DE2118443C2 - Vorrichtung zum Aufnehmen, Bereithalten und Abspulen von Garnkörpern an Textilmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Aufnehmen, Bereithalten und Abspulen von Garnkörpern an TextilmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufnehmen, Bereithalten und Abspulen von Garnkörpern an
Textilmaschinen, insbesondere automatischen Spulmaschinen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Vorrichtungen sind durch die DE-AS 11 45 527 bekanntgeworden. Sie haben den Zweck, die
zur Weiterverarbeitung bestimmten Garnkörper den Arbeitsstellen von Textilmaschinen in geeigneter
Ablaufstellung anzubieten. Außerdem wird mittels dieser Vorrichtung eine ununterbrochene Garnzufuhr
zu den einzelnen Arbeitsstellen erreicht wenn neben der in Ablaufstellung befindlichen Spule eine weitere in
Reserve bereitgehalten und eine abgelaufene Spule durch eine neue ersetzt wird.
Nachteilig ist, daß bei der bekannten Vorrichtung die
Spitze des abzuwickelnden Garnkörpers immer in Richtung auf eine gemeinsame Fadenführungsöse weist.
Dadurch ist die Abnahme einer leeren Spulenhülse und das Aufstecken eines neuen Garnkörpers sehr erschwert und es ist nicht die Möglichkeit gegeben,
Hindernissen auszuweichen, die in den Schwenkbereich hineinragen. Nachteilig ist auch die begrenzte Anzahl
der Spulenhalter, wodurch das Entfernen einer leeren Spulenhülse erst dann möglich wird, wenn kein
Garnkörper mehr in Reservestellung steht. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß immer der Fadenanfang
des Reservegarnkörpers an das Fadenende des gerade ablaufenden Garnkörpers angeknüpft werden muß, was
nach Lage der Dinge von Hand zu geschehen hat Die bekannte Vorrichtung eignet sich daher nicht gut zum
Einsatz in automatischen Spulmaschinen, bei denen jede Fadenverbindung durch einen Automaten, zum Beispiel
durch einen »Wanderknoter«, hergestellt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vielseitig verwendbare Ablaufeinrichtung mit geringem
Platzbedarf zu schaffen, die sich für Garnkörper unterschiedlicher Formate, insbesondere für großformatige Kreuzspulen eignet, wobei die Beschickung
wahlweise von Hand, bevorzugt jedoch automatisch erfolgen kann. Dabei soll Hindernissen, die in den
Schwenkbereich hineinragen würden, leichter ausgewichen werden, das Aufstecken neuer Garnkörper und das
Entfernen leerer Spulenhülsen erleichtert das Verwirren der Fadenanfänge benachbarter Garnkörper jedoch
erschwert werden.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteraiisprüchen
beschrieben.
Mit einer erfindungsgemäßen Anordnung der Spulenhalter lassen sich bei optimaler Raumausnutzung
innerhalb einer Maschine die jeweils geeignetsten Positionen zum Aufnehmen, Bereithalten und Abspulen
der Garnkörper erreichen.
Sollen der Arbeitsstelle einer Textilmaschine besonders große Garnkörper, beispielsweise Kreuzspulen mit
langer Ablaufzeit vorgelegt werden, so kann der Teilungsabstand der Ausleger so groß gewählt werden,
daß sich während des Ablaufens einer Kreuzspule ein anderer Ausleger in Aufnahmestellung befindet und
dabei eine zweite Spule als Reservespule bereithält Gleichzeitig kann sich ein weiterer Ausleger mit seinem
Spulenhalter in Abwurfstellung für eine Leerhülse befinden. In einem solchen Fall würden drei um jeweils
120° versetzte Ausleger für eine einzelne Ablaufeinrichtung ausreichen.
Sobald jedem Ausleger ein schwenkbar gelagerter Fadenführer zugeordnet ist kann der ablaufende Faden
jedes Garnkörpers sicher geführt und gegebenenfalls einer automatischen Verbindungsvorrichtung, zum
Beispiel einem »Wanderknoter«, vorgelegt werden. Die Gefahr des Verwirrens der Fäden kann dabei vermieden
werden.
