DE2913769C2 - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J27/00—Ion beam tubes
- H01J27/02—Ion sources; Ion guns
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ionenquelle mit einer zylindri
schen Kammer mit einem darin ausgebildeten Längsaustritts
schlitz und zwei parallelen Anodendrähten nach dem Oberbe
griff des Anspruches 1.
Eine derartige Ionenquelle mit einer zylindrischen Kammer ist
aus der US-PS 37 84 858 bekannt. Bei dieser bekannten Ionen
quelle ist ebenfalls in der zylindrischen Kammer ein Längs
austrittsschlitz ausgebildet und im Inneren der Kammer sind
zwei parallele Anodendrähte angeordnet, die sich in dem mitt
leren Bereich der zylindrischen Kammer über deren Länge er
strecken und symmetrisch bezüglich der Längsachse der Kammer
und des Austrittsschlitzes angeordnet sind. Gemäß einer Aus
führungsform dieser bekannten Konstruktion kann die Länge
des Austrittsschlitzes kleiner ausgeführt sein als die Länge
der zylindrischen Kammer.
Eine derartige Ionenquelle erzeugt einen Ionenstrahl, der
von den Anodendrähten abgehend radial zu dem Austritts
schlitz hin verläuft. Der vorhandene Austrittsschlitz führt
jedoch zu Verzerrungen des elektrischen Feldes, insbesonde
re in der Nähe des äußeren Grenzbereiches der Kammer und
verursacht dadurch Abweichungen des Ionenstrahlverlaufs,
wenn diese durch den Austrittsschlitz hindurch treten. Der
artige Verzerrungen der Ionenbahn treten insbesondere an
den Endbereichen des Austrittsschlitzes auf, was zu einem
unerwünschten Effekt führt. Feldstörungen an diesen Berei
chen bewirken nämlich, daß die Ionen solche Ionen mit Ge
schwindigkeitskomponenten aufweisen, welche parallel zum
Schlitz verlaufen. Die Enden des Ionenstrahls können daher
diffus verlaufen und ferner kann auch die Ionendichte ent
lang dem Ionenstrahl sehr verschieden sein. Der Ausgleich
dieser Effekte mit Hilfe von externen Elektroden ist äu
ßerst schwierig. Selbst wenn ein Versuch gemacht wird,
einen unendlich langen Schlitz zu imitieren, indem man bei
spielsweise den Schlitz über den Bereich hinaus verlängert,
in welchem von den Anodendrähten Ionen erzeugt werden,
führt dies dazu, daß sich verlängerte Endbereiche oder End
strahlen im Ionenstrahl ergeben. Obwohl diese Erscheinungen
extern abgeschirmt werden können, stellen sie doch eine er
hebliche Störung dar, insbesondere auch dann, wenn ein wei
teres Beschleunigungsfeld zur Anwendung gelangt.
Aus J. Phys. D., Appl. Phys., Vol. 3, Nr. 9, 1970, Seiten
1399 bis 1402, ist eine ähnlich aufgebaute Ionenquelle mit
einer zylindrischen Kammer und zwei sich zentral in Längs
richtung der Kammer erstreckender Anodendrähte bekannt.
Aus Japanese J. Appl. Phys. Suppl. Vol. 2, PT. 1, 1974,
Seiten 411 bis 414, ist eine weitere Ionenquelle mit einer
zylindrischen Kammer bekannt, wobei jedoch in der Kammer an
der Zylinderwand eine kreisförmige Austrittsöffnung ausge
bildet ist. Diese kreisförmige Austrittsöffnung besitzt
eine dickere Wandstärke als vergleichsweise die Wandstärke
der zylindrischen Kammer und ist daher kaminartig gestal
tet. Im Abstand von dieser kreisförmigen Öffnung ist eine Be
schleunigungselektrode angeordnet. Mit dieser kaminartigen Kon
struktion wird versucht, daß die Äquipotentiallinien durch die
Austrittsöffnung sich nicht nach außen ausbeulen und zu Ablen
kungen der aus der Öffnung austretenden Elektronen führen.
Die Zonenverteilung im Zonenstrahlquerschnitt wird bei dieser
bekannten Konstruktion wesentlich durch die Sammeleigenschaf
ten der langen kaminartigen Austrittsöffnung bestimmt.
Aus der US-PS 34 84 602 ist eine Ionenquelle mit einer zylind
rischen Kammer bekannt, in der zwei parallele Anodendrähte in
Längsrichtung verlaufen.
Bei dieser bekannten Konstruktion werden Ionen auch durch Zer
stäuben des Materials der Kammerwand erzeugt.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, eine
Ionenquelle mit einer zylindrischen Kammer der angegebenen
Gattung derart zu verbessern, daß bei einfacher Konstruktion
ein exakt ausgerichteter Ionenstrahl mit gleichmäßiger Inten
sitätsverteilung über die Länge des Austrittsschlitzes hinweg
erzeugt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeich
nungsteil des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Erfindungsgemäß wird der von einem elektrischen Feld freie
Bereich auf der Grundlage einer Wechselwirkung des im Inne
ren der zylindrischen Kammer wirkenden elektrischen Feldes,
durch welches die Ionenerzeugung bewirkt wird, und dem exter
nen elektrischen Feld realisiert, welches zur Ionenbeschleu
nigung dient. Als Ergebnis der sich dabei einstellenden Rand
effekte verlaufen die beiden Felder durch den Austrittsschlitz
der Kammer hindurch, und zwar in entgegengesetztem Sinn. Es
entsteht daher im Schlitzbereich ein im wesentlichen vom
elektrischen Feld freier Bereich. Durch geeignete Wahl der
Wanddicke der Wand der Ionenkammer kann erreicht werden, daß
dieser feldfreie Bereich innerhalb der Dicke des freiliegen
den Teiles der Ionenkammer an Stellen auftritt, die den Enden
des Austrittsschlitzes entsprechen.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 9.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen unter Hinweis auf die Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine herkömmliche Ionen
quelle mit Zweifachelektrode, die gewünschte Form
des Ionenstrahls und die Form, wie sie tatsächlich
von der Quelle emittiert wird;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Ionenquelle mit Merkmalen nach
der Erfindung und die Form des von der Quelle ge
schaffenen Ionenstrahls;
Fig. 3 Längs- und Querschnittsdarstellungen einer Ionen
quelle mit Merkmalen nach der Erfindung, bei welcher eine äußere
Beschleunigungselektrode verwendet ist;
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine andere Ionenquelle mit Merkmalen
nach der Erfindung; und
Fig. 5 einen Längsschnitt einer abgewandelten Form der
Ionenquelle der Fig. 4.
In Fig. 1 weist eine herkömmliche Ionenquelle mit einer Zwei
fachelektrode eine zylindrische Kammer 1 auf, die durch ein
Metallrohr 2 mit in dieses eingesetzten isolierenden Endteile
3 gebildet ist. Zwei Anodendrähte 4, von denen
nur einer dargestellt ist, werden von den isolierenden End
teilen 3 getragen und sind symmetrisch bezüglich der Längs
achse der Kammer 1 und eines Austrittsschlitzes 5 angeordnet,
dessen axiale Länge die nominelle Breite eines Strahles von
durch die Quelle erzeugten Ionen 6 festlegt.
Eine Kurve der geforderten Dichteverteilung in dem Ionen
strahl 6 ist unter der Abbildung der Ionenquelle dargestellt,
und eine Kurve der tatsächlich geschaffenen Ionendichtever
teilung ist unter der Kurve für die gewünschte Ionendichte
verteilung dargestellt. Die vorher erwähnte Wirkung an den
Enden des Austrittsschlitzes 5 tritt dabei deutlich hervor.
In Fig. 2 ist eine Ionenquelle mit Zweifachanode mit Merkmalen nach der
Erfindung dargestellt. Die Quelle weist eine Kammer 31
aus einem rostfreien Rohr 32 auf, in dessen Enden isolieren
de Endteile 33 eingepaßt sind, welche zwei
mittlere Anodendrähte 34 wie in einer herkömmlichen Ionen
quelle mit Zweifachanode tragen. Das Rohr 32 ist etwa 12,5 cm
lang, hat einen Innendurchmesser von 5 cm und eine
Wanddicke von etwa 3 mm. Ein 3 mm breiter Schlitz
35 erstreckt sich über die Länge des Rohrs 32. An jedem Ende
des Rohrs 32 ist ein Ring 36 aus rostfreiem Stahl vorgesehen,
der eine Dicke von 0,38 mm hat und sich in axialer
Richtung ein Stück erstreckt, das gleich dem Innenradius der
Kammer 31 ist. Die Ringe 36 und der Schlitz 35 legen
einen Austrittsschlitz 37 fest. Die angegebenen Abmessungen
stellen sicher, daß die Enden der durch die Ringe 36 gebildeten
Masken sich in dem feldfreien Bereich befinden,
wenn die Quelle in Betrieb ist. Die Enden des Rohrs 32 sind
hinterdreht bzw. ausgespart, um die Ringe 36 aufzunehmen,
so daß der Außendurchmesser des Rohrs 32 über die ganze Länge
der Quelle derselbe ist.
Die äußere Beschleunigungselektrode ist hierbei nicht dargestellt.
Die Ionenverteilung des von der Quelle erzeugten Ionenstrahls
ist ebenfalls in Fig. 2 dargestellt. Dieser Kurve ist zu ent
nehmen, daß eine beträchtliche Verbesserung erreicht worden
ist.
Wenn eine solche Ionenquelle, wie sie beschrieben worden ist,
bei einem System mit koaxialen, zylindrischen Beschleunigungs
elektroden verwendet wird, dann geht das elektrische Feld
zumindest infolge der am nächsten liegenden Beschleunigungs
elektrode durch den Austrittsschlitz 37 der Ionenquelle hin
durch. Das elektrische Feld wird infolge der Beschleunigungs
elektrode viel größer als in der Kammer 31 infolge
der Zweifach-Anodendrähte 34.
In Fig. 3 sind zwei Ansichten einer Ionenquelle mit Merkmalen nach der
Erfindung mit äußeren Beschleunigungselektroden dargestellt.
Die Wanddicke der Kammer 31 ist auf eine solche Dicke
vergrößert, daß es einen feldfreien Bereich etwa auf halbem
Weg d. h. etwa in der Mitte der Wand der Kammer 31 gibt, und
die Masken 36 sind, wie vorher, in diesem Bereich angeordnet.
Hierbei ist es am zweckmäßigsten und sehr vorteilhaft, eine
Quelle zu nehmen, wie sie beispielsweise anhand von Fig. 2
beschrieben worden ist, und sie in ein eng anliegendes Außen
rohr 41 entsprechender Dicke einzusetzen, das einen Schlitz
42 hat, welcher entsprechend übereinstimmend mit dem Schlitz
37 der Quelle angeordnet ist. Der Schlitz 42 kann län
ger gemacht werden als der Austrittsschlitz 37.
Eine vorteilhafte fokussierende Wirkung auf den Ionenstrahl
kann erreicht werden, wenn die Breite des Schlitzes 42
größer als die des Schlitzes 37 gemacht wird. Um sicherzu
stellen, daß der Zwischenraumbereich am äußeren Rand des
Schlitzes 37 verhältnismäßig feldfrei ist, sollte die Breite
des Schlitzes 42 nicht größer als etwa die zweifache Wand
stärke des Außenrohrs 41 sein.
Bei der Anwendung und während des Betriebs gibt die Ionen
quelle mit Zweifachanode zwei innere Ionenstrahlen ab. Einer
von diesen verläuft auf den Austrittsschlitz 37 zu und durch
diesen hindurch. Der andere verläuft in der diametral ent
gegengesetzten Richtung und trifft auf die Innenwand des
Rohrs 32 auf, wo er Wärme erzeugt und das Material des
Rohrs 32 angreift. Außerdem greift der austretende Ionen
strahl die Kanten des Austrittsschlitzes 37 an. In Fig. 4
ist eine Ionenquelle mit Merkmalen nach der Erfindung dargestellt, in
welcher eine lose, abnehmbare Auskleidung 51 vorgesehen ist,
welche ohne weiteres ausgewechselt werden kann, wenn sie
durch den Betrieb beschädigt wird. Die Auskleidung 51 kann
aus demselben Material wie das Rohr 32 hergestellt sein,
das die Wand der Kammer 31 bildet, oder es kann aus
einem Material hergestellt sein, das wegen seiner besonderen
Eigenschaften ausgesucht ist. Beispielsweise kann es wider
standsfähiger gegenüber einer Abnutzung sein als das Material,
aus welchem das Rohr 32 hergestellt ist, oder kann aus
einem Material hergestellt sein, das durch die Ionen zer
stäubt wird, die auf ihm auftreffen, um Ionen dieses Materials
in dem von der Quelle abgegebenen Ionenstrahl zu erzeugen.
Auch kann es aus einem Material hergestellt sein, das nor
malerweise fest ist, aber einen entsprechenden Dampfdruck
bei den Temperaturen hat, die während des Betriebs von der
Quelle erreicht worden sind, wodurch wieder Ionen des Ma
terials in dem von der Quelle erzeugten Ionenstrahl erzeugt
werden. Die in Fig. 4 dargestellte Auskleidung 51 kann
auf diese Weise wirken. Um sicherzustellen, daß die Aus
kleidung 51 die geforderte Temperatur erreicht, ist ihre
Dicke über den Hauptteil ihrer Länge verringert, so daß
der thermische Kontakt zwischen der Auskleidung 51 und der
Wand des Rohrs 32 geringer ist.
In Fig. 5 ist eine Abwandlung einer Ionenquelle der Fig. 4
dargestellt, in welcher die Auskleidung 51 verdickte, ein
Feld festlegende Endplatten 61 hat. Hierbei sind Hohlräume
62 in die Endplatten 61 gebohrt, um ein bestimmtes zu ver
dampfendes Material auf der Temperatur zu halten, auf welcher
die Quelle arbeitet.
Claims (9)
1. Ionenquelle mit einer zylindrischen Kammer mit einem
darin ausgebildeten Längsaustrittsschlitz und zwei paralle
len Anodendrähten, die sich in dem mittleren Bereich der
Kammer über deren Länge erstrecken und symmetrisch bezüg
lich der Längsachse der Kammer und des Austrittsschlitzes
angeordnet sind, wobei die Länge des Austrittsschlitzes
kleiner ist als die Länge der zylindrischen Kammer, dadurch
gekennzeichnet, daß
- a) eine koaxiale äußere Beschleunigungselektrode vorgesehen ist,
- b) die Dicke der Wand (32, 41) der Kammer (31) so bemessen ist, daß ein im wesentlichen von einem elektrischen Feld freier Bereich im Austrittsschlitz (37) über die Dicke der Wand (32, 41) der Kammer (31) erzeugt wird, und
- c) an jedem Ende des Austrittsschlitzes (37) in dem feld freien Bereich eine Maske (36) mit einer im Vergleich zur Kammerwandstärke dünnen Wandstärke angeordnet ist, wobei der Abstand der inneren Enden der Masken (36) die Breite des von der Quelle emittierten Ionenstrahls fest legt.
2. Ionenquelle nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Querschnitt des Austritts
schlitzes (37) abgestuft ausgebildet ist, wobei der brei
tere Teil (42) des Schlitzes (37) an der Außenseite der
Wand (32, 41) der Kammer (31) liegt, und daß die Breite
des breiteren Teils (42) des Austrittsschlitzes (37) nicht
wesentlich größer ist als die radiale Tiefe des äußeren
Teils (42) des Austrittsschlitzes (37).
3. Ionenquelle nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der breitere Teil (42) des Aus
trittsschlitzes (37) eine Breite von der zweifachen radia
len Tiefe dieses Teils des Austrittsschlitzes (37) hat.
4. Ionenquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (32,
41) der Kammer (31) aus einem äußeren Zylinderteil (41) und
einem inneren Zylinderteil (32) hergestellt ist, und daß
die Masken (36) zwischen den inneren und äußeren Zylinder
teilen (32, 41) angeordnet sind.
5. Ionenquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Ausklei
dung (51) vorgesehen ist, welche auswechselbar ist, damit
irgendeine Abnutzung oder ein Verschleiß während des Be
triebs ausgeglichen und korrigiert werden kann.
6. Ionenquelle nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest ein Teil der Auskleidung
(51) aus einem Material hergestellt ist, dessen Ionen von
der Quelle erzeugt werden.
7. Ionenquelle nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ionen durch die Verdampfung oder Zerstäubung
des Materials erzeugt werden.
8. Ionenquelle nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auskleidung (51)
Endstücke (61) aufweist, die radial nach innen vorstehen
und welche das elektrische Feld in der Kammer (31) der
Ionenquelle festlegen.
9. Ionenquelle nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Endstücke (61) angepaßt (62)
sind, um ein Material zu umschließen, dessen Ionen von der
Quelle erzeugt werden.
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