-
Vorrichtung an Schaufelladern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
an Schaureladern, bedenen eine beladbare Schaufel mittels einer Kippbewegung entleerbar
ist.
-
Schaufellader bzw. Fahrlader sind Zweiachsfahrzeuge, die an einem
Fahrzeugende eine Schaufel besitzen. Die Schaufel ist an einem Hubarm schwenkbar
gelagert. Die Schaufel wird in der Regel dadurch mit Schüttgut od. agl. beladen,
daß das Fahrzeug die Schaufel in das aufzuladende Gut hinelr.-drückt. Anschließend
wird die Schaufel mittels des Hubarme angehoben und durch eine Kippbewegung wieder
entleert, nacndem das Fahrzeug sich zur Entladestelle bewegt hat. Im al;-gemeinen
werden durch solche Schaufellader Last fahrzeuge beladen. Dies bedingt eine bestimmte
Hubhöhe für den Hub arm des Schaufelladers.
-
Wenn mit Schaufelladern der vorbeschriebenen Art Wandkies aufgeladen
werden soll, dann ergibt sich folgendes Problem.
-
Wandkies kann manchmal ohne weitere Verarbeitung, insbesondere ohne
Siebung, verarbeitet werden, beispielsweise im Straßenbau verwendet werden. Voraussetzung
hierfür ist, daß die Körnungen im Wandkies ein bestimmtes Maß nicht überschreiten,
da die zu großen Körnungen den weiteren Arbeitsablauf stören bzw. bei dem angestrebten
Verwendungszweck hinderlich sina.
-
Wegen zu großer Körnungen ist es daher oft notwendig, das Schaufel
zu sieben. Wird über dem Lastfahrzeug, das beladen.
-
werden soll, eine solche Siebeinrichtung angeordnet, reicht in der
Regel die Hubhöhe des Schaufelladers nicht aus, um das Ladegut aus ausreichender
Höhe auf die Siebeinrichtung abzuwerfen, von der dann die kleineren Körnungen auf
das darunter angeordnete Last fahrzeug fallen sollen. Dies gelingt insbesondere
deshalb nicht, weil das Sieb, das hierfür verwendet wird, geneigt angeordnet werden
muß, um die zurückgehaltenen Körnungen seitlich abzuleiten. Da die Hubhöhe nicht
vergrößert werden kann, ist es notwendig, entweder zusätzliche Transporteinrichtungen,
Förderbänder od. dgl. vorzusehen, die eine ausreichende Fallhöhe sicherstellen oder
beim Beladevorgang muß der Schaufellder auf einem höheren Niveau stehen, als das
zu beladende Lastfahre
Letzteres ist teilweise nicht durchführbar
bzw. bedingt wiederum die Errichtung besonderer Ladebühnen und verlängert auch dieTransportzeiten
und Transportwege zwischen der Aufnahmestelle des Schaufelladers und der Entleerungsstelle.
-
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Vorrichtung zu
schaffen, mit der es möglich ist, einen solchen Siebvorgang in wesentlich einfacherer
Weise durchzuführen, als dies Bzw er der Fall ist.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einem Schaufellader
aus, dem eine beladbare Schaufel mittels einer Kippbewegung entleerbar inst. Die
erfindung schlägt vor, daß an der Schaufel ein Sieb-beweglich gelagert ist, das
für den Beladevorgang aus dem Arbeitsbereich der Schaufel wegbewegbar ist und das
für den Entleervorgang in die Bahn des zu entleerenden Schaufelguts verstellbar
ist.
-
illit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann bei der Beladung in gleicher
Weise gearbeitet werden, wie bei einem Schaufellader aerkömmlicher Ausbildung. Das
Sieb ist aus dem Arbeitsbereich wegbewegt und die Schaufel kann wie an sich bekannt
gefüllt werden.
-
i;-ber die gefüllte Schaufel wird bei der Erfindung das Sieb bewegt,
das beispielsweise schwenkbar an der Schaufel gelagert ist. Das Sieb kann aber auch-parallel
verschoben werden, f@lls dies aus besonaeren -Gründen gewünscht wird.
