DE2112891A1 - Vorrichtung zur kontinuierlichen Abscheidung von Fluessigmetallen aus Gasen - Google Patents
Vorrichtung zur kontinuierlichen Abscheidung von Fluessigmetallen aus GasenInfo
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- G21C19/28—Arrangements for introducing fluent material into the reactor core; Arrangements for removing fluent material from the reactor core
- G21C19/30—Arrangements for introducing fluent material into the reactor core; Arrangements for removing fluent material from the reactor core with continuous purification of circulating fluent material, e.g. by extraction of fission products deterioration or corrosion products, impurities, e.g. by cold traps
- G21C19/307—Arrangements for introducing fluent material into the reactor core; Arrangements for removing fluent material from the reactor core with continuous purification of circulating fluent material, e.g. by extraction of fission products deterioration or corrosion products, impurities, e.g. by cold traps specially adapted for liquids
- G21C19/31—Arrangements for introducing fluent material into the reactor core; Arrangements for removing fluent material from the reactor core with continuous purification of circulating fluent material, e.g. by extraction of fission products deterioration or corrosion products, impurities, e.g. by cold traps specially adapted for liquids for molten metals
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Description
- Vorrichtung zur kontinuierlichen Abscheidung von Flüssigmetallen aus Gasen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Abscheidung von Flüssigmetallen aus Gasen, z.B. zur Abscheidung von fein verteiltem und gelöstem Natrium aus dem Schutzgas von natriumgekühlten Kernenergieanlagen.
- Einige Metalle mit geringem Schmelz- und hohem Siedepunkt, hier Flüssigmetalle genannt, haben einerseits große Vorteile für den Wärmetransport, bedingen aber andererseits besondere Maßnahmen in bezug auf Reinheit und Luftabschluß, weil sie mit Luft oder Feuchtigkeit teilweise heftig reagieren oder zumindestens unerwünschte und schwer entfernbare Ablagerungen bilden. Daher werden die Hohlräume über dem Flüssigmetallspiegel mit einem Inertgas oder auch Schutzgas, z.B. mit Argon gefüllt. An den heißen Flüssigmetalloberflächen verdampft ein Teil des Flüssigmetalls und wandert zunächst gasförmig im Schutzgas gelöst, schon auf Grund der natürlichen Konvektion zu kälteren Anlageteilen, wo es kondensiert und sich teilweise auf kalten Flächen in fester oder flüssiger Form niederschlägt und teilweise als Aerosol im Schutzgas schweben bleibt. Auch bei erneuter Erwärmung des Schutzgases über freien Flüssigmetalloberflächenbleibt ein Teil dieses Nebels erhalten, da das Schutzgas zusätzlich verdampftes Flüssigmetall aufnimmt. Geringe Spuren von Sauerstoff und Feuchtigkeit, die durch die stets vorhandenen Undichtigkeiten in das Schutzgas eindringen, reagieren mit dem Flüssigmetall im Schutzgas und bilden feinste Partikel, die im wesentlichen im Schutzgas schwebend verbleiben. An mit Natrium gekühlten Kernenergieanlagen wurde beobachtet, daß das Schutzgas aufgrund der oben beschriebenen Vorgänge über einer größeren heißen Flüssigmetallfläche bis zum 10-fachen derjenigen Flüssigmetallmenge enthält, die auf Grund der Gasgesetze zu erwarten wäre. De Aerosole schlagen sich besonders an den kälteren Anlageteilen nieder und bilden oft störende Ablagerungen, die sich, da sie nicht nur aus Metall bestehen, allein durch Erwärmung nicht wieder beseitigen lassen.
- Das Abscheiden von festen oder flüssigen Stoffen aus Gasen ist bekannt. Nähere Angaben finden sich in "Fortschritte der Verfahrenstechnik, im Verlag Chemie, Weinheim, Band 7, auf Seite 895 und 896 sowie in Band 8, auf Seite 904. Dort finden sich aber keine speziellen Hinweise für das Abscheiden von Metalldampfen aus Gasen. In dem Bericht von R. A. Müller, Institut für Reaktorentwicklung am Kernforschungszentrum Karlsruhe, vom 9.4.1970, über das "Specialists Meeting on Sodium Vapor Control" in Cadarache, Frankreich, am 19. und 20. März 1970, werden die Probleme bei der Abscheidung von Natrium aus Schutzgas herausgestellt. Auf Seite 4 dieses Berichtes steht: "Zur Abscheidung der Natrium-Aerosole sind zwei umschaltbare und abwechselnd in Betrieb befindliche kalte mechanische Filter vorhanden. Die Laufzeit eines Filters beträgt maximal einige Tage, oft jedoch nur einen Tag". Auf Seite 6 steht: "In einer speziellen Anlage studiert man z.Zt. die Wirksamkeit verschiedener Typen von Natrium-Nebelabscheidern und die Laufzeit der diesen nachgeschalteten mechanischen Filter (gesinterte Filterkerzen aus rostfreiem Stahl).
