DE2112158A1 - Automatisches Regelsystem fuer eine Endenabschereinrichtung - Google Patents
Automatisches Regelsystem fuer eine EndenabschereinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein automatisches Regelsystem
für eine Endenabschereinrichtung des Typs, wie er in einem Warmbandwalzwerk verwendet wird, um die Enden einer durch das
Walzwerk laufenden Warmmetallbramme rechtwinklig zu machen.
In einem Warmbandwalzwerk laufen erhitzte Metallbrammen durch eine Reihe von Rollen oder Walzen, die als Vorgerüst bzw. als
Vorwalzen bezeichnet werden und die die Brammendicke fortschreitend verkleinern. Dieser Prozeß ruft infolge der Deformation
der Enden, auf die kein Gegendruck ausgeübt wird, Un-
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regelmäßigkeiten an den Kopf- und Hinterenden der Bramme hervor.
Bevor die Brammen in die Pertiggerüste bzw. Fertigwalzen eintreten, ist es üblich, die unregelmäßigen Brammenenden mit
einer drehbaren Schneid- oder Abschermaschine, die auch als Endenabschereinrichtung (crop shear) bezeichnet wird, rechtwinklig
zu machen. Diese besteht aus einem Paar massiver Drehzylinder, die mit Schneid- bzw. Scherblättern versehen sind,
welche auf gegenüberliegenden Seiten des Brammenweges angeordnet sind. Ihre Anordnung ist so gewählt, daß sie die Bramme
an der gewünschten Scherlinie abschneiden, wenn sie durch einen Antriebsmotor in entgegengesetzten Richtungen gedreht
ψ werden.
Damit nun ein übermäßiger Abfallverlust verhindert wird, sollten die vorne und hinten abgeschnittenen Enden so kurz wie
möglich sein. Dies erfordert eine präzise Synchronisation der sich bewegenden Bramme und der rotierenden Schereinrichtung,
so daß die Enden der Bramme an einer vorbestimmten Scherlinie abgeschert werden. Dieser Synchronisationsprozeß ist schwierig,
da die Schereinrichtung, die eine massive Vorrichtung mit beträchtlichem Gewicht ist, ein erhebliches Trägheitsmoment
aufweist und deshalb nicht augenblicklich auf die Brammengeschwindigkeit beschleunigt werden kann. Ferner muß in
^ einem kontinuierlich arbeitenden VJalzwerk die Geschwindigkeit
der sich der Schereinrichtung nähernden Bramme häufig eingestellt werden. Somit wird die sich bewegende Bramme beschleunigt,
abgebremst oder läuft mit unterschiedlichen Geschwlh-1
digkeiten durch die Schereinrichtung hindurch. Weiterhin ist
es häufig erwünscht, unterschiedliehe Relativgesehwindigkeiten
zwischen den Scherblättern und den Brammenenden für die"^
Vorder- und Hinterendenschnitte zu haben, um eine größere' ;5^
räumliche Trennung der Blockenden von der abgescherten' Bramme zu erzielen. Dies erleichtert die Ableitung der Blockenden
über eine entsprechende Ableitungsrutsche,
Um eine größere Präzision bei der Synchronisierung der Schereinrichtungs-
und Brammenbewegungen zu erzielen und dadurch
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den Abfallverlust durch eine genaue Abscherung der Bramme an
optimalen Stellen zu verkleinern, sind automatische Regelungen für den Antriebsmotor einer Schereinrichtung entwickelt
und verwendet worden. Diese Regelungen sind zwar erfolgreich gewesen, aber sie sind komplex und infolgedessen nur unter
hohen Kosten herzustellen und zu warten. Ein Grund für ihre Komplexität und die hohen Kosten lag in der erforderlichen
ausgefeilten Rückkopplungseinrichtung. Eine derartige Einrichtung wird dazu verwendet, kontinuierlich die Scherblätter
relativ zu der sich nähernden Bramme während des Intervalles zu regulieren und einzustellen, in dem sich die Scherblätter
von einer stationären "Park-"Stellung zu einer "Schneid-" Stellung bewegen, in der die Abscherung stattfindet.
Es ist deshalb eine Aufgabe dieser Erfindung, ein verbessertes automatisches Regelsystem für eine Endenabsehereinrichtung zu
schaffen, die die gewünschte Synchronisation zwischen den Brammen- und Schereinrichtungsgeschwindigkeiten in einer relativ
einfachen Weise erzielt, so daß die Regeleinrichtung weniger kostspielig herzustellen und zu warten ist. Ferner
soll das verbesserte automatische Regelsystem keine Stellungs-Rückkopplung erfordern, nachdem die Bewegung der Scherblätter
in Gang gesetzt worden ist. Ferner beinhaltet die Erfindung ein automatisches Regelsystem für eine Endenabschereinrichtung,
das das Zeitintervall, in dem die Schereinrichtung beschleunigt wird, verkürzt, so daß dadurch die Schneidgenauigkeit
verbessert wird. Darüber hinaus soll ein automatisches Regelsystem geschaffen werden, das ein vereinfachtes System
zur Berechnung der Stellung bzw. Lage der sich nähernden Bramme verwendet, in der die Schereinrichtung in Gang gesetzt
werden muß, um die Bramme an der gewünschten Scherlinie abzuscheren.
Zur Lösung dieser Aufgaben wird erfindungsgemäß ein Computer
verwendet, um die Zeit und die Brammenlage zu bestimmen, an der die Bewegung der Schereinrichtung eingeleitet werden muß,
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damit die Bramme an der gewünschten Scherlinie abgeschert
wird. Dies wird kontinuierlich mit der Lage der Bramme verglichen, wenn diese sich der Schereinrichtung nähert. Wenn
diese zwei Lagen gleich sind, wird die Schereinrichtung in Gang gesetzt. Die Berechnung der Lage der Bramme, an der die
Schereinrichtung in Gang gesetzt wird, basiert auf dem Prinzip, daß die Fläche unter dem Geschwindigkeits-Zeitprofil
der Schereinrichtung gleich der Entfernung ist, die von den Scherblättern von der Park- zur Schneidstellung zurückgelegt
wird. Die Berechnung dieser Fläche durch einen Integrationsprozeß wird durch die Verwendung eines Drehzahlreglers für
den Antriebsmotor der Schereinrichtung erleichtert, der die Schereinrichtung unabhängig von der Brammengesehwindigkeit
in konstanter und voraussagbarer Weise beschleunigt. Wenn die Schergeschwindigkeit die Brammengeschwindigkeit erreicht, die
durch einen Brammengeschwindigkeitssensor gemessen wird, wird der Regler durch ein Brammengeschwindigkeitssignal geregelt,
um so die Schergeschwindigkeit'während der übrigen Bewegung
der Schereinrichtung zur Schneidstellung mit der Brammengeschwindigkeit zu synchronisieren.
