DE2113334C2 - Elektrodenanordnung für eine Gaslaser-Entladungsröhre - Google Patents
Elektrodenanordnung für eine Gaslaser-EntladungsröhreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Elektrodenanordnung für eine Gaslaser-Entladungsröhre mit einer Anode, einer
Kathode und mindestens einem elektrischen Zusatzleiter, der von der Kathode durch einen festen Isolator
getrennt und elektrisch mit der Anode verbunden ist.
Aus der C. R. Acad. Sc. Paris, t269 (3. November
1969), Serie B, Seiten 916, 917 ist eine derartige Elektrodenanordnung für eine Gaslaser-Entladungsröhre
bekannt. Bei dieser Elektrodenanordnung sind die Anode und die Kathode jeweils eben ausgebildet und
parallel zueinander angeordnet. Im Bereich der ebenen Kathode sind zwei Zusatzleiter angebracht und von
dieser durch ein festes Isoliermittel getrennt.
Diese bekannte Elektrodenanordnung weist jedoch den Nachteil auf, daß für eine Entladung in einem unter
verhältnismäßig hohem Druck stehenden Gas eine relativ hohe elektrische Spannung erforderlich ist und
daß eine von den beiden plattenförmigen Hauptelektroden ausgehende transversale Entladung die Tendenz
hat, sich einzuschnüren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Elektrodenanordnung der eingangs angeführten Gattung
zu schaffen, in der homogene Entladungen ohne Lichtbogen in einem beträchtlichen aktiven Volumen
und mit hoher Wiederholungsfrequenz durch Anlegen verhältnismäßig schwacher elektrischer Spannungen
erzielt werden.
Gelöst wird die Aufgabe nach der Erfindung dadurch, daß die Kathode mindestens einen Teil mit einem
spitzen Ende aufweist, wobei dieser Teil der Anode gegenüberliegt und in der Nähe des elektrischen
Zusatzleiters angeordnet ist.
Mit dieser Elektrodenanordnung können in einem unter verhältnismäßig hohem Druck stehenden Gas
bereits bei niedrigen Spannungen relativ starke Entladungen erzeugt werden.
Eine besonders günstige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Elektrodenanordnung besteht darin, daß
die Kathode zylindrisch ist und mehrere Vorüprünge mit spitzen Enden, die auf dem Kathodenumfang verteilt
sind, und mehrere Zusatzleiter aufweist, die jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden Vorsprüngen
angeordnet sind.
Bei einer derartigen Ausführung der erfindungsgemäßen
Elektrodenanordnung ist insbesondere gewährleistet, daß stets homogene Entladungen erzeugt werden.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des Erfin-
dungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu
entnehmen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand vgd
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben; in dieser zeigen
Fig.l und 2 zwei Querschnittsdarstellungen zweier
Ausführungsformen einer koaxialem Elektrodenanordnung mit mehreren axial angeordneten streifenförmigen
Vorsprüngen der Kathode,
Fig. 3 und 4 zwei Längsschnittdarstellungen zweier in
Ausführuhgsformen einer koaxialen Elektrodenanordnung
mit einem einzigen vorspringenden, wendeiförmigen Streifen der Kathode,
Fig. 5 eine Querschnittsdarstellung einer ersten Ausführungsform einer Elektrodenanordnung, die einen ΐί
flachen Aufbau und ebene, quer angeordnete, streifenförmige gerade Vorsprünge der Kathode aufweist,
F i g. 6 eine Querschnittsdarstellung einer zweiten Ausführungsform mit einem nahezu flachen Aufbau, und
F i g. 7 eine weitere Ausführungsform einer Elektrodenanordnung mit einem flachen Aufbau, in der die
Vorsprünge die Form von Querstiften haben.