- Sorgen bereitet die relativ kurze Laufzeit dieser Nachfilter, usw." Ebenfalls auf Seite 6 steht: 'tMit Raschig-Ringen gefüllte Waschsäulen, in denen gegenläufig zum ansteigenden Argonstrom Natrium herabrieselt, ähnlich wie dies aus der allgemeinen Verfahrenstechnik bekannt ist. Diesen Vorabscheidern sind auch hier bei Umgebungstemperatur arbeitende mechanische Feinfilter nachgeschaltet." Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die kontinuierliche Abscheidung von Flüssigmetallen aus Gasen. Im besonderen ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Abscheidegrad zu steigern und den Raumbedarf der Vorrichtung gering zu halten.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß mehrere Tellerfilter vorhanden sind, die aus porösem Sintermetall bestehen und die abwechselnd an ihrem Außendurchmesser und an ihrem lichten Innendurchmesser dicht miteinander verbunden sind, wobei sich das flüssigmetallhaltige Gas außerhalb des von den Tellerfiltern gebildeten Raumes befindet und der Raum innerhalb der Tellerfilter mit der Austrittsöffnung für das reine Gas verbunden ist. Mit dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, Abscheidegrade von 99,999 % zu erreichen. Wesentlich für die Funktion dieser Abscheidevorrichtung ist es, daß die Temperatur des Sintermetalles nur wenig über der Erstarrungstemperatur des abzuscheidenden Metalles liegt. Bei dieser Temperatur ist der Partialdruck des Metalls so gering, daß praktisch kein gasförmiges Metall mehr vorhanden ist. Andererseits ist die Oberflächenspannung des Flüssigmetalls bei dieser Temperatur so groß, daß sich die an das Sintermet all herangeführten Metalltröpfchen zu großen Tropfen vereinigen und auf Grund der Schwerkraft nach unten ablaufen. Aus diesem Grund ist es zweckmäßig, die Tellerfilter so anzuordnen, daß das Flüssigmetall nicht von einem Tellerfilter zum anderen laufen kann, also beispielsweise mit waagrechter Achse.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß eine Heizung und/oder eine Kühlung vorhanden ist und daß die Temperatur der Vorrichtung von einem Temperaturfühler in der Nähe des Sintermetalles regelbar ist. Die Vorteile einer solchen regelbaren Heizung und/oder Kühlung ergeben sich aus dem vorhergehenden Absatz.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß mehrere Tellerfilter zu einer Filtersäule verbunden sind und diese Filtersäule nur an einem Ende mit dem Behälter fest verbunden ist. Bei dieser Anordnung werden Wärmespannungen zwischen Filtersäule und Behälter weitgehend vermieden.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die der Eintrittsöffnung für das flüssigmetallhaltige Gas benachbarten Filterflächen durch ein Prallblech geschützt sind. Dieses Prallblech verhindert eine direkte Beaufschlagung der Filterflächen und somit kurzzeitige örtliche Temperaturänderungen. Es ist zweckmäßig, wenn sich dieses Prallblech an einigen Punkten seines Umfangs auf den Behälter abstützt, um das Gewicht der Filtersäule zu tragen.
- Die Zeichnung zeigt ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dabei ist Teil 1 einer von mehreren Tellerfiltern, die jeweils abwechselnd an ihrem Außendurchmesser und an ihrem lichten Innendurchmesser miteinander dicht verbunden sind. Die Tellerfilter (1) sind in diesem Fall auf einem Rohr (2) angeordnet, das mit mehreren Löchern (5) versehen ist, und mit seinem offenen Ende (6) im Behälter (7) befestigt ist und als Ableitung für das reine Gas dient, während an seinem geschlossenen Ende (8) ein Prallblech (9) befestigt ist. Teil 10 ist die Eintrittsöffnung für das flüssigmetallhaltige Gas, die gleichzeitig als Ablauf für das flüssige Metall dient.