Durch Einstellung der Größe des dem Regler zugeführten Brammengeschwindigkeitssignales
kann das Verhältnis der Schergeschwindigkeit zur Brammengeschwindigkeit im Augenblick des
" Schnittes verändert werden. Da die Schereinrichtung unabhängig von der Brammengeschwindigkeit immer in konstantem, maximalem
Maße beschleunigt wird, ist das Geschwindigkeits-Zeitprofil der Schereinrichtung während der Betriebszyklen der
Schereinrichtung durchweg reproduzierbarer und leichter berechenbar, so daß dadurch die Genauigkeit des Regelsystems
verbessert und der Computerbetrieb vereinfacht wird. Ferner wird die Genauigkeit des Regelsystems dadurch verbessert, daß
die Betriebszeit der Schereinrichtung im Vergleich zu bekannten Systemen verkürzt wird, bei denen die Scherbeschleunigung
während jedes Betriebszyklus der Schereinrichtung verändert wurde, um die Geschwindigkeit der sich nähernden Bramme anzu-
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"■* 5 "
•passen» Schließlich erfordert dieses System auch keine Stelluhgs-RUckkoppltingssteuerUhgj
was im folgenden näher erläutert wird.
Die Erfindung wird nun mit weiteren Merkmalen und Vorteilen anhand der folgenden Beschreibung und der beigefügten Zeichhüngen
beschrieben.
Fig. 1 zeigt die Art und Weise, in der die unregelmäßigen Enden einer sich bewegenden Bramme entlang der vorderen
und hinteren Scherlinien rechtwinklig gemacht oder abgeschert werden, wenn diese durch eine drehbare Endenabs
chereinrichtuhg hindurchbewegt werden.
Fig. 2 zeigt einen Teil eines Warmbandwalzwerkes, in dem eine
drehbare Endenabsehereinrichtung verwendet wird, um die
Enden einer sich durch das Walzwerk bewegenden Warmmetallbramme abzuscheren. Dabei sind auch die Stellungen
der zur Regelung der-Sehereinrichtung verwendeten Sensoren
dargestellt.
Fig. 3 zeigt ein Regelsystem, das die zur Regelung der Endenabschereinrichtuhg
benutzte Erfindung verkörpert.
Fig. 4 ist eine graphische Darstellung des Geschwindigkeits-Zeitprofiles
oder -Kurve der Bewegung der Schereinrichtung.
Flg. 5 ist ein geometrisches Diagramm und zeigt gewisse physikalische
Abmessungen, die zur Berechnung der Lage bzw. Stellung der Bramme zu dem Zeltpunkt verwendet werden,
zu dem die Abschereinrichtung anlaufen muß, um das Brammenende an der gewünschten Scherlinie abzuscheren.
Fig. 6 ist ein Flüßbild und zeigt die durch einen Computer
durchgeführten Rechengänge, die zur Berechnung der
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Startstellung der Sehereinrichtung und des Beginns des
Sehervargähges benutzt v/erden, wenn die Scherlinie der Bramme die berechnete Scherstartstellung erreicht.
In einem Warmbändwalzwerk werden die zu walzenden Brammen erhitzt und dann durch eine Reihe von Vorgerüsten geleitet, um
die Brammendicke herabzusetzen. Während dieses Prozesses werden die Enden infolge des Fehlens eines Gegendruckes verformt
und bilden dabei Unregelmäßigkeiten. Diese unregelmäßigen Enden
müssen rechtwinklig abgeschnitten oder abgeschert werden, bevor die Bramme in das Fertiggerüst eingeführt wird. Zu diesem
Zweck wird eine Schneidmaschine benutzt, die als drehbare
Endenäbschereinriehtung (crop shear) bekannt ist. Dieser Schervorgang ist in den Figuren 1, 2 und 5 dargestellt. Nachdem
eine erhitzte Metallbramme 10 durch das letzte Vorgerüst
11 gelaufen ist, weist sie deformierte Vorder- und Hinterenden
12 Und 13 auf, die abgeschnitten werden müssen, bevor die
Bramme in das erste Fertiggerüst 14 eintritt. Dies wird dadurch
bewerkstelligt, daß die Bramme durch eine drehbare Endenäbschereinriehtung
15 geleitet wird, die zu einem richtigen Zeitpunkt betätigt wird, um die Vorder- und Hinterenden
i2 und 13 der Bramme an vorbestimmten Abscherlinien 16 und 17 abzuschneiden. Während der FortbHiegung zwischen dem letzten
Vorgerüst .11 und der Abschereinrichtung 15 wird die Bramme 10 von Rollen 18 getragen und durch diese angetrieben. Die Rollen
18 werden durch nicht gezeigte Motoren angetrieben, deren Drehzahl einstellbar ist, so daß die Brammengeschwindigkeit
geregelt werden kann. Durch Einstellen der Geschwindigkeit bzw. Drehzahl der Rollen 18 kann die Geschwindigkeit der Bramme,
mit der sie in das erste Fertiggerüst eintritt, in bekannter Weise je nach den erforderlichen Umständen variiert werden.
Die drehbare Endenäbschereinriehtung 15 weist zwei massive
Drehzylinder 19 und 20 auf, deren Längsachsen senkrecht zum Weg der Bramme durch die Schereinrichtung verlaufen, wie es
aus der Linie 21 hervorgeht. Die Scherzylinder sind mit
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Schneidblättern 21 und 22 versehen und werden über Zahnräder
23 durch einen Gleichstrom-Antriebsitiotor 24 synchron angetrieben.
