DE2115891A1 - Automatische Blendenvorrichtung - Google Patents
Automatische BlendenvorrichtungInfo
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Description
Minolta Camera Kabushiki Kaisha
Toyota Building 18, 4-chome Shiomachidori Minami-ku, Osaka/Japan,
Automatische Blendenvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine automatische Blendenvorrichtung
für eine Austauschlinse in einer einäugigen Spiegelreflexkamera, oder genauer auf eine automatische Blendenvorrichtung
zur automatischen Betätigung der Blende für auswechselbare Linsen, wie langbrennweitige Makrolinsen, Teleobjektive und Ähnliches.
Verschiedene automatische Blendenvorrichtungen sind bisher für den Gebrauch mit auswechselbaren Linsen in einäugigen
Spiegelreflexkameras vorgeschlagen worden. Jedoch war es
sehr schwierig oder unmöglich, diese bekannten automatischen Blendenvorrichtungen für Linsensysteme wie Superteleobjektive
und Makrolinsen der üblichen Art zu benutzen, die einen langen
Fokussierungsweg erfordern und die eine Blende zwischen den eingebauten Linsen enthalten. Dies kann sofort aus der Tatsache
ersehen werden, daß unter den auswechselbaren, käuflich erwerbbaren Linsen für 30 mm Spiegelreflexkameras keine der
langbrennweitigen Makrolinsen oder keines der Teleobjektive mit einem Brennpunktsabstand von über 300 mm mit einer voll·^
automatischen Blendenvorrichtung ausgerüstet ist. Eine detailliertere Darstellung wird im folgenden unter Bezug auf
Fig. 1, in der ein Beispiel der "bekannten Vorrichtungen dargestellt
ist, gegeben.
In Fig. 1 ist mit der Bezugszahl 1 ein Hebel des automatischen
Blendenmecha-nismus' im Kameragehäuse bezeichnet; dieser Hebel
1 kann in Richtung eines Pfeiles a in der Figur zurückgezogen
werden, wenn ein nicht dargestellter Verschlußauslöseknopf an der Kamera niedergedrückt wird-. Der Hebel 1 wird"" dann in entgegengesetzter
Richtung zurückgebracht, wenn die Bewegung eines zweiten Schirms des Verschlusses beendet wird. Ein erster gekrümmter
Hebel 2- ist über eine Bohrung 5 mit einem nicht dargestellten
äußeren Zylinder des Linsengehäuses gelenkig verbunden und ist durch eine Feder 6 in Richtung eines Pfeiles b
vorgespannt; ein am gekrümmten Hebel 2 vorgesehener Stift 3 ist so angebracht, daß er dem Hebel 1 folgt. Wenn demgemäß der
Hebel 1 in Richtung des Pfeiles a zurückgezogen wird, so dreht sich der gekrümmte Hebel 2 um das Gelenk in der Bohrung 5 in
Richtung des Pfeiles b. Der erste gekrümmte Hebel 2 ist außerdem mit einem durchgreifenden Stift 4 versehen.
Andererseits ist ein zweiter gekrümmter, über eine Bohrung ö
mit dem nicht dargestellten inneren Zylinder des Linsengehäuses gelenkig verbundener Hebel 7 an seinem freien Ende mit
Nuten 9 und 13 versehen. Der durchgreifende Stift 4 des ersten gekrümmten Hebels 2 steht in Eingriff mit der ersten Nut 9,
und in die Nut 13 ragt von einer die Blende betätigenden Platte
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11 ein Antriebsstift 12. Der zweite gekrümmte Hebel 7 ist
außerdem mit einem an einer Kurvenscheibe anliegenden Stift 10 versehen, der mit einer die Blende steuernden Kurvenscheibe
14 in Kontakt steht,welche zusammen mit einem nicht dargestellten Blendenring am Linsengehäuse verdreht und bewegt wird. Infolgedessen
wird das Ausmaß der Drehung der gekrümmten Hebel 2, 7 und der die Blende steuernden Platte 11 gesteuert durch
die Bewegung der die Blende steuernden Kurvenscheibe 14.
