DE2113415A1 - Absperrschieber - Google Patents
AbsperrschieberInfo
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Description
Priorität: 19. März 197o; V.St.A.;
Anmelcie-wr. 21,
Du Erfindung bezieht sich auf einen Absperrschieber mit
einem Ventilgehäuse, welches eine Einlaß- und eine Auslaßleitung mit dazwischen angeordneter Kammer aufweist, einem
Sitzteil mit ebener Oberfläche in der Einlaßlei Lung;, einem Schieber mit ebener Oberfläche in der Kammer, durch den eine
Öffnung hindurchgeht, mit einer Einrichtung zum Bewegen des Schiebers zwischen der Schließlage und der Offnungslage sowie
mit einer Einrichtung zum abdichtenden Gegeneinanderdrücken
des Sitzteils und des Schiebers in der Schließlage, wobei die Kammer von der E:! n.laß leitung abgeschlossen ist.
Unter den vielen Arten von bekannten Absperrschiebern befinden sich auch Schieber, die automatisch geschmiert oder durch
Kunststoff abgedichtet sind (US-PS 2 980 I29).
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Derartige Absperrschieber zum Verschließen einer durchgehenden
Leitung werden beispielsweise in der Erdölindustrie verwendet,
wo beispielsweise Öl und/oder Gas unter sehr hohen Drucken transportiert werden, die weit über loo at liegen.
Der an dem Schieber auftretende Druckunterschied führt zu
einer großen Seitenkraft, die zusammen mit dem Reibungswiderstand zwischen dem Schieber und seinem Sitz eine sehr große
Offnungskraft bzw. ein sehr großes Drehmoment für das Öffnen
erforderlich macht.
Außerdem beruht das Arbeitsprinzip der meisten Schieber mit Kunststoffabdichtung auf dem Leitunesdruok,
der einen Kolben in einen Zylinder treibt, der mit dem Dichtungsmaterial· gefüllt ist. Das Dichtungsmittel wird durch
einen Kanal in eine Nut der Zwischenfläche zwischen dem Ventilsitz
und dem Schieber gepreßt. Wgxitl nun das ganze Dichtungsmittel
verbraucht ist, stellt sich, bevor neues Dichtungsmittel nachgefüllt werden kann, infolge des hohen Drucks ein
Durchblasen ein, wodurch die Dichtwirkung verlorengeht und der Schiebersitz und der. Schieber selbst einem starken Verschleiß
ausgesetzt sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, einen Absperrschieber
der eingangs genannten Art zu schaffen, der sich durch Aufbringen eines geringen Drehmoments aus der Schließlage
in die Öffnungslage bringen läßt, ohne daß zu irgendeinem Betriebszeitpunkt ein Durchblasen zu befürchten ist.
Diese Aufgabe wird bei dem Schieber der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß ein erstes Seiten- bzw. Einfassungsteil mit ebener Oberfläche in der Kammer angrerizend an den
Schieber angebracht ist, durch den eine Öffnung hindurchgeht, die zur Auslaßleitung fluchtend ausgerichtet ist, und daß das
Seitenteil eine Glaitflache für die Seite des Schiebers bat,
die der Einlaßleitung gegenüberliegt.
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Dies hat den Vorteil, daß keine Druckdichtung vorhanden sein braucht, die die Kammer und die Auslaßleitung abschließen,
wenn sich der Schieber in der Schließlage befindet.
Die Sitzteile des erfindungsgemäßen Absperrschieber^ sind
in der Einlaß- und Auslaßleitung axial verschiebbar. Den Sitzteilen ist jeweils ein Seitenteil zugeordnet, das um das
eine Ende eines jeden Sitzteiles herum angebracht ist. Das Seitenteil ist axial in Bezug auf die Leitungen ebenfalls beweglich
und mit einem Material mit niedrigem Reibungskoeffizienten
überzogen. An diesem Material liegt der Schieber an. Das Sitzteil auf der Einlaß- oder stromauf gelegenen Seite
des Schiebers ist an einem Ende dem stromauf herrschenden Druck ausgesetzt, während das andere Ende die Fläche bildet,
die für die Abdichtung an dem Schieber sorgt. Das stromab gelegene Sitzteil dichtet gegen den Schieber nicht ab und
kann sich frei von dem Schieber wegbewegen, so daß die Seitenkraft gegen den Schieber allein von der Oberfläche des stromab
befindlichen Seitenteils mit niedrigem Reibungskoeffizienten
aufgenommen wird. Der Schieber ist mit ringförmigen Dichtnuten versehen, die von den Seitenteilen überdeckt werden,
wenn das Ventil geöffnet ist, wodurch ein Verlust von Dichtungsmaterial verhindert wird. Da eine Dichtung auf der stromab
gelegenen Seite fehlt und die Seitenteile mit einem Material mit niedrigem Reibungskoeffizienten versehen sind, kann
das beim Öffnen erforderliche Drehmoment stark reduziert werden.
