DE2119045B2 - Verfahren zur herstellung einer zweiseitig gegensinnig gekruemmten dachflaeche - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer zweiseitig gegensinnig gekruemmten dachflaecheInfo
- Publication number
- DE2119045B2 DE2119045B2 DE19712119045 DE2119045A DE2119045B2 DE 2119045 B2 DE2119045 B2 DE 2119045B2 DE 19712119045 DE19712119045 DE 19712119045 DE 2119045 A DE2119045 A DE 2119045A DE 2119045 B2 DE2119045 B2 DE 2119045B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- arches
- roof
- edges
- tarpaulin
- roof surface
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04H—BUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
- E04H15/00—Tents or canopies, in general
- E04H15/18—Tents having plural sectional covers, e.g. pavilions, vaulted tents, marquees, circus tents; Plural tents, e.g. modular
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Tents Or Canopies (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer zweiseitig gegensinnig gekrümmten Dachfläche
aus über gekrümmten Stützbögen gespannten Planen aus beschichteten Geweben, Folien od. dgl.
Die moderne Architektur versucht seit längerer Zeit, Leichtbau-Dachkonslruktionen als zweiseitig gegensinnig
(d. h. in zwei rechtwinklig zueinander stehenden Richtungen entgegengesetzt) gekrümmte Flächen auszuführen.
Derartige zu den zugbeanspruchten Flächentragwerken zählende Dachkonstruktionen werden auch
als sattelförmig oder antiklastisch gekrümmt oder als Flächen negativer Gaußscher Krümmung bezeichnet,
vergleiche beispielsweise CONRAD ROLAND »Frei Otto-Spannweiten«, Verlag Ullstein, Berlin, Frankfurt/
Main, Wien, Seite 8, rechte Spalte, 2d. Auf Seite 10, linke Spalte, letzter Absatz des gleichen Buches wird
ausgeführt: »Eine gekrümmte kontinuierliche Sattelfläche ist an jedem Punkt antiklastisch, d. h. in entgegengesetzter
Richtung gekrümmt und dadurch im Raum elastisch festgehalten...«. Damit ist zugleich das
fundamentale Problem der sattelförmig ausgeführten Dachbespannung mit Planen aus beschichteten Geweben
od. dgl. formuliert: Die Planen müssen so gespannt sein, daß in jedem Punkt der Dachfläche die
zweiseitig-gegensinnige Krümmung gegeben ist. Erreicht man diesen Idealzustand, so werden an jedem
Punkt die Belastungen aus Eigengewicht, Schnee und Wind in der nach unten gekrümmten Tragrichtung und
die negativen Belastungen durch Windsog in der nach oben gekrümmten Spannrichtung aufgenommen, durch
Spannungserhöhung in der einen und gleichzeitige Spannungsverminderung in der anderen Richtung.
Die in beiden Richtungen wirkende Belastung durch die Vorspannung muß nach ROLAND, Seite 10, mittlere
Spalte, so groß sein, daß unter positiver und negativer Höchstbelastung trotz der Verformung durch elastische
Dehnung jeweils in der der Belastungsrichtung entgegengesetzten Krümmungsrichtung noch ausreichende
Vorspannung vorhanden ist, denn sonst treten in den sehr dünnen, nicht steifen Planen Falten oder schlaffe
Stellen auf, die unter Windbelastung zu Schwingungserscheinungen in schwach gekrümmten Bereichen und zu
gefährlichen Wassersäcken an schwach geneigten Stellen infolge starker Verformung führen können.
Bisher war es zur Erzielung einer zweiseitig gegensinnig gekrümmten Dachfläche erforderlich, die
Dachplane vor dem Bespannen eines vorgegebenen Dachfeldes aus Einzelstücken zusammenzusetzen, welche
einen besonderen Zuschnitt aufweisen mußten damit die Ränder der Plane — im gespannten Zustanc
— mit den Randlinien des zu überdachenden Gebäude: abschlossen. Aus diesen Einzelstücken wurde bishei
eine Fläche zusammengesetzt, die nicht mehr faltenfre in einer Ebene ausgelegt werden konnte. Diese al:
»räumlicher Zuschnitt« bezeichnete Konfektionieruni der Dachhaut stellte bisher stets den wesentlichei
Kostenfaktor der Dachhaut dar. Sie erfordert nämlicl ίο nicht nur die exakte Vorausberechnung der wahrer
Flächen und des Verlaufs der Planenränder, sondert auch langwierige Arbeit beim Zuschneiden um
Verbinden der Planenteile. Daß beim Zuschnitt dei Planenteile ein hoherProzentsatz an Abfall entstand, se
zur Ergänzung der Problemstellung erwähnt.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabenstel lung bestand darin, bei einem Verfahren der eingang!