Fig.l zeigt eine Querschnittsdarstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Elektrodenanordrung
für eine Gaslaser-Entladungsröhre. Die Elektrodenanordnung ist koaxial aufgebaut und weist
eine an positives Potential angelegte, als Mittelleiter ausgebildete Anode 1 sowie eine an negatives Potential
angelegte, als Außenleiter ausgebildete Kathode 2 auf. Die Kathode 2 besitzt auf ihrer Innenseite eine Reihe
von Vorsprüngen 3, die als relativ dünne Entlacungsstreifen ausgebildet, in Axialrichtung angeordnet und
auf die Anode 1 hin ausgerichtet sind.
Diese Entladungsstreifen, bei denen es sich um Stahlstreifen, beispielsweise Rasierklingen oder derglei- <i
chen, handeln kann, haben eine möglichst scharfe Kante, damit die Spitzenentladung so stark wie möglich ist. In
der Nähe einns Metallteils, an das ein hohes elektrisches Potential angelegt ist und bei dem ein Ende in eine
Spitze ausläuft, d. h.. dessen Oberfläche an einem Ende einen sehr kleinen oder fast NuM betragenden
Krümmungsradius aufweist (scharfe Kante oder Spitze), erzeugt bekanntlich die Verengung der elektrischen
Kraftlinien hohe elektrische Felder von 10b V/cm, die zu
Spitzenentladungen führen.
Elektrische Zusatzleiter 5 sind in dem durch zwei aufeinanderfolgende streifenförmige Vorsprünge 3
begrenzten Raum angeordnet und von den Seitenflächen der Vorsprünge 3 und der Innenfläche der
Kathode 2 durch einen festen Isolator 4 getrennt. Der Zusatzleiter 5 kann vor seiner Anbringung zwischen den
Vorsprüngen 3 mit diesem Isolator 4 umgeben werden. Der Isolator 4 kann aber auch unmittelbar in den Raum
zwischen den Vorsprüngen 3 vergossen werden. Dieser Isolator 4 muß so beschaffen acin, daß er durch Wärme
und durch Zersetzungsprodukte der in der Entladungsröhre enthaltenen Gase usw. nicht zerstört wird.
Die elektrischen Zusaizleiter 5 sind an ein höheres Potential als das der Kathode 2 bzw. der Vorsprünge 3
angelegt, beispielsweise durch eine elektrische Verbin- t>o
dung mit der Anode 1,
Die elektrischen Zusatzleiter 5 werden vorzugsweise so dicht wie möglich an den Kanten zweier aufeinanderfolgender
Vorsprünge 3 angeordnet. Dabei bewirkt die Spitzenentladung einen Entzug von Elektronen, welche 61S
die Entladung zwischen den negativen Vorsprüngen 3 der Kathode 2 und der positiven Anode 1 auslösen. Die
Aufteilung der streifenförmigen Vorsprünge 3 bewirkt eine homogene Entladung, wahrend ihre scharfen
Kanten eine Entladung in einem unter verhältnismäßig hohem Druck stehenden Gas mit einer verhältnismäßig
schwachen Spannung bewirken. Die an positives Potential in bezug auf die Kathode 2 angelegten
elektrischen Zusatzieiter 5 dienen als Hilfelektroden
und fördern das Auftreten von Elektronen und verbessern gleichzeitig die Homogenität der Entladung.
Die elektrischen Zusatzleiter 5 haben eine um so größere Wirkung, je näher sie an den aktiven Teilen
(Kanten) der streifenförmigen Vorsprünge 3 angeordnet sind.
Fig. 2 zeigt eine Querschnittsdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Elektrodenanordnung. Es unterscheidet sich vom vorherigen nur dadurch, daß die die Emladungsstreifen
bildenden Vorsprünge 3 und die elektrischen Zusatzleiter 5 auf der Oberfläche einer als Innenleiter
ausgebildeten Kathode 22 der koaxialen Elektrodenanordnung angeordnet sind. Bei dieser Elektrodenanordnung
ist eine Anode 21 als Außenleiter ausgebildet.