Die Dichtungsanordnung umfaßt einen Speicher, der durch Kanäle mit der Dichtungsnut am Schieber verbunden ist. Der
Speicher ist mit einem Kolben versehen, der auf einer Seite dem stromauf herrschenden Druck ausgesetzt ist. Infolge dieses
Drucks preßt er Dichtungsmaterial in die Schiebernut. Der Kolben selbst ist mit einer kegelstumpfförmigen Spitze versehen,
die mit einer kegelstumpfförmigen Öffnung in Eingriff
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kommt, wodurch die Strömung zur Dichtungsnut unterbrochen wird,
wenn der Speicher geleert ist. Dadurch wird ein Hochdruckdurchblasen
und der demzufolge eintretende .Verschleiß vermieden.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen werden beispielsweise Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt im Axialschnitt den Absperrschieber in der Öffnungslage.
Fig. la zeigt im Axialschnitt in einer Einzelheit den Aufbau des Sitzteils und des Seitenteils des Absperrschiebers von
Fig. 1.
Fig. 2 zeigt teilweise axial geschnitten den Absperrschieber von Fig. 1 in der Schließlage.
Fig. 3 zeigt teilweise axial geschnitten einen gegenüber
Fig. 1 abgeänderten Absperrschieber.
Der Absperrschieber Io von Fig. 1 ist in der Offnungslage gezeigt.
Der Schieber Io besteht aus einem Gehäuse 11, das fluchtend zueinander ausgerichtet eine Einlaßleitung 12 und
eine Auslaßleitung 13 auf den gegenüberliegenden Seiten der Schieberkammer .1.6 aufweist. Die Kammer 16 ist an ihrem oberen
Ende durch einen Deckel 18 verschlossen, der an dem Gehäuse 11 durch eine Vielzahl von Schraubenbolzen 2o befestigt wrerden
kann. Eine Ringdichtung 22a sorgt für den druckdichten Verschluß der Kammer l6.
In einer Ausfräsung bzw. Aufbohrung einer jeden Leitung 12, sitzt ein Sitzteil 22, 23, welches fluchtend zu den Leitungen
12, 13 ausgerichtet einen zylindrischen Durchlaß 24, 25 hat.
Jedes Sitzteil 22, 23 hat ein entsprechendes Seiten- bzw.
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Randteil 32, 33, dessen Anbringung später näher erläutert
wird. Zwischen den Sitzteilen 22, 23 ist von einem Schaft
ein Schieberteil 4o mit ebener Oberfläche gehalten. Bei der gezeigten Ausführungsform ist an dem Schieber 4o auch ein
Ausgleichs- bzw. Gegenschaft 46 angebracht, der jedoch nicht zwingend erforderlich ist. Der Schaft 44 ist als steigende
Spindel ausgebildet, es kann jedoch auch ein Schieberschaft
mit nicht steigender Spindel verwendet werden. Die Schäfte und 46 sind auf geeignete Weise an dem Schieber 4o angebracht.
Die Anbringung ist in den Figuren durch die Schlitze 48 und 4-9
in den Schäften veranschaulicht, die in T-Nuten 4l, 42 an den Enden des Schieber" 43 sitzen. Der Schieber 4o hat eine zylindrische
Öffnung 43, die in der Öffnungslage gezeigt ist
und mit den Leitungen 12, I3 und den Sitzdurchlässen 24, 25
fluchtet. In den gegenüberliegenden Flächen des Schiebers sind über der Öffnung 43 ringförmige Dichtungsnuten 45, 47
t/.ngefräst.