- Bei größeren Flüssigmetallmengen ist es zweckmäßig, den Behälter etwas geneigt anzuordnen und an dem, dem Gaseintritt entgegen gesetzt liegenden, Ende einen weiteren Ablauf für das Flüssigmetall vorzusehen.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur kontinuierlichen Abscheidung von Flüssigmetallen
aus Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Tellerfilter (1) vorhanden sind,
die aus porösem Sintermetall bestehen und die abwechselnd an ihrem Außen- und an
ihrem lichten Innendurchmesser (2 und 3) dicht miteinander verbunden sind, wobei
sich das flüssignetallhaltige Gas außerhalb des von den Tellerfiltern (1) gebildeten
Raumes befindet und der Raum innerhalb der Tellerfilter (1) mit der Austrittsöffnung
(6) für das reine Gas verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Heizung
und/oder eine Kühlung vorhanden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur
der Vorrichtung von einem Temperaturfühler in der Nahe des Sintermetalles regelbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Tellerfilter (1) zu einer Filtersäule verbunden sind und diese Filtersäule nur an
einem Ende (6) mit dem Behälter (7) fest verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der
Eintrittsöffnung für das flüssigmetallhaltige Gas benachbarten Tellerfilter (1)
durch ein Prallblech (9) geschützt sind.
Leerseite
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2112891A DE2112891C3 (de) | 1971-03-17 | 1971-03-17 | Vorrichtung zur kontinuierlichen Abscheidung von Flüssigmetallen aus Gasen |
| NLAANVRAGE7106903,A NL172604C (nl) | 1970-07-23 | 1971-05-19 | Inrichting voor het continu afscheiden van metaaldampen of metaalaerosolen in vloeibare vorm uit gassen, in het bijzonder van natriumdamp of -druppeltjes uit het schutgas van een natriumgekoelde kernenergie-installatie. |
| BE769213A BE769213A (fr) | 1970-07-23 | 1971-06-29 | Procede et dispositif pour la separation continue de metaux liquides a partir de gaz |
| IT7471/71A IT941575B (it) | 1970-07-23 | 1971-07-20 | Procedimento e dispositivo per la separazione continua di metalli liquidi da gas |
| FR7126909A FR2103238A5 (de) | 1970-07-23 | 1971-07-22 | |
| US00165002A US3853504A (en) | 1970-07-23 | 1971-07-22 | Apparatus for continuously precipitating liquid metals from gases |
| GB1575474A GB1368452A (en) | 1970-07-23 | 1971-07-23 | Separating a contaminant metal from a gas |
| JP5515071A JPS5622563B1 (de) | 1970-07-23 | 1971-07-23 | |
| GB3480871A GB1368451A (en) | 1970-07-23 | 1971-07-23 | Separating a contaminant metal from a gas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2112891A DE2112891C3 (de) | 1971-03-17 | 1971-03-17 | Vorrichtung zur kontinuierlichen Abscheidung von Flüssigmetallen aus Gasen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2112891A1 true DE2112891A1 (de) | 1972-09-28 |
| DE2112891B2 DE2112891B2 (de) | 1979-09-20 |
| DE2112891C3 DE2112891C3 (de) | 1980-06-12 |
Family
ID=5801853
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2112891A Expired DE2112891C3 (de) | 1970-07-23 | 1971-03-17 | Vorrichtung zur kontinuierlichen Abscheidung von Flüssigmetallen aus Gasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2112891C3 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2359957A1 (de) * | 1972-12-01 | 1974-06-12 | Rockwell International Corp | Verfahren zum abscheiden von in einem inertgasstrom mitgefuehrten metallteilchen und vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens |
| DE2746159A1 (de) * | 1977-10-14 | 1979-04-19 | Interatom | Kernenergieanlage mit einrichtung zur kuehlmittelreinigung |
| EP0300154A1 (de) * | 1987-07-18 | 1989-01-25 | Kernforschungszentrum Karlsruhe Gmbh | Einspannvorrichtung für Filterelemente aus Edelstahlfaserpaketen- bzw. matten |
-
1971
- 1971-03-17 DE DE2112891A patent/DE2112891C3/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2359957A1 (de) * | 1972-12-01 | 1974-06-12 | Rockwell International Corp | Verfahren zum abscheiden von in einem inertgasstrom mitgefuehrten metallteilchen und vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens |
| DE2746159A1 (de) * | 1977-10-14 | 1979-04-19 | Interatom | Kernenergieanlage mit einrichtung zur kuehlmittelreinigung |
| EP0300154A1 (de) * | 1987-07-18 | 1989-01-25 | Kernforschungszentrum Karlsruhe Gmbh | Einspannvorrichtung für Filterelemente aus Edelstahlfaserpaketen- bzw. matten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2112891C3 (de) | 1980-06-12 |
| DE2112891B2 (de) | 1979-09-20 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: INTERATOM GMBH, 5060 BERGISCH GLADBACH, DE |