Die Blätter 21 und 22 greifen an den Ober- und Unterseiten
gleichzeitig an der Bramme an und dringen auf diese Weise an derrScherlinie in die Bramme ein und schneiden sie
durch, wenn sich die Blätter in der vertikal fluchtenden
Stellung befinden, die in Fig. 5 durch gestrichelte Linien dargestellt ist. Diese Stellung wird im folgenden als die
"Schneid"-Stellung bezeichnet. Wenn sich die Schereinrichtung in Ruhe befindet, nehmen die Blätter die Stellung ein,
die in Fig. 5 durch ausgezogene Linien dargestellt ist. Diese wird im folgenden als die "Park"-Stellung bezeichnet. Die
Parkstellung ist eine exakte Startstellung, in der sich die Blätter außerhalb der Schneidzone befinden, damit die Bramme
zwischen den Scherzylindern IQ und 20 hindurchlaufen kann. In einer typischen Parkstellung, die in Fig. 5 gezeigt ist, befinden
sich die Blätter 270° vor der Schneidstellung und während des Schneidvorganges drehen sich die Scherzylinder in
entgegengesetzter Richtung, wie es durch die Pfeile 25 angegeben ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein neues und verbessertes Regelsystem für den Antriebsmotor 2k der Schereinrichtung
15, das so ausgelegt ist, daß der Motor dann, wenn die Scherlinien 16 und 17 an den Vorder- und Hinterenden der
Bramme 10 auf eine Scherstartstellung X (siehe Fig. 5) vorrücken, erregt wird, damit die Bewegung der Schereinrichtung
von der Park- zu der Schneidstellung beginnt. Die Stelle X wird für jeden Schnitt durch einen Computer so bestimmt, daß
die Scherlinien und die Scherblätter die Schneidstellung der Schereinrichtung zur gleichen Zeit erreichen, um einen Schnitt
oder eine Abscherung an der gewünschten Stelle herbeizuführen. Dies umfaßt die Abtastung der Geschwindigkeit sowie Beschleunigung
der Bramme und desgleichen die Steuerung der Startzeit, Beschleunigung und Drehzahl des Antriebsmotors in einer
Weise, die nun im einzelnen beschrieben wird,
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Die Berechnung der Scherstartstellung X erfordert die Abtastung der Brammengeschwindigkeit, wenn sich die am Kopf und
Hinterende befindlichen Scherlinien der Schereinrichtung nähern. Es erfordert weiterhin die Peststellung der Ankunft der
vorderen und hinteren Scherlinien an einer Bezugsstelle, die sich in einem vorbestimmten Abstand D vor der Schneidstellung
der Schereinrichtung befindet. Ferner macht es die Drehzahlregelung des Antriebsmotors erforderlich, so daß die Scherbewegung
einen vorbestimmten und vorhersagbaren Geschwindigkeits-Zeitverlauf
aufweist. Die Art und Weise, in der diese Größe abgetastet, festgestellt und geregelt wird, soll zunächst
beschrieben werden. Dann wird die Wirkungsweise eines Computers, der zur Berechnung der Startstellung X unter Verwendung dieser
Größen als Eingangsgrößen oder Inputs benutzt wird, zusammen mit diesbezüglichen Scherstart- und Regelschaltungen beschrieben.
Wenn sich das Kopfende 12 der Bramme 10 der Schereinrichtung 15 nähert, wird ihre Geschwindigkeit durch einen Kopfgeschwindigkeitssensor
26 gemessen, der durch eine Kopfmeßrolle 27 über ein Zahnrad 28 angetrieben wird. Der Kopfgeschwindigkeitssensor
kann beispielsweise ein Tachometer-Generator sein, der ein Spannungs-Ausgangssignal erzeugt, das in Abhängigkeit von
der Geschwindigkeit des Brammenkopfes variabel ist. Da sich * die Bramme selbst an einer anderen Stelle befindet und sich
mit einer unterschiedlichen Geschwindigkeit bewegen kann, wenn sich das Hinterende 13 der Bramme der Schereinrichtung nähert,
wird ihre Geschwindigkeit durch einen zweiten Geschwindigkeitssensor 29 gemessen, der dem Sensor 26 ähnlich sein kann und
durch eine hintere Meßrolle 30 über ein Zahnrad 31 angetrieben
wird. Wie aus der Figur hervorgeht, ist auch die hintere Meßrolle 30 entlang der Wegstrecke 20a der Bramme angeordnet
und die Stelle ihrer Anordnung ist mit der geschätzten Länge der abgescherten Bramme koordiniert. Es sei bemerkt, daß die
vorderen und hinteren Meßrollen 27 und 30 durch Reibwirkung mit der sich bewegenden Bramme angetrieben werden. Darüber
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■ hinaus können auch andere bekannte Geschwindigkeitssensortypen
verwendet werden, wie beispielsweise solche, die Laser- und Mikroweilenstrahlen verwenden.
Die Feststellung der Ankunft der vorderen und hinteren Scherlinien
16 und 17 an einem festen Punkt, der sich im Abstand D
vor der Schereinrichtung befindet und der ebenfalls vor dem Scherstartpunkt X angeordnet ist, erfolgt durch einen Schnitt*
punktdetektör 32* Der Schnittpunktdetektor kann inrVerbindung
mit einem bekannten Taster für die Brammenbreite arbeiten und Signale, die sich auf die Ankunft des Vorder- und Hinterendes
beiziehen, aussenden, wenn die gewünschten vorderen und hinteren Seherlinien die Detektorsteile passieren» Die Wirkungsweise
eines derartigen Detektors in einem Regelsystem für eine Schereinrichtung ist in der US-Patentschrift 3 386 321
beschrieben, auf die hinsichtlich einer genaueren Beschreibung Bezug genommen werden kann* Darüber hinaus können auch
noch andersartige Schnittpunktdetektoren benutzt werden, wie z»B» ein Warmmetalldetektor, der die Ankunft des Brammenendes
abtastet» Die Scherlinien können dann an vorbestimmten Abständen vom Ende der.Bramme festgelegt werden»
Ein Drehzahlregler 33 für den Antriebsmotor 21I weist einen
Eingangskreis 34 auf, der durch eine Hegelspannung V erregt
und einen Startschalter S. gesteuert wird. Die Regelspannung
V wird entweder durch den vorderen Geschwindigkeitssensor
öder den hinteren Geschwindigkeitssensor 29 zugeführt, was
sich durch die selektive Schließung der Schalter S2 und S,
bestimmt. Wenn der Schalter S. geschlossen ist, wird die Regelspannung
V an der Eingangsseite eines Summierverstärkers 35 eingespeist, dessen Ausgang mit einem zweiten Summierverstärker
36 verbunden Ist. Die Ausgangsgröße des Verstärkers 36
wird zur Regelung des Stromes verwendet, der dem Antriebsmotor
24- über einen geeigneten Regler, wie z.B. einen spannungsgesteuerten=
Gleichrichter 37* zugeführt wird.
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Der» Drehzählregler 33 weist zahlreiche Regelschleifen aüf.4 von.
denen zwei dargestellt sind. Für höchste Genauigkeit ist es
erforderlich, däft die Drehzahl des Schermotors einem vorbestimmten
und reproduzierbaren Drehzahlbezug folgt« Andererseits ist die der Brammengeschwindigkeit entsprechende Spannung V , so wie sie zunächst angelegt wird, ein sich schrittweise
ändernder Geschwindigkeitsbefehl, dem durch ein praktisch ausgeführtes System nicht gefolgt werden kann» Demzufolge
ist für den Fachmann verständlich, daß ein nicht gezeigter Rampenfuhktions generator oder andere äquivalente Mittel
Innerhalb des Reglers 33 verwendet werden, um ein Regelsignal mit einer Geschwindigkeit-Zeitamplitude zu erzeugen, die mit
dem Leistungsvermögen des bestimmten tatsächlichen Systems bezüglich einer Beschleunigung kompatibel ist. Wenn dann die
Regelspannüng V dem Regler zugeführt wird, steigt die Dreh-
zahl des Motors 24 in geregeltem Verlauf an. Ein Beispiel hierfür
ist in Fig* k dargestellt.
Aus Fig. 4 geht ferner hervor, daß bei einer Schließung -de-."
Schalters S. zum Zeitpunkt null die Schereinrichtung konstant
beschleunigt wird, wie es durch die Steigung des Abschnittes X
der Kurve angegeben ist. Zu einem Zeitpunkt t., wird die Drehzahl-Beschränküngswirküng
des Reglers wirksam, was durch die Steigung des Abschnittes Y der Kurve angegeben ist. Der ausgezogene
Abschnitt Y der Kurve zeigt einen Fall, wo die Geschwindigkeit der Bramme ansteigt, d»h. wo die Bramme über den
Zeitpunkt t>. hinaus beschleunigt wird. Der gestrichelte Abschnitt
Y' zeigt den Fall, wo die Brammengeschwindigkeit konstant bleibt, während der gestrichelte Abschnitt Y11 den Fall
angibt, wo die Brammengeschwindigkeit absinkt, d.h. wo die
Bramme abgebremst wird.
Wie oben bereits erwähnt wurde, stellt der Drehzahlregler 33,
der mit den Geschwindigkeitssensoren 26 und 29 zusammenarbeitet, die Drehgeschwindigkeit der Schereinrichtung ein, so daß
zur Schnittzeit die Geschwindigkeit der Scherblätter eine feste
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Relation zur Geschwindigkeit der sich nähernden Bramme aufweist.
Wünschenswerterweise ist eine Geschwindigkeitseinstellung vorgesehen» so daß im Augenblick des Schnittes die Relativgeschwindigkeit
der Scherblätter und der Bramme variiert werden kann. Beispielsweise kann es erwünscht sein, daß im
Augenblick des Schnittes des Kopfendes die Geschwindigkeit
des Scherblattes größer ist als die Brammengeschwindigkeit, um das vordere Kopfende nach vorne von der Bramme weg und in
eine Abfallrutsche zu schieben. Beim Abschneiden des hinteren Blockendes kann es erstrebenswert sein, daß die Geschwindigkeit
des Scherblattes kleiner als die Brammengeschwindigkeit ist, so daß das hintere Blockende von der Eramme nach hinten
in eine Abfallrutsche geschoben wird. Daneben können auch noch andere Relativgeschwindigkeiten erwünscht sein, um den
Schneidverlauf für eine bessere Aufnahme der abgescherten Bramme zu steuern, wenn diese in das erste Fertiggerüst bzw.
Pertigwalzwerk eintritt. Um für solche Einstellungen der Relativgeschwindigkeit
für die vorderen und hinteren Blockenden zu sorgen, sind einstellbare Potentiometer 1Jl und ^2 auf entsprechende
Weise den Ausgängen der Geschwindigkeitssensoren 26 und 29 parallelgeschaltet. Durch Einstellung dieser Potentiometer
kann das Verhältnis, der Sensor-Ausgangsspannung und der Reglerspannung V variiert werden, wodurch eine entsprechende
Änderung im Verhältnis der Scherblattgeschwindigkeit zur Brammengeschwindigkeit im Augenblick des Schnittes hervorgerufen
werden kann. In der Berechnung der Scherstartzeit, die im folgenden beschrieben wird, ist dieses Verhältnis als
der Nachhalte/Voreil-Geschwindigkeitsvervielfacher k bezeichnet,
wobei kQ das Verhältnis zwischen der Dregeschwindigkeit
der Schereinrichtung und der Brammengeschwindigkeit im Augenblick des Schnittes ist.
Der Regler 33 weist einen zusätzlichen Eingangskreis kj, auf,
der durch einen Parkschalter S1^ gesteuert wird, durch den der
Schermotor 24 gesteuert wird, um so die Scherblätter in die
Parkstellung zu bewegen, nachdem ein Schnitt durchgeführt
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worden ist. Der Eingangskreis 43 wird durch einen Summierverstärker
44 gespeist, dessen Eingangsseite eine Bezugsspannung
V zugeführt wird. Wenn der Schalter Su geschlossen ist, wird
an den Regelgleichrichter 37 über den Kreis 43 und die Verstärker
35 und 36 eine Regelspannung angelegt, um den Motor 24 zu erregen und eine Drehung der Scherblätter hervorzurufen.
Ein die Parkstellung abtastendes Potentiometer 45, das durch
die Schereinrichtung angetrieben wird, regelt eine Rückkopplungsspannung, die dem Verstärker 44 über einen Rückkopplungszweig 46 derart zugeführt wird, daß die Ausgangsspannung des
Verstärkers 44 zu null gemacht und infolgedessen der Motor 24 angehalten wird, wenn die Schereinrichtung die Parkstellung
erreicht. Der Regler-Startschalter S1 , die Schalter S~ und S7.
die ->
für die/Geschwindigkeit des Kopf- und Hinterendes abtastenden
Geschwindigkeitssensoren und der Parkschalter Sl werden durch
Relais R., R„ und R, betätigt, die in einem Regler 47 angeordnet
sind, der zur Regelung der Endenabschereinrichtung benutzt wird.
Zu Beginn des Betriebes ist ein Relais R1 im Regler 47 so gestellt,
daß der Parkschalter Su geschlossen und der Scherstartschalter
S. offen ist, so daß die Scherblätter in die Parkstellung bewegt und dort gehalten werden. Wenn sich nun
die Bramme 10 der Schereinrichtung auf den angetriebenen RoI-"
len nähert, so wird ein Punkt erreicht, wo die Kopf-Scherlinie 16 in eine vorbestimmte Lage in bezug auf den Schneiddetektor
32 zu liegen kommt, der dann über eine Leitung 48 ein Kopf-Schneidsignal zum Regler 47 sendet. Dieses Signal betätigt
ein Relais R-, um den Schalter Sp zu schließen, der den Kopf-Geschwindigkeitssensor
26 mit der Startschaltung 34 für die Schereinrichtung verbindet. Zu diesem Zeitpunkt ist der Startschalter
S1 geöffnet, so daß die Schereinrichtung nicht anläuft.
Zur gleichen Zeit wird ein Signal über einen Leiter 50
zu einem Computer 49 geleitet, um eine Rechenoperation zu beginnen.
In einer noch zu beschreibenden Weise beginnt der Computer wiederholt zwei Größen zu berechnen und ihre relative
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■Größe zu vergleichen. Die erste Größe DT stellt die Entfernung
dar, die die vordere Scherlinie 16 in Richtung auf die Schereinrichtung über den Schnittpunktdetektor 32 hinaus zurückgelegt
hat« Die zweite Größe DM gibt den Abstand der Startstelle X für den Anlauf der Schereinrichtung vom Schnittpunktdetektor
an. Der Computer vergleicht wiederholt die zwei errechneten Größen DM und DT, Wenn die Bramme in Richtung auf
die Schereinrichtung zu einem Punkt vorrückt, wo.die Kopf-Scherlinie
den Punkt X erreicht, sind die zwei Größen DM und DT gleich. Wenn dieser Zustand eintritt, schickt der Computer
über den Leiter 51 ein Signal zum Regler, um das Relais R. zu
betätigen, das den Scherstartschalter S^ schließt und den
Parkschalter S^ öffnet. Dadurch wird die Schereinrichtung beschleunigt,
bis die Scherblätter eine Geschwindigkeit erreichen, die durch die Ausgangsgröße des Kopf-Geschwindigkeitssensors
26 und die Geschwindigkeitseinstellung des Potentiometers ^l bestimmt ist. Zu einer Zeit t (Pig. 4) nach dem
Anlauf der Schereinrichtung haben sich die Blätter 21 und 22 der Schereinrichtung in die Schneidstellung gedreht, die durch
die gestrichelten Linien in Fig. 5 dargestellt ist, um die Bramme an der Kopf-Scherlinie 16 abzuscheren, die zu dieser
Zeit die Schereinrichtung erreicht hat. An diesem Punkt schließt ein durch die Schereinrichtung betätigter Umschalter Sr und
sendet über den Leiter 52 ein Bezugsspannungssignal V t zum
Regler. Dieses Signal führt das Relais R1 in seine ursprüngliche
Stellung zurück, wodurch der Startschalter S^ geöffnet
und der Parkschalter Sj, geschlossen wird, so daß die Schereinrichtung
in die Parkstellung zurückgeführt wird. Ferner setzt
es den Computer auf eine Startstellung zurück, so daß er für den nächsten Rechengang vorbereitet ist.
Wenn die Bramme durch die Schereinrichtung läuft, wird ein Punkt erreicht, wo die hintere Scherlinie 1? in eine vorbestimmte
Lage bezüglich des Schnittdetektors 32 zu liegen kommt, der dann ein Schnittsignal Über die Leitung 53 zum Regler leitet.
Dieses Signal betätigt die Relais R? und R.,, um den Schal-
109841/1193 BADOR1Q1NAt
ter S„ zu öffnen und den Schalter S_, zu schließen, der dann
den für das Brammenende vorgesehenen Geschwindigkeitssensor mit der Startschaltung 3^ für die Schereinrichtung verbindet.
Gleichzeitig wird ein Signal über den Leiter 50 zum Computer
geleitet, um die Rechenoperation zu beginnen. Der Computer berechnet wieder die Größen DM und DT für die Lage der hinteren
Scherlinie 17 in bezug auf den Schnittpunktdetektor und die Scherstartstelie X. Wenn diese Größen gleich sind, wird
vom Computer ein Signal zum Regler gesendet, woraufhin das Relais R^ den Startschalter S. schließt und den Parkschalter
Sj öffnet, so daß die Schereinrichtung gestartet wird. In die-
P sem Falle werden die Scherblätter auf eine Geschwindigkeit beschleunigt,
die durch den für das hintere Blockende vorgesehenen Geschwindigkeitssensor und das die Geschwindigkeit einstellende
Potentiometer 42 bestimmt ist. Diese Geschwindigkeit
kann infolge einer Änderung der Brammengeschwindigkeit und einer unterschiedlichen Einstellung des.Geschwindigkeitspotentiometers 42 im Vergleich zur Einstellung des Potentiometers
4l unterschiedlich sein. Wenn die Abscherung des hinteren Blockendes durchgeführt ist, wird der Umschalter S^ geschlossen
und der Regler betätigt das Relais FL, wodurch der Schalter S. geöffnet und der Schalter S^ geschlossen wird, um
die Schereinrichtung in die Parkstellung zurückzuführen. Wenn dann der Computer in die Startstellung zurückgebracht ist, ist
das System für den nächsten Brammen-Schergang fertig.
Die Berechnung der Startstellung X durch den Computer 49 basiert
auf dem Prinzip, daß die Fläche unter dem Geschwindigkeits-Zeitprofil
oder -Kurve (Fig. 4), d.h./v dt gleich dQ
ist, wo d der Umfangsabstand ist, den die Scherblätter von der Parkstellung zur Schneldstellunc zurücklegen. Die Gesamtfläche
Λ unter den Kurven X und Y ist gleich der algebraischen Summe der Flächen A,, A0, A., und A1,. Dabei ist:
A. und Ap = die Flächen zwischen den theoretischen
und tatsächlichen Geschwindigkeits-Zeitkurven. Die tatsächlichen Kurven bzw.
109841./1193 BAD ORIGINAL
Profile während transienter Zustände sind durch die gestrichelten Linien
und 55 in Fig. 4 dargestellt.
A_ = die Fläche unter dem Abschnitt X der
Kurve von t bis t..
Au - die Fläche unter dem Abschnitt Y der
Kurve von t., bis X,~.
Somit gilt
(1) dc =
Da die Kurve X infolge der konstanten Beschleunigungscharakteristlk
des Reglers 33 eine gerade Linie ist, ist die Fläche Α.. dreieckförmif und kann deshalb dargestellt werden durch
die Gleichung:
(2) A = I t1 V1, wobei
t. = die Zeit nach t ist, wenn die Scherblätter
einen Geschwindigkeitswert in bezug auf die Brammengeschwindigkeit erreichen, die durch die das Kopf- und
Hinterende betreffenden Geschwindigkeitssensoren 26 und 29 und die Einstellungen
der Potentiometer ^l und k2 des Nachhalte/
Voreil-Geschwindigkeitsvervielfachers bestimmt ist.
V1 = Schergeschwindigkeit zur Zeit t1·
Ferner gilt
(3) V1 = Ct1, wobei
C = die Scherbeschleunipung ist, die eine Konstante des Reglers 33 und unabhängig
109841/119 3 BAD ORIGINAL
von der Brammengeschwindigkeit ist. Weiterhin ist
(4) V1 = ko (Vo + aQ t1), wobei
kQ = der Nachhalte/Voreil-Geschwindigkeitsvervielfacher
ist, der durch die Einstellungen der Potentiometer kl und 42 bestimmt
ist.
a = Brammenbeschleunigung, wie sie vor dem . - Scherbeginn bestimmt wurde.
Aus den vorstehenden Gleichungen folgt:
(5) A
C - ko ao
Ck2V.2
3 2 (C - ko
ko (Vo + V5 dt
ko Vo dt + / ko V dt
Durch Integration ergibt sich
2
+ v
C ο ο c
2(c „
Darin ist tp die Zeit nach dem Scherbeginn, zu der die Scher-
109841/1193
blätter schneiden.
Durch Einsetzen der Werte von A, und Au aus den Gleichungen
von (5) und (6) in Gleichung (i) folgt
k 2 V 2 C kat2 2k2 VQ 2 C
L k V_ t -■
0 2(G - ko a0)2 2 ° ° c 2(C- ko ao)2
k 3 V a 2
Ο00
ao)2
- A
Die Lösung von Gleichung (7) für die Schneidzeit t ergibt
(8) t„ *
2<de * Al *
P Ir a ■ s f Λ _ ν
Die Terme A1 und A0 in der vorstehenden Gleichung (8) werden
empirisch bestimmt und können so in den Computer gespeichert
seino Andere bekannte Größen sind die Scherbesohleunigungsrats
C und der Abstand d (siehe Fig. 55· Die Variablen in
der Gleichung sind die Brammengeschwindlgkeit V , die Beschleunigung
(oder Abbremsung) a und der Voreil/Naehhalte-Geschwin-
äl gke it s verfiel fache ν 1cqS
Die oben e^iSliiiten bekannten Größen werden, vorher in den ComeasIiep
eingegeben s- wälirsod die variablen Größen während
Reeliengariges kontinuierlich in den Computer eingespeist
"Sosiit i-rlva w£h'"::-id eine? Kopfabscherung die BrammengeselTfjißdigEeii;
¥ , iiöei? den Leiter 55 in den Computer eingeg©bQK5
tJobai öi&se Große dui?ch sine Sjoannung an einem festen
Äbseboiftt ctaos MidePstaEides. ^Ia des Potentiometers 41 darge-8fc®iit
iJi^tVc ύοί}ΛΘΊ?ΫϊΙΐι wird die Q^ößs k,^h V , dem Computer
ß r.-olt.yp 5S vom Spaiinungsausgaag dss Potentlometors i?l
gefilipfec U3.!i:?:U'ici aiEföi? Aosohsjwig si:^s -hiriteren Blockendes
Z'ä ülo iB::c:i';:::K-äi"KG:SGtejS.näiskid"·; ?^,, äse Ciomputs? übe? den Lei-
V g? sa^iift/^ 'jobs! UiQS^ Gpößs dv:rah wiue Spar^ung an
c ö '■ ϊ
einem festen Abschnitt des Widerstandes 42a des Potentiometers 42 dargestellt wird. Ferner wird dem Computer die Größe k , ¥
über den Leiter 58 vom Spannungsausgang des Potentiometers 42
zugeleitet. Die Indizes h und t in den oben erwähnten Größen k und V werden lediglich dazu verwendet, um die während der
AbscheruEg der Yorder- und Hinterenden auftretenden Scher-. Startbereclißiingen
verwendeten Größen zu unterscheiden. Ganz allgemein wird selbstverständlich In beiden Fällen die allge
meine axeichung (8) für die Größe t benutzt.
Anhand ¥on FIg* 5 sei nun. dargelegt, daß die Zeit, die die
" Seherlinisn ±6 and 1? der Bramme benötigen, um säen von dem
Scfeerstai"tpi?nkt X zn der Schereinrichtung zu bewegen s die gleiche
Ist wie die Schneidzeit t . die öle Scherblätter benötigen 3
um sich von der- Parkstelliuig sur Sohneidstellung su bewegen.
Somit kann der Abstand ds des Punktes X von der Schereinrich- tung durch die folgende Gleichung ausgedrückt werden:
(9) äs s ¥ t ν h A t 2
ο c 2 c ο
ο c 2 c ο
Der Abstand D ^on dem SclKiIvtpyofctdetektor 32 zu der Scherein=
richtung Ist ein bekannte:? fester Abstand. Somit kann der Ab=
stand vom SshnitSptmktd-atsIrr.or zum Punkt X ausgedrückt wenden
durch die-Gleichung:
CiO) DM s D - ds . -
Wsan mm asr Computer durch die Ankunft einer Seherllnle an
äe^ St-sile des Schnittpunktdetektors In Barrieb ^5?e\;st xtIl-ö .-.
se νΐΐ'ί'ά die Größe DM5 die die Lage de-" Inni:^ei; X In oeaug z-xiT
den Schnlttpunktäetektor In Richtung .?' S:, a^r.enoewe^ung an«
·. £·'ί:ίΐ;ύ1^ oicll^hoo Age ί'^,πί dsi5 ίΐ?:..,'v'^Hi'iIg vj" Ιβί;! -Sehnl'ii*
- 19 -(11) DT = ΣΙ V (t) dt
V(t) ist die Geschwindigkeit der Bramme, die durch die das Kopf- und Hinterende betreffenden Geschwind!
gleLtssensoren 26 und 29 gemessen ist.
Dabei ist dt ein Zeitintervall.
Wie durch das Flußdiagramm in Pig. 6 angegeben ist, das die zwischen den Punkten A und B durchgeführten Operationen darstellt,
berechnet der Computer die Größen t , ds, DM und DT und vergleicht periodisch die Größen DM und DT. Wenn sie gleich
werden oder bei der Ankunft der Scherlinie an dem Scherstartpunkt X eine vorbestimmte relative Größe aufweisen, wird über
den Leiter 51 ein Signal zum Regler 47 geleitet, um die Schereinrichtung
durch Schließen des Schalters S^ in Gang zu setzen.
die
Es sei bemerkt, daß die/Brammengeschleunigung betreffende Größe a , die aus aufeinanderfolgenden Messungen des Geschwind!gkeitsterms V abgeleitet ist, in bekannter Weise durch den Computer berechnet werden kann. Alternativ kann die Brammenbeschleunigung durch einen externen Beschleunigungsmesser gemessen und als getrennte Eingangsgröße in den Computer eingegeben werden.
Es sei bemerkt, daß die/Brammengeschleunigung betreffende Größe a , die aus aufeinanderfolgenden Messungen des Geschwind!gkeitsterms V abgeleitet ist, in bekannter Weise durch den Computer berechnet werden kann. Alternativ kann die Brammenbeschleunigung durch einen externen Beschleunigungsmesser gemessen und als getrennte Eingangsgröße in den Computer eingegeben werden.
Bei dem oben beschriebenen Computerbetrieb wird die Schereinrichtung
in Gang gesetzt, wenn die zwei berechneten Abstände DM und DT gleich sind. Alternativ kann selbstverständlich auch
die Zeit berechnet werden, die die Scherlinie benötigt, um sich von der gemessenen Stelle zur Schereinrichtung zu bewegen.
Diese Zeit kann dann mit der Schneidzeit t verglichen werden, wobei die Schereinrichtung dann in Gang gesetzt wird,
wenn diese zwei berechneten Zeiten gleich sind.
Es sei auch darauf hingewiesen, daß der Sohneidvorgang, da die
abgescherten Brammen häufig eine erhebIicha Dicke aufweisen,
tatsächlich vor dem Punkt beginnt, an dem sich die Blätter direkt gegenüberliegen. Falls eine hohe Genauigkeit erforder-
109841/1193
lieh ist, kann ein Korrekturfaktor algebraisch zur Gleichung
(1) hinzuaddiert werden, um dem Einfluß der endlichen Brammendicke auf die Drehung von der Park- in die Schneidstellung
Rechnung zu tragen.
In Fig. k steigt der Abschnitt Y der Geschwindigkeits-Zeitkurve
nach oben an, wodurch ein Fall aufgezeigt ist, wo die Beschleunigungsgröße a positiv ist. Wenn die Brammengeschwindigkeit
konstant bleibt, wird die Beschleunigung null und der Abschnitt Y der Kurve verläuft flach, wie es durch die gestrichelte Linie
Y1 angegeben ist. Dann wird die Fläche A^ ein Rechteck, wodurch
sich die Berechnung der Fläche vereinfacht. Falls die Beschleunigungsgröße a negativ wird, d.h. daß die Bramme abgebremst
wird, fällt der Abschnitt Y der Kurve nach unten ab, wie es durch die gestrichelte Linie Y'1 dargestellt ist. Der Korrekturfaktor
A2 erfährt für die Kurven Y! und Y" eine leichte
Änderung. Die konstante Beschleunigungscharakteristik des
Reglers 33, der einen geradlinigen Abschnitt X der Kurve erzeugt,
vereinfacht zwar die Berechnung der Fläche A,. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß das erfindungsgemäß angewendete
Rechenprinzip auf alle Geschwindigkeits-Zeitprofile anwendbar ist, die bekannt sind und wiederholt erzeugt werden können.
* Der Computer H7 weist einen bekannten Aufbau auf. Vorzugsweise
ist er ein Digitalcomputer mit einem speicherbaren Programm. Die Art und Weise, in der ein derartiger Computer programmiert
wird, um die oben beschriebenen Rechnungen und Vergleiche durchzuführen, ist dem Fachmann bekannt und braucht an dieser Stelle
nicht näher erörtert zu werden.
Es sei darauf hingewiesen, daß das automatische Regelsystem gemäß dieser Erfindung keine Stellungs-Rückkopplung erfordert,
die sich auf die Stellung der Scherblätter in bezug auf die Lage der Bramme bezieht, wie dies bei bekannten Regelsystemen
erforderlich war, die für eine hohe Schneidgenauigkeit ausgelegt waren.
1 0 9 8 A 1 / 1 1 9 3
Somit wird also nicht versucht, die Stellungen der Bramme und der Schereinrichtung nach dem Anlauf der Schereinrichtung in
Übereinstimmung zu bringen, sondern die Schneidzeit t wird auf der Basis einer voraussagbaren und wiederholbaren Geschwindigkeits-Zeitcharakteristik
der Scherbewegung berechnet. Dieser Weg senkt die Kosten des Regelsystems erheblich, ohne daß
dadurch auf eine hohe Schneidgenauigkeit verzichtet wird. Da darüber hinaus die Schereinrichtung unabhängig von der Brammengeschwindigkeit
immer maximal beschleunigt, ist die Betriebszeit der Schereinrichtung im Vergleich zu bekannten Systemen
verkürzt, wo die Scherbeschleunigung proportional zur Geschwindigkeit der sich nähernden Bramme gemacht wurde. Die
sich hieraus ergebende Verkürzung der Betriebszeit der Schereinrichtung
verbessert somit die Schneidgenauigkeit, da Fehler mit größter Wahrscheinlichkeit während dieses Intervalles
auftreten.
109841/1193
Claims (1)
- Patentansprüche/l.| Regelsystem für eine motorgetriebene Schereinrichtung zum ^■"^ Abscheren einer sich nähernden Bramme an einer vorbestimmten Scherlinie, gekennzeichnet durch eine Regeleinrichtung (47) für den Antriebsmotor (24), der bei Betätigung die Schereinrichtung (15) beschleunigt, eine auf die Geschwindigkeit der sich nähernden Bramme (10) ansprechende Drehzahlbegrenzung (26, 29), durch die die maximale Drehgeschwindigkeit der Schereinrichtung (15) auf eine auf die Geschwindigkeit der Bramme (10) bezogene Drehgeschwindigkeit begrenzbar ist, Rechenmittel (49) zur Berechnung der Scherstartstelle (X) der Scherlinie (16, 17), an der die Schereinrichtung (15) gestartet werden muß, so daß die Schereinrichtung die Bramme (10) an der vorbestimmten Scherlinie (16, 17) abschert, Mittel (49) zur kontinuierlichen Berechnung der Lage der Schnittlinie (16, 17) während ihrer Bewegung in Richtung auf die Schereinrichtung (15) und Mittel, die durch die die Startstelle (X) und die Lage der Scherlinie berechnenden Rechenmittel (49) gesteuert sind, zur Betätigung der Regeleinrichtung (47), wenn die Scherlinie die berechnete Scherstartstelle (X) erreicht hat." 2. Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Regeleinrichtung (47) eine konstante Beschleunigung der Schereinrichtung (15) herbeiführt, bevor die Drehzahlbegrenzung eingreift.3. Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß Miiräel (4I31 42) zur Änderung der Wirkung der Drehzahlbegrenzung vorgesehen sind, so daß das Verhältnis der Seherpeschwindigkeit aiir Brammengeschwindi^keit zur Zeit der Bratimenabscherung einstellbar ist.10 9 8 41/119 3Regelsystem nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Rechenmittel (1IQ) · zur Berechnung der Scherstartstelle (X) eine Einrichtung aufweisen, die die Fläche unter dem Geschwindigkeits-Zeitprofil der Bewegung der Schereinrichtung von einer Parkzu einer Schneidstellung integriert und diese integrierte Fläche der Entfernung gleichsetzt, die die Schereinrichtung von der Park- zu der Schneidstellung zurücklegt.Regelsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet , daß die Vorrichtung (26 - 28, 29 - 31), die die Geschwindigkeit der Bramme mißt, wenn sich das Scherende der Schereinrichtung (15) nähert, ein Geschwindigkeitssignal erzeugt, das mit der Brammengeschwindigkeit variabel ist, die Regeleinrichtung (47) für den Antriebsmotor (24) auf das Geschwindigkeitssignal anspricht und eine vorbestimmte Geschwindigkeits-Zeitcharakteristik aufweist und bei Betätigung die Schereinrichtung (15) von einer Parkstellung auf eine auf die Geschwindigkeit der Bramme (IQ) bezogene Drehgeschwindigkeit beschleunigt und anschließend die Schereinrichtung während ihrer Bewegung zur Schneidstellung auf einer auf die Näherungsgeschwindigkeit der Bramme bezogenen Drehgeschwindigkeit hält, und die kontinuierlich die Lage der Scherlinie berechnenden Rechenmittel einen Computer (49) aufweisen, dem das Geschwindigkeitssignal als eine Eingangsgröße zugeführt ist, mit dem dieser während des Vorrückens der Bramme (10) in Richtung auf die Schereinrichtung (15) eine erste quantitative Größe (DT) hinsichtlich der Augenblickslage der Scherlinie (16, 17) der Bramme (10) von einem Bezugspunkt (32) vor der Schereinrichtung errechnet, ferner aus der Geschwindigkeits-Zeitcharakteristik eine zweite quantitative Größe (DM) hinsichtlich der Stelle (X) der Scherlinie (16, 17) der Bramme (10) hinter dem Bezugspunkt (32) errechnet, an dem die Regeleinrichtung (33) betätigt werden muß, so daß die Schereinrichtung (15) die41/119 3- 2k -Bramme (10) an der vorbestimmten Scherlinie (16,17) abschert, und die erste und zweite Größe (DT, DM) beim Vorrücken der Bramme (10) in Richtung auf die Schereinrichtung (15) vergleicht und die Regeleinrichtung (47) betätigt, wenn die ersten und zweiten berechneten Größen (DT, DM) eine vorbestimmte relative Größe zueinander aufweisen.6. Regelsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die zweite durch den Computer (49) berechnete Größe (DM) durch Integration der Fläche unter dem Geschwindigkeits-Zeitprofil der Scherbewegung von der Park- zu der Schneidstellung und durch Gleichsetzen der integrierten Fläche mit der Entfernung bestimmt ist, die durch die Schereinrichtung von der Parkstellung zur Schneidstellung zurückgelegt ist.7. Regelsystem nach Anspruch 5a dadurch gekennzeichnet ,'daß die Schereinrichtung (15) bei Betätigung der Regeleinrichtung (47) konstant beschleunigt Ist, bis eine auf die Brammengeschwindigkeit bezogene Geschwindigkeit erreicht Ist.8. Regelsystem nach Anspruch 5S dadurch gekennzeichnet , daß die erste berechnete Größe (DT) der Abstand ist, um den die Scherlinie (16, 17) der Bramme (10) gegenüber dem festen Bezugspunkt (32) vorgerückt ist, und die zweite berechnete Größe (DM) der Abstand der Scherlinie (16, 17) der Bramme (10) von dem festen Bezugspunkt (32) ist, an dem die Regeleinrichtung (47) zu betätigen ist, so daß die Schereinrichtung (15) die Bramme O-O) an einer vorbestimmten Scherlinie abschert.9. Regelsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß eine ein zweites Geschwindigkeitssignal erzeugende Einrichtung (29 - 31), die auf die Brammengeschwindigkeit anspricht, wenn sich das HIn-109841/1193terende der Bramme (10) der Schereinrichtung (15) nähert, und Übertragungsmittel (53) vorgesehen sind zur übertragung des Brammengeschwindigkeits-Eingangssignales zur Regeleinrichtung (47) und zum Computer (49), nachdem die Schereinrichtung (15) die Bramme (10) an der vorbestimmten Scherlinie (17) abgeschert hat.10. Regelsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß Mittel (41, 42) zur Einstellung der Größe des der Regeleinrichtung (47) zugeführten Brammepgeschwindigkeitssignales vorgesehen sind, so daß die relative Geschwindigkeit der Schereinrichtung und der Bramme zur Zeit der Abscherung der Bramme durch die Schereinrichtung (15) veränderbar ist.11. Regelsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Mittel zur Einstellung der Größe des der Regeleinrichtung (47) zugeführten Brammengeschwindigkeitssignales auch die Größe des Brammengeschwindigkeitssignales einstellen, das dem Eingang des zur Berechnung der zweiten Größe (DM) benutzten Computers (49) zugeführt ist.109841/119
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
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