tung schwenkbar gelagert, dann ist eine besonders
günstige Raumausnutzung innerhalb der Maschine zu
erreichen. Die Fadenführer und Spulenhalter können
derart zueinander verschwenkt werden, daß man
würden, leichter ausweichen kann, wodurch die ganze
Fadenführer und Spulenhalter können beispielsweise in Aufnahmestellung derart weit auseinandergeschwenkt sein, daß sich auch großformatige Garnkörper
mit Leichtigkeit in günstiger Position aufstecken lassen. In Ablaufstellung können Spulenhalter und Fadenführer
wiederum so zueinander verschwenkt sein, daß sich ein optimaler Abstand von dem Fadenführer zur Ablaufspule ergibt was für Ballonbildung und Ablaufspannung des
Garnes von größter Wichtigkeit ist Außerdem kann der Spulenhalter dabei derart ausgerichtet sein, daß der
ablaufende Faden die nachfolgenden Umlenkpunkte, wie Fadenbremse und dergleichen, mit kleinsten
Umschlingungswinkeln passiert Des weiteren verhindem die auf diese Weise sich ortsveränderlich
bewegenden Fadenführer sowohl während der Bewegung als auch im Stillstand eine gegenseitige Behinderung aller auf der gleichen Ablaufeinrichtung untergebrachten Fadenfänge.
Mit besonderem Vorteil kann jeder Fadenführer als Bereithalteorgan für einen abzuspulenden Faden
ausgebildet sein. Dies kann in der Weise geschehen, daß in unmittelbarer Nähe des Fadenführers, welcher
beispielsweise als geschlossene öse ausgeführt ist, eine zusätzliche Klemmstelle für einen Fadenfang angebracht wird. Hierdurch erübrigen sich zusätzliche
Einlege- oder Festhalteorgane, die den Faden über besonders gesteuerte Bewegungen in seine Ablaufposi-
tion bringen müßten.
Bei Textilmaschinen, insbesondere automatischen Spulmaschinen, bei denen eine Vielzahl von Arbeitsstellen
nebeneinander angeordnet sind, die außerdem völlig unabhängig voneinander arbeiten, ist es von Vorteil,
wenn jeder Arbeitsstelle eine separat verschwenkbare Ablaufeinrichtung zugeordnet ist
Die Arbeitsstelle der Maschine, beispielsweise ein Spulapparat, kann bei leergelaufener Vorlagespule
mittels mechanischer oder elektrischer Elemente sinen
beispielsweise ständig umlaufenden Antrieb für die Ablaufes: richtungen mit der jeweils weiterzuschaltenden
Ablaufeinrichtung koppeln und dadurch den nächstfolgenden, in Bereitschaftsstellung befindlichen
Garnkörper in die Ablaufstellung verschwenken lassen. Der bereitliegende Fadenanfang kann danach mit
bekannten Mitteln, zum Beispiel durch einen »Wanderknoter«, mit dem Fadenende der Auflaufspule
verbunden und der Spulenvorgang weiter fortgesetzt werden.
Die eine Schwenkbewegung der Ablaufeinrichtung auslösenden Elemente können aber auch derart
geschaltet sein, daß bei einem Fadenbruch an der Vorlagespule, wenn also der Fadenvorrat noch nicht
erschöpft ist, lediglich die gebrochenen Fadenenden miteinander verbunden werden und keine Schwenkbewegung
der Ablaufeinrichtung eingeleitet wird.
Schließlich kann es von Vorteil sein, zur Auslösung einer schrittweisen Schwenkbewegung die Ablaufeinrichtung
zusätzlich mit einer Handbetätigung zu versehen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die
Ablaufeinrichtung bei Partiewechsel, Arbeitsbeginn oder ähnlichen Gelegenheiten beliebig zu schalten.
Die Beschickung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen mit Garnkörpern kann sowohl von Hand als auch
bevorzugt selbsttätig erfolgen. Dies gilt auch für die Beseitigung der nach Ablauf der Garnkörper auf den
Spulenhaltern befindlichen Leerhülsen. Dabei können beide Arbeitsgänge gleichzeitig ablaufen.
Zwar ist bereits durch die CH-PS 2 36 915 eine Kreuzspulmaschine bekanntgeworden, bei der ein
Ablaufspulenmagazin aus einer Dornscheibe besteht, die um eine waagerechte Achse schwenkbar ist. Eine
ähnliche Vorrichtung ist auch durch die DE-PS 7 11 954
bekanntgeworden.