Die die Blende steuernde Platte 11 hat Nieten 17, die mit
Schlitzen 16 in jeder Blendenlamelle 15 in Eingriff stehen, die dadurch um einen Stift 1 - nach innen gedreht v/erden, damit
die Linsenöffnung in Übereinstimmung mit dem Maß der Drehung der die Blende steuernden Platte 11 bestimmt wird. Bei Beendigung
der Belichtung wird der Hebel 1 in seine Ausgangsstellung zurückgebracht; die anderen Glieder kehren auch in die gezeichnete
Stellung zurück y um die Blende zu öffnen.
Wenn eine solche automatische Blendenvorrichtung für auswechselbare
Linsen gebraucht wird, die einen langen Fokussierungsweg erfordern, so wird die Fokussierungsbewegung nachteilige
Folgen haben. Genauer gesagt, wenn die Nut 9 des zweiten gekrümmten
Hebels 7 sich nahe am freien Ende (d. h. in der Zeichnung am linken Ende) des durchgreifenden Stifts 4 befindet, darr,
ist, wie aus Fig. 1 zu ersehen, die Länge des durchgreifenden Stifts 4 im Vergleich mit dem Radius der Drehbewegung des
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Stiftes 4 um die Bohrung' 5 sehr groß, und dadurch wirkt ein
hohes Biegemoment am Basisteil des Stiftes 4, was zur Folge hat, daß der Stift 4 und der erste gekrümmte Hebel 2 dazu
neigen, verbogen oder verdreht zu werden. Dies kann zu einem merklichen Bruch während der Betätigung führen und den Mechanismus
unwirksam machen. Außerdem wird der Stift 3 nicht mehr in exakter Stellung mit dem Hebel 1 in Eingriff stehen.
Um diese Nachteile auszuschalten, könnte der gelenkig angebrachte Teil des ersten gekrümmten Hebels 2 oder des beweglichen
Gliedes verändert oder verstärkt werden; aber dieser Versuch-würde die Schwierigkeit einschließen, daß das Linsengehäuse
überaus groß würde; der vorhandene Raum ist nicht ausreichend, die Teile würden kompliziert und teuer und die Vergrößerung
des Trägheitsmoments würde nicht länger Betätigungen mit hoher Geschwindigkeit zulassen.
Aus diesen Gründen war es unmöglich, eine.vollautomatische
Blende zum Gebrauch für auswechselbare Linsen vorzusehen, die für einen großen Fokussierungsweg geeignet ist. Tatsächlich
war es bisher nicht gelungen, eine solche Vorrichtung für eine auswechselbare Linse zu bilden, die zur Fokussierung, um mehr
als 25 mm verstellt werden mußte.
Au/fgabe der Erfindung ist es daher, eine vollautomatische
Blendenvorrichtung zu schaffen, die mit hoher Zuverlässigkeit
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und Weichheit arbeitet und geeignet ist für auswechselbare
Linsen, die einen großen Fokussierungsweg erfordern. Das
durch die hohe Operationsgeschwindigkeit beim Einstellen der Blende auf eine gewünschte Öffnung auftretende Trägheitsmoment
soll so gering wie möglich sein, ohne daß besonders verstärkte
oder-komplizierte Teile und Mechanismen gebracht werden.
Die Blendenlamellen sollen vor einer Reaktionssprungkraft bewahrt werden, wenn sie plötzlich zum Anhalten gebracht werden,
auch wenn dies während einer Blendeneinstellung mit hoher Geschwindigkeit geschieht, so daß unregelmäßige Belichtungen auf
Grund der Reaktionsbewegung vermieden werden.
