23 beim Schlag den Rotor 21 anhält, setzt der träge Körper 28 seine Drehbewegung fort und führt dabei
wegen der Führungsglieder oder Mitnehmer 34· bis 36 in Form
von schrägen Nuten und Kugeln bei jedem Schlag auch eine ) axiale Rückwärtsbewegung aus. Es wird also bei jedem Schlag
der Kolben 37 zunächst frei nach rückwärts verschoben (Fig. 5), und dann unter der Wirkung der Feder 38 wieder nach vorn
zurückgeschoben, wobei bei dieser letzten Bewegung die Addierwelle 29 mitgedreht wird. Die einsinnigen Drehbewegungen
der Addierwelle 29 werden direkt auf die Kupplungswelle 3o
und über die Kupplungshälften 52, 51 auf das Zahnrand 5o
übertragen. Als Folge der hin-und hergehenden axialen Bewegung des tragen Körpers 28 summiert die Addierwelle 29
die gesamte Länge der axialen Verschiebungen des Körpers 28 und dreht das Zahnrad 5o sukzessive zunehmend weiter. Die
Drehbewegung des letzteren wird über den Zahnkranz 63 auf die Schalttrommel 31 übertragen. Bei dessen Drehung verläßt
* der Stift 7o seine Anfangsstellung in Anlage am Zahn 64-, und
so wie die summierten axialen Verschiebebewegungen des Körpers 28 eine zunehmend weiter fortschreitende Drehbewegung
der Schalt trommel 31 erzeugen, nähert sich der Stift 77 dem
Hebelarm 9o. Nach einer ausreichen Anzahl von Schlagen stößt
der Stift 77 auf den Arm 9o, entriegelt dadurch den Kniehebel
84- und gibt dadurch die Ab schalt einrichtung für den Antriebsmotor frei, so daß der Kolbenkopf 32 gegen den mittleren
Teil der Bohrung 80 in seine Schließstellung verschoben wird und die Druckluftzufuhr zum Motoreinlaß 89 unterbrochen
wird. Nach dem Abschalten betätigt der Bedienungsmann das Drosselventil 62, welches vorzugsweise so ausgeführt ist,
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daß in seiner geschlossenen ütellung die Kanäle 87 und 59
und das Eeversieventil 61 über das Drosselventil 62 entlüftet werden. Sobald der Kanal 87 nicht mehr unter Druck
steht, verschwindet die in Schließrichtung auf den Kolben 79 wirkende Kraft, und damit ist die Feder 81 der Abschalteinrichtun
wieder in der Lage, den Kolbenkopf J>2 in die
geöffnete Stellung in Anlage am Grunde 82 der Bohrung 8o zu drücken. Bei Entlüftung des Kanals 59 steht der Servokolben
57 nicht langer unter Druck und dessen Ringfedern 58 schieben den axialen Bolzen 56 vom Querstift 53 weg.
Dadurch kann die Schraubenfeder 55 ^en Querstift 53 und die
Kupplungshälfte 52 von der Kupplungshälfte 51 fortschieben,
wodurch wiederum das Zahnrad 5o zu freier Drehung auf der Kupplungswelle 3o freigesetzt wird. Danach kann die Spiralfeder
67 die Schalttrommel "*A in ihre Ausgangsposition zurückdrehen,
wobei der Stift 7o wieder gegen den Zahn 64 und auch der Schaltstift 77 in die Startstellung zurückbewegt
werden.
Wenn eine Anzahl Schrauben unter gleichen Bedingungen festgezogen werden müssen, wird in wesentlichen dasselbe Anzugsmoment
erreicht, wenn alle Schrauben im wesentlichen dieselbe Anzahl Schläge vom Schlagschrauber erhalten haben.
Dies bedeutet bei dein vorstehend beschriebenen Gerät, daß der Winkelweg zwischen der Ausgangsposition des Schaltstiftes
77 und dem Arm 9o gleichbleiben muß. Infolge Druckschwankungen
in der Druckmittelleitung ergibt sich eine unterschiedliche Anzahl Schläge bis zum Abschalten des
Schlagschraubers. Bei Verwendung der vorgeschlagenen Steuervorrichtung
spielen die in der Praxis vorkommenden Druckschwankungen jedoch keine Rolle. Daß letztlich erreichte
Anzugsmoment aller gleichmäßig anzuziehenden Schrauben wird im wesentlichen konstant sein, da ein geringerer Druck
lediglich zu einer vergrösserten Anzahl je für sich geringerer zu summierender Winkeldrehbewegungen im Addierwerk führt,
während ein höher Druck weniger, dafür aber größere Winkelschritte aur iolge hat· Wenn es gewünscht ist, das Anzugsmoment
der Schrauben anders einzustellen, kann in einfacher At 8213/2O.4.1971 109.846/1249
Weise durch Einstellung an der Sperrplatte 71 eine andere
Ausgangsposition des Schaltstiftes 77 vorgewählt v/erden, wobei jeweils die Sperrplatte 71 in der gewünschten Stellung
gegenüber dem verzahnten Ring 75 festgelegt wird. Um eine derartige Einstellung noch zu erleichtern, ist gemäß Fig.
der verzahnte Ring 75 mit; einer Zahlenskala versehen.