Diese und ähnliche Ausführungsformen haben sich jedoch schon seinerzeit in der Praxis nicht durchsetzen
können und sind auch bei den inzwischen weiterentwikkelten vollautomatischen Spulmaschinen nicht zu
verwenden. Dies liegt daran, daß für eine Beschickung so der bekannten sternförmig angeordneten Spulenhalter
komplizierte und aufwendige mechanische Elemente erforderlich sind, deren Bewegungsablauf sich nachteilig
auf die Funktionssicherheit auswirkt. Weitere Schwierigkeiten ergeben sich beim Bereitlegen de» Fadenanfange
aufzusteckender Garnkörper sowie bei der Erfüllung einer besonders wichtigen Forderung, nämlich
der, die bereitgelegten Fadenanfänge während des Weiterschaltens der Garnkörper in die Ablaufstellung
und während des Ablaufens vollkommen voneinander getrennt zu halten. Ein einwandfreies Auseinanderhalten
aller Fäden während des gesamten Arbeitsablaufes ist mit derartigen Vorrichtungen sowohl an automatischen
als auch an einfacheren handbetätigten Maschinen nicht gewährleistet. Außerdem sind die bekannten
Vorrichtungen nur zur Verarbeitung von länglichen Garnkörpern, wie beispielsweise Spinn- oder Zwirn-'
kopsen geeignet, wobei der für den großen Schwenkradius der Kopse erforderliche Raumbedarf sich nachteilig
auf die Bedienungshöhe und Zugänglichkeit der Maschine auswirkt. Hindernissen, die in den Schwenkbereich
hineinragen würden, kann nicht ausgewichen werden.
Uiri Textilmaschinen, insbesondere automatische
Spulmaschinen, möglichst universell zu nutzen, ist es aber erforderlich, auch andere Spulenformate, zum
Beispiel großvolumige Kreuzspulen oder dergleichen, zu verarbeiten. Dies ist mit den bishei bekanntgewordenen
Vorrichtungen insbesondere wegen der starr ausgerichteten Anordnung aller die Garnkörper aufnehmenden
Spulenhalter und den sich daraus ergebenden räumlichen Schwierigkeiten sowie wegen der erwähnten
Nachteile im Zusammenhang mit dem Bereitlegen der Fadenanfänge und der ungestörten Fadenführung
nicht möglich.
Durch die DE-PS 1141647 ist es bekannt, an
Rotationsdruckmaschinen einen um eine waagerechte Achse drehbaren Ständer zu verwenden, der sternförmig
angeordnete Arme besitzt, an deren Enden auf waagerechten Achsen gelagerte Papierrollen sitzen.
Derartige Vorrichtungen haben an Spulmaschinen keine Anwendung gefunden, weil eine waagerechte
Lagerung einer Ablaufspule für einen Überkopfabzug des Fadens in aller Regel ungünstig ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in den folgenden
Textabschnitten näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 die schematische Darstellung einer automatischen Spulmaschine mit Vorrichtung zum Aufnehmen,
Bereithalten und Abspulen von Garnkörpern im Schnitt und
F i g. 2 eine Vorderansicht der gleichen Vorrichtung teilweise im Schnitt
In F i g. 1 ist von einer automatischen Kreuzspulmaschine die Seitenwand 1 und eine Arbeitsstelle 2 zu
erkennen. Derartige Arbeitsstellen sind an solchen Maschinen in bekannter Weise in größerer Zahl
nebeneinander angeordnet. Von den wichtigsten Elementen der Arbeitsstelle 2 sind die Fadenführungstrommel
3, eine Auflaufspule 4, der Fadenwächter 5 und eine Fadenbremse 6 dargestellt. Alle diese Elemente sind
ihrer Funktion entsprechend an oder in dem Gehäuse 7 antreibbar und/oder drehbar gelagert beziehungsweise
starr befestigt Das Gehäuse 7 ist an einem sich über die Länge der Maschine erstreckenden Tragrohr 8 befestigt.
Auf einem weiteren Tragrohr 9 ist das Gehäuse 10 eines in bekannter Weise auf diesem Tragrohr hin- und
herfahrenden »Wanderknoters« zu erkennen, der sich außerdem noch an einem Führungsrohr 11 abstützt.
Auch hier sind lediglich die für eine Erläuterung des Erfindungsgegenstandes erforderlichen Teile des
»Wanderknoters« dargestellt Es sind eine Saugdüse 12 zum Erfassen und Abholen eines Fadenendes von der
Auflaufspule 4, ein Greiferrohr 13 zum Erfassen und Abholen des Fadenanfangs einer Vorlagespule 14 sowie
eine Fadenverbindungseinrichtung, die aus einem Knoter 15 bestehen kann.
Das mit den F i g. 1 und 2 dargestellte und erläuterte Ausführungsbeispiel zeigt eine Vorrichtung zum Aufnehmen,
Bereithalten und Abspulen von Garnkörpern, kurz Ablaufeinrichtung 16 genannt, bei der besonders
große Garnkörper als Spulen 14,26 Verwendung finden.