D-, als steigende Spindel ausgebildete Schaft 44 ist mit einer
Mutter 5o, Axiallagern 52, 53» einer Druckplatte 55, einer
Dit itungspackung 56, Stopfbuchsen 57, einer Dichtungsmutter
58 und einem Lagergehäuse 59 versehen. Der Schaft 44 ist an
seinem oberen Ende mit einem Gewinde für das Aufschrauben der Mutter 5o versehen. Durch Drehen der Mutter 50 mit einem nicht
gezeigten Handrad oder einer anderen Ventilbetätigungseinrichtung, senkt sich oder steigt der Schaft 44 abhängig von
der Drehrichtung, wodurch der Absperrschieber durch den zwischen den Sitzseitenteilen 32, 33 hin-und hergehenden Schieber
4o geöffnet oder geschlossen wird. Der Ausgleich bzw. Gegeilschaft 46 ist ebenfalls mit einer Dichtung 6l und einer
Stopfbüchsenanordnung 62 versehen, die von einem zylindrischen
Schaftgehäuse 63 gehalten sind. Das Gehäuse 63 hat eine Entlüftung
64, so daß nur der Atmosphärendruck gegen das Ende des Schaftes 46 drückt. Die Kappe 65 am oberen Ende der
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Mutter >o hat ebenfalls eine Entlüftung 66, so daß die Enden
der beiden Schäfte ausgeglichenen Kräften ausgesetzt sind.
Anhand von Pig, 1Ä soll im nachstehenden, die besondere Sitzanordnung
im einzelnen näher erläutert werden, wobei nur die linke oder stromauf gelegene Seite des Schiebers beschrieben
werden soll. Das Seitenteil 32 ist so um das eine Ende des
Sitzteils 22 angeordnet, daß es mit dessen Bewegung zusammenwirkt.
Das Seitenteil 32 hat gegenüber seiner ebenen Fläche
ψ ein Nabenteil 72. Die ebene Fläche des Seitenteils 32 ist mit
einem Material fk mit niedrigem Reibungskoeffizienten, beispielsweise
mit Teflon oder dergleichen, überzogen. Das Seitenteil
32 hat weiterhin eine zylindrische Bohrung 75 und
eine Ausfräsung 76 τ die durch eine Ringfläche 77 miteinander
verbunden sind. Das Sitzteil 22 hat einen in seiner Gesamtheit zylindrischen Körper 21, um den ein Ringflansch oder
eine Ringschulter 78 verläuft. Der Außendurchmesser des Körpers
21 des Sitzteils und der Schulter 78 sind so bemessen,
daß sie in die Bohrung 75 bzw. die Ausfräsung 76 des Seitenteils
in einem teleskopartigen Gleitsitz passen.
Der Körper 21 des Sitzteiles hat eine ringförmige Dichtungs-™
nut Sl, die um seine Außenseite herum verläuft, sowie einen
Verbindungskanal 83, der die Nut 8l mit der Innenfläche 84 des Sitzteils 22 verbindet. Ringdichtungen 85 und 86 isolieren
die Nut 8l von dem stromauf herrschenden Druck und dem Druck in der Ventilkammer l6. Zusätzlich zu der Dichtwirkung
drückt eine elastische Dichtung 86 das Sitzteil 22 gegen den Schieber ko. Am anderen Ende des Körpers 21 des Sitzteils 22
bilden Ringflächen 15ο und I5I die Gesamtfläche, die dem
Druck in der Leitung 12 ausgesetzt ist, wobei die Gesamtfläche im wesentlichen gleich der Innenfläche 84 ist. Die Schulter 78 berührt die Schulter 77 des Seitenteils, wodurch die
Seitenteilflache Jk gegen den Schieber 4o anliegt, wodurch
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die Dichtungsnut k$ überdeckt ist. Dadurch wird ein Verlust
an darin befindlichem Dichtungsmaterial verhindert. In der
in Fig. 1 gezeigten Offmingslage werden das Sitzteil 23 und
das Seitenteil 33 gegen den Schieber ko auf die gleiche Weise
gedrückt, so daß die Dichtungsnut 47 abgedeckt ist. Radial
verlaufende Stifte 88, 89 können an den Sitzteilen 22 bzw.
befestigt werden, die für einen gleitenden Eingriff mit Längsschlitzen
911 92 sorgen, wodurch eine Drehung verhindert, jedoch
eine relative Axialbewegung der Sitzteile 22, 23 und der
Seitenteile 32, 33 gestattet wird.
