DE2113165A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von zwei Querwaenden zur Bildung einer Fuellkammer fuer eine Abdichtungsmasse an den Enden eines ein oder mehrere Leitungsrohre umfassenden Schutzrohres - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von zwei Querwaenden zur Bildung einer Fuellkammer fuer eine Abdichtungsmasse an den Enden eines ein oder mehrere Leitungsrohre umfassenden SchutzrohresInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von zwei Querwänden zur Bildung einer Füllkammer für eine Abdichtungsmasse an den Enden eines ein oder mehrere Leitungsrohre umfassenden Schutzrohres Die Erfindung betrifft die Herstellung von zwei Querwänden zur Bildung einer Füllkammer für eine Abdichtungsmasse an den Enden eines ein oder mehrere Leitungsrohre umfassenden Schutzrohres und hat ein besonders zweckmäßiges Verfahren sowie eine zur Durchführung dieses Verfahrens besonders geeignete Dichtungsmanschette zum Gegenstand.
- Beim Verlegen von Rohrleitungen für Gase und Flüssigseiten im Freien ist es häfig erforderlich, an besonders gefährdeten Stellen wie beispielsweise Unterführungen von Bahndämmen, Flüssen, Straßen, Wegen u.dgl. ein Schutzrohr um das Leitungsrohr herum anzuordnen. Dieses Schutzrohr hat die Aufgabe, das Leitungsrohr gegen mechanische Angriffe und gegen eine Korrosion von außen zu schützen.
- Zum Zwecke des Korrosionsschutzes ist es erforderlich, an den Enden des Schutzrohres eine geeignete Abdichtung zum Leitungsrohr hin vorzusehen. Hierfür finden Abdichtungsmassen Verwendung, die im plastischen Zustand in den Ringraum zwischen Schutzrohr und Leitungsrohr in den Endbereichen der Schutzrohre eingefüllt werden und dann erhärten. Um eine völlig gleichmäßige Abdichtung zu erhalten ist es bekannt, an den Enden des Schutzrohres eine Ausmauerung vorzusehen, welche zwischen Schutzrohr und Leitungsrohr eine ringförmige EUllkammer begrenzt, in welche durch eine radiale Öffnung im Mantel des Schutzrohres die Abdichtungsmasse, vorzugsweise ein aushärtender Kunststoff, eingefüllt wird, welcher dann den eigentlichen Abdichtungsring bildet, der das Leitungsrohr im Bereich des Schutzrohres gegen Korrosion schützt. Gleichzeitig dient die vorgenannte Ausmauerung auch der Abstandshalterung zwischen Schutzrohr und Leitungsrohr. Eine solche Ausmauerung unter Verwendung von Mörtel und ähnlichen Baustoffen ist umständlich in der Herstellung und erfordert einen großen Zeitaufwand.
- Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen der die Fullkammer begrenzenden Querwände zu entwickeln, welches schnell aus für bar ist und eine gute Abdichtung gibt, wenn die eigentliche Abdichtungsmasse eingefüllt wird.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Bereich beider Querwände je zwei ringförmige Dichtungsmanschetten mit Abstand voneinander angeordnet werden und der Zwischenraum mit einer schaumig aushärtenden içunststoff masse gefüllt wird.
- Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß für die Büllkammer völlig dichte und stabile Querwände entstehen. Die zwischen den beiden Dichtungsmanschetten einer jeden Querwand eingefüllte und schaumig aushärtende Kunststoffmasse trägt vor allem für eine ausreichende Stabilisierung Sorge und dichtet die Querwände völlig gegenüber dem Außenmantel und den Leitungsrohren ab. Die Verwendung von Dichtungsmanschetten allein für diese Querwände reicht nicht aus, da sie beim Einfüllen der eigentlichen Abdichtungsmasse weggedrückt wird. Das gilt insbesondere für Schutzrohre mit großen Durchmessern, welche bis zu 120 cm betragen Können. Dinerfindungsgemäß eingefüllte und schaumig aushärtende Kunststoffmasse hingegen verbindet sich mit dem Schutzrohr und den Leitungsrohren derart, daß ein Verschieben ausgeschlossen ist.
- Außerdem werden die Randzonen der Dichtungsmanschetten gegenüber dem Schutzrohr und den Leitungsrohren völlig abgedichtet. Nach dem Erhärten der zwischen den Dichtungsrnanschetten eingefüllten, schaumig aushärtenden Kunststoffmasse ann in die F~ullirammer die eigentliche Abdichtungsmasse eingefüllt werden, welche beispielsweise aus einem normal aushärtenden harten Polyurethan besteht.