-
Die so ausgestaltete Schaufel wird nun in ähnlicher Weise entleert,
wie eine Schaufel herkömmlicher Ausbildung. Das Schaufel gut fällt durch das Sieb
und die übergroßen Körnungen werde zurückgehalten. Dabei ist von wesentlichem Vorteil,
daß die
Fallhöhen nicht oder nur unwesentlich vergrößert werden.
-
Wenn überhaupt, ergibt sich eine Beeintrachtigung der Fallhöhe bzw.
der Hubhöhe nur gegen Ende des Beladevorgangs, so daß auch bei ungünstigen Verhältnissen
die BeeintrSchtimung des Entleervorgangs der Schaufel bzw. des -Beladevorgangs des
Fahrzeuges unwesentlich ist.
-
Günstig ist bei der Erfindung, daß es nicht notwendig ist Siebflächen
geneigt anzuordnen, um die zurückgehaltenen Körnungen seitlich abzuleiten. Wenn
nämlich bei der Erfindung der Schaufellader den Entleerungsvorgang beendet hat und
zur Beladestelle zurückkehrt, ist es leicht möglich, die zurückgehaltenen liOrnungen
aus der Schaufel zu entleeren bzw. an gewünschten Stellen abzuladen. Die Verzögerung
im Arbeitsablauf hierdurch ist gering. Im Ergebnis wird erreicht, daß der Beladevorgang
bzw. die Ladeleistung pro Zeiteinheit praktisch unverändert ist, daß aber im gleichen
Arbeitsablauf eine Siebung des Lade gutes vorgenommen wird. Dadurch ist der maschinelle
Aufwand verhältnismäßig gering. Insbesondere sind keine zusätzlichen Geräte notwendig,
die weitere Bedienungspersonen erfordern.
-
Die Erfindung schlägt insbesondere vor, daß die Schwenklagerung am
oberen Ende des Schaufelrückens angeordnet ist. Die Anordnung der Schwenklagerung
an dieser Stelle hat den Vorteil, daß die Schwenklagerung für das Sieb nicht mit
dem Schaufel gut in Berührung kornmt,'daß ferner eine günstige Stelle für den Verschwenkantieb
erhalten wird und daß insbesondere eine günstige Bewegungsbahn der Kante des Siebes
erhalten wird, die mit der Aufnahmekante der Schaufel zusammenwirkt. Diese Sieb
kante streicht an den Aufnahme zähnen entlang, wodurch das Einklemmen von größeren
Steinen verhindert wird.
-
Die Erfindung sieht ferner einen hydraulischen Verschwenkantrieb für
das Sieb vor, der an der Schaufel gelagert ist.
-
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, daß das
Sieb als Korb ausgebildet ist. Hierdurch läßt sich eine größere Siebfläche erreichen
mit dem Vorteil, daß der Entleerunc=svorgang ohne Störungen abläuft und zwar auch
dann, wenn eine größere Zahl von größeren Körnungen vorhanden ist. Die Siebfläche
ist dann groß genug, um Verstopfungen auszuschließen. Die größere Siebfläche hat
ferner dann Vorteile, wenn sich Steine in den Siebmaschen oder im Siebgitter festklemen.
Bei der größeren Siebfläche ist es nicht notwendig, deshalb jedesmal den Arbeitsablauf
zu unterbrechen.
-
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung weist ein wesentlicher
rl'eil der Siebfläche des Siebes bzw. des Korbes von der Vorderkante der Schaufel
einen Abstand auf. Hierdurch wird erreicht, daß beim Entleerungsvorgang das Schaufelgut
schon eine Fallbewegung ausführt, wenn es auf die Siebflächen trifft, Zusammengebackenes
Gut wird dadurch zerkleinert und fällt leichter durch das Sieb. Die zusätzliche
Fallhöhe, die sich dadurch ergibt, ist von untergeordneter Bedeutung, zumal es jederzeit
möglich ist, am Ende des Beladevorganges die Schaufel so zu kippen, daß die betreffenden
Siebflächen nicht tiefer liegen als die Abwurfkante der Schaufel.
-
Die Erfindung schlägt ferner vor, daß das Sieb aus einen beweglichen
Rahmen besteht, an dem mindestens wesentliche Teile der Siebfläche auswechselbar
befestigt sind. Eine solche Konstruktion hat den Vorteil, daß die abzusiebende Korngröße
in einfacher Weise verändert werden kann. Dabei ist es nicht notwendig, sämtliche
Siebflächen auswechselbar zu gestalten. Siebflächen
an der Seite,
die nur dazu dienen, den Materialabfluß zu verbessern, können fest am Rahmen montiert
sein und der kleinsten Körnung angepaßt werden.