Erfindungsgemäß wird dies erreicht durch ein funktionsmäßig
hingelenktes, an ein Linsengehäuse montiertes, infolge der Betätigung
der Betätigungsmittel der Blende am Kameragehäuse sich dAend bewegbares Glied,ein die Blendenlamellen zur Bewirkung
des Abblendvorgangs betätigendes Glied und einen die Bewegung dieses funktionsmäßig angelenkten Gliedes auf das Betätigungsglied der Blendenlamellen übertragenden Mechanismus, der einen
durchgreifenden, parallel zur optischen Achse des Linsensystems angeordneten und an seinen beiden entgegengesetzten Enden drehbar
am äußeren Zylinder des Linsengehäuses gelagerten Stab, einen ersten Hebel zur Übertragung der Bewegung des funktionsmäßig
angelenkten Gliedes auf den durchg^reifenden Stab, um
diesen zu einer Drehbewegung zu veranlassen, und einen zweiten
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β -
Hebel zur Übertragung der Drehbewegung des durchgreifenden
Stabes auf-das Betätigungsglied der Blendenlamellen zur Bewirkung des Abblendvorgangs, umfaßt.
Vorzugsweise ist einer der Hebel an einem Ende des durchgreifenden
Stabs befestigt, während der andere Hebel auf dem durchgreifenden Stab in Übereinstimmung mit der Fokussierungsbewegung
des inneren Zylinders des Linsengehäuses gleitbar und zusammen mit dem durchgreifenden Stab drehbar ist.
Ein aus dem funktionsmäßig angelenkten Glied herausragender
Stift kann in Eingriff mit einer am ersten Hebel ausgebildeten
Nut, und ein aus dem zweiten Hebel herausragender Stift kann
in Eingriff mit einer am Betätigungsglied der Blendenlamellen ausgebildeten Ausnehmung stehen.
Die zur Vorrichtung gehörenden Betätigungsglieder sind vorzugsweise
so angeordnet, daß der funktionsmäßig verbundene Abschnitt, der das funktionsmäßig angelenkte Glied und den erster
Hebel umfaßt, und der funktionsmäßig verbundene Abschnitt, der den zweiten Hebel und das die Blendenlamellen betätigende Glied
umfaßt, einen einwandfreien Abblendvorgang garantieren und die Reaktionssprungkraft so weit möglich verkleinern, wenn der Abblendvorgang
angehalten wird. - .
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So kann das die Blendenlamellen betätigende Glied durch ein am Linsengehäuse funktionsmäßig angelenktes Glied 'angetrieben
werden, das der Betätigung der automatischen Betätigungsmittel der Blende am Kameragehäuse folgt. Gemäß dieser Erfindung ist
der durchgreifende Stab, der an seinen beiden entgegengesetzten Enden im äußeren Zylinder drehbar gelagert ist, mit dem angelenkten
Glied für eine Drehbewegung durch den ersten Hebel, der der Bewegung des letzteren folgt, verbunden.
Außerdem ist der zweite Hebel, der zur Übertragung dieser Bewegung
auf das die Blendenlamellen betätigende Glied dient,
in Übereinstimmung mit der Fokussierungsbewegung des inneren Zylinders des Linsengehäuses gleitend mit dem durchgreifenden
Stab verbunden.
Auf Grund dieses Aufbaus besteht nicht wie in herkömmlichen Vorrichtungen die Notwendigkeit, einen verlängerten durchgreifenden
Stab an dem funkticnsmäßig angelenkten Glied zu montieren.
Selbst wenn der zweite Hebel sich am Ende des durchgreifenden Stabs befindet, ist das angelenkte Glied frei von
nachteiligen Biegemomenten.
Wenn demgemäß die vorliegende Vorrichtung bei einer auswechselbaren
Linse angewendet wird, die für einen langen Fokus sierungsweg ausgelegt ist, so garantiert sie eine zuverlässige Betätigung
der Betätigungsglieder mit hoher Geschwindigkeit, während
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das Trägheitsmoment,das wirksam wird, wenn sie plötzlich in
ihrer Betätigung aus hoher Geschwindigkeit angehalten werden,
so gering wie möglich gehalten wird. Es ist deshalb möglich,
die vorliegende -Erfindung "bei auswechselbaren Linsen für 35
mm einäugige -Spiegelreflexkameras anzuwenden, die für einen großen Fokussierungsweg ausgelegt sind, wie z. B. ein Super-.