Der Absperrschieber Io ist mit einer Anordnung für Kunststoffdichtungsmittel versehen. Diese Anordnung:
weist zylindrische Speicher 91^i 92a für das Dichtungsmaterial,
Kolben 93, 94, Durchlaßbüchsen 95, 96, Kanäle 97, 98 und Verschlußstücke
loo, lol auf. Die Durchlaßbüchsen 951 96 sind
durch das untere Ende der Speicher 9I und 92 eingesetzt, wobei
die Abschlußstücke loo und lol entfernt sind. Sie können in ihre Lage geschraubt werden. Die Abschlußstücke loo und lol
dienen zum Nachfüllen der Speicher 91, 92. Der Druck in den
Leitungen 12 und I3 übt auf die Oberseite der Kolben 93 >
9^ eine Kraft aus, wodurch das Dichtungsmaterial aus den Speichern
911 92 durch die Kanäle 97i 98 in die ringförmigen
Dichtungsnuten 8l, 82 um die Sitzteile 22, 23 und weiter in
die Verbindungskanäle 83, 87 gedrückt wird. Bei der in Fig. gezeichneten Öffnungslage des Schiebers sind die Verbindungsleitungen 83, 87 gegen die anliegenden flachen Seiten des
Schiebers ko offen, wodurch der Dichtungsmittelstrom aufgehalten
ist.
Wenn der Schieber ko von der Offnungslage gemäß Fig. 1 in die
Schließlage gemäß Fig. 2 bewegt wird, ergibt sich eine wirksame Hochdruckabdichtung auf folgende Weise: Über der Fläche
des Sitzteils 22 wird infolge des hohen stromauf herrschenden
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Drucks in der Leitung 12 und des niedrigen Drucks in der Kammer 16 ein Druckunterschied geschaffen. Dadurch wird eine
nicht ausgeglichene Kraft erzeugt, welche das Sitzteil 22 gegen den-Schiebei" 4o drückt, da das Außenende 151 des Sitzteils
22 und die elastische Dichtung 86 dem ganzen stromauf herrschenden Druck ausgesetzt sind. In völlig geschlossener
Lage steht die ringförmige Dichtungsnut 45 im Schieber in
Verbindung mit der Verbindungsleitung 83, so daß Dichtungsmaterial
in die Nut 45 gepreßt werden kann, wodurch eine wirksame Abdichtung zwischen der stromauf liegenden Fläche des
Schiebers 4o und der Dichtungsfläche 84 des Sitzteils 22 geschaffen
wird. Dadurch wird die Dichtungskraft an dem Sitzteil 22 erhöht, da die Gesamtfläche am Außenende des Sitzteils
22 dem stromauf herrschenden Druck ausgesetzt ist, während eine beträchtlich verringerte Fläche an der Seite
dann diesem Druck ausgesetzt wird. Da der Schieber 4o auf der stromauf gelegenen Seite einem hohen Druck ausgesetzt ist,
bewegt sich der Schieber um einen geringen Betrag seitlich, wodurch das Seitenteil 33 und das Sitzteil 23 axial stromab
gedrückt werden, bis die Nabe 7I des stromab gelegenen Seitenteils
33 an der Wand der Ventilkammer l6 anliegt und so als
Anschlag wirkt. Das stromab angeordnete Sitzteil 23 kann sich
stromabwärts^ frei bewegen. Es liegt also nicht dichtend an
dem Schieber 4o an. Dadurch läuft der Schieber· auf der Fläche
7o mit niedrigem Reibungskoeffizienten des Seitenteils 33
auf der Stromabseite.
Jeder Kolben 93» 9^ ist mit einer kegelstumpfförmigen Spitze
121,' 122 versehen, die in eine komplementär ausgebildete, eine kegelstvimpf f örmige Öffnung aufweisende Durchlaßbüchse
96 paßt. Wenn die Dichtungsmittelspeicher geleert sind, kommen die Spitzen in einen Dichtungseingriff mit den entsprechenden
Offnungsteilen, so daß man die Wirkung eines Absperrventils
erzielt. Dadurch wird ein Durchblasen infolge des
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Drucks durch die Kanäle 97» 98 zu den Schieb^rabdichtnuten
451 ^7 verhindert. Wie bereits erwähnt, würde ein derartiges
Durchblasen von der stromauf befindlichen Hochdruckseite Verschleißschäden an den Dichtungsflächen der Sitzteile 22 3
23 und des Schiebers 4o hervorrufen, was erfindungsgemäß erfolgreich
vermieden wird.