F i g. 3 zeigt eine Längsschnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels der Elektrodenanordnung mit
einem ähnlichen Aufbau wie in Fig.l. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist anstelle einer Vielzahl von in
Axialrichtung angeordneter streifenförmiger Vorsprünge ein einziger Vorsp-ung 6 als wendeiförmiger Streifen
ausgebildet, der auf der Innenseite einer als Außenleiter ausgebildeten Kathode 32 der koaxialen Elektrodenanordnung
angebracht ist. Bei dieser Elektrodenanordnung ist eine Anode 31 als Innenleiter ausgebildet.
In der in F i g. 4 gezeigten Elektrodenanordnung sind,
wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3, mehrere axial angeordnete Voraprünge durch einen einzigen Vorsprung
7 ersetzt, der als wendeiförmiger Streifen ausgebildet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist
dieser Vorsprung 7 jedoch auf einer als Mittelleiter ausgebildete.i Kathode 42 der koaxialen F.lektrodenanordnung
befestigt. Bei dieser Anordnung ist eine Anode 4t als Außenleiter ausgebildet. In den F i g. 3 und 4 ist
ein isolierter elektrischer Zusatzleiter 8 wendelförmig angeordnet.
Fig. 5 veranschaulicht ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Elektrodenanordnung mit flachem, nicht koaxialem Aufbau. Bei der in F i g. 5 dargestellten
Anordnung sind die Kathode 9 und die Anode 10 eben, streifenförmige, scharfe Kanten aufweisende Vorsprünge
11 parallel auf der Kathode 9 und elektrische Zusatzleiter 12 mit einem Isolator 13 nahezu in Höhe
der Kanten der Vorsprünge 11 angeordnet.
Fig. 6 zeigt eine Querschnittsdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Elektrodenanordnung,
in der die Kathode 14 der Röhre aus mehreren halbzylindrischen Metallflächen besieht, die durch
Aufbringung einer Metallschicht auf einen Isolator 15 bildende Stifte erzielt wird, welche vorteilhafterweise
einen zylindrischen, halbzylindrischen oder im allgemeinen einen runden Querschnitt aufweisen.
Die Metallflächen der Kathode 14 können beispielsweise mit einem Pinsel oder auf irgendeine andere
Weise aufgetragen werden. Ihr Rand muß so dünn wie möglich sein, damit eine scharfe Außenkante 16
entsteht, die eine starke Spitzenentladung verursacht.
Vorteilhafterweise dient der Stift aus Isoliermaterial als Isolator !5 für einen elektrischen Zusatzleiter 17, der
an positives Potential in bezug auf die Kathode 14, beispielsweise durch Verbindung mit der Anode 18,
angelegt ist. Dieser elektrische Zusatzleiter 17 hat die
gleiche Funktion wie die elektrischen Zusatzlciler 5, 8
und 12in den Fig. 1 bis5.
F i g. 7 zeigt eine Querschnittsdarstellung einer Abwandlung der Anordnung nach Fig. 5. Bei diesem
Ausführungsbeispiei werden anstelle eines streifenförmigen Vorsprungs 11 der Fig. 5 als getrennte Stifte
ausgebildete Vorsprünge 51 mit spitzen Enden verwendet. In dieser Anordnung sind die durch einen festen
Isolator 52 gehaltenen Stifte an die negative Klemme
einer Hochspannungsquelle entweder durch einzelne Leiter oder durch eine als Metallplatte ausgebildete
Kathode 23 angeschlossen.
In Fig. 7 sind die die gleiche Funktion wie die elektrischen Zusatzleiter 5, 8,12 und 17 der F i g. 1 bis 6
ausübenden elektrischen Zusalzleiter 24 als Zylinder ausgebildet, die jeweils die als Stifte ausgebildeten
Vorsprünge 51 umgeben, wobei zwischen den Stiften und den Zusatzleitern ein Isolator 25 angebracht ist.
Um unerwünschte Entladungen zwischen den Vorsprüngen 51 und den elektrischen Zusatzleitern 24 zu
vermeiden, ist das Ende der Zusatzleiter vorzugsweise mit dem Isolator überzogen, wie auf dem Teil 26 rechts
in der F i g. 8 veranschaulicht.