teleobjektiv mit einem Brennpunktsabstand von 500 mm oder 800 mm, eine Makrolinse mit einem Brennpunktsabstand von 100
mm usw. Dabei kann eine vollautomatische Blendeneinstellung mit einem sehr einfachen und kompakten Mechanismus eingebaut
werden. Zusätzlich ermöglicht die vorliegende Erfindung das
Photograph!eren auf einen kürzeren Abstand, als es bisher möglieh
war, selbst bei einer auswechselbaren Linse mit einem Brennpunktsabstand von 300 mm.
Da die funktionsmäßig verbundenen Abschnitte, welche die oben erwähnten Hebel enthalten, eine wirksamere Abblendung erreichen
· bei verringerter, durch das plötzliche Anhalten des Abblendvorgangs
erzeugter Reaktionssprungkraft, können die Reaktionssprungkraft begleitende unregelmäßige Belichtungen für eine
genaue Betätigung ausgeschaltet werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der anhängenden Zeichnungen
näher beschrieben:
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Fig. 1 zeigt die perspektivische Darstellung der wesentlichen Teile einer beispielhaften bekannten Blendenvorrichtung
für eine auswechselbare Linse.
Fig. 2 zeigt die perspektivische Darstellung der wesentlichen Teile einer erfindungsgemäßen Ausführungsform.
Fig. 3 zeigt beispielhaft den Längsschnitt eines Linsengehäuses,
in dem die Erfindung angewaüet, ist.
Fig. 4 und 5 zeigen die Ansichten.der wesentlichen Teile zur
Veranschaulichung des Winkeleffekts, der erreicht wird durch jeweilige Hebel in dem funktionsmäßig verbundenen
Teil.
Fig. 6 und 7 zeigen Diagramme, die den WinkeleffeM der vorliegenden
Erfindung veranschaulichen.
Wie in Fig. 3 dargestellt, umfaßt ein Linsengehäuse 56 einen
äußeren Zylinder 54, der mit einem bekannten Linsenmontieransatz 46 versehen ist, um das Linsengehäuse 56 an dem nicht
dargestellten Kameragehäuse zu befestigen, einen inneren Zylinder 42, der mit in optischer Anordnung vorgesehenen Aufnahmelinsen
51., 52, 53 ausgerüstet ist, und einen Fokussierungs·
ring 55, der zur Fokussierung den inneren Zylinder 42 mit dem äußeren Zylinder 54 mittels zweier Spiralgewinde 4t>
und 49 verbindet. Der innere Zylinder 42 und der äußere Zylinder 54 stehen in Eingriff mit einem Schlüssel 50, so daß, wenn der
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- ίο·-
Fokussierungsring 55 verdreht wird, der innere Zylinder 42
geradewegs nach vorn bewegt v/erden kann. Außerdem ist am äußeren Zylinder 54 ein Blendenring 47 drehbar angeordnet,
der, wenn er verdreht wird, eine Kurvenscheibe 41 zur Steuerung der Blende verdreht und durch "einen später beschriebenen Abblendvorgang
eine Blendenöffnung festlegt, die bestimmt wird durch die Blendenlamellen 37. "
Gemäß Fig. 2 weist ein erster" im äußeren Zylinder 54 befindlicher
gekrümmter Hebel 20 Stifte 21, 22 und eine Gelenkbohrung 23 auf und ist mit seinem einen Ende durch .οinen nicht
dargestellten Gelenkzapfen, der durch die Gelenkbehr-mg 23
ragt, am äußeren Zylinder 54 angeordnet. Der aus dem freien Ende des ersten gekrümmten Hebels 20 herausragende Stift 21
wird durch die Kraft einer auf den ersten gekrümmten Hebel 20 wirkenden Feder 44 in Berührung mit einem Hebel -1 der nicht
dargestellten automatischen Betätigungsvorrichtung der Blende * im Kameragehäuse gehalten.