genannten Art die zweiseitig gegensinnige Krümmung der Dachfläche an allen Punkten ohne »räumlicher
Zuschnitt« der Dachhaut zu erreichen, also durch einer ebenen, zweidimensionalen Zuschnitl, und auch keiner
speziell geformten Zuschnitt der Planenränder anfertigen zu müssen, sondern die Ränder der Plane im
wesentlichen parallel zu dem Verlauf der Begrenzungslinien der Dachfläche schneiden zu können.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäG darin, daß eine mit der Form der Grundrißprojektior
der Dachfläche übereinstimmende Plane über die Stützbögen gelegt, an den Stirnseiten vorgespannt und
an den Planenrändern in Form einer im wesentlicher vertikalen Girlande verspannt wird, welche der
zwischen den Scheitelpunkten der Stützbögen bei Querverspannung sich selbsttätig einstellenden girlandenartigen
Verformung des Planenscheitels im wesentliehen parallel verläuft.
Hierdurch entfällt die Notwendigkeit der Vorausberechnung des Verlaufs der Planenränder, und es wire
auch der Arbeitsaufwand für das Zuschneiden unc Verbinden der Planenteile sowie der anfallende Abfal
•to erheblich verringert.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung nähei erläutert. Es zeigt
Fig. 1 bis Fig.4 schematische Ausschnitte aus einei
sich in Längsrichtung beidseitig fortsetzenden Hallenkonstruktion,
F i g. 5 einen Schnitt durch eine aus drei Dachfeldern bestehende, auf Längsbindern gestützte Dachkonstruktion,
Fig. 6 die Seitenansicht des Mittelfeldes der in Fig. 5
gezeigten Konstruktion,
Fig. 7 die Draufsicht auf ein Dachfeld, welches gemäß der Erfindung hergestellt ist,
Fig. 8 die schematische Darstellung einer über zwei Bögen gespannten Dachfläche mit vertikaler Verspannung
der Seitenränder,
Fig.9 eine zwischen zwei Bögen gespannte Dachfläche
mit außerhalb des Dachfeldes liegenden Spannelementen und
Fig. 10 eine weitere Möglichkeit, die Ränder der Dachhaut erfindungsgemäß zu verspannen.
Unter »Dachfeld« soll die senkrechte Parallelprojektion der Dachfläche auf die Ebene verstanden werden.
Eine Dachkonstruktion mit zweiseitig gegensinnig gekrümmten Flächen ist in F i g. 1 zur Erläuterung
hi dargestellt. Über Stützbögen 1 ist die aus mehreren
zusammengesetzten Bahnen konfektionierte Dachhaut 2 gespannt, wobei es darauf ankommt, bis zum Rand 3
hin überall die zweiseitig gegensinnige Krümmung zu
verwirklichen. Fi g. 2 zeigt die Stirnansirht in Richtung
Il (Fig. 1), Fig. 3 die Seitenansicht der Konstruktion in
Richtung III (Fig. 1).
Die girlandenartige Verformung des Planenscheitels ist in F i g. 3 gut zu erkennen. Der Planenscheitel 4 stellt
sich bei Querverspannung der längs über die Stützbögen 1 gespannten Plane ein. Der Rand 3 der Plane soll
erfindungsgemäß also in etwa dem Verlauf des Planenscheitels 4 folgen.