Die Gaslaser-Entladungsröhren, für die die erfindungsgemäße Elektrodenanordnung gedacht ist, sind in
einem aus zwei Reflexionsspiegel bestehenden Hohlraumresonator angeordnet, und zwar derart, daß die
optische Achse dieses Hohlraumresonators beispielsweise nahezu parallel zur Anode und nahezu im gleichen
Abstand von der Anodenebene und von der Ebene liegt, die von den Enden der die Kathode bildenden Spitzen
definiert wird. Bei Entladungsröhren mit koaxialem Aufbau füllt die optische Achse mit der Achse der
Mittelelektrode zusammen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (18)
1. Elektrodenanordnung für eine Gaslaser-Entladungsröhre mit einer Anode (1, 10, IS, 21, 31, 41),
einer Kathode (2,9,14,22,23,32,42) und mindestens
einem elektrischen Zusatzleiter (5, 8,12, 17, 24), der
von der Kathode durch einen festen Isolator (4, 13, 15, 25, 52) getrennt ist und elektrisch mit der Anode
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kathode (2, 9, 22, 23, 32, 42) mindestens einen Teil (3, 6, 7, 11, 51) mit einem spitzen Ende
aufweist, wobei dieser Teil der Anode gegenüberliegt und in der Nähe des elektrischen Zusatzleiters
(5,12,24) angeordnet ist.
2. Elektrodenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil mit spitzem
Ende ein Vorsprung der Kathode ist.
3. Elektrodenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode (2, 22, 32,
42) zylindrisch ist und mehrere Vorsprünge (3, 6, 7)
mit spitzen Enden, die auf dem Kathodenumfang verteilt sind, und mehrere Zusatzleiter (5,8) aufweist,
die jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden Vorsprüngen angeordnet sind.
4. Elektrodenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (3) auf
dem Außenumfang der Kathode (22) angeordnet sind.
5. Elektrodenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (3) auf
dem Innenumfang der Kathode (2) angeordnet sind.
6. Elektrodenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode (1, 21) und die
Kathode (2,22) koaxial aulgebaut sind.
7. Elektrodenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode (9, 23) und
die Anode (10,18) eben sind, und daß die Vorsprünge (11,51) senkrecht zur Kathodenebene verlaufen.
8. Elektrodenanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Vorsprünge (11,
51) und Zusatzleiter (12, 24) vorgesehen sind, wobei die Zusatzleiter jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Vorsprüngen angeordnet sind.
9. Elektrodenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode (32, 42) und
die Anode (31, 41) koaxial aufgebaut sind, und daß der Vorsprung (6, 7) ein wendeiförmiger Streifen ist,
der auf der Kathodenoberfläche senkrecht dazu angeordnet ist.
10. Elektrodenanordnung nach Anspruch 2. so dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzleiter (8)
wendelförmig ist.
11. Elektrodenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzleiter (12)
etwa in der gleichen Ebene liegt wie das spitze Ende des Vorsprungs (11).
12. Elektrodenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzleiter (5, 8,
12) zylindrisch ist, und daß der feste Isolator (4, 13) den Zusatzleiter umgibt.
13. Elektrodenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzleiter (24)
röhrenförmig ist und den Vorsprung (51) umschließt.
14. Elektrodenanordnung nach Anspruch 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode (14)
durch eine Metallablagerung gebildet ist, die auf dem festen Isolator (15) aufgebracht ist.
15. Elektrodenanordnung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der feste Isolator (15) eine zylinderförmige Stange ist, wobei eine Außenkante
(16) der Metallablagerung eine spitze Form hat.
16. Elektrodenanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzleiter (17)
auf der Innenseite der zylinderförmigen Stange eingebettet ist
17. Elektrodenanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Isolator (52)
eine Scheibe ist, auf deren einer Seite die Kathode (23) angeordnet ist
18. Elektrodenanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzleiter (24)
durch eine Metallablagerung auf der Seite des festen Isolators (52) ausgebildet ist, die der Seite, auf der die
Kathode (23) liegt, gegenüberliegt.
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