Der Hebel 1 ist so vorgesehen, daß er bei Auslösung des Verschlusses
in Richtung eines Pfeiles a in der Zeichnung bewegt und durch die Betätigungsmittel bei Beendigung der Bewegung
des zweiten Verschlußschirms in seine Ausgangsstellung zurückgebracht werden"kann. Der Stift 21 folgt dieser Bewegung, und
der erste gekrümmte Hebel 20 wird infolgedessen in seinem Gelenk drehend vor- und zurückbewegt. So bilden der erste
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gekrümmte Hebel 20, die an ihm vorgesehenen Stifte 21, 22
und die Feder 44 ein operationsmäßig verbundenes Glied.
Ein durchgreifender Stab 24 ist an seinen entgegengesetzten
Enden drehbar im äußeren Zylinder 54 gelagert, und parallel zur optischen Achse des Linsensystems angeordnet. Der Stab
hat an gegenüberliegenden Seiten flache Flächen 24a, die parallel zu seiner Achse verlaufen, und ist an seinem einen Ende
mit einem ersten Hebel 26 versehen, der eine mit dem Stift 22 am ersten gekrümmten Hebel 20 in Eingriff stehende Hut 25
aufweist. Die Anordnung ist so getroffen, daß die hin- und hergehende Drehbewegung des ersten gekrümmten Hebels 20 den
durchgreiftenden Stab 24 ebenfalls zu einer vor- und zurückgehenden
Drehbewegung veranlaßt. Der durchgreifende Stab 24 trägt außerdem einen zweiten Hebel 27, der auf ihmin axialer
Richtung frei gleiten, aber zusammen mit dem Stab 24 in Richtung der Drehbei^egung bewegt werden kann. Der zweite Hebel
und ein Führungsglied 23 sind durch einen Stift 29 miteinander verbunden, und zwischen dem zweiten Hebel 27 und dem Führungsglied 2C- befindet sich der innere Flansch 43 des inneren Zylinders
42, der den zweiten Hebel 27 und das Führungsglied auf dem Stab 24 entlang bewegt, wenn der innere Zylinder 42
herausgezogen wird. Ein Stift 30 ist am zweiten Hebel 27 befestigt.
Ein zweiter gekrümmter Hebel 32, der mit einem nicht dargestellten,
durch eine Bohrung 31 ragenden Gelenkzapfen am
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inneren Zylinder 42 drehbar angebracht ist, hat an seinem Ende
eine Nut 45. Mit der Nut 45 in Eingriff steht der Stift 30 am
zweiten Hebel %(, der dadurch den zweiten gekrümten Hebel 32 .
in funktionsmäßige Verbindung bringt mit dem ersten gekürmmten Hebel 20 für eine hin- und hergehende Drehbewegung, veranlaßt .
durch den durchgreifenden Stab 24. Der zweite gekrümmte Hebel . 32 besitzt außerdem eine Kurvenscheibe,, die mit dem Stift 33
und einer Nut 36 zusammenwirkt, in d:^ ein arider die Blende
betätigenden Platte 34 befestigter Stift 35 eingreift.
Die die Blende betätigende Platte 34 ist mit Nieten 39 versehen, die' in Schlitze 38 der Blendenlamellen 37 eingreifen
und ihnen hinsichtlich der Anzahl genau entsprechen. Jede der Blendenlämellen 37 hat einen Niet 40,um den sie zum Abblenden
verdreht wird. Dieser Abblendvorgang wird ausgelöst durch die die Blende betätigende Platte 34, die durch den zweiten gekrümmten
Hebel 32 gedreht wird, wenn er selbst in seinem Gelenk bewegt wird.
Der mit der Kurvenscheibe zusammenwirkende Stift 33 ist nahe
am Umfang der die Blende steuernden Kurvenscheibe 41 angeordnet, deren Ausmaß der Drehbewegung vom Blendenring 47 gesteuert
wird. So wird das Ausmaß der Drehbewegung des ersten und zweiten gekrümmten Hebels 20 und 32 wie gewünscht zur Bestimmung
"der Größe der Blendenöffnung reguliert, wenn die Blendenlamelien
37 zum Abblendvorgang bewegt werden.