Ein Dachfeld ist in F i g. 7 ausschnittsweise dargestellt. Die Dachhaut 2, welche aus mehreren miteinander
verbundenen Bahnen 2' besteht, deren Breite B beispielsweise 1,50 Meter beträgt, ist über Stützbögen 1
gespannt, welche, wie aus F i g. 5 und F i g. 6 ersichtlich, auf Längsbindern 5 gelagert sind. Die Längsbinder 5
können eingelassene Regenrinnen 6 aufweisen, vergleiche Fig.5. Selbstverständlich können anstelle der
Längsbinder 5 auch andere Stützkonstruktionen verwendet werden, beispielsweise Rohrkonstruktionen, an
welchen die Stützbögen 1 befestigt sind, oder aber die Stützbögen 1 selbst werden bis zum Fundament
heruntergezogen, wie in Fig. 1 bis Fig.3 schematisch dargestellt.
Ein solches Dachfeld, welches in Fig. 7 nur ausschnittsweise dargestellt ist und an sich beliebige
Formen aufweisen kann oder wie in F i g. 4 rechtwinklig begrenzt sein kann, wird durch die Stützbögen 1 in
Teilfelder aufgeteilt, die beispielsweise Trapez-, Rechteck- oder Dreiecksformen aufweisen kömnen. Die
Ränder 3 der Dachhaut 2 verlaufen im vorliegenden Falle zwischen je zwei Stützbögen 1 geradlinig; sie
können selbstverständlich auch einen gekrümmten Verlauf besitzen, wenn nämlich die Ränder 3 des zu
bedeckenden Dachfeldes gekrümmt sind. Es kommt nur darauf an, daß die Ränder 3 der Dachplane parallel zum
Verlauf der Begrenzungslinie des Dachfeldes zugeschnitten werden. Die Maßstabsfaktoren sind dabei
aufgrund der sich durch die Vorspannung ergebenden Dehnung bestimmbar.
In Fig.6 ist zu erkennen, daß der Rand 3 der
Dachhaut 2 zwischen den Stützbögen 1 in Form einer Girlande verspannt ist, die wie in F i g. 7 zu erkennen ist,
vertikal verläuft und damit zu geradlinigen Feldbegrenzungen führt. Beim Stand der Technik verlaufen diese
Feldbegrenzungen meist in Form einer horizontalen Girlande.
Die Verspannung der Ränder 3 kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. So ist es möglich, wie in F i g. 1 und
Fig.3 schematisch dargestellt, die Stützbögen 1 durch
Rohrbogen zu verbinden, welche einen dem Verlauf des gespannten Randes angepaßte Krümmung aufweisen.
Diese Lösung würde aber wieder die Vorausberechnung der Krümmung erfordern. Einfacher ist es, vergleiche
Fig.8, den Rand 3 der Dachhaut 2 an einer aus Elementen unterschiedlicher Länge bestehenden Wand
zu verspannen, die ihrerseits bei 7 verankert ist. Eine ähnliche Lösung zeigt auch F i g. b. Man kann aber auch
außerhalb des Dachfeldes Spannelemente 9 anordnen, gegen die die Ränder 3 verspannt werden. Die
Spannseile 8 sind dabei planenseitig mit ösen befestigt, die entweder direkt in die Plane eingearbeitet sind,
vergleiche Fig.8, oder aber in eine auf der Plane
befestigten ösenleiste IO eingelassen sind. Schließlich ist
es auch möglich, die Stützbögen t auf die Höchstpunkte einer selbst girlandenförmig verlaufenden Rohrkonstruktion
11 (vergleiche Fig. 10) aufzusetzen und die Ränder 3 der Dachhaut 2 gegen die Rohrkonstruktion
11 zu verspannen.