- Das Einfüllen der schaunig aushärtenden Kunststoffmassen zwischen den beiden einander zugeordneten Dichtungsman schetten einer jeden Querwand liann auf verschiedene Art und Weise erfolgen. So besteht einmal die Möglichkeit, eine Injektionsnadel durch die vordere Dichtungsmanschette zu stechen, durch welche die flüssige Kunststoffmasse eingefüllt wird. Es besteht aber auch die Möglichkeit, in den Außenmantel an entsprechender Stelle Bohrungen anzuordnen, durch welche die flüssige Kunststoffmasse eingebracht wird.
- Beide Verfahrensweisen können aber auch gleichzeitig zur Anwendung gelangen.
- Sur Durchführung des Verfahrens eignen sich besonders Dichtungsmanschetten, die aus einem scheibenförmigen Formteil aus einen halbharten Schaum@unststoff mit Ausnehmungen für das Leitungsrohr oztv. iabelrohr bestehen und auf einer Seite einen radialen Längssclllitz aufweisen.
- Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführunsbeispieles näher erläutert, und zwar zeigt Figur 1 eine Dichtungsmanschette in eine-r perspektivischen Darstellung und figur 2 einen Längsschnitt durch ein Ende eines Schutzrhres mit zugeordneten Querwänden.
- Zum Herstellen der Querwände zur Bildung einer Füllkammer für eine Abdichtungsmasse an den Enden eines ein Leitungsrohr und ein Kabelrohr umfassenden Schutzrohres sind die in Figur 1 dargestellten Dichtungsmanschetten 6 vorgesehen. Sie bestehen aus einem scheibenförmigen Formteil aus einem halbharten Schaumkunststoff mit einer großen Ausnehmung 7 für ein Leitungsrohr entsprechenden Durchmessers und eine kleinere Ausnehmung 8 für ein Kabelrohr entsprechend kleineren Durchmessers. Auf der linken Seite ist ein radialer Längsschlitz 9 vorgesehen, der durch einen einfachen Durchschnitt erreicht wird.
- Die Herstellung der Querwände wird mit Hilfe der Figur 2 erläutert: Das zu verlegende Leitungsrohr ist mit 1 bezeichnet. Es hat in der Regel einen Durchmesser zwischen 15 und 120 cm. Parallel zu ihm ist ein Kabelschutzrohr angeordnet, welches beispielsweise einen Durchmesser von 8 cm hat. Um beide Rohre herum ist ein Schutzrohr 3 angeordnet, dessen Innendurchmesser derart gewählt ist, daß zwischen ihm und dem Leitungsrohr 1 unten ein Abstand von 2 bis 5 cm und zwischen dem oberen Kabelschutzrohr 2 und dem Schutzrohr 3 ein etwaigleichgroßer Abstand verbleibt.
- Desgleichen ist auch ein entsprechend großer Abstand zwischen Leitungsrohr 1 und Kabelschutzrohr 2 vorgesehen.
- Nachdem das Leitungsrohr l und das Kabelschutzrohr 2 in das Schutzrohr 3 eingeführt ist, werden am Ende des Schutzrohres 3 zwei Dichtungsmanschetten 6 um das Leitungsrohr l gelegt, wobei der radiale Längsschnitt 9 ein Aufbiegen der Dichtun#snazisOhette 6 ermöglicht. Sodann werden die Dichtungsmanschetten 6 in das Schutzrohr 3 eingeschoben, wobei das KSbelrohr 2 durch die Ausnehmung 8 der Dichtungsmanschette geführt wird. Zunächst werden die zwei inneren Dichtungsmanschatten in der in Figur 2 dargestellten Weise angeordnet, wobei zwischen ihnen ein Abstand von etwa 5 ci verbleibt.
- Der zwischen den beiden Dichtungsmanschotten 6 gebildete Zwischenraum lo wird nunmehr mit einer schaumig aushärtenden Kunststoffmasse, z.B. einem Polyurethan, gefüllt, Das Füllen kann beispielsweise durch eine Bohrung 13 im Schutzrohr 3 erfolgen. Nach dem Aushärten ist die hintere Querwand zur Begrenzung der Füllkammer fertig.
- Anschließend wird auf gleiche Art und Weise die vordere Querwand hergestellt. In Figur 2 ist hierfür die andere Füllmöglichkeit kenntlich gemacht. Für diesen Zweck wird eine Injektionsnadel 12 durch die Dichtungsmanschette 6, welche ja aus einem Schaumstoff besteht, durchgestochen und durch diese Injektionsnadel die flüssige T(unststoffmasse 11 eingefüllt.
- Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine lange Injektionsnadel 12 vorzusehen, welche auch durch die vordere Dichtungsmanschette der hinteren Querwand gestochen wird, oder es besteht die Möglichkeit, auch bei der vorderen Querwand eine Füllöffnung bzw. Bohrung 13 im Außenmantel 3 vorzusehen.
- Nachdem die schaumig aushärtenden Kunststoffmassen 11 zwischen den Dichtungsmanschetten 6 ausgehärtet; sind, was beispielsweise zwischen 15 und 30 Minuten dauert, kann über die Füllöffnung 4 des Schutzrohres 3 die eigentliche Abdichtungsmasse eingefüllt werden, welche aus einem aushärtenden Polyurethan bestehen kann. Diese Abdichtungsmasse ist jedoch dicht und nicht schaumig.
- Die Erfindung bleibt nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt> sondern es sind ohne weiteres ahireiche Änd.rungen durchführbar, ohne daß der Ra#inen der Erfindung Uberschritten wird. So besteht beispielsweise die glichkeit, Querwände für Schutsrohre vorzusehen, in denen mehrere Leitungsrohres 1 oder auch mehrere Kabeirohre 2 angeordnet sind. In diesem Fall muß die Dichtungsmanschette entsprechende Ausnehmungen aufweisen. Die Dichtungsia#sch.tten 6 tragen in allen Fällen für eine erste Lagebestimmung der Rohre im Schutzrohr Sorge. Weiterhin ist es auch möglich, beliebig große Ausführungen zu fertigen.
- Auch hier sind entsprechend groß gestaltete Dichtungsmanschetten zu verwenden.
Claims (3)
1. Verfahren zum Herstellen von zwei Querwänden zur Bildung einer
Füllkammer für eine Abdichtungsmasse an den Enden eines ein oder mehrere Leitungsrohre
umfassenden 3chutzrohres, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich beider Querwände
je zwei ringförmige Dichtungsmanschetten (6) mit Abstand voneinander angeordnet
werden und der Zwischenraum (lo) mit einer schaumig aushärtenden Kunststoffmasse
(11) gefüllt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einfüllen
der tunststoffmasse (11) in den Zwischenraum (lo) eine Injektionsnadel (12) durch
die vordere Dichtungsmanschette (6) gestochen und/oder in den Atißenmantel (3) Füllöffnungen
(13) eingebohrt werden.
3. Dichtungsmansehette zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen
1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus einem scheibenförmigen Formteil aus
einem halbharten 3chaumKun8tstoff mit Ausnehmungen (7, 8) für das Leitungsrohr (1)
bzw. Eabelrohr (2) besteht und auf einer Seite einen radialen Längsschlitz (9) aufweist.
L e e r s e i t e
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712113165 DE2113165A1 (de) | 1971-03-18 | 1971-03-18 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von zwei Querwaenden zur Bildung einer Fuellkammer fuer eine Abdichtungsmasse an den Enden eines ein oder mehrere Leitungsrohre umfassenden Schutzrohres |
| DE19712164037 DE2164037A1 (de) | 1971-03-18 | 1971-12-19 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von zwei querwaenden zur bildung einer fuellkammer fuer eine abdichtungsmasse an den enden eines ein oder mehrere leitungsrohre umfassenden schutzrohres |
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Family
ID=5801996
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|---|---|---|---|
| DE19712113165 Pending DE2113165A1 (de) | 1971-03-18 | 1971-03-18 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von zwei Querwaenden zur Bildung einer Fuellkammer fuer eine Abdichtungsmasse an den Enden eines ein oder mehrere Leitungsrohre umfassenden Schutzrohres |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2113165A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3941921A1 (de) * | 1989-12-19 | 1991-06-20 | Sichert Gmbh & Co Berthold | Dichtungsmanschette |
| DE29818819U1 (de) | 1998-10-23 | 1998-12-24 | DOYMA GmbH & Co, 28876 Oyten | Vorrichtung zum abgedichteten Durchführen mindestens einer Leitung durch einen in einer Wand ausgebildeten Durchbruch |
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-
1971
- 1971-03-18 DE DE19712113165 patent/DE2113165A1/de active Pending
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| DE29818819U1 (de) | 1998-10-23 | 1998-12-24 | DOYMA GmbH & Co, 28876 Oyten | Vorrichtung zum abgedichteten Durchführen mindestens einer Leitung durch einen in einer Wand ausgebildeten Durchbruch |
| DE20007997U1 (de) | 2000-05-04 | 2000-11-16 | Klauer, Rainer, 35619 Braunfels | Dichteinrichtung für zumindest eine durch eine in einer Wand angeordnete Ausnehmung zu führende Leitung |
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| DE102007032891B4 (de) * | 2007-07-14 | 2015-04-16 | Rolf Kranen | Dichtelement |
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