DE2112964A1 - Verfahren zum Verformen eines Koerpers aus Quarzglas - Google Patents
Verfahren zum Verformen eines Koerpers aus QuarzglasInfo
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Description
PHH. 4719. "'ι A\}£1 JW/HV.
Αϊ*»·. PHN- 4719
Anmeldong vom* 15· MärZ 1971
Anmeldong vom* 15· MärZ 1971
"Verfahren zum Verformen eines Körpers aus Quarzglas?
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verformen eines aus Quarzglas bestehenden Körpers, wobei eine in einem Plasmabrenner
erzeugte Plasmastrahlung auf den zu verformenden Körper gerichtet wird. Dieses Verfahren ist bekannt. Bs stellt sich jedoch in der Praxis
heraus, dass sowohl die Verforaungszeit als auch die Qualität der Verformung
zu wünschen übrig lasst, u.a. weil leicht Löcher im Körper entstehen.
Das erfindungsgemässe Verfahren beseitigt diese Nachteile
und ist dadurch gekennzeichnet, dass gegenüber de» Plasmabrenner ein vorzugsweise gekühlter elektrischer Leiter angeordnet und zwischen Brenner
und diesem Leiter eine derartige elektrische Spannung angelegt wird, dass ein sekundärer Bogen entsteht, in des der zu verformende Körper angeordnet
wird.
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-2- PHN. 4719.
Es stellt sich heraus, dass in bezug auf die Qualität der Verformung das erfindungsgemässe Verfahren Vorteile bietet, wie eine
kürzere Verformungszeit, wenn nach einer Ausführungsfora des erfindungsgemässen
Verfahrens der Leiter gegenüber dem Plasmabrenner ebenfalls ein
Plasmabrenner ist, dessen Strahlung auch auf den zu verformenden Körper gerichtet ist, und der Winkel zwischen den Hittellinien der beiden Plasma
brennern kleiner als 1Θ0-" ist.
Nach einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen
Verfahrens besteht der Körper aus einen aus Quarzglas bestehenden rohrförmigen
Lampenkolben, an dem ein Quarzrohr angeordnet ist, durch das die Lampe evakuiert und danach mit Gas gefüllt wird, wonach das Quarzrohr
abgeschmolzen wird.
Die Erfindung umfasst auch einen Lampenkolben, dessen Pumpstengel
nach dem neuen Verfahren abgeschaolzen ist.
Die Erfindung wird nunmehr an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Torrichtung mit zwei Plasmabrennern
und einem Bogen zum Abschmelzen eines Rohrchens an einer Quarzlampe
,
Fig. 2 eine Draufsicht der Vorrichtung nach Fig. 1.
In der Zeichnung ist mit 1 ein aus Quarzglas hergestellter Lampenkolben bezeichnet, der eine Quetschung 2 mit Durchführungsleitern 3
und einen Glühkörper 4 enthält. Ein Pumpstengel 5, durch den der Lampenkolben
1 evakuiert und danach mit Gas gefüllt wird, ist alt dem Kolben 1 verschmolzen und an der Oberseite in einer Vorrichtung 6 eingeklemmt, die
den Stengel 5 zugleich abschliesst.
Etwa an der Stelle, wo der Stengel 5 aa Lampenkolben 1 be-
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festigt ist, befinden sich auf beiden Seiten des Stengels 5 zwei Plasmabrenner 7 und 8, deren Plasmastrahlungen 9 bzw. 10 auf die Stelle gerichtet
sind, an der der Stengel 5 abgeschmolzen werden nuss.
Unter einen Plasmabrenner wird in diesem Zusammenhang eine
Entladungsanordnung verstanden, bei der aus einer Strahlröhre ein Strahl
hocherhitztes teilweise ionisiertes und sich in angeregtem Zustand befindendes Gas strömt. Zwischen den beiden Plasmabrennern ist eine elektrische Spannung angelegt, so dass ein Bogen 11 entsteht. Die Rühre 5
liegt im Veg dieses Bogens 11.