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Wenn der Verschlußauslöseknopf niedergedrückt wird, wird die automatische Betätigungsvorrichtung der Blende im Kameragehäuse
betätigt, um den Hebel 1 in Richtung des Pfeiles a in Fig. 2 zu ziehen, wodurch der erste gekrümmte Hebel 20 unter
Wirkung der Feder 44 mit hoher Geschwindigkeit entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt wird. Gleichzeitig dreht der Stift 22
den durchgreifenden Stab 24 im Uhrzeigersinn. Die Drehbewegung im Uhrzeigersinn des Stabes 24 veranlaßt außerdem den zweiten.
Hebel 27 zu einer Bewegung im Uhrzeigersinn und den zweiten gekrümmten Hebel 32 zu einer Bewegung entgegen dem Uhrzeigersinn.*
Infolgedessen wird die damit verbundene Betätigungsplatte 34 der Blende ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht,
um die Blendenlamellen 37 nach innen zu schließen, bis der mit der Kurvenscheibe zusammenwirkende Stift 33 am Umfang der
Kurvenscheibe 41 zur Steuerung der Blende anliegt, wenn die Bewegung der Betätigungsglieder am Linsengehäuse 56 zum Halten
gebracht"-worden ist. Die Blendenlamellen 37 bestimmen so eine Öffnung, die dem gewünschten Öffnungsgrad der Blende, der
durch den Blendenring 47 festgesetzt ist, entspricht*
Bei Beendigung der Belichtung, d. h. bei Beendigung der Bewegung
des zweiten Verschlußschirms, kehrt der Hebel 1, in seine Ausgangsstellung zurück und veranlaßt über den Stift 21,
die oben erwähnten Betätigungsglieder zur Rückbewegung in ihre Ausgangsstellung gegen die Kraft der Feder 44 (siehe Fig. 2).
Die Blende ist dadurch wieder"voll geöffnet.
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Im folgenden"wird der Winkeleffekt der funktionsmäßig verbundenen Teile im oben geschilderten Mechanismus beschrieben.
In den Fig. 4 und 5 zeigen die ausgezogenen Linien die Stellungen der Betätigungsglieder, wenn die Blende voll geöffnet
ist, und die gestrichelten Linien zeigen die Stellungen der Betätigungsglieder, wenn die Blende abgeblendet ist. Es ist
daraus zu ersehen, daß. ein Hebe line chanismus ein in seinem
Wirkbereich mit einem Stift versehenes Antriebsglied und'ein
mit einer Nut,- in die der Stift einfaßt, ausgebildetes angetriebenes
Glied umfaßt und daß der'Kraftvektor dieses Mechanismus1
so gerichtet ist, daß, während der Abblendvorgang mit
Leichtigkeit erreicht werden kann, die beim Einstellen der Blende auftretende Reaktionssprungkraft am wenigsten eine
augenblickliche Bewegung der Betätigungsglieder in entgegengesetzter Richtung verursacht.
Zum besseren Verständnis wird dies anhand der Fig. β und 7 beschrieben. Fig. β zeigt ein Diagramm der auf die Betätigungsglieder wirkenden Kraftvektoren, wenn sie zum Abblenden bewegt
werden, und Fig. 7 zeigt die Kraftvektoren der von der Reaktiongssprungk/raft
verursachten Bewegung.
Ein bei A gelenkig angeordneter Antriebshebel B steht im Punkt
E in Berührung mit dem angetriebenen Hebel D, der bei C gelenkig angeordnet ist. Wenn der Antriebshebel B entgegen dem
Uhrzeigersinn verschwenkt wird, bewegt sich der angetriebene
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Hebel D im Uhrzeigersinn. Wie aus Fig. 6 klar zu erkennen
ist, ist die Kraft VJ,, eine Komponente der Antriebskraft YL
zur Drehung des angetriebenen Hebels D im Uhrzeigersinn, gegeben durch
in (Θ - 90G) '
sin
wobei θ der von den sich schneidenden Hebeln B und D bestimmte
Winkel ist.