Wegen der langen Ablaufzeiten derartiger Vorlagespulen kann selbst bei einer größeren Zahl von Arbeitsstellen
eine · Aufsteckung von Hand noch durchaus wirtschaftlich sein. Auch das Entfernen der Leerhülse 25
kann dabei auf dieselbe Weise vorgenommen werden. Selbstverständlich können die Vorlagespulen aber auch
mittels einer automatischen, an sich bekannten Beschikkungsanlage zugeführt und aufgesteckt werden.
Die F i g. 1 und 2 zeigen die Ablaufeinrichtung 16 in der für die Spule 14 geeigneten Ablaufstellung. Eine
weitere Spule 26 befindet sich in Bereitschaftsstellung, wobei diese Stellung in dem dargestellten Ausführungsbeispiel gleichzeitig der Aufnahmestellung für auf
beliebige Art und Weise zugeführte Spulen entspricht. Unterhalb der Spule 26 ist in einer weiteren Position
eine Leerhülse 25 zu erkennen, die in dieser Stellung ebenfalls entweder von Hand oder mechanisch entfernt
und abgeführt werden kann. Das Ausführungsbeispiel bezieht sich also auf eine Ablaufeinrichtung 16 für drei
Aufsteckmöglichkeiten. Um eine an der Längsseite der Maschine eniianggeführie, drehbar gelagerte und über
einen Antrieb 17 nach Fig.2 in ständige Umdrehung versetzte Welle 18 sind daher drei Ausleger 19 mit
gleichem Teilungsabstand 22 angeordnet. Mit den Auslegern 19 sind die Spulenhalter 20 in den
Drehpunkten 21 gelenkig verbunden. Auch die Fadenführer 23 mit den Führungsösen 24 sind in den
Drehpunkten 21 schwenkbar gelagert. Das Verschwenken der Fadenführer 23 und der Spulenhalter 20 relativ
zueinander erfolgt, während die Ablaufeinrichtung 16 um einen Teilungsabstand 22 in Richtung des Pfeils 27
weitergedreht wird, und zwar mittels der an den Auslegern 19 drehbar gelagerten Kurvenhebel 28,
welche ihrerseits über Gelenkstangen 29, 30 mit den Hebeln 31 und 32 in Wirkverbindung stehen. Das
Verschwenken der Fadenführer 23 und der Spulenhalter 20 wird über eine feststehende Kurvenscheibe 33
gesteuert, auf deren Umfang sich die mit Rollen 34 versehenen und unter Wirkung von Zugfedern 35
ständig anliegenden Kurvenhebel 28 bewegen. Die in F i g. 1 gezeichnete Stellung der Ablaufeinrichtung 16,
wonach sich die Spule 14 in Ablaufstellung befindet, zeigt besonders deutlich die unterschiedlichen Abstände
der Führungsösen 24,24' und 24" zu den Spulen 14 und 26 beziehungsweise zu der Leerhülse 25. Zur Spule 14
hat die Führungsöse 24 den für eine Ballonbildung günstigsten Abstand eingenommen. Außerdem erkennt
man deutlich, daß der Faden F die Fadenbremse 6 und den Fadenwächter 5 mit sehr kleinen Umschlingungswinkeln tangiert, so daß von der Führungsöse 24 bis zur
Fadenführungstrommel 3 der Idealfalls eines fast geraden Fadenlaufes erreicht wird. Die der Spule 26
zugeordnete Führungsöse 24' ist demgegenüber sehr nahe an den Spulenkörper herangeschwenkt. Diese
Lage wirkt sich besonders vorteilhaft auf die Gesamtbreite und Zugänglichkeit der Maschine aus und bietet
iföizdeüi die Möglichkeit, Vorratsspule« ungehindert
aufzustecken. Außerdem ergibt sich bei dieser Lage ein sehr kurzes Fadenstück F' von der Spule 26 bis zur
Führungsöse 24'. Dies bedeutet eine sichere Lagebestimmung für den Faden und vermeidet eine fehlerhafte
Obergabe des bereitgelegten -Fadenendes beim Weiterschwenken in die Äblatrfposition. Das Fadenstück F' ist
in dem hier gezeichneten Aüsföhrungsbeispiel durch die
Führungsöse 24'geführt und in«inem Schwenkventfl 36'
der Saugleitung 36 festgehalten, ©ie Lage der Führungsöse 24" zur Leerhülse 25 föBt erkennen, wie
mittels der Erfindung aachttei -niedrigen Maschinen mit
Abstellfläche ausreichende Bewegungsfreiheit für die zu verschwenkenden Elemente erzielt werden kann.