-
Schließlich schlägt die Erfindung vor, daß mindestens wesentliche
Teile des Siebes von einem Rüttler angetrieben sind. Ein solcher Rüttler empfiehlt
sich dann, wenn es sich um besonderes Material handelt, das sich schlecht absieben
läßt.
-
Die Erfindung ist nicht nur für den eingangs erwähnten Zweck brauchbar,
bei dem aus Wandkies große Körnungen abgesiebt werden sollen. Gleichartige Probleme
können auch bei anderen Schüttgütern auftreten.
-
Die Erfindung ist auch nicht auf solche Schaufellader beschränkt,
bei denen die Aufnahmeöffnung und die Abwurföffnung der Schaufel übereinstimmen,
wenn dies auch das hauptsächlichste Anwendungsgebiet der Erfindung sein wird.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Teils eines Schaufelladers
mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, in der Abwurfstellung Fig. 2 eine der Darstellung
der Fig. 1 entsprechende Darstellung in der Beladestellung der Schaufel und
Fig.
3 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Richtung des Pfeiles III
der Fig. 1.
-
Von dem Schaufellader, "bei dem die erfindungsgemäße Vorrichtung Anwendung
findet, ist in der Fig. 1 ein Teil der- Vorderräder 13 sowie der Hubarme 14 dargestellt,
an deren Ende 15 die Schaufel 1 derart gelagert ist, daß sie um das Schwenkgelenk
16 verschwenkbar ist. Für den Schwenkantrieb der Schaufel dienen die über tragungselemente
17, 18, 19 und 20, die durch die teilweise dargestellte Antriebsvorrichtung 21 angetrieben
werden.
-
Die Schaufel 1 besteht im wesentlichen aus dem Schaufelboden 22, an
dessen Vorderkante 11 die Zähne 23 angeordnet sind, sowie aus den Seitenwänden 24
und dem Schaufelrücken 4. Am vorderen Ende 5 des Schaufelrückens 4 ist um die Schwenklagerung
3 das Sieb 2 verschwenkbar. Zu diesem Zweck sind in der Schwenklagerung 3 die Arme
25 gelagert, die den Siebkorb tragen. Dieser Siebkorb besteht im wesentlichen aus
den Seitenflächen 7, die sich annähernd parallel zu den Seitenwänden 24 der Schaufel
erstrecken, sowie aus der Siebfläche 8, die annähernd parallel zum Boden 9 verläuft.
-
An die Vorderkante der Sieb fläche 8 schließt sich etwa rechtwinklig
eine vordere Siebfläche 9 an. Die Siebfläche 9 geht in die Sieb fläche 10 über.
-
Die Sieb flächen 8, 9 und 10 sind zu einem gemeinsamen Gebilde verbunden,
das am Rahmen 12 lösbar befestigt ist. Wie insbesondere aus der -lPig. 3 hervorgeht,
werden die Siebflächen von parallelen Stäben 26 gebildet, die durch Querstäbe 27
versteift sind. Der Abstand der Stäbe 26 voneinander bestimmt die Korngröße, die
abgesiebt werden kann.
-
Das Sieb 2 ist zusammen mit den Armen 25 mittels der Antriebseinrichtung
6 bezeglich. Diese Antriebseinrichtung 6 ist auf dem
Schaufelrücken
4 angeordnet, stützt sich bei 30 an der Schaufel ab und greift mit dem freien Ende
28 der Kolbenstange 29 an den Armen 25 an.
-
Zu beachten ist, daß die wesentlichen Teile der Siebfläche, insbesondere
die Flächen 9 und 10, aber auch Teile der Fläche 8, von der Vorderkante 11 einen
Abstand;aufweLsen, so daß das Material beim Siebvorgang mit einer hinreichenden
Geschwindigkeit auf die Stäbe 26 auftrifft, was den Siebvorgang erleichtert. Die
Streben 31 dienen der Verbesserung der Verbindung des Siebes 2 mit denArmen 25.