Entsprechend ist in Fig. 7 die Kraft VLq, eine Komponente der
Reaktionssprungskraft W70, die den Antriebshebel B im Uhrzeiger
sinn verschwenkt, gegeben durch
W10 = W50 . sin ■( θ - 90° ).
Angenommen es ist Q = 135 -, VL = 100 g und" VJ,q = 100g, so ergeben
die obigen Gleichungen
W-, = ^
^ 141g und
sin 45°
W10 = 100 . sin 45° = 71g,
also ist W,>>W-0. Daraus ist zu entnehmen, daß gemäß der vorliegenden
Erfindung die Heaktionssprungkraft auf Grund des plötzlichen Halts des Abblendvorgangs sehr gering ist und daß
unregelmäßige Belichtungen daher vermieden werden können.
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BAD OFU0if4M.
darüber hinaus wird.gemäß der Erfindung eine Konstruktion,
die einen so ausgezeichneten Winkeleffekt hat, an zwei, funktionsmäßigen
Verbindungen verwendet, nämlich zur Verbindung des ersten gekrümmten Hebels 20 und des ersten Hebels 26
sowie zur Verbindung ^-es zweiten Hebels 27 mit dem zweiten
gekrümmten Hebel 32, so daß ein wirksamer Abblendvorgang gesichert ist und die Reaktionssprungkraft so gering wie möglich
gehalten wird.
Die oben beschriebene Ausführungsform kann auf verschiedene Weise verändert werden. Beispiele von Abwandlungen sind eine
Konstruktion, bei welcher der obige mit der Kurvenscheibe zusammenarbeitende
Stift dem Blendenring zugeordnet ist und die die Blende steuernde Kurvenscheibe an den zweiten gekrümmten
Hebel montiert ist; eine,Konstruktion, in der ein Vierkantstab
oder eine Keilwelle an Stelle des durchgreifenden Stabs mit gegenüberliegenden abgeflachten Seiten angeordnet ist; eine
Konstruktion, in der die Feder an einer anderen Stelle montiert ist und das Gelenkteil einen Stift und einen Hebel umfaßt
an Stelle eines Stiftes und einer Nut; eine Konstruktion, die an Stelle des Führungsgiiedes 28, einen zweiten Hebel 27 enthält,
der an seinem Teil mit der Gelenkbohrung eine Erhabenheit aufweist, die so angepaßt ist, daß der Hebel der Fokus- ■
sierbewegung des inneren Zylinders 42 folgen kann; eine Konstruktion, in der 0-förmige Ringfeder an Stelle des ersten
und' zweiten gekrümmten Hebels vorgesehen sind; eine Konstruk-
•'109842/1304
tion,die einen ersten gekrümmten Hebel von überlappender Form
aufweist zur Bereitstellung von Mitteln, um die Fokussierungstiefe der Linsen etc. nachzuprüfen.
Diese Abwandlungen sind in dieser Erfindung insofern eingeschlossen,
als sie auf ihrem Prinzip beruhen. Die vorliegende Erfindung kann selbstverständlich bei auswechselbaren Linsen,
ausgelegt für einen kleinen Fokussierungsweg, angewendet wer-'
den.