Wenn der Schlagschrauber auf entgegengesetzte Drehrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn geschaltet wird, wird der Kanal
59 direkt über das Reversierventil 61 entlüftet, so daß die Kupplungshälften 52, 51 nicht in Eingriff kommen. Gleichzeitig
wird auch während des Schiagens in Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn der träge Körper 28 durch die Kugeln 35
gegen fortgesetzte Drehung mit Bezug auf die Antriebswelle im Moment des Schiagens blockiert. Er führt deshalb bei
dieser Drehrichtung des Schlagschraubers keine axiale Verschiebung aus, so daß demnach auch das Addierwerk nicht
in Punktion tritt.
Ansprüche
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Claims (8)
- AnsprücheSteuervorrichtung zum Abschalten des Antriebsmotors eines Schlagschraubers bei einem bestimmten Anzugsmoment mit einem mit der Hauptantriebswelle über Mitnehmer verbundenen und durch das Schlagen relativ zu dieser entgegen einer Rückstellkraft bewegbaren Steuerorgan, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlag für Schlag ausgeführten Rolntivbowogungon don SLcmororganr; (?8) übor oin Addiorwor'k (^9» 39» 4o) nummierbar sind, durch wolchoo bei Urreichon einer bestimmten Summe der Relativbewcgungen das Abschalten auslösbar ist.
- 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schlagen die Rotationsenergie des vor dem Schlag mit der Hauptantriebswelle (21) rotierenden tragen Steuerorgans(28) durch die Mitnehmer (34, 35) 36) in eine axial gerichtete, geradlinige Bewegung umlenkbar ist, welche im Addierwerk (29> 39)4o) kumulativ in eine einsinnig rotierende Bewegung einer Addierwelle (29) mit einer das Abschalten auslösenden Schalttrommel (31) umsetzbar ist.
- 3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, daß die Addierwelle (29) zum Zwecke einsinniger Drehung mit zwei Freiläufen (39j 4-0) zusammenwirkt, deren einer zwischen der Welle(29) und einem von dem Steuerorgan betätigten Teil (4-3) und deren anderer zwischen der Welle (29) und dem Gehäuse (2o, 26, 27) wirksam ist.At 8213/20.4.1971109-846/12492113273
- 4. Steuervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet, daß durch die Freilaufe (39i 4-0) die Addierwelle (29) zum einsinnigen Weiterdrehen in derjenigen Richtung freigegeben ist, daß sie zusammen mit der Rückbewegung des Steuerorgans (28) unter dem Einfluß der Rückstellkraft (38) weiterschaltet,
- 5. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Schalttrommel (31» 65) aus einem gegenüber dem Gehäuse (2o, 26, 27) im Winkel voreinstellbaren Teil (65) und einem relativ dazu durch die Addierwelle (29) entgegen einer Federkraft (67) drehbaren Teil (31) mit einem das Abschalten des Antriebsmotors auslösenden Nocken, Stift (77) oder dergleichen besteht.
- 6. Steuervorrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß in den Drehmomentübertragungsweg zwischen der Addierwelle (29) und der Schalttrommel (31) eine im abgeschalteten Zustand des Antriebsmotors lösbare Kupplung (52, 51) eingeschaltet ist, in deren gelöstem Zustand die Schalttrommel (31) unter dem Einfluß der Federkraft (67) in ihre durch die Voreinstellung des gegenüber dem Gehäuse festlegbaren Teils (65) bestimmte Ausgangsstellung zurückführbar ist.
- 7. Steuervorrichtung nach Anspruch 2 in Verbindung mit einem druckmittelbetriebenen Schlagschrauber, bei welchem der Antriebsmotor durch ein in Schließrichtung vorbelastetes Schließventil abschaltbar ist, dadurch gek ennz eichnet, daß das Schließventil (32, 80) durch einen Hebel (84, 9o) in geöffneter Stellung verriegelbar ist, welcher durch den an der Schalttrommel (31) angebrachten Schaltnocken;, Stift (77) oder dergleichen aus der Verriegelung lösbar ist.
- 8. Steuervorrichtung nach Anspruch 6 in Verbindung mit einem pneumatisch betriebenen Schlagschrauber mit einem Hauptdrosselventil, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (52, 51) durch eine pneumatische Hilfseinrichtung (6o, 57) betätigbar ist, durch welche die Kupplung bei geöffnetem Drosselventil (62) schließbar ist.At 8213/2O.4.1971109846/1249Leerseite
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