Der in seiner Schließlage in Fig. 2 gezeigte Schieber 4o läuft
auf bzw. liegt auf der einen niedrigen Reibungskoeffizienten aufweisenden Fläche 7o des Seitenteils 33· Eine Abdichtung
zwischen dem Schieber 4o und dem stromab gelegenen Sitzteil 23 besteht nicht. Es ifit deshalb nur ein minimales Drehmoment
zum Öffnen des Absperrschiebers und zum Beifegen des Schieberteils
ko zwischen der Schließlage' gemäß Fig. 2. und der Öffnungslage
gemäß Fig. 1 erforderlich.
-weckmäßigerweise ist der Absperrschieber, wie in den Figuren
dargestellt, auch für eine Strömung in Gegenrichtung ausgebildet, so daß die stromab gelegene Seite des vorstehenden Beispiels
die stromauf gelegene Seite würde und umgekehrt. Ein derartig ausgebildeter Absperrschieber kann insbesondere in
Leitungen mit wechselnder Strömungsrichtung eingesetzt werden. Soll der Schieber jedoch in einer Leitung verwendet werden,
die nur in einer Richtung durchströmt wird, so wird man zweckmäßigerweise die Auslaßseite des Schiebers einfacher gestalten
-als es in den Figuren dargestellt ist.
Als Alternativlösung kann der Schieber 4o auch mit einem weiteren
Satz von Abdichtnuten 1^5, ΙΛ7 um die Schieberöffnung
43 herum versehen sein, was in Fig. 3 gezeigt ist. Dadurch
erzielt man eine Dichtung zwischen den Leitungen 12, I3 und
der Ventilkammer 16, wenn sich das Ventil in der Öffnungs-·
stellung, wie in Fig. 3 gezeigt ist, befindet. Man verhindert damit, daß Leitvm.sfsrüekstände in die Kammer l6 eintreten.
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- Io -
Weiterhin kann dadurch die Kammer· gegenüber einem extremen
Leitungsdruck oder korrosiven, in der Leitung vorhandenen Produkten isoliert werden. Die Dichtungen wirken in der gleichen
Weise-wie die stromauf liegende Dichtung in der Schließlage, wie sie anhand von Fig. IA und Fig. 2 beschrieben wurde.
Die elastischen Dichtungen 86 und 86a, drücken ihre zugehörigen Sitzteile 22, 23 gegen den Schieber 4o. Wenn auf die Ventilkammer
16 keine hohen Leitungsdrucke wirken sollen, kann die Kammer durch eine nicht gezeigte Entlüftung zur Atmosphäre
hin entlüftet werden. Der Druckunterschied zwischen der Kammer P l6 und den Leitungen 12, 13 erhöht die Abdichtkraft zwischen
den Sitzteilen 22, 23 und dem Schieber 4o und drückt Dichtungsmaterial
von den Speichern 91» 92 durch die Kanäle 97 5
die Dichtungsmittelnuten 8l-, 82 und die Verbindungs öffnung en
83, 87 in die Dichtungsnuten 1^5, l47.