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Claims (4)
- Pa tentansprücheQ-^Automatische Blendenvorrichtung für eine Austauschlinse "bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera, gekennzeichnetdurch ein funktionsmäßig angelenktes, an ein Linsengehäuse (56) montiertes, infolge der Betätigung der Betätigungsmittel der Blende am Kameragehäuse sich drehend bewegbares Glied (20), ein die Blendenlamellen (37) zur Bewirkung des Abblendvorgangs betätigendes Glied und einen die Bewegung dieses funktionsmäßig angelenkten Gliedes (20) auf das Betätigungsglied (34) der Blendenlamellen (37) übertragenden Mechanismus, der einen durchgreifenden, parallel zur optischen Achse des Linsensystems angeordneten und an seinen beiden entgegengesetzten Enden drehbar am äußeren Zylinder 64) des Linsengehäuses (56) gelagerten Stab (24), einen ersten Hebel (26) zur Übertragung der Bewegung des funktionsmäßig angelenkten Gliedes auf den durchgreifenden Stab (24), um diesen zu einer Drehbewegung zu veranlassen, und einen zweiten Hebel (27) zur Übertragung der Drehbewegung des durchgreifenden Stabes (24) auf das Betätigungsglied (34) der Blendenlamellen (37) zur Bewirkung des Abblendvorgangs umfaßt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, - .daß einer der Hebel (26) an einem Ende des durchgreifenden Stabs (24) befestigt und der andere Hebel (27) auf dem durch-109842/1304/9greifenden Stab (24) in Übereinstimmung mit der Fokussierungsbewegung des inneren Zylinders (42) des'Linsengehäuses (56) gleitbar und zusammen mit dem durchgreifenden Stab (24) drehbar ist. .
- 3. Vorrichtung nach Anspruch Ί,
gekennzeichnetdurch einen das funktionsmäßig angelenkte Glied (20) funktionsmäßig mit dem ersten Hebel (26) verbindenden Teil und einen den zweiten Hebel (27) mit dem Betätigungsglied (34) der Blendenlamellen (37) funktionsmäßig verbindenden Teil zur Sicherung eines wirkungsvollen Abblendvorgangs und zur Minimais.ierung der Beaktionssprungkraft, die auftritt, wenn der Abblendvorgang zum Halten gebracht wird. - 4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß ein aus dem funktionsmäßig angelenkten Glied (20) herausragender Stift (22) in Eingriff bringbar ist mit einer am ersten Hebel (26) ausgebildeten Nut (25) und ein aus dem zweiten Hebel (27) herausragender Stift (30) in Eingriff bringbar ist mit einer am Betätigungsglied der Blendenlamellen (37) ausgebildeten Ausnehmung (45).109842/1304
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3244370 | 1970-04-02 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2115891A1 true DE2115891A1 (de) | 1971-10-14 |
| DE2115891B2 DE2115891B2 (de) | 1979-05-17 |
| DE2115891C3 DE2115891C3 (de) | 1979-12-20 |
Family
ID=12359091
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2115891A Expired DE2115891C3 (de) | 1970-04-02 | 1971-04-01 | Automatische Blendenvorrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3706269A (de) |
| DE (1) | DE2115891C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4439031A (en) * | 1980-03-06 | 1984-03-27 | Nippon Kogaku K.K. | Diaphragm driving device for a lens barrel |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4032942A (en) * | 1974-05-31 | 1977-06-28 | Nippon Kogaku K.K. | Pressure type lens tube for single lens reflex camera for incorporation in a follow-up type aperture-controlled camera |
| JPS5297543U (de) * | 1976-01-20 | 1977-07-22 |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3165997A (en) * | 1960-08-30 | 1965-01-19 | Minolta Camera Kk | Diaphragm device for single lens reflex camera |
| DE1296508B (de) * | 1965-02-13 | 1969-05-29 | Agfa Gevaert Ag | Fotografische Kamera mit einer selbsttaetigen Belichtungssteuervorrichtung |
| DE1287435B (de) * | 1965-11-20 | 1969-01-16 | Leitz Ernst Gmbh | Balgengeraet fuer einaeugige Spiegelreflexkameras |
-
1971
- 1971-03-15 US US124131A patent/US3706269A/en not_active Expired - Lifetime
- 1971-04-01 DE DE2115891A patent/DE2115891C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4439031A (en) * | 1980-03-06 | 1984-03-27 | Nippon Kogaku K.K. | Diaphragm driving device for a lens barrel |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2115891B2 (de) | 1979-05-17 |
| DE2115891C3 (de) | 1979-12-20 |
| US3706269A (en) | 1972-12-19 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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