Me Achsen der beiden Plasmabrenner 71 8 bilden miteinander f
einen Winkel von kleiner als 180* (siehe Fig. 2).
Sobald die beiden Brenner 7 und θ gezündet sind und der Bogen
11 entstanden ist, werden die Brenner 7, 8 und der Lampenkolben 1 au8ammeη
nach unten bewegt. Ba der Kolben 5 in der Vorrichtung 6 festgehalten wird,
erhält der stark erhitzte Teil des Stutzens 5 eine Einschnürung, die letzten Endes eine Kapillare wird, die dann abgeschmolzen wird. Durch den
Bogen wird die Abechmelzzeit kürzer und die Qualität der Schmelzstelle
sowie der abgeschmolzenen Lampe besser als bei dem bisher angewandten Verfahren ohne Bogen» wahrend die Gefahr vor Löchern im Pumpstengel ausge- g
schaltet wird.
Bei einer bestimmten Lampe mit einem Durchmesser von 12 ma
und einem RShrchendurchmesser von 4 mm wurde eine Wechselspannung von 40 V
zwischen den Brennern angelegt. Der Strom betrug 200 A. Als Gas in den Plasmabrennern wurde Argon verwendet. Die Abschmelzzeit betrug insgesamt
2 Sekunden.
Es ist nicht notwendig, dass zwei Plasmabrenner vorhanden sind; manchmal kann nur ein Brenner ausreichen. Anstelle des zweiten
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Brenners kommt dann ein Leiter, der mit der Lampe und dem ersten Brenner
mitbewegt wird und zwischen dem und dem Brenner der Bogen liegt.
Bei Verwendung zweier Plasmabrenner stellt sich heraus, dass der Bogen jedoch stabiler ist; der Bogen erlischt nicht, was bei Verwendung
nur eines Brenners manchmal passieren kann.
Durch Verwendung des Bogens entsteht ein zusätzliches elektrisches
Feld, wodurch die Form der Plasmaflamme änderbar ist. Man kann
diese Form ändern, wodurch die Flamme dem Zweck, wozu sie bestimmt ist, angepasst werden kann.
Die beschriebene Ausführung der Erfindung ist überall anwendbar,
wo ein aus Quarzglas hergestellter Körper verformt werden muss, wobei es sich herausstellt, dass sowohl die Zeit, welche die Verformung
beansprucht, verkürzt als auch die Qualität des verformten Körpers verbessert wird.
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Claims (4)
- 2 Π 2964-5- PHN. 4719.PATENTANSPRÜCHE »/i.; Verfahren zum Verformen eines aus Quarzglas bestehenden Körpers, wobei eine in einem Plasmabrenner erzeugte Plasmastrahlung auf den zu verformenden Körper gerichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass dem gegenüber Plasmabrenner ein vorzugsweise gekühlter elektrischer Leiter angeordnet und zwischen Brenner und diesem Leiter eine derartige elektrische Spannung angelegt wird, dass ein sekundärer Bogen entsteht, in welchem der zu verformende Körper angeordnet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter gegenüber dem Plasmabrenner ebenfalls ein Plasmabrenner ist, dessen ^ Strahlung auch auf den zu verformenden Körper gerichtet ist, wobei der Winkel zwischen den Mittellinien der beiden Brenner kleiner als 180° ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper ein aus Quarzglas bestehender Lampenkolben ist, der einen Pumpstutzen aufweist, durch den der Lampenkolben evakuiert und mit Gas gefüllt wird, wonach der Pumpstutzen abgeschmolzen wird.
- 4. Lampenkolben aus Quarzglas mit abgeschmolzenem Pumpstengel, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpstutzen nach dem Verfahren der Ansprüche 1 und/oder 2 abgeschmolzen ist. Λ1 0 9 8 4 3 / 1 1 ULeers ei t e
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