- Ansprüche -
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Claims (1)
- Schutzansprücheί 1. Absperrschieber mit einem Ventilgehäuse, welches eine Einlaß- und eine Auslaßleitung mit dazwischen angeordneter Kammer aufweist, einem Sitzteil mit ebener Oberfläche in der Einlaßleitung, einem Schieber mit ebener Oberfläche in der Kammer, durch den , eine Öffnung hindurchgeht, mit einer Einrichtung zum Bewegen des Schiebers zwischen der Schließlage und der Offnungslage sowie mit einer Einrichtung zum abdichtenden Gegeneinanderdrucken des Sitzteils und des Schiebers in der Schließlage, wobei die Kammer von der Einlaßleitung abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Seitenteil (33) mit ebener Oberfläche in der Kammer (l6) angrenzend an das Schieberteil (4o) angeordnet ist, durch welches eine Öffnung (43) hindurchgeht, die zu der Auslaßleitung (13) fluchtend ausgerichtet ist, und daß das Seitenteil (33) mit einer Gleitfläche (70) für die Seite des Schieberteils (4o) versehen ist, die der Einlaßleitung (12) gegenüberliegt.2. Schieber nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Seitenteil mit ebener Oberfläche in der Kammer (l6) um das eine Ende des Sitzteils (22) am Einlaß und mit diesem Sitzteil (22) begrenzt axial beweglich ist.3. Schieber nach Anspx'uch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Seitenteil (33) relativ zur Auslaßleitung (13) begrenzt axial beweglich angeordnet ist und daß Einrichtungen (77» ?8) für das Aufeinenderzu- und Gegeneinanderdrucken des Schiebers (4o) und des ersten Seitenteils (33) vorgesehen sind.109843/1125« ι ο „Schieber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ebene Fläche des ersten Seitenteils (33) ι die in Berührung mit dem Schieber (1Lo) kommt, mit einem Material (7o) mit niedrigem Reibungskoeffizienten überzogen ist.Schieber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Auslaßleitung (13) angebrachte Sitzteil (23) relativ zur Auslaßleitung (13) begrenzt axial beweglich ist, wobei die Einrichtungen (77i 78) zum Aufeinanderzu- und Gegeneinanderdrücken dfs Schiebers (4o) und des ersten Seitenteils (33) auch das Sitzteil (23) gegen den'Schieber (4o) drücken.Schieber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des ersten Seitenteils (33) in Axialrichtung von dem Schieber (ko) durch die Wand der Kammer (16) begrenzt ist, während das Sitzteil (23) am Auslaß in gleicher
Richtung unabhängig von dem ersten Seitenteil (33) weiter bewegbar ist.Schieber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Sitzteil (22) eine Bohrung (75) und eine Ausfräsung (76) vorgesehen sind, die von einer Ringfläche (77) verbunden werden, wobei das Sitzteil (22) eine Ringschulter (78) hat, die an der Ringfläche (77) für eine gemeinsame Axialbewegung des Sitzes (22) und des Seitenteils (32). bezüglich der Leitungen angreift.109843/11258. Schieber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sitzteil (22) mit v einem Nabenteil (72) versehen ist, das die Bohrung (75) und die Ausfräsung (76) angrenzend an die Wand des Ventilgehäuses (11) umgibt, wobei das Nabenteil (72) die Axialbewegung des Seitenteils (32) in einer Richtung bezüglich der Leitungen begrenzt,9· Schieber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens einen in dem Ventilgehäuse (11) angeordneten Speicher (91a, 92a) für ein Plastik-Dichtungsmittel, durch einen Kolben (93, 94) in dem Speicher (91a, 92a), durch Kanäle (83, 87, 97, 98), die den Speicher (91a, 92a) und eine Ringdichtnut (45, 47) an der Trennfläche des Schiebers (4o) und des Sitzteils (22, 23) verbinden, vrenn sich der Schieber (4o) in geöffneter oder Schließlage befindet .to. Schieber nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (93, 94) mit einer kegelstumpfförmigen Spitze (121, 122) versehen ist, die für den Eingriff mit einer entsprechenden kegelstumpfförmigen Öffnung in dem Durchlaß (95, 96) ausgebildet ist, wodurch im Eingriffsfall die Strömung aus dem Speicher zur Abdichtnut bei entleertem Speicher unterbrochen ist.11, Schieber nach einem der vorhergehenden. Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sitzteil (22) aus einem zylindrischen Körper (21) besteht, der in der Leitung für eine begrenzte axiale Bewegung relativ zur Leitung angeordnet ist, wobei das erste Ende dieses Körpers (21) eine ringförmige ebene Fläche (84) für den Kontakt mit dem Schieber (4o) ist und das zweite Ende (I5o) des Körpers (21) eine Gesamt-10 9 8 4 3/1125- i4 -fläche hat, die im wesentlichen gleich der ringförmigen ebenen Fläche (84) des ersten Endes ist und dem Druck in einer der Leitungsabschnitte (12, 13) ausgesetzt ist.12. Schieber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine für das Durchströmen in beiden Richtungen symmetrische Ausbildung.13· Schieber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei Ringnuten an dem Schieber (4o), wovon die eine (45, 47) angrenzend an das eine Sitzteil (22, 23) in der Öffnungslage und die andere (145, 147) angrenzend an das eine Sitzteil (22, 23) in der Schließlage angeordnet ist.109843/1125
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