Die Schwenkbewegung der Ablaufeinrichtung 16 in Richtung des Pfeils 27 wird immer dann eingeleitet,
wenn eine Spule 14 völlig abgelaufen ist. In diesem Falle befindet sich nämlich in der Fadenbremse 6 kein Faden
mehr, der von dem Greiferrohr 13 erfaßt werden könnte. Das Fehlen eines Fadens im Greiferrohr 13 löst
einen Impuls innerhalb des Wanderknoters aus, der den
ίο Stift 37 anhebt und einen Winkelhebel 38 im
Uhrzeigersinn verschwenkt. Mittels dieser Schwenkbewegung wird über die Stange 39, die Schwenklasche 40
und eine weitere Stange 41 ein Klinkenhebel 42 betätigt, welcher die Sperrscheibe 43 für ein Verdrehen bis zur
nächsten Raststellung freigibt. Der bereits erwähnte Antrieb 17 für die Schwenkbewegung der Ablaufeinrichtung 1€ ist in Fig.2 dargestellt Man erkennt in
Fig.2 die ständig angetriebene Welle 18 und eine Rohrbuchse 45, die mit den Auslegern 19 fest verbunden
ist. Nach dem Ausrasten des Klinkenhebels 42 wird die Rohrbuchse 45 über ein an sich bekanntes, hier
vereinfacht dargestelltes Kupplungselement 46 so lange mitgenommen, bis der Klinkenhebel 42 in die nächstfolgende Raste 44 eingerastet ist Fig.2 läßt ferner
erkennen, daß weitere Ablaufeinrichtungen 16 entsprechend der Anzahl der Arbeitsstellen 12 nebeneinander
angeordnet werden können. Die Trennwände 47 sind entsprechend dem Abstand von Arbeitsstelle zu
Arbeitsstelle angeordnet, mit der durchlaufenden
Stange 48 befestigt und vermeiden eine gegenseitige
Behinderung von nebeneinander ablaufenden Spulen.
Bricht der Faden F während des Ablaufens einer Spule 14, so ist es vorteilhaft den Fadenbruch zu
beseitigen, anstatt eine Schwenkbewegung der Ablauf-
einrichtung einzuleiten und eine neue Spule in Ablaufstellung zu bringen. Da bekanntlich Fadenbrüche
fast ausschließlich im unmittelbaren Bereich der Fadenbremseinrichtungen erfolgen, wird in einem
solchen Fall mittels des Fadenwächters 5 über den
Raststift 49 der Wanderknoter zum Halten gebracht
und ein Knotvorgang, wie er von automatischen Spulmaschinen her bekannt ist eingeleitet Zu diesem
Zweck erfaßt das verschwenkbare Greiferrohr J 3 das in der Fadenbremse 6 befindliche Fadenende und die
Saugdüse 12 das auf der Auflaufspule 4 befindliche Fadenende. Beide Fadenenden werden der Knotvorrichtung 13 vorgelegt und in bekannter Weise
miteinander verbunden. Der Aufspulvorgang kann danach fortgesetzt und die Ablaufspule 14 bis zum
so nächsten Fadenbruch oder bis zum völligen Ablauf abgezogen werden.
Selbstverständlich kann eine Ablaufeinrichtung nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel auch an einer
einfachen, handbedienten Spulmaschine verwendet
werden. In einem solchen Falle kann die Schwenkbewegung der Ablaufeinrichtung 16 auf einfache Weise
ebenfalls von Hand ausgelöst werden. Zu diesem Zweck wird der Klinkenhebel 42 lediglich mit einer im
Ausführungsbeispiel nicht dargestellten Ausrückstange
verbanden, die in griffgünstiger Position an der
Maschine angeordnet ist Die gleiche Handbetätigung kann aber auch bei der in dem Ansfühnmgsbeispiel
dargestellten automatischen Maschine zusätzlich angebracht werden.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Aufnehmen, Bereithalten und
Abspulen von Garnkörpern an Textilmaschinen, die um horizontal angeordnete, schwenkbare Achsen
gelagert sind, wobei die Spulenhalter gelenkig an Auslegern befestigt sind und mit diesen eine
Ablaufeinrichtung bilden, die jeweils um das Maß des Teilungsabstandes der Ausleger verschwenkbar
ist dadurch gekennzeichnet, daß beim Verschwenken der Ausleger (19) die Spulenhalter
(20) und den Spulenhaltern (20) benachbart angeordnete Fadenführer (23) ortsveränderlich und relativ
zueinander bewegbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß jedem Ausleger (19) ein schwenkbar
gelagerter Fadenführer (23) zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspiich 2, dadurch gekennzeichnet daß jeder Fadenführer (23) an der
Ablaufeinrichtung (16) schwenkbar gelagert ist
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß jeder Fadenführer (23)
als Bereithalteorgan für einen abzuspulenden Faden (FV ausgebildet ist
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