Die Stützbögen 1 können, wie in Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, Kreisabschnitte darstellen, ebensogut aber
auch Ausschnitte aus Parabeln, Hyperbeln oder aus anderen gekrümmten Kurvenzügen bestehen. Vorzugsweise
weisen sie an den seitlichen Enden einen kleineren Krümmungsradius auf als in ihrem Mittelteil. Dadurch
wird ein guter Übergang in die meist am Rand der Plane notwendige Regenrinne geschaffen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung einer zweiseitig gegensinnig gekrümmten Dachfläche aus über gekrümmten Stützbögen gespannten Planen aus beschichteten Geweben, Folien od.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Form der Grundrißprojektion der Dachfläche übereinstimmende Plane über die Stützbögen (1) gelegt, an den Stirnseiten vorgespannt und an den Planenrändern (3) in Form einer im wesentlichen vertikalen Girlande vorgespannt wird, welche der zwischen den Scheitelpunkten der Stützbögen (1) bei Querverspannung sich selbsttätig einstellenden girlandenartigen Verformung des Planenscheitels (4) im wesentlichen parallel verläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712119045 DE2119045C3 (de) | 1971-04-20 | 1971-04-20 | Verfahren zur Herstellung einer zweiseitig gegensinnig gekrümmten Dachfläche |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712119045 DE2119045C3 (de) | 1971-04-20 | 1971-04-20 | Verfahren zur Herstellung einer zweiseitig gegensinnig gekrümmten Dachfläche |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2119045A1 DE2119045A1 (de) | 1972-11-09 |
| DE2119045B2 true DE2119045B2 (de) | 1978-01-26 |
| DE2119045C3 DE2119045C3 (de) | 1978-09-21 |
Family
ID=5805199
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712119045 Expired DE2119045C3 (de) | 1971-04-20 | 1971-04-20 | Verfahren zur Herstellung einer zweiseitig gegensinnig gekrümmten Dachfläche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2119045C3 (de) |
-
1971
- 1971-04-20 DE DE19712119045 patent/DE2119045C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2119045C3 (de) | 1978-09-21 |
| DE2119045A1 (de) | 1972-11-09 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0007580B1 (de) | Seilgetragene Membranhalle | |
| DE2119045C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer zweiseitig gegensinnig gekrümmten Dachfläche | |
| DE68902156T2 (de) | System von anpassbaren abdeckelementen. | |
| DE8212293U1 (de) | Bauteil, bestehend aus stuetzelementen und daran anliegenden kunststoffflaechenelementen | |
| DE1023576B (de) | Zu Daechern oder Waenden zusammenfuegbarer Flaechenbauteil | |
| WO2002029178A1 (de) | Stützkonstruktion bzw. schalung | |
| EP0980938A2 (de) | Trägervorrichtung für Baukonstruktionen und Verfahren zum Herstellen einer Trägervorrichtung | |
| DE814652C (de) | Dachbinder | |
| DE2107728A1 (de) | Dachhaut | |
| DE2329530A1 (de) | Dachkonstruktion | |
| DE1052660B (de) | Dachkonstruktion aus gekruemmten Schalen, insbesondere aus doppeltgekruemmten Stahlbetonschalen | |
| DE1296322B (de) | Biegesteife Bewehrung fuer Beton, insbesondere fuer vorgefertigte Deckenplatten | |
| DE659516C (de) | Dachkonstruktion mit an ihren Raendern miteinander verbundenen, zwischen festen Auflagen frei durchhaengenden Blechbahnen | |
| AT238906B (de) | Lichtband für Hallendächer | |
| DE19620290C1 (de) | Ausbauprofil für den Ausbau von Tunnels und bergbaulichen Strecken | |
| DE1802190C3 (de) | Leichte Hängedachkonstruktion | |
| DE946392C (de) | Flaechenartige Tragkonstruktion fuer eine Gebaeudeverkleidung | |
| DE29515728U1 (de) | Carport | |
| DE2422990A1 (de) | Ueberdachung mit wenigstens einer membrane | |
| DE102017008746A1 (de) | Mikroversatzknoten und Herstellung eines Lamellendaches unter deren Verwendung | |
| DE1800717C (de) | Dachkonstruktion mit einer von Spann gliedern getragenen Dachhaut | |
| DE2008965C3 (de) | Als Luftkanal dienender Hohl trager fur Industriehallen | |
| DE2344322A1 (de) | Ueberdachung, insbesondere fuer baustellen | |
| DE1634406C3 (de) | überschüttetes bogenförmiges Flächentragwerk | |
| DE1877670U (de) | Selbsttragendes, aneinanderreihbares, profiliertes bauteil aus kunststoff, insbesondere glasfaser-kunststoff. |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |