DE2113185C - Am Ein und Austritt einer aus zwei Sicherheitsventilen bestehenden Ventil kombination vorgesehene Umschaltventile - Google Patents
Am Ein und Austritt einer aus zwei Sicherheitsventilen bestehenden Ventil kombination vorgesehene UmschaltventileInfo
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- DE2113185C DE2113185C DE19712113185 DE2113185 DE2113185C DE 2113185 C DE2113185 C DE 2113185C DE 19712113185 DE19712113185 DE 19712113185 DE 2113185 DE2113185 DE 2113185 DE 2113185 C DE2113185 C DE 2113185C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf am Ein- und Austritt einejr aus zwei Sicherheitsventilen bestehenden,
yentiikömbination vorgesehene Umschaltventile, deren · nichtdrehende Betätigungsspindeln parallel
zueinander liegen und die außer den (landrädern in einer Ebene angeordnete, auf eine Gewindebüchse
der Betätigungsspindeln einwirkende Kettenräder besitzen, die über eine Kette zwangsweise miteinander
gekuppelt sind.
Bei aus zwei Sicherheitsventilen besiehenden Ventilkombinationen ist es vorgeschrieben, daß beim
Umschalten des an die Druckleitung angeschlossenen Sicherheitsventils auf das benachbarte Sicherheitsventil
über am Eintritt und am Austritt der Sicherheitsventile vorgesehene Umschaltventil stets der »5
Ein- und Austritt des gleichen Sicherheitsventils gemeinsam verstellt werden. Sonst kann es vorkommen,
daß der Eintritt des einen Sicherheitsventils und der Austritt des anderen Sicherheitsventils gleichzeitig
geschlossen sind und beide Sicherheitsventile somit so vorübergehend, d. h. bis zum Abschluß des Umschaltvorganges
unwirksam sind.
Bei den bekannten Sicherheitsventilkombinationen hat man deshalb je ein Handrad und ein Kettenrad
fest auf der Gewindebüchse der dazugehörigen Be- as
tätigungsspindel der Umschaltventile aufgebracht und die beiden Kettenräder über eine Kette zwangsweise
miteinander gekuppelt. Beim Drehen des einen Handrades wurde damit über den Kettenantrieb
zwangsweise auch die Betätigungsspindel des anderen Umschaltventils bewegt. Nachteilig bei dieser bekannten
zwangsweisen Mitnahme ist es jedoch, daß bereits durch Fertigungstoleranzen bedingte geringe
Abweichungen in den beiden von der einen Schließstellung bis zum Anliegen auf die Sitzfläche in der
anderen Schließstellung reichenden Hüben der Steuerkolben der Umschaltventile dazu führen können,
daß das Ventil mit dem längeren Hub nicht dicht geschlossen werden kann, wenn die Verbindungskette
stramm aufliegt.
Um ein gewisses Verdrehen des einen Handrades gegenüber dem anderen Handrad und damit einen
Ausgleich in den unterschiedlichen Hüben zu ermöglichen, hat man deshalb die Kette bisher mit Durchhang
aufgelegt. Durch die Untersetzung über die Steigung der Gewindebüchse waren jedoch bereits
für ganz geringe Hubunterschiede erhebliche Winkelverstellungen der beiden Handräder zueinander und
damit ein sehr großer Kettendurchhang notwendig, der teilweise dazu führte, daß sich die Kette von den so
Kettenrädern abnehmen ließ und damit keine zwangsweise Kupplung mehr bestand. Außerdem waren für
diesen großen Kettendurchhang besondere Kettenführungen zwischen den beiden Kettenrädern erforderlich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen und die Ventilkombination
so auszubilden, daß mit geringsten baulichen Mitteln unter Beibehaltung der zwangläufiecn Mitnahme
beide Umschaltventil dicht geschlossen werden können, auch wenn durch Fertigungstolcran/.cn ihre
beiden Ventilhübc unterschiedlich sind.
Die Lösung dieser Aufgabe wird f>emäß der Erfindung
darin gesehen, daß eines der beiden Kettenräder fest mit der Gewindebuchse der dazugehörigen.
HcUitigungsspindcl verbunden ist und das andere mit einem axial vorspringenden Mitnahinenocken versehene
Kettenrad lose auf der Gewindebuchse der anderen Betätigungsspindel aufgeschoben ist und
diese Gewindebüchse mit einem festen Gegennocken versehen ist, der den Mitnahmenocken des losen
Kettenrades axial übergreift. .
Durch diese lose Anordnung eines der beiden Kettenräder in Verbindung mit dem gegenseitigen
Nockeneingriff wird das lose Rad beim Betätigen des anderen Rades zwangsweise mitgenommen, sobald
sich sein Mitnahmenocken gegen den Gegennocken der Gewindebuchse legt. Jetzt kann eines der beiden
Räder weitergedreht werden, wobei durch die Nockenmitnahme beide Betätigungsspindeln verstellt
werden, bis eines der beiden Ventile dicht geschlossen ist. Das lose aufgesetzte, mit dem Nocken versehene
Rad kann nun bis zum Anliegen der beiden Nockenrückseiten um eine Umdrehung abzüglich der beiden
Nockenbreiten frei weitergedreht werden, so daß jetzt ein ausreichend großer Anzugsweg verbleibt, um
auch das zweite Umschaltventil mit dem etwas größeren Hub dicht zu schließen. Dieser freie Drehwinkel
ermöglicht die Überbrückung sogar größerer durch Fertigungsungenauigkeiten bedingter Hubunte; schiede,
ohne dabei die zwangläufige Mitnahme zu beeinträchtigen, denn bei einer Umdrehung wird das
Verschlußstück des Umschaltventils nur um die Gewindesteigung der Betätigungsspindel verstellt. Die
Kette kann jetzt stramm auf beide Räder aufgelegt werden, so daß besondere Kettenführungselemente
entfallen und ein Abnehmen der Kette nicht mehr ohne weiteres möglich ist
In Weiterentwicklung der Erfindung wird vorgeschlagen,
auf der einen für den Nockeneingriff vorgesehenen Gewindebüchse eine einen stirnseitigen
Ringsegmentvorsprung als Nocken aufweisende Mitnehmerbüchse fest aufzubringen und die Stirnseite
des Ringsegmentvorsprunges auf der zurückspringenden Stirnfläche des mit dem Mitnehmernocken versehenen
losen Kettenrades gjeiten zu lassen. Hierdurch wird ein sicherer und einfacher Nockeneingriff
gewährleistet.
Weiterhin empfiehlt es sich, die lose auf die Gewindebüchse aufgeschobene, mit dem Ringsegmentvorsprung
versehene MitnehmerbUchse durch eine Paßfeder gegen Verdrehen zu sichern und ihre
Lage in axialer Richtung durch Anlegen an die gesicherte Nabe des Handrades zu fixieren. Hierdurch
wird ein einfacher konstruktiver Aufbau der Mitnehmereinrichtung und eine leichte Montage gewährleistet
und außerdem läßt sich diese Mitnehmereinrichtung auch nachträglich einbauen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt
Fig. I die komplette Ventilkombination in Vorderansicht,
F i g. 2 diese Ventilkombination in Seitenansicht,
F i g. 3 das fest aufgebrachte Kettenrad mit dem Handrad im Schnitt in vergrößertem Maßstab,
Fi g. 4 das lose Kettenrad mit dem Nockeneingriff
im Schnitt in vergrößertem Maßstab und
Fig. 5 einen Querschnitt durch Gewindebüchse und Kettenrad in Nockeneingriffsebene.
Die beiden in den F i g. 1 und 2 dargestellten Sicherheitsventile 1 und 2 sind mit ihren Eintrittsstutzen 3 über Zwischenstücke 4 und das Umschaltventil
S an den gemeinsamen Eintritt 6 angeschlossen. An den Austrittsstutzen 7 der beiden Sicherheitsventile
1 und 2 ist das andere Umschaltventil 8 mit dem gemeinsamen Austritt 9 vorgesehen. Die beiden
Betätigungsspindeln 10 und 11 der Umschaltventile 5 und 8 liegen parallel zueinander und sind nichtdrehend
ausgebildet Der Antrieb der beiden Umschaltventile erfolgt über die auf Gewindebüchsen
festsitzenden Handräder 12 und 13 und diese Gewindebüchsen der beiden Betätigungsspindeln sind
über die Kettenräder 14 und 15 und die gemeinsame
Vcrbindungskettc 16 miteinander gekuppelt.
Wie die F i g. 3 zeigt, ist das eine Kettenrad 14 fest
mit der Gewindebüchse 17 der zugehörigen Betätigungsspindel 10 verbunden. Zu diesem Zweck besitzt
die Gewindebüchse 17 eine Nut zur Aufnahme einer das Kettenrad 14 haltenden Paßfeder 18. Die Gewindebüchse
17 sitzt in der Nabe 19 und trägt eine Dästanzbüchse 20 zum Halten des aufgehobenen
Handrades 12, das ebenfalls durch eine Paßfeder 21 drehfest mit der Gewindebüchse 17 verbunden ist und.
durch einen Sicherungsring 22 gegen axiale Verschiebung fixiert wird.
Wie die F i g. 4 und 5 zeigen, ist das andere ao
Kettenrand 15 lose auf der Gewindebuchse 23 der anderen Betätigungsspindel 11 aufgeschoben und
besitzt einen axial zum Handrad 13 hin vorspringenden Mitnahmenocken 24. Dieser Nocken 24 übergreift
in axialer Richtung einen Gegennocken 25 der a5
Mitnehmerbüchse 26, die durch eine Paßfeder 27 drehfest mit der Gewindebuchse 23 verbunden ist.
Die axiale Lage der Mitnehmerbüchse 26 mit dem ringsegmentförmigen Gegennocken 25 ist durch die
Nabe 28 des Handrades 13 fixiert, das wiederum durch den Sicherungsring 29 axial gesichert ist. Das
Handrad 13 ist ebenfalls über die verlängerte Paßfeder 27 drehfest mit der Gewindebüchse 23 verbunden,
die in der Ventilnabe 30 geführt ist.
Soll z. E. das in Betrieb befindliche Sicherheitsventil 1 während des Betriebs ausgebaut werden, so
müssen Ein- und Austritt dieses Sicherheitsventils über die Umschaltventile 5 und 8 abgeschaltet und
gleichzeitig der Ein- und Austritt des Sicherheitsventils 2 an die Druckleitung angeschlossen werden,
damit die Sicherheitsventilkombination betriebsfähig bleibt. Hierfür werden die beiden als Kolben ausgebildeten
Verschlußstücke der Umsteuerventile 5 und 8 durch Betätigen eines der Handräder 12 oder 13 gemeinsam
aus ihrer einen Schließstellung in die andere Schließstellung bewegt. Die zwangsweise Mitnahme
der anderen Ventilbetätigungsspindel 10 oder 11 erfolgt hierbei über die Kettenräder 14 und 15 mit
Kette 16 und über die sich übergreifenden Nocken und 25. Ist das eine Umschaltventil 5 oder 8 fest
in die Gegenschlkßlage gebracht worden, so kann jetzt das andere Handrad noch nahezu über eine
ganze Umdrehung nachträglich weitergedreht werden, so daß auch das Verschlußstück des zweiten Umschaltventils
trotz vorhandener Fertigungstoleranzen fest auf seinen Sitz gedruckt wird. Bei dieser losen
Raddrehung gleitet die Stirnfläche des ringsegmentförmigen Vorsprungs 25 der Mitnehmerbücnse Z6 auf
der zurückspringenden Stirnfläche des den Mitnehmernocken 24 aufweisenden Kettenrades 15.
Claims (3)
1. Am Ein- und Austritt einer aus zwei Sicherheitsventilen bestehenden Ventilkombination vorgesehene
Umschaltventile, deren nichtdrehende Betätigungsspindeln parallel zueinander liegen und
die außer den Handrädern in einer Ebene angeordnete, auf eine Gewindebüchse der Betätigungsspindeln einwirkende Kettenräder besitzen, die
über eine Kette zwangsweise miteinander gekuppelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß
eines der beiden Kettenräder (14) fest mit der Gewindebuchse (17) der dazugehörigen Betätigungsspindel (10) verbunden ist und das andere mit
einem axial vorspringenden Mitnahmenocken (24) versehene Kettenrad (15) lose auf der Gewindebüchse
(23) der anderen Betätigungsspindel (11) aufgeschoben ist und diese Gewindebüchse mit
einem festen Gegennocken (25) versehen ist, der den Mitnahmenocken des losen Kettenrades axial
übergreift.
2. Ventilkombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der einen für den
Nockeneingriff vorgesehenen Gewindebüchse (23) eine einen stirnseitigen Ringsegmentvorsprung
(25) als Nocken aufweisende Mitnehmerbüchse
(26) fest aufgebracht ist und die Stirnseite des Ringsegmentvorsprunges auf der zurückspringenden
Stirnfläche des mit dem Mitnahmenocken (24) versehenen losen Kettenrades (15) gleitet.
3. Ventilkombination nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die lose auf
die Gewindebüchse (23) aufgeschobene, mit dem Ringsegmentvorsprung (25) versehene Mitnehmerbüchse
(26) durch eine Paßfeder (27) gegen Verdrehen gesichert ist und ihre Lage in axialer Richtung
durch Anlegen an die gesicherte Nabe (28) des Handrades (13) fixiert ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2113185C true DE2113185C (de) | 1972-08-03 |
Family
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